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106 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extremer Suchtfaktor...
Kurzbeschreibung:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Extremer Suchtfaktor...

Nick beobachtet die versteckte Übergabe von kleinen, unscheinbaren Päckchen schon seit ein paar...
Veröffentlicht am 19. September 2010 von Ramona Nicklaus

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Computerspiel mit Folgen
Als Raubkopie wird an einer Londoner Schule ein Computerspiel heimlich herumgegeben. Diejenigen, welche dieses Spiel spielen, verändern ihr Verhalten binnen kürzester Zeit. Sie sind unaufmerksam im Unterricht, übermüdet und ganz offensichtlich süchtig nach dem Spiel. Außenstehende erfahren hierüber nichts, denn die Regeln sind streng:...
Veröffentlicht am 8. November 2012 von Belles Leseinsel


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106 von 117 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extremer Suchtfaktor..., 19. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Kurzbeschreibung:
Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.

Erebos hat ein Ziel:
Es will töten.

Extremer Suchtfaktor...

Nick beobachtet die versteckte Übergabe von kleinen, unscheinbaren Päckchen schon seit ein paar Tagen. Er will unbedingt wissen, was sich dahinter verbirgt, doch niemand will ihm Rede und Antwort stehen. Die Eingeweihten kapseln sich ab und lassen niemand Unwissenden an sich heran.
Bis auch Nick eines Tages in den Besitz des geheimnisvollen EtwasŽ kommt. Es ist eine schlichte, kopierte CD. Nick installiert es und findet darauf ein Spiel: Erebos.
Gegen seinen Willen nimmt ihn das Spiel gefangen und es fasziniert ihn so sehr, dass er sich fortan auf einem wackligen Lügennetz bewegt.
Wird Nick sich dem Reiz des Spiels wieder entziehen können? Wird er es schaffen, das Geheimnis hinter Erebos zu lüften?

Genau so, wie das Spiel Nick in seine Fänge bekommt, hat mich die Geschichte nicht mehr losgelassen.
Ich war für kurze Zeit mit der Sucht infiziert und musste das Buch einfach immer weiter lesen!
Dieses Buch hatte viele Reize, die mich immer wieder zurück in diese Welt haben gleiten lassen: Ungeheure Spannung, Interesse an der Auflösung und vor allem auch an dem geheimnisvollen Computerspiel, welches scheinbar alles über seinen jeweiligen Spieler zu wissen scheint. Es ist sogar so intelligent, dass es auf die unterschiedlichsten Fragen unterschiedlich antwortet.

Die Sprache war sehr angenehm. Ein großer Teil spielt natürlich auch in der virtuellen Welt von Erebos, was mir jedoch irgendwann kaum mehr aufgefallen ist. Ursula Poznanski hat in die Welt so viel Lebendigkeit einfließen lassen, dass es sich auch einfach um einen guten Fantasy Roman handeln könnte.
Zu Beginn erklärt sie noch ein wenig, mit welchen Tasten Nick dieses und jenes mit seiner Spielfigur machen kann, doch irgendwann hört das einfach auf. Das ist natürlich sehr angenehm, denn wer möchte sich über 200 Seiten durch Tastaturnamen lesen?
Es ist alles fließend miteinander verwoben, was das Lesen nur noch reizvoller macht!

Meiner Meinung nach ein absolut empfehlenswertes Buch, für Jung und Alt gleichermaßen!
Ein wahnsinnig spannender Roman, mit einem sehr hohen Suchtfaktor!
Dagegen wird sich niemand erwehren können...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios!!, 11. Januar 2012
Von 
Nica (HH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Broschiert)
Obwohl es kein Buch aus dem Genre Romantasy ist, obwohl mein Romantikherzchen nun nicht voll befriedigt wurde. Dieses Buch hat mich einfach umgehauen!
Nachdem mir SAECULUM schon wirklich gut gefiel, musste ich einfach auch bald EREBOS lesen. Schließlich hat das Buch den deutschen Jugendliteratur Preis erhalten und ich wollte wissen, was dahinter steckt.

Und ich kann nur sagen: WOW!!!!!

Man könnte fast meinen, ich hab das Buch inhaliert!! Diese Story hat es geschafft, mich müde ins Büro fahren zu lassen, weil ich wieder vieeel zu lange wach blieb. Immer noch ein Kapitel und noch ein Kapitel. Ich war auch nicht in der Lage meine Rezension zu "In Liebe, Brooklyn" mal fertig zu schreiben... neee... ich musste EREBOS weiterlesen!

Ursula Poznanski hat mich mit ihrem Schreibstil wirklich umgehauen und mich mit in die Welt von EREBOS gezogen. Ohne Witz, ich habe sogar von diesem Buch geträumt! Und wenn ich wach wurde, hab ich über die Geschichte nachgedacht. Wie wird das Ende sein? Welcher Klassenkamerad steckt wohl hinter den Figuren aus dem Rollenspiel?

Sicherlich liegt es mit daran, dass ich durchaus für ein Spiel wie EREBOS zu begeistern wäre.
Nick bekommt dieses ungewöhnliche Spiel in die Hand, verknüpft mit diversen Bedienungen, bei denen man sich unweigerlich fragt: Hättest Du das Spiel trotz der Bedingungen angenommen? Wäre Deine Neugierde so groß gewesen und hätte das Spiel Dich auch so packen können, wie Nick und seine Klassenkameraden?

