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Kundenrezensionen

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"Hilfe" hab ich beim Lesen der ersten Seiten gedacht. Sie zogen sich etwas in die Länge, einiges wurde mir gar zwei Mal erzählt. Aber dann startete Erfolgsautorin Julie Klassen voll durch.

Die Ausgangssituation ist schnell erzählt. Emma, "Die Tochter des Hauslehrers" hilft ihrem Vater und erteilt in seinem anerkannten Institut mit Unterricht. Dort werden die Söhne reicher Herrschaften auf die Universität vorbereitet. Ihre Handlung hat die Autorin in das frühe 19. Jahrhundert gelegt.

Nachdem die Frau des Hauslehrers stirbt, verfällt der in Depressionen und die Schüler bleiben aus. Aber Emma, die ganz zweifelsfrei die Hauptfigur dieses Thrillers ist, ergreift die Initiative und sorgt dafür, dass ihr Vater wieder eine Aufgabe bekommt.

Beide reisen in das Herrenhaus eines Barons. Zwei seiner Söhne wurden bereits direkt im Institut auf ihren Weg an der Uni vorbereitet, seine beiden jüngeren Söhne sollen zu Hause unterrichtet werden.

Von dem Zeitpunkt an, an dem Emma und ihr Vater im Herrenhaus ankommen, beginnt Julie Klassen ihre Fähigkeiten als Gruselautorin unter Beweis zu stellen. Wer schreit nachts im Haus? Wer schleicht sich nachts in Emmas Zimmer? Ist es tatsächlich der Geist der verstorbenen ersten Frau des Barons? Oder hat die Familie wirklich ein Geheimnis, von dem nicht einmal alle Familienmitglieder etwas wissen?

Man kann kritisch anmerken, warum Julie Klassen der Rolle des Hauslehrers so wenig Spielraum zugesteht, vielleicht mag auch die christliche Botschaft dieses Thrillers nicht gerade überwältigend sein, aber spannend und mitreißend ist die Story ganz bestimmt.

Immer wenn ich dachte jetzt ist ein Familiengeheimnis gelüftet, schafft es die Autorin in ihrem Spannungsbogen nicht nachzulassen und noch ein weiteres Geheimnis draufzusetzen.

Wer sich auf diesen Thriller einlässt, sollte unbedingt seine nächsten Termine absagen, er wird sie ohnehin verpassen!
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am 29. April 2016
Klappentext
Emma Smallwood begleitet ihren Vater nach Ebbington Manor, als dieser in dem Herrenhaus eines Barons der Hauslehrer der vier Söhne wird, hoch oben über der Steilküste Cornwalls. Doch es geschehen merkwürdige Dinge. Wer spielt Klavier mitten in der Nacht? Wer hinterlässt merkwürdige Hinweise in Emmas Schlafzimmer? Die beiden älteren Söhne des Barons haben ihre eigenen Geheimnisse. Sie kennen Emma noch aus ihrer eigenen Schulzeit und sie muss entscheiden, welchem Bruder sie trauen kann.

Die Autorin
Julie Klassen arbeitet als Lektorin für Belletristik. Sie liebt die Welt von Jane Austen und alles, was damit zu tun hat. Geschichten schreibt sie schon seit ihrer Kindheit, mit "Die Lady von Milkweed Manor" gab sie ihr Roman-Debüt. Wenn sie nicht schreibt, reist Klassen gern, recherchiert, mag lange Wanderungen und kurze Nickerchen und einen Kaffee mit Freunden. Mit ihrem Mann und zwei Söhnen lebt sie in Minnesota (USA).

