Kundenrezensionen


218 Rezensionen
5 Sterne:
 (119)
4 Sterne:
 (67)
3 Sterne:
 (20)
2 Sterne:
 (9)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verheißungsvoller Wald
Eine ganze Weile ist seit meinem letzten Thriller vergangen. Saeculum klingt schon total verheißungsvoll und spannend, daher konnte ich nicht vorbeigehen. Außerdem mag ich Ursula Poznanskis Schreibstil wahnsinnig gern und die positiven Stimmen haben ihr übriges getan. Für mich war es der erste Jugendthriller und ich bin begeistert.

Der...
Vor 18 Monaten von BecciBookaholic veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Fluch erwacht zum Leben
Ich habe in meinem Leben noch nicht sehr viele Thriller gelesen. Das sage ich, weil ich nicht viele Vergleiche hatte und hoffe, dass ich keine Genre-untypische Anforderungen an das Buch stelle.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski hat mich von der ersten Seite an überzeugt. In der dritten Person wird aus der Sicht von Bastian, einem zurückgezogenen,...
Vor 4 Monaten von Souci veröffentlicht


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verheißungsvoller Wald, 9. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Eine ganze Weile ist seit meinem letzten Thriller vergangen. Saeculum klingt schon total verheißungsvoll und spannend, daher konnte ich nicht vorbeigehen. Außerdem mag ich Ursula Poznanskis Schreibstil wahnsinnig gern und die positiven Stimmen haben ihr übriges getan. Für mich war es der erste Jugendthriller und ich bin begeistert.

Der Schreibstil ist einfach klasse. Sie schreibt in einer stimmungsvollen Authentizität, sodass man sich ganz und gar in den Schauplätzen verliert und die Emotionen fließen so natürlich, wie das Blut in den Adern. Gerade bei einem Thriller, jagt einem diese schriftstellerische Gabe eine Gänsehaut nach der anderen über die Haut. Auch hier hatte ich Mühe die Realität im Auge zu behalten, ich war ganz und gar Teil der Gruppe und habe mich schlussendlich selbst gefragt, auf welcher Seite ich stehe. Schon allein die Tatsache, dass die Autorin die Geschwindigkeit der Geschichte über den Schreibstil steuert ist wunderbar. Geht es schnell und wild zu, sind es eher kürzere Sätze, wird es ruhiger und emotional, sind sie länger und ausschmückender. Die Beschreibungen von Personen und Landschaft hätten realer nicht sein können. Schon ganz zu Anfang habe ich diese unheilvolle Stimmung verspürt und konnte mir nach und nach jeden Zweig, jeden Stein und jeden Grashalm vorstellen, ohne dass es aufdringlich beschrieben wurde. Eine echte Meisterleistung.

Die Geschichte ist klasse und außergewöhnlich. Zugegeben, am Anfang war es für mich leicht befremdlich, wie die Protagonisten eine unumstößliche Ernsthaftigkeit in diese mittelalterliche Convention legen können. Ich musste das ein oder andere Mal wirklich schmunzeln und habe somit die Gefühle des Protagonisten Bastian ganz und gar geteilt.
Es beginnt alles scheinbar harmlos und soll hauptsächlich Spaß und die Auszeit aus der Realität bringen. Doch schon sehr zeitig wird klar, dass dies kein Vergnügen werden kann. Das erdrückende Gefühl, dass etwas ganz und gar nicht stimmt, hat mich schon sehr bald beschlichen und ich habe die bösen Omen gesehen. Die ganze Story ist so wahnsinnig gut durchdacht und strukturiert, dass man zu keinem Zeitpunkt ahnen konnte, was als nächstes kommt und beinahe an den Rande des Wahnsinns gelangt ist, weil man auch als Leser nicht mal annähernd durchschauen konnte, was noch Fakt und was Fiktion ist. Ich wurde mit jeder Seite neugieriger und wollte sogleich eine Aufklärung, um diesen schrecklichen Zwiespalt, den man mit den Protagonisten gemeinsam erleben musste, aufzulösen. Glaubt man an das Übernatürliche oder gibt es doch eine harmlose Erklärung? Ich bin doch eher der rationale Typ, aber auch bei mir kamen früher oder später Zweifel auf und ich habe tief in mich hineingehorcht. Will ich den Pfad des Unerklärlichen beschreiten oder doch weiterhin an meine Vernunft appelliere? Die Authentizität und die dauerhafte Spannung, die einer Starkstromleitung glich, haben ihr übriges getan und ich wurde voll und ganz von der Geschichte verschlungen, bis mich die Dunkelheit umhüllt hatte und nur noch das leiste Knistern eines entfernten Feuers in meinen Ohren nachhallte. Genial fand ich ebenso die vielen kleineren Geschehnisse, die man eigentlich nur am Rande mitbekam und die dennoch eine klare Linie hin zum großen Ganzen bildeten. Der Ausgang der Geschichte beruhte schlussendlich auf so vielen Kleinigkeiten und Details, die einem erst „vor Ort“ wie Schuppen von den Augen fallen. Es ist als glaubt man den Weg zu kennen und plötzlich verändert sich der Blickwinkel um wenige Millimeter und schon entsteht ein völliges anderes Bild. Ich bin einfach nur begeistert über einen derartigen Einfallsreichtum und eine ebenso grandiose Umsetzung.

