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92
4,5 von 5 Sternen
Escape
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Februar 2013
4 fremde Jungs in dem eigenen Keller seines Hauses vorzufinden, ist schon ungewöhnlich.
Wenn sie dann aber auch noch in 4 gläserne Zellen gefangen gehalten werden und man zusammen mit seinem Vater Tests an ihnen vornimmt, dann ist das mehr als das.
Doch genau damit wurde unsere Ich-Erzählerin Anna konfrontiert.
Nachvollziehbar, dass nicht nur ihr, sondern auch dem Leser sofort ein ganzer Haufen Fragen durch den Kopf schwirren.
Wer sind diese Jungs?
Warum sind sie eingesperrt und was hat es mit diesem Projekt überhaupt auf sich?
Und dazu kommen im Laufe der Geschichte noch eine ganze Reihe mehr.

Dieses Buch hat mich absolut überzeugt und in seinen Bann gezogen und das eigentlich schon alleine durch seinen Klappentext. Aber ab dem Moment, wo der erste Satz gelesen war, wusste ich, dass das absolut mein Buch sein würde. Sofort hat es mich eingenommen und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen.

Zusammen mit Anna machen wir uns also auf die Suche nach Antworten. Der Leser hat durchgehend den gleichen Wissensstand wie die Protagonistin selber. Er weiß nicht mehr und nicht weniger. Und genau diese Herangehensweise macht dieses Buch unglaublich interessant und spannend.
Bereits ab der 1. Seite entwickelt sich ein Spannungsbogen, der sogar in den ruhigeren Sequenzen präsent bleibt.

Wie der Titel bereits verrät, flüchten die Jungs. Und zwar zusammen mit uns. Äh, mit Anna, natürlich. Die Ungewissheit die alle 5 empfinden ist absolut überzeugend und zwischen den Zeilen spürbar. Alle Charaktere sind unglaublich facettenreich und unterschiedlich ausgearbeitet, dass sie dadurch wirken, als seien sie real. Sie wachsen einem schnell ans Herz. Der eine mehr, der andere weniger. Aber Fakt ist, dass man keinen von ihnen mehr in der Geschichte missen möchte.

Trotz all der Angespanntheit der Flucht, brauchen wir nicht auf eine kleine aber feine Liebelei verzichten. Schwärmerei wäre hier vielleicht die passendere Wortwahl. Sie ist ein Bestandteil der Geschichte, aber übernimmt zu keiner Zeit die Oberhand. Sie wirkt weder kitschig noch übertrieben, sonder wohl dosiert.

Aber auch schockierende Wendungen ließen mich immer wieder überrascht zurück und Rückschläge mussten verkraftet werden. Aber genau das ist es, was mich an diesem Buch so fesseln konnte.
Nur nach und nach kommen ein paar Sachen ans Licht. So bleibt die Spannung weiterhin aufrecht und man versucht gemeinsam mit den Protagonisten die einzelnen Puzzleteile zusammen zu setzen.

Aber nicht zu letzt habe ich es auch dem mitreißenden und klaren Schreibstil der Autorin zu verdanken, dass ich "Escape" an nur einem einzigen Tag durchgelesen habe. Sowohl die actiongeladenen und teilweise sogar blutigen Szenen, haben mich ebenso überzeugt, wie die Ruhigen.
Langeweile kommt hier gar nicht erst auf. Vielmehr sprintet man regelrecht durch die Seiten und ist überrascht wenn man leider schon am Ende angelangt ist.

Dieses wartet neben einigen Überraschungen auch mit vereinzelten Vorhersehbarkeiten auf, die aber dennoch dem Ganzen keinen Abbruch tun. Genau genommen ließ mich das Ende zufrieden zurück und ich habe das Buch mit dem Wissen zugeklappt, eine weitere Geschichte zu meinen Favoriten zählen zu können.

Pro/Contra

+ durchgehend spannend
+ facettenreiche und realistische Charaktere
+ überraschende und teils schockierende Wendungen
+ Leser hat gleichen Wissenstand wie Protagonist
+ fesselnder und klarer Schreibstil
+ zufriedenstellendes Ende ohne Cliffhanger

- ein paar vorhersehbare Szenen am Ende

Fazit

Eine ab dem 1. Wort überzeugende und fesselnde Geschichte, die nicht nur viel verspricht, sondern es auch hält. Facettenreiche Charaktere und ein Plot zwischen Thriller und Dystopie, lassen die Seiten nur so dahin gleiten. Ein absolute MUSS für alle Liebhaber von Spannung, die Lust haben zusammen mit den Charakteren des Rätsels Lösung auf die Spur zu kommen. Eine absolute Kaufempfehlung und jetzt schon ein Highlight in diesem noch sehr jungen Jahr 2013.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Februar 2014
Kurzbeschreibung

Wer sind die vier jungen Männer, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der Sektion medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt. Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigsten sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken.

Meinung

Vier junge Männer in verglasten Zellen in einem Keller eines abgelegenen Hauses an denen täglich Versuche durchgeführt werden? Anna ist genauso ahnungslos wie wir Leser und als es zur Flucht kommt und Annas Vater verwundet wird muß ihm Anna versprechen mit den Jungs zu gehen und nie wieder nach Hause zurück zu kehren. Ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit und die Suche nach der Wahrheit beginnt mit vielen Überraschungen, Geheimnissen und Wendungen.

Anna ist eine liebenswürdige und sympathische Hauptprotagonistin. Die vier Jungs (Sam, Cas, Trev und Nick) sind überaus interessante Charaktere, jeder ist anders.

Ein angenehm zu lesender und lockerer Schreibstil.

Fazit: "Escape" ist für mich ein spannender Jugendthriller mit interessanter Story und sehr überzeugenden Charakteren. Leseempfehlung!

Zitat

"So war das auch mit der Hoffnung. Man klammerte sich an etwas, von dem man nicht wusste, ob man es jemals erreichen würde. Aber man musste sich trotzdem weiter daran festhalten, denn wo blieb sonst der Sinn?"
(Seite 117)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Kurzbeschreibung
Du kannst nicht mehr nach Hause. Du musstest deinem Vater schwören, nie wieder zurückzukommen. Alles, woran du bisher geglaubt hast, entpuppt sich als Lüge. Du weißt weder, wer du bist, noch, wem du trauen kannst. Du weißt nur eins: Du rennst um dein Leben! Wer sind die vier jungen Männer, die im Keller von Annas Haus gefangen gehalten werden? Tag für Tag führen Anna und ihr Vater im Auftrag der Sektion medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, zu treffen. Denn in ihn ist sie verliebt. Niemand weiß, warum die vier für diese Versuche ausgewählt wurden. Am wenigsten sie selbst, denn ihre Erinnerung reicht nur exakt fünf Jahre zurück. Als sich für Sam und die anderen die Gelegenheit zur Flucht ergibt, schließt Anna sich ihnen an. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach der wahren Identität der vier Jungen. Und die einzige Spur, die sie haben, ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken. Escape ist der erste Band einer Reihe.Täuschung und Wahrheit! "Vier geheimnisvolle Jungs sind im Kellergeschoss eingesperrt. Sie können fliehen. Aus den netten jungen Männern werden rücksichtslose Soldaten. Mit der 14-jährigen Anna im Schlepptau beginnt eine wilde Jagd quer durch das Land, immer auf der Suche nach der Wahrheit. Und alles, was Anna bisher für richtig befunden hat, erweist sich als Lüge.

Meinung
Endlich mal wieder ein spannender Jugendthriller, der mich von der ersten Seiten an begeistert und fasziniert hat. Ich war befangen, zitterte und fieberte mit den Protagonisten mit und hatte die 320 Seiten sehr schnell durch. Leider endete es für mich, mit vielen offenen Fragen und ich werde mir auf jeden Fall bald den zweiten Teil dazu kaufen.

Die Autorin hat Gefühle und Emotionen sehr genau und wohl dosiert. Ängste, Freude, Wut, Zorn und leichte Liebesanwandlungen kommen exakt rüber, ich fühlte mich jedesmal wie in einer Woge dahin gerissen. Diese Vermischung aus gut und böse macht das ganze Buch über eine einfach überwältigende Atmosphäre aus.

Unerwartete Wendungen und von mir nicht erwartete Offenbarungen machten aus dem Buch einen Thriller der ersten Klasse. Gebannt verfolgte ich die Handlung und war begeistert von der Idee insgesamt. Vier junge Männer, eingesperrt in einem Keller, für Versuchszwecke geschaffen. Gehirnwäsche inclusive. So etwas hatte ich in dieser Form noch nicht gelesen.

Zu den Protagonisten kann ich berichten, das jeder auf seine Weise anders ist. Die Charakterzüge wurden von Frau Rush sehr detailgerecht und genau beschrieben. Alle waren mir von Anfang an sympathisch und entwickelten sich im Laufe der Geschichte sehr weiter. Auch die Umgebungen konnte ich mir durch zielgerechte Darstellung sehr gut vorstellen, dadurch konnte ein wahres Kopfkino entstehen.

Der Schreibstil ist leicht und flüssig, einem Jugendbuch genau angepasst. Die Kapitel wurden kurz gehalten und die Qualität des Buches ist einfach herausragend. Vorallem die dicken Seiten machen es zu einem Lesevergnügen, da man nicht aufpassen muß, das irgend etwas reißt.

Cover
Das Cover finde ich sehr ansprechend. Ein einzelner schwarzer Baum im Vordergrund. Der Hintergrund wurde hell gehalten und zeigt Birkenbaumstämme. Ein Hingucker auf jeden Fall.

Fazit
Dieses Debüt der Autorin konnte mich restlos überzeugen. Eine perfekte Mischung aus allen Gefühlsrichtungen machen das Ganze zu einem sehr guten Jugendthriller. Es hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf den zweiten Teil. „Escape“ bekommt von mir 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung.
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am 24. Januar 2013
Zur Aufmachung

Also ich finde das deutsche Cover deutlich ausgefallener als das Original. Beim Original versteht man nämlich nicht, warum der nette Herr dort nur halb bekleidet ist und es könnte leich für einen dieser Romantasy Romane gehalten werden. Der Grund ist das Tattoo, das Sam hat und dieses Tattoo ist im Buch wie eine Art Karte, ein Schlüssel zur Wahrheit. Es sieht auf dem Originalcover aber nicht einmal ansatzweise so aus wie im Buch beschrieben. Der Baum auf dem deutschen Cover weist ebenfalls darauf hin und das fand ich schon sehr viel besser. Die Titel finde ich beide gut. Die Flucht ist entscheidend, denn genau das ist es, was die fünf das ganze Buch über tun, andererseits passt auch "Altered", da sie Sektion hier die Gene der Jungs manipuliert hat.

Zum Buch

Dieser Roman ist zwar als "Thriller" eingeordnet, aber im Prinzip beinhaltet er eine Mischung aus mehreren verschiedenen Genres. Es liest sich eindeutig am ehesten wie ein Urban Fantasy Roman, da da das typische Gerüst ist: Junges Mädchen, das sich für normal hält, ist verliebt in jungen Mann mit außergewöhnlichen Fähigkeiten (auch wenn dieser Roman KEINE echten Fantasyaspekte besitzt). Die Geheimnisse drumherum und die Spannung deuten dann eher auf den Thriller hin. Mir hat genau diese Mischung sehr gut gefallen.
Die Autorin arbeitet hier mit sehr wenigen Charakteren, mit diesen dafür allerding tiefer als normalerweise. Dass der Roman sich von anderen Jugendbüchern abhebt ist vor allem, dass Anna nicht zur Schule geht, sondern zu Hause unterrichtet wird. In ihrem Leben gibt es nichts außer ihren Vater, die vier Jungen in ihrem Keller und die Leute von der Sektion, die ab und an mal nach dem rechten sehen. Dabei schafft Jennifer Rush es aber so den Roman voller Geheimnisse zu stricken und die Wendungen konnten mich auch immer wieder überraschen. Es bleibt bis zum Ende spannend und selbst dann noch kommen Sachen ans Licht von denen man zu Beginn der Geschichte noch nichts geahnt hat.
Die beiden Hauptcharaktere Anna und Sam, aber auch die anderen drei Jungs sind mir im Laufe der Geschichte sehr sympathisch geworden. Auch wenn mir Sam manchmal etwas auf die Nerven fiel, so versteht man dies im Nachhinein sehr gut, wenn man erfährt, was er durchmachen musste. Anna verbringt viel Zeit damit sich Gedanken über Sam zu machen (Vor allem, ob er ihre Liebe erwidert etc.), was sich zum Ende des Buches hin allerdings gelegt hat. Immerhin geht es da ja auch um Leben und Tod. Generell sind hier wirklich viele Actionszenen enthalten, aber auch die vielen Geheimnisse und Rätsel haben mir gefallen vor allem, da sie nicht leich zu entschlüsseln waren wie das bei manch anderem Buch ja der Fall ist.
Es handelt sich bei Escape um den ersten Teil einer Buchreihe, aber das Buch hätte an dieser Stelle auch einfach enden und ein Einzelband bleiben können. Trotzdem würde ich gern mehr von den Charakteren lesen besonders, da ein paar Fragen auch noch offen geblieben sind.

Fazit

Schreibstil: 4 Sterne
Charaktere: 4 Sterne
Spannung: 4,5 Sterne
Emotionale Tiefe: 4 Sterne
Humor: 3,5 Sterne
Originalität: 3,5 Sterne

Ein sehr spannender Roman mit sympathischen Charakteren, der mit packen konnte. Auch wenn hier mit wenig gearbeitet wurde, so bekommt man doch viel zu bieten. Ich freue mich auf Teil zwei, auch wenn das vermutlich noch eine ganze Weile dauern wird...
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Zitat:
"So war das auch mit der Hoffnung. Man klammerte sich an etwas, von dem man nicht wusste, ob man es jemals erreichen würde. Aber man musste sich trotzdem weiter daran festhalten, denn wo blieb sonst der Sinn?"
(S. 117)

Inhalt:
Vier Jahre lang durfte Anna das Labor ihres Vaters im Keller nicht betreten. Die Forschungen für "die Sektion" sind streng geheim. Anna besuchte die vier Jungs - Sam, Nick, Cas und Trev - trotzdem jede Nacht.
Die Jungs sind nicht nur normale Jungen, mehr bekommt Anna aber nicht zu hören. Sie wurden genetisch verändert und sind daher "übermenschlich" perfekt.
Seit acht Monaten hilft sie ihrem Vater offiziell bei den Beobachtungen und der Datenerfassung für die Sektion.
Dann soll das "Projekt", das mittlerweile Annas Lebensmittelpunkt darstellt, eingestellt und die Jungs abtransportiert werden. Doch die Mitarbeiter der Sektion haben nicht mit Sam gerechnet, der einen nach dem anderen erledigt. Die Jungs sind bereit für die Flucht und Annas Vater bittet sie, Anna mitzunehmen und gibt ihnen eine Adresse.
Was sie dort finden, wirft vor allem Anna aus der Bahn. Die Jagd auf weitere Antworten beginnt.

Meinung:
Wenn mich ein THRILLER schon mit seinem Klappentext neugierig machen kann und ich nach den ersten Rezensionen denke "Das musst du lesen!" ist das schon mal eine Seltenheit. Ich kann die positiven Stimmen zu dem Buch aber durchaus nachvollziehen und kann vorab nur sagen, dass ich begeistert war.

Nach den ersten Seiten war ich soooo neugierig, dass ich am liebsten weitergelesen hätte. Zeittechnisch konnte ich erst später fortsetzen und habe das Buch dann aber in einem Rutsch beendet. Ich konnte einfach nicht aufhören!

Die Hauptprotagonistin Anna ist mir sofort ans Herz gewachsen. Vielleicht rührt dieser "besondere Draht" von der gewählten Ich-Perspektive (in Vergangenheit) her - ich kam mir jedenfalls vor, als würde Anna mir ganz persönlich ihre damaligen Erlebnisse schildern.

Anna ist verliebt. Das spürt man bereits auf den ersten Seiten. Doch es gibt eine Vielzahl an Hinderungsgründen. Denn ihr "Auserwählter" Sam ist einer der vier Jungs, die im Labor ihres Vaters in Hochsicherheitszellen untergebracht sind. Anfangs kam mir Anna noch etwas naiv oder leichtgläubig vor, sie stellt Theorien auf, warum ihr Vater dieses Labor im Keller hat, unternimmt aber nicht wirklich etwas dagegen. Es wird schon alles seine Richtigkeit haben. Aber diese leicht unsympathischen Züge konnten gar nicht länger in mir keimen, denn die Geschichte nimmt so schnell an Fahrt auf, Annas Veränderung beginnt und die Gefühle für die Jungs und besonders ihrem Anführer bekommen eine ganz neue Bedeutung.

Sam ist der Chef der Jungs. Er ist ruhig und immer Herr der Lage. Sind Anna und er allein, ist er freundlich und vertrauenerweckend. Sind die anderen aber wach, begegnet er Anna mit einer Kälte, die die erste Sympathie ihm gegenüber sofort zunichte machte. Sam hat aber Gründe dafür. Nicht nur, dass er in seiner abgeschlossenen Zelle seit 5 Jahren kein Tageslicht gesehen hat. Er leidet auch an Amnesie. Die als "Nebenwirkung" betitelte Krankheit ruft Flashbacks hervor, die ihm häppchenweise sein altes Leben vor Augen führen. Er will sich an sein früheres Ich erinnern - und ist bereit, alles dafür zu tun.

Auch die anderen Jungs sind gut durchdacht und haben alle ihre besonderen Eigenschaften:
Nick ist der "Böse". Er scheint Anna vom ersten Moment an zu hassen und würde sich am liebsten nicht in ihrer Nähe aufhalten.

Einer meiner Lieblinge war Cas, der sich wie ein 5-jähriger benimmt, ständig isst und durch sein lustigen Sprüche die spannende Geschichte etwas auflockert. Seine unbeschwingte Art gibt dem Ganzen einen leichteren Touch.

Am Undurchsichtigsten war für mich Trev. Der "beste Freund" von Anna. Derjenige, dem sie all ihre Geheimnisse erzählt, der sie stets mit den richtigen Worten tröstet und immer für sie da ist. Mehr verrate ich aber nicht.

Die Autorin schafft es, über die ganze "normale" Geschichte etwas Mystisches schweben zu lassen. Vielleicht lag es an dem Wörtchen "übermenschlich", dass sich das Buch wie eines aus meinem bevorzugten Fantasy-Genre las?
Der Schreibstil ist einfach und schnell zu lesen, eine kleine Tendenz zu "jugendlich" ist durchaus vorhanden, aber absolut nicht störend. Die Beschreibungen werden oft als "Gedanken der Künsterlerin" aus Annas Sicht geschrieben, die durch ihre Begabung im zeichnerischen Bereich ein absolutes Talent dafür hat: Die Beschreibungen sind kurz und knackig, ohne einen einzigen Schnörkel.
So nimmt "Escape" nach einer knappen "Einführung" schnell an Fahrt auf und gönnt dem Leser kaum Entspannung. Aufgelockert wird das Ganze nur durch die unbeschwingte Art von Cas oder die kurzen "emotionalen" Szenen zwischen Anna und Sam. Ein Hinweis folgte dem nächsten und ich jagte gemeinsam mit den Protagonisten den Antworten auf ihre und meine Fragen nach, wurde von einer "falschen Fährte" zur nächsten gelockt und immer wieder überrascht.

Nach dem bereits von mir erwarteten Showdown endete "Escape" zufriedenstellend, die Charaktere bieten aber die Möglichkeit einer interessanten Fortsetzung.

Urteil:
Mit "Escape" konnte mich Frau Rush für das UNfantasy-Genre begeistern. Ich wurde von der spannenden Atmosphäre mitgerissen, ging gemeinsam mit den Protagonisten auf die Jagd nach der Wahrheit, nach ihrer Vergangenheit und vielen Antworten. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Hierfür kann ich nur 5 Bücher vergeben.

Es ist ein Must-Read für Jugendthriller-Fans, aber auch solche, die sich von diesem bisher größtenteils ferngehalten haben. Die mystische und geheimnisvolle Atmosphäre lässt auch Fantasy-Herzen höher schlagen.

Die Serie:
1. Escape
2. (ohne Titel)
(voraussichtliches englisches Erscheinungsdatum 2014)

© his-and-her-books.blogspot.de
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 24. Januar 2013
Der Inhalt:

Anna und ihr Vater führen im Auftrag der Sektion an vier jungen Männer, die im Keller gefangen gehalten werden, medizinische Tests mit ihnen durch. Und Nacht für Nacht schleicht sich Anna in den Keller, um sich heimlich mit Sam, dem Anführer, in den sie sich verliebt hat, zu treffen. Niemand weiß warum die Tests durchgeführt werden, selbst Anna nicht, deren Erinnerung exakt fünf Jahre zurück reichen. Als Sam und die anderen ausbrechen, muss sie ihrem Vater schwören mit ihnen zu gehen und nie wieder zurückzukommen. Es beginnt eine atemlose Jagd quer durch die Vereinigten Staaten, immer auf der Suche nach deren wahren Identität und das einzige Anhaltszeichen ist ein rätselhaftes Tattoo auf Sams Rücken.

Meine Meinung:

Escape ist der Debütroman von Jennifer Rush der mich komplett überzeugt hat. Allerdings muss vorher erwähnt werden das es sich hierbei um den ersten Band einer Reihe handelt, nicht das man hinterher enttäuscht ist.

Die Story gefällt mir sehr gut. Anna lebt mit ihrem Vater zusammen in einem Farmhaus. Unten im Keller befindet sich ein Labor, indem vier junge Männer gefangen gehalten werden. Anna schleicht sich Nacht für Nacht hinunter um mit Sam zu reden, in den sie sich heimlich verliebt hat. Als Sam und die anderen ausbrechen, nehmen sie Anna mit und begeben sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität. Schnell stellt sich raus, dass Anna eine besondere Verbindung zu den Jungs hat und sie gar nicht die zu sein scheint, die sie alle Jahre gedacht hat.