Ich musste für mich zugeben: ich fürchte... ich schon. Es klang einfach zu ungewöhnlich, spannend, fesselnd, dass man fast wünschte, dieses Spiel würde es wirklich geben - ich würde es kaufen. Allerdings dann doch bitte ohne den düsteren Hintergrund und den Folgen, die dies Spiel in der realen Welt hinterlässt.

Was mir in SAECULUM noch gefehlt hat, habe ich in EREBOS gefunden, denn hier fand ich auch das Ende absolut überzeugend und - noch wichtiger - nicht so vorhersehbar.

Manches was in dem Buch geschieht, mag übertrieben wirken, aber wenn man ehrlich darüber nachdenkt, ich halte das Buch für durchaus realistisch - bezogen auf das Verhalten der Spieler und Nicht-Spieler. Denn in dem Buch entstehen bald 2 Gruppen. Die EREBOS-Spieler, die sich seltsam verhalten, da sie Aufgaben erhalten, die sie im realen Leben erfüllen sollen und kein Wort über das Spiel verlieren dürfen - und die Nicht-Spieler, die bald versuchen gegen das Spiel anzugehen, weil sie merken, wie seltsam die Spieler sich bald verhalten - Freunde werden zu Feinde.

Die Kluft zwischen den Gruppen wird immer größer, bis es auch zu "Unfällen" kommt. Unrealistisch? Lest das Buch "Die Welle" oder schaut Euch den Film dazu an. Anderes Thema, aber es gibt Parallelen und "Die Welle" beruht auf ein schief gelaufenes Sozialexperiment das Ende der 60er in Kalifornien stattfand. So ein Verhalten, wie man es also in diesem Buch wiederfindet, ist schon passiert. Es ist erschreckend zu lesen, wie schnell man doch Misstrauen streuen kann.

Das Buch hat mich komplett gefesselt, ob nun bei den Kapiteln, bei denen man Nick als die Figur"Sarius" in dem Spiel EREBOS begleitet, als auch in den Kapiteln, in dem Nick in der realen Welt Aufgaben zu erfüllen hat oder versucht, sich an die Regeln zu halten, was sich nicht immer als einfach herausstellt.

Im Grunde weißt dieses Buch auf ein - noch immer - aktuelles Thema hin: Realitätsverlust.
Wie oft hört man von Leuten, die nur noch vorm Computer hängen und sich zum Negativen verändern. Oder Beziehungen gingen auseinander, als einer der Partner das Spiel "World of Warcraft" für sich entdeckte und der Spielsucht verfiel.

Auch hier geht es um eine gewisse Spielsucht. Wie sehr kann man von einem Spiel gesteuert werden?
Auf wirklich geniale Art wird dieses Thema in einer absolut spannende und fesselnde Geschichte versteckt. Ich war auch absolut süchtig!.... nach diesem Buch! So blieb mir nichts anderes übrig, als dem Buch meinen Goldstatus zu geben!

Zwar gibt es in der Geschichte auch eine kleine Liebesstory, aber die ist wirklich eher nebensächlich und hat mein Romantikherzchen nicht sonderlich zum schneller schlagen gebracht, dafür hat mein Herz aber vor Spannung umso mehr gebuppert.

Manche finden vielleicht die Kapitel, die in der Spielewelt spielen, zu detailliert. Mich hat aber vielmehr fasziniert, was die Autorin da für eine Welt zustande gebracht hat. Ideenreichtum vom feinsten! Ein Thriller, bei dem ich auch wirklich nicht wusste, wie das ganze Buch am Ende aufgelöst wird!
Mich hat Ursula Poznanski erneut überzeugt, so dass ich das Buch "Fünf", dass von ihr im Februar 2012 erscheint, auf meinen Wunschzettel gepackt habe, ohne überhaupt den Klappentext gelesen zu haben!
(Inzwischen hab ich ihn gelesen - es ist ein Thriller für Erwachsene. Eine Ermittlerin wird per Geocoaching zu versch. Leichenteilen geführt)

Ich kann verstehen, dass dies Buch einen Preis gewonnen hat und bin selbst von mir ganz überrascht, dass ein Jugend-Thriller von mir tatsächlich Goldstatus bekommt. Aber lest es, dann versteht ihr vielleicht warum.

Taucht ein in die Welt von EREBOS... aber Achtung:
Es lässt Euch nicht so schnell wieder los.. .kurze Nächte und vielleicht sogar Träume von dem Buch sind vorprogrammiert. Kompliment Frau Poznanski!!!!
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sei gewarnt!, 15. Februar 2010
Von 
Thorsten Kneuer (Franken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Sei gewarnt, Fremder!
Wenn du dieses Buch öffnest, trittst du ein in die Welt von Erebos. Eine Welt voll Fantasie und Abenteuer erwartet dich, Ruhm und Reichtum können dein Schicksal sein, oder Schrecken und Verderbnis.
Sei gewarnt, Fremder!
Wenn du diese Welt betrittst, wird alles um dich herum bedeutungslos, dann zählst nur noch du und Erebos. Nutze also deine Chance, denn du hast nur diese eine!

