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5.0 von 5 Sternen Atmosphärische Ästhetik, 12. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Architektur und Atmosphäre. (Broschiert)
„Architektur und Atmosphären“, geschrieben vom Darmstädter Ästhetiker und Philosophen Gernot Böhme, ist eine Analyse über die Ästhetik der Atmosphären und ihre unterschiedliche Wirkung. Begonnen wird im 17 Jh. mit der Atmosphäre der Natur im Zusammenhang mit der Theorie der Landschaftsgärten. Anschließend schreibt Böhme über die von Menschen gebaute Umwelt. Eine Atmosphäre ist für ihn ein gestimmter Raum, der eine leibliche Anwesenheit voraussetzt.
Böhme, ist Professor für Philosophie an der TU Darmstadt. Er wurde unter anderem durch seine Arbeiten zur Ästhetik-Philosophie, Technik-Philosophie und Natur-Philosophie bekannt. Im Jahr 1999 verfasste er das Buch: „Für eine ökologische Naturästhetik“ und später im Jahr 2004 den Aufsatz: „Der Raum leiblicher Anwesenheit und der Raum als Medium von Darstellung“ der auf den Seiten 129–140 im Buch: „Performativität und Medialität“ erschienen ist. Diese beiden Schriften sind Vorläufer zu dem 2006 erschienenen Buch: „Architektur und Atmosphären“.
Ein gestimmter Raum ist laut Böhme ein topologischer Raum, der betreten werden kann. Solch ein Raum muss Beziehungen zur Umgebung besitzen. Eine Person die sich in einem atmosphärischen Raum befindet, wird durch objektive Umstände in den Fokus gestellt. Sie bewegt sich durch den Raum, nimmt unter anderem seine Form, Lichtverhältnisse, Farbe, kulturelle Symbole und somit seine Atmosphäre war. