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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Abenteuerbuch
"Der Schatz am Silbersee" gehört zu den sogenannten "Jugendromanen" Karl Mays. Damit sind die Bände 35-41 der Gesammelten Werke Mays gemeint, in denen jugendliche Protagonisten vorkommen und in denen der Held nicht in Ich-Form berichtet.
Zweifellos der spannendste und bis heute eindrucksvollste Roman aus dieser Reihe ist: "Der Schatz am Silbersee." Eine...
Veröffentlicht am 21. März 2005 von Bernhard Nowak

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Nicht mit dem Originalbuch zu vergleichen!
Das Buch wurde anscheinend aus dem englischen absolut schlecht zurückübersetzt und strotzt nur von Übersetzungsfehlern!!!
Ich besitze bereits die gedruckte Version und diese ist dem hier vorliegenden eBook haushoch überlegen!
Vor 3 Monaten von mrkshei veröffentlicht


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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Abenteuerbuch, 21. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
"Der Schatz am Silbersee" gehört zu den sogenannten "Jugendromanen" Karl Mays. Damit sind die Bände 35-41 der Gesammelten Werke Mays gemeint, in denen jugendliche Protagonisten vorkommen und in denen der Held nicht in Ich-Form berichtet.
Zweifellos der spannendste und bis heute eindrucksvollste Roman aus dieser Reihe ist: "Der Schatz am Silbersee." Eine abenteuerliche Episode, beginnend mit einem spannend geschilderten Abenteuer mit einem aus seinem Käfig fliehenden Panther auf einem Steamer im Arkansas, folgt dem anderen. Die wichtigsten Westmänner aus Karl Mays Amerika-Romanen (u.a.Old Firehand, Old Shatterhand, Tante Droll, Hobble Frank, der lange Davy und der Dicke Jemmy) tauchen hier auf. Auffällig ist, das Old Shatterhand hier nicht die Hauptrolle spielt, wenn er auch in spannende Indianerkämpfe mit den Utahs verwickelt wird und sich - wie immer - durch List befreien muss. Er tritt hier deutlich hinter Old Firehand, den Träger der eigentlichen Handlung, zurück.
Auffällig ist in diesem frühen, bereits 1891 in Zeitschriften publizierten Roman die Häufung grausamer Szenen, die jedoch dadurch erklärbar sind, dass Karl May hier einen besonders "action-"reichen Roman liefern wollte. Wie zahlreiche seiner frühen Werke besitzt er jedoch - verglichen mit dem Spätwerk - unverminderte Spannung und lässt sich in einem Zug durchlesen. Dazu trägt auch der gewohnte Dualismus der Helden bei. Abgrundtiefe Schurken, die Tramps und die sehr negativ gezeichneten Utah-Indianer stehen den omnipotenten guten Helden gegenüber.
Das Buch enthält jedoch auch viel Humor und gehört meines Erachtens zu den besten Abenteuer-Romanen, die ich als Karl-May-Fan immer wieder gerne lese und dem aus meiner Sicht eher langweiligen und langatmigen Alterswerk in jedem Falle vorziehe. Hier wird man in spannende andere Welten "entführt" und wenn Hermann Hesse 1919 nach Lektüre der vorliegenden Erzählung - wie Erich Heinemann im hervorragenden Karl-May-Handbuch berichtet - davon Sprach, Karl May sei "der glänzenddste Vertreter eines Typs von Dichtung, der zu den ganz ursprünglichen gehört, und den man etwa "Dichtung als Wunscherfüllung" nennen könnte2, so trifft dies ebenso zu wie Ernst Blochs vielzitiertes Wort über Karl May als einem der "besten deutschen Erzähler." Dies wird an diesem Werk wieder deutlich. Sehr sehr spannend und bei weitem besser als der gleichnamige Film.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbarer Einstieg in die Materie, 17. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
Es ist schon interessant, wieviel (Erzählung) man bei Karl May geboten bekommt.
"Der Schatz im Silbersee" strotzt nur so von Handlungssträngen und ist- zugegebenermaßen- nicht immer wirklich geschlossen. Was reizt, ist vor allem die Sprache dieses "Viel-Schreibers". In einem immer sofort ersichtlichen- heute leicht poetischwirkenden Stil- erfährt man hier die Einführung solch orgineller Charakter, wie des Humpley-Bill, der Tante Droll, des Hobble-Frank u.a.
Es ist schon "Stil" zu nennen, wie May seine Charaktere in Szene setzt. Manch einer mag sich nicht wirklich im Klaren darüber sein, welche Auswirkungen dieser Schriftsteller auf die heutige moderne deutsche Unterhaltungsliteratur hatte. Abgesehen von der bewunderswerten Komposition der Werke, verbindet May z. B. sehr viel mit der "Perry Rhodan Serie". Gerade Figuren wie Atlan (Winnetou), Perry Rhodan (Old Shatterhand) oder Hobble Frank (Dalaimoc Rorvic) und Tante Droll (Thatcher A'Hainu) lassen da mehr als nur geistliche Verwandschaft erkennen!
