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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolles Abenteuerbuch für jung und alt!
Der junge Oskar ist ein ganz normaler Taschendieb im Berlin des Jahres 1893. Doch dann versucht er, Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst für einen illegitimen Sohn Humboldts hält, zu bestehlen. Das ändert sein Leben grundlegend. Denn statt ihn zu bestrafen, macht Humboldt ihm ein fantastisches Angebot: Oskar soll ihn auf eine Forschungsreise begleiten...
Veröffentlicht am 17. September 2009 von Julia

versus
2.0 von 5 Sternen Schöne alte Geschichte ....
aber warum springt der Author nach jedem (gefühlt) Satz wie wild in der Zeitlinie der
Geschichte umher.
Ich empfand das Hören der Geschichte als Extrem anstrengend.

Die Geschichte wäre ein klassischer Abenteuer (Reise) Roman geworden. Nur wäre die Geschichte dann aber
auch nach 2/3 der Zeit erzählt. So wird sie nur...
Vor 2 Monaten von Kleiner Willi veröffentlicht


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53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervolles Abenteuerbuch für jung und alt!, 17. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Der junge Oskar ist ein ganz normaler Taschendieb im Berlin des Jahres 1893. Doch dann versucht er, Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst für einen illegitimen Sohn Humboldts hält, zu bestehlen. Das ändert sein Leben grundlegend. Denn statt ihn zu bestrafen, macht Humboldt ihm ein fantastisches Angebot: Oskar soll ihn auf eine Forschungsreise begleiten. Und so beginnt ein Abenteuer, dass sie in die peruanischen Anden führt, auf der Suche nach dem sagenumwobenen Volk der Regenfresser.

Ich war gespannt, was bei diesem Buch auf mich zukommt, denn Abenteuerbücher waren eigentlich bisher nicht mein Genre gewesen. Aber falls alle so sind wie dieses hier, dann sollte ich das ändern!
Das Buch überzeugt schon auf den ersten Blick mit einer wundervollen Aufmachung. Liebevoll gestaltet macht es Lust, gleich mit den Lesen zu beginnen. Und das lohnt sich!

Von Anfang an hat mich dieses Buch in seinen Bann gezogen. Es ist in einem unglaublich anschaulichen Stil geschrieben, der einen richtig in die fremde Welt eintauchen lässt. Dabei ist die Geschichte spannend und witzig und die Hauptpersonen alle sehr interessant und sympathisch. Oskar, den frechen wissbegierigen Taschendieb muss man einfach gern haben. Humboldt selbst ist immer wieder für Überrachungen gut, seine Nichte Charlotte wird im laufe des Buches immer netter, die Haushälterin Eliza ist äußerst geheimnisvoll, und der heimliche Held des Buches ist ein Kiwi, Humboldts Haustier, das auf der Expedition natürlich nicht fehlen darf.

Schon lange hat mich kein Buch mehr so begeistert, es gehört auf jeden Fall zu meinen Jahreshighlights. Ich hoffe, dass ich die Truppe noch auf vielen Expeditionen begleiten darf. Es gibt schließlich noch viel zu entdecken auf der Welt!
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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer über Perus Wolken..., 17. September 2009
Von 
S. Kapper (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Berlin im April 1893: Das Leben Oskar Wegeners verläuft eigentlich ganz passabel. Der 16jährige Berliner verdient sich sein Geld als Taschendieb und kommt durch besonders clevere Tricks einigermaßen über die Runden. Eines Tages gelingt es ihm, einen sehr düster wirkenden Mann zu bestehlen, doch Oskar merkt schnell, dass der Fremde ihm folgt. Gerade als er glaubt, ihn abgehängt zu haben, taucht der Mann plötzlich aus den Schatten der Häuser auf und betäubt den Jungen mit einem seltsamen weißen Pulver, bevor der sich überhaupt wehren kann. Als Oskar Stunden später erwacht, ist er gefesselt. Ein Gefangener im Haus des Fremden!
Schnell jedoch wird klar, das Oskar nicht eine harte Strafe für seinen Diebstahl erwartet. Bei seinem Entführer handelt es sich um Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst von Humboldt nennt, und der Sohn des berühmten Forschers Alexander von Humboldt sein will. Carl Friedrich ist ebenfalls Forscher und möchte, dass Oskar ihn auf eine Expedition in die Anden begleitet, wo er nach dem sagenumwobenen Volk der Regenfresser suchen will.

