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am 10. November 2015
Herr Zillmer kann schreiben was er will - der Titel ist dreist, aber außerhalb seiner Fangemeinde wird er -mit Recht- nicht beachtet. Er hat bisher keinen substanziellen Beitrag zu welcher wissenschaftlichen Theorie auch immer geleistet...aber wen interessiert das?

Was mich umtreibt ist, dass sich dieses Buch bei Amazon unter "Fachbücher" Naturwissenschaft/Biologie sortiert ist. Finde ich bei Amazon Prosa unter Lyrik, nur weil ein Autor behauptet, sein Gedicht ist ein Roman? Das Buch hat mit Naturwissenschaft in etwa so viel zu tun wie der Musikantenstadl oder ein Autobahnstau mit klassischer Musik - weder inhaltlich noch methodisch gehört dieses Buch in diese Kategorie.
Ein Fachbuch ist es sicher nicht. Ein Sachbuch?...ja, wenn man Ratgeber zur esoterischen Lebensweise auch dazu zählt. Typisch für einige Rezensenten ist die Überheblichkeit, die sie für präzise und fleißige wissenschaftliche Arbeit übrig haben. Ich gehe aber davon aus, dass die sich bei der Nutzung ihres Handys, dem Anzapfen ihrer Fotovoltaikanlage oder der Fahrt in den Urlaub nicht auf ihre Aura, ihre innere Energie oder den fliegenden Teppich verlassen und meist zum Arzt gehen statt einen Schamanen zu zitieren.

Wer tatsächlich mehr über die Evolution erfahren möchte, der sollte tatsächlich Darwin -gern auch in der deutschen Übersetzung- lesen. Das ist auch literarisch wirklich spannend...oder wer das dann hinter sich hat, das Buch von Jan Zrzavý et al....oder wer nicht lesen mag, David Attenborough (Tree of Life) gucken oder Neil Shubin.
Also, liebe Amazonier, das Buch von Herrn Zillmer erfüllt die Kriterien für ein Fachbuch zur Evolutionstheorie nicht und deshalb kann man hier nur einen Punkt geben.
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am 17. September 2008
Wir haben es bei diesem Buch mit einem ganz schlechten Versuch der Widerlegung der Evolutionstheorie zu tun. Der Autor bewegt sich dabei zu grossen Teilen auf "Bild"-Niveau und rein emotionalen Ansprachen (wie beispielweise: wollen sie wirklich von einem Affen abstammen?). Er zweifelt Datierungsmethoden generell(!) an, nur um sie als gesichert zu verwenden wenn ihm ein Datum so in etwa in den Kram passt. Das Werk ist von einem wissenschaftlichen Anspruch extrem weit entfernt.

Als Beleg für den mangelnden Anspruch habe ich im folgenden nur auszugsweise(!) und sehr kurz einiges herausgegriffen.

So beschwert er sich z.b. über stratigraphische Methoden: "...Warum spielten Fossilien von Landtieren in Bezug auf die Stratigraphie [des Tertiärs] keine Rolle ?..." die Antwort liegt darin dass sie zu selten sind und zu unzuverlässig auftreten um als Leitfossilien verwandt werden zu können. Diese Stelle steht stellvertetend für viele andere in denen Zillmer eine Wissenschaftsposition angreift, ohne etwas von der Wissenschaft zu verstehen, die er angreift. Stattdessen betrachtet er die Wissenschaftler als mafiöse Bande, die eigentlich nie auf ihre Ergebnisse gucken, sondern nur vorgefasste Meinungen wiedergeben. Ich werde darauf weiter unten nochmals zurückkommen.

Zillmer stellt zahlreiche Behauptungen ohne fachliche Grundlage auf, wie z.b.: "...die Freisetzung von Methangas ist eine bisher noch unterschätzte Ursache von Katastrophen..." wohlgemerkt, ohne eine Quelle für seine Behauptung nennen zu können, ohne überprüft zu haben ob das überhaupt funktionieren könnte.
Nicht vorhandene Fachkenntnis beweist der Autor auch an einer Stelle in der er einen artikel zitiert in welchem steht, dass viele vorhandenen Säugerordnungen schon vor 100 Millionen jahren existiert haben. Zillmer versucht dem leser weiszumachen, alle Arten(!) hätten bereits seit dieser zeit existiert, tatsächlich gilt das jedoch nur für die Ordnungen was zwei völlig verschiedene Dinge sind.

An einer anderen Stelle schreibt er "...aber ein Fisch kann nicht mehr als einige Minuten ausserhalb des wassers leben..." ,die Gattung der Schlammspringer demonstriert daß diese Aussage Unsinn ist, diese Fische verbringen bis zu 90% ihres lebens ausserhalb des Wassers. Er versteht auch in keiner Weise die Evolutionstheorie was unter anderem anhand folgender Aussage zu erkennen ist: "... da die natürliche auslese nicht über ein Bewusstsein verfügt, kann auch keine willentlich Auswahl zur Erreichung höherer Komplexität erfolgen...". In der Evolutionstheorie ist aber zu keinem Zeitpunkt die Rede von einer willentlichen Auswahl oder einer Zunahme der Komplexität.

Erschreckend ist auch, daß der Autor bewusst Sachverhalte unterschlägt(!) bzw. verändert und so seinen Standpunkt stärken möchte. So behauptet er zum Beispiel daß Gebirge fortlaufend jünger datiert werden müssen und gibt zur Begründung dann das Alter auf Vorland des Himalaya gefundener Glimmerkörnchen mit 36-40 Millionen Jahre an. Er wertet dies als Beleg dafür dass der Himalaya unmöglich bereits vor 60 Millionen Jahren entstanden sein kann. Dumm nur daß die Autoren im Artikel auf den er verweist, verschiedene Gesteinsalter vorfinden unter anderem auch Steine mit einem Alter bis zu 1000 Millionen Jahre, was der Autor Zillmer dem geneigten Leser sicherheitshalber verschweigt, da das seine Schlussfolgerungen gefährden würde. Ein weiteres Beispiel ist die Behauptung, daß Vögel nicht von den Dinosauriern abstammen(der Autor zitiert dazu eine Quelle). In dieser Quelle steht aber lediglich daß Confuciornis also lediglich eine(!!) Art als direkter(!) Vorfahre der Vögel ausscheide. der Autor demonstriert entweder seine erschreckende Unkenntnis oder er versucht unumwunden und direkt den Leser zu belügen. Man mag sich aussuchen, was in diesem Kontext schlimmer ist.

An anderer Stelle zitiert er einen Artikel der besagt, daß sich die Drehachse der Erde kurzfristig geringfügig(!) geändert haben könnte. Die zitierten Autoren geben dafür ein Alter von 82 Millionen Jahren an. Diese Datierung komplett ignorierend macht Zillmer das als Ursache für das Sterben der Dinosaurier aus (fand vor 65 Millionen Jahren statt). Da er dem Leser diese 17 Millionen Jahre-Diskrepanz vorenthält (er erwähnt die Datierung nicht) handelt es sich um einen bewussten Täuschungsversuch.
Er zitiert auch Eingeborenenmythen als Beleg(!) für ein Flutereignis: "...der Gott des Bösen bedeckte die Erde mit einer grossen Flut..." ohne auch nur im geringsten zu berücksichtigen, daß man aus der Vielzahl der zur Verfügung stehenden Erzählungen von Eingeborenen weltweit so ziemlich alles absurde was man möchte ableiten könnte. Im übrigen könnte man dann auch schlussfolgern, daß Gott der Gott des Bösen ist.

Seine eigenen Ideen weisen enorm viele Fehler auf und ausserdem fälscht(!) Zillmer auch hier wieder Daten. So behauptet der Autor in seiner Erdexpansionstheorie daß sich die Erde einfach ausgedehnt hätte. Alle heutigen Landmassen haben als Zusammenschluss demnach damals die Oberfläche der Erde gebildet. Diese Theorie ist aus mehreren Gründen lächerlich: man setzte die heutige Landfläche gleich der Oberfläche einer fiktiven Kugel, dann bekommt man heraus daß sich der erdradius um ca. 83% vergrössern hätte müssen(der autor lügt auch hier, indem er nur 40% ansetzt). Der Planet wäre unter diesen Umständen ungefähr 6-mal dichter gewesen und seine Durchschnittsdichte wäre gleich der dreifachen von blei gwesen! Die Wassermassen der Ozeane sollen damls in der Athmosphäre gebunden worden sein. Die Athmosphäre wäre damit aber vielfach übersättigt gewesen und hätte das Wasser gar nicht halten können.
An anderer Stelle berichtet der Autor dass seine Erdexpansionstheorie erkären würde daß die Dinosaurier ausgestorben sind, die Gravitation hätte zugenommen, damit wären sie ausgestorben da sie schlichtweg zu schwer geworden seien. Der Haken an sich ist wieder mal, daß der Autor keine Ahnung hat: die Graviation hätte sich in der Tat geändert sie hätte allerdings abgenommen(!) und es wäre für Dinosaurier wenn man dem Argument folgt nur noch leichter geworden die Tiere hätten also nach Zillmer bestenfalls schwerer werden müssen.