Selbst jetzt, über 100 Jahre nach ihrem Erscheinen, lassen die Werke Karl Mays durchaus eine Fähigkeit zur Unterhaltung erkennen, die manch modernem Einheitsbrei völlig abgeht.
Wer sich auf die Sache einlässt, wird von May- auch heute noch- sehr gut bedient. Bemerkenswert ist besonders, dass die Atmosphäre seiner Bücher auch heute noch genauso dicht wirkt, wie damals!
Gerade "Der Schatz im Silbersee" ist eine wundervolle Einstiegslektüre für Newcomer zu einem Werk, welches bis heute den Hauptteil seiner Faszination behalten hat.
Bemerkenswert !
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schatz im Silbersee- Abenteuer im "wilden Westen", 11. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
Diese Reiseerzählung von Karl May verführt den Leser gekonnt in den "wilden Westen". Zu Indianern, Bösewichten, Marterpfählen und Wettkämpfen auf Leben und Tod. Ein warer Leckerbissen also für alle Jugendlichen(und vielleicht auch Erwachsenen), die von jener Zeit fasziniert sind.
Unvergesslich bleiben alle grossartigen Helden der Geschichte. Sie werden mit viel Humor und Lebendigkeit beschrieben, so dass der Leser sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr von ihnen trennen kann.(Einige von ihnen: Winnetou, Old Shatterhand, Old Firehand, Tante Droll, Hobble-Frank)
Der Roman bietet wirklich alles, was man sich an Spannung, Abenteuer, Humor und Lebendigkeit erhoffen kann. Man sollte sich aber zumindest ein bisschen für Indianer und den "wilden Westen interessieren, denn sonst ist man hier fehl am Platz.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einzigartig, 10. April 2007
Von 
Gunnar "gunnarmerkert" (Großbettlingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 31/Der Schatz im Silbersee 1 (Audio CD)
Dies war das erste Karl-May-Hörspiel von Europa. Wer Hörspiele gern hat, wird dieses lieben. Einzigartig die Sprecherriege. Konrad Halver als Winnetou, Michael Poelchau als Shatterhand, Peter Folken als Brinkley und Gellenbeck als Firehand. Diese Besetzung schrieb Hörspielgeschichte. Als Kind habe ich die verschlungen und auch dadurch meine Liebe zu den Büchern entdeckt. Etwas grußelig die Stelle wenn der Kopf des Dompteurs von Panther zerdrückt wird. Es ist auch erstaulich mit welch simplen Mitteln diese Hörspiele produziert wurden, z. B. um mehr Hall zu erzeugen wurden Teile in einem Bad aufgenommen. Die Qualität entspricht nicht mehr ganz dem heutigen Standard, kann aber auch nicht sein. Die Bänder lagerten jahrelang bei Heidekine Körting im Archiv und dadurch verbesserte sich die Qualität mit Sicherheit nicht. Positiv, daß die länger LP-Fassung auf CD gepreßt wurde und nicht die kürzere Cassettenversion. Es wurde nichts geschnitten, nichts hinzugefügt. Endlich merkt Europa, daß wir die ungeschnittenen, originalen Fassungen haben wollen. Dennoch "nur" 4 Punkte, weil Winnetou 1 + 2 mir noch besser gefallen. Einfach nur zu empfehlen. Ich hab die Hoffnung, daß irgendwann die PEG-Reihe auch wieder erscheint, ich fände es toll. Gottseidank habe ich von der kompletten Karl-May Reihe sämtliche Europa- und PEG-Vinylschallplatten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, ja! Wir ergeben uns!, 30. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: 31/Der Schatz im Silbersee 1 (Audio CD)
Die beliebte Europa-Version des Jugendbuchklassikers kann sich nicht nur auf namhafte Sprecher verlassen - wie den Karl-May-erprobten Benno Gellenbeck als Old Firehand (im gleichnamigen Film synchronisierte er einen Tramp, der - Fans erinnern sich - "dagegen" war), Michael Poelchau als Old Shatterhand und natürlich Konrad Halver als Winnetou. Eine umfangreiche und abwechslungsreiche Musik-Track-Kartei steht ihr außerdem zur Verfügung, und, nicht zuletzt: eine Nerven zerrende Geräuschkulisse, von welcher der Regisseur - ebenfalls Konrad Halver - ausgiebigen Gebrauch macht. Als Film-erfahrener Synchronsprecher legt er auch seine Hörspieldramaturgie wie die Synchronfassung eines Films an, der action- und temporeich fast wie im Zeitraffer von einem Höhepunkt zum anderen jagt - und dabei von allem von realistischen Geräuschen im Zusammenhang mit der markanten Erzählstimme eines Hans Paetsch getragen wird. Dabei folgt das Hörspiel zumindest dem Plot des Buchs ausgesprochen originalgetreu: Zahlreiche Szenen, die man in den Filmen vergeblich suchte - vom schwarzen Panther auf dem Raddampfer Dogfish bis hin zum großen Finale, dem Wassereinbruch im unterirdischen Gang - sind hier erstmals außerhalb der Bücher zu erleben.

Trotz seiner unbestrittenen Professionalität als künstlerischer Aufnahmeleiter, und nicht zuletzt auch seiner ausgesprochen sympathischen Erscheinung muss es jedoch gesagt werden: Konrad Halvers literarisches Feingefühl ist gleich Null. Zur Dokumentation hier nur eine meiner liebsten Stilblüten aus der Karl-May-Hörspiel-Literatur:

Old Shatterhand: ...aber wenn ihr euch ergebt, werde ich mein Zaubergewehr nischt sprechen lassen! - (Kurze Pause.) Sie reagieren überhaupt nicht. - Also bitte!!
Peng - Umph!
Peng - Urgh!
Peng - Argh! ...
Großer Wolf, genervt: Ja, ja! Wir ergeben uns!

Sehr sinnvoll auch folgender Erzählersatz:
Humply Bill: Zauber-Gewehr?
Erzähler: Der Humply Bill wurde von Tante Droll belehrt:
Tante Droll: Shatterhands berühmter Henry-Stutzen! ...
Teufel noch mal: seit 60 Minuten ertragen wir bereits die fürchterlich kreischende Fistelstimme, mit der Horst Beck seine Tante Droll gibt (an den feinen sächsischen Humor von Joseph Offenbachs Hobble Frank aus der Karussell-Version von 1964 darf man hier freilich nicht denken). Wir WISSEN, dass dies Tante Droll ist! Und mehr als offensichtlich ist, dass er seinen Gesprächspartner belehrt"... Das komplette Hörspiel enthält zahlreiche Erzählsätze, die noch hirnrissiger und überflüssiger sind als ein wackliges Schiffsdeck für eine Raubtierdressur.

