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5.0 von 5 Sternen Was passieren kann, wenn man sich zu sicher vor dem eigenen Monitor fühlt
Kurzbeschreibung:
Ein regnerischer Tag im Juni, irgendwo in der niederländischen Provinz. Zwei Mädchen liegen bewusstlos hinter einer Bushaltestelle.
Was ist passiert?
Marcia und Floor kennen sich seit der siebten Klasse. Nach der Schule treffen sie sich, um im Internet zu surfen. Denn richtig süße Jungs lernt man nur im Chatroom...
Veröffentlicht am 2. November 2010 von Kerstin Junglen

versus
9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung: Gefahren beim Chatten
Schon das Cover des Buches hat meine Neugierde geweckt. Man kann sich vieles darüber denken.
Vorher habe ich nie darüber nachgedacht, was beim Chatten alles passieren kann. Erst als ich das Buch gelesen habe, wurden mir die Augen geöffnet.
Das war ein sehr spannendes Buch, das einen nach und nach in seinen Bann gezogen hat.
Ich finde, dass es...
Veröffentlicht am 25. Mai 2010 von Inge Langsch


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was passieren kann, wenn man sich zu sicher vor dem eigenen Monitor fühlt, 2. November 2010
Von 
Kerstin Junglen (Flörsheim/Main, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Kurzbeschreibung:
Ein regnerischer Tag im Juni, irgendwo in der niederländischen Provinz. Zwei Mädchen liegen bewusstlos hinter einer Bushaltestelle.
Was ist passiert?
Marcia und Floor kennen sich seit der siebten Klasse. Nach der Schule treffen sie sich, um im Internet zu surfen. Denn richtig süße Jungs lernt man nur im Chatroom kennen, davon ist Marcia überzeugt. Dass manche Jungs sie auffordern, sich auszuziehen, macht die Sache nur noch prickelnder. Was können ihnen die Typen hinter ihren Rechnern schon anhaben? Da landet das Angebot einer Modelagentur in Floors Posteingang. Im Internet bewundern die Mädchen die tollen Bilder der Models - um sich dann voller Hoffnungen auf den Weg zum Fotoshooting zu machen.

Zur Autorin:
Helen Vreeswijk arbeitete als Kriminalbeamtin und Fingerabdruckexpertin bei der niederländischen Kripo. Sie ermittelte in Fällen von Entführung, Erpressung, Mord und Zwangsprostitution. Ihre Bücher, in denen Verbrechen gegen und durch junge Erwachsene eine große Rolle spielen, hat Vreeswijk speziell für Jugendliche geschrieben. In den Niederlanden sind ihre Romane, die auf realen Fällen beruhen, Bestseller. Die Autorin ist verheiratet, hat zwei Töchter und wohnt in einem kleinen Dorf in der Nähe von Arnheim. "Chatroom-Falle" wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 (Jugendjury) nominiert.

Ohne seine Reaktion abzuwarten, loggte Floor sich aus. Wenige Minuten später klingelte ihr Handy. Mit heftig pochendem Herzen starrte sie es an, als wäre es ein widerliches Insekt. Dieser Typ kannte ihren Namen, ihre Adresse und ihre Telefonnummer. Vor Angst wurde ihr übel. (Seite 112)

Rezension:
Die beiden 15-jährigen Freundinnen Marcia und Floor könnten unterschiedlicher nicht sein: Marcia ist selbstbewusst und kontaktfreudig, Floor das eher schüchterne und introvertierte Mädchen. Marcia chattet seit längerer Zeit in diversen Foren mit Jungs, sie hat dort sogar ihre vermeintliche große Liebe Erik kennengelernt und fiebert dem ersten "realen" Treffen entgegen. Floor lässt sich von ihrer Freundin anstecken und erstellt auch ein Profil von sich auf einer Flirtseite.

Dann flattert eines Tages eine E-Mail einer Modelagentur in Floors Posteingang, in der sie um Kontaktaufnahme gebeten wird, da ihre Bilder der Agentur sehr gut gefallen und sie sie gerne als Model engagieren würden. Auch Marcia bewirbt sich bei "Make It" und so machen sich beide hoffnungsfroh auf zu ihrem ersten Probeshooting...

