summersale2015 Hier klicken Jetzt Mitglied werden studentsignup Cloud Drive Photos Learn More Kühlen und Gefrieren Fire HD 6 Shop Kindle Sparpaket SummerSale

Kundenrezensionen

20
4,7 von 5 Sternen
5 Sterne
17
4 Sterne
2
3 Sterne
0
2 Sterne
0
1 Stern
1
Bonhoeffer
Format: Gebundene AusgabeÄndern
Preis:29,95 €+Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

54 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Den Ausgang der Geschichte kennen wir: Das nationalsozialistische Todesurteil gegen Dietrich Bonhoeffer wurde am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg vollstreckt. Bekannt wurde er erst wirklich danach. Sein Freund Eberhard Bethge gab die zwischenzeitlich versteckten Haftbriefe, das Fragment "Ethik" und viele andere Schriften Bonhoeffers heraus. In der Sammlung "Dietrich Bonhoeffer Werke" ist fast alles vereinigt und kritisch ediert, was es von Dietrich Bonhoeffer gibt. Die klassische Bonhoeffer-Biographie Eberhard Bethges ist im Grunde als historischer Begleitband der sich vervollständigenden Werkausgabe Bonhoeffers zu lesen. Die nun vorgelegte Biografie des Amerikaners Eric Metaxas setzt all dies voraus, zitiert daraus reichlich und erzählt das Leben Dietrich Bonhoeffers neu. Einzelne Kapitel sind mehr der Entstehung und Schilderung des Nationalsozialismus in Deutschland gewidmet als Bonhoeffers selbst. Insgesamt entsteht das Bild des jungen Theologen, der sich im Zusammenhang der zeitgeschichtlichen Katastrophe zusehends radikalisierte. Doch er ist und bleibt in allem menschlich. Metaxas ist ein hervorragender Erzähler, der von der Familie Bonhoeffers, aber auch von Freundinnen und Freunden zu berichten weiß, während die akademische Arbeit zumindest in den Zitaten etwas in den Hintergrund tritt. Dietrich Bonhoeffer lebte seinen Glauben und glaubte an Christus in den Umständen seines Lebens und seiner Zeit. In der Perspektive des amerikanischen Autors treten die Lebensstationen Bonhoeffers, die er in den USA verbrachte, deutlich hervor, ja erscheinen als entscheidend: Im Zweitstudium nach der Habilitation gewinnt seine Theologie Weltbezug, politische Konsequenz, religiösen Tiefgang und ökumenische Weite. Literarisch herausragend sogar ist die Schilderung der "Sechs Wochen" in New York im Jahr 1939. Bonhoeffer kam als Emigrant in die USA, erlebt Heimweh und Heimatlosigkeit am eigenen Leib und kehrte nach Deutschland zurück. Auf der Suche nach kirchlichem Kontakt in dieser Zeit fand er fruchtbare Begegnungen mit fundamentalistisch orientierten Gemeinden, während die weltoffenen, liberalen ihn eher abschreckten. Doch zu dieser Richtung gehörte das College, in dem er lehren sollte. Der Autor schildert den in dieser Zeit sehr intensiven Glaubensbezug Bonhoeffers, indem er sich, die Tagebuch-Notizen auswertend, Bibelstellen heraus greift, die Dietrich Bonhoeffer leiteten und letztlich zur Rückkehr nach Deutschland bewegten. Wenn Dietrich Bonhoeffer in dieser Hinsicht Fundamentalist war, aus der Sicht des Autors sicher zu recht, verstand er sich in Deutschland jedoch im Gegensatz zum Pietismus. Doch diese Akzentsetzung sei dem Autor verziehen, denn es ist gut, dass diese Erzählung einen Autor hat, der aus seiner Sicht wertet und kommentiert, ohne jedoch die Fakten beiseite zu lassen. Die Kommentierung des Geschehens durch den Erzähler hilft den Lesern, sich ihr eigenes Bild zu machen. In diesem Zusammenhang stört allerdings die fast vulgäre, weil undifferenzierte Bezugnahme auf Friedrich Nietzsche, der hier ausschließlich in nationalsozialistischer Linie gesehen wird.