Eine seiner vielen absurden Rechnungen ist die das Alter mithilfe des Magnetstärkeabfalls berechnen zu wollen. Tatsächlich hat das Feld eine Feldstärke-Einbusse von etwa 5% innerhalb der letzten 150 Jahre verzeichnet (Zillmer macht daraus lieber 15%, muss ja mit der rechnung gut hinkommen). Die Überprüfung auskristalliserten Gesteins hat jedoch ergeben daß das Feld im Laufe seiner jahrmillionen-währenden Geschichte seine Feldstärke aufrecht erhalten hat. Es handelt sich also um eine aktuelle Erscheinung, doch Zillmer benutzt die 15% lieber um abenteurlich hohe feldstärken für die Vergangenheit auszurechen und damit zu ermitteln, daß die Erde extrem jung sein müsse.

Gegen Ende des Buches packt Zillmer an Lächerlichkeit noch einiges drauf: er macht die Evolutionstheorie für Terrorismus,Rassismus,Gewalt und Krieg verantwortlich. Das ist derart schlecht ich glaube, dazu muss nicht mehr viel gesagt werden. Ich wünsche dem Autor also direkt eine Zeitreise ins spassige Mittelalter, wo alles so friedlich und freundlich war...

Diese Rezension ist insbesondere an jene gerichtet, die hoffen ein ernsthaftes buch kaufen zu können. Das Buch von Zillmer scheidet zu diesem Zweck vollkommen aus und ist nichts als eine wirre Aneinanderreihung von absurden Behauptungen, Beleidigungen(!) und Unterstellungen. Es sollte noch angemerkt werden, daß dieses Buch keinen Stern verdient hat, aber leider ist mindestens ein Stern Pflicht.
1414 Kommentare|199 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juni 2009
Ich kann eigentlich gar nicht ausreichend beschreiben, wie schlecht dieses Machwerk wirklich ist. Viele der anderen Rezensionen zu diesem Unsachbuch listen schon die allergröbsten Fehler auf (wohl gemerkt nur die allergröbsten, trotz der Länge vieler dieser Rezensionen!), weshalb ich auf die Einzelheiten gar nicht näher eingehen will. Denn wollte man jede fehlerhafte Aussage auflisten, dann wäre dieser Text hier ebenso lang wie das eigentliche Buch.

Deshalb beschränke ich mich hier auf die methodischen Fehler in Herrn Zillmers Angriff auf den gesunden Menschenverstand.
Ganz allgemein mangelt es diesem Machwerk an...
... Recherche: Herr Zillmer ignoriert fundamentalste Erkenntnisse aus allen Wissenschaftsgebieten, die er angreift. Er erwähnt diese Erkenntnisse teilweise nicht einmal, da ihm offenbar nicht für jede These der Welt eine absurde Gegentheorie eingefallen ist. Die, die er erwähnt, werden auf hanebüchen verzerrte Art und Weise entstellt; Herr Zillmer hat sich entweder 1) ganz offensichtlich gar nicht oder nur sehr oberflächlich informiert oder aber 2) er lügt den Leser ganz bewusst an - beides wäre schlimm, aber für einen Wissenschaftler ist die Lüge natürlich am schwersten zu ertragen.
... Seriosität: Nicht eine (!) wissenschaftliche Quelle wird von Herrn Zillmer korrekt zitiert. Er behauptet von jeder der wissenschaftlichen Theorien, die er erwähnt, sie wäre falsch. Was für eine Anmaßung muss ein Mann aufbringen können, sich zu solch einer Behauptung aufzuschwingen! Er bahauptet damit ja, besser zu sein als alle Wissenschaftler dieser und der vorangegangenen Generationen zusammen. Und das von einem Mann, der selbst nie wissenschaftlich gearbeitet hat (sein angeblicher Doktortitel hat sich ja mittlerweile auch als mit ziemlicher Sicherheit gefälscht herausgestellt - das sagt doch schon viel über Herrn Zillmer aus).
... Logik: Wie zu erwarten, wimmelt das Buch auch von zahlreichen Logikfehlern in Zillmers eigenen kruden Hypothesen-Gebäuden. Er widerspricht sich selbst zahlreiche Male, viele dieser Widersprüche werden schon in anderen Rezensionen erwähnt (Mikroevolution, Mutationen, Datierungsmethoden usw.).
... Lösungen: Zillmer erfindet zwar (durch tölpelhafte Verzerrung wissenschaftlicher Theorien) zahlreiche Fehler und Probleme. Er bietet jedoch auch für diese erfundenen Probleme keine Lösungen an - er verweist lediglich auf folgende Bücher von ihm - eine wirklich sehr geschickte Marketingstrategie! Es sei hier noch einmal klipp und klar gesagt: KEINER dieser Fehler existiert, der Autor hat sie erfunden! Die Theorien, die Zillmer kritisiert, gibt es überhaupt nicht und jeder Wissenschaftler und auch jeder Laie, der sich nur eine Viertelstunde mit dem jeweiligen Thema beschäftigt hat, wird nur den Kopf schütteln können, angesichts solcher kruden Behauptungen und Verfälschungen, wie sie Herr Zillmer am laufenden Band produziert.