Von Hand zu Hand macht ein außergewöhnliches Computerpiel die Runde. Wer zu den Auserwählten gehört, wird zum absoluten Schweigen verpflichtet. Erebos schlägt jeden in Bann, der sich darauf einlässt.
Aber wehe, du wendest dich gegen Erebos.
Wehe, du erfüllst seine Aufgaben nicht.
Wehe dir, wenn du lügst.
Und wer versagt, ist raus!

Als Nick eintaucht in diese fantastische Spielewelt, kann er nicht einmal im Ansatz ahnen, auf was er sich einlässt. Erebos scheint intelligent zu sein. Es redet mit Nick. Es erteilt ihm Aufträge - sogar in der realen Welt. Es beobachtet und prüft ihn. Es beschenkt ihn. Und: Es droht ihm. Doch da ist es schon längst zu spät!

Erebos macht süchtig! Nicht nur das Spiel, von dem es erzählt. Auch das Buch! Was Ursula Poznanski da geschaffen hat, lässt sich kaum in passende Worte fassen. Man muss "Erebos" erlesen und erleben, um es verstehen zu können.
"Erebos" ist ein ungewöhnlicher und höchst gelungener Mix aus (Jugend-)Thriller und Fantasy. Poznanski malt den Leserinnen und Lesern dabei die Welt von Erebos derart bildgewaltig vor das innere Auge, dass man während des Lesens selbst ein Teil des Spieles und des Buches wird. "Erebos" ist ungemein geheimnisvoll, atemberaubend und irgendwie erschreckend real. Es gehört zu der Art Bücher, die einen so zu fesseln vermögen, dass man sie nicht aus dem Kopf bekommt. Und ich bin mir sicher: Dies ging nicht nur mir so, sondern wird allen ebenso ergehen, die "Erebos" aufschlagen werden ...
Höchst außergewöhnlich ist die Storyline und hochspannend dann der Showdown in einem fulminanten Finale! Für mich gehört "Erebos" daher ohne jeden Zweifel jetzt schon zu den Bücherhighlights dieses noch recht jungen Jahres.
Wer es aufschlägt, sei gewarnt!
Und wer es nicht liest, ist selber schuld!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Sog eines PC-Spiels, 21. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Audio CD)
Inhalt:

Ein mysteriöses Computerspiel macht an Nicks Schule die Runde. Mehrere seiner Freunde sind bereits begeisterte Spieler, als Nick die CD mit dem Spiel erhält.

Zunächst hält er es für ein spannendes Computerspiel, doch schon bald merkt er, dass es anders ist, als seine bisherigen Spiele. Es redet mit ihm und scheint ihn und seine Vorlieben zu „kennen“. Nick und seine Mitspieler werden immer mehr von dem Spiel eingenommen und virtuelle und reale Welt vermischen sich auf eine perfide Art.

Mein Eindruck:

Wahrscheinlich kennt jeder die Erfahrung, von einem Computerspiel „vereinnahmt“ zu sein und ein bisschen mehr Zeit und Engagement darin zu investieren, als eigentlich gut wäre. Meist sind das aber nur kurze Phasen, und die Begeisterung klingt nach der anfänglichen Faszination auch schnell wieder ab.
Doch Erebos ist anders. Erebos fordert von seinen Spieler noch mehr Zeit, Engagement und bedingungslose Solidarität.

Nick, der Protagonist dieses Thrillers beginnt dieses Spiel wie jedes andere Adventure auch. Er sucht sich einen passenden Avatar aus und gibt ihm den Namen „Sarius“. Schon nach kurzer Zeit verliert sich Nick immer mehr in dem Spiel.

Ist es zu Beginn des Romans Nick, der seine Spielfigur steuert, gewinnt Sarius immer mehr an Bedeutung. Nick beginnt sich zunehmend über Sarius zu identifizieren, was sich besonders gut in der Erzählperspektive deutlich macht. Denn plötzlich ist nicht mehr Nick der Hauptprotagonist, sondern Sarius. Die Erzählwelt schweift von der realen Welt fast völlig in die virtuelle Welt ab, die zur Mitte des Buches die Haupthandlung ausmacht.

Erst zum Ende des Buches gewinnt Nicks reales Umfeld wieder an Bedeutung und die Erzählperspektive wechselt wieder zu Nick.

Es ist der Autorin damit hervorragend gelungen, Nicks erlebte „Faszination“ für das Spiel, durch den Wechsel der Figuren und Welten, auf den Leser zu übertragen. Teilweise habe ich mich beim Hören gefragt, ob ich ein Computerspiel höre. Der Effekt, den die Story auf mich hatte, war beeindruckend. Ich war von Erebos wahrscheinlich nicht minder fasziniert, wie Nick. Die Vorstellung, dass Computerspiele in dieser Art (ohne den diabolischen Hintergrund) irgendwann möglich sein könnten, weckt in mir Euphorie und Angst gleichermaßen. Bleibt zu hoffen, dass besagte technische Möglichkeiten nicht in die falschen Hände geraten.
Die Geschichte selbst hat mich vom ersten Moment gefesselt, sie ist sehr spannend aufgebaut und kann den schon sehr schnell aufgebauten Spannungsbogen sehr konstant halten.

Erebos hinterlässt mich etwas nachdenklich – wobei ich es immer als ein gutes Zeichen werte, wenn ich am Ende der Story dieser noch eine Zeit nachhänge oder das Bedürfnis verspüre, die Inhalte vertiefend mit anderen zu diskutieren.