Die Personen sind absolute Diamanten. Jeder einzelne Protagonist trägt die Geschichte auf seine ganz eigene Weise und jeder noch so kleine Charakterzug hat eine essentielle Bedeutung für das Gesamtwerk. Allen voran Bastian und Iris, aus deren Sicht die Handlung abwechselnd betrachtet wird.
Bastian ist der „Musterschüler“, ein Strebertyp mit Brille, wie er im Buche steht. Um etwas Ablenkung von seinen Büchern und Abstand von seinem tyrannischen Vater zu bekommen, entschließt er sich das Abenteuer seiner Lebens einzugehen und begibt sich mit einer Gruppe junger Leute auf eine mittelalterliche Convention irgendwo im Nirgendwo. Er wirkt anfangs etwas zimperlich und verweichlicht, außer es geht um seine Leidenschaft, die Medizin, routiniert und rational trifft er Entscheidungen und versucht in jeder Situation seine Hilfe anzubieten. Er geht völlig unvoreingenommen, wenn auch etwas blauäugig, an die Sache heran. Ich mochte ihn sofort, schon allein, weil er der Medizin verfallen ist und seine Gründe für das Studium äußerst liebenswert sind. Er entwickelt nach und nach ein sehr gutes Gespür für die neuen Leute in seinem Umfeld und ist stets auf die Sicherheit Anderer bedacht. Er traut sich bald schon sehr viel mehr zu, entwickelt ein wahnsinnig hartnäckiges Durchhaltevermögen und sein Beschützerinstinkt nimmt starke Ausmaße an. Geradlinig versucht er jeden Zwist mit Verständnis und Beständigkeit in das richtige Licht zu rücken. Er lässt sich nicht von seinen Anschauungen abbringen und lernt sich endlich durchzusetzen und Widerwillen zu leisten. Er bricht in gewisser Weise aus seinem goldenen Käfig aus. Dennoch sieht er in jedem das Gute und bestärkt sich selbst in diesen Dingen, indem er wirklich jedem eine Chance gibt, egal wie merkwürdig der erste Eindruck auch erscheint.
Iris ist ein verrücktes Mädchen mit einer merkwürdigen Frisur, spielt am liebsten Gedankenverloren auf ihrer Harfe, doch diese Zeit der Freiheit scheint bei ihr sehr begrenzt zu sein. Was ängstigt sie? Was beschäftigt sie? Welche dunklen Schatten der Vergangenheit liegen ihr schwer auf der Seele? So viele Fragen rund um eine mehr oder weniger seltsame Erscheinung. Meine Neugierde war augenblicklich geweckt und sie wirkte tausendmal interessanter als die unglaublich schöne Lisbeth oder die kühle Sandra. Ich wollte sie direkt kennen lernen und aus ihrer Situation holen. Was immer es ist, ich wollte helfen. Die Düsternis und die kleinen Momente der Vorahnung, die sie umgeben und gleichzeitig die witzige und dennoch direkte Art, wie sie den Leuten entgegentritt, haben mich sofort überzeugt. Sie ist auch sehr rational und geradlinig in ihren Ansichten, vertritt fest und vehement ihre Meinung, spaltet sich eher von der Gruppe ab, um ihren ganz privaten Frieden zu finden und öffnet sich schließlich ganz zaghaft nach und nach. Eine wunderbare und sehr gelungene Person, die einen Weg aus der Dunkelheit sucht und ihre Freiheit in Körper und Geist zurückerobern möchte. In so mancher Situation hatte ich das Gefühl, ich könnte die lieblichen Klänge ihres Harfenspiels hören und war zum ersten Mal verzaubert, von etwas, was nicht übernatürlichen Ursprungs ist.

FAZIT
Ein genial durchdachter und unglaublich spannender Thriller, der mich bis in meine Träume verfolgt hat. Wunderbare Protagonisten führen einen auf den Spuren des Mittelalters durch einen Wald, der seinen ganz besonderen Zauber versprüht. Eine derartige Fülle an Emotionen erlebt man in dieser Form nur selten und selbst ich, war mir meiner Empfindungen irgendwann nicht mehr sicher. Ein absolutes Mustread!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Streber im Abenteuerland, 6. April 2012
Von 
Rob Fleming - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Audio CD)
Bastian ist Anfang 20, Sohn eines extrem erfolgreichen und wohlhabenden Arztes, strebsamer Medizinstudent und Brillenträger. Kurz gesagt: Solide aber langweilig. Seit ein paar Wochen interessiert sich jedoch die hübsche Sandra für ihn und Bastian ist über beide Ohren in sie verschossen. So verschossen, dass er ihr zu Liebe beginnt an ihrem ausgefallenen Hobby teil zu haben. Sie besuchen gemeinsam Mittelaltermärkte und er lässt sich sogar dazu überreden, sie zu einem einwöchigem Live-Rollenspiel in ein entlegenes Waldgebiet zu begleiten. Diese Convention wird von Paul organisiert, dem charismatischen Anführer der ca. ein Dutzend Köpfe zählenden Gruppe, die solche Treffen regelmäßig veranstalten, um ein bisschen Abenteuer zu erleben. Die Spieler schlüpfen in typische Rollen und Berufe für Menschen des 14. Jahrhunderts, von Edelmann, über Wirt, Hexe, Dieb oder Bauer ist alles vertreten. Sie müssen ohne technische Hilfsmittel eine Woche im Wald leben und damit vorlieb nehmen, was sie in der Zeit selbst jagen/sammeln/bauen. Zudem sorgen Paul und noch zwei weitere Organisatoren dafür, dass die Gruppe ein paar Aufgaben bekommt und vermeintliche Gefahren erlebt.
Bastian ist das alles nicht ganz geheuer. Einerseits kommt es ihm albern vor und nicht alle Regeln gefallen ihm, aber der Nervenkitzel des Neuen reizt ihn, die meisten Mitspieler sind ihm sympathisch und dann ist da natürlich auch noch Sandra.
Allerdings mehren sich schon bald die Anzeichen, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Kameraden verschwinden, Vorräte verderben, Mitstreiter verhalten sich ungewöhnlich und unentwegt ist von einem Fluch die Rede, der auf diesem Gebiet liegen soll. Ist das alles noch geplant oder läuft das Spiel unkontrolliert aus dem Ruder?