Ich kann nur jedem, der im Zweifel ist raten: Lesen sie das Buch! Aber kaufen sie es sich dafür bloß nicht, leihen sie es in einer Bibliothek aus, alles andere wäre Geldverschwendung!
Dann können sie sich selbst ein Bild von dem absurden Inhalt machen und wenn das Buch auch ansonsten zu nichts gut ist, dann doch wenigstens dazu ihnen zu zeigen, dass nichts hinter Herrn Zillmers Behauptungen steckt, als viel heiße Luft - und die Lektüre wird ihnen zweifelsfrei ein paar kurzweilige Stunden bittersten Humors verschaffen, denn bitter ist es, dass manche Menschen wirklich glauben, was in diesem Machwerk geschrieben steht.
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"Bei der Evolutionstheorie handelt es sich um eine Pseudowissenschaft mit unbewiesenen Hypothesen, begründet durch wissenschaftliche Fälschungen" (11).

Zwar ist Hans-Joachim Zillmer kein Biologe, sondern ein Ingenieur, fühlt sich aber trotzdem dazu berufen als tapferer Vorkämpfer gegen ein geradezu mafiöses evolutionäres Kartell anzuschreiben, welches seit knapp 150 Jahren die Wahrheit unterdrückt. Er wettert gegen die "evolutionäre Massenindoktrination" (10) oder "evolutionistische Intrigen" (69). Zillmer als Spinner abzutun scheint zwar verlockend, wäre aber wenig hilfreich, da er da sicherlich wieder die Evolutionsmafia am Werk sehen würde, die ihn, die Stimme der Vernunft, zum Schweigen bringen will. Außerdem scheinen einige meiner Vorrezensentin ja ziemlich begeistert vom Zillmers Darstellung zu sein: "Endlich mal einer, der sich traut, die Wahrheit zu sagen", lässt sich häufig zwischen den Zeilen ablesen. Das ist fatal, denn Zillmer ist nichts anderes als ein religiöser Fundamentalist der übelsten Sorte, der wissenschaftlichen Grundkonsens aus ideologischen Gründen ablehnt.

Was ist Zillmers These? Er behauptet, dass die Welt, so wie wir sie heute kennen, vor ca. 10.000 Jahren durch eine Sintflut entstanden ist und wir Menschen damals mit Dinosauriern zusammengelebt haben. Der Frage, wie die Menschheit entstanden ist, weicht Zillmer in "Die Evolutions-Lüge" aus. In seinem 1998 erschienenen Buch "Darwins Irrtum" entlarvte er sich allerdings bereits als das, was er ist: Ein ganz billiger Kreationist. Die Entstehungsgeschichte lasse sich ganz klar im Alten Testament ablesen. Gott, und nur Gott allein, sei für die Entstehung der Welt verantwortlich. Da er sich mit dieser Argumentation natürlich sofort der Lächerlichkeit preisgibt, sieht er nun von solchen Aussagen ab und konzentriert sich voll und ganz auf die Evolutionstheorie. Dazu stellt er zunächst einmal fest, dass der die Radiokarbonmethode, auch C14-Methode genannt, ablehnt. Begründung? Fehlanzeige.

Zillmers Methode wird besonders schön deutlich, wenn er zu widerlegen versucht, dass Lucy, die Urahnin der Menschheit, eben dieses unmöglich gewesen sein kann: "Nach 15-jährigem Studium der Fossilknochen kamen Zuckerman und sein Team zu dem Schluss, dass Australopithesus eine Affenart war und definitiv nicht als bipedal gelten konnte (Zuckerman, 1970, S. 75ff.). In Übereinstimmung damit gliederte Charles E. Oxnard die Knochenstruktur von Australopithesus in die gleiche Kategorie wie die eines modernen Orang-Utans ein ("Nature", Bd. 258, S. 389). Nach kinematischen Untersuchungen konnte Lucy nicht normal (statisch/stabil) gehen (Crompter et al. in: "Journal of Human Evolution", 1998, Bd. 36, S. 55-74)" (72). Wissenschaftliche Zitierweise und wissenschaftliches Vokabular schaffen eine Aura der Seriosität, um unbewiesenen Randmeinungen den Status zu verleihen, den sie gerne hätten.