Jens Wawrczeck hat das Buch mit sehr viel Euphorie eingesprochen und die unterschiedlichen Charaktere sehr unterschiedlich herausgearbeitet. Er hat eine warme und sehr angenehme Stimme, so dass er für diese Story sehr gut als Sprecher gepasst hat. Jens Wawrczeck ist unter anderem bekannt als Sprecher von Peter Shaw aus der Reihe "Die drei ???".
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hörbuch, 24. Juli 2011
Von 
Villette - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Audio CD)
Auf sechs CDs liest der großartige Jens Wawrczeck eine leider gekürzte Fassung der Geschichte von Erebos. Das macht er teuflisch gut. Es fehlt an zusätzlichem Schnickschnack wie beispielsweise Musik. Seine Stimme ist alles und mehr als genug. Seine Lesung zieht einen mitten in die Geschichte, macht einen süchtig nach ihr. Das passt natürlich zur Grundstimmung der Geschichte von Erebos, einem süchtig machenden Computerspiel. Zwar kann der Hörer bzw. Leser nicht aktiv am Spiel teilnehmen, doch schon sein passiver Zustand reicht, um die Sucht der Figuren mitzuerleben.

Die Autorin erzählt nicht die Geschichte von irgendeinem Computerspiel, sondern von einem Spiel, dass sich auf zwei Ebenen bewegt, die sich miteinander vermischen: die Cyberworld und die Wirklichkeit. Dadurch hört das Computerspiel auf, Spiel zu sein. Es wird zur Wirklichkeit. Alles, was man im Spiel tut, hat Konsequenzen für das eigene Leben in der Realität. Immer tiefer verfällt man dabei dem Spiel, immer mehr wird man gezwungen, in der Wirklichkeit Dinge zu tun, die einem unangenehm sind, nur um im Spiel zu bleiben.

Diese Geschichte ist unglaublich fesselnd und spannend. Bis kurz vor Schluss weiß man nicht, was hinter dem Spiel steckt, wer es leitet. Und auch die Charaktere im Spiel werden erst am Ende offenbart. Keiner der Mitspieler weiß, mit wem er spielt, weil es verboten ist, über das Spiel zu reden. Gleichzeitig sieht man, wie das wirkliche Leben der Figuren langsam ausgemerzt wird. Sie verfallen regelrecht. Das ist sehr realistisch dargestellt.

Ich empfehle diese Geschichte vor allem wegen ihrer Erzählqualität und ihrer Spannung. Dass sie nebenbei noch die eine oder andere Lehre herüberbringt, ist nur gut. Ab 13.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Fans von Videospielen geeignet, 21. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Zitate

"Mit jedem neuen Tag verliert meine Realität an Wert. Sie ist laut und ohne Ordnung, unvorhersehbar und mühevoll. Was kann sie denn, die Realität? Hungrig machen, durstig, unzufrieden. Sie verursacht Schmerzen, sie schlägt mit Krankheit um sich, sie gehorcht lächerlichen Gesetzen. Vor allem aber ist sie endlich. Immer führt sie zum Tod." (Zitat aus dem Buch)

'Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzen Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen." (Zitat aus dem Buch)

Autorin & Buch (Allgemeines)

'Erebos' ist ein Jugendbuch mit Thriller-, Fantasy- und leichten Science-Fiction-Elementen, dass auch massenweise Erwachsene zu begeistern vermag ' welch besseres Lob könnte man der Autorin machen? Tatsächlich ist es in meinen Augen besser als ca. 98% der 'Erwachsenen-Literatur'. Mir ist noch nie zuvor ein Buch untergekommen, bei dem sich die Rezenzenten, egal ob Jung oder Alt, derart einig in ihren geradezu überschäumenden Lobeshymnen sind. Neben 'Erebos' gibt es wahrlich nicht viele Bücher, die nicht nur oft bewertet wurden, sondern auch noch fast immer die bestmögliche Bewertung erhalten haben.

Mit Hilfe von 'Erebos' bringt man auch sonst eher lesefaule Kinder zum Lesen, versprochen! Es ist ein pädagogisch wertvolles Buch, dass einen unweigerlich zum Nachdenken anregt. Aufgrund der Thematik sollte es meiner Meinung nach in jeder Schulklasse im Rahmen des Unterrichts gelesen und anschließend in der Gruppe diskutiert werden. 'Erebos' ist ein Buch, dass auch sehr gut von der gesamten Familie gelesen werden kann. Ein sogenannter 'All-Ager'.

Wer auf den ersten Blick der Meinung sein sollte, dass dieses Buch nichts für ihn sei, der irrt gewaltig! Denn es ist völlig egal, ob man sich privat für Videospiele interessiert oder nicht: 'Erebos' muss man einfach gelesen haben und man wird es zweifelsohne lieben. Dieses Buch kann man eigentlich gar nicht beschreiben, man muss es einfach selbst lesen, bzw. ja eher erleben! Wer 'Erebos' nicht liest, ist selber schuld!

Dies ist ein Buch für alle, die einmal etwas Anderes, etwas Besonderes lesen wollen. 'Erebos' sticht so positiv aus der Masse hervor, wie es ein Buch überhaupt nur zu tun vermag. Es spielt in der obersten Liga der Spannungsliteratur. Wenn ich jetzt die Behauptung aufstelle, dass dieses Buch süchtig macht, ist das wahrlich nicht übertrieben.