Meine Meinung

Story
Wieder einmal durfte ich ein Buch von einer meiner Lieblingsautorinnen (Julie Klassen) lesen und wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat eine spannende Handlung, der man als Leser nicht mehr entfliehen kann und will. Wir begleiten die Protagonistin Emma und deren Vater nach Ebbington Manor, an die Küste Cornwells, wo dieser als Hauslehrer die beiden jüngsten Weston Söhne unterrichten soll. Die ältesten Söhne der Westons kennt Emma nur zu gut, denn diese waren vor Jahren schon in der Knabenschule ihres Vaters. Emma mochte Philipp Weston schon damals, doch Henry ist ihr nur als ihr Peiniger in Erinnerung. Emma merkt aber schnell, dass sich Henry geändert hat und sie spürt Schmetterlinge im Bauch wenn sie in seiner Nähe ist. Doch so richtig wohlfühlen tut sich Emma auf Ebbington Manor nicht. Sie spürt die Ablehnung von Mrs, Weston und merkt schon bald, dass die Familie ein schreckliches Geheimnis hütet, dem Emma aber so nach und nach auf die Schliche kommt. Was das für ein Geheimnis ist, werde ich euch aber nicht verraten, dass müsst ihr schon selber herausfinden. Ich kann nur sagen das die Geschichte sehr spannend ist und man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte, Julie Klassen hat hier wirklich wieder einmal übertroffen. Dem Leser wird alles geboten was ein gutes Buch braucht, Spannung, Familiendrama und natürlich eine Lovestory fürs Herz. Auch der Glaube an Gott ist sehr schön in die Geschichte mit eingewoben.

Schreibstil
Wie schon von der Autorin gewöhnt, ist auch dieser Roman wieder flüssig und leicht zu lesen, Julie Klassen schafft es immer wieder mich mit ihren Worten zu begeistern. Sie beschreibt die Landschaften und Gegebenheiten so schön und detailliert, das man diese förmlich vor Augen sehen kann.

Charaktere
Auch in diesem Buch hat Julie Klassen wieder tolle Charaktere erschaffen, die mir sehr schnell ans Herz gewachsen sind. Ich mochte Emma sofort. Ihre quirlige und fröhliche Art ist sehr authentisch und man muss sie einfach mögen. Auch Henry bekam schnell einen Platz in meinem Herzen, auch wenn ich zu Anfang noch immer den Rüpel aus Jugendjahren vor Augen hatte, das hat sich aber schnell gelegt, denn er macht im Buch eine enorme positive Entwicklung durch. Auch alle anderen Charaktere passten perfekt in ihre Rollen.

Mein Fazit

Wieder einmal hat mich ein Roman von Julie Klassen total und zu 100% begeistern können.
Ich konnte die raue Klippenlandschaft Cornwells förmlich vor Augen sehen. Die Charaktere waren wieder sehr gut und authentisch ausgearbeitet und konnten sich schnell in mein Herz schleichen.
Julie Klassen versteht es den Leser mit ihren Worten in ihren Bann zu ziehen.
Eine spannende Handlung, tolle Charaktere und ein Geheimnis das gelüftet werden will, was will man mehr?
Ich vergebe hier volle fünf von fünf Sternen mit einem dicken Plus dahinter und eine absolute Leseempfehlung.
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am 20. Juli 2013
Longstaple, Devonshire, im April 1817: Mr. Smallwoods Privatschule mangelt es an Schülern. Seine Tochter Emma ahnt: Dieser Mangel wird die Familie bald in finanzielle und existenzielle Bedrängnis führen.
Sie beschließt, ihrem Vater und auch sich selbst zu helfen, und schreibt an Sir Giles Weston, einen Baron, der mit seiner Familie in einem Herrenhaus direkt an Cornwalls Steilküste lebt.
Emma hofft, dass Weston seine Söhne zu den Smallwoods schicken wird, um sie dort ausbilden zu lassen.
Die Antwort des Barons fällt anders als erwartet aus -er möchte, dass Emmas Vater und sie selbst für 1 Jahr nach Cornwall kommen, um seine Söhne zu Hause auf die Universität vorzubereiten-, findet aber schnell Anklang bei Vater und Tochter, und so machen sie sich schon kurz darauf mit ihren Koffern auf den Weg. Sie freuen sich auf ein schönes und harmonisches Jahr bei den Westons.
Tatsächlich verläuft ihr Aufenthalt aber ganz anders: schon bei der Ankunft bekommen sie zu spüren, dass sie auf Ebbington Manor nicht wirklich erwünscht sind, dass vor allem Lady Weston alles andere als erfreut ist über ihre Anwesenheit.
Emmas Wunsch, schnellstmöglich wieder abzureisen, wird immer größer, als sich die unerklärlichen und mysteriösen Vorfälle häufen: sie hört nachts jemanden heulen; sie ist sich sicher, dass nachts jemand in ihrem Zimmer war; sie hört mitten in der Nacht jemanden Klavier spielen - als sie hinunter geht, um nachzusehen, ist aber die Klavierbank, ja, das komplette Zimmer leer!; ihr Tagebuch verschwindet und taucht mit einer fehlenden, herausgerissenen Seite wieder auf; jemand hinterlässt ihr einen blutigen, furchterregenden Gruß und scheint ihr nach dem Leben zu trachten; nicht zuletzt scheinen die Westons in dem für die Smallwoods für verboten erklärten Nordflügel ein großes, dunkles Geheimnis zu hüten, von dem letztere keinesfalls erfahren dürfen ...
Wem kann Emma noch trauen und vor wem muss sie sich in Acht nehmen? Wer tut sowas und vor allem: warum?