Realsatirischen Charakter bekommt die Darstellung im abschließenden Kapitel: "Die Grausamkeit, die wir Terrorismus nennen, findet ihre Erklärung in der zweiten Absicht. Nehmen wir den Darwinismus weg, bleibt keine Philosophie des Konfliktes übrig [...] Aus diesem Grund ist die Wurzel des Terrorismus, der unsere Welt heimsucht, nicht in irgendeiner der monotheistischen Religionen, sondern im Darwinismus und Materialismus zu suchen" (300). Das ist, bei allem Respekt, so dämlich, dass es weh tut. Zillmer scheint der offensichtlichen Ansicht zu sein, dass die Welt vor 1859 ein Ort des Friedens und der Liebe gewesen zu sein scheint. Vielleicht sollte ihm mal jemand sagen, dass Kreuzzüge und Inquisition Grausamkeiten und Terror im Namen der Religion waren. Die These, dass der Darwinismus den Terror in die Welt gebracht hat, ist so blöd, dass einem die Worte fehlen.

Fazit: Lesen Sie dieses Buch! Es gibt erhellende Einblicke in die Argumentationsmethodik von Kreationisten, die auch in Europa mehr und mehr Zulauf gewinnen. Und wenn es nicht so ernst wäre, wäre es fast schon wieder lustig.
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am 1. August 2008
Ich kann mir nicht helfen, das Buch erinnert mich zu sehr an Erich von Dänikens abstruse Gedankengebäude und "Beweise".

Allein im 1. Kapitel (Verjüngungskur) werden mehr als 17 Mal Schriftquellen/Autoren zitiert, die dann aber in der im Anhang zitierten Literatur gar nicht auftauchen. Oder soll der Leser besser erst gar nicht woanders nachschauen? Auch sonst wird viel behauptet, ohne dass nachprüfbare Quellen genannt werden. Auch die ständigen Wiederholungen der selben Sachverhalte nerven.

Die enthaltenen Skizzen und Fotos beweisen auch nichts und sind zudem häufig von unzureichender Qualität. Da wird einfach alles an den Haaren herbeigezogen, was gegen die Evolutionstheorie verwendbar erscheint.