"Saeculum" ist eine ausgesprochen spannende und unterhaltsame Mischung aus Mystery, Jugendabenteuer und Krimi, die gut beginnt, von Seite zu Seite fesselnder wird und einige überraschende Wendungen auf Lager hat. Die Geschichte im Umfeld von Live-Rollenspielen anzusiedeln und überwiegend aus der Sicht eines Außenstehenden zu beschreiben, ist ein cleverer Schachzug. Sie hat dadurch ein vergleichsweise frisches, unverbrauchtes Szenario, dass gleichzeitig für Fans als auch für Neulinge dieser Thematik reizvoll ist. Sehr gelungen fand ich auch, dass die Erzählperspektive zwischen der Hauptperson Bastian und einem Mädchen aus der Rollenspielgruppe wechselt. Dadurch bekommt der Leser einen weiteren Blickwinkel auf die Ereignisse und Personen.

Bei so viel Lob gibt es allerdings auch ein paar wenige Kritikpunkte: So sind die meisten Charaktere doch recht klischeehaft und bleiben oberflächlich. Zudem fand ich - gerade gegen Ende wenn sich die Ereignisse überschlagen - die Handlungen der Personen nicht immer realistisch und nachvollziehbar. So dumm sollten sich normale Mensch eigentlich nicht verhalten. Da wurde manchmal zu Gunsten einer spannenden Handlung auf Realismus verzichtet.

Das Hörbuch ist ordentlich geworden. Vorleser (und Schauspieler) Aleksandar Radenkovic macht seine Sache außergewöhnlich gut. Bereits durch leichte Nuancen gelingt es ihm den wichtigsten Personen charakteristische und für den Hörer sofort wieder erkennbare Stimmen zu geben. Bei der Vielzahl an Akteuren eine bemerkenswerte Leistung. Die gekürzte Hörbuchfassung hat hingegen die bekannten Schwächen. Mitunter fällt es doch recht deutlich auf, dass Abschnitte weggelassen wurden. Zwar vermisst man inhaltlich keine wesentlichen Informationen, aber mitunter gerät der Erzählfluss ein klein bisschen in straucheln. Das verdirbt zwar nicht grundsätzlich das Hörvergnügen und in anderen Produktionen ist es mir schon negativer aufgefallen, aber manche Schnitte hätte man unauffälliger setzen können.

Alles in allem ist "Saeculum" trotz ein paar kleiner Schwächen ein sehr gelungener Roman und ein gutes Hörbuch, das ich regelrecht verschlungen habe. "Young Adult"-Literatur muss nicht immer in einer finsteren apokalyptischen Zukunftsversion spielen, von phantastischen Geschöpfen bevölkert oder eine mehrteilige Buchserie sein, um gute Unterhaltungsliteratur zu sein.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Fluch erwacht zum Leben, 9. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Ich habe in meinem Leben noch nicht sehr viele Thriller gelesen. Das sage ich, weil ich nicht viele Vergleiche hatte und hoffe, dass ich keine Genre-untypische Anforderungen an das Buch stelle.

Der Schreibstil von Ursula Poznanski hat mich von der ersten Seite an überzeugt. In der dritten Person wird aus der Sicht von Bastian, einem zurückgezogenen, aber auch sympathischen Medizin-Studenten erzählt. Obwohl die ersten Seiten in einem Buch oft nur einleitend und somit nicht unbedingt spannend sein müssen, erzeugt die Autorin durch eine zweite Perspektive (aus Sicht der jungen Iris) schon auf den ersten Seiten Spannung. Denn Iris gehört auch zu der Rollenspiel-Gruppe, aber sie wird verfolgt und hütet ein dunkles Geheimnis.
Bastian und Iris sind sogenannte "Kopfmenschen" und allein deswegen sind diese beiden Perspektiven gut gewählt. Denn ganz ehrlich, wer glaubt schon an Flüche? Ihr etwa?
Doro auf jeden Fall! Die junge Hexe ist unheimlich abergläubisch und einer der unsympathischsten Charaktere in diesem Buch.

Von so einem Thriller erwartet sicher jeder Leser, dass es für die ganzen Vorkommnisse am Ende eine logische Erklärung gibt. Es wäre ja billig zu sagen "Oh nein, der Wald it wirklich verflucht!"
Die meisten Leser werden auch selber gerne miträtseln. Der Stil der Autorin erlaubt das auch, denn sie macht viele Andeutungen, aus denen man einige Schlüsse ziehen kann. Der Leser darf von der ersten bis zur letzten Seite auf einzelne, sorgfältig eingeflochtene Kleinigkeiten achten, seien es Blicke oder kleine Bemerkungen, die einzelne Puzzlestücke in der Lösung des Rätsels sind.
Die Hauptcharaktere und auch viele Nebencharaktere wirken sympathisch und trotzdem lebensnah und realistisch. Das heißt, sie machen auch Fehler und jeder hat seine eigenen Stärken und Schwächen.