Meine Meinung
Nach "Die Magd von Fairbourne Hall", welche ich schon sehr gut fand, war dies mein 2. Roman von Julie Klassen - und diesmal bin ich absolut begeistert!
"Die Tochter des Hauslehrers" ist einfach ein wunderschönes Buch, das einem ein perfektes Lesevergnügen beschert.
Allein das Cover ist zauberhaft, zur Zeit passend, und versetzt den Leser schon beim Betrachten sofort zurück in das England des 19. Jahrhunderts, an die Steilküste Cornwalls und in dieses Herrenhaus.
Auch das Buchinnere ist hervorragend gestaltet: zu Beginn eines jeden Kapitels gibt es ein passendes Zitat (diese stammen bspw. von Jane Austen und Charles Dickens).
Diese Zitate sind mal amüsant, mal lehrreich, mal nachdenklich stimmend ... aber immer sind sie einfach schön, stimmen perfekt auf das folgende Kapitel ein.
Der Roman selbst steht seiner Aufmachung in nichts nach: Julie Klassen hat einen hervorragenden Schreib- und Erzählstil. Selten habe ich einen Autor gelesen, der so anmutig, elegant und vor allem authentisch schreibt. Auch dies trägt maßgeblich dazu bei, dass man sofort das Gefühl hat, wieder im 19. Jahrhundet zu sein.
Klassen beschreibt auch alles sehr gut, was dazu führt, dass man sich als Leser alles ganz genau und bis ins letzte Detail vorstellen kann; ja, man sogar vom ersten bis zum letzten Satz den entsprechenden Film vor dem geistigen Auge ablaufen sieht. -Besser geht es nicht, größer kann der Lesegenuss nicht sein!
Alle Charaktere sind sehr gut gezeichnet. Auch Randfiguren bleiben nicht grau, sondern auch über sie erfährt man viel.
Eigenheiten, Verhaltensweisen, Traditionen etc. der damaligen Zeit - das alles hat Klassen absolut authentisch dargestellt; an keiner Stelle gab es Ungereimtheiten.
Dieser Roman ist reich an guten Dialogen, viel herrlicher Natur, vermittelt enorm viel Wissen über die damalige Zeit; auch die Romantik kommt nicht zu kurz, und durch die mysteriösen Ereignisse ist es auch stets spannend und angenehm gruselig.
Auch die christliche Thematik fließt natürlich wieder mit ein - doch wie bei dem anderen Klassen-Roman, den ich bisher gelesen habe, geschieht dies auch hier vollkommen stimmig und unaufdringlich. Auch Leute, die sonst keine christlichen Romane mögen, dürften "Die Tochter des Hauslehrers" lieben, weil dieser Aspekt entweder kaum auffällt oder zumindest nicht stört, da er eher dezent gehalten wurde.
Abgerundet wird das Werk durch ein Nachwort der Autorin, das ebenfalls viele interessante historische Informationen enthält.
Ich habe mich auf keiner einzigen Seite auch nur annähernd gelangweilt, sondern Seite für Seite verschlungen.
Ein Buch, das immer in meinem Regal steht wird und das ich sicher noch öfter lesen werde!
Eine meiner größten Entdeckungen im Jahr 2013. Lesen Sie Julie Klassen, Sie verpassen sonst was!

