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101 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extremer Suchtfaktor...
Kurzbeschreibung:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Extremer Suchtfaktor...

Nick beobachtet die versteckte Übergabe von kleinen, unscheinbaren Päckchen schon seit ein paar...
Veröffentlicht am 19. September 2010 von Ramona Nicklaus

versus
33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber mit kleinen Schwächen
Vorneweg: Ich, 22, gehöre wohl nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe dieses Jugendbuches, welche ich so auf 12-17 einschätzen würde. Aufmerksam auf diesen Roman bin ich erst durch "Saeculum", den 2. Roman der Autorin, geworden, welcher mich auf Anhieb zu überzeugen wusste. Desweiteren bin ich auch kein Online-Gamer, kenne mich aber mit Computerspielen...
Veröffentlicht am 4. März 2012 von E.A.


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101 von 111 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extremer Suchtfaktor..., 19. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Extremer Suchtfaktor...

Nick beobachtet die versteckte Übergabe von kleinen, unscheinbaren Päckchen schon seit ein paar Tagen. Er will unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt, doch niemand will ihm Rede und Antwort stehen. Die Eingeweihten kapseln sich ab und lassen niemand Unwissenden an sich heran.
Bis auch Nick eines Tages in den Besitz des geheimnisvollen EtwasŽ kommt. Es ist eine schlichte, kopierte CD. Nick installiert es und findet darauf ein Spiel: Erebos.
Gegen seinen Willen nimmt ihn das Spiel gefangen und es fasziniert ihn so sehr, dass er sich fortan auf einem wackligen Lügennetz bewegt.
Wird Nick sich dem Reiz des Spiels wieder entziehen können? Wird er es schaffen, das Geheimnis hinter Erebos zu lüften?

Genau so, wie das Spiel Nick in seine Fänge bekommt, hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen.
Ich war für kurze Zeit mit der Sucht infiziert und musste das Buch einfach immer weiter lesen!
Dieses Buch hatte viele Reize, die mich immer wieder zurück in diese Welt haben gleiten lassen: Ungeheure Spannung, Interesse an der Auflösung und vor allem auch an dem geheimnisvollen Computerspiel, welches scheinbar alles über seinen jeweiligen Spieler zu wissen scheint. Es ist sogar so intelligent, dass es auf die unterschiedlichsten Fragen unterschiedlich antwortet.

Die Sprache war sehr angenehm. Ein großer Teil spielt natürlich auch in der virtuellen Welt von Erebos, was mir jedoch irgendwann kaum mehr aufgefallen ist. Ursula Poznanski hat in die Welt so viel Lebendigkeit einfließen lassen, dass es sich auch einfach um einen guten Fantasy Roman handeln könnte.
Zu Beginn erklärt sie noch ein wenig, mit welchen Tasten Nick dieses und jenes mit seiner Spielfigur machen kann, doch irgendwann hört das einfach auf. Das ist natürlich sehr angenehm, denn wer möchte sich über 200 Seiten durch Tastaturnamen lesen?
Es ist alles fließend miteinander verwoben, was das Lesen nur noch reizvoller macht!

Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes Buch, für Jung und Alt gleichermaßen!
Ein wahnsinnig spannender Roman, mit einem sehr hohen Suchtfaktor!
Dagegen wird sich niemand erwehren können...
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22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sei gewarnt!, 15. Februar 2010
Von 
Thorsten Kneuer (Franken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Sei gewarnt, Fremder!
Wenn du dieses Buch öffnest, trittst du ein in die Welt von Erebos. Eine Welt voll Fantasie und Abenteuer erwartet dich, Ruhm und Reichtum können dein Schicksal sein, oder Schrecken und Verderbnis.
Sei gewarnt, Fremder!
Wenn du diese Welt betrittst, wird alles um dich herum bedeutungslos, dann zählst nur noch du und Erebos. Nutze also deine Chance, denn du hast nur diese eine!

Von Hand zu Hand macht ein außergewöhnliches Computerpiel die Runde. Wer zu den Auserwählten gehört, wird zum absoluten Schweigen verpflichtet. Erebos schlägt jeden in Bann, der sich darauf einlässt.
Aber wehe, du wendest dich gegen Erebos.
Wehe, du erfüllst seine Aufgaben nicht.
Wehe dir, wenn du lügst.
Und wer versagt, ist raus!

Als Nick eintaucht in diese fantastische Spielewelt, kann er nicht einmal im Ansatz ahnen, auf was er sich einlässt. Erebos scheint intelligent zu sein. Es redet mit Nick. Es erteilt ihm Aufträge - sogar in der realen Welt. Es beobachtet und prüft ihn. Es beschenkt ihn. Und: Es droht ihm. Doch da ist es schon längst zu spät!

Erebos macht süchtig! Nicht nur das Spiel, von dem es erzählt. Auch das Buch! Was Ursula Poznanski da geschaffen hat, lässt sich kaum in passende Worte fassen. Man muss "Erebos" erlesen und erleben, um es verstehen zu können.
"Erebos" ist ein ungewöhnlicher und höchst gelungener Mix aus (Jugend-)Thriller und Fantasy. Poznanski malt den Leserinnen und Lesern dabei die Welt von Erebos derart bildgewaltig vor das innere Auge, dass man während des Lesens selbst ein Teil des Spieles und des Buches wird. "Erebos" ist ungemein geheimnisvoll, atemberaubend und irgendwie erschreckend real. Es gehört zu der Art Bücher, die einen so zu fesseln vermögen, dass man sie nicht aus dem Kopf bekommt. Und ich bin mir sicher: Dies ging nicht nur mir so, sondern wird allen ebenso ergehen, die "Erebos" aufschlagen werden ...
Höchst außergewöhnlich ist die Storyline und hochspannend dann der Showdown in einem fulminanten Finale! Für mich gehört "Erebos" daher ohne jeden Zweifel jetzt schon zu den Bücherhighlights dieses noch recht jungen Jahres.
Wer es aufschlägt, sei gewarnt!
Und wer es nicht liest, ist selber schuld!
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Fans von Videospielen geeignet, 21. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Zitate

"Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert. Sie ist laut und ohne Ordnung, unvorhersehbar und mühevoll. Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden. Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheit um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen. Vor allem aber ist sie endlich. Immer führt sie zum Tod." (Zitat aus dem Buch)

'Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzen Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen." (Zitat aus dem Buch)

Autorin & Buch (Allgemeines)

'Erebos' ist ein Jugendbuch mit Thriller-, Fantasy- und leichten Science-Fiction-Elementen, dass auch massenweise Erwachsene zu begeistern vermag ' welch besseres Lob könnte man der Autorin machen? Tatsächlich ist es in meinen Augen besser als ca. 98% der 'Erwachsenen-Literatur'. Mir ist noch nie zuvor ein Buch untergekommen, bei dem sich die Rezenzenten, egal ob Jung oder Alt, derart einig in ihren geradezu überschäumenden Lobeshymnen sind. Neben 'Erebos' gibt es wahrlich nicht viele Bücher, die nicht nur oft bewertet wurden, sondern auch noch fast immer die bestmögliche Bewertung erhalten haben.

Mit Hilfe von 'Erebos' bringt man auch sonst eher lesefaule Kinder zum Lesen, versprochen! Es ist ein pädagogisch wertvolles Buch, dass einen unweigerlich zum Nachdenken anregt. Aufgrund der Thematik sollte es meiner Meinung nach in jeder Schulklasse im Rahmen des Unterrichts gelesen und anschließend in der Gruppe diskutiert werden. 'Erebos' ist ein Buch, dass auch sehr gut von der gesamten Familie gelesen werden kann. Ein sogenannter 'All-Ager'.

Wer auf den ersten Blick der Meinung sein sollte, dass dieses Buch nichts für ihn sei, der irrt gewaltig! Denn es ist völlig egal, ob man sich privat für Videospiele interessiert oder nicht: 'Erebos' muss man einfach gelesen haben und man wird es zweifelsohne lieben. Dieses Buch kann man eigentlich gar nicht beschreiben, man muss es einfach selbst lesen, bzw. ja eher erleben! Wer 'Erebos' nicht liest, ist selber schuld!

Dies ist ein Buch für alle, die einmal etwas Anderes, etwas Besonderes lesen wollen. 'Erebos' sticht so positiv aus der Masse hervor, wie es ein Buch überhaupt nur zu tun vermag. Es spielt in der obersten Liga der Spannungsliteratur. Wenn ich jetzt die Behauptung aufstelle, dass dieses Buch süchtig macht, ist das wahrlich nicht übertrieben.

Handlung

(Frei von Spoilern - Es wird nichts Wichtiges verraten, dass man nicht auch dem Klappentext entnehmen könnte!)

Nick beobachtet an seiner Schule ein merkwürdiges Verhalten einiger seiner Mitschüler. Diese übergeben oder empfangen diskret geheimnisvolle kleine Päckchen, über deren Inhalt sie anschließend kein Wort verlieren oder eine Ausrede erfinden. Nick, der eigentlich immer auf dem Laufenden ist, was in der Schule aktuell passiert oder modern ist, wundert sich sehr darüber, dass er bisher weder Bescheid weiß um was es dabei genau geht, noch dass ihm jemand eines dieser ominösen Päckchen gegeben hat. Dass auch sein bester Freund Colin ein Insider ist und ihm gegenüber nicht mit der Wahrheit herausrücken will, verärgert ihn sehr. Als dieser dann plötzlich nicht nur das Basketball-Training wiederholt schwänzt, sondern auch nicht zum Unterricht erscheint, beginnt Nick sich ernsthaft Sorgen zu machen. Dabei ist Colin nicht der einzige Mitschüler, der plötzlich unzuverlässig geworden ist. Als Nick dann doch endlich von einer Mitschülerin das kleine Päckchen überreicht bekommt, ist seine Neugier endlich befriedigt und schlägt in Erstaunen um, als er bemerkt, dass es sich dabei um ein Videospiel, ein Rollenspiel, handelt. Doch es ist kein normales Videospiel, wie Nick schon sehr früh feststellen muss. Denn es scheint den Spieler zu kennen und erkennt sogar, wenn dieser lügt. Zudem stellt es auch Aufgaben, die in der Realität verrichtet werden müssen. Da stellt sich nicht nur Nick die Frage, wie ein Computerspiel erkennen kann, wann er lügt oder ob er eine Aufgabe wie verlangt erfüllt hat? Und warum kann es wirklich auf jede nur erdenkliche Frage, die man stellt, sinnvoll antworten?

'Erebos' hat strikte Regeln, die es den Spielern auferlegt:
- Spiele immer alleine!
- Du hast nur ein Leben, wenn du dieses verlierst, kannst du nie wieder 'Erebos' spielen!
- Verbreite keine Informationen über das Spiel im Internet, im Freundeskreis oder der Familie!
- Du darfst dich nur im Spiel über 'Erebos' unterhalten ' und zwar am Lagerfeuer!
- Verrate niemals deinen wahren Namen oder den deiner Spielfigur!
- Neugier wird bestraft!
- Bewahre die Erebos-DVD sicher auf. Du brauchst sie, um das Spiel zu starten. Kopiere sie nur,
wenn du dazu aufgefordert wirst!
- Wenn du gegen die Regeln verstößt, kannst du für immer vom Spiel ausgeschlossen werden!

Nick findet trotz anfänglicher Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und lernt schnell dazu. Sein Avatar, der Dunkelelf Sarius, besteht immer größere Herausforderungen und hat gute Chancen, sich in den Inneren Kreis hochzukämpfen. Diesen bilden die fünf besten Spieler von 'Erebos', die nebenbei speziell trainiert werden, um im großen Finale den Sieg über Ortolan davonzutragen. Doch um es in den Inneren Kreis zu schaffen, muss Sarius noch einige Level aufsteigen, weitere Fähigkeiten dazulernen oder verbessern und vor allem immer schwerere Aufgaben des Boten erfüllen. Diese sind auch die einzige Chance, dem virtuellen Tod gerade noch einmal von der Schippe zu springen. Doch der Preis, sein einziges Leben zu schützen, wird leider immer größer.