Der Roman beginnt damit, was Floor und Marcia nach dem Shooting passiert ist. Sie wurden, wie man auch bereits dem Klappentext entnehmen kann, desorientiert bzw. bewusstlos von einem älteren Ehepaar an einer Bushaltestelle entdeckt. Wie es genau dazu kam, das wird in den nachfolgenden Kapiteln, die ca. 3 Wochen vor diesem Vorfall einsetzen, erzählt.

Da man als Leser bereits weiß, dass die Geschichte nicht gut für die beiden Mädchen ausgehen wird, liest man voller Erstaunen die Vorgeschichte: Man fragt sich, wie naiv und vertrauensselig Marcia und Floor in einer unbekümmerten Weise mit ihnen fremden Menschen chatten und sogar für manche vor der Webcam die Hüllen fallen lassen.

Als Floors Mutter von dem Modelagentur-Angebot erfährt und sich darüber sehr freut, ohne das Ganze in irgendeiner Form zu hinterfragen, mit der Agentur selbst in Kontakt zu treten oder in irgendeiner Form zu recherchieren, blieb mir ob solch einem Verhalten regelrecht die Luft weg! Daran kann man recht gut erkennen, dass selbst viele Erwachsene diesem Thema noch recht wenig Aufmerksamkeit schenken und das Chatten ihrer Kinder auf diversen Plattformen als harmloser Spaß abgetan wird.

"Chatroom-Falle" ist aus der Perspektive des neutralen Beobachters geschrieben und es werden einige Kapitel eingestreut, die die Handlungs- und Vorgehensweise des Täters näher beschreiben. Auch wenn von Anfang an klar ist, dass Floor und Marcia durch ihre Naivität in große Gefahr geraten, ist Helen Vreeswijk mit "Chatroom-Falle" ein sehr eindringliches und spannendes Buch gelungen, dass mit den beiden Mädchen mitzittern lässt.

Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover zeigt einen leeren, ungepflegten Raum mit einem aufgewühlten Bett darin, auf dem ein Fotoapparat liegt. Der Raum strahlt etwas Bedrohliches aus und man kann ihn sich gut als Teil der Wohnung der angeblichen Modelagentur vorstellen.

Fazit: Ich möchte "Chatroom-Falle" als ein wirkliches Lese-Muss Jugendlichen ab 13 Jahren ans Herz legen, die viel Zeit im Internet/mit Chatten verbringen und dies vielleicht (manchmal) zu sorglos. Das Buch schildert in drastischen Worten, was passieren kann, wenn man sich zu sicher vor dem eigenen Monitor fühlt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sollte zur Pflichtlektüre erklärt werden, 15. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Rezension:

Unmissverständlich drückt das Cover von Helen Vreeswijks “Chatroom-Falle” aus, worum es in dem Buch gehen wird. Und ich finde, genau das macht das Buch so extrem anziehend – das und die Tatsache, dass es sich um ein Phänomen handelt, das so gut wie jeder schon einmal gemacht hat – mit fremden Leuten im Internet zu chatten.

Ganz harmlos beginnt die Geschichte – ein altes Ehepaar macht sich auf den Weg zum Bus. Was sie an der Haltestelle vorfinden, lässt einem dann aber den Atem gefrieren: zwei Mädchen, davon eines bewusstlos und eines völlig apathisch. Somit beginnt “Chatroom-Falle” im Endeffekt mit dem Ende.

Erst nach diesem ersten Kapitel erfährt der Leser, wie alles drei Wochen vorher begann und mich fesselte Helen Vreeswijks Schreibstil absolut. Sie erzählt aus der dritten Person, aber trotzdem fühlt man sich, als wäre man direkt dabei. Wenn nicht gerade Chat-Dialoge oder Gespräche zwischen den Protagonistinnen den Text dominieren, bekommt man viel aus der Gedankenwelt und auch aus dem familiären Umfeld der beiden 15-Jährigen – Marcia und Floor – mit.

Dadurch kann man sich von den beiden Mädchen eigentlich ein sehr gutes Bild machen. Marcia stammt aus einer Familie in der der Haussegen permanent schief hängt. Streit zwischen den Eltern, Streit unter den Geschwistern und eigentlich werden die Kinder sehr sich selbst überlassen, weswegen sich Marcia auch in die Welt der Chatrooms zurückzieht. Denn dort hört ihr endlich jemand zu und sie merkt sehr bald, dass man ihr noch mehr Aufmerksamkeit schenkt, wenn sie auf Anzüglichkeiten eingeht.

Floor hingegen ist das genaue Gegenteil. Als Einzelkind befindet sie sich zwischen liebevollen Eltern, ist eher besonnen und auch ein bisschen schüchtern. Sie lässt sich allerdings von Marcia leicht beeinflussen und schon entdeckt auch sie das Chatten für sich.

Kurze Zeit später, werden die beiden zu einem Fotoshooting eingeladen und es machte mich richtig wütend, dass Floors Mutter sich nicht wunderte, dass ihre Tochter und Marcia allein bei diesem Shooting auftauchen sollten. Sind manche Eltern wirklich dermaßen gedankenlos und naiv!? Ich hoffe doch nicht… Allerdings befürchte ich es, da sich die Geschichte auf wahre Fälle stützt, die die Autorin als Kriminalbeamtin in den Niederlanden bearbeitete.

Was bei diesem ‘Shooting’ dann passiert wird knallhart erzählt. Nichts wird beschönigt und ich finde, Jugendbücher in dieser Art sind dringend nötig, um aufzuklären. Deshalb finde ich auch, dass sich “Chatroom-Falle” perfekt als Klassenlektüre für Schüler eignen würde – ein solch präsentes Thema sollte viel mehr diskutiert werden.

Fazit:

Knallhart, fesselnd und ungeschönt – sollte an Schulen zur Pflichtlektüre erklärt werden.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Achtung: Gefahren beim Chatten, 25. Mai 2010
Von 
Inge Langsch (Kiel) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Schon das Cover des Buches hat meine Neugierde geweckt. Man kann sich vieles darüber denken.
Vorher habe ich nie darüber nachgedacht, was beim Chatten alles passieren kann. Erst als ich das Buch gelesen habe, wurden mir die Augen geöffnet.
Das war ein sehr spannendes Buch, das einen nach und nach in seinen Bann gezogen hat.
Ich finde, dass es auch mal an der Zeit war, dass jemand, den Jungendlichen, die Schattenseiten des Internets und somit des Chattens zeigt.
Kurz um: Ich kann es Jugendlichen nur empfelen. :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles bestens bezüglich des Artikels und der gesamten Transaktion!, 16. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Alles bestens bezüglich des Artikels und der gesamten Transaktion!
Der Artikel, der Preis und das Preisleistungsverhältnis wären weiter zu empfehlen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Aufklärungsarbeit leisten könnte., 21. Januar 2011
Von 
Sandra "BuchZeiten" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Die Geschichte (wobei, ist es wirklich eine Geschichte oder eher eine Realitätsbeschreibung?) beginnt an einem regnerischen Samstag Nachmittag. Schauplatz - die Rückseite einer Bushaltestelle. Hier findet ein älteres Paar, das eigentlich mit dem Bus fahren wollte, zwei apathische junge Mädchen. Kaum ansprechbar, verwirrt, weinend. Die sofort verständigte Polizei läßt die beiden Mädchen ins Krankenhaus einliefern und beginnt dann mit ihren Ermittlungen.

Das Buch dreht sich um Marcia und Floor. Die beiden 15jährigen Mädchen begeben sich in eine gefährliche Welt im Internet. In anonyme Chaträume. Hier treffen sie auf Jungen und Männer. Eigentlich wollen die beiden nur ein bißchen flirten und vielleicht einen netten Freund finden.

Marcia ist die kühnere von beiden und geht bei diesen Chats auch weiter. Sie läßt sich leicht überreden, sich vor Webcams auszuziehen und findet daran auch nichts wirklich schlimmes. Aber noch mehr eigentlich ist sie auf Erik fixiert. Auch er ist ein Junge, den sie im Chat kennenlernte und den sie unbedingt treffen möchte.

Bevor es aber zu diesem Treffen kommt, erwartet die beiden Mädchen ein aufregendes Abenteuer. Eine Model-Agentur hat die beiden angeschrieben und möchte Fotos mit ihnen machen für eine neue Mädchenzeitung. Die beiden sind sehr aufgeregt und beim ersten Treffen läuft auch wirklich alles super gut. Dann aber bekommen sie eine Absage für diese Mädchen-Zeitung und gleichzeitig ein Angebot für einen anderen Auftrag. Hierfür müssen die beiden zu einem erneuten Fototermin aufbrechen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

Ich fand es erschreckend, wie leichtgläubig diese Mädchen mit dem Medium Internet umgehen. Da dies Buch von einer Kriminalbeamtin geschrieben wurde - und man auch so genügend über die Medien mitbekommt, kann ich mir gut vorstellen, daß die Handlung tatsächlich sogar Realität sein könnte. Obwohl die beiden Mädchen sehr naiv geschildert werden, sind sie dabei nicht unglaubwürdig. Letztendlich sind es ja doch noch irgendwo Kinder.

Es hat mich stark berührt, in was für einer Gesellschaft wir leben. Wie krank Menschen doch sind, dies anderen Menschen anzutun. Nein, ich höre nicht das erste mal davon. Aber so geballt wie in einem Buch wird man selten damit konfrontiert. Und dabei ist das Buch nicht aufreisserisch geschrieben. Viele Sachen sind mehr angedeutet oder nur kurz zur Sprache gebracht - ausreichend um zu wissen worum es geht. Und das finde ich auch das positive daran. Ich muß diese Verbrechen nicht in allen Details lesen.

Sehr interessant fand ich hierbei auch die Arbeit der Polizei. Aus was für Kleinigkeiten sie Schlüsse zogen und ermittelten. Ein sehr faszinierendes Buch, und trotz aller schockierender Ehrlichkeit doch auch sehr einfühlsam geschrieben.

Ich habe selbst keine Kinder, aber ich finde dies Buch gerade für Eltern eigentlich sehr geeignet. Vor allem, wenn die Eltern sich vielleicht gar nicht so mit Computern und Internet auskennen. Um ihnen zu zeigen, wie schnell man doch in eine Falle tappen kann. Und genau so gut fände ich es gerade für Kinder in dem Alter, in dem sie die Handlung verstehen können und erste Schritte im Internet machen. Um sie ein bißchen zur Vorsicht zu geleiten, um ihnen zu zeigen wie schnell man auf vermeintlich gute Angebote hereinfallen kann.

Ein wirklich gutes Buch, ich kann es nur empfehlen!
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spannender Anfang, aber dann..., 7. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Schon seit Jahren sind Marcia und Floor die besten Freundinnen. Die selbstbewusste Marcia flirtet gern mit Jungs im Internet und findet nichts dabei, sich auch mal vor der Webcam auszuziehen. Floor ist zurückhaltender, aber auch sie hat Spaß an Online-Flirts und hofft vor allem, in einem Chatroom einen Freund zu finden. Als Floor das Angebot einer Model-Agentur erhält, die ihr Profil im Internet gesehen hat, sind die Mädchen Feuer und Flamme. Auch Marcia freut sich riesig, denn sie darf mitkommen... Nach dem Casting werden die Mädchen bewusstlos an einer Bushaltestelle aufgegriffen und können sich nur noch bruchstückhaft an die letzten Stunden erinnern. Was ist nur passiert?

"Chatroom-Falle" war nach "Die Masche Liebe" mein zweites Buch dieser Autorin. Da ich das Thema spannend fand, war ich bereit, es nochmals mit einem Buch der Autorin zu versuchen, obgleich mir der Stil von "Die Masche Liebe" nicht sonderlich gefallen hatte. Zuerst war ich angenehm überrascht. Die jugendlichen Hauptpersonen werden gut charakterisiert, und die Dialoge sind zwar gelegentlich etwas hölzern, jedoch bei weitem nicht so extrem wie in "Die Masche Liebe". Auch fand ich die Ereignisse der Mädchen mit diversen Chat-Bekanntschaften spannend und interessant erzählt.

Meine gute Meinung änderte sich leider zur Mitte des Buches hin. Als die Mädchen gefunden werden, treten sie selbst plötzlich in den Hintergrund. Der Fokus des Geschehens liegt für den Rest des Buches auf den polizeilichen Ermittlungen. Nur noch selten wird aus Marcias oder Floors Perspektive erzählt. Stattdessen geht es auf einmal um das Privatleben der Polizisten. Für ein Buch, das speziell für Jugendliche geschrieben ist, fand ich das etwas seltsam.

