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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Kultbuch, das polarisiert
Dieses Buch verstößt ganz sicherlich gegen alle Regeln der politischen Korrektheit. Alleine deshalb gefällt es mir als Erwachsener im 21. Jahrhundert ganz besonders gut!
Aber auch als Kind zählte es zu meinen Lieblingsbüchern und die Geschichten waren unterhaltsam, einprägsam, lehrreich und riefen bei mir sicherlich keine...
Veröffentlicht am 7. Juli 2009 von Sir Arthur Conan Poe

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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Auf das Kind kommt es an
Bei der Bewertung dieses Buches bin ich hin- und hergerissen, und die bereits erfolgten Rezensionen zeigen ja, wie gespalten die Leserschaft bezüglich des Struwwelpeters ist.

Zunächst kann ich mal von mir selbst ausgehen. Die Geschichten haben auf mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Obwohl ich das Buch bestimmt 30 Jahre nicht in der Hand...
Veröffentlicht am 4. September 2008 von Bücherfan


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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Auf das Kind kommt es an, 4. September 2008
Bei der Bewertung dieses Buches bin ich hin- und hergerissen, und die bereits erfolgten Rezensionen zeigen ja, wie gespalten die Leserschaft bezüglich des Struwwelpeters ist.

Zunächst kann ich mal von mir selbst ausgehen. Die Geschichten haben auf mich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Obwohl ich das Buch bestimmt 30 Jahre nicht in der Hand hatte, konnte ich kürzlich alle Geschichten lückenlos aufzählen. Ich habe ein gutes Gedächtnis, aber bei welchen Büchern gelingt einem das nach so langer Zeit?

Haben mich nun diese Stories in meiner Kindheit entsetzt? Nein - bis auf eine große Ausnahme, dazu aber später! Zappelphilipp, der fliegende Robert, Hans-guck-in-die-Luft, der Suppenkasper (als Kind dachte ich immer, wie blöd ist der Kerl? Heute sehe ich in jeder Modelshow die weiblichen Pendants.), fast jedes Bild habe ich so genau angeschaut, dass ich heute noch die davonschwimmende Mappe des gestürzten Hans sehe. Auch wenn die Darstellungen natürlich altertümlich sind, mit wieviel mehr Liebe sind sie doch im Detail gestaltet als so manches Kinderbuch heute.

Ich habe als Kind die Folgen für manche Handlung gelernt, zum Beispiel, dass Feuer gefährlich ist, und ich habe nie gezündelt - wobei das natürlich nicht nur eine Folge des Struwwelpeters ist. Die meisten Geschichten empfand ich eher als lustig und originell, allein die Vorstellung, einen ganzen Eßtisch versehentlich abzuräumen, ließ mich kaum einschlafen vor Kichern.

Den Nikolaus fand ich klasse, wie er die drei Lümmel ins Tintenfass stülpte, um noch schwärzere Schwarze zu erzeugen als der malträtierte Junge selbst farbig war. Wie modern!

Eine Ausnahme gab es aber, und das war der Daumenlutscher. Der daumenlose Konrad ließ mich viele Nächte nicht zur Ruhe kommen, und ich erinnere mich, dass ich lange noch nur bei Licht einschlafen konnte, da ich fürchtete, der Schneider käme um die Ecke - und ich lutschte schon lange nicht mehr selbst am Daumen.

Habe ich meinem 6jährigen Jungen den Struwwelpeter vorgelesen? Bisher nein. Ich gebe zu, meine eigene monatelange Furcht vor dem Daumenschnippler hindert mich daran. Aber wenn er noch ein wenig größer ist, werde ich ihm das Buch zeigen, als hübsches altes Buch mit skurrilen Geschichten, die alle ein bißchen Wahrheit in sich tragen.
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29 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Kultbuch, das polarisiert, 7. Juli 2009
Dieses Buch verstößt ganz sicherlich gegen alle Regeln der politischen Korrektheit. Alleine deshalb gefällt es mir als Erwachsener im 21. Jahrhundert ganz besonders gut!

Aber auch als Kind zählte es zu meinen Lieblingsbüchern und die Geschichten waren unterhaltsam, einprägsam, lehrreich und riefen bei mir sicherlich keine Angstzustände oder ähnliches hervor.

Die meisten Rezensenten scheinen sich einige darüber, dass das Buch als historisches Werk deutscher Literatur, das nicht nur näheren Aufschluss über seine Entstehungszeit und deren Mentalität gibt, sondern auch sehr unterhaltsam für Erwachsene ist, als sehr gut einzustufen ist. Diesem Eindruck schließe ich mich vollkommen an.