Die menschliche Deutung Dietrich Bonhoeffers durch den Autor dient den Lesern jedoch als Brücke zur Person des geschilderten Lebens, sodass hier auch zumindest potenziell zwischen Gelingen und Scheitern des Glaubens unterschieden werden kann. Mehr kann eine Biografie nicht leisten und weniger darf sie nicht bieten. Die Fragen, die Metaxas auch an sein Volk wie an alle Leser faktisch richtet sind in etwa: Sind alle Völker, gegen die die USA militärisch agieren, automatisch und durchweg das Reich des Bösen? Wie ermutigen wir Menschen zum Widerstand gegen in ihrem Land erfahrendes Unrecht? Und: Kann und muss der Widerstand gewaltlos bleiben? Dietrich Bonhoeffers Frömmigkeit jedenfalls war zeitweise politisch radikal, immer theologisch reflektiert und an der Bindung an konkrete Menschen interessiert, für die er dann auch durch Dick und Dünn zu gehen bereit war. Dabei wird der Autor nicht pathetisch, sondern bleibt sachlich.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
23 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Oktober 2011
Es ist zugegebenerweise ein großes Buch. Trotzdem lohnt sich jede Seite. Wer einmal angefangen hat, wird nach den ersten 30 Seiten das Buch kaum aus der Hand legen wollen. Dietrich Bonhoeffer wird von einem Amerikaner beschrieben, dessen Eltern aus Europa (Mutter: Deutsche, Vater: Grieche) stammen. Vielleicht ist deswegen das Buch auch so leicht lesbar. Er bereitet sehr spannend den Werdegang Bonhoeffers auf und zeigt daran dass er schon immer soziale Unschärfen deutlich wahrgenommen hat. Aber wir lernen auch die patriotische Seite von ihm kennen, weil er sein Land von einem falschen Führertum bedroht sah, hat er sich so stark gegen die braunen Machthaber gestellt. Es ist auch ein Buch über einen Helden, im besten Sinne des Wortes, jemand der gerade auch wieder heute als Vorbild gezeigt werden kann.
Ich war beeindruckt von den vielen Details, den Briefen und ganz besonders von der Passage von Herrn Wolf. Ein feines Buch, bei dem sich auch der etwas höhere Preis auf jeden Fall lohnt.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. November 2013
Eric Metaxas’ gefeierte Bonhoeffer-Biographie tritt von Anfang an mit großem Selbstbewusstsein auf. Mit diesem Buch kehre Bonhoeffer nach 1931 und 1939 „zum dritten Mal aus Amerika zurück“ (17), sichert uns der Herausgeber der deutschen Ausgabe, Rainer Mayer, vielversprechend zu. Auch der Prolog setzt auf strategische Dramatik: Das ganze Buch ist durch den Londoner Gottesdienst zum Gedenken Bonhoeffers 1945 gerahmt und stilisiert sich so selbst zur Märtyrer-Laudatio mit seinen Eltern Karl und Paula Bonhoeffer auf den Ehrenplätzen.
Nachdem die ersten Seiten also bereits deutlich nach Hollywood schmecken, lässt sich die Biographie tatsächlich wie ein Roman runterlesen. Die wechselnden Szenen mit Rudolf von Gersdorffs Attentatsversuch und der gleichzeitigen Familienfeier zum 75. Geburtstag von Karl Bonhoeffer könnten spannender nicht komponiert sein (vgl. 533-536).
Komplexere Hintergründe (vgl. z. B. 246-248; 253-257) und eingeschobene Personenvorstellungen wirken dagegen stellenweise schlecht eingebunden (vgl. z. B. 635-643). Dabei werden in der Regel sowohl die geschichtlichen als auch die theologischen Zusammenhänge deutlich vereinfacht und vorwiegend auf der emotionalen Ebene erklärt. Das Weltbild und die inneren Motive des Nationalsozialismus z. B. bleiben so unverständlich, aber wenigstens kann man „Hitlers Gangstermethoden“ (471) von Herzen hassen.
