Fashion Pre-Sale Hier klicken foreign_books Cloud Drive Photos UHD TVs Learn More Cushion saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic NYNY

  • Erebos
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen489
4,7 von 5 Sternen
Format: Broschiert|Ändern
Preis:9,95 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. September 2010
Kurzbeschreibung:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Extremer Suchtfaktor...

Nick beobachtet die versteckte Übergabe von kleinen, unscheinbaren Päckchen schon seit ein paar Tagen. Er will unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt, doch niemand will ihm Rede und Antwort stehen. Die Eingeweihten kapseln sich ab und lassen niemand Unwissenden an sich heran.
Bis auch Nick eines Tages in den Besitz des geheimnisvollen EtwasŽ kommt. Es ist eine schlichte, kopierte CD. Nick installiert es und findet darauf ein Spiel: Erebos.
Gegen seinen Willen nimmt ihn das Spiel gefangen und es fasziniert ihn so sehr, dass er sich fortan auf einem wackligen Lügennetz bewegt.
Wird Nick sich dem Reiz des Spiels wieder entziehen können? Wird er es schaffen, das Geheimnis hinter Erebos zu lüften?

Genau so, wie das Spiel Nick in seine Fänge bekommt, hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen.
Ich war für kurze Zeit mit der Sucht infiziert und musste das Buch einfach immer weiter lesen!
Dieses Buch hatte viele Reize, die mich immer wieder zurück in diese Welt haben gleiten lassen: Ungeheure Spannung, Interesse an der Auflösung und vor allem auch an dem geheimnisvollen Computerspiel, welches scheinbar alles über seinen jeweiligen Spieler zu wissen scheint. Es ist sogar so intelligent, dass es auf die unterschiedlichsten Fragen unterschiedlich antwortet.

Die Sprache war sehr angenehm. Ein großer Teil spielt natürlich auch in der virtuellen Welt von Erebos, was mir jedoch irgendwann kaum mehr aufgefallen ist. Ursula Poznanski hat in die Welt so viel Lebendigkeit einfließen lassen, dass es sich auch einfach um einen guten Fantasy Roman handeln könnte.
Zu Beginn erklärt sie noch ein wenig, mit welchen Tasten Nick dieses und jenes mit seiner Spielfigur machen kann, doch irgendwann hört das einfach auf. Das ist natürlich sehr angenehm, denn wer möchte sich über 200 Seiten durch Tastaturnamen lesen?
Es ist alles fließend miteinander verwoben, was das Lesen nur noch reizvoller macht!

Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes Buch, für Jung und Alt gleichermaßen!
Ein wahnsinnig spannender Roman, mit einem sehr hohen Suchtfaktor!
Dagegen wird sich niemand erwehren können...
11 Kommentar|119 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juni 2012
Zitate

"Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert. Sie ist laut und ohne Ordnung, unvorhersehbar und mühevoll. Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden. Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheit um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen. Vor allem aber ist sie endlich. Immer führt sie zum Tod." (Zitat aus dem Buch)

'Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzen Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen." (Zitat aus dem Buch)

Autorin & Buch (Allgemeines)

'Erebos' ist ein Jugendbuch mit Thriller-, Fantasy- und leichten Science-Fiction-Elementen, dass auch massenweise Erwachsene zu begeistern vermag ' welch besseres Lob könnte man der Autorin machen? Tatsächlich ist es in meinen Augen besser als ca. 98% der 'Erwachsenen-Literatur'. Mir ist noch nie zuvor ein Buch untergekommen, bei dem sich die Rezenzenten, egal ob Jung oder Alt, derart einig in ihren geradezu überschäumenden Lobeshymnen sind. Neben 'Erebos' gibt es wahrlich nicht viele Bücher, die nicht nur oft bewertet wurden, sondern auch noch fast immer die bestmögliche Bewertung erhalten haben.

Mit Hilfe von 'Erebos' bringt man auch sonst eher lesefaule Kinder zum Lesen, versprochen! Es ist ein pädagogisch wertvolles Buch, dass einen unweigerlich zum Nachdenken anregt. Aufgrund der Thematik sollte es meiner Meinung nach in jeder Schulklasse im Rahmen des Unterrichts gelesen und anschließend in der Gruppe diskutiert werden. 'Erebos' ist ein Buch, dass auch sehr gut von der gesamten Familie gelesen werden kann. Ein sogenannter 'All-Ager'.

Wer auf den ersten Blick der Meinung sein sollte, dass dieses Buch nichts für ihn sei, der irrt gewaltig! Denn es ist völlig egal, ob man sich privat für Videospiele interessiert oder nicht: 'Erebos' muss man einfach gelesen haben und man wird es zweifelsohne lieben. Dieses Buch kann man eigentlich gar nicht beschreiben, man muss es einfach selbst lesen, bzw. ja eher erleben! Wer 'Erebos' nicht liest, ist selber schuld!

