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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott macht nicht glücklich - dafür aber Sinn.
Macht Gott wirklich nicht glücklich? Scheint so. Was hat der (tragische) Tod von Hans-Peter Royer (österr. evangelikaler Prediger und u.a. stellvertr. Leiter der Fackelträger) kurz vor dem Erscheinungstermin dieses Buches mit Glück zu tun? Eigentlich gar nichts und bestätigt Markus Spiekers These: Gott macht nicht glücklich, wie viele andere...
Vor 15 Monaten von Horst Lohmiller veröffentlicht

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wahrhaft zweischneidiges Schwert, dieses Buch!
Stellenweise fand ich das Gedankengut, mit dem ich "christlich groß wurde" hier in diesem Buch wieder.
Andererseits halte ich die Lockerheit zu Themen über "Sexualität heute" und über mögliche Übersetzungsfehler der Bibel gefährlich.
Okay, man sollte darüber nachdenken, aber man könnte es auch falsch...
Vor 10 Monaten von Wolfgang Kulabke veröffentlicht


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28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott macht nicht glücklich - dafür aber Sinn., 27. September 2013
Von 
Horst Lohmiller (Dießen am Ammersee (Bayern)) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Macht Gott wirklich nicht glücklich? Scheint so. Was hat der (tragische) Tod von Hans-Peter Royer (österr. evangelikaler Prediger und u.a. stellvertr. Leiter der Fackelträger) kurz vor dem Erscheinungstermin dieses Buches mit Glück zu tun? Eigentlich gar nichts und bestätigt Markus Spiekers These: Gott macht nicht glücklich, wie viele andere Beispiele in seinem Buch ebenfalls belegen. ER macht laut dem Autor auch nicht prominent oder mächtig und weder brav noch schlau. Arme Christen! Ich gehöre übrigens auch zu diesen (scheinbar) bedauernswerten Kreaturen und ich kann dem Autor in all seinen Behauptungen zustimmen! Doch was macht Gott dann? Warum sollte man im 21. Jh. noch einem Gott nachfolgen, der sich vor über 2000 Jahren ans Kreuz nageln ließ und seither nichts mehr von sich hören lässt? Der, so Spieker, uns in einen Zustand kognitiver Dissonanz versetzt. Und der uns schon immer, angefangen bei der Schöpfungsgeschichte bis heute viel zugemutet hat und immer noch tut.
Spieker versucht in seinem Buch zweierlei: Zum einen, und da ist der Titel Programm, fromme (christliche) Lügen zu entlarven - "gedankliche Rindviecher zu schlachten" - und ins rechte, wenn auch selten wohlfühlige, Licht zu rücken. Eine schonungslose Offenbarung. Und zum zweiten möchte er aufzeigen, was der Kern der Christlichen Botschaft ist, was wirklich zählt in der Nachfolge Jesu, was zum Ziel führt. Beides gelingt dem Autor für mein Empfinden ausgezeichnet und er spricht mir mit vielem aus dem Herzen.
Wir Christen haben Grund zu glauben, einen Anlass zu lieben und wir hegen eine berechtigte Hoffnung - mit diesem von Spieker aufgestellten Dreiklang des Glaubens lässt sich, so finde ich, sehr gut leben - auch wenn man dabei vielleicht nicht glücklicher wird, als Nichtchristen. Zumindest verändert der Glaube die Perspektive und wird dadurch sinnhaft.
Mir geht es wie dem Autor: Ich kann nicht mehr ohne - Gott ist tief in mir verwurzelt - geht nicht mehr raus. Gott sei Dank. Das, und die Hoffnung Hans-Peter Royer und viele andere an einem jenseitigen Ort wiederzusehen, macht mich dann doch etwas glücklich. Bis dahin möchte ich auf dem Weg bleiben und weiter versuchen, zu was auch der Autor auffordert: weg von der "Ich-jetzt-alles-Haltung" und den Blick zum Nächsten und gen Himmel zu richten. Da möchte ich hin!
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott macht glücklich, aber ich bin nicht ganz glücklich mit dem Autor, 23. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Markus Spieker schreibt wie immer mit einem abwechslungsreichen Vokabular, gespickt mit vielen Anekdoten und Zitaten, ganz auf der Höhe der Zeit und durchaus provozierend. Seine Analyse der evangelikalen Szene ist ihm gut gelungen. Er schreibt ehrlich auch über deren Schwächen und Versagen. Die ersten vier Kapitel sind in jeder Hinsicht gut recherchiert und das jeweilige Fazit schlüssig. Wer etwas länger als ein paar Monate Christ ist, weiss aus eigener Erfahrung: Auch Christen sind nicht ununterbrochen in Worshipstimmung; sie können genauso wie andere depressiv werden. Unter Christen finden sich tatsächlich nicht viele Stars – und das war schon vor 2000 Jahren so (1Korintherbrief 1,26-31). Jesus errichtet nicht ein Reich der Macht und Gewalt, sondern der Liebe und Gnade und mit dem Befolgen von Gottes Richtlinien tun sich Christen manchmal schwer, auch wenn sie wissen, dass darin wahres Glück zu finden ist. In Kapitel 4 schwingt zwar ein wenig der Frust des mittlerweile doch schon langen Singledaseins von Markus Spieker mit. Statt die Kirchen für die vielen ledigen Akademikerinnen verantwortlich zu machen (fehlender Heiratsmarkt), könnte er in dieser Sache ja selber etwas unternehmen und zumindest eine dieser flotten jungen Frauen glücklich machen. ;-) Dabei wird er ehrlicherweise feststellen, dass es wahrscheinlich nicht am fehlenden kirchlichen Engagement für die Singles liegt, sondern an den hohen Ansprüchen bzw. dem simplen Egoismus, die vor einer Ehe zurückschrecken. Insgesamt stellt Markus Spieker eine nüchterne und sicher weitgehend mit der biblischen Lehre konforme Sichtweise eines alltagstauglichen Christseins dar. Die Frage ist nur, ob wir uns als Christen dieser Herausforderung stellen, oder doch lieber in unserer Komfortzone verharren (siehe Spiekers Erlebnis im letzten Kapitel).