Handlung

(Frei von Spoilern - Es wird nichts Wichtiges verraten, dass man nicht auch dem Klappentext entnehmen könnte!)

Nick beobachtet an seiner Schule ein merkwürdiges Verhalten einiger seiner Mitschüler. Diese übergeben oder empfangen diskret geheimnisvolle kleine Päckchen, über deren Inhalt sie anschließend kein Wort verlieren oder eine Ausrede erfinden. Nick, der eigentlich immer auf dem Laufenden ist, was in der Schule aktuell passiert oder modern ist, wundert sich sehr darüber, dass er bisher weder Bescheid weiß um was es dabei genau geht, noch dass ihm jemand eines dieser ominösen Päckchen gegeben hat. Dass auch sein bester Freund Colin ein Insider ist und ihm gegenüber nicht mit der Wahrheit herausrücken will, verärgert ihn sehr. Als dieser dann plötzlich nicht nur das Basketball-Training wiederholt schwänzt, sondern auch nicht zum Unterricht erscheint, beginnt Nick sich ernsthaft Sorgen zu machen. Dabei ist Colin nicht der einzige Mitschüler, der plötzlich unzuverlässig geworden ist. Als Nick dann doch endlich von einer Mitschülerin das kleine Päckchen überreicht bekommt, ist seine Neugier endlich befriedigt und schlägt in Erstaunen um, als er bemerkt, dass es sich dabei um ein Videospiel, ein Rollenspiel, handelt. Doch es ist kein normales Videospiel, wie Nick schon sehr früh feststellen muss. Denn es scheint den Spieler zu kennen und erkennt sogar, wenn dieser lügt. Zudem stellt es auch Aufgaben, die in der Realität verrichtet werden müssen. Da stellt sich nicht nur Nick die Frage, wie ein Computerspiel erkennen kann, wann er lügt oder ob er eine Aufgabe wie verlangt erfüllt hat? Und warum kann es wirklich auf jede nur erdenkliche Frage, die man stellt, sinnvoll antworten?

'Erebos' hat strikte Regeln, die es den Spielern auferlegt:
- Spiele immer alleine!
- Du hast nur ein Leben, wenn du dieses verlierst, kannst du nie wieder 'Erebos' spielen!
- Verbreite keine Informationen über das Spiel im Internet, im Freundeskreis oder der Familie!
- Du darfst dich nur im Spiel über 'Erebos' unterhalten ' und zwar am Lagerfeuer!
- Verrate niemals deinen wahren Namen oder den deiner Spielfigur!
- Neugier wird bestraft!
- Bewahre die Erebos-DVD sicher auf. Du brauchst sie, um das Spiel zu starten. Kopiere sie nur,
wenn du dazu aufgefordert wirst!
- Wenn du gegen die Regeln verstößt, kannst du für immer vom Spiel ausgeschlossen werden!

Nick findet trotz anfänglicher Schwierigkeiten immer besser ins Spiel und lernt schnell dazu. Sein Avatar, der Dunkelelf Sarius, besteht immer größere Herausforderungen und hat gute Chancen, sich in den Inneren Kreis hochzukämpfen. Diesen bilden die fünf besten Spieler von 'Erebos', die nebenbei speziell trainiert werden, um im großen Finale den Sieg über Ortolan davonzutragen. Doch um es in den Inneren Kreis zu schaffen, muss Sarius noch einige Level aufsteigen, weitere Fähigkeiten dazulernen oder verbessern und vor allem immer schwerere Aufgaben des Boten erfüllen. Diese sind auch die einzige Chance, dem virtuellen Tod gerade noch einmal von der Schippe zu springen. Doch der Preis, sein einziges Leben zu schützen, wird leider immer größer.

Und mit einem weiteren Auftrag des Boten ändert sich plötzlich alles. Da ich aber niemandem den Lesespaß verderben möchte, ende ich an dieser Stelle mit der Beschreibung der Handlung.

Atmosphäre & Schreibstil

Ursula Poznanski hat eine der lebendigsten Welten erschaffen, die je zwischen zwei Buchdeckeln existiert haben. Sie lässt das atemberaubende 'Erebos' derart bildgewaltig vor unserem geistigen Auge entstehen, dass man nicht nur ob dessen Realität unweigerlich erschrickt, sondern mit der Zeit fast schon zu vergessen beginnt, dass es sich hierbei um reine Fiktion handelt. Man verspürt unweigerlich große Lust, tief in diese Welt einzutauchen, sich darin frei bewegen zu können und 'Erebos' zu erkunden, das voll von den typischen Rollenspielfiguren wie z.B. Barbaren, Vampiren, Werwölfen, Zwergen, Dunkelelfen und ähnlichen Wesen ist.

Die beiden Handlungsstränge spielen in der realen Welt sowie im Spiel 'Erebos' selbst. Beide harmonieren perfekt miteinander und halten die Spannung permanent hoch. Dies gelingt der Autorin auch Dank der geschickt eingebauten Rätsel und der häufigen nicht vorhersehbaren Wendungen. Die Unfähigkeit, das Buch auch nur für einen Moment aus den Händen zu legen, rührt vor allem daher, dass im Spiel immer etwas Besonderes passiert: seien es die großen und bedeutsamen Kämpfe in der Arena, ein neuer herausfordernder Auftrag des Boten oder ein aufschlussreiches Gespräch am Feuer, dass möglicherweise ein paar Fragezeichen in Luft aufzulösen vermag.