Fazit
Ein wunderschöner, einfach perfekter Roman im Stile Jane Austens, der einen ins England des 19. Jahrhunderts zurückversetzt.
Ein Muss für alle, die Jane Austen oder einfach dieses Land und dieses Zeit lieben!
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TOP 500 REZENSENTam 19. Juli 2013
Wir schreiben das Jahr 1817. In Longstaple, Devonshire, betreibt Mr. Smallwood eine Knabenschule. Seine Tochter Emma hilft ihm dabei. Seit dem Tod seiner Frau gehen allerdings die Schülerzahlen kontinuierlich zurück. Emma hat gerade den letzten Schüler verabschiedet. Um neue Schüler zu gewinnen, hat Emma einen Brief an Sir Weston geschrieben. Die beiden älteren Schüler hatten die Knabenschule des Vaters besucht. Die Antwort des Barons ist unerwartet. Er bietet Mr. Smallwood eine Stelle als Privatlehrer auf seinem Anwesen, um die beiden jüngeren Söhne zu unterrichten. Emma darf ihn gern begleiten. Mr. Smallwood nimmt das Angebot an. Sie vermieten ihr Haus für ein Jahr und machen sich auf den Weg nach Cornwall, wo hoch über der Steilküste das Anwesen des Barons liegt. Dort werden sie Henry und Phillip Weston wiedersehen. Henry, der Ältere, hat Emma während seiner Zeit in der Knabenschule manchen Streich gespielt. Phillip dagegen schien in sie verliebt zu sein. Doch schon ihre Ankunft in Cornwall scheint unter keinem guten Stern zu stehen.
Die Autorin hat einen spannenden Gesellschaftsroman aus der Welt von Jane Austen geschrieben.
Die Protagonisten sind gut charakterisiert. Im Mittelpunkt steht Emma. Die junge Frau ist belesen und für ihre Zeit hochgebildet. Henry, der älteste Sohn, hatte sie deshalb „Blaustrumpf“ genannt.
In der Familie des Barons gibt es nicht nur ein Geheimnis. Henry hat die Geschäfte übernommen. Phillip hat sein Studium unterbrochen und ist nach Hause zurückgekehrt. Im Hause hat Mrs. Weston das Sagen, die zweite Frau des Barons und die Stiefmutter von Henry und Phillip.
Die Autorin hat die Verhältnisse auf dem Gut ausgezeichnet beschrieben. Ich als Leser habe das Haus und die Umgebung schnell vor Augen gehabt. Die raue See und ihre Gefahren werden deutlich veranschaulicht. Schiffsunglücke an der Küste sind keine Seltenheit. Die Bewohner sind nicht leicht zu durchschauen. Zusammen mit Emma darf ich ihre Entwicklung verfolgen und ihre Charaktere nach und nach kennenlernen. Emmas Wissbegierde und ihre schnelle Auffassungsgabe werden nicht von allen gern gesehen.
Das Buch ist spannend geschrieben. Dazu tragen die vielfältigen und vielschichtigen Beziehungen der Protagonisten, aber auch die Geheimnisse, die die Bewohner von Ebbington Manor haben, bei. Leichte Gruseleffekte vervollständigen das Bild. Zu den Glanzpunkten des Romans gehören die Gespräche zwischen Henry und Emma. Aus Henry ist ein junger Mann geworden, der sich seiner Verantwortung für die Familie, aber auch für andere Menschen bewusst ist. Das Fundament seines jetzigen Lebens ist das Vertrauen auf Gott. Dies versucht er Emma nahezubringen, für die der Glaube seit dem Tode der Mutter keine Rolle mehr spielt. Dabei wirkt nichts aufgesetzt. Alles ergibt sich logisch aus der Handlung.
Eingewoben in die Handlung sind zwei zarte Liebesgeschichten. Nicht nur Emma fühlt sich zu einem der Westonbrüder hingezogen, auch Lizzy, das Mündel von Mrs. Weston.
Der Roman ließ sich zügig lesen. Trotz aller Spannung ist es auch ein sehr gefühlvolles Buch voller Romantik. Schon allein die Weite der Landschaft und die Größe des Anwesens laden zum Träumen ein. Parallelen zu klassischen Romanen sind sicher gewollt und beabsichtigt.
Sehr schön fand ich, dass jedem Kapitel ein Zitat vorangestellt wurde.
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Julie Klassen hat erneut bewiesen, dass sie eine großartige Erzählerin ist.
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am 18. Januar 2014
Das Buch ist für ein kurzweiliges Lesevergnügen durchaus geeignet. Was ich störend fand, war die an manchen Stellen zu überzeichnete Darstellung des Charakters der Heldin, was von der Autorin sicher nicht beabsichtigt war, was aber an manchen Stellen einfach stört. An anderen Stellen wurde sie hingegen nicht konsequent durchgezogen, sodass ich persönlich von der Frau und ihrem Gebaren des öfteren etwas genervt war. Auch die Geschichte ist nicht ganz flüssig erzählt. Durch die ersten Kapitel muss man sich etwas durchbeißen, hier verläuft die Handlung etwas schleppend, weil sich die Autorin in sehr detaillierten Beschreibungen des Charakters und der ach so schmalen Taille der Heldin (die sie im Verlauf des Buches nicht müde wird hervorzuheben) ergeht. Danach nimmt die Handlung deutlich an Fahrt zu und ist stellenweise sogar etwas zu dramatisch (und deshalb nicht mehr ganz glaubhaft), muss aber wohl so sein, um die Romanze voranzubringen :)
Dennoch ist es ein nettes Buch, durchaus geeignet um sich einen verregneten Nachmittag zu vertreiben.
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am 2. November 2013
Julie Klassen ist ein wunderbarer, anrührender Roman gelungen- es ist meine erste Geschichte dieser begnadeten Autorin. Sie schreibt in einem besonderen, feinfühligen, leichten Stil, der sehr lebendig und authentisch ist und mich "eingefangen" hat. Ich konnte kaum aufhören zu lesen, die Spannung war gut aufgebaut bis zum Schluss. Ich habe ihre Beschreibungen und die beschriebenen Lebensumstände des frühen 19. Jahrhunderts sehr gut nachvollziehen können, so dass ich vollkommen im Geschehen einbezogen war. Besser geht es nicht! DRAMA,LIEBES- und SPANNUNGSGESCHICHTE auf wunderbaren 474 Seiten vereint. Dankeschön für dieses großartige Lesevergnügen!
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Hach, was war das Buch schön! Ich habe es sehr genossen! Wer Jane-Austen-Fan ist muss Julie Klassen lesen!