Sogar Bonhoeffers vieldiskutierte Überlegungen, wie man das Evangelium „nicht-religiös“ interpretieren könnte,1 erscheinen in Metaxas’ Perspektive erstaunlich simpel: Bonhoeffer richte sich hier gegen die Auffassung von Gott als einem bloßen „Lückenbüßer“ (582), der doch eigentlich der Herr über die ganze Welt sei. Seine Theologie sei hier also „bibel- und christuszentriert“ (ebd.) wie eh und je. Sein geradezu hilfloses Ringen, wie grundlegend anders man das Evangelium vielleicht verkündigen müsste,2 blendet Metaxas dagegen vollkommen aus. Dennoch mag die tendenziöse Darstellung ein hilfreicher Weckruf sein, da sie der Wahrheit wohl immer noch näher kommt als die vieler „Gott ist tot“-Theologen des 20. Jahrhunderts, die sich so gern auf ihn berufen.
Leider nehmen Bonhoeffers theologische Hauptwerke viel zu wenig Raum in der Biographie ein.3 Stattdessen verfällt Metaxas stellenweise in regelrechte Schimpftiraden gegen liberale Bonhoeffer-Deutungen, die ohne Theologiestudium wohl nur schwer nachvollziehbar sind (vgl. z. B. 449.580f.583). Damit ist die wertvolle Chance vertan, einer interessierten Leserschaft auch den Theologen Bonhoeffer in verständlicher Sprache nahezubringen.
Dass Bonhoeffer durch die Begegnungen mit den „Negerkirchen“ „wiedergeboren“ (159) worden sei, stößt schließlich der renommierten Forschung sauer auf.4 Es widerspricht aber keineswegs Bonhoeffers eigener Beschreibung, wie er sich in dieser Zeit verändert habe (vgl. 158f.).5 Erst als Metaxas diese Veränderung später als „ganz bewusste[…] Hinwendung zu Gott“ und als „Lebensentscheidung zur Nachfolge Jesu Christi“ (576) bezeichnet, wirkt das tatsächlich wie eine „Vereinnahmung“6 für eine typisch evangelikale Bekehrung.
Hat man sich früher oder später an diesen vielen theologischen und stilistischen Amerikanismen abgearbeitet, lässt sich das Buch mit korrigierten Erwartungen immer noch mit einiger Kurzweil zu Ende lesen. Dann kann es auch nicht mehr verstören, dass Bonhoeffer während seiner fast zweijährigen Haftzeit seinem irdischen Schicksal vorzeitig zu entrücken scheint und mehr und mehr wie ein christlicher Held wirkt, der in unerschütterlicher Gelassenheit in sich selbst ruht (vgl. 558f.621-625.663-665).7 Wie zur Belohnung für dieses Entgegenkommen seines Lesers stellt Metaxas im letzten Kapitel doch noch sein fachspezifisches Können unter Beweis. Präzise rekonstruiert er viele Details aus Bonhoeffers letzten Tagen, u. a. über den genauen Verlauf des Transportes von Buchenwald nach Flossenbürg, die bisher nur sehr verstreut veröffentlicht waren.
Metaxas’ Bonhoeffer-Biographie steht – wie andere vor ihm – auf den Schultern ihrer monumentalen Vorgängerin von Eberhard Bethge, und das an noch viel mehr Stellen als die vielen Fußnoten belegen.8 Sinnvollerweise verzichtet sie auf dessen unglückliche Unterteilung in Bonhoeffers drei Lebensphasen als „Theologe“, „Christ“ und „Zeitgenosse“.9 Dafür stellt sie sein Leben – trotz der „Wiedergeburt“ – in einer glatten Einheitlichkeit dar, die ebenfalls unglaubwürdig wirkt. Die vielen Sachfehler der amerikanischen Originalausgabe10 sind durch Rainer Mayers verdienstvolle Arbeit fast11 alle eliminiert, so dass hier kein Grund zur Klage mehr besteht.
Erstmals wieder seit Bethges weit anspruchsvollerem Werk gelingt es einer Biographie, Bonhoeffers beeindruckendes Leben und Handeln – wenn auch kaum sein Denken – für ein breites Publikum ansprechend zu erschließen, das belegen Tausende von Lesermeinungen auf Online-Portalen zur Genüge. Leider liest Metaxas ihn in seinen Deutungen kaum kritisch gegen die eigenen evangelikalen Traditionen. Als niedrigschwelliger erster (oder zweiter) Zugang zu Bonhoeffer sei er trotzdem allen geschichtlich Interessierten getrost empfohlen.