Und doch werde ich nicht ganz glücklich mit seinen doch ziemlich oberflächlichen Aussagen in Kapitel 5. Nicht nur hier verheddert sich Spieker immer wieder in Widersprüche. Er wünscht sich z.B. nicht eloquente und angepasste christliche Leiter, sondern Leute, die tatsächlich etwas bewegen. Und doch entsprechen die Machertypen nicht seinem Ideal eines Intellektuellen, der sich Filme wie The Tree of Life anschauen und so super predigen, dass auch Akademiker ihren Tiefgang finden. Solches Hin- und Hergerissen sein zieht sich durch sein gesamtes Buch hindurch. Spieker findet längst nicht immer eine Antwort auf seine vielen Fragen. Er ist durchaus Kind seiner Zeit: postmodern nicht nur im Stil, sondern auch im Denken. Dies zeigt sich vor allem in seinen Thesen zur Inspiration der Bibel. Typisch mainstream-evangealikal ist er offen für Ansätze der historisch-kritischen Bibelexegese. Die Geschichten aus der Genesis hält er eher für nette Bildergeschichten, an das primitive Denken der Menschen in der Bronzezeit angepasste Theologie. Ob Hiob, Jona oder Esther gelebt haben, ist für ihn irrelevant. Einige für uns schwierige Passagen im Alten Testament entsprechen nicht der Wahrheit, vieles ist übertrieben und verfälscht, der Mensch aus einem langen evolutionären Prozess aus dem Tier hervorgegangen. Gleichzeitig beruft sich Spieker auf eine durchaus biblische Anthropologie. Aber mit welcher Logik? Was ist Evolutionsbiologisch denn so falsch an der Promiskuität oder der Polygamie? Bei genauem Überlegen fehlen ihm die Argument für seine doch recht konservative Ethik, wenn er die Schöpfung als Evolutionsprozess sieht. Ab wann z.B. war denn der Mensch verantwortlich vor Gott? Und warum erklärt Paulus alle Menschen aufgrund des Versagens von Adam zu Sündern? „Wenn du anfängst die Bibel in puncto Historizität auseinanderzunehmen, wo hörst du auf?“ fragt Spieker zurecht. Die Antwort bleibt er leider schuldig. Christus sei die Essenz des Glaubens, schreibt Spieker. Doch woher kann er das wissen, wenn er den Aussagen der Bibel nicht voll und ganz vertraut. Gerade diese eine Essenz könnte sich doch als ein ganz grosser Bluff, als historischer Irrtum herausstellen? Am widersprüchlichsten finde ich jedoch, dass die sogenannte sanfte historische-kritische Theologie immer noch fest an der Auferstehung und am Glauben an das ewige Leben festhält, wogegen Gott nicht zugetraut wird, dass er auch bei der Schöpfung, in der Geschichte Israels, bei Jesus und bei den Aposteln unerklärliche Wunder wirkte. Die Schöpfung war nicht einfach plopp, bumm, zisch da, sondern entstand in einem evolutionären Prozess. Aber bei der Auferstehung von Jesus und bei der neuen Erde und dem neuen Himmel gesteht man Gott dieses Wunder zu. Plopp, bumm, zisch und es ist da. Komische Logik. Wenn alles mittels Evolution entstanden ist, wer sagt dann, dass es nicht genauso wieder in einem langen Evolutionsprozess sich im unendlichen Nichts auflöst, am Schluss also Nichts bleibt, jede Hoffnung verloren ist? Hier wünschte ich Spieker, dass er sich intensiver und redlicher mit den Konsequenzen seines Bibelbekenntnisses auseinandersetzt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viele interessante Gedankenanstöße zum Weiterdenken, 9. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Der erste Satz des Buches auf der Innenseite des Buchumschlags bringt gleich zu Beginn schon auf den Punkt, warum es in den letzten Jahren und Jahrzehnten auch unter Christen zu so einer massiven Entfernung vom Kern des christlichen Glaubens kommen konnte: „Christen sind auch nur Menschen, und Menschen neigen dazu, das zu glauben, was ihnen bessere Gefühle beschert. Schöne Lügen sind deshalb erfolgreicher als harte Wahrheiten.“
Ja, dieses Buch war längst überfällig!
Der Autor analysiert die aktuelle Kirchen- und Gemeindelandschaft in Deutschland und den USA und deren Entwicklung gründlich, trennscharf und konsequent. An manchen Stellen mag es dem Leser überspannt und übertrieben vorkommen, allerdings trifft der Verfasser dennoch ins Schwarze und spricht brisante Probleme mutig an.
Dieses Buch hilft, weit verbreitete fromme Anschauungen mit der Bibel zu durchschauen.
Auch wenn der Autor die Bibelkritik als überflüssige „theologische Gülle“, die nun schon über so lange Zeit auf die Kirchenfelder gefahren wurde, erkennt, und die Zeitgeister in den ersten 4 Kapiteln des Buches demaskiert, verpasst er es leider, dem Spuk der Bibelkritik ein deutliches Ende zu bereiten. Zu sehr scheint er von dieser hier und dort beeinflusst zu sein und verkennt, dass es erst durch sie zur Aushöhlung und Entchristianisierung der Gesellschaft und Kirchen kommen konnte. Ein konsequenteres Weiterdenken wäre schön gewesen.
Sprachlich kommt der Leser voll auf seine Kosten. Markus Spieker versteht es mit der Sprache so kunstvoll zu formulieren wie ein Lionel Messi mit dem Ball auf dem Fußballplatz dribbelt. Ein wirklicher Genuss!
Unterm Strich bleibt: ein Buch mit vielen wichtigen Gedankenanstößen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gott macht glücklich, Beurteilung eines etwas von der Norm abweichenden Buches, 24. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Büchlein, das übrigens recht spannend geschrieben ist, wird uns auf viele, ach so bekannte, Geschichten und Personen in der Bibel ein etwas anderer Blickwinkel geöffnet. Lesenswert für alle, die mit manchen Geschichten Probleme haben, aber auch eine Herausforderung!