Ich habe leider noch keins von Frau Poznanskis Büchern gelesen, aber anhand des Klappentextes von "Erebos" kann ich mir vorstellen, dass die Autorin Thematiken wie "Verhalten in Extremsituation", "Grenzen der Menschlichkeit/ Menschliche Abgründe" und "Was würdest du alles tun, um dein Leben zu retten?" gerne mag und in ihre Bücher einbindet. Bei einem Thriller bietet sich das ja auch an und macht die Ganze Sache noch einen Tick gruseliger. Ist ein Mensch dazu fähig?, fragt sich der Leser oft. Normalerweise finde ich solche Gedankenspiele auch ganz interessant und natürlich auch erschreckend, aber die Charaktere aus dem Buch verhalten sich meines Erachtens zu schwarz-seherisch. Was will ich damit sagen? Nennt mich einen Optimisten, aber ich glaube an das Gute im Menschen und wenn wir eine Durchschnittgruppe von jungen Leuten nehmen, die sich schon länger kennen und am Mittelalter begeistert sind, dann halte ich es für realitätsfern, dass sich die meisten an solch menschliche Abgründe begeben. Manche, ein paar, vielleicht. Aber doch nicht die meisten.
Dieses Konzept ist schließlich schon aus vielen Büchern, Filmen und nicht zuletzt TV-Serien wie "Breaking Bad" bekannt. Der Durchschnittsbürger mit normalen Moralsvorstellung kommt in eine Extremsituation und macht sich wie Breaking Bads Walter White vielleicht sogar des Mordes schuldig. Natürlich ist diese Vorstellung gruselig und grausig, aber auch realistisch? Auf mich wirkte es etwas zu bedrückend und pessimistisch. Dadurch wirken die Charaktere durch die Bank unsympathisch beziehungsweise blass, weil man ihr Handeln nicht unbedingt nachvollziehen kann.
Doch darüber lässt sich vielleicht hinwegsehen.

Über das Ende allerdings nicht!
Viele Rezensenten prangerten es bereits an und ich muss mich da leider anschließen. Es ist schwer in einer Rezension das Ende eines Buches begründet zu kritisieren, denn ich möchte nicht unnötig spoilern.
Doch schließlich habe ich mir am Ende noch einmal die Beweggründe des Antagonisten vor Augen geführt, diese damit verglichen, zu welchen Mitteln er gegriffen hat und kam schließlich zu dem Schluss, dass es absolut nicht zu verantworten ist, dass er deswegen am Ende nicht zu Rechenschaft gezogen wurde.
Das Ende ist einfach lasch!
In diesem Buch gibt es so viele Menschen, die unfair und unmoralisch handeln, aber keiner von ihnen wird am Ende zur Rechenschaft gezogen oder gar bestraft. Das finde ich höchst bedenklich.

Wenn man einmal von diesen Punkten absieht ist Saeculum ein schöner Thriller, der den Leser miträtseln lässt. Ein wenig stört vielleicht, dass Bastian und Iris, auch wenn sie sonst so helle sind, nie über ein mögliches Motiv hinter den ganzen Vorkommnissen nachdenken. Nach drei-viertel des Buches müsste ihnen beim näheren Betrachten der Geschehnisse klarwerden, wer da hinter steckt.

Zum Cover:
Sieht echt klasse aus! Die Kanten der Seiten sind schwarz, dadurch wirkt es richtig schon gruselig. Und auch das Innendesign ist wunderbar schaurig. Und dass manche Seiten schwarz sind und die Schrift weiß lässt es noch mehr wie ein verfluchtes Buch wirken ;-)

Altersempfehlung:
Ich würde den Thriller ab 16 Jahren empfehlen, da es einige unheimliche Stellen und menschliche Abgründe zu sehen gibt und die mangelnde Richtigstellung, was richitg und was falsch oder gerechtfertig ist am Ende fehlt.

Fazit:
Alles in allem ist Saeculum ein spannender Vetreter seines Genres, bei dem sich der Leser selbst manchmal ertappt, wie er beginnt an den Fluch zu glauben. Die Schauplätze waren gut gewählt und das Genre "Mittelalter-Rollenspiel" ist einfach extrem spannend und mitreißen, auch für die, die damit wenig am Hut haben.
Allerdings ist das Ende zu versöhnlich, klare Grenzen zwischen dem, was richtig und was falsch ist gibt es nicht und die bösen Taten des Antagonisten werden unter Begründung äußerer Umstände relativiert und abgeschwächt. Der Schluss "Wenn ich in ***'s Situation gewesen wäre, hätte ich vielleicht auch so gehandelt!" ist falsch und bedenklich.
Wenn man das für sich erkennt und darüber hinwegsehen kann, stehen ein paar spannenden und gruseligen Lesestunden allerdings nichts mehr im Weg.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wenn der Fluch um sich greift..., 21. Juni 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Nachdem ich "Erebos" mit großer Begeisterung gelesen und es mit einem "Wow" weggelegt hatte, wollte ich noch mehr von dieser Sorte und entschied mich für "Saeculum". Meine Erwartungen an das Buch waren daher sehr groß.

Besonders hervorheben möchte ich zunächst die unheimlich gelungene Buchgestaltung, eine echte Augenweide. Der Buchschnitt ist komplett schwarz, auch im Inneren des Buches befinden sich schwarze Seiten. Das Cover mit den schwarzen Baumkronen passt perfekt zur enthaltenen Geschichte.

Das Thema mit dem Rollenspiel ist gut gewählt, habe ich davon doch bisher noch nicht wirklich etwas gehört oder gelesen und die Vorstellung fünf Tage im Wald ohne Zivilisation zu verbringen verspricht Spannung.

Im Buch selbst geht es um Bastian, der Anfang 20 ist und Medizin studiert. Sein Vater ist erfolgreicher Arzt und sehr wohlhabend. Bastian ist eigentlich ein eher langweiliger Typ, da er gern lernt und sich nicht auf Abenteuer einlässt. Doch da gibt es Sandra, die ihm den Kopf verdreht hat und darum bittet sie auf eine Convention (Mittelalterrollenspiel) zu begleiten. Was tut man(n) nicht alles für eine hübsche Frau. Der Spielort ist ein Waldstück, weit entfernt von jedweder Ortschaft und angeblich verflucht. Die Gruppe aus einem Duzend Teilnehmern macht sich dennoch auf den Weg ins Mittelalter. Alle neuzeitigen Dinge dürfen nicht mit, so auch Bastians Brille. Angekommen läuft erst einmal alles rund, alle sind zufrieden. Doch plötzlich passieren merkwürdige Dinge, die sich keiner erklären kann und die Mitspieler geraten immer mehr in Gefahr. Ob doch etwas an dem Fluch dran ist?

Mit dem Hauptprotagonisten konnte ich mich sehr gut identifizieren, sitze ich doch auch lieber vor einem guten Buch als mich in Abenteuer zu stürzen und ich weiß auch wie schlecht man zurechtkommt ohne Brille auf der Nase. Bei den anderen Charakteren bin ich eher zwiegespalten, aber diese Wirkung ist glaube ich gewollt. Während ich außer Bastian auch Steinchen, Iris und Warze sehr sympathisch fand, kamen Lisbeth, Sandra, Georg und ganz besonders Doro gar nicht gut bei mir an. Speziell Doro mit ihrem Aberglauben hat mich persönlich sehr genervt. Die Figur Paul wird mir wohl ein Rätsel bleiben, denn seinen Wandel konnte ich als Leser einfach nicht nachvollziehen. Ansonsten blieben viele einfach nur sehr oberflächlich beschrieben und jeder Charakter deckte irgendwie ein Klischee ab.

Die Idee mit dem Mittelalterrollenspiel hat mir sehr gut gefallen, die anfänglich beschriebenen Szenen machten mich auch neugierig und gut fand ich auch, dass mittelalterliche Namen und die Sprache zum Einsatz kamen. Leider wird dies nicht konstant durchgehalten. Des Weiteren hatte ich doch sehr große Schwierigkeiten ins Buch zu finden, die erste Hälfte zog sich für mich ganz schön in die Länge und ich fragte mich: "Wann passiert denn nun endlich mal etwas Spannendes?" Erst ab der Mitte des Buches zieht das Tempo dann sehr stark an und es wird endlich interessant. Nun konnte man sich auch ein wenig gruseln.

Nicht gut fand ich die ständigen Einblendungen der Gedanken der Protagonisten, da ich mich so im Lesefluss gestört fühlte und diese nicht wirklich zur Handlung beigetragen haben.

Schade fand ich, dass die Story um Iris und Simon nur am Rande erwähnt wird. Hier hätte die Autorin viel mehr Möglichkeiten gehabt Spannung aufzubauen und für mein Empfinden hätte das Teil der Haupthandlung sein müssen. Auch die Entwicklungen zwischen Iris und Bastian und Simon als deren Gegenspieler hätte man ausführlicher schildern können.

Das Ende ist zwar durchaus spannend, wirkte für mich aber zu sehr konstruiert und an den Haaren herbei gezogen. Die Handlungen der Akteure kann man einfach nicht nachvollziehen, ich fühlte mich eher an Lemminge erinnert und nicht an denkende Menschen. Vieles war auch leicht zu durchschauen und beim Lesen hat man öfter gedacht, das und das muss jetzt passieren und genau das kam auch. Es fehlte für solch ein Buch einfach ein konstant gehaltener Spannungsbogen.

Fazit: Abschließend betrachtet hat mir das Buch zwar ganz gut gefallen, konnte mich aber nicht so sehr überzeugen wie "Erebos". Daher kann ich es nur bedingt weiterempfehlen. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch.

Bewertung: 3,5/ 5 Sternen
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieses Buch läßt mich ratlos zurück, 20. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Leider ein eher schwaches Buch mit extrem langatmigem Anfang, ordentlichem Mittelteil und zugegebenermaßen spannendem Ende. Leider nervt es immer wieder durch flache und eindimensionale Beschreibung der Protagonisten, teilweise einfallslose und hölzerne Dialoge. Bei der Auflösung des recht komplizierten Plots am Ende stellen sich einige gravierende logische Fehler ein - irgendwie hat sich die Autorin das Ende nicht durchdacht sonders munter zusammengereimt.
(Vorsicht Spoiler : wie sollte Lars nachdem er mitgeholfen hat den Zugang mit dem Stein zu versperren wieder in den Kerker kommen - wo doch die ganze Gruppe immer mit Feuer in der Gruft gesessen hat. Wie können sich ein oder zwei Personen selbst im Kerker einsperren obwohl zum Bewegen der schweren Gitter und Steinplatten - wie ausführlich beschrieben.- doch immer mindesten 3-4 Personen notwendig waren, könnte hier noch lange so weitermachen... .)