Die einzelnen Charaktere gefielen mir sehr gut. Zwar fehlen bei ihnen einige Lücken, diese werden aber zum Teil, während der Geschichte aufgefüllt. Anna hat mir besonders gut gefallen. Sie ist ein ganz normales Mädchen das bei ihrem Vater wohnt. Nach und nach stellt sich aber raus, dass ihr bisheriges Leben eine einzige Lüge ist und sie eine tiefere Verbindung zu den Jungs hat, als sie gedacht hat. Auch Sam fand ich sehr sympatisch. Anfangs erfährt man sehr wenig über ihn, je weiter ihre Reise aber geht, desto mehr erfährt man aus seiner Vergangenheit. Cas, Trev und Nick waren mir auch auf ihre Art sympatisch, obwohl sie hier allerdings etwas blass dargestellt wurden. Ich habe aber die Hoffnung, dass man mehr über die einzelnen in einem der Nachfolge-bände erfährt.

Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, locker und die Seiten flogen nur so dahin. Von der ersten Seite an ist man mitten im Geschehen und es wird nie langweilig. Mit jeder Seite mehr werden neue Fragen aufgeworfen, über die man natürlich grübelt und Mutmaßungen anstellt. Sehr gut gefallen haben mir auch die unvorhergesehenen Wendungen die die Story nur noch spannender machten. Das Ende selbst ist in sich abgeschlossen, lässt aber noch genügend Raum für eine Fortsetzung.

Mein Fazit:

Escape von Jennifer Rush ist ein gelungenes Debüt, dass mich nicht mehr losgelassen hat. Die spannende Story, die tollen und sympatischen Charaktere und die unvorhergesehenen Wendungen haben mir unvergessliche Lesestunden bereitet. Ich vergebe 5 Sterne
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2013
Inhalt
Anna weiß nicht, woher die Sam, Cas, Nick und Trev kommen oder warum sie seit Jahren im Keller ihres Hauses gefangen gehalten werden. Sie versteht auch nicht, warum ihr Vater an den jungen Männern Experimente durchführt oder warum er ein so großes Geheimnis daraus macht.
Seit Jahren schleicht sie sich nachts heimlich in den Keller, um Sam nah zu sein. Gemeinsam spielen sie Schach und reden stundenlang. Doch Sam ist alles andere als ein offenes Buch. Anna wird aus seiner gleichzeitig liebevollen, aber auch verschlossenen Art nicht schlau.
Eines Tages erhalten Anna und ihr Vater wieder Besuch vom Auftragsgeber des Experiments. Doch plötzlich geht alles schief. Die Jungs brechen aus, es fallen Schüsse, Annas Vaters wird verwundet und verlangt seiner Tochter das Versprechen ab, niemals wieder in das Haus oder zu ihrem Vater zurückzukehren. Für Anna steht die Welt Kopf.
Niedergeschlagen und völlig unter Schock stehend folgt sie Sam, Cas, Nick und Trev, die sich fortan auf der Flucht befinden und endlich zu erfahren versuchen, warum ihr Gedächtnis ausgelöscht wurde und sie zu Versuchskaninchen wurden. Das Baumtattoo auf Sams Rücken ist der erste Anhaltspunkt und führt sie auf eine lange und waghalsige Reise.

Meinung
Jennifer Rush gelingt es, durch die ersten Kapitel sofort eine fesselnde und spannungsgeladene Atmosphäre zu schaffen, die Interesse weckt. Anna, die mit ihrem Vater in einem abgelegenen Haus wohnt und im Keller des Hauses vier junge Männer beherbergt. Sam, Cas, Nick und Trev, die ihr Gedächtnis verloren haben und mit denen der Leser zunächst gar nicht viel anfangen kann. Denn die Autorin hält zunächst viele Informationen hinterm Berg und lässt den Leser mit Spekulationen und Vermutungen über die jungen Männer im Dunkeln tappen.

Doch gerade dieser Umstand hat für mich das Besondere der Geschichte ausgemacht. Denn auch die Protagonistin Anna, die dem Leser die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, ist genauso ahnungslos wie der Leser selbst, unterstützt ihren Vater aufgrund ihres Vertrauens und weiß im Grunde selbst nicht, warum Sam, Cas, Nick und Trevor schon seit Jahren im Keller des Hauses gefangen gehalten werden. Anna, Sam, Cas, Nick und Trev haben eines mit dem Leser gemeinsam: sie sind ahnungslose Seelen. Denn während Anna gar nicht weiß, woher die Jungs stammen und warum an ihnen experimentiert wird, so wissen Sam, Cas, Nick und Trev nichts aus ihrer Vergangenheit. Ihr Gedächtnis ist ausgelöscht. Nicht nur, dass Jennifer Rush mit dieser Grundlage eine perfekte Basis für einen interessanten und fesselnden Einstieg legt, gleichzeitig fühlte ich mich als Leserin sofort mit den Figuren verbunden und sah mich einem intensiven Leseereignis entgegen.

Jennifer Rush legt die Messlatte für den Spannungsgehalt der Nachfolgebände mit ‘Escape’ außerordentlich hoch. Denn dem Leser werden im Erstlingswerk der Autorin nicht nur rasante Verfolgungsjagden geboten, sondern darüber hinaus auch auf eine wendungsreiche Schnitzeljagd entführt, die eine Überraschung nach der nächsten bereithält.
Die fünf Jugendlichen decken Geheimnisse auf, deren Enthüllungen sprachlos machen und nachdenklich stimmen. Außerdem sind auch die unterschiedlichen Handlungsorte besonders und schlicht anders, als in anderen Jugendbüchern.