England, 1817: Emma Smallwood hilft ihrem Vater bei seiner Arbeit als Leiter eines Jungeninternats. Leider haben sich für das neue Schuljahr keine neuen Schüler angemeldet und so schreibt Emma aus lauter Verzweiflung einen Brief an Sir Giles Weston, dessen ältere Söhne Henry und Phillip einige Jahre zuvor bereits das Internat besucht hatten. Seine Zwillingssöhne Julian und Rowan befinden sich nun im richtigen Alter, um das Internat zu besuchen. Doch die zweite Mrs. Weston möchte ihre geliebten Söhne nicht wegschicken, weshalb Sir Giles Mr. Smallwood zusammen mit seiner Tochter für ein Jahr in sein Herrenhaus an der Steilküste Cornwalls einlädt. Beide machen sich schnellstmöglich auf die Reise, damit Mr. Smallwood die Stelle als Hauslehrer antreten kann. Doch schon bei der Ankunft im Herrenhaus wird deutlich, dass Emma und ihr Vater zu einem ungünstigen Zeitpunkt eintreffen. Auch nachts passieren seltsame Dinge: man kann jemanden Klavier spielen hören, Schreie erklingen... Morgens entdeckt Emma Hinweise darauf, dass sich eine Person heimlich in ihr Zimmer geschlichen haben muss. Sie verdächtigt die Weston-Brüder. Doch welcher war es? Philipp, den sie schon als junges Mädchen angehimmelt hat, oder Henry, der ihr als Kind Streiche spielte? Oder hecken die Zwillinge etwas aus? Auch Lizzie, Mrs. Westons Mündel, gerät in Verdacht.