Zudem werden in der Auflösung schwerwiegende Straftaten wie Freiheitsberaubung, Erpressung, schwere Körperverletzung als "verzeihliche" und notwendige Kleinigkeiten abgetan - nein das ist für Jugendliche ungeeignet und stößt jedem Erwachsenen bitter auf.

Daher insgesamt leider keine Empfehlung - ein gutes Buch kann mann durchlesen und muß es nicht zwischendurch genervt aus der Hand legen. Wer hier 4 oder 5 Sterne vergibt ist anscheinend noch nicht bei wirklich guten Thrillern angekommen und weiß es daher nicht besser.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungen!, 15. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Du denkst, es ist eine harmlose Reise in die Vergangenheit, ein Spiel. Doch dann greift die Vergangenheit nach dir und gibt dich nicht mehr frei. Ist tatsächlich ein uralter Fluch wiedererwacht?

Ist es ein Thriller, oder doch noch ein Jugenbuch? Völlig egal, spannend ist es allemal!
Ursula Poznanski gelingt es, uns Leser auf eine spannende Reise in längst vergangene Zeiten mitzunehmen. Sie entführt uns auf Mittelaltermärkte und lässt uns am Abenteuer der Saeculum teilnehmen.
Saeculum ist eine Gruppe von Rollenspielern, die immer wieder Conventions veranstalten, in denen sie sich an zuvor ausgesuchten, verlassenen Orten ganz dem Mittelalter hingeben.
Doch ausgerechnet bei Bastians erster Convention, der mit einen der Hauptcharaktete bildet, geht so ziemlich alles schief was schief gehen kann. Ein heftiges Gewitter, verschwunde oder verletzte Gruppenmitglieder; eine schlechte Nachricht jagt die nächste.
Dumm nur, dass all diese Ereignisse hervorragend mit den Auswirkungen eines Fluchs harmonieren, der angeblich auf dem Land lastet, auf welchem sich die Gruppe niedergelassen hat.
Oder gibt es doch eine viel plausiblere Erklärung?

Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt, ich wollte immer weiterlesen und wissen was als nächstes passiert. Spannung pur in meinen Augen.
Die sehr authentisch und lebendig gestalteten Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Man konnte förmlich mit dn Personen mitfühlen. Vor allem "Steinchen" habe ich sofort ins Herz geschlossen.
Sprachlich ist das Buch sehr schlicht gehalten, aber dem Inhalt und dem Alter der agierenden Personen durchaus angepasst.
Ich hatte alle Orte, Personen und Geschehnisse stets gut vor Augen, auch das ist der Autorin super gelungen, ganz ohne detailverliebt zu sein.
Alles in allem kann ich abschließend sagen, ein tolles Buch, welches mich zum Kauf von anderen, bereits erschienen Titeln der Autorin, veranlasst hat.

Resümee:
Wer sich einfach gut unterhalten lassen möchte, ohne viel den Kopf anzustrengen, unbedingt zugreifen!!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bruderliebe / Bruderhass, 11. Dezember 2011
Von 
Heike Werner (Leipzig) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
SAECULUM war für mich auf jeden Fall DAS Buch in diesem Herbst, an dem ich dank Aufmachung und Klappentext nicht vorbeigehen konnte, auch ohne Ursula Poznanskis Vorgänger Erebos zu kennen. Und das Versprechen mysteriöser Rätsel wurde aufs Beste erfüllt.

Doch zuerst kurz zur erzählten Geschichte:
Bastian ist Medizinstudent und sein Leben zwischen Studium und den Versuchen, Begegnungen mit seinem herrischen Vater weitestgehend zu vermeiden, verläuft ansonsten ziemlich ereignislos. Als er Sandra kennenlernt, die ihm gefällt und die ihn mit ihrer sympathischen Clique bekanntmacht, lässt er sich deshalb gern auf deren Welt ein: die Welt der Schausteller auf Mittelaltermärkten, von Gauklern und Harfenspielern. Das Versprechen von Freundschaft - und was Sandra betrifft, vielleicht sogar von Liebe - liegt in der Luft, als die Truppe um Sandra, Paul, Warze und Steinchen ihn zu einer Convention einlädt. Fernab von anderen Menschen soll fünf Tage unter den Bedingungen des Mittelalters - ohne Handys, Brillen, Feuerzeuge, Taschenlampen, Schlafsäcke, Besteck oder sonstige Gegenstände des heutigen Alltags - gelebt werden und jeder eine selbst gewählte Rolle spielen. Also investiert Bastian eine erkleckliche Summe in Leinensäcke und Kleidung und wird zu Medicus Tomen, um sich in einem idyllischen Waldstück in der Nähe einer Burgruine wiederzufinden und als erste Amtshandlung eine Abortgrube zu graben, allerdings doch ziemlich gehandicapt durch seine Kurzsichtigkeit.
Bald jedoch wird das zu seinem geringsten Problem, denn bei der ersten "Jagd" durch den Wald verschwindet plötzlich mit Warze der erste Mitspieler - spurlos.
Mysteriöse Nachrichten tauchen auf, Gräber, die nur zum Convention-Look gehören sollten, wurden über Nacht geöffnet, das Essen ist plötzlich mit Maden verseucht. Eine Katastrophe folgt auf die andere. Bald glauben die ersten nicht mehr an logische Gründe, sondern sehen einen uralten Fluch als Ursache alles Unglücks. Selbst Realist Bastian kommt langsam ins Grübeln: Wer ist wirklich Freund, wer Feind? Kann es noch eine logische Erklärung geben für all das? Oder streckt wirklich ein uralter Fluch seine Fänge nach der Clique aus - bis zum bitteren Ende?