Die Autorin hat es gemeistert, eine perfekte Balance aus Spannung, Nervenkitzel und großen (romantischen) Gefühlen zu schaffen. Denn mit ihren Figuren entführt Jennifer Rush ihre Leser auf eine emotionale Reise. Die Vergangenheiten von Sam, Cas, Nick und Trev wird nach und nach aufgedeckt und offenbart Enthüllungen, die mir beinahe den Atem geraubt haben. Doch von Anfang an entwickelt sich auch eine unheimlich zarte und gefühlvolle Liebesgeschichte zwischen Anna und einem der jungen Männer, die mich wirklich verzaubern konnte.

In letzter Zeit habe ich kein Buch gelesen, dessen Figuren mir so schnell ans Herz gewachsen und mir auch nach dem Lesen noch so lange in Erinnerung geblieben sind.
Gerade bei den jungen Männern Sam, Cas, Nick und Trev fiel es mir schwer zu entscheiden, wer von ihnen der tollste Charakter ist. Während der eine liebenswert und geheimnisvoll ist und der andere ein Macho und Griesgram, der sich aber immer wieder für seine Lieben opfert, so gibt es aber auch den klugen und humorvollen Jungen.
Sicher für jeden Lesergeschmack etwas dabei!

Jennifer Rushs Debut besticht mit einem überragenden Schreibstil, der nicht nur gefühlvoll ist und so die Gelegenheit bietet, die Figuren wunderbar intensiv kennenzulernen, sondern darüber hinaus schonungslos ehrlich ist und den Spannungsgehalt dadurch noch einmal verstärkt. Die Autorin schreibt an keiner Stelle zu ausführlich, doch schafft sie es durch ihren Schreibstil doch, dem Leser von ihren Figuren und Handlungsorten ein klares Bild vor Augen zu erschaffen.
Gleichzeitig ist ‘Escape’ aber auch ein emotionales Leseerlebnis. Denn erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der Protagonistin Anna. Obwohl ich mit Anna nur so wenig gemein habe, so hat die Autorin es aufgrund ihres Schreibstils doch geschafft, dass ich mich mit der Protagonistin unheimlich verbunden fühlte.

Blick in die Zukunft
‘Escape’ ist der Auftakt einer Reihe. Im Januar 2014 wird der zweite Band, ‘Erased‘, auf Englisch erscheinen. Ein deutscher Erscheinungstermin steht noch nicht fest.

Fazit
Vor dem Lesen habe ich einen ‘normalen’ Jugendthriller erwartet, der sicher spannend ist, aber kaum Überraschungen bietet. Doch schließlich kam alles anders. ‘Escape’ ist nicht nur eines der spannendsten Jugendbücher, die ich jemals gelesen habe, darüber hinaus ist die Handlung einfach außergewöhnlich. Wenn man denkt, die Handlung und Geheimnisse endlich durchschaut zu haben, wird man wenige Seiten später wieder eines besseren belehrt. In ‘Escape’ ist nichts so, wie es scheint.
‘Escape’ hat mich schier sprachlos zurückgelassen. In letzter Zeit gab es kaum ein Buch, was mich während des Lesens immer wieder zur Verzweiflung gebracht hat, mich hat mitfiebern lassen oder mein Herz hat höher schlagen lassen. Jennifer Rushs Debut zählt fortan zu meinen Lieblingsbüchern!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 6. März 2013
Alleine die Idee hat schon was für sich: Ein Mädchen, Anna, entdeckt, dass im Keller ihres Vaters vier Jungen in Einzelzellen gefangen gehalten werden. Im Auftrag einer dubiosen Firma werden mit ihnen medizinische Test durchgeführt. Nach einem Zwischenfall gelingt den Jungen die Flucht und Anna begleitet sie. Von nun an beginnt eine spannende Hetzjagd durch die USA, immer auf der Suche nach Herkunft, Sinn und Zweck der Jungen - und Anna!
Nicht nur die Idee ist äußerst gelungen, sondern auch die Story an sich begeistert. Achtung, hier wird es spannend, rasant und auch sehr brutal. Würde man das Buch ins Filmgenre packen, könnte man es als waschechten Action-Thriller bezeichnen.

In einer ganz einfachen und ansprechenden Sprache erzählt Jennifer Rush die Geschichte von Anna in der Ich-Form. Die Perspektive wechselt nie, da die Geschichte recht linear verläuft und Anna immer mitten im Geschehen dabei ist. Die Autorin hat hat jedem ihrer fünf Hauptprotagonisten bestimmte Eigenschaften und Charaktermerkmale mit auf dem Weg gegeben, dadurch konnte ich sie schnell unterscheiden und immer richtig zuordnen. Auch der Informationsfluss kommt nicht geballt, sondern gleicht eher einem Memory-Spiel, das man Stück für Stück aufdeckt. Gerade das fand ich perfekt, weil man so der Geschichte die volle Aufmerksamkeit schenkt. Warum werden die Jungs in Zellen (ähnlich denen in "Das Schweigen der Lämmer") gefangen gehalten? Warum die medizinischen Tests? Warum können sie sich an ihr früheres Leben nicht erinnern? Und welche Rolle spielt Anna? "Escape" ist zwar der Beginn einer Reihe, doch wird man als Leser bei diesen Fragen nicht im Unklaren gelassen. Sie werden gelöst, verteilt über die ganze Geschichte.

Obwohl das Buch sehr actionreich ist, gibt es natürlich nicht nur rasante Momente. Zwischendurch darf man auch mal Luftholen, weil sich die Beziehungen zwischen den einzelnen Protagonisten weiterentwickelt oder Anna über ihre Situation nachdenkt. Wenn man aber mit Anna und den vier Jungs in eine der vielen Actionszenen schlittert, werden keine Blumen mehr gepflückt, sondern gleich die ganze Wiese gemäht! Es geht mitunter schon sehr hart zu. Ich sag mal so, bevor ein Gegner ausgeknockt wird, wird er vorher erschossen. Das passt zum Buch und zur kompromisslosen Geschichte, etwas überrascht hat mich die bildliche Gewalt aber schon. Ich vertrage das, zimperlich darf man hier als Leser auch nicht sein.

Mir war bis zu diesem Moment nicht bewusst gewesen, wie sehr ich mir wünschte, dass er mir traute. Nach allem, was wir durchgemacht hatten, stand ich noch immer auf seiner Seite. Und dort würde ich auch immer bleiben. Selbst wenn es mich das Leben kostete. - S. 194

Ab dem ersten Kapitel weiß man, dass Anna in den Anführer der Jungen, Sam, verliebt ist. Es ist nicht genau klar, ob Sam diese Gefühle in gleicher Weise erwidert. Die Lovestory entwickelt sich langsam und ist sehr beherrscht und ehrlich. Ich mochte das. Nun gut, einige Phrasen von Anna wirkten dann doch sehr pathetisch (siehe Zitat!), aber irgendwie war das auch süß. Anna hatte für mich die Rolle einer eher neutralen Hauptperson. Ein Bezug zu ihr blieb (für mich) an der Oberfläche. Dem tollen Leseerlebnis schadete das aber überhaupt nicht.
Nach einem letzten Buchdrittel, wie aus einem Actionfilm, ist "Escape" dann leider viel zu schnell zu Ende. Das Buch endet nicht abrupt, bereitet aber den Weg für den Folgeband. Ich bin mir sicher, dass die Fortsetzung, nach diesem absolut gelungen Start, von jedem Leser schnell herbeigesehnt wird.

Fazit
Der deutsche Buchtitel "Escape" (Flucht, Entkommen) passt hier ebenso gut wie der Originaltitel "Altered" (verändert, modifiziert). Beide Begriffe sind Hauptbestandteile der Geschichte. Bis auf ein ganz kleines Sci-Fi Element ist das Buch ein reiner Thriller, ohne Fantasy. Auf interessierte Leser wartet eine spannender, rasanter Thriller mit dem Flair eines Action-Blockbusters. Ich war durchweg neugierig und permanent am mitfiebern. Band 2 kann für mich gar nicht früh genug erscheinen. Eine klare Leseempfehlung!
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31 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Anna lebt mit ihrem Vater auf einer abgeschiedenen Farm, die alles andere als gewöhnlich ist: Unter dem Gebäude befindet sich ein geheimer Labortrakt, in dem vier junge Männer für medizinische Tests der Regierung gefangen gehalten werden. Tagsüber unterstützt Anna ihren Vater bei seinen wissenschaftlichen Arbeiten, aber nachts schleicht sie sich nach unten, denn für einen der Jungs, Sam, hegt sie heimlich Gefühle.

Als das Militär die jungen Männer aus der Isolation holen und für seine dubiosen Zwecke nutzen will, überschlagen sich die Ereignisse und den Jungs gelingt gemeinsam mit Anna die Flucht. Eine wilde Hetzjagd quer durch die USA folgt, bei der Sam zum Anführer avanciert, dessen oberste Priorität es ist, mehr über seine Vergangenheit zu erfahren – und darüber, was man mit ihnen vorhat.

Meine Meinung:

Was anfangs noch nach einem großartigen Plot mit unendlichem Potenzial klingt (“Escape” soll den Anfang einer mehrteiligen Serie bilden), mausert sich in meinen Augen sehr schnell und sehr ernüchternd zu einem wackeligen Handlungsgerüst voller Logiklöcher und flacher Charaktere ohne jede innovative Idee.

Allein der Beginn der Geschichte ist reichlich an den Haaren herbeigezogen – ein für die Regierung äußerst wichtiges, offenbar mit hohen Kosten verbundenes militärisches Projekt, das auch noch lebende Menschen involviert, soll ausgelagert im Keller irgendeines Farmhäuschens stationiert sein, wo ein paar Beauftragte ein, zwei mal im Monat Stippvisite machen, wo Vater und minderjährige Tochter(!) allein und weitgehend unbeaufsichtigt ihr Ding machen dürfen? Sehr unglaubwürdig. Auch, dass die vier Versuchsobjekte, allesamt von Amnesie betroffen und sich bewusst, dass ihnen ein ungemütliches Schicksal bevorstehen wird, ihr Gefangenendasein so gut wie klaglos hinnehmen und Anna, die Vertrauen zu ihnen gefasst hat, nicht als Schlüssel zu ihrer Freiheit benutzen? Kann ich nicht verstehen. Und dann ist da natürlich auch noch Anna selbst, die nun schon seit vier Jahren (erst heimlich, dann offiziell) zu den Kerlchen hinunter steigt und sich um kaum etwas Gedanken macht als darüber, was für ein Spiel sie mit dem lustigen Cas spielen könnte, welches Buch sie dem intelligenten Trev als nächstes bringt, wie sie den grimmigen Nick dazu bringen könnte, sie endlich freundlich zu behandeln und wie sie Sam ihre Gefühle zeigen soll. Weiter denkt das Mädchenhirn nicht. Kein Gedanke in all der Zeit, wie sie den Jungs aus der Gefangenschaft helfen könnte. Daran, was man mit ihnen vorhat. Oder wie ihr Vater in all dem verwickelt ist. Im Laufe der Zeit habe ich direkt das Gefühl bekommen, dass Anna eine ausnehmend naive, um nicht zu sagen begriffsstutzige Protagonistin is und die vier Jungs sie zu ihrem eigenen Besten lieber heute als morgen fallenlassen sollten.