Mehr kann man vom Inhalt gar nicht verraten, um dem Buch nicht die Spannung zu nehmen. Julie Klassens sechster Roman hat – wie jedes ihrer Bücher - ein Thema (bzw. zwei Themen in diesem Falle). Doch auch diese kann ich nicht verraten. Man kann ein paar Dinge im Vorfeld vermuten, doch während des Lesens gerät man gemeinsam mit Emma ab und zu auf falsche Fährten. Wobei ich bezüglich des Mannes, mit dem sie am Schluss ein Happy End erlebt, von Anfang an richtig lag, was sicher daran liegt, dass die Geschichte aus der Perspektive von zwei Personen erzählt wird – Emma ist eine davon, die andere... behalte ich für mich! :)
Sprachlich passte alles hervorragend zu der Zeit, in der der Roman spielt und auch die Stimmung, die Julie Klassen mit ihrer Schreibweise erzeugte, war einfach wunderbar. Ich kann jedes Mal in die Handlung und Zeit abtauchen, oftmals läuft regelrecht eine Art BBC-Verfilmung vor meinen Augen ab. Man merkt der Autorin in jedem geschriebenen Wort an, dass sie selbst Jane-Austen-Fan ist und sich ausgiebig mit der Zeit und den damaligen Gegebenheiten auseinander gesetzt hat.

Da es sich um einen Roman aus einem christlichen Verlag handelt, gibt es auch religiöse Bezüge. Die beiden Protagonisten machen sich während des Verlaufs Gedanken über Gott, über Schuld und Vergebung. Dies wird allerdings nicht übermäßig betont, sondern passt gut in die damalige Zeit und zur Romanhandlung. Die Arbeit eines Hauslehrers bleibt dagegen eher im Hintergrund. Emma selbst ist ja keine Hauslehrerin, sondern nur die Begleitung ihres Vaters und mit dem Lösen der geheimnisvollen Vorfälle beschäftigt.

Das Cover hat mir diesmal wieder sehr gut gefallen, es passt zum Inhalt: Eine junge Frau, die an einer windumtosten Klippe steht, im Hintergrund das Herrenhaus. Und wie in allen Klassen-Büchern ist jedem Kapitel ein zum Inhalt passendes Zitat aus Romanen und Zeitungen der damaligen Zeit vorangestellt.

Nun habe ich ein weiteres Julie-Klassen-Lieblingsbuch und kann mich nur wiederholen: Jane-Austen-Fans, ihr müsst diese Autorin kennen lernen!
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am 11. September 2013
Longstaple/Devonshire 1817: Emma Smallwood führt mit ihrem Vater ein Jungenpensionat. Seit dem Tod von Mutter und Ehefrau allerdings verfällt der Vater in Depressionen. Da kommt es beiden wie gerufen, als Sir Giles Weston sie nach Cornwall in sein Herrenhaus einlädt um die beiden jüngsten Söhne Julian und Rowan zu unterrichten. Die beiden älteren Brüder Henry und Philipp waren bereits in ihrem Pensionat und haben einen guten Einruck hinterlassen. Also machen sie sich auf den Weg nach Cornwall. Als sie dort ankommen werden sie allerdings alles andere als erwartet und sind nicht viel höher gestellt als die Dienerschaft. Besonders Lady Weston lässt sie dies spüren. Als es dann noch nachts beginnt zu spuken und ihr Tagebuch verschwindet, überlegt Emma ernsthaft, ob sie nicht wieder abreisen sollten. Jeder in dieser Familie scheint Geheimnisse zu haben und versucht diese geschickt zu verbergen.

Von Julie Klassen habe ich bereits mehrere Bücher gelesen, dennoch hat mich dieses Buch überrascht. Schon aufgrund der Landschaften war es anders als ihre Vorgängerromane. Das Nachwort bestätigte mir den Eindruck, dass die Autorin vor Ort war und sehr genau wusste was sie da beschrieb. Einige Figuren und Begebenheiten haben sogar wirklich so stattgefunden, das hat mir sehr gut gefallen. Dieser Roman ist eine Mischung aus Northanger Abby von Jane Austen und Jane Eyre von Charlotte Bronte, aber mit seinem ganz eigenem Charme.