Und mit einem weiteren Auftrag des Boten ändert sich plötzlich alles. Da ich aber niemandem den Lesespaß verderben möchte, ende ich an dieser Stelle mit der Beschreibung der Handlung.

Atmosphäre & Schreibstil

Ursula Poznanski hat eine der lebendigsten Welten erschaffen, die je zwischen zwei Buchdeckeln existiert haben. Sie lässt das atemberaubende 'Erebos' derart bildgewaltig vor unserem geistigen Auge entstehen, dass man nicht nur ob dessen Realität unweigerlich erschrickt, sondern mit der Zeit fast schon zu vergessen beginnt, dass es sich hierbei um reine Fiktion handelt. Man verspürt unweigerlich große Lust, tief in diese Welt einzutauchen, sich darin frei bewegen zu können und 'Erebos' zu erkunden, das voll von den typischen Rollenspielfiguren wie z.B. Barbaren, Vampiren, Werwölfen, Zwergen, Dunkelelfen und ähnlichen Wesen ist.

Die beiden Handlungsstränge spielen in der realen Welt sowie im Spiel 'Erebos' selbst. Beide harmonieren perfekt miteinander und halten die Spannung permanent hoch. Dies gelingt der Autorin auch Dank der geschickt eingebauten Rätsel und der häufigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Die Unfähigkeit, das Buch auch nur für einen Moment aus den Händen zu legen, rührt vor allem daher, dass im Spiel immer etwas Besonderes passiert: seien es die großen und bedeutsamen Kämpfe in der Arena, ein neuer herausfordernder Auftrag des Boten oder ein aufschlussreiches Gespräch am Feuer, dass möglicherweise ein paar Fragezeichen in Luft aufzulösen vermag.

Positiv anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass trotz der ob dieses Themas nicht zu umgehenden Kämpfe dieses Buch nie zu brutal gerät und man es damit bedenkenlos jedem Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen kann.

Achtung ' Spoiler! (Wer sich den Lesespaß nicht nehmen lassen möchte, sollte diesen farblich markierten kurzen Absatz besser überlesen)

In diesem Buch ist man nicht bloß ein stiller Beobachter, sondern es ist wirklich so, als würde man alles am eigenem Leib erleben. Wir fiebern mit Nick mit und durchleben auch die gleiche Gefühlswelt wie er: Anfangs sind wir neugierig, was da Geheimnisvolles in der Schule umhergereicht wird, dann erleben wir die Faszination des Spiels. Nach Nicks Ausschluss sind wir zutiefst schockiert und hoffen, dass er es wieder ins Spiel schafft und wir mehr von 'Erebos' erleben dürfen. Als dies nicht klappt und sogar sein Freund fast getötet wird, schlägt es in 'Hass' um und wir hoffen, dass es Nick und seinen neugewonnenen Freunden endlich gelingen wird, den Alptraum 'Erebos' zu beenden.

Es gibt nur sehr wenige Bücher, die ich wirklich in einem Rutsch durchlese. Dieses gehört dazu. Selbst als mir vor lauter Müdigkeit schon fast die Augen wie von selbst zuzufallen drohten, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich erst am nächsten Tag erfahren würde, wie die Geschichte endet und was bis dahin noch alles passieren würde. Daher habe ich meine Müdigkeit besiegt und das Buch tatsächlich noch in jener Nacht zu Ende gelesen. Und just in diesem Moment musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich mich beim Lesen von 'Erebos' bereits genauso verhalten habe wie Nick beim Spielen von 'Erebos'. Da dieses Buch offenbar nicht nur bei mir diese Wirkung hatte, würde ich dringend empfehlen, es auf gar keinen Fall 'zwischendurch' lesen zu wollen, denn hat man es erst einmal angefangen, wird man es höchstwahrscheinlich wie so viele andere Leser auch, in einem Stück lesen und lieber anderes liegen lassen oder auf später verschieben, als das Buch vorzeitig aus der Hand zu legen.

Nachbemerkungen

Videospiele mit ihren prachtvollen und aufregenden Spielwelten bieten einem die Flucht aus dem tristen Alltag des eigenen Lebens, das manchem Spieler im Vergleich dazu einfach nur noch erbärmlich erscheint. Man kann beim Spielen auch wunderbar alle seine Probleme zumindest für eine gewisse Zeit ausblenden. In der Realität ist man nur ein normaler Mensch, in der virtuellen Welt hingegen kann man sehr leicht ein Held sein. In einem Rollenspiel kann jeder so sein, wie er will. Er ist frei von Vorurteilen, kann sich seiner eigenen Persönlichkeit entledigen und nach Anerkennung und Macht streben, die ihm im wahren Leben vorenthalten sind. Hier kann der Schwache deutlich an Stärke gewinnen, in solch einer Welt über sich hinauswachsen. Man nimmt in einem Rollenspiel eine komplette andere Rolle ein und kann sich so geben, wie man es möchte. Was in der Realität leider nicht immer möglich ist.

Jeder, der selbst vertraut mit modernen Videospielen ist, weiß nur zu gut, dass man oft länger spielt, als man es eigentlich will, da man nur noch schnell den kommenden Bossgegner besiegen will, es das nächste Kapitel zu erreichen gilt, der nächste Level-Anstieg kurz bevorsteht oder Ähnliches. Doch um Bezug auf dieses Buch zu nehmen, sollte man sich einmal ehrlich die Frage stellen, wie weit man selbst gehen würde, um in einem Videospiel besser, stärker und mächtiger zu werden oder mehr Anerkennung der Mitspieler zu bekommen?

Irgendwann überschreitet man vielleicht eine unsichtbare Grenze. Verbringt zu viel Zeit vor dem Bildschirm, vernachlässigt sein eigenes Leben, alltägliche Bedürfnisse ebenso wie das Hegen und Pflegen von Freundschaften und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen. Vielleicht kann man dann auch nicht mehr zwischen Realität und der virtuellen Welt unterscheiden. Im denkbar schlimmsten Fall bevorzugt man das sein virtuelles Leben dem realen Leben und gibt sich damit selbst als Person auf. In diesem Zusammenhang sei auch die Frage gestattet: Kontrolliert der Spieler das Spiel oder das Spiel den Spieler?

