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am 12. Juni 2004
Winnetou III gehört bis heute zu den beeindruckendsten Büchern, die ich gelesen habe. Er bildet den Abschluss der bekannten Trilogie und Winnetou dürfte bis heute in Deutschland am meisten dazu beigetragen haben, das Schicksal der Indianer zur Kenntnis zu nehmen und Sympathie für dieses Volk, welches in vielen Jahrhunderten verfolgt und vernichtet wurde, zu wecken.
Entstanden ist dieser dritte Winnetou-Band ähnlich wie der zweite. May griff auf ältere Erzählungen zurück, die er in Zeitschriften veröffentlicht hatte und fügte ein Schlußkapitel hinzu. Der erste Teil, die Abenteuer um Sans-Ear, gehen auf die Erzählung Deadly Dust zurück, der zweite Teil, Winnetous Tod, auf die Erzählung Ave Maria. Verglichen mit Winnetou II betreffen die Veränderungen nur Kleinigkeiten. Das ursprüngliche Nachwort wurde durch ein anderes ersetzt, um die Kontinuität zum symbolischen Spätwerk zu wahren und dem gesamten Zyklus "einen Guß" zu geben.
Die ersten Kapitel schildern die Jagd nach einer Verbrecherbande, die auch in den Liano Estacado führt. Natürlich gelingt es Old Shatterhand, dem omnipotenten Helden, nicht nur sich und seinen Begleiter, den Westman Sans-Ear, vor dem Verschmachten im Liano zu retten, sondern auch, die Verbrecherbande Dingfest zu machen. Hauptschurken in diesem Teil der Erzählung sind Fred und Patrik Morgan, Vater und Sohn, die schwere Verbrechen an Sans-Ear und dem Juweilier Bernhard Marshal verübt haben. Winnetou selber ist in diesem Teil noch nicht der "Edelindianer" der späteren Romane. So erschießt er einen Verbrecher hinterrücks und nimmt auch einem seiner Feinde einen Skalp. Allerdings zeigen diese Episoden auch einen natürlichen, realistischen Winnetou und nicht so sehr die abgehobene, ja fast heilige Messias-ähnliche Indianergestalt, zu der er durch den späten May gemacht wird.
Im zweiten Teil der Ereignisse, die im Jahre 1874 spielen, verfolgt Old Shatterhand mit dem Westmann Fred Walker, einem Detektiv, eine Verbrecherbande, die einen Eisenbahnzug überfallen hat. Doch die Ereignisse enden tragisch. Zwar werden die Verbrecher zunächst überlistet und ein weiterer Überfall der Verbrecher misslingt. Doch diese überfallen eine Siedlung ausgewanderter Deutscher, Helldorf-Settlement und verschleppen deren Bewohner. Zwar gelingt es Old Shatterhand und seinen Begleitern, zu denen auch Winnetou gestoßen ist, die Bewohner zu befreien. Dabei kommt Winnetou allerdings ums Leben.
Die weiteren Ereignisse schließen unmittelbar an die Geschehnisse in Winnetou I an. Old Shatterhand reitet zum Grabmahl Intschu Tschunas, um Winnetous Testament zu suchen und dessen letzten Willen zu erfüllen. Dabei stößt er überraschend auf Santer und die Kiowas miti ihrem immer noch rachsüchtigen Häuptling Tangua. Old Shatterhand gerät in die Gefangenschaft Tanguas, Santer raubt zunächst das Testament des Apatschen. Doch Santer bringt das Testament kein Glück. Er missversteht Formulierungen dieses Testaments. Dieses soll zu Goldvorräten führen, die für die Siedler in Helldorf-Settlement bestimmt sind. Winnetou hat zum Schutz des Goldes eine Sicherung eingebaut, die Old Shatterhand nicht entgangen wäre, aber jeden Uneingeweihten den Tod bringt. Anstatt das vermutete Gold zu bergen, löst Santer eine Explosion aus und stürzt mit Felsbrocken in die Tiefe.
Im Vergleich zu Winnetou II hat Karl May bei der Zusammenstellung der Zeitschriftentexte eine glücklichere Hand gehabt, wie Helmut Schmiedt, Karl-May-Biograph, zu recht im "Karl-May-Handbuch" bemerkt hat.
Insbesondere die Todesszene Winnetous dürfte allgemein bekannt sein und die plastische Zeichnung der Charaktere ist ebenso kennzeichnend für diese Trilogie wie die Spannung, die Karl May wie kaum ein zweiter aufzubauen versteht.
