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TOP 1000 REZENSENTam 7. Februar 2013
‚Social Work goes ethics’ könnte ein Slogan der jüngsten Entwicklungen auf dem Gebiet der Sozialen Arbeit lauten. Die Beschäftigung mit der Ethik und der politischen Philosophie vollzieht sich auf zwei unterschiedlichen Wegen: Zum einen sucht die Soziale Arbeit nach ihrer disziplinären und professionellen Identität, indem sie nach den moralischen Quellen Sozialer Arbeit fragt, und zum anderen sieht sie sich zunehmend mit Problemen konfrontiert, die die Entwicklung einer Angewandten Ethik Sozialer Arbeit erforderlich machen.

Der Moraltheologe Wolfgang Maaser will hier Abhilfe schaffen, und das gelingt ihm auch sehr gut, allerdings nicht ganz ohne Einschränkungen. Für einen Moraltheologen geht Maaser seine Aufgabe bemerkenswert undogmatisch an. Zwar bezieht er sich des Öfteren auf den Theologen und ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber, der in der philosophischen Ethik gewiss nicht einschlägig ist, doch führt ihn dies nicht auf dogmatische Bahnen.

Maaser argumentiert vom Boden einer Ethik der Menschenrechte aus, die ausdrücklich nicht von einem theologischen Würdebegriff abhängig gemacht wird. Es folgt ein Brückenschlag zur Theorie der Gerechtigkeit von John Rawls, die wiederum durch den Capabilities Approach von Amartya Sen und Martha Nussbaum präzisiert und korrigiert wird. Bei der Darstellung des Capabilities Approach gerät der Autor allerdings aufs Glatteis, indem er – entgegen den Intentionen von Sen und Nussbaum – Capabilities allein als individuelle Kompetenzen (als ‚internal capabilities’) zu begreifen scheint.
Eine scharfe Grenzlinie zieht Maaser zu utilitaristischen und libertaristischen Ansätzen. Auf die persontheoretischen Reduktionen (‚homo oeconomicus’), die sich aus einer allzu engen Orientierung an Dienstleistungskonzepten und Marktmodellen ergeben können, wird eindringlich hingewiesen. Die Prominenz, die Maaser dem Verantwortungsbegriff zuerkennt, und die Breite seiner Erörterung dürften ihre Wurzeln im moraltheologischen Denken haben. Einleuchtend sind die Ausführungen über den Sozialstaat sowie die Rollen der Wohlfahrtsverbände und der Sozialen Arbeit.

Das Buch ist als Lehrbuch konzipiert. Die dreizehn Kapitel decken eine kurrikulare Einheit ab. Für diesen Zweck ist das Buch sehr gut geeignet. Allerdings ist als Vorbehalt geltend zu machen: Maaser konzentriert sich ausschließlich auf Fragen, die in die Zuständigkeit der politischen Philosophie bzw. – in theologischer Terminologie – der Sozialethik fallen. Moralische Probleme, die vorrangig in Face-to-face-Situationen auftreten, bleiben weitgehend unthematisiert. Diese thematische Beschränkung klammert wesentliche Bereiche aus, die vom Begriff der Ethik normalerweise abgedeckt werden und die in der Sozialen Arbeit auch von enormer Relevanz sind. Insofern wäre der Verlag gut beraten, das Buch bei einer eventuellen Neuauflage mit ‚Lehrbuch Sozialethik’ zu betiteln.
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am 8. November 2012
Dieses Grundbuch vermittelt wichtige Grundlagen der Ethik im Bereich Soziale Arbeit. Auch werden wichtige Grundbegriffe in einer verständlichen Art und Weise erklärt.
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am 10. November 2011
Das Buch ist meiner Meinung nach nicht so leicht verständlich. Es fehlen Beispiele und der Bezug zur Praxis. Außerdem gibt es nur ein Kapitel zu Ethik, die anderen beziehen sich größtenteils auf die Menschenrechte.
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