'Erebos' zeigt uns klar auf, zu was der Mensch innerhalb einer Gruppe imstande ist, die nur ihren eigenen Regeln unterworfen ist und wie sehr Macht die eigene Persönlichkeit verändern kann.

Schlusswort

Wetten, dass selbst Erwachsene, die bisher noch gar kein Interesse an Videospielen hatten, nach dieser Lektüre geneigt sind, zu einem Videospiel zu greifen und in ähnlich faszinierende Welten abtauchen?

Und jetzt mal ganz ehrlich: Wenn es die negativen Aspekte von 'Erebos' nicht geben würde, wer von uns würde es dann nicht liebend gerne spielen wollen?
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40 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender und moderner Jugend-Thriller, 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Auf einer Londoner Schule zieht ein besonderes Computerspiel seine Kreise: Erebos, ein Fantasy-Rollenspiel, dass den Kids erlaubt in eine wirklich umfangreiche und fantastische Welt einzudringen. Das Besondere daran: Erebos scheint mehr über die Welt außerhalb des PCs zu wissen, als man annehmen möchte. Als der Protagonist Nick Dunmore zum Spiel eingeladen wird, beginnt er schon nach kurzer Zeit süchtig danach zu werden. Sein Leben dreht sich nur noch um den spielsteuernden Boten und den Kampf gegen die Finsternis. Bis er eines Tages einen Auftrag bekommt, den er in der realen Welt auszuführen hat, und der einen gehörigen Schritt zu weit geht.

Ich muss ehrlich sein: Nach 20 Seiten hätte ich das Buch beinhart zur Seite gelegt und mich mit etwas anderem beschäftigt. Grund dafür ist der ziemlich knappe und relativ einfache Schreibstil, der vermutlich wegen dem Etikett "Jugendbuch" sich nicht traut etwas schärfer und knackiger zu sein (dabei kann man den Jugendlichen weit mehr zutrauen). Allerdings entpuppt sich genau diese Sprache nach weiteren 50 Seiten als gelungenes Transportmittel um die im Buch beschriebenen Spielvorgänge zu schildern. Und ab da fiel es mir sogar schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Ursula Poznanskis Jugend-Thriller lebt vor allem von einem: Der unglaublich detaillierten und fantasiereichen Darstellung der Computerspielwelt. Es ist schon beeindruckend, mit welchen Ideen und Konzepten sie ein Spiel gestaltet, dass es so wohl nie geben wird. Die erste Hälfte des Buches befindet man sich auch fast ausschließlich im Spiel, und genau wie Nick Dunmore möchte man zu Beginn eigentlich mehr von Erebos erleben, als von dem ganzen Drumherum in der realen Welt.

Sehr gelungen ist dann der Bruch nach ca. zwei Drittel der Handlung. Da beginnt dann die Ermittlung und der eigentliche Thrill. Wieso kann sich ein fünfzehnjähriger Junge, der nur ein tolles Computerspiel zocken wollte nicht mehr seines Lebens sicher sein? Wie weit reichen die Finger des Boten in die reale Welt und steckt da mehr dahinter? Hier gewinnt die Handlung unglaublich an Fahrt und lässt die letzten Seiten wie im Fluge verstreichen. Die Auflösung ist dann doch sehr originell und sogar etwas anrührend.

Löblich finde ich die Erwähnungen zu aktuellen Online-Medien wie deviantart und Facebook. Das gibt dem ganzen eine ziemliche Frische und zeigt, dass sich die Autorin durchaus eingehend mit der ganzen Thematik beschäftigt hat.

Wer sich an der etwas zurechtgeschnittenen Sprache nicht stört und sich für die spannende und detailreiche Spielwelt interessiert, kann bedenkenlos zugreifen und wird mit Sicherheit gut unterhalten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wahnsinniges Spiel! Im wahrsten Sinne des Wortes..., 9. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
~Die Autorin~
Ursula Poznanski wurde 1968 in Wien geboren, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität und landete schließlich als Redakteurin bei einem medizinischen Fachverlag, für den sie immer noch tätig ist. 2005 wurde sie mit dem Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien ausgezeichnet.

~Der Inhalt~
An Nicks Schule macht eine geheimnisvolle DVD die Runde, doch niemand spricht darüber. Seine Freunde sind komisch geworden, viele kommen nicht mehr zur Schule oder sehen vollkommen fertig aus. Um jeden Preis will Nick diese DVD auch haben, und als es so weit ist, machen ihn noch nicht mal die Fragen stutzig. Hatte er einen eigenen PC? Schnüffelten seine Eltern in seinen Sachen rum? Natürlich taten sie das nicht. Als Nick dann auch noch versprach mit niemandem über dieses Spiel zu sprechen und es immer allein zu spielen, bekam er endlich die ersehnte DVD ausgehändigt.
Merkwürdige Bedingungen für ein gewöhnliches Computer Spiel ' doch Erebos ist anders, das merkt Nick sofort. Es ist irgendwie echt. Die Regeln sind knallhart. Sprich mit niemandem darüber, halte es geheim und stirb nicht, denn du hast nur dieses eine Leben, danach kannst du nie wieder in die Welt von Erebos eintreten. Als das Spiel auch noch seinen Namen kennt ist er vollkommen verwirrt, doch er lässt sich nicht einschüchtern und spielt. Das Spiel hat ihn in seinen Bann gezogen. Ein Online Rollenspiel in dem er mit vielen anderen Charakteren gegen böse Monster kämpfen muss. Doch sie stehen auch vor einer großen Mission. Immer wieder kommt der Bote ins Spiel, die Spieler sollen Missionen erfüllen im Spiel sowie auch im realen Leben. Wie kann das sein? Wie kann ein Spiel wissen, was bei Nick in der Schule passiert? Die Aufgaben werden immer merkwürdiger und längst ist das merkwürdige Verhalten der Erebos-Spieler einigen Leuten in der Schule aufgefallen. Nick ist süchtig nach Erebos, da erteilt der Bote ihm eine neue Aufgabe. Er soll einen Menschen töten'

~Die Optik~
Erebos ist eine Klappbroschur Ausgabe. Auf Amazon heißt es zwar gebundene Ausgabe, aber das ist so nicht richtig. Das Cover ist überwiegend in rot gehalten. Vorne drauf prangt ein großes Auge, das einen quasi beobachtet. Wie Erebos. Es beobachtet dich. Es sieht was du machst. Darunter steht in großen Buchstaben der Titel. Schrift und Zeichnung sind in den Umschlag geprägt. Es sieht sehr interessant aus und sticht direkt ins Auge.

~Meine Meinung~
Faszinierend. Erebos hat mich von Anfang an in seinen Bann gezogen. Ich habe die ganze Zeit mit Nick mit gefiebert, bis er endlich die DVD bekommen hat. Denn ich war auch so neugierig auf das Spiel. Als er zu spielen begann kam mir alles etwas suspekt vor. Wie konnte das Spiel seinen Namen kennen? Woher wusste es die ganzen Details aus dem realen Leben? Aber genau das war es, was mich in den Bann gezogen hat. Es ist so echt. So real. Als dann Dinge aus dem Spiel in der wirklichen Welt passieren, wollte ich nur noch wissen wie das funktioniert. Allein die Vorstellung, dass es so eine Art Spiel wirklich geben würde und nicht nur als Fiktion, lässt mir eine Gänsheuat über den ganzen Körper laufen. Einerseits wäre es wahnsinnig spannend und faszinierend. Nur zu gern würde ich so eine Art Spiel einmal ausprobieren. Andererseits ist es doch absolut unheimlich. Alles könnte ganz schnell aus den Fugen geraten und einen ganz bösen Verlauf nehmen.
Die Charaktere sind nicht allzu detailliert beschrieben. Man erfährt nicht sonderlich viel um das Drumherum von Emily, Viktor oder Colin. Sie werden mit ein paar kleinen Eigenschaften beschrieben, aber viel mehr ist auch gar nicht nötig, da sich vieles einfach nur auf das Spiel konzentriert. So wie es ist, ist es gut. Ein paar mehr Details hätten vielleicht nicht unbedingt geschadet, aber man vermisst sie nicht. Dafür erfährt man recht viel über Nick.
Der Handlungsverlauf ist stets spannend und das Buch schreit förmlich 'Lies mich weiter! Leg mich bloß nicht weg!' und es fällt wirklich schwer sich mal loszureißen. Denn immer gibt es irgendwas, das gerade ansteht. Sei es ein Arena Kampf, ein Auftrag des Boten oder ein anderer Angriff.
Die Aufklärung zum Schluss ist der Autorin sehr gut gelungen. Es lässt sich wirklich alles herleiten, und alle Fragen, die man sich während dem Lesen gestellt hat, werden aufgeklärt. Umso faszinierender ist es, wer hinter Erebos steckt. Darauf wäre ich persönlich nie im Leben gekommen.

~Mein Fazit~
Ein Buch das fesselt, ein Spiel, das man sich in seinen kühnsten Träumen nicht ausmalen würde. Und doch wünscht man sich es wäre echt um sich dann aber im nächsten Moment zu erhoffen, dass so etwas niemals erfunden wird. Erebos ist wahnsinnig. Wahnsinnig gut!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannungsgeladener Jugendthriller, 24. März 2010
Von 
Chaostante - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
An Nicks Schule verhalten sich plötzlich viele Schüler merkwürdig.
Fehlen unentschuldigt, sprechen nicht mehr mit ihren Freunden, gehen nicht mehr zum Sport.
Schuld scheint ein Päckchen zu sein, viereckig und klein, es sieht aus wie eine CD.
Nick spricht seine Mitschüler darauf an, aber keiner sagt etwas.
Es ist nichts, Musik", das bekommt er jedes mal zu hören.

Bis eines Tage Brynne, seine Mitschülerin, vor Nick steht und eines dieser Päckchen in der Hand hält.
Er muss schwören es keinem zu zeigen.
Und er muss allein sein, wenn er die DVD in den PC einlegt.
Nick staunt, es ist ein Spiel. Ein Rollenspiel.
Aber kein Rollenspiel im herkömmlichen Sinne, das stellt Nick bald fest.
Das Spiel weiß wie er heißt, das Spiel weiß Dinge von ihm die keiner wissen kann.

Erebos ist ein Spiel, aber nicht irgendeins. Es ist ein Spiel das über die Grenzen der virtuellen Welt schwemmt.
Es scheint zu leben, zu denken, zu wissen.

Der Spielcharakter muss in der virtuellen Welt kämpfen und Ungeheuer besiegen, und in der realen Welt Botengänge erledigen. Verweigert sich der Spieler, so weiß es das Spiel sofort und der Spieler ist für immer draußen.
Wenn man einen Botengang aufgetragen bekommt darf man erst wieder weiterspielen, wenn dieser erledigt ist. In der Zeit lässt sich das Spiel nicht starten.

Abgestürzt? Nein, aber ich weiß was du meinst"
Er senkte seine Stimme, als befürchte er, jemand könne mithören.
Manchmal.... will es einfach nicht. Es wartet. Es prüft dich. Weißt du was, Nick? Manchmal glaube ich, es lebt."

Versagt man, so verschwindet nicht nur das Icon vom Desktop, sondern das ganze Spiel von der Festplatte. Auch eine Neuinstallation ist nicht möglich. Geht man gegen dieses Spiel vor, wehrt es sich. Es schreckt vor nicht zurück.
Es ist gefährlich nicht auf der Seite des Spiels zu sein, doch was ist seine Absicht?

Der Klappentext verrät nur.

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.
Erebos hat ein Ziel:

Es will töten."

Die Autorin Ursula Poznanski hat hier einen Roman unserer Zeit geschrieben.
Einer Zeit in der wir uns hinter Avataren einer virtuellen Welt verstecken.
Die Sucht mit der Nick, genauso wie seine Mitschüler, konfrontiert wird, beschreibt die Autorin so lebensnah und real. Man denkt fast, in dem Spiel gefangen zu sein.
Wem es anfangs unglaubwürdig erscheint, dass selbst die erfolgreichen Basketballspieler der Schule diesem Spiel verfallen, seid gewarnt!

Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzen Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen."

Dass die Autorin reale Onlinemedien wie deviantart" und Facebook" erwähnt, macht den Roman nur noch glaubwürdiger. Der Plot ist unheimlich gut durchdacht und am Ende des Buches gibt es einen Aha-Effekt. Alle Puzzleteilchen setzen sich zusammen und es macht Klick, Klick, Klick!
Ich bin nun wirklich kein Online Rollenspiel - Fan, daher hat es mir gut gefallen wie Poznanski die Spielwelt beschrieb. Mich hat es auch zu keiner Zeit gestört, dass es in diesem Buch um Rollenspiele ging. Mir erging es wie Nick, ich erlag Erebos - dem Buch Erebos.

Erebos. Ein Virus in Buchform.
Man wir infiziert und ist machtlos, das Buch hält dich gefangen und lässt dich nicht wieder los.
Es fesselt. Es lebt. Es spricht mit dir.

Ich habe das Buch fast in einem Stück gelesen, ein Aufhören war nicht möglich. Fast hatte man Angst, das Buch könnte sich nicht mehr öffnen, oder die Buchstaben wären nicht mehr da, nur weil man mal etwas zwischendurch essen wollte.

Ich hatte Gelegenheit mit der Autorin auf der Buch-Messe ein paar Worte zu wechseln. Eine sehr sympathische Frau, eine Autorin zum Anfassen, die auch den direkten Kontakt zu ihren Lesern nicht scheut. Das hat mich unheimlich gefreut!

Das Buch besteht aus einer Klappenbroschur mit Prägung, Spotlack und Softtouchfolie. Ein echter Hingucker. Es ist als ob man ein Buch aus vergangenen Zeiten in Händen hält.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schwacher Anfang, starkes Ende, 22. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Erebos zu bewerten fällt mir wirklich verdammt schwer. Denn einerseits habe ich die letzte Seite, den letzten Satz gelesen und gedacht: Wow, das war richtig gut. Aber andererseits war bis zu dieser letzten Seite zu kommen auch ein hartes Stück Arbeit. Immer wieder musste ich mich zum Lesen animieren und war sogar kurz davor abzubrechen.

Ich fing an das Buch zu lesen und hatte ziemlich hohe Erwartungen, weil erstens schon viele Leute so begeistert von dem Buch waren und zweitens die Idee hinter der Geschichte ziemlich interessant klang.
Leider bin ich dann erst einmal in einer Geschichte gelandet, die ich als sehr langweilig empfunden habe.
Schnell kommt Nick in Besitz einer CD zum Spielen von Erebos und beginnt zu spielen. Und genau da war der große Haken: ich fand man hätte bei Nicks ersten Spielzügen nicht so sehr ins Detail gehen müssen und diesen Teil interessanter gestalten können. Wie er seine erste Schritte im Spiel macht, wie er sich seinen Charakter erstellt, all das konnte mich nur wenig fesseln.
Jedoch hatte ich die Hoffnung, dass das Buch damit einfach nur eine kleine Weile braucht, bis es dann möglichst bald in Schwung kommt und so richtig packend wird.

Leider war das dann bei mir auch nicht der Fall. Seite um Seite darüber zu lesen, wie Nick sich in dem Spiel fortbewegt empfand ich mehr als zäh und leider nur wenig interessant oder spannend.
Ich konnte einfach den Reiz, den dieses Spiel auf all die Jugendlichen ausübt, überhaupt nicht nachvollziehen. Hier ein Bisschen durch die Gegen laufen und da ein wenig Kämpfen und das war es dann schon. Von solchen Spielen gibt es sicher mehr als genug und vor allem auch solche, die einem nicht verbieten, mit seinen Freunden darüber zu reden.
Doch Erebos hat natürlich schon etwas Besonderes an sich. Aber gerade dieser Aspekt hätte die Jugendlich meiner Meinung nach eher vom Spielen abschrecken sollen, statt sie so eine Sucht danach entwickeln zu lassen.

Somit brauchte es dann leider auch mehr als die Hälfte des Buches bis es mich endlich packen konnte. Erst ab dem Moment, in dem man nicht mehr ständig Nicks Spielepisoden zu lesen bekommt und statt dessen das Spiel in sein Leben eingreift und die Suche nach den Hintergründen des Spiels beginnt, begann für mich der Teil, der interessant und spannend zu verfolgen war, mich sogar so neugierig machte, dass ich gar nicht mehr aufhören wollte zu lesen.

Nach und nach aufzudecken, was hinter dem Spiel steckt, welche Bewegründe, welche Absichten und wer diese zu verantworten hat wurden für mich zu einem richtigen Nervenkitzel. Vor allem der Aspekt der künstlichen Intelligenz der mehr und mehr in den Vordergrund trat, hat mich die Geschehnisse besonders neugierig verfolgen lassen.

Die Auflösung des Ganzen war auch sehr gelungen und war so tiefgehend, mit so etwas hätte zu Anfang sicher nicht gerechnet.

Alles in allem würde ich wohl sagen, das Buch war gutes Mittelmaß. Ich hatte große Probleme mit den ersten 60% des Buches, habe mich gelangweilt und war kurz davor abzubrechen. Plötzlich machte das Buch dann eine völlige Kehrtwendung und hat mich vollauf gepackt und begeistert und einen richtig schönen Abschluss bereit gehalten. Eine tolle Idee mit einem interessanten Thema. Ich bin froh, dass ich das Buch letztlich doch nicht abgebrochen habe und bin gespannt auf die weiteren Bücher der Autorin.
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33 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut, aber mit kleinen Schwächen, 4. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Vorneweg: Ich, 22, gehöre wohl nicht mehr zur eigentlichen Zielgruppe dieses Jugendbuches, welche ich so auf 12-17 einschätzen würde. Aufmerksam auf diesen Roman bin ich erst durch "Saeculum", den 2. Roman der Autorin, geworden, welcher mich auf Anhieb zu überzeugen wusste. Desweiteren bin ich auch kein Online-Gamer, kenne mich aber mit Computerspielen (Adventures, Rollenspiele, Jump`n'Runs,...) im Allgemeinen durchaus gut aus.