Positiv anmerken möchte ich an dieser Stelle, dass trotz der ob dieses Themas nicht zu umgehenden Kämpfe dieses Buch nie zu brutal gerät und man es damit bedenkenlos jedem Jugendlichen ab ca. 12 Jahren empfehlen kann.

Achtung ' Spoiler! (Wer sich den Lesespaß nicht nehmen lassen möchte, sollte diesen farblich markierten kurzen Absatz besser überlesen)

In diesem Buch ist man nicht bloß ein stiller Beobachter, sondern es ist wirklich so, als würde man alles am eigenem Leib erleben. Wir fiebern mit Nick mit und durchleben auch die gleiche Gefühlswelt wie er: Anfangs sind wir neugierig, was da Geheimnisvolles in der Schule umhergereicht wird, dann erleben wir die Faszination des Spiels. Nach Nicks Ausschluss sind wir zutiefst schockiert und hoffen, dass er es wieder ins Spiel schafft und wir mehr von 'Erebos' erleben dürfen. Als dies nicht klappt und sogar sein Freund fast getötet wird, schlägt es in 'Hass' um und wir hoffen, dass es Nick und seinen neugewonnenen Freunden endlich gelingen wird, den Alptraum 'Erebos' zu beenden.

Es gibt nur sehr wenige Bücher, die ich wirklich in einem Rutsch durchlese. Dieses gehört dazu. Selbst als mir vor lauter Müdigkeit schon fast die Augen wie von selbst zuzufallen drohten, konnte ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen. Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass ich erst am nächsten Tag erfahren würde, wie die Geschichte endet und was bis dahin noch alles passieren würde. Daher habe ich meine Müdigkeit besiegt und das Buch tatsächlich noch in jener Nacht zu Ende gelesen. Und just in diesem Moment musste ich mit Schrecken feststellen, dass ich mich beim Lesen von 'Erebos' bereits genauso verhalten habe wie Nick beim Spielen von 'Erebos'. Da dieses Buch offenbar nicht nur bei mir diese Wirkung hatte, würde ich dringend empfehlen, es auf gar keinen Fall 'zwischendurch' lesen zu wollen, denn hat man es erst einmal angefangen, wird man es höchstwahrscheinlich wie so viele andere Leser auch, in einem Stück lesen und lieber anderes liegen lassen oder auf später verschieben, als das Buch vorzeitig aus der Hand zu legen.

Nachbemerkungen

Videospiele mit ihren prachtvollen und aufregenden Spielwelten bieten einem die Flucht aus dem tristen Alltag des eigenen Lebens, das manchem Spieler im Vergleich dazu einfach nur noch erbärmlich erscheint. Man kann beim Spielen auch wunderbar alle seine Probleme zumindest für eine gewisse Zeit ausblenden. In der Realität ist man nur ein normaler Mensch, in der virtuellen Welt hingegen kann man sehr leicht ein Held sein. In einem Rollenspiel kann jeder so sein, wie er will. Er ist frei von Vorurteilen, kann sich seiner eigenen Persönlichkeit entledigen und nach Anerkennung und Macht streben, die ihm im wahren Leben vorenthalten sind. Hier kann der Schwache deutlich an Stärke gewinnen, in solch einer Welt über sich hinauswachsen. Man nimmt in einem Rollenspiel eine komplette andere Rolle ein und kann sich so geben, wie man es möchte. Was in der Realität leider nicht immer möglich ist.

Jeder, der selbst vertraut mit modernen Videospielen ist, weiß nur zu gut, dass man oft länger spielt, als man es eigentlich will, da man nur noch schnell den kommenden Bossgegner besiegen will, es das nächste Kapitel zu erreichen gilt, der nächste Level-Anstieg kurz bevorsteht oder Ähnliches. Doch um Bezug auf dieses Buch zu nehmen, sollte man sich einmal ehrlich die Frage stellen, wie weit man selbst gehen würde, um in einem Videospiel besser, stärker und mächtiger zu werden oder mehr Anerkennung der Mitspieler zu bekommen?

Irgendwann überschreitet man vielleicht eine unsichtbare Grenze. Verbringt zu viel Zeit vor dem Bildschirm, vernachlässigt sein eigenes Leben, alltägliche Bedürfnisse ebenso wie das Hegen und Pflegen von Freundschaften und anderen zwischenmenschlichen Beziehungen. Vielleicht kann man dann auch nicht mehr zwischen Realität und der virtuellen Welt unterscheiden. Im denkbar schlimmsten Fall bevorzugt man das sein virtuelles Leben dem realen Leben und gibt sich damit selbst als Person auf. In diesem Zusammenhang sei auch die Frage gestattet: Kontrolliert der Spieler das Spiel oder das Spiel den Spieler?

'Erebos' zeigt uns klar auf, zu was der Mensch innerhalb einer Gruppe imstande ist, die nur ihren eigenen Regeln unterworfen ist und wie sehr Macht die eigene Persönlichkeit verändern kann.