Und mein Fazit:
Ein fesselnder Start und sympathische Charaktere sorgen für sofortiges Kopfkino, dass mich ziemlich durch die Seiten gepeitscht hat. Rätsel folgen auf Rätsel, ganz klasse. Nur den Schluss, bei dem zwar alle Fäden schlüssig zusammengeführt wurden, fand ich doch irgendwie zu schnell runtergeschrieben...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte!, 20. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Für Bastian stehen aufregende Tage bevor. Der scheue Medizinstudent, der sich hauptsächlich hinter Lernbücher verkriecht, lernt Sandra kennen und geht für sie sogar auf ein Rollenspiel, dass ihn normalerweise nie interessiert hätte. Im Wald trifft er auf eine Gruppe von Rollenspielern, die für fünf Tage das Leben im 14. Jahrhundert nachstellen wollen.
Doch das Rollenspiel steht von Anfang an unter keinem guten Stern, denn Sandra ignoriert Bastian nahezu und auch der Standort ist der Gruppe zum Teil nicht ganz geheuer, denn der Wald, indem sich die Studenten treffen, soll verflucht sein. Als dann auch noch Mitspieler verschwinden, beginnt ein Wettlauf zwischen Leben und Tod…

Da ich “Erebos” zu meiner Schande immer noch nicht gelesen habe, war ich auf “Saeculum” gleich doppelt gespannt – und ich wurde nicht enttäuscht.
Ursula Poznanski hat einen so spannenden und mitreissenden Schreibstil, das es eine Freude war, dieses Buch zu lesen und mit den Protagonisten mitzufiebern. Das Buch liest sich flüssig und leicht und die Autorin hat es geschafft, die Spannung von Anfang bis Ende aufrecht zu erhalten.

Obwohl Rollenspiele und auch das Mittelalter nicht so ganz mein Ding sind, konnte ich mich von Anfang an auf das Buch einlassen und habe mich in keiner eizigen Minute gelangweilt – ganz im Gegenteil. Das Leben im 14. Jahrhundert wird authentisch dargestellt und es war interessant mitanzusehen, wie die Charaktere sich auf das Abenteuer Mittelalter eingelassen haben. Einige kamen mit der Umstellung wunderbar zurecht und haben sich auf ein Leben ohne Handy und weitere Medien eingelassen und andere konnten mit den Extremsituationen, die das 14. Jahrhundert geboten hat, nicht umgehen. Allgemein ist es interessant, wie die Gruppe miteinander umgeht.
So unterschiedlich die Gruppe miteinander umgeht, so unterschiedlich sind auch ihre eigenen Mitglieder. Die Gruppe ist bunt gemischt und vor allem Bastian hat seine Problem, sich daran zu gewöhnen. Allerdings steckt mehr in ihm, als man evtl. am Anfang erwarten könnte. Seine Entwicklung ist gut und er erkennt schnell, das etwas nicht stimmt und handelt auf realistische Art und Weise, ohne als Held zu wirken.

Von den anderen Charakteren wirkt man besonders am Anfang wie erschlagen, da es zu viele sind und ich meine Probleme hatte, jeden einzelnen Charakter zu unterscheiden. Es war wahnsinnig schwer, sich auf die charaktere einzulassen und sie zu mögen. Allerdings ist ihre Entwicklung gut und ich konnte manche von ihnen im Verlauf der Geschichte ins Herz schließen.

Die Covergestaltung ist genial. Obwohl sie so schlicht erscheint, sagt sie doch eine ganze Menge über dieses Buch aus, dass ebenfalls eine gewisse Schlichtheit ausstrahlt und dennoch so viel mehr zu bieten hat. Auch die Kurzbeschreibung ist gut geschrieben und macht neugierig auf mehr, ohne zu viel zu verraten.