"Die Stadt der Regenfresser" ist der Auftakt der vielversprechenden Reihe "Chroniken der Weltensucher" und das erste Jugendbuch des Autors. Wie man es bereits aus seinen Thrillern kennt, versteht er es auch hier, bereits mit dem Prolog zu fesseln.
Bildhaft beschreibt Thiemeyer die Reise seiner so unterschiedlichen Protagonisten, fast kann man die Hitze Perus spüren und den seltsamen Geruch der Ukhu Pacha, riesigen und vor allem gefährlichen Insekten, wahrnehmen. Seine Charaktere hat der Autor ebenfalls sehr komplex erschaffen. Sie entwickeln sich im Laufe der Geschichte weiter und zeigen so bereits ihre Stärken, aber auch ihre Schwächen. Geheimnisse, Begabungen und Emotionen kommen nach und nach ans Licht, wodurch die Geschichte an Tiefe gewinnt und eine große Nähe zum Leser entsteht. Schnell fiebert man mit den fünf Gefährten mit, immer deren Verfolger im Blick, die hier jedoch nicht die Schurken sind, sondern ein weiterer wichtiger Aspekt der Story.

Wer Thiemeyers Bücher kennt, weiß, dass er gern Fakten mit Fantastischem vermischt und auch hier ist er seinem Stil treu geblieben. Neben Abenteuer und historischem Wissen, wartet die Story mit kuriosen Erfindungen wie zum Beispiel dem Linguaphon auf. Es gibt fliegende Schiffe zu bestaunen, chemische Waffen, die zur damaligen Zeit kaum denkbar waren und die Ukhu Pacha, mörderische Insekten, erinnern an Filme wie "Alien". Eine spannende Mischung, die beste Unterhaltung bietet.
Besonders fällt natürlich auch die liebevoll gestaltete Optik des Buches auf. Das Cover auf dem Buchumschlag, gezeichnet vom Autor selbst, passt mit seiner nostalgischen Note perfekt zum abenteuerlichen Inhalt ebenso wie die silberne Prägung auf dem Einband und das farblich passende Lesebändchen. Eine alte Windkarte der Erde schmückt die inneren Buchdeckel und die Encyclopedia Humboldtica, eine Art Glossar, ist ebenfalls zu finden. Es ist nicht zu übersehen, wie viel Liebe zum Detail auf und zwischen den Buchdeckeln steckt.

"Die Stadt der Regenfresser" ist definitiv ein Lesehighlight in diesem Herbst, das nicht nur der Zielgruppe von Jugendlichen ab 12 Jahren ein tolles Leseerlebnis bereiten wird. Eine rundum tolle Story, die mich von Anfang an sehr gefesselt hat. :-)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komm mit mir ins Abenteuerland...., 2. Januar 2010
Von 
Andrea Koßmann "Kossis Welt" (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
.... auf deine eigene Reise... so sang es einst die Band PUR und an genau diesen Song musste ich denken, als ich zu dem Chroniken der Weltensucher griff. Und ich bin ihrem Ruf gefolgt und habe ein wunderbares Abenteuer erleben dürfen.

Der kleine Oskar ist ein Taschendieb, wie er im Buche steht. Mit seinen Diebstählen finanziert er seinen Lebensunterhalt und genau dieser Job bringt ihn eines Tages scheinbar in Gefahr, als er nach dem Portemonnaie von Carl Friedrich von Humboldt greift, der behauptet, der Sohn des Naturforschers Alexander von Humboldt zu sein. Wie von Geisterhand wacht er nach dem Diebstahl nämlich in dessen Haus auf, doch statt einer Bestrafung erhält Oskar ein Angebot von Carl Friedrich, das er nur schwer abschlagen kann.

Und so begeben die beiden sich, samt Charlotte, der Nichte von Carl Friedrich, auf die abenteuerliche Reise nach Peru, um die Stadt der Regenfresser zu finden und zu erkunden. Doch sie sind nicht die einzigen Forscher, die den Weg dorthin suchen. Parallel zu den Erlebnissen von Oskar und seinen Freunden wird auch die Geschichte des verschwundenen Fotografen Harry erzählt, der von seinen Arbeitskollegen gesucht wird und die sich ebenfalls auf ein riesiges Abenteuer einlassen.

Dies ist der erste Teil einer Trilogie und das einzige, was mich nun traurig macht, ist die Tatsache, dass ich noch ca. ein halbes Jahr warten muss, bis ich den zweiten Teil in Händen halten darf. Dieses Buch hat mich sehr an meine Kindheit erinnert, in der ich oft heimlich mit der berühmten Taschenlampe unter der Bettdecke, bis spät in die Nacht mit Oliver Twist, der roten Zora und wie sie alle hießen, große Abenteuer erlebt habe. Denn obwohl es eigentlich als Jugendbuch deklariert ist, kann man es durchaus in meinem Alter (40) lesen. Ich fühlte mich zurückversetzt in die Kinderzeit, in der man selber auf der Suche nach Abenteuern war und es galt, Dinge zu erforschen und zu entdecken.

Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt und ich freue mich, dass der Autor seine Ideen niedergeschrieben hat. Ich kenne bisher kein weiteres Buch von Thomas Thiemeyer und soweit ich recherchiert habe, ist dies auch sein erster Ausflug in die Jugendbuchliteratur. Ich kann nur sagen: Dieser Ausflug ist ihm mehr als geglückt! Der Schreibstil ist spannend und ich habe mich in dem Buch 'zu Hause' gefühlt, denn selbst die Stimmung des 19. Jahrhunderts konnte ich bei jeder Seite spüren.

Wer das Abenteuer sucht und neue Welten entdecken und erforschen möchte, den bitte ich darum: Komm mit mir ins Abenteuerland!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wundervolles Abenteuer im Stil von Verne und Dickens, 26. August 2011
Von 
V. Dahmen "Wer zu lesen versteht, besitzt den... (Meist in meiner eigenen Welt....) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Teil 1 von bisher 3 erschienenen Bänden über den Erben von Alexander von Huboldt und seine fantastischen Reisen.
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Worum geht's?
Der junge Taschendieb Oskas schlägt sich mehr schlecht als recht durch sein schwieriges Leben in den Straßen Berlins. Einzig seine Büchersammlung, Abenteuer von weiten Reisen und unbekannten Kulturen, hält ihn aufrecht. Nie hätte er sich erträumt, dass er eines Tages selber auf solch eine abenteuerliche Reise begeben könnte.
Eines Tages beklaut er einen außergewöhnlichen Mann: Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst als illegetimen Sproß des großen Forschers Alexander von Humboldt bezeichnet. Statt ihn zu bestrafen, lädt Humboldt Oskar ein, ihn auf eine besondere Reise zu begleiten. Denn Huboldt besitzt Informationen, dass Tief im peruanischen Dschungel eine Stadt auf Entdeckung wartet - eine besondere Stadt. Eine Stadt in den Wolken, umgeben von Flugschiffen und unbekannter Technik.
Eine spektakuläre Reise beginnt...
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Was mir besonders gefallen hat?
Am positivsten ist mir eigentlich eine kleine Sache aufgefallen: Thiemeyer kommt ohne die, mittlerweile schon obligatorische, Gewaltorgie voller ausgerissener Gedärme und zerplatzter Schädel aus. Eigentlich stirbt so gut wie niemand in dem Buch. Kampfszenen kommen im Stil der guten, alten Bus Spencer Filmen mit Karate und ein paar kräftigen Faustschlägen aus.

Desweiteren erinnert das Buch sehr an Klassiker wie "20.000 Meilen unter dem Meer" und "Oliver Twist". Thiemeyer greift zurück auf die altbewährten und in letzter Zeit leider etwas untergegangenen Abenteuerklassiker. Die Gruppe von ungleichen Gefährten macht sich auf die klassische Art auf den Weg, ein unglaubliches Abenteuer zu bestehen.

Die Hauptprotagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, im ersten Band jedoch noch etwas undurchsichtig.
Humboldt Beweggründe sind noch sehr verschleiert.
Oskar, der pfiffige Gassenjunge, der schwer an Oliver Twist erinnert, ist der größte Sympathieträger des Buches. Gewitzt und bauernschlau, steht er Humboldt treu zur Seite und rettet die Abenteurer aus manch kniffliger Situation.
Eliza ist noch ebenso undurchsichtig und nimmt nur eine Nebenrolle ein. Über ihren Hintergrund erfährt man noch sehr wenig.
Charlotte, verwöhnte, reiche Nichte des Abenteurers, sucht das Abenteuer ebenso wie ihr Onkel. Belesen und intelligent, möchte sie endlich die echte Welt kennen lernen.
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Einen kleinen Stern Abzug gibt es für den leider doch recht vorhersehbaren und gradlinigen Verlauf der Geschichte. Leider vermisse ich ein paar unvorhersehbare Wendungen.
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Die Auflage ist wirklich klasse! Der Einschlag ist liebevoll gestaltet und ganz toll gearbeitet. Im Inneren findet man eine alte Weltkarte und alte Abbildungen von Windrosen. Im Regal macht sich das Buch wirklich sehr gut!
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Fazit:
Durchaus lesenswert! Thiemeyer knüpft an eine alte Tradition des Schreibens an und entführt uns im Stil von "Indiana Jones" in unbekannte Gefilde. Lesenswert und schön anzuschauen! Ist seinen Preis durchaus wert!
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Noch ein paar Facts:
Erscheinungsjahr: 2009
Seitenanzahl: 447
Bisher erschienene Bände: 3
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer Wissenschaft, 23. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Wer, wie manche, ein Abenteuerroman aussucht und dabei Geister, Zombis oder Hexen erwatet wird "natürlich" enttäuscht sein. Denjenigen empfehle ich John Sinclair.
Dieses Buch bildet während man spannenden Spaß hat. im September habe ich mir den 1. Jake Djones (Die Hüter der Zeit.)zugelegt. Ich habe nach einer Geschichte mit Zeitsprüngen o.ä. gesucht.Ich fand das Thema im Genre Abenteuer. Vorweg. Ich war begeistert wie spannend Geschichte und Historie verknüpft wurden.
Dann wollte ich den 2. Teil sofort weiter verschlingen aber leider ist es noch lange nicht auf dem Markt. Was nun?
In der Buchhandlung sprach mich das Cover "Chroniken der Weltensucher" sofort optisch sehr an. Ich dachte, als Überbrückung wirds ausreichen. Da hatte ich es aber sehr unterschätzt. Von Anfang an war die helle, einfache Sprache wie ein Elixier das mich fesselte. Spannung wird hervorragend aufgebaut und kreativ zum Höhepunkt geführt. Raffinierter Humor und Menschlichkeit wird gekonnt eingebracht. Und lernen kann man auch was dabei. Für mich: Perfekt!

Und das Beste: Es gibt bereits 4 Folgen auf dem Markt.;-)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer, Spannung, Mythen und Wissenschaft, gewürzt mit einem Hauch Magie, 11. Mai 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Zitat:
„Humboldt warf einen Blick auf seine drei Mitstreiter. Eliza, seine treue Begleiterin, die ihm schon auf so vielen seiner Reisen zur Seite gestanden hatte, Charlotte, in deren Adern das abenteuerlustige Blut seiner Familie strömte, und natürlich Oskar, der Junge, der ihm viel ähnlicher war, als er selbst es ahnte. Jeder Einzelne von ihnen hatte es verdient, hier zu stehen.“
(S. 271)

Inhalt:
Berlin 1893
Der Kleinkriminelle Oskar wittert große Beute und bestiehlt geschickt einen vornehmen Herrn. Dieser schnappt ihn aber wenig später trotz seines ausgeklügelten Fluchtplans.
Kurz darauf wacht Oskar gefesselt im Haus des reichen Herrn auf, der ihm ein Angebot macht: Oskar solle ihn auf seiner nächsten Expedition begleiten. Denn der reiche Herr stellt sich als Carl Friedrich von Humboldt vor, Sohn des berühmten Entdeckers Alexander von Humboldt. Und er hat eine Vision: Er will alle Orte der Welt erforschen und DAS Standardwerk der Zukunft darüber schreiben. Und er hat ein neues Ziel.
So entscheidet sich Oskar, sich gemeinsam mit dem Mann auf die Spuren der legendären Regenfresser zu machen.

Doch auch andernorts hat jemand ein Auge auf dasselbe Ziel geworfen: Max, seines Zeichens Redakteur beim „Global Explorer“ erhält den Auftrag, mehr über den Verbleib des in Peru stationierten Korrespondenten Harry Boswell herauszufinden, dessen Aufnahmen auf Metallplatten den Chef des Explorers sowie von Humboldt von dieser Reise nach Südamerika überzeugen konnten. Denn sie zeigen eine Stadt am Abgrund, zwischen deren Gebäude fliegende Maschinen ihre Bahnen ziehen.

Somit ist der Startschuss für ein Abenteuer und ein Wettrennen nie da gewesener Art gefallen… Sie alle tauchen ein in eine Welt voller Wissenschaft, Wunder, Magie und einer uralten Prophezeiung.

Meinung:
Bisher genoss ich Abenteuerromane lediglich als Verfilmung, aber auf die „Chroniken der Weltensucher“ war ich nicht nur aufgrund des vom Klappentext angekündigten Abenteuers neugierig. Seit dem „Verbotenen Eden“ bin ich begeistert von Herrn Thiemeyers Stil und seiner Art, seine Gedanken auf gekonnte Weise zu vermitteln.

