Amazon.de: Kundenrezensionen: Macht und Missbrauch: Franz Josef Strauß und seine Nachfolger. Aufzeichnungen eines Ministerialbeamten

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre, 11. November 2009
Was teilweise bekannt war oder man schon geahnt hat, wird hier klar verständlich dokumentiert und mit persönlichen Erfahrungen glaubwürdig belegt. Der Autor bleibt dabei sachlich und widersteht der Versuchung zu Rache oder Polemik, wobei man sich manchmal über seine Geduld und Ausdauer wundern mag. Mit Akribie hat er geradezu ein Geschichtsbuch verfasst, gut zu lesen und erschreckend in seinen Enthüllungen, das sich als Pflichtlektüre für jeden mündigen Bürger und Wähler empfiehlt.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Macht und Missbrauch FJS, 9. November 2009
Der Inhalt bestätigt die immer geäußerten Vermutungen und setzt die bereits bekannten Verfehlungen-Parteien-Spendenaffäre in der Zeit Kohl und Innenminister Kanther-nur fort.An die Gerechtigkeit sollte dann man nicht mehr glauben.
Jedoch ist das wichtigste in erheblich weniger Seiten unterzubringen. Die Empfindlichkeit einer nicht gewährten Beförderung zieht sich durch das ganze Buch und relativiert die Wirkung.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Was viele über FJS ahnten wird durch das Buch fassbar, 26. Oktober 2009
Man muss dem Verfasser des Buches "Macht und Missbrauch", Herrn Wilhelm Schlötterer Respekt zollen, wie er diese Demütigungen, Anwürfe und sonstige kriminellen Praktiken so viele Jahre seiner Karriere über sich ergehen lassen musste, aushielt und sich aufraffte, die Wahrheiten hinter den Kulissen mit diesem sehr, sehr aufschlussreichen Buch veröffentlichte. Dem Autor kann man nur wünschen, dieses Buch möge ihm für Erlittenes eine kleine Entschädigung sein.

Wer sich nur etwas mit der Politik befasst, der muss als Pflicht dieses Buch über den FJS und seine ebenso unrühmlichen Nachfolger gelesen haben. Es ist unfassbar, was in dieser nach aussen so bigottischen Partei intern vorging und vorgeht. Die Spielbankaffäre von einst, war der einleitende Totengräber der BP. Jetzt hat die CSU ihre kriminelle Vergangenheit durch ihre Macher eingeholt. Wie lange gibt es denn noch einen FJS-Flughafen? Hoffentlich wird er bald umbenannt. Die CSU scheint immer mehr bei Wahlen abzusaufen, ich verfolge es mit Freude und kann nicht verstehen, dies war auch mal meine Partei, als ich mit Blindheit beschlagen war.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen der Hammer, 24. Oktober 2009
das Buch hat mich extrem aufgewühlt und gleichzeitig ohnmächtig gemacht. Wie konnte das alles so lange passieren und wurde geduldet? Heute sicher in dieser Menge und Konzentration nicht mehr möglich! Zum Glück! Pflichtlektüre für jeden Homo Politicus...
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Wo fängt der Balkan an?, 14. Oktober 2009
In letzter Zeit wurde vehement die Frage diskutiert, ob die DDR ein Rechtsstaat gewesen sei - beziehungsweise ob dort neben den diktatorisch determinierten auch rechtsstaatliche Strukturen vorhanden waren. Die Lektüre dieses Buches relativiert hier so manchen eiligen Gedanken. Denn was dort unten in der Strauss'schen und Poststrauss'schen Ära alles lief, kann man nur mit bisher auf den Kreml unter Putin und Medwedjew anwendbaren Beurteilungs- und Beschreibungskategorien in das kognitive System eingliedern.
Hauptthema des Buches: Manche zahlen Steuern (meist kleine Arbeitnehmer), andere dagegen überhaupt keine (die reichen Strauss-Spezln und Geschäftemacher). Der Autor beginnt, das System zu durchleuchten.
Ich habe keinen Zweifel an der Redlichkeit des Steuerfachmanns Schlötterer, der als moderner Kohlhaas die schreienden Ungerechigkeiten des Bayern-Systems beschreibt. Den Gebieten südlich des Weißwurstäquators gegenüber von jeher kritisch eingestellte Zeitgenossen wie ich hatten ja gewusst, daß dort so einiges ganz krumm lief (Spiegel-Affäre, Lockheed, Zwick etc.). Dass aber alles eine derart absurde und das Recht mit Füßen tretende Schmierenkomödie war, das hätte wohl keiner für möglich gehalten. Am ergreifendsten sind die Schilderungen, wo der Wahrheitsfinder Schlötterer systematisch fertig gemacht werden sollte, wobei ganz besonders interessant dabei ist, daß eigentlich nichts Verwendbares gegen ihn vorlag: Schlötterer wollte lediglich, dass alle, also auch die Strauß-Spezln, ihre Steuern zahlen sollten, nicht nur die kleinen Angestellten, und hatte daher nur korrekt gearbeitet. Doch das passte Strauss und seiner Riege nicht. Und da begann der Terror gegen Schlötterer.
Im kurzen Abriss werden auch die weiteren Geschäfte und Liebesaffären (darunter eine mit einer Siebzehnjährigen!) des Strauß referiert, manche kannten wir schon. Dem Autoren gelingt es auch darzustellen, wie sich das korrupte System nach Strauß' Ableben fortsetzte. So hatte manch aufrechter Demokrat auch etwas gegen die Benennung des neuen Flughafens München in FJS.
Ob nun die DDR ein Rechtsstaat kann nun erst dann diskutiert werden, nachdem man die bayrische Geschichte nach den Siebzigern eingehend eingeordnet hat. Denn offenbar hatte auch die Bundesrepublik ihre anarchischen Zonen. Für die Siebziger gilt: der Balkan beginnt südlich des Weißwurtsäquators. Schleierhaft bleibt noch das Wie der Aufrechterhaltung der ikonographisch-politikgeschichtlichen Konsistenz bayrischer Hagiographiesysteme seitens der süddeutschen Hofberichterstatter und ihrer regierungsamtlichen Protektoren.


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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Muß für Beamte und Abgeordnete, 12. Oktober 2009
Von A. Fruehauf (Coburg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dieses Buch sollte jeder bayerische Beamte, ob bei Finanzverwaltung, Polizei oder Justiz, vor allem jeder Anhänger von FJS und CSU-Wähler gelesen haben!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unbehagen und Widerstreben, 10. Oktober 2009
Wilhelm Schlötterer, ehemals hoher bayerischer Ministerialbeamter, schreibt über seinen jahrzehntelangen Kampf für Recht und Gesetzlichkeit.
Erschreckenderweise ist der Austragungsort seiner Kämpfe jedoch nicht in vermuteter finserer Umgebung, sondern in den Machtzentralen unserer Demokratie, in diesem Fall in bayerischen Ministerien und dem bayerischen Parlament. Also da, wo vom Steuerzahler hoch bezahlte und wirtschaftlich bestens abgesicherte Menschen sich um das Wohle der Bürger bemühen sollten. Erstmal dort angekommen, scheint jedoch der vom Volk erteilte Auftrag schnell vergessen zu sein. Es zählen dann persönliche Macht, Versorgung, eigene Bereicherung und Vorteilsnahme. Im politischen Machtsystem, das Franz-Josef Strauß in der CSU etabliert hat, zählt der Wille des Ministerpräsidenten mehr als das Gesetz. Daran hat sich scheinbar bis heute nichts Wesentliches geändert. Einer bestimmt - und der Rest hat ihm zu folgen oder wird politisch und materiell erledigt. Ergebenheit und Kadavergehorsam statt Recht und Gesetzlichkeit. Obrigkeitshörigkeit statt ausschließlich dem Gewissen verpflichtet.

Bei mir als jüngerem Bürger macht sich Unbehagen und Widerstreben breit, was ich da in dem Buch von Wilhelm Schlötterer lesen muss. Und doch ist der Inhalt scheinbar nicht widersprochen und ich muss von dessen Richtigkeit ausgehen. Der Ministerpräsident und seine Minister stehen über dem Recht. Derjenige, der ihre Aufträge ausführt wird gedeckt, vor jeder Rechtsverfolgung geschützt und dafür belohnt. Derjenige, der sich auf das Gesetz beruft, wird auch ohne Rechtsgrundlage verfolgt und mundtot gemacht. Erstaunlich sind auch die dubiosen Beziehungen unserer höchsten Volksvertreter und über welch niedrige Beweggründe sie zum Schaden des Volkes sich selbst, Helfern und Freunden Vorteil gewähren - wie gesagt, wider jede Gesetzlichkeit.

Erstaunlich ist außerdem, dass wir als Wähler dem Treiben so seelenruhig zusehen - dabei sind wir diejenigen, die die Macht zuteilen. Wir können unsere Volksvertreter jederzeit durch entsprechende Meinungsäußerung darauf zurückverpflichten, ausschließlich zum Wohle des Volkes tätig zu sein. Es gibt kaum etwas, wovor ein Politiker mehr Angst haben muss, als vor dem geäußertem Willen des Wählers.

Vielleicht hilft uns dieses Buch, ein erneuertes frisches und gesundes Demokratievertändnis zu entwickeln und einzufordern. Ich wünsche es uns und unserer Zukunft.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Abgrundtief, 8. Oktober 2009
Hervorragender Einblick in die Untiefen bayerischer Landespolitik. Kurze Wiederaufbereitung vieler Affären, die einem aus der Tagespresse vertraut waren, jetzt aber eingebunden in ein großes ganzes. Die Macht, ihre Vertreter und die Folgen für das Umfeld. Alles nachvollziehbar, glaubhaft und daher erschütternd für den Leser. Wenn wir es auch immer schon gewusst haben, hier steht es nochmal.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Armes Bayern, armes Deutschland, 7. Oktober 2009
Ein Politthriller den das Leben geschrieben hat. Das Ventil ist endlich geplatzt, der Frust findet Zeilen und lässt den Leser einen Einblick in den bayr. Politapparat werfen. Das nackte Grauen, oder einfach politische Realität...Gott mit Dir Du Land der Bayern....
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tatsachen, 4. Oktober 2009
Das Buch ist sehr empfehlenswert, da Tatsachen genannt werden, die man vielleicht bisher nur vermutet hat.
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