Was mich leider schon zum kritischsten Teil der Handlung kommen lässt: der Flucht. Man sollte meinen, dass man nach der Flucht aus einem Hochsicherheitstrakt und mit einer Spezialeinheit der Regierung auf den Fersen ordentlich Feuer unterm Hintern hat. Das scheint allerdings nicht für unsere fünf Flüchtlinge in “Escape” zu gelten, denn ständig wird irgendwo pausiert, diskutiert und längere Aufenthalte eingelegt. Denn nein, die Gruppe will nicht nur fliehen, sondern gleichzeitig und am besten sofort mehr über die Herkunft der Jungs erfahren. Sam hat nämlich vor seiner künstlich herbeigeführten Amnesie versteckte Hinweise hinterlassen, mit deren Hilfe er seine eigene Identität aufschlüsseln will und denen die fünf nun eifrig wie auf einer Schnitzeljagd hinterhereilen (ein wichtiger Hinweis dazu ist ein riesiges Tattoo auf Sams Rücken). Ab und zu kreuzen sich ihre Wege mit den bewaffneten Einsatzkräften, die hinter ihnen her sind, doch jedes Mal gelingt um Haaresbreite die Flucht, nur um danach wieder mehr oder weniger relaxt irgendwo Station zu machen, zu planen, sich zu streiten oder (in Cas’ Fall) dumme Witze zu reißen. In dieser Zeit wären andere sicher schon über die Landesgrenzen geflohen. Der Höhepunkt der Lächerlichkeit ist noch nicht einmal erreicht, als sich Anna und die Jungs mehrere Stunden in einem Kaufhaus rumtreiben, um sich mit (modisch und farblich abgestimmten) neuen Klamotten einzudecken, sondern als sie sich bei einem Kleinkriminellen eben mal ein paar Waffen besorgen, die Sam und Anna hinter dem Haus schon mal ausprobieren(!), um Schießen zu üben. Wer sich dann noch wundert, dass irgendwann erneut die schwarzen Männer auftauchen, der hat sich wohl um etwas mehr als eine Amnesie zu sorgen.

Abgesehen von dieser nicht geglückten Mischung aus Flucht und schlecht verpackter Spurensuche in der Vergangenheit konnten auch Figuren und Schreibstil nichts mehr für mich retten. Anna ist hoffnungslos naiv und für eine Titelheldin überraschend langweilig. Sam ist ein zielstrebiger Anführertyp, der wissen will, wo er herkommt. Mehr konnte die Autorin beim besten Willen nicht aus ihm herauskitzeln. Trev, der Kumpeltyp, ist der einzige richtige Sympathieträger, neigt jedoch dazu, aufgrund seiner Belesenheit ständig (leider ziemlich unpassende) Zitate berühmter Persönlichkeiten herauszuhauen. Cas ist sportlich, dauerhungrig und noch einfältiger als Anna. Nick ist der “Böse”, was man daran erkennt, dass er in jeden Satz, den er sagt, ein Schimpfwort oder zumindest ein “verdammt” einbaut. Damit hätten wir unsere fünf Protagonisten in all ihrer vorhersehbaren Einfachheit auch schon beisammen.

Bleibt noch Jennifer Rushs Schreibstil. Ich wollte ja wohlwollend sein, zumal dies ihr Debüt ist, aber ich kann nicht anders, als ihre Fähigkeiten bestenfalls als “mittelmäßig” einzustufen. Ihre Charaktere sind stereotyp, der Plot fadenscheinig und nicht gut durchdacht, ihre Schreibe schlicht, die Dialoge leb- und belanglos. Hinzu kommt noch fehlende Glaubwürdigkeit, etwa, was die Durchfürung der wissenschaftlichen Untersuchungen angeht, oder ein gleich zweimal angewandter Kniff, bei dem jeweils einer der Jungs seine auf dem Rücken gefesselten Hände beim Springen unter den Beinen nach vorn zieht und somit die Hände vor sich hat. Ein zweifaches anatomisches Wunder. Ich meine: Häh? Wie zur Hölle …??

Auch die zahlreichen Actionszenen bekommt Rush irgendwie nicht hin, meiner Meinung nach fehlt ihr da absolut das Timing, das Gespür für Adrenalin, Schnelligkeit und Impulsivität. Sie erzählt zu steif und zerhackt die Szenen mit oftmals unpassenden Gedankeneinschüben von Anna. Vor allem für einen Thriller ist das ziemlich schwach.

Fazit: Trotz einer tollen Ausgangsdee hat Autorin Jennifer Rush aus dem ersten Band ihrer Reihe leider nichts anderes machen können als einen krampfhaft auf Thrill angelegten Roman, dessen Plot oftmals unglaubwürdig bis hanebüchen daherkommt und dessen Charaktere platt sind und sich nicht entwickeln wollen. Zwei Kaffeetassen für die gute Grundidee und dafür, dass ich trotz der Mängel bis zum Ende gelesen habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. November 2014
Escape ist ein sehr spannendes Buch. Mit hat es sehr viel Spaß gemacht es zu lesen und war die ganze Zeit gespannt was denn nun hinter dieser Sektion steckt, woher die Jungs kommen etc.
was ich auch als sehr angenehm empfand das der hauptcharakter (Anna) sehr menschlich ist. Sie ist keine super Kämpferin und macht nicht alles hundert prozentig richtig, was mir in anderen Büchern immer sauer aufgestoßen ist wenn die Charaktere zu perfekt waren.
Man schließt alle Charaktere gleich ins Herz, selbst Nick der etwas grummelig ist.

Zusammen gefasst: charaktere sehr unterschiedlich und interessant, fließender und einfacher schreibstil, spannende Erzählung vom Anfang bis Schluss.
Habe nichts auszusetzen, sehr empfehlenswert !
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