Dies ist ein Buch für alle, die einmal etwas Anderes, etwas Besonderes lesen wollen. 'Erebos' sticht so positiv aus der Masse hervor, wie es ein Buch überhaupt nur zu tun vermag. Es spielt in der obersten Liga der Spannungsliteratur. Wenn ich jetzt die Behauptung aufstelle, dass dieses Buch süchtig macht, ist das wahrlich nicht übertrieben.

Handlung

(Frei von Spoilern - Es wird nichts Wichtiges verraten, dass man nicht auch dem Klappentext entnehmen könnte!)

Nick beobachtet an seiner Schule ein merkwürdiges Verhalten einiger seiner Mitschüler. Diese übergeben oder empfangen diskret geheimnisvolle kleine Päckchen, über deren Inhalt sie anschließend kein Wort verlieren oder eine Ausrede erfinden. Nick, der eigentlich immer auf dem Laufenden ist, was in der Schule aktuell passiert oder modern ist, wundert sich sehr darüber, dass er bisher weder Bescheid weiß um was es dabei genau geht, noch dass ihm jemand eines dieser ominösen Päckchen gegeben hat. Dass auch sein bester Freund Colin ein Insider ist und ihm gegenüber nicht mit der Wahrheit herausrücken will, verärgert ihn sehr. Als dieser dann plötzlich nicht nur das Basketball-Training wiederholt schwänzt, sondern auch nicht zum Unterricht erscheint, beginnt Nick sich ernsthaft Sorgen zu machen. Dabei ist Colin nicht der einzige Mitschüler, der plötzlich unzuverlässig geworden ist. Als Nick dann doch endlich von einer Mitschülerin das kleine Päckchen überreicht bekommt, ist seine Neugier endlich befriedigt und schlägt in Erstaunen um, als er bemerkt, dass es sich dabei um ein Videospiel, ein Rollenspiel, handelt. Doch es ist kein normales Videospiel, wie Nick schon sehr früh feststellen muss. Denn es scheint den Spieler zu kennen und erkennt sogar, wenn dieser lügt. Zudem stellt es auch Aufgaben, die in der Realität verrichtet werden müssen. Da stellt sich nicht nur Nick die Frage, wie ein Computerspiel erkennen kann, wann er lügt oder ob er eine Aufgabe wie verlangt erfüllt hat? Und warum kann es wirklich auf jede nur erdenkliche Frage, die man stellt, sinnvoll antworten?

'Erebos' hat strikte Regeln, die es den Spielern auferlegt:
- Spiele immer alleine!
- Du hast nur ein Leben, wenn du dieses verlierst, kannst du nie wieder 'Erebos' spielen!
- Verbreite keine Informationen über das Spiel im Internet, im Freundeskreis oder der Familie!
- Du darfst dich nur im Spiel über 'Erebos' unterhalten ' und zwar am Lagerfeuer!
- Verrate niemals deinen wahren Namen oder den deiner Spielfigur!
- Neugier wird bestraft!
- Bewahre die Erebos-DVD sicher auf. Du brauchst sie, um das Spiel zu starten. Kopiere sie nur,
wenn du dazu aufgefordert wirst!
- Wenn du gegen die Regeln verstößt, kannst du für immer vom Spiel ausgeschlossen werden!

Nick findet trotz anfänglicher Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und lernt schnell dazu. Sein Avatar, der Dunkelelf Sarius, besteht immer größere Herausforderungen und hat gute Chancen, sich in den Inneren Kreis hochzukämpfen. Diesen bilden die fünf besten Spieler von 'Erebos', die nebenbei speziell trainiert werden, um im großen Finale den Sieg über Ortolan davonzutragen. Doch um es in den Inneren Kreis zu schaffen, muss Sarius noch einige Level aufsteigen, weitere Fähigkeiten dazulernen oder verbessern und vor allem immer schwerere Aufgaben des Boten erfüllen. Diese sind auch die einzige Chance, dem virtuellen Tod gerade noch einmal von der Schippe zu springen. Doch der Preis, sein einziges Leben zu schützen, wird leider immer größer.

Und mit einem weiteren Auftrag des Boten ändert sich plötzlich alles. Da ich aber niemandem den Lesespaß verderben möchte, ende ich an dieser Stelle mit der Beschreibung der Handlung.

Atmosphäre & Schreibstil

Ursula Poznanski hat eine der lebendigsten Welten erschaffen, die je zwischen zwei Buchdeckeln existiert haben. Sie lässt das atemberaubende 'Erebos' derart bildgewaltig vor unserem geistigen Auge entstehen, dass man nicht nur ob dessen Realität unweigerlich erschrickt, sondern mit der Zeit fast schon zu vergessen beginnt, dass es sich hierbei um reine Fiktion handelt. Man verspürt unweigerlich große Lust, tief in diese Welt einzutauchen, sich darin frei bewegen zu können und 'Erebos' zu erkunden, das voll von den typischen Rollenspielfiguren wie z.B. Barbaren, Vampiren, Werwölfen, Zwergen, Dunkelelfen und ähnlichen Wesen ist.

Die beiden Handlungsstränge spielen in der realen Welt sowie im Spiel 'Erebos' selbst. Beide harmonieren perfekt miteinander und halten die Spannung permanent hoch. Dies gelingt der Autorin auch Dank der geschickt eingebauten Rätsel und der häufigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Die Unfähigkeit, das Buch auch nur für einen Moment aus den Händen zu legen, rührt vor allem daher, dass im Spiel immer etwas Besonderes passiert: seien es die großen und bedeutsamen Kämpfe in der Arena, ein neuer herausfordernder Auftrag des Boten oder ein aufschlussreiches Gespräch am Feuer, dass möglicherweise ein paar Fragezeichen in Luft aufzulösen vermag.

Positiv anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass trotz der ob dieses Themas nicht zu umgehenden Kämpfe dieses Buch nie zu brutal gerät und man es damit bedenkenlos jedem Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen kann.

Achtung ' Spoiler! (Wer sich den Lesespaß nicht nehmen lassen möchte, sollte diesen farblich markierten kurzen Absatz besser überlesen)

In diesem Buch ist man nicht bloß ein stiller Beobachter, sondern es ist wirklich so, als würde man alles am eigenem Leib erleben. Wir fiebern mit Nick mit und durchleben auch die gleiche Gefühlswelt wie er: Anfangs sind wir neugierig, was da Geheimnisvolles in der Schule umhergereicht wird, dann erleben wir die Faszination des Spiels. Nach Nicks Ausschluss sind wir zutiefst schockiert und hoffen, dass er es wieder ins Spiel schafft und wir mehr von 'Erebos' erleben dürfen. Als dies nicht klappt und sogar sein Freund fast getötet wird, schlägt es in 'Hass' um und wir hoffen, dass es Nick und seinen neugewonnenen Freunden endlich gelingen wird, den Alptraum 'Erebos' zu beenden.

Es gibt nur sehr wenige Bücher, die ich wirklich in einem Rutsch durchlese. Dieses gehört dazu. Selbst als mir vor lauter Müdigkeit schon fast die Augen wie von selbst zuzufallen drohten, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich erst am nächsten Tag erfahren würde, wie die Geschichte endet und was bis dahin noch alles passieren würde. Daher habe ich meine Müdigkeit besiegt und das Buch tatsächlich noch in jener Nacht zu Ende gelesen. Und just in diesem Moment musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich mich beim Lesen von 'Erebos' bereits genauso verhalten habe wie Nick beim Spielen von 'Erebos'. Da dieses Buch offenbar nicht nur bei mir diese Wirkung hatte, würde ich dringend empfehlen, es auf gar keinen Fall 'zwischendurch' lesen zu wollen, denn hat man es erst einmal angefangen, wird man es höchstwahrscheinlich wie so viele andere Leser auch, in einem Stück lesen und lieber anderes liegen lassen oder auf später verschieben, als das Buch vorzeitig aus der Hand zu legen.

Nachbemerkungen

Videospiele mit ihren prachtvollen und aufregenden Spielwelten bieten einem die Flucht aus dem tristen Alltag des eigenen Lebens, das manchem Spieler im Vergleich dazu einfach nur noch erbärmlich erscheint. Man kann beim Spielen auch wunderbar alle seine Probleme zumindest für eine gewisse Zeit ausblenden. In der Realität ist man nur ein normaler Mensch, in der virtuellen Welt hingegen kann man sehr leicht ein Held sein. In einem Rollenspiel kann jeder so sein, wie er will. Er ist frei von Vorurteilen, kann sich seiner eigenen Persönlichkeit entledigen und nach Anerkennung und Macht streben, die ihm im wahren Leben vorenthalten sind. Hier kann der Schwache deutlich an Stärke gewinnen, in solch einer Welt über sich hinauswachsen. Man nimmt in einem Rollenspiel eine komplette andere Rolle ein und kann sich so geben, wie man es möchte. Was in der Realität leider nicht immer möglich ist.

Jeder, der selbst vertraut mit modernen Videospielen ist, weiß nur zu gut, dass man oft länger spielt, als man es eigentlich will, da man nur noch schnell den kommenden Bossgegner besiegen will, es das nächste Kapitel zu erreichen gilt, der nächste Level-Anstieg kurz bevorsteht oder Ähnliches. Doch um Bezug auf dieses Buch zu nehmen, sollte man sich einmal ehrlich die Frage stellen, wie weit man selbst gehen würde, um in einem Videospiel besser, stärker und mächtiger zu werden oder mehr Anerkennung der Mitspieler zu bekommen?