Insgesamt konnte mich “Saeculum” von sich überzeugen und ich hatte großen Spaß, die Charaktere bei ihrem Abenteuer zu begleiten. Vor allem Fans vom Mittelalter und Rollenspielen werden hier ihren Spaß haben. “Erebos” wird auch sehr bald gelesen, denn diese Autorin sollte man sich nicht entgehen lassen. Sehr empfehlenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut durchdachtes Lesevergnügen für Jugendliche!, 30. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
Kurzweiliges Lesevergnügen, ich hab das Buch an einem Tag gelesen. Man kann sich gut reinversetzen und spannend war es auch, aber ich finde das gewisse etwas hat dem Buch doch gefehlt. Eine Lovestory muss nicht unbedingt in so ein Buch.
Gut vielleicht bin ich mit 23 Jahren nicht mehr ganz die Altersklasse, aber eigentlich hab ich auch immer noch nix gegen Jugendliteratur und hab da auch schon besseres gelesen.
Alles ist wirklich gut überlegt und es lösen sich auch wirklich alle Verstrickungen auf. Unerwartetes passiert schon, aber mir war es doch zu vorhersehbar an manchen Stellen.
Für Jugendliche sicher spannend genug, für Erwachsene hat das dann doch zu wenig Gänsehautfaktor.
SPOILER!
Und wirklich enttäuschend, dass wenn man es schon so spannend macht, die Auflösung wirklich sehr platt ist und irgendwie enttäuschend, dass dann eigentlich gar nicht wirklich irgendwas schlimmes passiert ist und keiner tot ist.Und am Ende Friede Freude Eierkuchen. Naja vlt liegts daran, dass es dann doch eher ein Jugendbuch ist. Mein Fazit war: Mir war es zu harmlos, ich mag zwar Bücher mit Happy End, aber das war dann doch zu kitschig. Aber eins muss ich dem Buch ja lassen, wenn ich es zu Ende gelesen habe, wollte ich doch wenigstens wissen, wie es ausgeht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gruselig, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Saeculum (Broschiert)
„Saeculum“ von Ursula Poznanski

Handlung
Als Medizinstudent Bastian Sandra kennenlernt, taucht er in eine ihm völlig unbekannte Welt ein. Sandra begeistert sich für das Mittelalter und zusammen mit der Gruppe „Saeculum“ erlebt sie immer wieder Conventions, auf denen sie ein paar Tage in ihre Mittelalterrolle schlüpft.
Zuerst hat Bastian nicht wirklich den Drang, dieses merkwürdige Hobby zu vertiefen. Er ist irritiert von der Sprache und den Verhaltensweisen, die die Rollenspieler mit völliger Inbrunst und Liebe an den Tag legen. Aber da er beginnt sich in Sandra zu verlieben, lässt er sich auf die große Convention zu Pfingsten in einem fern abgelegenem Wald einladen. Er ist einer von nur Wenigen, die zu dieser Veranstaltung von Spielleiter Paul eingeladen werden.
In einer „Zentrale“ müssen sie alles, was nicht ins Mittelalter gehört ablegen und sind von nun an in ihrer Rolle. Ohne Handy, ohne Brille und alles, was das Leben sonst so angenehm macht, Geht die Gruppe in die Wildnis, für fünf Tage.
Aber als der erste Spieler vermisst wird, wird aus Spiel plötzlich Ernst. Ist der Fluch, von dem in einer Sage die Rede ist, doch wahr?

Layout
Das Buch ist in schlichtem Schwarz-Weiß gestaltet. Äste und Zweige in schwarz zieren den kompletten Bucheinband auf weißem Untergrund. Die Schrift des Titels prangt mitten drauf und mutmaßt im Schriftbild mittelalterlich an.
Im inneren des Buches gibt es in regelmäßigen Abständen schwarze Seiten, die einen in Ereignisse vor der Convention mitnehmen. Die Anfangsbuchstaben der einzelnen Kapitel sind mit verschnörkelten Buchstaben geschrieben und die Seitenzahlen scheinen verzerrt.
Mir gefällt das Layout des Buches sehr gut. Obwohl es schlicht ist, fällt es auf und es verleitet, es in die Hand zu nehmen. Die schwarzen einzelnen Seiten erkennt man sofort und man blättert ganz automatisch rein.

Fazit
Oh mein Gott.
Lange habe ich mich nicht mehr so sehr gegruselt. So sehr, dass ich das Buch zwischendurch mal aus der Hand legen musste. Ich hätte mir fast in die Hose gemacht.
Die Autorin hat mich in den ersten Sätzen mitgenommen in die mir unbekannte Welt des Mittelalter-Rollenspiels. Zu Anfang empfand ich das Buch erst einmal sehr schleppend, aber nur bis die Rollenspieltruppe im Zug saß und Paul von dem Fluch erzählte, der der Spielstätte wohl inne wohnt.
Von da ab gibt es kein Entrinnen mehr. Eine regelrechte Spirale der Spannung nimmt mich immer tiefer mit und schürt meine Angst. Frau Poznanski hat die Gabe Situationen und Umgebungen so gut zu beschreiben, dass man sich mitten im Buch befindet und Zuschauer dieser Geschichte wird.
Ich fand die einzelnen Charaktere authentisch. Vor allem Bastian und Iris wachsen einem sehr ans Herz, weil man sie als Leser am meisten begleitet. Man erfährt Hintergründe und kann ihre Gedanken und Handlungen sehr nachvollziehen.
Konstant spannend treibt die Autorin die Geschichte voran. Ständig fragt man sich als Leser, ob es wirklich spukt oder ob nicht doch eine Mensch dahinter steckt.
Leider muss ich zugeben, dass ich das Buch relativ schnell durchschaut hatte. Da wurde sich derbe aus der Klischeekiste bedient. Da ich aber immer wieder dachte, dass diese Erklärung ja viel zu einfach sei, blieb das Buch trotz allem spannend und ein paar kleinere Überraschungen hatte Frau Poznanski zum Schluss dann doch noch für mich übrig.
Deswegen, trotz dieser kleinen Schwäche alle fünf Eselsöhrchen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 222 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Saeculum
Saeculum von Ursula Poznanski (Broschiert - 2. November 2011)
EUR 14,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen