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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Januar 2009
Die Frau hatte Mut. Das gilt natürlich für die Protagonistin dieses Buches, zugleich jedoch, wenn auch in anderer Weise, für die Autorin. Über die Ikone der Naturforscherinnen, Marie Curie, ist wohl schon mehr geschrieben worden als über jede andere. Gibt es noch etwas hinzuzufügen? Und ob, denn was dieses Buch so interessant und lesenswert macht, ist die neuartige Perspektive. Das Forscher-(Ehe)Paar Curie wird in subtil versetzten Episoden einzeln als auch gemeinsam detailreich, lebendig und anschaulich beschrieben. Selbst wer bisher glaubte, die Geschichte dieser kongenialen Partner in etwa zu kennen, wird viel Neues und Überraschendes erfahren.
Das Buch ist lehrreich und dennoch kein Sachbuch im eigentlichen Sinne. Entstanden ist eine geglückte romanhafte Schilderung zweier außergewöhnlichen Menschen in einer ungewöhnlichen Beziehung, die trotz widriger Bedingungen aufblühte und schicksalhaft tragisch endete. 'Leben in Extremen', wie der Untertitel zu Recht lautet.
Der Autorin ist es vorbildhaft gelungen, mit profunder Sachkenntnis (sie ist Physikerin) und ansteckender Empathie ein spannendes Kapitel der Wissenschaftsgeschichte so lebendig zu schildern, dass man zu gerne dabei gewesen wäre. Eine wahre Lesefreude, die man vielen wünscht, gerade in einer Zeit, in der Vorbilder und Orientierung gesucht sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Januar 2011
Das Thema, mit dem sich das Buch autobiografisch auseinandersetzt, ist grandios: Das Leben von Marie und Pierre Curie wird beschrieben, in wissenschaftlicher sowie privater Sicht. Dennoch wollte kein rechter Funke überspringen. Das Buch ist zwar detail- und kenntnisreich geschrieben, bleibt aber dennoch "blutarm" und liest sich eher monoton und mühsam. Ich habe zahlreiche Passagen einfach "überlesen", weil sie zu langweilig bzw. zu langatmig geschrieben waren. Und das ist schade, denn das Lebenswerk des viel zu früh gestorbenen Pierre Curie und seiner Frau/Partnerin/Kollegin Marie hätten wahrlich etwas anderes verdient. Nämlich uneingeschränkte Aufmerksamkeit.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Biografien in Romanform sind meine Leidenschaft, und wenn es dann noch um zwei so interessante Menschen geht, wie die Curie`s, dann kann ich nicht wiederstehen.

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in eine Einleitung, 25 Kapitel, Anmerkungen, Bibliographie und Zeittafel gegliedert.

Jedes Kapitel ist mit einer prägnanten Überschrift versehen.

Das Buch beginnt im Frühjahr 1894 in Paris, als Marie und Pierre sich kennenlernen. Marie, die damalige Sklodowska verlieben sich und heiraten, und wie man weiß haben die beiden gemeinsam sehr viel für die Wissenschaft getan. Viele Entdeckungen stammen von ihnen, wie zum Beispiel die Erforschung der Radioaktivität, das Entdecken neuer Elemente.

Beide erhielten gemeinsam den Friedensnobelpreis.

Die Ehe der beiden war weit fortschrittlicher, als es zu damaliger Zeit gang und gebe war.

12 Jahre darf der Leser mit den beiden Curies gemeinsam erleben, dann muss leider Pierre sterben. Sie haben eine gemeinsam Tochter, die von Marie allein aufgezogen wird, sie arbeitet aber unbeirrt weiter. 1911 erhält sie als erster Mensch zum zweiten Mal den Nobelpreis.

Das letzte Kapitel beschäftigt sich abschließend mit der Zeit nach Maries Tod. Was passierte dann wissenschaftlich, was machte ihre Tochter Eve und und und '

Die Autorin:
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Brigitte Röthlein hat dieses Buch geschrieben. Sie ist in Neuburg an der Donau geboren und Diplomphysikerin sowie promovierte Sozialwissenschaftlerin. Weiterhin arbeitet sie als Redakteurin beim P.M.-Magazin und Chefredakteurin von Damals.

Heute ist sie freie Wissenschaftsautorin für Print, Fernsehen und Rundfunk und lebt in München. Sie hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, u. a. Schrödingers Katze. Einführung in die Quantenphysik und sinne, Gedanken, Gefühle. Unser Gehirn wird entschlüsselt

Kurze Leseprobe:
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Es sind Monate konzentrierten Arbeitens, ohne viel Ablenkung und größere Vergnügungen. Täglich stehen die beiden stundenlang in ihrem Labor, kochen die Lösungen, destillieren, verdünnen, versuchen mit allen chemischen Tricks, die verschiedenen Substanzen voneinander zu trennen, wiegen und messen immer wieder die Radioaktivität der einzelnen Produkte. Die schwarzen Notizhefte, die sie als Laborbücher verwenden, füllen sich allmählich mit Aufzeichnungen, abwechselnd von ihrer und seiner Hand '

Meine Meinung zum Buch:
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Ich finde, dass die Autorin hier eine Biografie herausgebracht hat, die es schon längst hätte geben sollen. Diese beiden Menschen haben es verdient, sie haben ' ihrer Zeit voraus ' so viel für die Wissenschaft geleistet und sind doch so auf dem Teppich geblieben, sie haben praktisch ihre Gesundheit der Wissenschaft geopfert, sie waren oft krank, weil sie ständig der Radioaktivität ausgesetzt waren '

Viele der wichtigen, interessanten und spannenden Details aus dem Leben der Curies werden von der Autorin herzergreifend dargestellt.

Sie schreibt in der Vergangenheitsform, als ob sie diese Geschichte erzählen würde. Sie hält praktisch Rückblick auf das Leben der beiden Protagonisten.

Die beiden Curies werden so dargestellt, dass sie begnadete Wissenschaftler aber auch Menschen sind, wie du und ich, die in einer Zeit lebten, als die Emanzipation noch kein Thema war, aber gleichberechtigt nebeneinander arbeiteten, dies kommt im Buch auch immer wieder zum Ausdruck.

Frau Röthlein schafft es, dass der Leser, auch der, welcher sich mit dem Thema überhaupt nicht auskennt, tief in die Materie eindringen kann. Sie schreibt sehr bildhaft mit vielen vielen Adjektiven und erklärt so einfach und verständlich die nicht immer leicht verständlichen wissenschaftlichen Details. Man merkt, dass die Autorin sehr gut recherchiert hat und sich mit dem Gebiet nicht nur aber wegen wegen ihres eigenen Lebensweges super auskennt.

Sie stellt die Curies sehr wissenschaftlich aber auch menschlich dar.

Schön finde ich, dass auch zahlreiches Bildmaterial eingefügt ist, welches dazu beiträgt, dass sich der Leser noch besser mit den Personen der Handlung identifizieren kann.

Auch der 1. Weltkrieg und seine Folgen werden im Buch nicht vergessen zu erwähnen. Alle positiven und negativen Erlebnisse und Details aus dem Leben Maries und Pierres werden dargestellt. Das Buch ist sehr leicht zu lesen, sehr flüssig und die Handlung wird auf Grund der verwendeten Adjektive sehr bildhaft. Wörtliche Rede ist nicht eingeflochten, die Autorin schreibt nur aus Sicht des Betrachters und in der Vergangenheit, wie ich schon erwähnte. Lediglich Einschübe (Zitate) werden angefügt, die z. B. aus Briefwechseln entstammen.

Wenn man dieses Buch gelesen hat, weiß man sehr viel über das Leben der Curies, aber auch über ihre Entdeckungen und wie schwer, wie aufwendig, und wie mühsam es war, sich und sein Leben der Wissenschaft zu widmen.

Die Autorin schafft es perfekt, die Wissenschaft und das 'normale' Leben aufzuzeigen und beides miteinander zu verbinden.

Ich habe es genossen, dieses Buch zu lesen.
EMPFHEHLUNG !!!
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