Was ich besonders gut fand war, dass man hier immer wieder in die Irre geführt wurde und die Guten nicht immer gut waren. Auch die Zitate aus verschiedensten Bücher und Zeitschriften an jedem Kapitelanfang fand ich gut und sehr gut gewählt, so konnte man immer erahnen um was es in dem Kapitel geht. Normalerweise mag ich sowas nicht, hier war es total passend und gut ausgewählt!

Um nicht zuviel von der Handlung zu verraten, möchte ich nichts von den Themen des Buches verraten. Es sind aber doch spezielle Themen, die mich wirklich fasziniert und interessiert haben und welche selten für Romane dieser Art verwendet werden.

Oft wird die Autorin kritisiert, dass ihre Bücher keine oder nur eine geringe christliche Botschaft haben. Dem muss ich widersprechen – vor allem auch dieses Buch betreffend. Ich finde es schade, wenn Autoren versuchen zwingend christliche Werte einbringen zu müssen. Julie Klassen lässt den Glauben einfließen, aber nicht aufdringlich sondern nur am Rand und irgendwie selbstverständlich. Der Glaube gehörte damals einfach anders ins Leben der Menschen wie heute und so passt es auch in die Geschichte.

Eine wunderschöne Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen, auch hier führt die Autorin den Leser erst einmal auf eine falsche Fährte. Wer geheimnisvolle, spannende und wendungsreiche Romane mag, wird hier nicht enttäuscht werden.
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am 8. August 2013
Dies ist bereits das sechste Buch der Autorin Julie Klassen. Inspiriert wurde sie in Cornwall, wo auch die Geschichte hauptsächlich spielt. Julie KLassen war 16 Jahre lang Lektorin. und hat drei Christiy-Awards im Laufe ihrer Karriere bekommen.

Die Geschichte beginnt in Longstaple, Devonshire im Jahre 1812. Zunächst trifft man auf die Junge Emma Smallwood. Ihr Vater führt eine Privatschule für Jungs. Und man lernt Henry Weston kennen, der die meiste Zeit damit zuzubringen scheint, sich Streiche für Emma auszudenken. Emma jedoch ist eine sehr gefasste Persönlichkeit, so wie es damals von jungen Damen erwartet wurde. Diese Anfangssequenz ist recht kurz. Gleich danach landet man 5 Jahre später im April 1817. Emma ist inzwischen 21 Jahre alt und ihre Mutter nach schlimmer Krankheit verstorben. Ihr Vater scheint die Lebenslust verloren zu haben und arbeitet einfach so vor sich hin. Dementsprechend schlecht läuft auch die Schule. Es sind einfach keine neuen Schüler da um die Schule noch am Leben zu halten, obwohl Emma sämtliche ehemaligen Schüler, beziehungsweise deren Eltern angeschrieben hat, bekommt sie nur von den Westons Antwort. Diese Antwort ist jedoch anders als erwartet. Emmas Vater soll als Hauslehrer zu den Westons reisen für ein Jahr. Natürlich beschließt Emma ihren Vater zu begleiten und ihn zu unterstützen in seiner Arbeit.
Dort trifft sie nach langer Zeit wieder auf Henry und Philipp Weston. Zu Philipp Weston fühlte sie sich schon damals zu Schulzeiten hingezogen, während Henry sie immer nur geärgert hat. Als die seltsamen Vorfälle anfangen, weiß sie zunächst nicht an wen sie sich wenden soll. Emmas Tagebuch verschwindet und taucht später mit einer herausgerissenen Seite wieder auf. Sie hört nachts Schreie. Manchmal spielt auch jemand Klavier. Aber sobald sie das Musikzimmer betritt ist niemand mehr da. Auch die Weston Brüder scheinen alle nicht so zu sein, wie Emma glaubte. Wem kann Emma also trauen und was passiert wirklich auf Ebbington Manor?