Schade, dabei gibt es ja tatsächlich genügend ernsthafte Kritikpunkte an dieser Theorie, die aber im vorliegenden Buch im Wust der übrigen Pseudoargumente untergehen. Der unbedarfte Laie ist damit hoffnungslos überfordert. Das Thema hätte eine bessere Aufbereitung verdient gehabt.
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am 6. Mai 2014
Jaaa… endlich die Wahrheit!… Evolution ist quatsch. Die Bibel hat recht und die zweite Sin(n)tflut wird sie alle wegspülen. Warum allerdings bei der ersten Flut das Einhorn und das Zumsel ausgestorben sind bleibt wohl immer ein Rätsel.
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am 10. Oktober 2005
Die Evolutionstheorie - alles nur Humbug, unterstützt von einer intriganten, verschworenen Gemeinschaft von Wissenschaftlern, die versuchen, andere Meinungen zu unterdrücken, um ihre eigenen Jobs zu retten? Dies will uns H.-J. Zillmer in seinem neuesten Buch glauben machen. Fälschungen und falsche Datierungen dienen ihm als willkommener Aufhänger, die Evolutionstheorie insgesamt zu zerpflücken. Zillmer geht von der Hypothese aus, dass die Erdgeschichte viel kürzer dauerte, und somit schon die für eine Evolution benötigte Zeit gar nicht vorhanden ist. Manche Zeitabschnitte, wie das Tertiär oder die Mittelsteinzeit, werden als extrem kurz oder gar nicht existent, sondern frei erfunden angesehen - aber schon ein Blick auf geologische Karten zeigt doch sogleich die weite Verbreitung tertiärer Sedimente. Für die nach seiner Ansicht angeblich gar nicht nachweisbare Übereinanderstapelung tertiärer Bildungen gibt er mit dem Pariser Becken ein ganz vorzügliches Gegenbeispiel. Peinlich, dass auf der einleitend gezeigten erdgeschichtlichen Tabelle das Paleozän als Paläozoikum bezeichnet wird. Seine vorgebrachten Fakten, weitestgehend beschränkt auf die Evolution des Menschen und von Säugetieren, scheinen erdrückend, jedenfalls dem unbedarften Leser, der das nötige wissenschaftliche Hintergrundwissen nicht besitzt. Schaut man jedoch etwas genauer hin, so erweisen sich diese scheinbaren Fakten als höchst obskure Quellen ohne überprüfbaren Hintergrund. Im Zusammenstellen solcher Berichte, oft aus der Tagespresse bzw. Sensationspresse des vorletzten Jahrhunderts, muss man dem Autor großen Fleiß bescheinigen. Angebliche Beobachtungen von „Nessie", dem Yeti, Bigfoot oder gar von Aliens gleichen in bemerkenswerter Weise den hier vorgestellten angeblichen Zeugnissen, wie isolierte menschliche Fuß- oder gar Hand(!)spuren neben Dinosaurierfährten, oder der schon vor Jahrzehnten durch die Presse geisternde angebliche kambrische Schuhabdruck mit einem zertretenen Trilobiten - wohlgemerkt in einer marinen Ablagerung. Zu einem angeblichen kreidezeitlichen Sandsteinbrocken aus Kolumbien mit menschlichen Extremitäten sollte sich Zillmer die Frage stellen, ob manche kolumbianische Fossilienhändler nicht ebenso gut fälschen können wie manche marokkanische Trilobitenschnitzer. Eine von wissenschaftlicher Seite als Konkretion entlarvter angeblicher zerdrückter Menschenschädel aus dem Oberkarbon ist genauso überzeugend wie einst Scheuchzers Homo Diluvii. Eine angebliche moderne Dinosaurierrekonstruktion auf einem mutmaßlich gefälschten Artefakt (Schwert aus Blei!) dokumentiert er nur mit einer winzigen Strichzeichnung. Das ganze ist garniert mit völlig aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten von Wissenschaftlern, die als Zeugen oder besser Kronzeugen für die Absurdität mancher angeblichen Lehrmeinung herhalten müssen. Dass die Sahara als Wüste erst jüngst entstanden ist, wie Felsbilder vorzeitlicher Menschen mit Darstellungen einer reichen afrikanischen Tierwelt bezeugen, ist keine neue Erkenntnis Zillmers. Was aber in diesem Zusammenhang ins Feld geführte kreidezeitliche Mosasaurierfunde - fälschlicherweise als Mesosaurier erwähnt - mit Reliktvorkommen rezenter Krokodile zu tun haben sollen, erscheint mir schleierhaft. Die gut dokumentierten mehrfach wechselnden Klimaszenarien mit mehreren Kaltzeiten und Warmzeiten innerhalb des Eiszeitalters werden auf eine einzige kurze „Schneezeit" reduziert, und verwundert die Frage gestellt, wie es dann wärmeliebende Tiere wie Löwen und Flusspferde geschafft haben sollen, in dieser Öde zu existieren. Als Quelle für das angebliche Nebeneinander der extrem wärmeliebenden Tiere mit Mammut & Co. wird ein offenbar sinnentstellend verfälschter Zeitungsbericht angegeben. Hauptargument für Zillmers Reduktion der Zeit ist seine