Irgendwann überschreitet man vielleicht eine unsichtbare Grenze. Verbringt zu viel Zeit vor dem Bildschirm, vernachlässigt sein eigenes Leben, alltägliche Bedürfnisse ebenso wie das Hegen und Pflegen von Freundschaften und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen. Vielleicht kann man dann auch nicht mehr zwischen Realität und der virtuellen Welt unterscheiden. Im denkbar schlimmsten Fall bevorzugt man das sein virtuelles Leben dem realen Leben und gibt sich damit selbst als Person auf. In diesem Zusammenhang sei auch die Frage gestattet: Kontrolliert der Spieler das Spiel oder das Spiel den Spieler?

'Erebos' zeigt uns klar auf, zu was der Mensch innerhalb einer Gruppe imstande ist, die nur ihren eigenen Regeln unterworfen ist und wie sehr Macht die eigene Persönlichkeit verändern kann.

Schlusswort

Wetten, dass selbst Erwachsene, die bisher noch gar kein Interesse an Videospielen hatten, nach dieser Lektüre geneigt sind, zu einem Videospiel zu greifen und in ähnlich faszinierende Welten abtauchen?

Und jetzt mal ganz ehrlich: Wenn es die negativen Aspekte von 'Erebos' nicht geben würde, wer von uns würde es dann nicht liebend gerne spielen wollen?
33 Kommentare|25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Oktober 2012
Inhalt:

Ein mysteriöses Computerspiel macht an Nicks Schule die Runde. Mehrere seiner Freunde sind bereits begeisterte Spieler, als Nick die CD mit dem Spiel erhält.

Zunächst hält er es für ein spannendes Computerspiel, doch schon bald merkt er, dass es anders ist, als seine bisherigen Spiele. Es redet mit ihm und scheint ihn und seine Vorlieben zu „kennen“. Nick und seine Mitspieler werden immer mehr von dem Spiel eingenommen und virtuelle und reale Welt vermischen sich auf eine perfide Art.

Mein Eindruck:

Wahrscheinlich kennt jeder die Erfahrung, von einem Computerspiel „vereinnahmt“ zu sein und ein bisschen mehr Zeit und Engagement darin zu investieren, als eigentlich gut wäre. Meist sind das aber nur kurze Phasen, und die Begeisterung klingt nach der anfänglichen Faszination auch schnell wieder ab.
Doch Erebos ist anders. Erebos fordert von seinen Spieler noch mehr Zeit, Engagement und bedingungslose Solidarität.

Nick, der Protagonist dieses Thrillers beginnt dieses Spiel wie jedes andere Adventure auch. Er sucht sich einen passenden Avatar aus und gibt ihm den Namen „Sarius“. Schon nach kurzer Zeit verliert sich Nick immer mehr in dem Spiel.

Ist es zu Beginn des Romans Nick, der seine Spielfigur steuert, gewinnt Sarius immer mehr an Bedeutung. Nick beginnt sich zunehmend über Sarius zu identifizieren, was sich besonders gut in der Erzählperspektive deutlich macht. Denn plötzlich ist nicht mehr Nick der Hauptprotagonist, sondern Sarius. Die Erzählwelt schweift von der realen Welt fast völlig in die virtuelle Welt ab, die zur Mitte des Buches die Haupthandlung ausmacht.

Erst zum Ende des Buches gewinnt Nicks reales Umfeld wieder an Bedeutung und die Erzählperspektive wechselt wieder zu Nick.

Es ist der Autorin damit hervorragend gelungen, Nicks erlebte „Faszination“ für das Spiel, durch den Wechsel der Figuren und Welten, auf den Leser zu übertragen. Teilweise habe ich mich beim Hören gefragt, ob ich ein Computerspiel höre. Der Effekt, den die Story auf mich hatte, war beeindruckend. Ich war von Erebos wahrscheinlich nicht minder fasziniert, wie Nick. Die Vorstellung, dass Computerspiele in dieser Art (ohne den diabolischen Hintergrund) irgendwann möglich sein könnten, weckt in mir Euphorie und Angst gleichermaßen. Bleibt zu hoffen, dass besagte technische Möglichkeiten nicht in die falschen Hände geraten.
Die Geschichte selbst hat mich vom ersten Moment gefesselt, sie ist sehr spannend aufgebaut und kann den schon sehr schnell aufgebauten Spannungsbogen sehr konstant halten.

Erebos hinterlässt mich etwas nachdenklich – wobei ich es immer als ein gutes Zeichen werte, wenn ich am Ende der Story dieser noch eine Zeit nachhänge oder das Bedürfnis verspüre, die Inhalte vertiefend mit anderen zu diskutieren.

Jens Wawrczeck hat das Buch mit sehr viel Euphorie eingesprochen und die unterschiedlichen Charaktere sehr unterschiedlich herausgearbeitet. Er hat eine warme und sehr angenehme Stimme, so dass er für diese Story sehr gut als Sprecher gepasst hat. Jens Wawrczeck ist unter anderem bekannt als Sprecher von Peter Shaw aus der Reihe "Die drei ???".
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Februar 2015
Zur Story:

Nick Dunmore ist 16 Jahre alt, spielt leidenschaftlich gerne Basketball und geht auf eine Londoner Schule. Sein Leben verläuft also ziemlich gewöhnlich. Seit kurzer Zeit bemerkt er jedoch eine Veränderung an der Schule. Immer mehr Schüler fehlen im Unterricht, sehen sehr müde aus und selbst sein bester Freund erscheint nicht mehr zum Basketballtraining.

Ein paar Tage später sieht er Mitschüler, die sich sehr geheimnisvoll ein kleines Päckchen zustecken. Wie er gehofft hat, kommt bald darauf eine Freundin auf ihn zu und gibt ihm eine CD; nicht ohne ihm vorher jedoch seltsame Versprechungen abzunehmen.

Nick - überzeugt davon, dem Rätsel auf der Spur zu sein - entdeckt, dass auf der CD ein Spiel namens „EREBOS“ ist. Von der fantastischen Technik begeistert rutscht er, ohne es zu merken, immer mehr in die virtuelle Welt ab. EREBOS verschwimmt auf faszinierende Weise mit der Realität, errät die geheimen Wünsche seiner Anhänger. Es kontrolliert den Spieler, droht ihn, setzt ihn unter Druck und stellt ihm Aufgaben, die durch die Freude auf eine gewaltige Belohnung im Spiel, auch ausgeführt werden. Die Spieler werden darauf ausgerichtet, Nicht-Spieler als Feinde zu behandeln und gegenüber jedem komplette Verschwiegenheit über das Spiel zu bewahren.

Auf welches Ziel EREBOS hinarbeitet, bleibt bis zum Ende ein Rätsel.

--

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher.

Ganz toll an diesem Buch finde ich, dass die Spielsequenzen als Nick in die Rolle seiner Figur Sarius schlüpft, sehr detailliert dargestellt sind. Man lernt die einzelnen Mitspieler und ihre Macken kennen; rät selbst mit, wer hinter welcher Figur stecken könnte. Als Leser hat man genau den gleichen Wissensstand wie Nick, also bleibt es bis zum bitteren Ende spannend.

Auch Nicks Begeisterung für das Spiel konnte ich absolut nachvollziehen, ich hatte teilweise selbst das Gefühl, vor dem PC zu sitzen und das alles live mitzuerleben.

Ich kann gar nicht mehr dazu sagen, lest es einfach. Lest das Buch und ihr werdet begeistert sein. Begeistert von der durchdachten Geschichte, den wundervollen Hauptcharakteren und dem faszinierendem Schreibstil.

Das lustige an diesem Buch ist, dass man - ohne es zu merken - immer mehr darin versinkt, ähnlich wie Nick, als er beginnt EREBOS zu spielen.

Man hat das Gefühl, das Buch LEBT!

Fazit:
Ein unfassbar spannendes, wundervolles Buch mit einer klitzekleinen Liebesgeschichte und einem Suchtfaktor bis zum letzten Satz.
[...]
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. September 2014
Nick versteht die Welt nicht mehr. Scheinbar geht ein super cooles Computerspiel in der Schule rum, doch keiner will ihm etwas darüber verraten, geschweige denn, ihm eine CD zu brennen.
Als er die Hoffnung schon fast aufgegeben hat, bekommt er eine zugesteckt… mit sehr ominösen Regeln:
Er darf das Spiel nicht brennen und verbreiten, es sei denn, er wird dazu aufgefordert.
Er darf nicht über das Spiel und schon gar nicht seinen Charakter darin reden.
Er muss beim Spielen alleine sein.
Er hat nur eine Chance das Spiel zu spielen, stirbt er, war es das.
Jeder, der anfängt zu spielen, wird praktisch süchtig nach diesem Top-Spiel. Doch als erste kuriose Dinge in der realen Welt geschehen, werden einige wenige Nicht-Spieler misstrauisch.

Die Welt von Erebos hat mir von Anfang an gefallen, ich wäre ihr hundertprozentig auch verfallen. Durch Poznanskis wahnsinnig bildliche Beschreibung hat man das Gefühl, mitten im Spiel zu sein. Man überlegt, welche Spielfigur man selber wohl gewählt hätte, für welche Fähigkeiten man sich entschieden hätte und, und, und. Ich war voller Erwartung was Nick erleben wird, was er für Quests erfüllen muss und vor allem, wie weit er wohl geht.
Man versteht gut, was für Nick den Reiz am Spiel aus macht und vor allem, warum er es unbedingt haben möchte. Warum wird wohl so geheimnisvoll getan, warum darf man mit niemandem darüber reden? Es ist schließlich nur ein Spiel…
Schnell wird klar, was Erebos von gewöhnlichen Computerspielen unterscheidet... es ist einfach brilliant!