Helge Preising, ichthys 29|2, 255-257
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
49 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Etwas außergewöhnlich ist es schon und ich war auch ein wenig skeptisch, als ich hörte, ein Amerikaner ist angetreten um mir Bonhoeffer zu erklären.

Aber ich nehme es gern vornweg: Eric Metaxas hat eine Biografie über Dietrich Bonhoeffer geschrieben, wie ich sie vorher nie in dieser Nähe und Qualität gelesen hatte.

Ich fühle mich als Leser in die Zeit Bonhoeffers mit hineingenommen. Auch die 700 Seiten des Wälzers sind keinesfalls eine Überforderung, weil alles in übersichtlicher Form und gut sortierten Kapitel präsentiert wird. Zwei Bildteile und ein Lesebändchen runden das gesamte Werk ab.

Metaxas hat sich mit dem vorliegenden Buch eindeutig als Bonhoeffer - Experte ausgewiesen, meine Skepsis ist spurlos verschwunden. Seine Biografie lebt von Details, dadurch wird die Zeit und sein Held lebendig. Der Leser kann gut die Werdung eines theologisch - politischen Helden verfolgen und im Nachhinein auch verstehen.

Alles was ich bisher irgendwo über Bonhoeffer las und hörte und vieles mehr, lese ich hier in hochkonzentrierter Form und gut verständlicher Sprache.

So geschriebene Biografien lese ich gern!
11 KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2012
Ich hab das Buch selbst mit 19 Jahren gelesen und kann es auch bzw. besonders für junge Leute empfehlen, die sich mit dem christlichen Glauben auseinander setzen wollen bzw. mit Bonhoeffer. Dieser wird in dem Buch autehntisch und sehr vielseitig beschrieben. Das Buch ist eher aufgebaut wie ein Roman, also auch spannend zu lesen, man fühlt sich sehr Nahe am Geschehen. Besonders hervorheben möchte ich, dass Bonhoeffers -teilweise auch krasse - Gedanken sehr anschaulich und nachvollziehbar dargestellt werden. Auch gibt das Buch einen guten Einblick in die damalige Geschichte. Dem Autor gelingt sehr gut, darzustellen, weshalb viele Deutsche sich nicht gegen das Nazi-Regime gestellt haben, ohne dabei wertend tätig zu werden. Dass Mexas versucht uns einen amerikanischen Bonhoeffer "aufzudrücken", hatte ich nicht das Gefühl.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieses Bonhoeffer-Buch sticht gegenüber anderen Darstellungen der Biographie Dietrich Bonhoeffers nicht nur wegen seiner anderen Interpretation dieses Theologen hervor, sondern auch durch die bibliophil sorgfältige bis großzügige Gestaltung. Der Druck, das Lay-out und die Papierqualität sind äußerst hochwertig.
Inhaltlich überzeugt das schwergewichtige Werk durch eine in sich stringente Darstellung und Einschätzung Dietrich Bonhoeffers - zugegeben aus einer amerikanischen Perspektive, was aber an sich ja nicht schon problematisch sein muss ...
Jedenfalls wird hier (endlich) einmal auch mal eine Bonhoeffer-Interpretation geboten, die neue Impulse und Informationen bietet und nicht im Mainstream schwimmt. In einzelnen Punkten kann man sicherlich anderer Meinung sein; dennoch - wenn man sich auf den Autor einlässt - kann man sich von diesem Buch und seinem Schreibstil durchaus "fesseln lassen". Wer Bonhoeffer nicht nur aus einem politischen oder "religionslosen" Blickwinkel interpretieren möchte, wird mit diesen 700 Seiten sehr auf seine Kosten kommen und Impulse für das eigene Christsein erhalten.

Empfehlenswert!
33 KommentareWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Mai 2012
Die hier vorliegende Biographie von Metaxas gefällt, da sie sehr nah und sachlich Fakten, Briefe und Zeitzeugen zu Wort kommen lässt, was dem Leser ein wunderbar abgerundetes Bild über den Menschen Bonhoeffer zu vermitteln weiß.
Metaxas hat hier sehr viele Fakten zusammengetragen und richtige Fleißarbeit geleistet. Das Ergebnis ist beeindruckend und bringt den Menschen Bonhoeffer dem Leser so viel näher. Welch ein beeindruckender Mann! Metaxas ist es gelungen, kein pathetisches Heldenepos zu schreiben, sondern eine sehr realistische Wiedergabe über dieses mutige Leben zu geben.
Dieser sachliche Stil hat mir sehr gut gefallen und mein bisher nur in groben Zügen vorhandenes Wissen um das Leben Bonhoeffers wurde um ein Vielfaches erweitert - sowie auch die Hintergründe des Widerstands in Deutschland zu dieser Zeit. Ich bin von Neuem wieder sehr beeindruckt von dieser Persönlichkeit und kann diese Biographie wärmstens weiterempfehlen.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Februar 2012
Die Schilderung dieses nur 39 Jahre währenden Lebens hat mich gepackt. Besser noch: Der Mensch Dietrich Bonhoeffer hat mich - noch mehr als bisher - tief bewegt, aufgerüttelt und inspiriert. Seine feine und feste Persönlichkeit, seine Fähigkeit zu lieben und zu genießen, sein Wille, um jeden Preis Jesus nachzufolgen, faszinieren mich. Sie gipfeln in seinem Mut, nicht nur theoretisch sondern mit Herz, Hand und Verstand Stellung für Gott zu beziehen und das Böse zu bekämpfen, auch wenn er selbst dabei keine 'weise Weste' behalten konnte.
Metaxas, ein Amerikaner mit deutschen und griechischen Vorfahren, beschreibt akribisch recherchierte Fakten und Zusammenhänge. Er erzählt Bonhoeffers Lebensstationen und wagt es, sich aufgrund von Tagebucheinträgen und Briefen in den Widerstandskämpfer hineinzudenken, seine Beweggründe aufzuspüren, seine inneren Kämpfe und das Werden seiner Überzeugungen nachzuzeichnen.
Ich empfinde diese Biographie wie ein 'wandfüllendes Gemälde'. Man kann sich beim Anschauen einen sorgfältigen Gesamtüberblick über Bonhoeffers Leben verschaffen. Wer diesen Überblick schon hat, kann an vielen Stellen neue Einzelheiten entdecken, die sein bisheriges Bild von Bonhoeffer auffrischen, ergänzen, vertiefen, mit Leben füllen, vielleicht auch hinterfragen und zurechtrücken. Bei 678 Seiten geht das nicht im Schnellverfahren, aber es lohnt sich!