Behauptung, dass man aus der Mächtigkeit einer Ablagerung nicht auf die Dauer derselben schließen kann. Das ist natürlich vollkommen richtig und keineswegs im Widerspruch zu irgendeiner Lehrmeinung, wie uns Zillmer weismachen will. Die Fundschicht des Heidelberger Unterkiefers aus den Sanden von Mauer oder der Steinheimer Urmensch kann ohne weiteres in ganz kurzer Zeit, ja bei einem einzigen Ereignis abgelagert worden sein, dazu bedarf es keines wissenschaftlichen Kronzeugen. Dies sagt überhaupt nichts über das Gesamtalter der Ablagerung. Die überaus zahlreichen zusammen mit diesem Unterkiefer zum Vorschein gekommenen Reste längst ausgestorbener Säugetiere - gegenüber einem Hominidenfund für die sensationsgierige Presse und auch die Wissenschaftswelt leider weit weniger spektakulär - sollte man nicht einfach unterschlagen. Radiometrische Datierungsmethoden mögen da und dort auch fehlerhaft gewesen sein, was bereits bei der Probennahme geschehen sein kann. Obwohl Zillmer diese Methoden vehement ablehnt, greift er doch ständig darauf zurück, aber nur, wenn ihm die gewonnenen Daten ins Bild zu passen scheinen. Die Evolutionstheorie kommt ohnehin auch ohne diese Methoden aus, sie stellen lediglich ein modernes Hilfsmittel dar, wo man früher nur vage Abschätzungen geben konnte. Seltsam auch, dass er das Vorkommen kreidezeitlicher Fossilien auf der heutigen Erdoberfläche als Beleg wertet, diese hätten zusammen mit den angeblich viel jüngeren gelebt. Wären die kreidezeitlichen Fossilien nicht durch Erosion freigelegt worden und so in ein der unmittelbaren Beobachtung zugängliches Niveau geraten, würden wir Fossilien überhaupt nur aus Bergwerken kennen. Wenn wir an Englands Yorkshire-Küste einen versteinerten Ammoniten auflesen, kommt auch niemand auf die Idee, dieser sei gleich alt wie der daneben angeschwemmte tote Hering. Dass der letzte gemeinsame Vorfahre aller heute lebenden Menschen erst vor 3000 Jahren gelebt haben soll, ist blanker Unsinn, da wir uns da bereits in der geschichtlichen Epoche befinden und es die heutigen für einzelne Individuen bestehenden Migrationsmöglichkeiten (Flugzeug!) damals noch gar nicht gab und manche Naturvölker selbst heute noch in weitgehender Isolation leben. Im klaren Widerspruch zu einem extrem raschen Zeitablauf der Erdgeschichte steht selbst die Erdexpansionstheorie, mit der Zillmer als Alternative zur Plattentheorie liebäugelt. Selbstverständlich setzt sich wissenschaftliche Erkenntnis als Ergebnis stetig vermehrten Wissens zusammen, und es gehört zum wissenschaftlichen Ethos, die gewonnene Erkenntnis stets zu hinterfragen und keiner Doktrin aufzusitzen - übrigens auch nicht einem Darwin. Aus geringer Datenmenge lassen sich eben oft nur unvollkommene Vorstellungen ableiten, und Irrtümer sind geschehen und werden sich auch in Zukunft immer wieder einmal ereignen. So ist bestimmt zum Neandertaler noch nicht das letzte Wort gesprochen. Für die Erklärung der Osterinsel-Skulpturen bräuchte Zillmer freilich nur in seinem eigenen Buch etwas zurückzublättern, wo ein heutiger Malaie abgebildet ist. Oder sind die Malaien etwa auch Neandertaler? Alles in allem: Wäre alles bereits bekannt, könnte die Forschung ja eingestellt werden. Eine frühere, unvollkommenere Kenntnislage aus unserer heutigen Sicht zu verdammen, steht uns nicht zu. Wer allerdings gerne Däniken liest, wird von Zillmer auch nicht allzu sehr enttäuscht sein.
Günter Schweigert, Stuttgart
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am 15. März 2006
Wer so einen provozierenden Titel wählt, darf auf keine Gnade hoffen.
Der Autor Hans-Joachim Zillmer kennt die Thesen und Befunde der Evolution nicht oder nur ungenau. Er will nachweisen, dass die Evolution eine Pseudowissenschaft ist, also nichts Geringeres als: nahezu alle Biologen dieser Welt sind Dilettanten und wissenschaftliche Kurpfuscher, die sich auf unbewiesene Hypothesen berufen. Beides gelingt ihm nicht und kann es auch nicht.
Zillmers Irrtümer über die Evolution (nicht unbedingt komplett):
• "Aus einem Affen wurde nie ein Mensch" (S. 11)
Da hat Zillmer recht. Wer will es bestreiten? Ich kenne auch niemand, der die Evolution kapiert hat, der das behauptet.
• "Höherentwicklung im Sinne der Theorien von Charles Darwin" (S. 11)
Nach der Evolutionslehre gibt es keine Höherentwicklung. Sie wird von keinem seriösen Biologen behauptet. Allenfalls wird um einen Trend zu mehr Komplexität diskutiert. Doch auch die These vom Trend hat meines Erachtens Stephen Jay Gould in "Illusion Fortschritt" überzeugend widerlegt.
• Zillmers "Haupteinwand gegen die Theorie von der natürlichen Auslese" (S. 285) geht ins Leere
Selbstverständlich schafft die Selektion nichts Neues, da sie nur vorhandene Merkmale aussiebt. Auch die Wortwahl "Auslese" zeigt wieder Zillmers falsche Vorstellung von der Höherentwicklung.
• "willentliche Auswahl zur Erreichung höherer Komplexität" (S. 285)
Wie ich oben ausführte lehnen manche Biologen die Behauptung "Trend zu höherer Komplexität" ab. Immerhin sind die erfolgreichsten Arten die "einfachen" Bakterien. Während man zur Komplexität noch geteilter Meinung sein kann, redet kein vernünftiger Biologe davon, dass es eine "willentliche Auswahl" gäbe. Im Gegenteil: man geht von zufälligen Mutationen und Rekombinationen aus. Wieder zeigt Zillmer seine völlig verfehlte Vorstellung von der Evolution.
• "Mutation auf gleicher Ebene wie die natürliche Auslese" (S. 286)
Immerhin kennt Zillmer die Mutation als einen der Veränderungsfaktoren. Sie "musste" nicht auf die gleiche Ebene wie die Selektion gestellt werden und wird es auch nicht.
• Obwohl Zillmer die Mikroevolution nicht ableugnet, behauptet er rigoros, dass "eine Mutation keine positive Auswirkung erzeugt" (S. 287)
Wie dann die Mikroevolution funktionieren soll bleibt Zillmer dem Leser zu erklären schuldig. Dabei beschreibt er im letzten Absatz auf Seite 287 wie die Selektion (wenn auch nicht die ganz natürliche, sondern die erzwungene durch Einsatz von Antibiotika) funktioniert. Es verbleiben die Bakterien, die immun sind, oder sich durch Mutationen immunisieren. Aus Sicht der Bakterien sind das positive Mutationen. Aus Sicht der die Bakterien bekämpfenden Menschen sind diese Mutationen ärgerlich bis verheerend. Im Sinne der These der Evolution ist es ein Prachtbeispiel von positiven Mutationen und rasch wirkender Selektion.
Gelegentlich widerspricht sich Zillmer selbst:
1. Er schreibt immer wieder von der Evolutionslüge (Titel und an vielen anderen Stellen!) gesteht aber schon auf Seite 11 die Mikroevolution als tagtäglichen Vorgang zu. Soweit her kann es mit der Lüge dann wohl nicht sein.
2. Er behauptet, dass Mutationen immer schädlich sind (S. 287, 289), beschreibt aber positive Mutationen der Bakterien (S. 287) und nennt sie nur "fast immer" schädlich (S. 289).
Vollends wirr wird Zillmer spätestens im Kapitel "Ideologie, Rassismus und Terrorismus". Er stellt die absurde These auf, dass es ohne Darwinismus keinen Terrorismus gäbe. Wie er dann den Terror vor Darwin erklärt bleibt ein Rätsel.
Ich empfehle Zillmer sich in das Thema einzulesen, bevor er ein Buch darüber schreibt. Er findet hier bei Amazon dazu viele Bücher. Allen an der Evolution Interessierten empfehle ich so ziemlich alle anderen Bücher zu diesem Thema, nicht jedoch dieses. Es ist ärgerlicher als Zeitverschwendung.
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am 7. April 2008
Der Autor versucht hier - nachdem er wohlgemerkt, wegen teilweise fundamentalistisch angehauchten Aussagen (Darwins Irrtum), unter Verruf gekommen ist - durch weitreichendes Referenzmaterial und einem seriösen Stil an Authentizität zu gelangen. Intelligent Design lässt Grüßen.
Zu bemängeln ist vor allem, dass weitläufig Zitate aus dem Kontext gerissen werden. Ebenso werden wichtige, meistens entkräftende Fakten verschwiegen und Datierungsmethoden ohne Begründung abgelehnt. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Thematik, also vor allem die Miteinbeziehung verschiedener Standpunkte, ist hier nicht vorhanden.
Zurück bleibt ein reißerisch gewollt subjektiver Roman, mit vielen Anzweiflungen und Beschuldigungen. Gegenerklärungen bleibt der Autor dem Leser jedoch schuldig. Für Esoteriker zu pseudoanalytisch, für Verschwörungstheoretiker zu wenig Politik. Ziel ist hier wohl der unbedarfte, aber in Grunde genommen interessierte, Laie.
Ich kann jedem nur raten sich weitläufig über das Sachfeld zu informieren, möglichst bevor man dieses Buch in die Hände nimmt. Dann fallen einem vielleicht die einen oder anderen offensichtlichen Ungereimheiten ins Auge.
Ansonsten wünsche ich mit diesem Buch gute Unterhaltung ... ich hab sie auf jeden Fall gehabt :)
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am 27. Februar 2009
Ich bin eher der Meinung, dass Herr Zillmer es der Evolution, die ihn selbst leider ausgespart hat, mit gleicher Münze zurück zahlen will. Ich wäre da auch sauer!
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