Umso mehr interessierte es mich auch, als ich vom Inhalt dieses Buches hörte. Ein Spiel das süchtig macht, immer mehr Leute in seinen Bann zieht und sogar die Grenze zwischen Realität und Fiktion verschwimmen lässt. Irgendwie hat es mich sofort an "die Welle" erinnert (nur dass es da nicht um ein PC-Spiel, sondern eben um ein Experiment eines Lehrers geht, welches langsam außer Kontrolle gerät) und auch beim späteren Lesen des Romans fiel mir dies immer wieder (positiv) auf: die sich entwickelnde Gruppendynamik, strickte Regeln, die unbedingt eingehalten werden müssen, das langsame außer Kontrolle geraten der ganzen Situation, das Ausgrenzen derer, die nicht mitspielen wollen,...
Allgemein von der gesamten Thematik und der Grundidee an sich finde ich das Buch durchaus interessant und spannend. Habe es auch relativ schnell durchgelesen, da man doch immer wieder neugierig war, wie es mit Nick und den anderen denn nun weiter geht.

So, warum also dann nicht die vollen 5 Sterne für diesen Roman vergeben?
Das hat mitunter mehrere Gründe:

Zum einen wäre da der Schreibstil der Autorin, welcher mich stellenweise in meinem Lesefluss gestört hat. Man merkt eben wirklich, dass es sich bei Erebos um ihr Erstlingswerk handelt. Auch der ständige Wechsel zwischen Präteritum und Presens hat mich einige Male aus dem Rhythmus gebracht.

Das alleine wäre jedoch nicht wirklich sonderlich schlimm um einen 2 Sterne Abzug begründen zu können.
Womit wir auch schon beim zweiten Negativpunkt wären, der Anteil des Rollenspiels am Gesamtwerk. Ich möchte mir in diesem Zusammenhang auch gar nicht anmaßen eine Wertung über die realitätsgetreue Wiedergabe von Rollen-/Online-Spielen abzugeben, da ich ja selbst kein Online-Gamer bin. Ich hatte aber zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass es schlecht dargestellt wurde, wie es in manchen Rezensionen vielleicht rüberkommt. Was mich jedoch wirklich gestört hat, war der meines Erachtens viel zu Große Anteil der Abenteuer Sarius in der fiktiven Erebos-Welt, welche man durchaus hätte kürzer halten können. Wobei man da der Autorin natürlich auch zugute halten muss, dass sie ja auch irgendwie dem Leser das Bezaubernde, das Fabelhafte, das Wunderbare an Erebos, wesshalb alle in seinen Bann geraten, rüberbringen muss. Dennoch haben mich die "Sarius-Szenen" doch mit der Zeit eher gelangweilt als unterhalten und ich hätte lieber noch mehr über die Auswirkungen auf die reale Welt gelesen.

Und zu guter Letzt wäre da auch noch das Ende, welches mich mit gemischten Gefühlen zurücklies. Zum einen war es echt spannend zu lesen, wie die Hauptpersonen langsam ( beim wahrsten Sinne des Wortes! Dem erfahrenen Leser wird relativ schnell klar, wie das Computerprogramm "tickt" und an seine Infos kommt ... den Hauptpersonen aber nicht ...) dahinter kommen, was es mit Erebos auf sich hat und wie letztendlich alle Fäden am Schluss zusammenlaufen. Auch die kleine Liebesgeschichte zwischen Nick und Emily hatte durchaus seinen Reiz und ich hätte liebend gerne mehr darüber gelesen!
Auf der anderen Seite wurde das Ende aber aus meiner Sicht doch auch etwas lieblos abgehandelt. Ein paar Seiten mehr zu dem "Danach" hätten diesem Buch echt gut getan! Es fehlte auch ein wenig der Überraschungsmoment. Man konnte relativ gut vorhersagen, was wohl immer als nächstes kommen würde ( abgesehen davon, wer denn nun der Drahtzieher hinter dem ganzen ist. Das war wirklich sehr gut gemacht!!) und auch die große Auflösung "Wer ist wer?" am Ende wirkt auf mich nur als Pflichtantwort der Autorin. Die Zuteilung der Spielidentitäten zu den realen Schülern wirkt auf mich größtenteils zufällig ausgewählt und ich konnte nicht wirklich Ähnlichkeiten zwischen den jeweiligen Paaren erkennen .. liegt aber vielleicht auch nur an mir. Vielleicht würde ein zweiter Durchgang durch das Buch mit dem Wissen, wer wer ist, dies etwas ändern...

So, dann noch mal die einzelnen Kritikpunkte übersichtlich zusammengefasst:

+ Thematik und Grundidee des Romanes
+ tolles Ende (bezogen auf Drahtzieher und wie die Handlungsstränge am Ende zusammenführen)
+ weiß das Interesse des Lesers aufrecht zu erhalten und bleibt spannend
+ die kleine Liebesgeschichte zwischen Nick und Emily

- Schreibstil stellenweise brüchig
- zu großer Anteil von Sarius am Gesamtbuch
- zu wenig über das "Danach"
- etwas mehr über die Auswirkungen des Spieles auf die reale Welt wäre schön gewesen
- meiner Ansicht nach kein Thriller, als welcher er aber dargestellt wird. Einzelne Elemente dieses Genres sind zwar wiederzufinden, aber als echter Thriller würde ich diesen Roman nicht durchgehen lassen.