Wie auch die anderen Spieler verändert sich Nick durch das Spielen sehr. Er schottet sich von Freunden und Familie ab und wird zusehend aggressiver, vor allem wenn jemand das Spiel kritisiert. Teilweise habe ich mich wie Nick gefühlt, da ich wie er süchtig nach Erebos war. Es ist einfach durchweg unheimlich spannend, sodass man es nicht mehr aus der Hand legen kann und will.
Nach und nach setzt man die Puzzleteile zusammen und trotzdem hat mich das Ende ziemlich überrascht.
Es war wirklich sehr passend und wurde in allen Punkten gut gelöst.

Erebos ist ein unglaubliches Spiel und ein noch unglaublicheres Buch. Poznanski hat eine fantastische, virtuelle Welt erschaffen, die abgrundtief böse ist.
Und am Ende fragt sich wahrscheinlich jeder: Wie weit wäre ich für Heilung, ein Level, oder bessere Rüstung wohl gegangen?
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Mai 2014
„Ich bin nicht sicher. Möglicherweise. Es kann sein, dass er das tut. Dass er beginnt, seine Wirkung zu entfalten.“
Der Bote nickte zufrieden.
„Siehst du. Warte ab. Es wird weitergehen und der Rest liegt dann in deinen Händen, Sarius.“ (S.272)

Nick besucht die Oberstufe in London. Er ist gut in die Klassengemeinschaft integriert, bis eine geheimnisvolle CD die Runde zu machen beginnt. Ehemalige Freunde schotten sich ab, erscheinen tagelang nicht zum Unterricht, wirken ausgemergelt und stehen augenscheinlich unter hohem Druck.

Nick ist gierig darauf, die CD auch zu erhalten, aber sie zu bekommen stellt sich als äußerst schwierig heraus. Niemand der sie besitzt spricht darüber und alle die sie haben, scheinen sich zu verändern.

Als Nick schließlich in den erlauchten Kreis aufgenommen wird, stellt er fest, dass Erebos ein Computerspiel ist. Was er allerdings auch feststellen muss, ist das dieses Spiel sich nicht kontrollieren lässt sondern vielmehr selbst die Kontrolle übernimmt.

Ursula Poznanski beschreibt in ihrem Jugendthriller geschickt wie rasch Menschen in soziale Zwickmühlen geraten und für in Aussicht gestellte Belohnungen, so surreal sie scheinen mögen, bereit sind alle Moral über Bord zu werfen.

Ihre ProtagonistInnen gestaltet sie detailreich und liebevoll, allerdings verwirrt die große Anzahl an auftretenden Personen die LeserInnen des Öfteren. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen.

Ins Hintertreffen gerät auch die gewählte Umgebung des Romans, so braucht es schon einiges an Vorstellungskraft um London als Umgebung zu visualisieren. (Mir gelang es sehr leicht, habe ich doch erst ein Wochenende vor Lesen des Buchs dort verbracht. ;) )

Der Plot ist durchdacht und wird konsequent verfolgt. Poznanski strebt in bester Thriller-Manier einem scheinbar unausweichlichem Höhepunkt entgegen und schafft es dadurch die LeserInnen auf Stunden in ihrer Geschichte gefangen zu halten.

Ein Page-Turner für junge Menschen und jungebliebene „Alte“.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juni 2012
Meine Meinung:
Auf Nicks Schule geht ein geheimnisvolles Computerspiel herum. Keiner spricht darüber, doch alle sind begeistert. Als Nick eine Kopie des Spieles erhält, setzt er sich gleich an den PC und startet es - und versinkt in einer virtuellen Welt, die aus Barbaren, Vampiren und Dunkelelfen besteht.
Je länger er spielt, umso abhängiger wird er. Als das Spiel ihm Aufgaben stellt, die in der realen Welt auszuführen sind, denkt er sich nichts dabei. Denn als Belohung winkt ihm ein Aufstieg des Levels oder Ausrüstungsgegenstände.
Ein Auftrag bringt Nick jedoch an seine Grenzen: er soll einen Mann töten!

Schon zu Anfang wusste ich, dass mich das Buch sehr in seinen Bann ziehen wird. Beim Lesen kam ich mir teilweise wie Nick vor - gefesselt, abhängig. Ich bin in dem Buch versunken und konnte nur schwer wieder in die reale Welt zurückfinden.

Ursula Poznanski hat eine spannende und erschreckend reale Geschichte geschrieben. Die Charaktere sind rundherum gut ausgearbeitet und man leidet und fiebert mit ihnen.

Abwechselnd wird von Nick erzählt, der in der realen Welt zurechtkommen muss und dann wieder von Sarius, Nick's Alter Ego im Spiel, der seinen Weg in dem Spiel "Erebos" finden muss.

Besonders gut fand ich, dass in der realen Welt die Vergangenheitsform genutzt wurde, in der virtuellen Welt jedoch die Gegenwartsform. So konnte man schnell unterscheiden, wo man sich gerade befand.

Gerade die letzten 50 Seiten waren sehr rasant und brachten nochmal eine Wendung in die Story.

Ich war teilweise von dem einprägsamen Schreibstil der Autorin so gefesselt, das ich das Gefühl hatte, ich selbst würde das Spiel spielen und die Aufgaben in der realen Welt erfüllen.

Fazit:
Ein sehr gelungener Debutroman der Autorin, die zurecht mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. April 2012
Der Inhalt:
An einer Londoner Schule verstricken sich immer mehr Schüler in ein neues, geheimes Computerspiel, das nicht nur ein fantastisches, nie dagewesenes Spielerlebnis vermittelt, sondern unmerklich die Grenzen zur Realität überschreitet, indem die Spieler mit kleinen, anfangs harmlosen "Aufträgen" bedacht werden. Das Spiel verfolgt damit ein eigenes Ziel, das ja schon im Klappentext genannt wird: Ein Mord soll geschehen.
Nick, der Held des Buchs, wird ebenfalls süchtig nach Erebos. Das ist wirklich hübsch geschildert, man bekommt unwillkürlich selbst Lust auf das Spiel (auch wenn man kein Computerjunkie ist - die Flucht aus dem trüben Alltag ist von der Autorin super erfasst). Man merkt schnell, dass mehr dahinter steckt, aber die Auflösung erfolgt erst ganz am Ende. Bis dahin wird die Spannungsschraube angezogen, bis es quietscht - gut gemacht!

Die Form:
Das Buch hat einen Preis gewonnen, und das verdient. Für ein Erstlingswerk macht es einen sehr ausgereiften Eindruck. Ich nehme an, wir werden von der Autorin noch viel hören.
Der Plot ist schön konstruiert: Während im ersten Teil Nick immer tiefer in der Virtualität versinkt und man schon Angst um ihn hat, wandelt er sich dann zum Bekämpfer des Systems und versucht, die Wahrheit hinter Erebos heraus zu finden. In gewisser Weise sind es also zwei Spannungskurven, die hier aufeinander aufbauen. Deshalb ist auch der Umfang des Buches gut verträglich, es kommen kaum Längen oder Durststrecken vor. Im ersten Teil werden die Kämpfe und Erlebnisse im Spiel sehr ausführlich beschrieben, aber das ist auch notwendig, weil vieles davon später wieder auftaucht.
Die Sprache gefällt mir ebenfalls gut. Sie ist angenehm zurückhaltend und fließt einfach so dahin - man merkt gewissermaßen gar nicht, dass man liest. Poznanski schreibt professionell und routiniert, der eigene Stil ergibt sich eher "zwischen den Zeilen". Das ist schon hohe Kunst, finde ich.
Einzig die Auflösung hat mich ein wenig gestört. Erstens: Wer in der Lage ist, eine so bahnbrechende Software zu schreiben, der wird sicher andere Möglichkeiten finden, mit Prozessen etc. umzugehen. Insofern ist der "Bösewicht" nicht wirklich glaubwürdig. Da das erst ganz zum Ende klar wird, stört es aber kaum beim Lesen. Zweitens: Ich bin zwar nicht aus der IT-Branche, aber ich kann mir vorstellen, wie heute hunderte von Spezialisten zusammen arbeiten müssen, um ein so umfangreiches Spiel wie "Erebos" zu programmieren. Es ist mindestens zwanzig Jahre her, seit einzelne Genies solche Software alleine schreiben können. Drittens: Die Fähigkeiten des Spiels sprengen erkennbar die heute verfügbare Technologie, das grenzt an Science Fiction.

Meine Meinung:
Das Buch zu "World of Warcraft", gewissermaßen (das ich, ehrlich gesagt, nie selbst gespielt habe...). Jedenfalls finde ich es interessant, wie solche Phänomene wie Online-Rollenspiele auf diese Weise literarisch verarbeitet und reflektiert werden und damit wiederum in den Mainstream unserer Kultur einfließen. Ein aktuelles Thema, spannend aufbereitet und gut geschrieben - was will man mehr von einem Buch, dessen Ziel in der spannenden Unterhaltung des Lesers liegt?

Meine Bewertung:
Ich gebe dem Buch fünf Sterne. Es ist nicht 100% perfekt, aber es spielt auf jeden Fall in einer Liga, die nicht viele der Druckwerke erreichen, die in den Buchläden liegen.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 24. Juli 2011
Auf sechs CDs liest der großartige Jens Wawrczeck eine leider gekürzte Fassung der Geschichte von Erebos. Das macht er teuflisch gut. Es fehlt an zusätzlichem Schnickschnack wie beispielsweise Musik. Seine Stimme ist alles und mehr als genug. Seine Lesung zieht einen mitten in die Geschichte, macht einen süchtig nach ihr. Das passt natürlich zur Grundstimmung der Geschichte von Erebos, einem süchtig machenden Computerspiel. Zwar kann der Hörer bzw. Leser nicht aktiv am Spiel teilnehmen, doch schon sein passiver Zustand reicht, um die Sucht der Figuren mitzuerleben.

