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Kundenrezensionen

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am 2. März 2011
Warum hat mich niemand davor gewarnt?!
Da erzählt ein Autor, der die Welt mit der Weisheit eines Alten, jedoch mit der ungebrochenen Neugier eines Kindes betrachtet und Wissen in sich aufsaugt wie ein trockener Schwamm, von Erlebnissen und Erfahrungen von allen Enden der Erde und dennoch ist er ständig am Suchen: Nach allen erdenklichen Handwerkstechniken, vor allem solchen, die drohen in Vergessenheit zu geraten. Voller Staunen und Respekt läßt er uns Handwerkern aussterbender Berufe über die Schulter und auf die Finger schauen, und gibt uns, begleitet von seinen wirklich auch laientauglichen Erklärungen der einzelnen Arbeitsschritte das Gefühl, das auch erlernen zu können, ja er macht uns Lust darauf! Von der Herstellung eines Holzlöffels bis zur Blockhütte, vom Weidenkorb bis zum Rindenboot (einschließlich des Schälens der Rinde), ob Kalkmeiler oder Holzschuh, ob Wolle, Leder oder Flachs, kein Bereich oder Werkstoff, dem wir in irgendeinem Bereich unseres unseres Lebens begegnen könnten wurde ausgespart. Nur schwer kann man nach der Lektüre den Reflex unterdrücken, sofort den Strom abzumelden, denn John Seymour zeigt uns, wie es geht, in dem er beinahe ausschließlich Techniken, die ohne elektrische Maschinen auskommen bespricht. Man wird nicht Derselbe sein wie vor dem Lesen dieses Buches! Nur schwer kann man verhindern, dass man beim nächsten Spaziergang nicht einfach Landschaft sieht, sondern beginnt, Bäume, Stämme, Äste als Werkstoff zu sehen und vielleicht im Geiste bereits eine Astgabel für den Griff eine
s Spazierstocks verplant,(oder doch lieber für Holzschuh-Sohlen?), oder den Boden auf seinen Lehmgehalt abschätzt.
Aber nicht nur Wissen vermittelt er in wunderbar einfacher Weise, sondern, und zwar ohne jede Schulmeisterei, auch Erkenntnis. Erkenntnis darüber, welche Auswirkungen das Verschwinden dieser ursprünglichen Techniken für uns, unsere Kinder, die Gesellschaft und unseren Planeten hat. Da ist die zwischendurch eingestreute Erklärung eines Hefekorbes, der, aus den nachwachsenen Zweigen der Kopfweide in einer weniger aufwendigen Technik hergestellte "Einweg-Korb". Man benutzte ihn zum Transport der überschüssigen Bier-Hefe von der Brauerei zu den Bäckereien, die die Hefe benötigten und danach war er willkommenes Heizmaterial. Er fiel der Industrialisierung zum Opfer und wurde durch Karttons ersetzt. Ich weiß nicht, wielange ein Korbflechter für die Herstellung so eines Korbes brauchte, aber ich weiß, wie lange ein Baum braucht, bis er als Papier-Rohstoff gefällt wird. War Ihnen bewußt, wieviele Bäume jeden Tag gefällt werden, um als Altpapier oder, schlimmer noch, als Müll zu enden? Mir nicht, und die genaue Zahl, sollte sie überhaupt jemand kennen, steht nicht in dem Buch. Aber nun ist mir diese Tatsache bewußt, wie vieles andere ebenfalls, das ich aus diesem wunderbaren Buch gelernt habe.
Mit diesem Buch taucht man in eine ent-schleunigte Welt ein und es wird einem klar gemacht, dass Handwerk und Handarbeit in Wirklichkeit nicht zu langsam sind, sondern wir zu schnell! Wenn ein Stuhl aus massivem Holz, aus dem obendrein keine giftigen Kleberdämpfe entweichen, ein Leben lang hält, ist es doch völlig irrelevant, dass seine Herstellung etwas länger gedauert hat, als bei Verwendung von motorgetriebenen Geräten und billigen Spanplatten. "Ist das nicht zu teuer? Das kann ich mir doch nicht leisten!", höre ich mich selber wie aus einer anderen Welt fragen, aus einer Welt, in der Wegwerfmöbel, die bei einer Übersiedlung zu zerlegen gar nicht mehr lohnt, da meist ein Wiederzusammenbau gar nicht mehr zufriedenstellend erfolgen kann. Es ist die Welt VOR der Lektüre dieses Buches. DANACH sieht man im Geiste die Mülldeponie - wegen der enthaltenen Kleber und Bindemittel sind moderne Möbel, wenn sie ausgedient haben, ja nicht einmal mehr brauchbares Brennmaterial! - mit der nicht geringen Anzahl von Stühlen, die man/frau so in einem Menschenleben verbrauchen wird und daneben den einen, in liebevoller Handarbeit hergestellten Stuhl aus massivem Holz, der einem treu sein wird.
John Seymour, dieser bodenständige, begnadete Erzähler mit Weitblick und Verstand starb im Jahr 2004. Zu gerne würde man ihm danken wollen, mit ihm sprechen, ihm weiter zuhören.
Menschen, denen Nachhaltigkeit wichtig ist, und die Handwerk schätzen, wird dieses Buch begeistern, und alle anderen zum Nachdenken anregen!
Vorsicht! Macht süchtig und ist - hoffentlich sehr - ansteckend!
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TOP 500 REZENSENTam 3. Juli 2012
Weit mehr als Nostalgie, so beschreibt der Autor in seiner Einführung dieses Buch. Zwar gesteht er, dass es viele der vorgestellten Gegenstände und Tätigkeiten heute nicht mehr gibt, betont aber, dass immer mehr Menschen eine Sehnsucht nach dem Althergebrachten haben. Dass sie es leid sind, in unserer hochtechnologisierten Welt ein von Maschinen und Computern beherrschtes Leben zu führen. Dass Kneipen, Spielhallen, auch Theater und Kunstgalerien, kein Ersatz für ein gemütliches Zuhause sind. Das flackernde Feuer eines Kamins anstelle von einem Fernseher als abendlicher Höhepunkt. Genau das will der Autor vermitteln. Die Erinnerung an das, was früher einmal war.

Im Bereich der KÜCHE beschreibt er neben der Lagerhaltung, dem Einmachen und Konservieren, dem Geschirr spülen auch die Teezubereitung, das Kaffee kochen ganz ohne Vollautomat, das Bier brauen. Ja sogar die Viehhaltung und die Bienenzucht. Die Küche nimmt ca. 1/3 des Inhaltes ein und ist somit ganz klar der Schwerpunkt.

Bei der MILCHWIRTSCHAFT dreht sich alles um die Milcherzeugung und Verarbeitung. Sahne, Buttern, Käsen und die Herstellung von Eiscreme stehen auf dem Programm.

Das WASCHEN UND DIE WÄSCHEPFLEGE beginnt bei der Wasserversorgung und endet beim Tuch färben.

RUND UM'S HAUS beschreibt die Beschaffung von Brennmaterial. Die einzelnen Räume werden vorgestellt. Die Beleuchtung, der Hausputz, auch die Abfallbeseitigung und der Kampf gegen Ungeziefer.

Der Bereich SPINNEN UND WEBEN hat mich besonders interessiert: ob Spitzenherstellung, Häkeln und Stricken, Nähen oder Kleider reparieren, Quilten oder Patchwork.

Und im letzten Kapitel SCHÖNES ZUHAUSE werden neben Methoden zur Verschönerung auch Festtage und Feiertagsbräuche beschrieben, zB die Strohkränze und -puppen die man für das Erntedankfest, dem wichtigsten aller Feste in jenen Tagen, band. Weihnachten, Dreikönig, das Erntefest, Ostern, Halloween, die Neujahrsnacht, werden vorgestellt.

Abgeschlossen wird der Inhalt mit einem Stichwortverzeichnis.

Besonders bemerkenswert ist die durchgehend liebevolle Gestaltung. Der Verzicht auf knallige Farben wirkt sich dabei positiv aus. Es überwiegen erdige Farbtöne. Eher selten findet man großformatige farbige Bilder. In der Mehrzahl handelt es sich um schwarz-graue Zeichnungen und alte Fotografien, gegebenfalls auf einem hellbraunen Hintergrund. Alles im Stil der guten alten Zeit. Dabei ist die Gestaltung sehr abwechslungsreich mit Schaukästen durchkomponiert. Es sind geschätzte 60% Bilder und 40% Text.

Der PRAKTISCHE NUTZEN ist jedoch BESCHRÄNKT. Wer sich Tipps für die heutige Zeit erhofft, sollte sich besser nach anderen Büchern umsehen. Hier werden stimmungsvolle Bilder und Geschichten erzählt: zB welche Kräuter man im Mittelalter verwendet hat, wie mit der Öffnung des Seeweges nach Indien und der Gründung der East India Company auch exotische Gewürze den Weg nach England fanden. Wie man sich mit kupfernen Bettpfannen im Schlafzimmer gegen die Kälte behalf. Wie akribisch Servietten gefaltet wurden. Bilder werden gezeigt, es fehlt aber eine detaillierte Beschreibung zum Selber Machen. Hier geht es um's Geschichten erzählen! Um's Träumen von der guten alten Zeit.

Kurz und gut:
Eigentlich hatte ich mir etwas anderes - nähmlich umsetzbare, praktische Anleitungen - erhofft, als ich mir dieses Buch gekauft habe. Dass sich die Enttäuschung in Grenzen hielt, ist der wunderschönen, altertümlichen Gestaltung zu verdanken und der Fähigkeit des Autors Geschichten von anno dazumal zu erzählen.

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Weiterer Lesetipp:
Das große Wörterbuch der Kochkunst von Alexandre Dumas
Aber ACHTUNG - auch hier ist die praktische Anwendbarkeit eingeschränkt!
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am 22. September 2011
...hatte ich von diesem Buch, nachdem ich die anderen Bücher von J. Seymour mit Begeisterung gelesen hatte. Sicher, es sind sehr schöne Abbildungen zu diversen Gerätschaften enthalten, die frühen in Haus und Hof im Einsatz waren. Auch die Anekdoten dazu sind nett zu lesen. ABER: bei einem Buch mit dem Titel "Vergessene Haushaltstechniken" hätte ich schon eine richtige Beschreibung der jeweiligen Technik erwartet, grade im Hinblick auf Seymours Selbstversorgungsbücher, wo es ja drauf ankommt, was man selber mit einfachen Gerätschaften (oder eben Gerätschaften der Vorfahren) machen kann.

Beim Lesen des Buches hatte ich immer ein wenig das Gefühl, ich bin grad in einem schönen alten Freilichtmuseum, wo man sich alles anschaut, dann wieder heimgeht und sich freut über seine Zentralheizung und die Waschmaschine.
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am 4. Oktober 2007
Zugegeben, der besserwisserische Ton mit erhobenen Zeigefinger von John Seymour kann in seinem "Loblied auf die Hausfrau" manchmal nervend sein. Aber das Buch gehört zu meinen Favoriten im Bücherregal - und das schon seit Jahren. Es ist nicht sehr vertiefend, aber hoch interessant und manch eine gute Idee habe ich von dort herausgesogen.
Da es durchgehend bebildert ist, empfehle ich es als Geschenk. Und ich denke, auch junge Leser können über das Leben früher gut unterrichtet werden!

Dummerweise zu 95 % auf das viktorianische England bezogen...
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Wenn man sich in die Abbildungen und Erläuterungen Seymours vertieft, wird dem Leser augenscheinlich klar, dass sich die Arbeit im Heim und am Herd in den letzten 50 Jahren grundlegend verändert hat. Jahrhundertealte Tugenden, mit denen Geschlechterrollen definiert wurden, sind wertlos geworden. Noch gibt es viele Zeitzeugen, die über den Umgang mit alten Küchengeräten, Handwaschtechniken und den Wert von Heimtextilien berichten können. Im Rahmen meines Sachunterrichts sollten sich die Kinder in die Zeit von Omas Oma hineinversetzen. Sie brachten von Zuhause etwas ganz Altes mit - neben alten Briefmarken und Geldscheinen trugen sie meist alte Werkzeuge aus Opas Werkstatt, Verrostetes aus Omas Nähkästchen und abgenutzte Küchengeräte herbei. Seymour half mit seinen zahlreichen Illustrationen, den Dingen einen Namen zu geben und sie ihrem Verwendungszweck zuzuordnen. Einfache, kurze Texte erklären alte Traditionen und Fertigungstechniken, wenn auch die ewig kritischen Untertöne nervig und für Kinder unverständlich sind. Kinder entdeckten, wie viel Fachwissen früher für die Führung eines Haushaltes notwendig war. Aufgefordert, über moderne Ersatzgeräte nachzudenken, stellten Kinder fest, dass viel Know-How durch Technik-Einsatz und Wegwerf-Haltung ersatzlos gestrichen wurde. Ein gutes Sachbuch zur Unterstützung des ersten Geschichtsunterrichts.
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am 28. März 2008
Wenn man ein Buch mit Abbildungen sucht, von Werkzeugen und Dingen der früheren Zeit, z. B. als Sachbuch für Kindergarten und Grundschule, kann man sich das zulegen. Wenn man aber etwas mehr möchte: Rezepte, Anleitungen, Maßeinheiten, oder ähnliches, sollte man sich lieber nicht an dieses Buch wenden. Ich war von dem Titel sehr irritiert worden, und habe es nach kritischer Durchsicht gleich wieder zurück geschickt!
Viel besser ist z.B. "ALTBEWÄHRTES NEU ENTDECKT" von das Beste. Das toppt auch auf jeden Fall das andere Buch von dem Seymour "Leben auf dem Land". Wenn man Medienkritisch ist und nicht zu blauäugig an die Sache herangeht, kann man aber auch dort mal einen Blick hinein riskieren.
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am 24. September 2011
Nettes Buch mit vielen nostalgischen Zeichnungen. Es ist in den Beschreibungen aber nicht zu verwechseln mit Büchern wie 'Altbewährtes Neu Entdeckt' u.ä.!
Kein Nachschlagewerk also,sondern was zum Schmökern.
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am 8. Mai 2012
Schnelle Lieferung, alles im gutem Zustand. Dankeschön!Das Buch ist sehr schön gestaltet und enthält sehr viel wissen über das alte Handwerk. Sehr zu empfehlen!Auch ein großes Danke an den Autor für dieses tolle Werk!
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am 18. November 2013
Sehr schönes, informatives Buch. Nur zu empfehlen ;-)
Für alle die von der Konsumgesellschaft loskommen möchten und ein wenig mehr Selbständigkeit erreichen wollen.
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am 12. August 2014
Ich fand wenig praktisch umsetzbares, aber wenn man das nicht erwartet, ist es eine interessante und lehrreiche Reise in unsere jüngere Vergangenheit.
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