Alles in allem ergibt das bei mir 3/5 Sterne, wobei ich aber auch lange überlegt habe, ob nicht doch 4 Sterne angemessen wären. Da ich mir jedoch im Vorfeld doch etwas mehr von diesem Buch erwartet hatte, als es letztendlich bieten konnte, fiel die Entscheidung dann doch 'nur' auf (gute) 3 Sterne.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suchtgefahr!!!!, 26. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Die Suchtgefahr besteht nicht nur beim Lesen dieses Buches, nein auch die Jugendlichen einer Londoner Schule werden süchtig. Süchtig nach Erebos, ein Computerspiel. An dieser Schule verändern sich viele Jugendlich (zum Nachteil). Es wird getuschelt, kleine Päckchen werden weitergegeben aber keiner redet öffentlich über irgend etwas. Und wenn doch, passiert etwas schlimmes. Computersucht bestimmt auch ein aktuelles Thema wird hier ganz toll dargestellt und was einem passieren kann, wenn man nicht mehr aufhalten kann zu spielen. Denn das Spiel ist sehr schlau, es prüft die Jugendlichen ob Sie dem Spiel auch wirklich verfallen sind, aber diese Prüfungen finden in der Wirklichkeit statt. Es werden Elitespieler gesucht, bis irgendwann etwas ganz schlimmes passiert.....
Ein ganz ganz tolles Buch. Nicht nur für Jugendliche auch für Erwachsene.
Das muss man einfach lesen !!!!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erebos, 3. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Die Raubkopie eines Spiels namens Erebos, geht an Nicks Schule von Hand zu Hand herum.
Erebos beauftragt die Spieler verschiedene Aufgaben, sogenannte Quests zu erfüllen.
Bei diesen Quests handelt es sich am Anfang noch um Aufgaben, die in der virtuellen Welt
erfüllt werden müssen. Nach und nach werden immer schwierigere Aufgaben von dem Spiel
gestellt, die nicht nur in der virtuellen Welt sondern auch in der Realität ausgeführt
werden müssen. Wenn man dies nicht tut, fliegt man aus dem Spiel heraus.

Es ist ein besonderes Spiel, denn man hat nicht nur die Möglichkeit sich Charaktere aufzubauen und
sich mit anderen auszutauschen, sondern Erebos kennt auch die geheimsten Gedanken der
Spieler. Das Spiel Erebos schafft es Spieler so zu manipulieren, das man alles dafür tun
würde um ja nicht herauszufliegen. Denn die Aufgaben, die in der realen Welt ausgeführt
werden müssen, überprüft Erebos.

Nick, die Hauptperson in dem Buch, verbringt sehr viel Zeit damit,Erebos zu spielen.
Erfahrungen mit seinem Charakter zu sammeln oder Aufgaben zu erfüllen, sowie seine
anderen Mitspieler kennenzulernen gehören dazu. Er vergisst viele alltägliche Dinge dabei, wie zur
Toilette zu gehen, oder zu essen und zu trinken. Ich muss gestehen, mir ging es aber
auch genauso, denn ich habe nachmittags angefangen es zu lesen, und habe es bis in die Nacht
hinein verschlungen. Dabei habe ich auch das Essen und Trinken vergessen. Auch ein Buch
kann süchtig machen :-) So sehr hat die Autorin Ursula Poznanski einen in den Bann
gezogen.

Nick bekommt sehr früh Aufträge, die er in der realen
Welt ausführen muss, aber ihm wird sehr unwohl, als es an der Schule zu schlimmen
Vorfällen kommt. Als er dann selbst einen Auftrag bekommt, den er aber keinesfalls
erfüllen will, macht er sich mit ein paar Freunden heran, das Spiel Erebos und seine
Hintergründe zu erforschen.
Finden Nick und seine Freunde einen Ausweg?

Mit ihrem ersten Jugendbuch, ist der Autorin Ursula Poznanski, die Idee und die Umsetzung
sehr gut gelungen. Alles ist so detailiert beschrieben, das man meint, mitten im Spiel
zu sein, denn es wirkt alles so realistisch. Die Personen, Nick und seine Freunde, hat
sie auch so detailiert beschrieben, und vielseitig gestaltet, dass man sich sehr gut in
sie hineinversetzen konnte. Wenn die Jugendlichen die Realität von der virtuellen Welt
nicht mehr auseinanderhalten können, dies ist auch eins der Dinge, was Erebos zu einem
spannenden und mitreißenden Lesevergnügen macht.

Darum kann man auch sehr gut verstehen, wieso die Jugendlichen das Spiel nicht
mehr loslässt, und uns Leser nicht mit dem lesen des Buches. Jeder hat/hatte ja wohl auch mal eine
Phase, wenn man nach einer Sache süchtig ist/war, wie z.b. einem Spiel, oder dem
Internet, oder auch wie es vielen Lesern so geht, das man halt büchersüchtig ist :-)

Ursula Poznanski hat sich durchaus sehr eingehend mit dem Thema einer Spielewelt, und
einer Sucht auseinandergesetzt. Das sieht man an der detailierten Beschreibung der
Spielewelt mit den unterschiedlichsten Kreaturen wie Dunkelelfen, Werwölfe usw...
Zudem zeigt sie einem die Gefahren einer Sucht, wie man von etwas süchtig werden kann,
und vorallem wie sich dadurch die Persönlichkeit verändert.
Ohne es zu merken kann man den Bezug auf die Realität verlieren, immer mehr abrutschen,
und was die Sucht sonst noch mit einem anstellen kann. Damit spreche ich auch direkt
drauf an, dass sie einen nie vergessen lässt, wie die Jugendlichen beeinflusst werden
können, oder auch wie sich das Klima an der Schule verändert.

Ursula Poznanski versteht es auch sehr gut, die Spannung von Seite zu Seite immer mehr
zu steigern, mit geschickt gestellten Rätseln und immer wieder neuen Wendungen sowie
Überraschungen. Bis zum Schluss tappt man lange im Dunkeln, was das Ziel des Spiels
Erebos eigentlich ist. Dadurch stellt man sich viele Fragen, während man das Buch liest.
Wer hat das Spiel programmiert und warum?
Was ist das Ziel von Erebos?

Dieses Buch ist eine hervorragende Mischung aus Science-Fiction, Thriller und Fantasy.
Jugendliche und Erwachsene fesselt dieses Buch gewiss gleichermaßen.
Ich kann es nur sehr empfehlen, aber passt auf, es ist ein Buch mit einem hohen Sucht-
faktor.
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Erebos
Erebos von Ursula Poznanski (Broschiert - 6. Juni 2011)
EUR 9,95
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