Auch „Die Stadt der Regenfresser“ trägt diesen besonderen Stil: Eine einfach gehaltene, nicht ausufernde Sprache, die genau im für mich richtigen Maße ausgeschmückt ist. Die kurzen Kapitel fliegen nur so dahin und ehe ich mich versah, lag der erste der 3 Teile dieses Buches schon hinter mir.

Herr Thiemeyers Werk trägt einen klassischen Aufbau. In mehreren Handlungssträngen erfährt der Leser im personalen Stil genaueres über die Beweggründe der Hauptcharakterere. Diese haben mich allesamt angesprochen, hatten Tiefe und spielen durch ihre verschiedensten Hintergründe alle eine wichtige Rolle.

Gleich nach dem Prolog lernen wir den jungen Oskar kennen. Dass er ein Waisenkind ist und von einem auf den anderen Tag lebt merkt man ihm kaum an. Er ist intelligent und macht sich viele Gedanken. Als Fan der großen Entdecker und Leser von Abenteuergeschichten ist er schnell von der Expedition überzeugt. Erstmals spürt er Anerkennung, doch mit dieser kommen auch Zweifel, welche Rolle er bei der Sache tatsächlich spielen soll. Denn die zu Beginn so arrogante Charlotte behandelt ihn so wie alle anderen feinen Herrschaften von oben herab – und Oskar steht kurz vor dem Aufgeben. Aber auch Charlotte ändert sich und gemeinsam treten sie ihr größtes Abenteuer an. Und insbesondere Oskar wächst über sich hinaus.

Der Wissenschaftler von Humboldt spricht dagegen eher das „ältere“ Publikum an. Er erinnerte mich stark an den Vater von Indiana Jones – ich hatte unauslöschlich das Bild von Sean Connery im Kopf: intelligent, stets die Lösung so gut wie parat, rettet er alle aus den ausweglosesten Situationen.
Für mich war dieser Vergleich kein bisschen abwegig, lässt sich Thomas Thiemeyers Werk durchaus mit den Abenteuern von „Indy“ vergleichen. Eine längst vergangene Zeit, in der noch große Entdeckungen zu machen waren, in der viel Unbekanntes auf der Welt lag, weiße Flecken auf der Landkarte keine Seltenheit waren, ist die beste Voraussetzung für weltverändernde Expeditionen.
Basierend auf Mythen und Legenden erschuf der Autor eine fantastische Reise voller Herausforderungen, verflocht darin viele der heutzutage allseits bekannten wissenschaftlichen Beweise und andere Tatsachen und gab ihnen so einen neuen Hintergrund, der mich – insbesondere auf den letzten Seiten – sogar zum Schmunzeln brachte.

Doch so „wissenschaftlich“ sich dies alles jetzt anhört, darf man „die Magie“ und den fantastischen Anteil des Buches nicht außen vor lassen. Diese Magie tritt hauptsächlich in Form der Voodoo-Priesterin Eliza auf, der so treuen Begleiterin von Humboldts. Mit ihren Visionen, ihrer „Telepathie“ würzt sie die Geschichte nicht nur, sondern bereitet die Basis für weiteres „abergläubisches Wissen“, das den Abenteurern ein ums andere Mal eine große Hilfe ist.

Jeder der Charaktere, auch die Gegenspielerin Valkrys, wuchsen mir während des Buches ans Herz. Jeder von ihnen war überaus wichtig für die Mission, die sich beim Zusammentreffen der Handlungsstränge herauskristallisierte.
Das Ende ist für alle Altersklassen - und vermutlich für das Genre der Abenteuerromane – zufriedenstellend, ein kleiner Ausblick auf die Zukunft macht aber absolut neugierig auf mehr.

Urteil:
„Die Chroniken der Weltensucher“ ist nicht nur eine Reihe für abenteuerlustige Jungs. „Die Stadt der Regenfresser“ ist ein fantastischer Serienauftakt und befriedigt jeden Lesegeschmack. Abenteuer und Spannung, gepaart mit Mythen und Wissenschaften, gewürzt mit einem Hauch „unwissenschaftlicher“ Magie in einem Setting, das den Abenteurer in jedem Leserherz weckt. Dazu Charaktere für Jedermann. Dafür gibt es natürlich fünf Abenteuerbücher.

Ein Must-Read für Lesefans aller Art, die sich auf Abenteuer in einer alten Welt einlassen können und von einer Prise Wissenschaft und Beweise nicht abgeschreckt sind.

Die Serie:
1. Die Stadt der Regenfresser
2. Der Palast des Poseidon
3. Der gläserne Fluch
4. Der Atem des Teufels
5. Das Gesetz des Chronos

©his-and-her-books.blogspot.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Abenteuerlicher Bogenschlag zwischen Historik und Fantastik, 8. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Ich habe vor Jahren mal versucht, einen "Erwachsenen"-Roman von Thomas Thiemeyer zu lesen. War einfach nichts für mich. Deshalb war ich über die letzten beiden Jahre - seit "Die Stadt der Regenfresser" erschienen ist und ich ein Auge darauf hatte - auch ein wenig skeptisch. Nachdem das Buch über Umwege zu mir gelangt ist und ich es verschlungen habe (wann immer ich Zeit hatte in meinem zeitraubenden Praktikumsplan), bin ich aber überaus froh, dass ich Thomas Thiemeyers ersten Jugendroman doch noch gelesen habe.

Wer Abenteuerromane mag, fremde Kulturen, vielleicht gemischt mit einigen fantastischen Elementen und natürlich charmanten, sympathischen Charakteren, der ist hier genau an der richtigen Adresse.
Der Leser taucht mit Oskar in die Geschichte ein. Ein gewiefter Dieb in Berlin, den man sofort mag und - auch das merkt man gleich - der das Zeug zum Abenteurer hat. Er ist intelligent, weiß sich zu helfen, "motzt" auch mal herum - ein einfacher Junge von ungefähr 16 Jahren, dem eine ganze Menge Abenteuer bevorstehen.

Oskars Begleiter sind Carl Friedrich von Humboldt, dessen Nichte Charlotte und die Voodoo-Zauberin Eliza, die ursprünglich von Haiti stammt. Zu viert bilden sie ein tolles Team, das ich mit dem größten Vergnügen auf die Reise nach Peru begleitet habe.
Wichtig ist hier wohl, dass dieser Humboldt fiktiv ist. Das wird aber zu Beginn des Buches erwähnt und selbst im Laufe der Geschichte wird die Identität dieses Forschers, der behauptet, der Sohn Alexander von Humboldts zu sein, mehrmals angezweifelt. Ansonsten entspricht aber vieles, soweit ich das beurteilen kann, der Wahrheit.

Sehr faszinierend fand ich, wie Thiemeyer die unterschiedlichsten historischen Begebenheiten miteinander verwebt - wer hätte gedacht, dass Leonardo da Vinci und die Inka-Kultur zusammenpassen! Natürlich muss sich der Autor auch einige Dinge zurecht biegen, alle historischen Fehler werden aber im Anhang richtig gestellt.

"Die Stadt der Regenfresser" wartet im Wesentlichen mit drei Handlungssträngen auf, die - wie könnte es auch anders sein - im Laufe des Buches zueinander finden. Zum einen sind das Humboldt und seine Truppe von Abenteurern, zum anderen der Fotograf Harry Boswell, der vor einigen Monaten verschwunden ist und nur eine Fotoplatte zurückgelassen hat - eine Fotoplatte, die erst der Auslöser für all den Trubel ist, den unsere Helden bestreiten müssen. Den dritten Handlungsstrang bilden Max Pepper, ein New Yorker Redakteur, der recht ungeeignet ist für den Job, den ihm sein Chef aufgebrummt hat (Harry Boswell finden nämlich), und die Söldnerin Valkrys Stone, die ganz eigene Motive für die Reise nach Peru hat.

Kritisieren muss ich an diesem ersten Teil der "Chroniken der Weltensucher" nur, dass ab und zu unzeitgemäßge Ausdrücke und Wendungen in den Text hineinrutschen. Ein Beispiel: "Ich stehe aber mehr auf Abenteuerschmöker." Vielleicht reagiere ich da empfindlicher als andere Leser.
Insgesamt lautet mein Fazit aber: Ich will den zweiten Teil!

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4 spannend gute Sterne für einen Abenteuerroman, der einen Bogen zwischen Historik und Fantastik schlägt. Von diesen Charakteren will man mehr lesen - was praktisch ist, weil es seit Kurzem neben dem zweiten Teil ("Der Palast des Poseidon") jetzt auch das dritte Buch ("Der gläserne Fluch") zu kaufen gibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer pur!, 7. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Kurzbeschreibung:
Eine Stadt in der Vertikalen, 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Ein vergessenes Volk, bedroht durch eine unheimliche, archaische Macht. Und eine kleine Truppe von Abenteurern aus der alten Welt, zu allem entschlossen.

Dies ist die Geschichte des Carl Friedrich Donhauser, der sich selbst Humboldt nannte. Zusammen mit seinen Gefährten bereiste er die letzten noch nicht erforschten Orte der Erde. Er entdeckte vergessene Völker, schloss Freundschaften mit den fremdartigsten Geschöpfen, hob unvorstellbare Schätze und erlebte die haarsträubendsten Abenteuer. Viele seiner Entdeckungen und Erfindungen gehören noch heute zu unserem täglichen Leben. Warum er aber selbst in Vergessenheit geriet, das wird wohl immer ein Geheimnis bleiben. Thomas Thiemeyer verwebt atemraubende Schauplätze und verwegene Charaktere zu einer klassischen Abenteuergeschichte, die den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesseln wird.

Abenteuer pur!

Warum wurde so ein Wirbel um die 'Chroniken der Weltensucher' gemacht?
Keine Ahnung - bisher!
Nun bin ich wohl selbst in den Bann gezogen worden - von einem wirklich außergewöhnlichen Buch!

Zuallererst möchte ich das überaus gelungene Cover loben. Die Aufmachung ist sehr einladend und anschaulich, sodass ich immer wieder zwischendurch das Bedürfnis verspürte, es mir genauer anzusehen. Die vielen kleinen Details, die man entdecken kann, sind erstaunlich und machen das Buch auch nach dem Lesen noch zu einem besonderen Schmuckstück.

Die Geschichte ist eine geschickte Verflechtung von Realität und Fiktion. Sie wartet mit spannenden historischen Details, ebenso wie mit sagenhaften Kuriositäten wie zum Beispiel dem Linguaphon auf. Alles äußerst interessant!
Man lernt sehr unterschiedliche Abenteurer kennen, die alle auf ihre Art sehr sympathisch sind. Mir sind Oskar und die anderen sehr ans Herz gewachsen.

Der liebevoll detaillierte Schreibstil des Autors macht das Lesen zu einem Hochgenuss, denn man wähnt sich als Leser direkt im Abenteuer. Man geht gefährliche Wege, kämpft mit urzeitlich anmutenden Monstern und entdeckt sagenhafte neue Welten.

Eine wundersame und auch sehr einprägsame Mischung, die in mir die unbedingte Leselust auf das nächste Buch weckt!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Chroniken der Weltensucher ' Die Stadt der Regenfresser (Hörbuch), 4. Juli 2011
Von 
Poldis Hörspielseite - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Erster Eindruck: Realität und Fiktion

Oskar Wegener, ein sechzehnjähriger Taschendieb aus Berlin, landet durch einen missglückten Diebstahl bei Carl Friedrich von Humbolt. Doch statt einer Strafe bietet der berühmte Naturforscher ihm an, ihn bei seinen abenteuerlichen Reisen zu begleiten. Ihr erster Weg führt sie nach Peru, wo ein Volk vergessen von aller Zivilisation lebt ' die Regenfresser...

Thomas Thiemeyer ist der Autor der 'Chroniken der Weltensucher', einer Buchreihe, die im ausklingenden 19. Jahrhundert spielt und stark an die Abenteuerromane von Jules Verne und anderen Autoren dieser Zeit erinnert, aber auch ganz eigene Wege geht und das Genre in das neue Jahrtausend transportiert. 'Die Stadt der Regenfresser' lautet der erste Teil der Reihe, als Hörbuch wurde es von GoyaLiT umgesetzt. Schon mit den ersten Worten des Prologs versteht Thiemeyer es, zu fesseln und den Hörer in die Geschichte mit einzubeziehen. Dieser starke Draht zum Publikum reißt über die gesamte Laufzeit nicht ab, immer ist man von den aktuellen Ereignissen erstaunt und kann es kaum erwarten, wie es weitergeht. Dazu kommt noch, dass das Setting des Romans mit gekonnten Kniffen überzeugt: Die Mischung aus der Aufbruchstimmung und realen Fakten sowie fantastischen Elementen ist äußerst gelungen. Die Handlung hält verschiedene Stationen bereit, die allesamt interessant und kurzweilig zu hören sind. Besonders gelungen ist aber die Darstellung der Charaktere, die sich von verschiedenen Seiten zeigen, dazulernen und immer wieder für eine Überraschung gut sind ' allesamt wirken sehr lebendig und schnell schließt man sie in ihr Herz. Es sind so viele gelungene und einfallsreiche Elemente, beispielsweise der Kiwi Wilma, dem Haustier Humboldts, sodass die Handlung niemals langweilig wird. Ein sehr gelungenes Abenteuer-Hörbuch, das Menschen weit über diese Genre-Grenze erreichen dürfte.

Sprecher des Hörbuches ist Dietmar Wunder, der mit seiner einprägsamen Stimme eine sehr gute Wahl ist. Der intensive Ausdruck darin kann sämtliche Stimmungen der Geschichte, aber auch ihrer Charaktere einfangen und ungefiltert zu dem Hörer transportieren. Wunder verstellt die Stimme bei der wörtlichen Rede der Charaktere und findet für jeden einen ganz eigenen Klang, ohne dabei jemals albern zu klingen. Eine sehr gute Leistung in diesem Bereich.

Das Cover wurde der Buchvorlage entnommen ' und auch hier passt es wunderbar. Der Rahmen mit den vielen Zahnrädern erinnert an die fortschreitende Technisierung dieser Zeit, während das nochmals in seltsame Zeichen eingerahmte Motiv einen leicht romantischen Anklang hat und trotz seiner eher geringen Größe eine Vielzahl an Details einfangen kann. In dem beiliegenden Booklet findet sich nicht nur eine ausführliche Auflistung der Tracks, sondern auch Kurzinfos zu Thiemeyer und Wunder sowie einige Begriffserklärungen.

Fazit: Ein Abenteuerroman der Extraklasse, sehr spannend, sehr fesselnd geschrieben, voller Witz, Einfallsreichtum und lebendiger Charaktere. Klare Empfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Stadt in der Vertikalen, 23. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Stadt der Regenfresser (Gebundene Ausgabe)
Es ist die Zeit der großen geographischen Forschungsprojekte - die Zeit, in der sich die National Geographic Society und der Global Explorer einen Wettlauf um bislang unentdeckte Regionen dieser Welt liefern.

Als einer der unerschrockensten Forschungsreisenden des späten 19. Jahrhunderts gilt der Amerikaner Harry Boswell, der zuletzt Berichte aus der Anden an die geographischen Gesellschaften in Kalifornien und New York sendete. Da jedoch bereits seit mehreren Monaten kein Kontakt mehr zu diesem Informanten besteht und über Umwege seine arg in Mitleidenschaft gekommene Reisetasche zurück in die USA gelangte, ist die Beunruhigung groß. Durch den Inhalt seiner Reisetasche jedoch schlägt das Gefühl der Beunruhigung um in blanke Euphorie: Auf vier Fotoplatten hat Boswell das fixieren können, was er zuletzt in den Anden entdeckt hat. Dieses Beweismaterial lässt die Leitung des Global Explorer unverzüglich ein eigenes Team in die Andenregion schicken.

Eine ähnliche Fotoplatte ist derweil in den Besitz des illegitimen Sohnes des großen Alexander von Humboldt gelangt. Von Berlin aus plant er zeitgleich eine Reise nach Peru. An seiner Seite stehen seine Nichte Charlotte, seine Vertraute Eliza und der Teenager Oskar. Von Humboldt bietet Oskar eine Art Assistenz auf dieser Expedition an, nachdem der von kleineren Diebstählen lebende Waise von Humboldt bestehlen wollte. Nach einer vorherigen, wenig erfolgreichen Expeditionsreise sucht von Humboldt nun die Gesellschaft 'zäher Burschen'.

Vor Ort in Lateinamerika machen sich beide Teams auf die Suche nach der Stadt in der Vertikalen, wo ein unentdecktes Volk die Fortbewegung per Luftschiff perfektioniert hat. Die Stadt der Regenfresser mit ihren unterschiedlichsten Geschöpfen wäre dem National Geographic Magazin in jedem Fall eine Sonderausgabe wert.

Der Titel "Die Stadt der Regenfresser. Chroniken der Weltensucher" sagt eindeutig, dass der deutsche Autor Thomas Thiemeyer noch weitere Abenteuer im Rahmen großartiger Expeditionsreisen plant. Als studierter Geograph und Geologe schafft es Thiemeyer sehr charmant, die aufregende Erwartungshaltung echter Forschungsreisen in seine Zeilen einzuflechten. Auch jede Form der Landschaftsbeschreibung gibt einen Hinweis auf das tiefe geographische Verständnis des Autors. Ebenfalls als Geographin habe ich diese Lektüre Seite für Seite sehr genossen! Das Buch fesselt, weil es entführt: In eine andere Zeit und in eine andere Welt! Für Jugendliche jedoch, die schon mit der National Geographic Junior aufgewachsen sind, schlichtweg Pflicht!
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Die Stadt der Regenfresser
Die Stadt der Regenfresser von Thomas Thiemeyer (Gebundene Ausgabe - 15. September 2009)
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