Schlusswort

Wetten, dass selbst Erwachsene, die bisher noch gar kein Interesse an Videospielen hatten, nach dieser Lektüre geneigt sind, zu einem Videospiel zu greifen und in ähnlich faszinierende Welten abtauchen?

Und jetzt mal ganz ehrlich: Wenn es die negativen Aspekte von 'Erebos' nicht geben würde, wer von uns würde es dann nicht liebend gerne spielen wollen?
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40 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender und moderner Jugend-Thriller, 19. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Auf einer Londoner Schule zieht ein besonderes Computerspiel seine Kreise: Erebos, ein Fantasy-Rollenspiel, dass den Kids erlaubt in eine wirklich umfangreiche und fantastische Welt einzudringen. Das Besondere daran: Erebos scheint mehr über die Welt außerhalb des PCs zu wissen, als man annehmen möchte. Als der Protagonist Nick Dunmore zum Spiel eingeladen wird, beginnt er schon nach kurzer Zeit süchtig danach zu werden. Sein Leben dreht sich nur noch um den spielsteuernden Boten und den Kampf gegen die Finsternis. Bis er eines Tages einen Auftrag bekommt, den er in der realen Welt auszuführen hat, und der einen gehörigen Schritt zu weit geht.

Ich muss ehrlich sein: Nach 20 Seiten hätte ich das Buch beinhart zur Seite gelegt und mich mit etwas anderem beschäftigt. Grund dafür ist der ziemlich knappe und relativ einfache Schreibstil, der vermutlich wegen dem Etikett "Jugendbuch" sich nicht traut etwas schärfer und knackiger zu sein (dabei kann man den Jugendlichen weit mehr zutrauen). Allerdings entpuppt sich genau diese Sprache nach weiteren 50 Seiten als gelungenes Transportmittel um die im Buch beschriebenen Spielvorgänge zu schildern. Und ab da fiel es mir sogar schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Ursula Poznanskis Jugend-Thriller lebt vor allem von einem: Der unglaublich detaillierten und fantasiereichen Darstellung der Computerspielwelt. Es ist schon beeindruckend, mit welchen Ideen und Konzepten sie ein Spiel gestaltet, dass es so wohl nie geben wird. Die erste Hälfte des Buches befindet man sich auch fast ausschließlich im Spiel, und genau wie Nick Dunmore möchte man zu Beginn eigentlich mehr von Erebos erleben, als von dem ganzen Drumherum in der realen Welt.

Sehr gelungen ist dann der Bruch nach ca. zwei Drittel der Handlung. Da beginnt dann die Ermittlung und der eigentliche Thrill. Wieso kann sich ein fünfzehnjähriger Junge, der nur ein tolles Computerspiel zocken wollte nicht mehr seines Lebens sicher sein? Wie weit reichen die Finger des Boten in die reale Welt und steckt da mehr dahinter? Hier gewinnt die Handlung unglaublich an Fahrt und lässt die letzten Seiten wie im Fluge verstreichen. Die Auflösung ist dann doch sehr originell und sogar etwas anrührend.

Löblich finde ich die Erwähnungen zu aktuellen Online-Medien wie deviantart und Facebook. Das gibt dem ganzen eine ziemliche Frische und zeigt, dass sich die Autorin durchaus eingehend mit der ganzen Thematik beschäftigt hat.

Wer sich an der etwas zurechtgeschnittenen Sprache nicht stört und sich für die spannende und detailreiche Spielwelt interessiert, kann bedenkenlos zugreifen und wird mit Sicherheit gut unterhalten.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das hat Spass gemacht!, 26. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Zum Inhalt ist ja bereits genug gesagt. Dieses Buch hat mich gefesselt und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Eine ganz klare Kaufempfehlung, nicht nur an jugendliche Leser. Der Mix aus realer und utopischer Welt ist wunderbar gelungen und man muss einfach immer wissen, wie es weitergeht. Das Buch ist spannend, überraschend und man kann sich in die Geschichte einfühlen...was will man mehr?!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überzeugt, 3. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
Unser Sohn (fast 17) hat das Buch von uns zum Nikolaus bekommen. Eigentlich liest er ja lieber Fantasy- bzw. Science-Fiction-Romane. Und eben aus diesem Grund erhielt ich erst einmal einen abwertenden Blick, was ich denn da nun wieder gekauft hätte, wo ich doch weiß, welche Art von Romanen er liest.

Ich hatte mich zum Kauf dieses Buches entschieden, als ich in einer Buchhandlung die Bewertung einer Verkäuferin darüber gelesen hatte. Diese fiel überaus positiv aus und hörte sich auch sehr spannend an, da es wohl um ein interaktives Computerspiel geht, in dem die im Spiel gegebenen Aufträge im wahren Leben ausgeführt werden müssen. Andererseits darf aber keiner der Mitspieler verraten, dass er dieses Spiel spielt, da sonst ....

Also, nachdem nun die ersten Seiten sehr widerwillig und abwertend gelesen wurden hat sich das Blatt in den Ferien total gedreht und wir haben unseren Sohn kaum von dem Buch wegreißen können. Zu Familienbesuchen wurde es mitgenommen, es war einige Tage unser ständiger Begleiter.

Resumé unseres Sohnes: "Super", "Total spannend", "Mal was anderes".