Ob es als Kinderbuch heute geeignet ist, ist natürlich eine schwierige Frage. Obwohl ich persönlich als Kind ausschließlich positive Erfahrungen mit dem Buch gemacht habe, schließe ich natürlich nicht aus, dass es bei anderen tatsächlich negativ aufgenommen werden kann. Jedoch halte ich, falls es wirklich dazu kommt, ein paar in ihrer Anzahl begrenzte Albträume für wesentlich wahrscheinlicher als tatsächliche nachhaltige psychische Schädidung.

Meiner persönlichen Meinung nach ist die größte Gefahr, die Kindern in der heutigen Zeit droht, nicht die Möglichkeit von ein oder zwei Albträumen, sondern das konsequente Erziehen in einer rosa behüteten Scheinwelt in der es absolut kein Unheil gibt. Da dies nicht der Realität entspricht, muss das früher oder später zur Katastrophe führen.

Natürlich ist es klar, dass das Buch im 19. Jahrhundert geschrieben wurde, und daher der Autor nicht über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse verfügen konnte. Daher muss jeder Elternteil selbst wissen, ob er dies seinem Kind zumuten will.

Persönlich halte ich die Geschichten aber für sogar sehr gut für die Erziehung von Kindern geeignet. Die vielzitierte "Rohrstockpädagogik" kommt selten bis gar nicht zum Einsatz. Es gibt keine Geschichte in der Eltern ihre Kinder wegen Ungehorsams verprügeln. Was es hingegen gibt, sind drastische Konsequenzen für Fehlverhalten, die aber nicht von den Eltern herbeigeführt werden, sondern ganz einfach reale Folgen von Handlungen sind. Manche Folgen haben in der Realität drastische Konsequenzen und das wird Kindern mit diesen Geschichten erklärt und durch diese Geschichten können sie das auch durchaus begreifen. Die beste Methode, damit ein Kind 'falsches' Verhalten nicht ergreift, ist, wenn es begreift warum dieses Verhalten falsch ist.

Zugegebenermaßen ist hier die 'Die Geschichte vom Daumenlutscher' sicherlich eine Ausnahme und ich erkenne nicht den pädagogischen Wert darin, dass man einem Kind sagt, dass da einfach irgendein Schneider kommt, der ihm die Finger abschneidet. Unterhaltswert und/oder Gruselfaktor kann es aber durchaus bieten.

Bei den meisten anderen Geschichten werden den Kindern einfach reale Konsequenzen von bestimmten Handeln aufgezeigt. Wer mit Streichhölzern spielt kann verbrennen. Das ist nicht das Erfinden eines schwarzen bösen Mannes damit das Kind aus Angst dieses Handeln nicht ausführt, sondern die Realität. Das ist die reale Konsequenz. Sie ist drastisch, aber das ist die Realität. Wenn man einen Brand auslöst, dann kommt nicht ein rosa Winnie Puh geflogen und bläst das Feuer mit Zauberpuste aus und nichts passiert, nein, man kann verbrennen - das ist die Realität. Und diese Realität verstehen Kinder auch und es kann nur positiv sein, wenn sie die Realität begreifen wie sie ist und sie nicht in einer abgeschirmten behüteten Welt heranwachsen, die es ihnen verunmöglicht später mit ihrem Leben zurechtzukommen.

Wer in die Luft schaut, wird irgendwo dagegenlaufen (das kann drastische Folgen haben)

Wer nichts isst, der schadet seiner Gesundheit (brandaktuelle - Grüße an 'Germany's Next Top Model')

'Die Geschichte von den schwarzen Buben' - bringt bereits Kindern Toleranz bei mit Mitteln, die sie verstehen.

Kurz gesagt: ich finde das Buch hervorragend, aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Aber bitte hören wir doch auf es zu dämonisieren.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Leider auf dem Kindle nicht brauchbar..., 21. Dezember 2011
Das Werk ist leider auf dem Kindle nicht brauchbar, weil ständig HTML Fehlermeldungen wie: p height="0em" und so weiter kommen, aber kein Bild. Erst eine neue Navigation mit Menu hilft hier weiter (Ich verwende das Kindle Keyboard).