Herbert Brockhaus
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5.0 von 5 Sternen Für alle, die ehrlich über Nachfolge Jesu nachdenken, 6. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein ehrliches Buch, was sich den Fragen des Glaubens stellt, über die ein Christ, der sich um ein Leben mit Jesus bemüht, stolpert. Hier werden keine Antworten von der Stange gegeben! Das Buch lädt ein, sich selbst mit Zweifeln und Versagen auseinanderzusetzen, ohne schnelle Trostpflaster zu verteilen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein wahrhaft zweischneidiges Schwert, dieses Buch!, 22. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Stellenweise fand ich das Gedankengut, mit dem ich "christlich groß wurde" hier in diesem Buch wieder.
Andererseits halte ich die Lockerheit zu Themen über "Sexualität heute" und über mögliche Übersetzungsfehler der Bibel gefährlich.
Okay, man sollte darüber nachdenken, aber man könnte es auch falsch interpretieren. Kulturwandel hin oder her. Auch ohne "Fundamentalist" zu sein, kann man einen gesunden Mittelweg finden zwischen "ausschweifendem Leben" und "klosterhafter Entsagung". Was die Bibel vor 2000 Jahren als "Sünde" oder "Gräuel" bezeichnete (uuuh!, was für schlimme Worte, die sind ja jugendgefährdend!) muss heute nicht "normal geworden" sein, sondern sollte zumindest in theologischem Kontext beurteilt werden dürfen, ob das wirklich sein muss. Man muss ja niemanden gleich steinigen deshalb.