Also auch für ältere Jugendliche durchaus empfehlenswert, da ja gerade das Thema "Computerspiele" und "Onlinespiele" sehr aktuell ist.
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22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannungsgeladener Jugendthriller, 24. März 2010
Von 
Chaostante - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erebos (Taschenbuch)
An Nicks Schule verhalten sich plötzlich viele Schüler merkwürdig.
Fehlen unentschuldigt, sprechen nicht mehr mit ihren Freunden, gehen nicht mehr zum Sport.
Schuld scheint ein Päckchen zu sein, viereckig und klein, es sieht aus wie eine CD.
Nick spricht seine Mitschüler darauf an, aber keiner sagt etwas.
Es ist nichts, Musik", das bekommt er jedes mal zu hören.

Bis eines Tage Brynne, seine Mitschülerin, vor Nick steht und eines dieser Päckchen in der Hand hält.
Er muss schwören es keinem zu zeigen.
Und er muss allein sein, wenn er die DVD in den PC einlegt.
Nick staunt, es ist ein Spiel. Ein Rollenspiel.
Aber kein Rollenspiel im herkömmlichen Sinne, das stellt Nick bald fest.
Das Spiel weiß wie er heißt, das Spiel weiß Dinge von ihm die keiner wissen kann.

Erebos ist ein Spiel, aber nicht irgendeins. Es ist ein Spiel das über die Grenzen der virtuellen Welt schwemmt.
Es scheint zu leben, zu denken, zu wissen.

Der Spielcharakter muss in der virtuellen Welt kämpfen und Ungeheuer besiegen, und in der realen Welt Botengänge erledigen. Verweigert sich der Spieler, so weiß es das Spiel sofort und der Spieler ist für immer draußen.
Wenn man einen Botengang aufgetragen bekommt darf man erst wieder weiterspielen, wenn dieser erledigt ist. In der Zeit lässt sich das Spiel nicht starten.

Abgestürzt? Nein, aber ich weiß was du meinst"
Er senkte seine Stimme, als befürchte er, jemand könne mithören.
Manchmal.... will es einfach nicht. Es wartet. Es prüft dich. Weißt du was, Nick? Manchmal glaube ich, es lebt."

Versagt man, so verschwindet nicht nur das Icon vom Desktop, sondern das ganze Spiel von der Festplatte. Auch eine Neuinstallation ist nicht möglich. Geht man gegen dieses Spiel vor, wehrt es sich. Es schreckt vor nicht zurück.
Es ist gefährlich nicht auf der Seite des Spiels zu sein, doch was ist seine Absicht?

Der Klappentext verrät nur.

Erebos ist ein Spiel.
Es beobachtet dich,
es spricht mit dir,
es belohnt dich,
es prüft dich,
es droht dir.
Erebos hat ein Ziel:

Es will töten."

Die Autorin Ursula Poznanski hat hier einen Roman unserer Zeit geschrieben.
Einer Zeit in der wir uns hinter Avataren einer virtuellen Welt verstecken.
Die Sucht mit der Nick, genauso wie seine Mitschüler, konfrontiert wird, beschreibt die Autorin so lebensnah und real. Man denkt fast, in dem Spiel gefangen zu sein.
Wem es anfangs unglaubwürdig erscheint, dass selbst die erfolgreichen Basketballspieler der Schule diesem Spiel verfallen, seid gewarnt!

Ich entziehe der Realität meine Zustimmung. Ich verweigere ihr meine Mithilfe. Ich verschreibe mich den Verlockungen der Weltenflucht und stürze mich mit ganzen Herzen in die Unendlichkeit des Irrealen."

Dass die Autorin reale Onlinemedien wie deviantart" und Facebook" erwähnt, macht den Roman nur noch glaubwürdiger. Der Plot ist unheimlich gut durchdacht und am Ende des Buches gibt es einen Aha-Effekt. Alle Puzzleteilchen setzen sich zusammen und es macht Klick, Klick, Klick!
Ich bin nun wirklich kein Online Rollenspiel - Fan, daher hat es mir gut gefallen wie Poznanski die Spielwelt beschrieb. Mich hat es auch zu keiner Zeit gestört, dass es in diesem Buch um Rollenspiele ging. Mir erging es wie Nick, ich erlag Erebos - dem Buch Erebos.

Erebos. Ein Virus in Buchform.
Man wir infiziert und ist machtlos, das Buch hält dich gefangen und lässt dich nicht wieder los.
Es fesselt. Es lebt. Es spricht mit dir.

Ich habe das Buch fast in einem Stück gelesen, ein Aufhören war nicht möglich. Fast hatte man Angst, das Buch könnte sich nicht mehr öffnen, oder die Buchstaben wären nicht mehr da, nur weil man mal etwas zwischendurch essen wollte.

Ich hatte Gelegenheit mit der Autorin auf der Buch-Messe ein paar Worte zu wechseln. Eine sehr sympathische Frau, eine Autorin zum Anfassen, die auch den direkten Kontakt zu ihren Lesern nicht scheut. Das hat mich unheimlich gefreut!

Das Buch besteht aus einer Klappenbroschur mit Prägung, Spotlack und Softtouchfolie. Ein echter Hingucker. Es ist als ob man ein Buch aus vergangenen Zeiten in Händen hält.
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Erebos
Erebos von Ursula Poznanski (Taschenbuch - 7. Januar 2010)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,74
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