Der Text ist sehr schlecht lesbar, die Bilder wirken unschön gescannt und der Text ist nicht wählbar (für Clipping). Zooming ist zeitaufwendig und klappt nicht wirklich, daher ist das eBook sicherlich für Leute zu empfehlen, die sehr gute Augen haben.

Eigentlich schade...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
1.0 von 5 Sternen das Struwwelpeter-Buch ohne die Geschichte des Struwwelpeters?, 8. Dezember 2011
Ich hatte mir das Buch ursprünglich bestellt, da ich die Geschichte des Struwwelpeters für ein Seminar an der Uni benötige. Besonders ansprechend fand ich, dass es sich hierbei um die "ungekürzte Fassung" handelt.

Zwar sind alle anderen Geschichten von Hoffmann in dem Buch enthalten, doch leider fehlt die Geschichte des Struwwelpeters. Wie kann das sein?

Daher von mir leider nur einen Stern, da ich es wirklich schade finde, dass diese nicht enthalten ist, obwohl selbst das Buch den Titel "Der Struwwelpeter" lautet...
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Lustiges Kinderbuch?, 16. Januar 2010
Von 
Auch ich bin hin und her gerissen und habe meinen Vorrezesenten nichts Neues hinzuzufügen.

Die Bilder von dem daumenlosen Konrad und dem verbrannten Paulinchen haben sich damals in meinem Hirn eingebrannt. Mein Großvater war Schneider und ich habe ihn gefragt, wievielen Kindern er schon die Daumen abgeschnitten hat. Natürlich sagte er, er würde so etwas niemals tun, allerdings habe ich ihm das nicht geglaubt. Ich habe ihm dann das Versprechen abgerungen, das er mir nicht die Daumen abschneidet - Ich würde auch niemals am Daumen lutschen! Die Geschichte vom fliegenden Robert ist auch nicht wirklich hilfreich, um unsere Kinder zu mehr Bewegung an der frischen Luft zu ermuntern. Allerdings muß ich zugeben, das dem bösen Tierquäler Friederich dann doch eine gerechte Strafe zuteil wurde. Und auch der große Nikolas hat Gutes bewirkt.

Meiner Meinung nach ist dieses Buch nicht für unsere Kleinsten geeignet. Deshalb auch nur zwei Sterne. Meine älteren Kinder kennen es, da es ja doch zu unserem Kulturgut gehört. Und ich denke, sie sollten es wenigstens einmal gelesen haben. Da die meisten von uns ihre Erfahrungen mit diesem Buch schon als Kind gemacht haben, sollte auch jeder selbst entscheiden können, ob er es dem eigenen Nachwuchs "zumuten" kann.
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27 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Man muss dich nicht lieben - aber schätzen wäre gut!, 26. August 2001
Rezension bezieht sich auf: Der Struwwelpeter (Gebundene Ausgabe)
Lieber Struwwelpeter, es ist gut, dass es dich gibt. Du hast mich von manchem Unsinn abgehalten und mir deshalb manche Entschuldigung erspart. Später hast du mir geholfen, die Kinder zu geleiten. Du warst eine gute Anregung, wenn es beispielsweise darum ging, sie vor dem elektrischen Stromschlag oder vor dem heißen Bügeleisen zu bewahren. Meinen Kindern und mir hast du nicht geschadet. Wir achten dich als ein Kleinod deutscher Literatur. Wir verbannen und verbrennen dich nicht! Auch das haben wir von dir gelernt. Du bist Phantasie in einem Buch - leider auch zu missbrauchen.

Dipl.-Ing. Reinhard Dowe (Sach- und Kinderbuch autor)

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13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pädagogisch nicht wertvoll? Fehlanzeige!, 1. Juni 2009
Mir hat das Buch nicht geschadet! Ich fands damals schon richtig toll!

Klar, wirkten die Bilder und Texte sehr abschreckend und auch ich habe es als gausam empfunden.

Aber: Es hat einfach Faszination ausgelöst!

Es war spannend, und ich weiß, dass mir als Kind damit schon positive(!) Grundsteine der Erziehung gelegt wurden. Ich esse immer gut, ich hab noch nie an den Daumen gelutscht, gekippelt sowieso nicht, mit dem Feuer gespielt usw.. . Und ich habe das nicht deswegen befolgt, weil ich ANGST hatte, sondern weil ich es irgendwo eingesehen habe, dass diese nunmal Dinge nicht gut sind! Meine Eltern haben MIT MIR das Buch durchgenommen. Zudem realisiert man manche Dinge, die in dem Buch geschehen als Kind noch gar nicht so (ähnlich wie bei den Märchen).