Emma war mir gleich sympathisch. Sie ist ganz die zurückhaltende junge Dame. Aber man merkt gleich, dass sie eine innere Stärke hat, die in der damaligen Zeit nicht vielen Frauen zu eigen war. Die ersten Seiten nimmt die Handlung etwas schleppend Fahrt auf, aber der Schreibstil von Julie Klassen hat diese Anfangsphase wunderbar überbrückt. Sie hat eine sehr gehobene und bildhafte Ausdrucksweise, so dass es dem Leser möglich ist, sich die Landschaften vorzustellen und auch mit den Hauptfiguren mitzufühlen.

Ein Beispiel ihrer schönen Ausdrucksweise zitiere ich mal von Seite 208/209: ” Sie war ein kräftiges, rothaariges Mädchen in unvorteilhaft engen Kleidern. Darüber hätte er hinwegsehen können. Darüber und auch über ihre schiefen Zähne. Doch das junge Mädchen war so dumm wie der Brieföffner seiner Großmutter, so glatt und uninteressant wie ein Fels am Strand, poliert von der nie verebbenden Flut des törichten Geschwätzes ihrer Mutter.”

Nachdem man dem Buch ein paar Seiten gegeben hat um sich in diese doch etwas steife Welt des Jahres 1817 hineinzufinden, ist es sehr spannend zu sehen wie sich die Figuren entwickeln. Von einigen Wendungen war ich doch sehr überrascht. Und genau dieser Spannungsbogen hat mir gut gefallen. Und am Ende war nichts so wie es schien.

Ein wirklich schöner Roman, den es sich lohnt zu lesen. Am Ende wollte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Ich gebe dem Buch 4/5 Sterne
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TOP 1000 REZENSENTam 10. Juli 2013
Emma Smallwood leitet zusammen mit ihrem Vater eine Jungenschule. Nach dem Tod der Mutter versinkt der Vater in Depressionen. Als der letzte Schüler das Haus verlässt, bleibt Emma und ihrem Vater nur eine Möglichkeit, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Sie nehmen das Angebot des Baron Weston an, der ihnen anbietet seine zwei jüngsten Söhne zu unterrichten und auf seinem Anwesen zu wohnen. Jeder der Hausbewohner scheint was zu verbergen. In Emmas Zimmer passieren seltsame Dinge und nachts hört Emma Schreie. Henry und Phillip, die beiden ältesten Söhne des Barons sind mittlerweile erwachsene Männer. Auch wenn Emma sie noch von der Schule kennt, weiß sie nicht so recht, wem von Beiden sie trauen kann. Bis sie die Ereignisse dazu zwingen.

Dieser Roman von Julie Klassen spielt an der rauhen Küste von Cornwall. Das Cover des Buches ist äußerst passend und man erfährt in ein paar zusätzlichen Zeilen der Autorin, dass sie vor Ort recherchiert hat. Das führt dazu, dass man sich als Leser gerade auch in Cornwall befindet und erhöht ungemein die Spannung und das Kopfkino. Die Autorin hat es wieder geschafft , von der ersten bis zur letzten Zeile zu fesseln. Was ich sehr mag ist, dass man sich wirklich beim Lesen in dieser Zeit um Achtzehnhundert befindet und alle, die Jane Austen mögen, werden dieses Buch deshalb einfach lieben.

Von der Handlung möchte ich nicht zuviel veraten, da ja jeder Leser das Buch am besten selbst entdeckt. Wer die Autorin mag, wird nicht enttäuscht werden. Dieses Buch von Julie Klassen ist allerdings etwas wendungsreicher und unvorhersehbarer als ihre anderen Romane, was mir aber sehr gefallen hat

Sehr gut gefallen haben mir auch die Abschnitte aus Zeitungen oder Büchern zu Anfang der Kapitel. Auch wenn diese Zeit so ganz anders ist als unsere, wünscht man sich doch manchmal etwas davon in die heutige Zeit zurück. Der christliche Aspekt ist wieder sehr gut in die Geschichte eingefügt, ganz natürlich ohne aufdringlich zu sein. Leider dauert es wieder etwas, bis ein neues Buch der Autorin erscheint, solange heißt es wohl gegebenfalls ihre sechs bisher erschienen Bücher nochmal zu lesen.
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