Ich kann verstehen, dass die Autorin, die selbst bei der Polizei arbeitet, deren Arbeit realistisch darstellen will, aber leider ist dies eher langatmig als spannend geschildert. Die Autorin ist keine Val McDermid, die es immer schafft, genau das richtige Maß an privaten Informationen über ihre Ermittler mit einfließen zu lassen. Sicherlich ist es nicht schön für einen Polizisten, wenn während der Ermittlungen ein Kollege auf eine Fortbildung geht, ein anderer Urlaub hat, und ein dritter abgezogen wird, aber da dies letztlich keine Auswirkungen auf die Aufklärung des Verbrechens hat, fragt man sich irgendwann, warum es überhaupt erwähnt wird. Jedes Detail der Ermittlungen (ganz zu schweigen von den Namen jedes einzelnen Polizisten, der irgendwie beteiligt ist, sowie den Mahlzeiten, die die Ermittler zwischendurch einnehmen) wäre wirklich nicht nötig gewesen. Auch das Ende ist vorhersehbar, wodurch keine rechte Spannung aufkommen will.

Mir hätte das Buch weitaus besser gefallen, wenn nach den Ereignissen beim Casting einfach ein Epilog gekommen wäre, in dem kurz geschildert worden wäre, ob / wie die Schuldigen gefasst wurden und wie Marcia und Floor lernen, mit dem Trauma zurechtzukommen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Story über die guten und schlechten Seiten der virtuellen Welt, 3. Mai 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Die Teenager Floor und Marcia haben die üblichen Träume und Wünsche eines Teenagers: Anerkennung, einen netten Freund und vielleicht noch eine Karriere als Model. All das scheint mithilfe des Internet Wirklichkeit zu werden. Marcia hat einen netten Jungen kennen gelernt und ermuntert Floor, sich auch im Internet umzusehen. Kaum hat Floor ihr Profil in einen Chatroom gestellt, bekommt sie sogar schon ein Angebot von der Modellagentur Make it. Floor kann es kaum fassen. Ausgerechnet sie, die bisher von den anderen Mädchen verlacht wurde, weil sie noch kaum Busen hat und auch sonst nicht besonders gut aussieht.

Leider ist im Internet nicht alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Die Mädchen werden Opfer eines skrupellosen Kinderpornohändlers, der sie mit Drogen dazu bringt, seine Fotowünsche zu erfüllen. Eine Sonderkommission wird eingerichtet, die sich mit Fleiß und Kreativität an die Arbeit macht. Und während der Täter sich sicher fühlt, weil er alle Spuren, die zu ihm führen könnten verwischt hat, schlägt die Sonderkommission ihn mit seinem eigenen Medium. Dank eines Abgleichs von IP-Adressen kommen sie ihm auf die Schliche und können ihn dingfest machen.

Helen Vreeswijk hat eine spannende Story geschrieben, die die Leser vom ersten Moment an mitreißt, zumal sie sich in den Hauptfiguren, ihren Träumen und ihrer virtuellen Welt wiedererkennen. Es ist ihr gelungen, die Gefahren des Internet deutlich zu machen, ohne dass das Medium verteufelt wird. Immerhin gibt es für Marcia ein Happyend, denn der Freund, den sie über das Internet kennen gelernt hat, erweist sich als zuverlässig und steht am Ende vor ihrer Tür.

Ein Buch, das Jugendliche zeigt, wo sie im Internet aufpassen müssen, und Erwachsenen vorführt, wie heutige Jugendliche denken und wie sie das Internet nutzen. Schließlich macht es darauf aufmerksam, dass auch Kinderpornohändler wie die meisten anderen Kriminellen weder am Aussehen noch an ihrem Umfeld zu erkennen sind.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Chatroom - Keine Lesefalle, 7. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Dieser Roman thematisiert ein Thema, von dem ich denke, dass zu wenig davon gesprochen oder gelesen wird. Allein dafür verdient die Autorin meine Anerkennung. In "Chatroomfalle" geht es um die Ausnutzung eines beliebten Hobbys vieler Jugendlicher: Chatten. Helen Vreeswijk ehemalige, niederländische Kriminalbeamtin hat in ihrer Laufbahn viel mit Fällen von Chatmissbrauch zutun gehabt. Ihre Romane beruhen auf realen Fällen, die Geschichte die Marcia und Floor also erleben ist nichts erdachtes, sondern Realität.

Marcia und Floor sind die besten Freundinnen. Am liebsten chatten, sie nach der Schule mit irgendwelchen Typen. Ist doch nichts dabei. Wenn ihnen einer doof kommt, können sie ihn ja "wegklicken" oder "ignorieren". Marcia fühlt sich sicher. Der Unbekannte hinter der Tastatur kann ihr nichts tun. Eines Tages bekommen die Mädchen eine Einladung von einer Modelagentur, voller Hoffnung auf die Erfüllung ihres Traum vergessen sie alle Vorsicht und gehen auf die Einladung ein.

"Chatroomfalle" klärt auf, wie gefährlich Unterschätzung im Internet sein kann. Im ersten Teil des Buches, bekommt der Leser genau mit wie Marcia und Floor zu schnell auf fremde Versprechungen eingehen und wie es Verbrecher anstellen an das Vertrauen von Kindern zu gelangen. Vor allem Jugendliche nutzen viele Möglichkeiten des Chattens: MSN, SchülerVZ, Chatrooms... es gibt unzählige Möglichkeiten mit anderen Jugendlichen in Kontakt zu treten. Unzählige Möglichkeiten auch für Perverse an junge Mädchen ranzukommen.

Dieses Buch ist durch seine Brisanz spannend und in einer gelungenen Form für Jugendliche geschrieben. Es ist kein Unterhaltungsbuch durch das ernste Thema, doch ist es dadurch keine schlechtere Lektüre. "Chatroomfalle" ist ein aufklärender Roman, der dazu beiträgt das Internet nicht durch die rosa Brille zusehen.

"Was soll schon passieren?"
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chatten aber mit Vorsicht!, 11. August 2010
Von 
Franziska "buecherchaos" (Gütersloh, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Marcia und Floor sind beste Freundinnen. Klar, dass sie da die Nachmittage zusammen verbringen. Die beiden gehen Chatten und wollen Jungs kennenlernen. Sie fälschen ihr Alter und treffen nicht nur auf nette Leute. Marcia ist selbstbewusst und zeigt sich sogar nackt vor der Kamera und plötzlich interessiert sich eine Modelagentur für die beiden Mädels. Was dahinter steckt? Sie fahren zu einem Treffen und bringen sich selbst damit in Gefahr'.
Packend wie ein guter Roman und leider wirklich Realität! Chatten ist nicht immer sicher und nicht immer gibt es nur gute Menschen im Netz! Ich selbst war früher begeisterte Chatterin, habe Online-Games gezockt und meinen jetzigen Freund kennen gelernt. Das Internet ist eine wahre Fundgrube und ich hatte Glück nicht an die falschen Menschen zu geraten. Bei Marcia und Floor sieht es anders aus. Sie sind leichtsinniger und tauchen ein in die dreckige Schicht des Internets, die oft mit Missbrauch und Gewalt endet.
Viel zu realitätsnah kann Helen Vreeswijk beschreiben, wie die Spirale der Gewalt ihren Lauf nimmt. Ein Buch, das aufrüttelt, zur Vorsicht mahnt und ein sehr düsteres Thema behandelt! Aber man darf nicht wegschauen und zu leichtsinnig sein.
Dieses Buch kann Jugendlichen die Augen öffnen und vor einer Gefahr warnen, die leicht unterschätzt wird. Meiner Meinung nach wäre dieses Buch auch eine gute Schullektüre.
Chatten ja, aber mit Vorsicht!
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5.0 von 5 Sternen Tolles Buch, 10. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Chatroom-Falle (Broschiert)
Ich bin sehr begeistert von dem Buch.
Eigentlich bin ich nicht wirklich die "Leseratte".Aber dieses Buch habe ich innerhalb von 1 Woche durchgelesen.
Ich habe bereits mehrere Bücher von der Schriftstellerin gelesen, und kann ihre Bücher echt weiter empfehlen.
ALso, kaufen !Lohnt sich ;)
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Chatroom-Falle
Chatroom-Falle von Helen Vreeswijk (Broschiert - 1. August 2010)
EUR 6,95
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