I. Jope
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2013
Die Biografie von Bonhoeffer von Eric Metaxas ist ein sehr authentisches und anschauliches Buch, dass das Leben von Dietrich Bonhoeffer von Anfang an wiedergibt. Eine Biografie mit vielen interessanten Details, Inhalten von Äußerungen aus dem Familien- und Bekanntenkreis der Familie Bonhoeffer, die die Biografie beleben. Das Leben eines einzigartigen Mannes in einem einzigartigen Werk verfasst. Jede Seite dieses Werkes lohnt sich und gibt umfassend sowohl das Familienmilieu, als auch die historischen Umstände, in denen Dietrich Bonhoeffer aufgewachsen ist, wahrheitsgetreu wieder. Man hat das Gefühl, dass man hautnah am Leben des Bonhoeffers teilnimmt. Eine bemerkenswerte
Persönlichkeit in einem ebenso bemerkenswerten Werk, dass eine Bereicherung in jedermanns Bibliothek ist.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2012
Was soll das werden? Eine neue Biografie nach allem, was bereits über Dietrich Bonhoeffer geschrieben worden ist, insbesondere von seinem Freund und Gefährten Eberhard Bethge. Noch dazu geschrieben von einem amerikanischen Journalisten und im Original in Englisch. Ich war skeptisch.

Zu Unrecht, wie sich jetzt gezeigt hat. Das Buch ist ausgezeichnet recherchiert, die bekannten Quellen und auch einige für mich neue sind verarbeitet und mit dem Standard einer wissenschaftlichen Arbeit nachgewiesen. Die Übertragung ins Deutsche ist über jeden Zweifel erhaben. Soviel zum Formalen.

Inhaltlich habe ich Dietrich Bonhoeffer ein gutes Stück besser kennengelernt. Das betrifft sein Denken und mein Verständnis für sein leider unvollendetes Werk. Das betrifft seine Motive, vor allem im Hinblick auf seine Rückkehr aus den USA nach Deutschland im Sommer 1939. Und das betrifft mehr als alles andere die menschliche Seite, die Frage, was dieser Dietrich Bonhoeffer eigentlich für ein Typ war.

Alles in allem bin ich durch dieses Buch zu einem viel farbigeren, detailtieferen, konturschärferen und vor allem emotionaleren Bild von Dietrich Bonhoeffer gekommen.

Nebenbei habe ich unglaublich viel über den Kirchenkampf in Deutschland während der Nazizeit gelernt und einige Details über den Widerstand.

Ausgezeichnet. Unbedingt empfehlenswert. Fünf Sterne.
0KommentarWar diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinSenden von Feedback...
Vielen Dank für Ihr Feedback.
Wir konnten Ihre Stimmabgabe leider nicht speichern. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.
Missbrauch melden
     
 
Kunden, die diesen Artikel angesehen haben, haben auch angesehen
Dietrich Bonhoeffer: 1906 - 1945 Eine Biographie (dtv Sachbuch)
Dietrich Bonhoeffer: 1906 - 1945 Eine Biographie (dtv Sachbuch) von Ferdinand Schlingensiepen (Taschenbuch - 1. April 2010)
EUR 12,90

Von guten Mächten wunderbar geborgen
Von guten Mächten wunderbar geborgen von Dietrich Bonhoeffer (Taschenbuch - 20. September 2010)
EUR 6,95

Widerstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft.
Widerstand und Ergebung: Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft. von Eberhard Bethge (Broschiert - 1. August 2005)
EUR 14,99