Und es ist immer wieder lustig mit anzusehen, dass Viele hier auf die Darstellung der veralteten "Rohrstockmethode" rumhauen. Mein Gott, als ob ein Kind das gleich als Vorbild nimmt! Dadurch, dass die Eltern im Buch nicht selbst zuschlagen hat es auch irgendwo keinen wirklichen Vorbildcharakter. Es zeigt doch einfach nur: Was du nicht willst was man dir tu, das füg auch keinem andern zu" Oder "wie es in den Wald hinein schallt, schallt es auch wieder raus". Das hat insgesamt überhaupt nichts mit Gewaltverherrlichung zu tun, so wie es hier oft angeprangert wird. Es ist numal auch heute so: Ärgerst du nen Jemanden, muss man mit Konsequenzen rechnen. Fertig. Da hilft auch kein Lillyfee Blümchengehabe.

Wenn Eltern sich MIT dem Kind und das Buch beschäftigen, kann man es doch während des Behandelns der Geschichte aufklären, dass Gewalt allgemein nicht gut ist und dadurch nur neue Gewalt entsteht(psychisch wie physisch)!

Und was bitte ist so dermaßen unkorrekt an der Sache mit dem Nikolaus und dem "Mohr"? Diese Geschichte zeigt doch gerade, dass man Menschen nicht verurteilt, nur weil sie anders als man selbst aussehen. Ich finde das für diese Zeit sehr fortschrittlich, aber nein, man muss es ja wieder anders intepretieren... "Mohr" war damals nunmal die Bezeichnung eines Schwarzen/Farbigen, die je nach Mensch auch unterschiedlich interpretiert wurde, positiv wie negativ. Mensch, immer dieses Geheuchle hier.....

Also ich weiß nicht, wenn ich merke, dass das gar nichts für mein Kind ist und es damit nicht klar kommt, dann ist es doch gut und ich muss ihm das Buch nicht vor die Nase halten, aber wenn das Kind es positiv verarbeiten kann, warum nicht??? Man muss das individuell entscheiden.

Außerdem....ein charakterstarkes Kind hat keine Angst vor dem Struwwelpeter. Mal nachdenken und im Grundstein anfangen. ;)

Diese Buch ist kein Kinderbuch, es ist ein Familienbuch.

Anschaulich und für jedermann.

Meine Rezension mag sehr drastisch klingen, aber ich kann diese verweichlichten Rezensionen hier einfach nicht mehr ertragen. Der Struwwelpeter ist wirklich ein ganz großartiges Buch, was man schon allein an der Polarisierung feststellen kann.
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5.0 von 5 Sternen Der Struwwelpeter, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Struwwelpeter (Gebundene Ausgabe)
ein Kinderbuchklassiker, der den Kindern (manchmal zwar etwas drastisch) viele gute Verhaltensregeln nahe bringt die einfach nie aus der Mode kommen
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5.0 von 5 Sternen Wunderschöne CD, 6. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Struwwelpeter, 1 CD-Audio (Audio CD)
Die Struwwelper CD von Joseph Birchner und der Rubato Band ist absolut eine unerer Liblings CDs. Hier wird das ganze Struwwelpeterbuch teils gesprochen mit Hintergrundmusik, teils gesungen vorgetragen. Die Sprache ist sehr klar, mit rollendem r nach bayerischer Art, was dem Vortrag noch zusätzlichen Witz gibt. Die Musik ist den Texten wunderbar angepasst und sehr schön anzuhören. Meine Enkelkinder und ich, wir lieben diese CD!Der Struwwelpeter, 1 CD-Audio
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4.0 von 5 Sternen Und die Mappe schwimmt schon weit, 14. Februar 2011
1. Geschichte: Der Struwwelpeter

2. Geschichte: Die Geschichte vom bösen Friederich

3. Geschichte: Die gar traurige Geschichte mit dem Feuerzeug

4. Geschichte: Die Geschichte von den schwarzen Buben

5. Geschichte: Die Geschichte vom wilden Jäger

6. Geschichte: Die Geschichte vom Daumenlutscher

7. Geschichte: Die Geschichte vom Suppen-Kaspar

8. Geschichte: Die Geschichte vom Zappel-Philipp

9. Geschichte: Die Geschichte vom Hanns Guck-in-die-Luft

10. Geschichte: Die Geschichte vom fliegenden Robert

Das Wort "Kinderbuch" ist in diesem Falle sicherlich mit einer gehörigen Portion Vorsicht zu genießen. Wir reden hier von einem Buch, dass im Jahre 1845 geschrieben wurde. Dementsprechend enthält es eine Menge veralteter Werte. Obwohl Dr. Heinrich Hoffmann seiner Zeit weit voraus war, was man vor allem daran merkt, dass er in diesem Buch sogar den Rassismus verurteilt, sind hier teilweise Elemente aus den Geschichten zu ziehen, die heutzutage einfach nicht mehr Gang und Gebe sind. Dennoch, allein die Hintergrundgeschichte dieses Buches ist es wert, dass man es liest.

Wir schreiben das Jahr 1844 und sehen einen Mann hektisch durch die Straßen rennen. Der Name dieses Mannes ist Dr. Heinrich Hoffmann. Er läuft wie wild durch die Gassen und sucht nach einem passenden Geschenk für seinen dreijährigen Sohn Carl. Aber nichts, was er findet, scheint ihm ein passendes Geschenk zu sein. Frustriert läuft er von Geschäft zu Geschäft, doch seine Hoffnung schwindet mit der immer weiter fortschreitenden Zeit. Schließlich hat er einen brillianten Einfall und kauft einen leeren Malblock und ein paar Stifte. Einfallslos? Soll sein Sohn lediglich Zeichenmaterial geschenkt bekommen? Falsch gedacht, Hoffmann selber greift zu Stift und Papier und konstruiert seinem Sohn ein Bilderbuch, das unter dem Weihnachtsbaum landet und die erhoffte Wirkung erzielt.

Doch nicht nur Carl Hoffmann ist von diesem Bilderbuch angetan. Im Bekanntenkreis der Hoffmanns stößt der sogenannte Struwwelpeter schnell auf Anerkennung, sodass sie Heinrich dazu bewegen, sein Werk zu veröffentlichen. Zuerst willigt er nicht ein, und als er es schließlich doch tut, nur widerwillig und unter dem Decknamen Reimerich Kinderlieb. Doch mit zunehmendem Erfolg schwindet auch die Angst, enttäuscht zu werden, sodass Dr. Heinrich Hoffmann sein Lebenswerk unter seinem richtigen Namen veröffentlicht. Und siehe da, es hat immer noch Erfolg und stößt nach wie vor auf Anerkennung. Denn mittlerweile haben Namen und Begriffe wie Zappel-Philipp, Suppen-Kaspar oder Hans Guck-in-die-Luft ihren Weg in die deutsche Umgangssprache gefunden.

Dennoch haben sich die moralischen und pädagogischen Werte 150 Jahre später doch mehr als gewandelt. Die schwarze Pädagogik, welche die Kinder damals erziehen und züchtigen sollte, ist heutzutage kein gängiges Mittel mehr. Wobei man sagen muss, dass solche Mittel bei der verkommenen Jugend, wie man sie in dieser Zeit erleben darf, durchaus wieder den Weg in die Erziehungsmethoden finden sollten. Dennoch, Angst als Erziehungsmethode einzusetzen ist nicht nur falsch, sondern teilweise auch folgenschwer. Aus vielen Berichten kann man entnehmen, dass viele Kinder, aber auch einige Jugendliche und Erwachsene, wegen dieses Buches ziemlich große Angst bekommen haben. Wobei man das Buch an dieser Stelle auch ein wenig in Schutz nehmen muss, da es fast ausschließlich die Realität zeigt. Die einzigen Ausnahmen bilden hierbei vielleicht die Geschichte vom wilden Jäger und die Geschichte vom Daumenlutscher.

Aber was ist mit den anderen Geschichten? Wer sich nicht pflegt, hat einen schweren Stand. Wer mit dem Feuer spielt, kann leicht verbrennen. Wer nicht aufpasst, findet sich eventuell im Wasser wieder. Wer nicht ruhig am Tisch sitzen bleiben kann, fällt eventuell von Stuhl. Wer Menschen und Tiere quält, wird irgendwann seine gerechte Strafe bekommen. Und wer keine Nahrung mehr aufnimmt, wird irgendwann verhungern.

Man sieht, dass alle Voraussetzungen dafür, dass die Meinungen über dieses Buch auseinander gehen, gegeben sind. Auch ein sogenannter Kinderbuchklassiker ist nicht vor negativen Meinungen und Kritik sicher.
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Der Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder
Der Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder von Heinrich Hoffmann (Taschenbuch - 1986)
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