Die Sprache ist locker-vom-Hocker und cool-modern, liest sich gut. Dabei fällt nicht sofort auf, wie der Autor über alle möglichen christlichen Leiter pauschal drüberreitet wie ein Cowboy im Galopp durch die Prärie. Man hat spontan den Eindruck, alle sind ein bisschen "gaga", und fragt sich: "Gibt's eigentlich keine aufrichtigen geistlichen Leiter mehr, haben die alle eins an der Waffel?"

Ernsthafte Christen, denen ihr Christsein mehr bedeutet als viermal im Leben in eine Kirche zu gehen - dabei zweimal getragen zu werden (Taufe, Konfirmation/Kommunion, Hochzeit, Aussegnungsfeier) - SIND nicht besser (leider), sondern sie HABEN's einfach besser. Sie wissen, wohin mit ihrer Schuld und ihrem Versagen. Die außen stehenden Skeptiker urteilen und lästern bloß.

Fazit: Viele Gedankenanstöße, die zum Nachdenken und "neu hinterfragen" anregen.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historisch nicht ganz auf der Höhe, 22. Februar 2014
Von 
Benedictu - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen (Gebundene Ausgabe)
Ich kommentiere nur eine Stelle im Buch, die mir historisch mißverständlich dargestellt erscheint. Der Autor Markus Spieker schreibt auf S. 22 über die Israeliten im ersten nachchristlichen Jahrhundert: "Stattdessen erlebten sie und ihre Kinder, wie ihr Land im Jahr 70 nach Christus in einem Vernichtungskrieg, der alle bisherigen Grausamkeiten übertraf, zerstört wurde. Historiker gehen von bis zu einer Million Toten aus".

Spieker vergißt zu erwähnen, daß das römische Imperium nicht ohne Grund gegen seine Provinz Judäa militärisch vorging. Und doch hatte Rom lange Zeit größere Geduld mit Jerusalem gehabt als in unseren Tagen Washington mit Bagdad. In Karlheinz Deschners Kriminalgeschichte des Christentums: Die Frühzeit erfährt man die ganze Geschichte der zwei großen Aufstände des 1. und 2. Jahrhunderts gegen die Römer. Nach Deschner wurde "der «Heilige Krieg» mit aller Wildheit und Grausamkeit, allem apokalyptischen Wahnsinn praktiziert und im «Kampf der letzten Tage» gegen das heidnische Rom «Gottes messianisches Königstum» erstrebt." Der Jüdische Krieg (66 – 70 n. Chr.) habe an einem Sabbat mit der Abschlachtung der wenigen Römer in der Burg Antonia von Jerusalem und dem stark befestigten Königspalast begonnen. In den benachbarten Griechenstädten wie Damaskus massakrierten darauf die Hellenen die Juden, in Damaskus angeblich 10500 oder 18000 Juden, während die jüdischen Rebellen, "befeuert durch ihren Glauben … ganz Judäa mehr oder minder von Minoritäten säuberten." Die Römer reagierten mit der Zerstörung Jerusalems. Deschner resümiert: "Hunderttausende von Opfern hatte das Massaker gekostet. Jerusalem lag, wie einst Karthago und Korinth, in Trümmern, das Umland wurde kaiserliche Domäne. Schwerste Steuern – bis zu einem Fünftel des Erstertrages – belasteten die Besiegten, Räuberbanden drangsalierten ihr Land. Das religiöse Leben freilich blühte. … Wenige Jahrzehnte später aber, im zweiten Versuch zu «Gottes Endkrieg» unter Bar-Kochba (131 – 136), war das Fiasko noch größer." Erst spät, im zweiten Jahrhundert, so Deschner, erkannten die Römer den Religionswahn als den "eigentlichen Grund jüdischer Aufsässigkeit".

(Spiekers beißender Spott auf der folgenden Seite hätte übrigens glatt von dem Kirchenkritiker Deschner selbst stammen können: "David, wenn er nicht gerade Lobpreislieder komponiert, schlachtet reìhenweise unschuldige Philisterkinder ab, schläft mit mehr Frauen als Hugh Hefner und Rolf Eden zusammen und steht einer Sippe vor, die sich trashiger und jedenfalls mörderischer aufführt als die »Familien im Brennpunkt« auf RTL. Trotzdem erklärt Gott ihn zu einem Mann »nach seinem Herzen«.")
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Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen
Gott macht glücklich: und andere fromme Lügen von Markus Spieker (Gebundene Ausgabe - 21. August 2013)
EUR 14,95
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