Natürlich gibt es aus heutiger Sicht durchaus kritisch zu sehende Heldenbezüge; die Omnipotenz von Winnetou und Shatterhand wirkt bisweilen sehr penetrant, ist jedoch meines Erachtens durchaus autobiographisch zu verstehen. Winnetou war Karl-Mays Wunschbruder, Old-Shatterhand wohl sein "Über"-Ich, sein Wunsch- und Vorbild.
Auch die Landschaftsbeschreibungen sind eindrucksvoll. Am meisten berührt mich immer wieder die Sympathie und das Verständnis für die Indianer als untergehende Rasse. Hier steht May deutlich in Tradition etwa zu Gabriel Ferrys: "Waldläufer", den er ja selber bearbeitet hat. Gerade die erste Erzählung: "Deadly Dust" und das hier anklingende Motiv, dass Gier nach Gold und Besitz ins Verderben stürzt, ist ohne den "Waldläufer" nicht zu erklären. Es ist wohl diese Mischung aus Spannung, Abenteuer aber auch philosophischen Reflexionen, die Karl May heute noch lesenswert machen.
Fazit: Ein beeindruckendes Buch - auch heute noch.
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Der letzte Teil der Trilogie führt natürlich zum Tode des edlen Häuptlings. Karl May hatte sich da in eine schwierige Lage begeben, denn was so an Nachrichten aus den USA über den Teich sickerte, deutete ja wenig auf eine geeinte "Nation" der Apatschen hin. Gerade zu seiner Zeit machte Geronimo sehr von sich reden. Folglich mußte er den Häuptlich sterben lassen, damit Fiktion und Reallife wieder in Einklang kommen konnten. Schließlich schrieb er ja "Reiseerzählungen". Nur so läßt sich auch das Nachwort erklären, in dem er dann die Kurve zu den wahren Gegebenheiten, wenn auch mit einem Konstrukt, bekommt.
Auch aus heutiger Sicht ist der Roman spannend und unterhaltsam.
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am 6. Mai 2013
Winnetou ist halt ein Klassiker, liest man immer und immer wieder! Es hat halt wie immer gute und böse Gestalten!
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am 26. Dezember 1999
Winnetou III ist wohl das traurigste aber auch das schönste Buch das ich je gelesen habe. Die glückliche Zeit der beiden Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand und ihr blindes Verständnis füreinander setzen jeder Freundschaft ihr Ziel. So stellt es sich jedes Kind vor mit seinem besten Freund durch Abenteuer , Gefahren und Glück zu galoppieren. Verbrecher zu bekämpfen und den guten helfen ihr Glück zu finden, keinen Dank zu ernten und immer auf der Reise durch ein teilweise unfreundliches Land, teilweise reiches Land zu sein. Überall, an jedem Lagerfeuer wird von den beiden erzählt, die Helden, ohne die dieses Land von Verbrechern übersät wäre. Doch jedes Glück hat einmal ein Ende und Winnetou kommt es in diesem Buch. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 3. Februar 2010
Wieder bestehen unsere Helden (Winetou und Old Shatterhand) spannende Abenteuer. Leider hat diesmal die Geschichte kein Happy End.

Karl May schafft es immer wieder, seine Geschichten spannend aufzubauen, obwohl das Ende durchaus vorhersehbar ist.

Natürlich besinnt sich Karl May auch hier wieder auf seinen christlichen Glauben, und versucht dieses Attribut seinen Helden weiter zu geben, was keinesfalls störend ist.
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am 4. Oktober 2003
Wer Winnetou 3 liest hat voraussichtlich schon 1+2 gelesen.
Karl May ist wie immer recht erheiternd. Mit Sans Ear, dem Westmann eilt er durch die Prärie und trifft überraschend auf Winnetou, der- und jetzt wird es ganz herbe- noch eben durch ein von Old May selbst gedichtet und vertontes Ave Maria bekehrt wird. Au weia. Das erleichtert Shatterhand/May das Ertragen von Old Winnetous Tod ganz ungemein. Winnetou stirbt als Christ und der getreue Leser ärgert sich über diesen Kunstgriff.
Ich hab sofort "Ja, uff erstmal" und "Der Schatz im Silbersee" bestellt, weil Winnetou, sei er Christ oder nicht, nun einmal nicht sterben darf.
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