Davon abgesehen aber ist Halvers Inszenierung vor allem dies: tempo- und actionreich. Konrad Halver betont das Sensationelle, Reißerische und oft genug: das Grausame der Vorlage. Eltern seien ausdrücklich gewarnt, die CD jungen Kindern ohne vormaliges Reinhorchen in die Hand zu drücken: Wer nämlich jemals das schreckliche Knirschen gehört hat, mit der Konrad Halver den Kopf des berühmten Tierbändigers Salvatore Venuti im Rachen des schwarzen Panthers zerkrachen lässt, oder das Zischen, mit dem das Lange Ohr seine Fackel dem Großen Wolf in beide Augen stößt, wird es so rasch nicht vergessen.

Auch das Grausame, Sensationslüsterne ist jedoch ein authentischer Teil von Karl May.
Tatsächlich fiel nämlich auch der berühmte Winnetou nicht als der Tugendbolzen und Mokassins tragender Jesus-Freak vom Himmel, zu welchem ihn vor allem Pierre Brice so nachhaltig verkitscht hat. Die frühen Geschichten (Winnetou II und III) präsentieren ihn als einen Charakter, dem Ehre und Wohl seines Stammes über alles geht. Einer, der, um sie durchzusetzen, nicht barmherziger sein darf als die Wildnis, in der er lebt, und der nicht zögert, einem wehrlosen Weißen in den Rücken zu schießen, wenn es die Situation erfordert. Erst in späteren Geschichten (Old Surehand, Winnetou I und IV) verklärte May seinen Häuptling zur ethisch-moralischen Idealgestalt.
Es ist ein Jammer, dass gerade der Karl-May-Verlag dazu beigetragen hat, Mays keineswegs einheitliches Winnetou-Bild zu "vereinheitlichen" - und damit letzten Endes zu verfälschen.
Halvers Version besitzt das unbestreitbare Verdienst, die verschütteten, sensationellen bis grausamen Züge von Charakter und Vorlage wieder ans Bewusstsein zu fördern.
So erleben wir in Halvers Silbersee, wie Winnetou einen gebrechlichen, wenn auch unhöflichen alten Utah-Häuptling geradezu beiläufig ins Jenseits befördert:
"Beim Aufprall wurde seine Hirnschale zertrümmert!" - "Tötet Winnetou!!" Ausgebrannte Augen, zertrümmerte Hirnschalen, abgeschnittene Ohren - alles dies ist hier zwar nicht zu sehen, aber doch in teils drastischer Weise zu hören.

Wer bereit ist, sich auf eine neue, in dieser Form noch von keinem Film abgebildete Karl-May-Welt entführen zu lassen, sollte den Versuch unbedingt wagen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine gelungene Interpretation, 28. Juli 2005
Diese Rezension bezieht sich ausschließlich auf die Lesefassung von Gert Westphal.
Wer kennt ihn nicht, den Schatz im Silbersee, entweder aus seinen Jugendtagen als man das Buch andächtig von einem Onkel zum Geburtstag geschenkt bekam, oder aus dem schönen Film mit Pierre Priece und Lex Parker. Ich bin nicht der ultimative und kritiklose Karl-May-Fan, obwohl ich viele seiner Erzählungen gelesen habe und auch ein klein wenig stolz auf meine fast 70 "Grünen" bin. Irgendwo lief mir dann diese Lesung von Gert Westphal über den Weg. Auf 16 CDs kommt sie daher, in einer ansehnlichen Box. Ich dachte so bei mir, es wäre doch interessant zu hören, wie er das so macht. Und ich bin sehr positiv überrascht worden! Gert Westphal versteht es die Charaktere schön herauszuarbeiten ohne dabei zu übertreiben. Seine Stimme paßt sehr gut für das Grene, na ja, sagen wir mal "Western". Einzig wenn er Indianer zu Wort kommen läßt, dann hört es sich zuweilen etwas komisch an. Der "Silbersee" ist ein relativ altes Buch, was man am Stil natürlich merkt, trotzdem hatte ich bei Lesung nicht das Gefühl das es mich stört. Es hat auch einen gewissen Charme, den Charme längst vergangener Tage.
Und wenn noch ein wenig von Böttchers Musik dabei wäre - ach es wäre perfekt!
Fazit: Für Karl-May-Fan sicherlich eine Bereicherung. Für die junggeblieben, für Leute die den "Silbersee" nur aus dem Film kennen und viel Zeit haben eine unbedingte Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für die Jugend 2, 6. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
Heutzutage ist es ein ungeprüfter und nicht zutreffender Gemeinplatz, dass alle Karl-May-Bücher zu der Jugendliteratur zu zählen seien, aber das stimmt nicht mit des Autoren eigener Einschätzung überein. Er seiner Zeit schrieb lediglich sieben Bücher für die Jugend, nämlich die Bände 35 - 41 der gesammelten Werke. Dieser zweite der Sieben enthält eine solche Vielzahl der spannendsten Abenteuer, dass der Leser kaum zur Besinnung kommt.
Angefangen mit einem schwarzen Panther, der auf einem Flussdampfer auf dem Arkansas aus seinem Käfig ausbricht und beinahe die süße Ellen gerissen hätte, wenn nicht der mitreisende junge Indianer "Kleiner Bär" heldenmutig eingegriffen und die Großkatze erlegt hätte. Ebenfalls an Board sind ein Haufen übelster Landstreicher, die dort "Tramps" genannt werden, angeführt vom "roten Cornel", der ein gesuchter mehrfacher Meuchelmörder ist. Er besitzt eine Zeichnung des Silbersees in den Bergen Utahs und ist auf dem Wege dorthin, um den Schatz zu bergen, der in ihm schlummert. Unterwegs versucht er mit seinen Tramps, eine Farm zu überfallen, was jedoch von Old Firehand abgewehrt wird, oder eine ganze Eisenbahn auszurauben, was wiederum von den Helden verunmöglicht wird. Am Ende sehen der Kleine Bär und Ellen einander am Silbersee glücklich wieder...
Old Shatterhand, Winnetou, Old Firehand, der lange Davy und der dicke Jemmy, Hobble-Frank, Tante Droll und der stets in Reimen sprechende Gunstick-Uncle geben sich in diesem atemlosen Abenteuerroman ein Stell-dich-ein; für den jugendlichen Leser ein echtes Vergenügen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Schatz zum Schatz im Silbersee, 28. Juli 2012
Von 
Neuschäfer "Lesenslust" (Erkelenz, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Diese Silbersee-Lesung hat eine Goldmedaille unter den Hörbüchern zum Karl-May-Roman verdient und überzeugt von Anfang an bis zum glücklichen Ende.
Gert Westphal gelingt es auf allen 16 CDs seine Stimme stimmig zum Tragen zu bringen. Durch seine Intonationen entstehen tatsächlich innere Bilder, die farbenfroh sind und fantastisch wirken. Gert Westphal als Erzähler erstaunt - wie er flüstert, lispelt, schreit, plaudert, motzt, nölt, geheimnisvoll nachdenkt oder ruft, droht und phantasiert. Dabei bleibt jedoch die literarische Vorlage im Mittelpunkt und wird punktgenau zur Sprache gebracht. Gerade dieses Kunststück, sich ganz und zugleich behutsam einzubringen, aber sich selbst nicht in den Vordergrund zu spielen, macht die lange Lesung zu einem Hörvergnügen sondergleichen, die ihresgleichen sucht.

Überaus empfehlens- und hörenswert!
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4.0 von 5 Sternen Trotz unübersehbarer Schwächen in der Handlung ein lesenswerter Abtenteuerroman, 26. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
"Der Schatz im Silbersee" ist erst mein zweiter Roman, den ich von Karl May gelesen habe (nach "Winnetou I"). Weitere werden auf jeden Fall folgen. Ich habe mich dazu entschlossen, mich den Romanen von Karl May zu widmen, um zumindest einen Überblick über sein Werk zu bekommen. Zwar würde ich Karl May nicht auf eine Stufe mit den ganz großen Schreibern der deutschen Geschichte stellen (Karl May war doch eher, sagen wir, "outputorientiert"), dennoch hat er mit Figuren wie "Winnetou" oder "Old Shatterhand" unvergessene Charaktere geschaffen, weshalb ich seine Werke durchaus zum deutschen Kulturgut zählen würde. Zu den Filmen kann ich leider nicht viel sagen. Sicherlich kenne ich einige davon aus meiner Kindheit, bewusst habe ich davon jedoch nie einen angesehen.

Zum Buch selbst:
Im Gegensatz zu "Winnetou" liest sich "Der Schatz im Silbersee" noch ein Stück flotter und erinnert schon ein wenig an die typischen Wildwest-Groschen-Romane á la Leatherstock Tales. Die Handlung ist so aufgebaut, dass die Spannung stets aufrechterhalten wird. Allerdings fallen auch einige eklatante Schwächen auf: Es macht z. B. meines Erachtens wenig Sinn, die gesamte Geschichte rund um den "roten Cornel" und seine Bande aus "Tramps" aufzubauen, um diesen Handlungsfaden dann am Ende abrupt und fast zusammenhanglos enden zu lassen. Fast könnte man meinen, dass May selbst die Lust daran verloren hat und der Geschichte dann eine ganz andere Wendung geben wollte. Hier schwingt doch ein wenig Enttäuschung mit.
Die sonstigen Schauplätze („Butlers Farm“, „Sheridan“) sind zwar interessant, zielen jedoch nicht unbedingt darauf ab, auf die finale Szene am Silbersee hinzuführen. Etwas mehr Kontinuität hätte dem Buch hier sicherlich gut getan. Letztendlich spielt nur ein Kapitel am Silbersee selbst. Insgesamt wirkt es oftmals so, als wurden einfach verschiedene Episoden aneinandergereiht.
Ab und an beschlich mich auch das Gefühl, dass May gern "recycelt", indem er Phrasen und Sätze von anderen Werken wieder verwendet. Viele Passagen des Erzählers über die Indianer und deren Lebensweisen hatte ich bereits in "Winnetou I" gelesen. Diese wurden fast 1:1 übernommen. Fast könnte man meinen, dass May seine Romane durch derartige Wiederholungen etwas aufblähen wollte. Es konnte aber auch der enormen Anzahl an Seiten geschuldet sein, die May zu Lebzeiten veröffentlicht hat.

Auch fiel mir auf, dass die Charaktere in diesem Buch doch recht flach und einfach gestrickt sind. "Old Shatterhand" zeigt sich als Moralapostel, welcher ständig aufs Christentum pocht Feinde auch dann verschont, wenn sie ihn mehrfach verraten haben.
Charaktere wie "Tante Droll" fand ich fast schon etwas überzeichnet. Das ständige Sächseln fand ich anfangs lustig, später eher nervig.

Trotz der Kritikpunkte hat mit das Lesen jedoch große Freude gemacht und ich kann jedem Leser empfehlen, sich diesem Buch zu widmen. Zumindest die bekannten Werke von Karl May sollte man einmal gelesen haben, um mitreden zu können.

Fazit:
"Der Schatz im Silbersee" ist ein unterhaltsamer, gut zu lesender und zeitloser Abenteuerroman im Wilden Westen. Leser können sich auf ein Wiedersehen mit vielen von Mays Charakteren freuen. Das Werk hat als "Unterhaltungsroman im Genre "Wilder Westen" durchaus den Stellenwert eines Klassikers verdient, ist literarisch jedoch (erwartungsgemäß) wenig anspruchsvoll. 4 von 5 Sternen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Abenteuererzählungen von Karl May, 12. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke (Gebundene Ausgabe)
Der Schatz im Silbersee ist eine Jugenderzählung Karl Mays. Sie wurde erstmals 1890/91 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift "Der Gute Kamerad" veröffentlicht; die erste Buchausgabe erschien 1894 bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft.

DIE GESCHICHTE

In diesem Roman, der etwa 1870 im Wilden Westen spielt, schildert Karl May die Reise einer Gruppe von Westmännern zu dem in den Rocky Mountains gelegenen Silbersee. Die Handlung setzt an Bord des Raddampfers "Dog-fish" auf dem Arkansas ein. Hauptpersonen sind die Westmänner Old Firehand und Tante Droll sowie der Verbrecher Cornel Brinkley mit seinen Handlangern. Während ersterer eine Silberader ausbeuten möchte, die er entdeckt hat, jagt der Cornel einem mutmasslichen Inkaschatz nach. Droll wiederum ist auf der Suche nach einem Schurken, in dem er schliesslich den Cornel zu erkennen glaubt. Auf dem Weg gilt es zahlreiche Abenteuer zu bestehen und immer wieder den Angriffen des Cornels zu entgehen, was auch leidlich gelingt.

Winnetou und Old Shatterhand, stossen erst später zu den Gefährten Firehands als die Situation im Kampf mit verschiedenen Indianerstämmen, die in der Region gegeneinaner kämpfen weiter zu eskalieren droht. Am Silbersee kommt es zum grossen Finale im Kampf um den geheimnisvollen Schatz.

KOMMENTAR

Dies ist wiederum eine der klassischen Reiseerzählungen Mays. Obgleich ausdrücklich für die Jugend geschrieben, ist die Handlung doch von (zumindest für May Bücher) bemerkenswerter Brutalität bestimmt. Im Vergleich zu heutigen Romanen ist der Grad an Gewalt aber immer noch recht niedrig.

Eine Vielzahl der bekannten Helden aus anderen Erzählungen Mays treten hier gemeinsam auf, was eher ungewöhnlich ist aber gerade für die jugendlichen Leser sicherlich besonders atraktiv.

Ähnlich wie in einigen weiteren Bänden bedient er sich des beliebten Themas "Inkaschätze". Auch hier versteht er es in seiner kaum nachzuahmenden Weise dem Leser jene damals in Deutschland noch weitgehend unbekannte Welt in prächtigen Farben, spannend und detailiert zu erschliessen. Man stelle sich den Menschen des Jahres 1894 vor !
Der Erfolg von Mays vermeintlich ineinandergreifenden Geschichten mit den immer wiederkehrenden Helden ist zumal zu jener Zeit leicht verständlich.

Das er hier immer wieder grosszügig übertrieben oder fabuliert hat, mag man verzeihen.

Auch wenn man die Romane nach vielen Jahren erneut liest werden sie keinesfalls langweilig oder unzeitgemäss. Im Gegenteil, man entdeckt immer wieder neue Facetten im kleinen einzelner Bände wie auch im Zusammenhang des Mayschen Gesamtwerkes, die zeigen, das May an aktualität nichts eingebüsst hat.

Sympatisch ist vor allen Dingen, daß anders als in heutigen Romanen, die meisten Herausforderungen auch ohne die Anwendung von Brachialgewalt gelöst werden können. Menchlichkeit und Achtung vor den Mitmenschen sind immer oberstes Gebot.

WISSENSWERTES

Das Anfangskapitel basiert auf der frühen Erzählung Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling, die 1875 in der Zeitschrift "Deutsches Familienblatt. Wochenschrift für Geist und Gemüth zur Unterhaltung für Jedermann" (Verlag Münchmeyer, Dresden) abgedruckt wurde. Es dürfte diese Erzählung sein, von der May in seiner Autobiographie Mein Leben und Streben über seine schriftstellerischen Anfänge schreibt: Im ersteren Blatte begann ich sofort mit "Winnetou", nannte ihn aber einem andern Indianerdialekt gemäß einstweilen noch In-nu-woh. [Karl-May-Wiki]
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Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke
Der Schatz im Silbersee, Band 36 der Gesammelten Werke von Karl May (Gebundene Ausgabe - 1. Januar 1997)
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