Die Autorin erzählt nicht die Geschichte von irgendeinem Computerspiel, sondern von einem Spiel, dass sich auf zwei Ebenen bewegt, die sich miteinander vermischen: die Cyberworld und die Wirklichkeit. Dadurch hört das Computerspiel auf, Spiel zu sein. Es wird zur Wirklichkeit. Alles, was man im Spiel tut, hat Konsequenzen für das eigene Leben in der Realität. Immer tiefer verfällt man dabei dem Spiel, immer mehr wird man gezwungen, in der Wirklichkeit Dinge zu tun, die einem unangenehm sind, nur um im Spiel zu bleiben.

Diese Geschichte ist unglaublich fesselnd und spannend. Bis kurz vor Schluss weiß man nicht, was hinter dem Spiel steckt, wer es leitet. Und auch die Charaktere im Spiel werden erst am Ende offenbart. Keiner der Mitspieler weiß, mit wem er spielt, weil es verboten ist, über das Spiel zu reden. Gleichzeitig sieht man, wie das wirkliche Leben der Figuren langsam ausgemerzt wird. Sie verfallen regelrecht. Das ist sehr realistisch dargestellt.

Ich empfehle diese Geschichte vor allem wegen ihrer Erzählqualität und ihrer Spannung. Dass sie nebenbei noch die eine oder andere Lehre herüberbringt, ist nur gut. Ab 13.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2010
Auf einer Londoner Schule zieht ein besonderes Computerspiel seine Kreise: Erebos, ein Fantasy-Rollenspiel, dass den Kids erlaubt in eine wirklich umfangreiche und fantastische Welt einzudringen. Das Besondere daran: Erebos scheint mehr über die Welt außerhalb des PCs zu wissen, als man annehmen möchte. Als der Protagonist Nick Dunmore zum Spiel eingeladen wird, beginnt er schon nach kurzer Zeit süchtig danach zu werden. Sein Leben dreht sich nur noch um den spielsteuernden Boten und den Kampf gegen die Finsternis. Bis er eines Tages einen Auftrag bekommt, den er in der realen Welt auszuführen hat, und der einen gehörigen Schritt zu weit geht.

Ich muss ehrlich sein: Nach 20 Seiten hätte ich das Buch beinhart zur Seite gelegt und mich mit etwas anderem beschäftigt. Grund dafür ist der ziemlich knappe und relativ einfache Schreibstil, der vermutlich wegen dem Etikett "Jugendbuch" sich nicht traut etwas schärfer und knackiger zu sein (dabei kann man den Jugendlichen weit mehr zutrauen). Allerdings entpuppt sich genau diese Sprache nach weiteren 50 Seiten als gelungenes Transportmittel um die im Buch beschriebenen Spielvorgänge zu schildern. Und ab da fiel es mir sogar schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Ursula Poznanskis Jugend-Thriller lebt vor allem von einem: Der unglaublich detaillierten und fantasiereichen Darstellung der Computerspielwelt. Es ist schon beeindruckend, mit welchen Ideen und Konzepten sie ein Spiel gestaltet, dass es so wohl nie geben wird. Die erste Hälfte des Buches befindet man sich auch fast ausschließlich im Spiel, und genau wie Nick Dunmore möchte man zu Beginn eigentlich mehr von Erebos erleben, als von dem ganzen Drumherum in der realen Welt.

Sehr gelungen ist dann der Bruch nach ca. zwei Drittel der Handlung. Da beginnt dann die Ermittlung und der eigentliche Thrill. Wieso kann sich ein fünfzehnjähriger Junge, der nur ein tolles Computerspiel zocken wollte nicht mehr seines Lebens sicher sein? Wie weit reichen die Finger des Boten in die reale Welt und steckt da mehr dahinter? Hier gewinnt die Handlung unglaublich an Fahrt und lässt die letzten Seiten wie im Fluge verstreichen. Die Auflösung ist dann doch sehr originell und sogar etwas anrührend.

Löblich finde ich die Erwähnungen zu aktuellen Online-Medien wie deviantart und Facebook. Das gibt dem ganzen eine ziemliche Frische und zeigt, dass sich die Autorin durchaus eingehend mit der ganzen Thematik beschäftigt hat.

Wer sich an der etwas zurechtgeschnittenen Sprache nicht stört und sich für die spannende und detailreiche Spielwelt interessiert, kann bedenkenlos zugreifen und wird mit Sicherheit gut unterhalten.
11 Kommentar|41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden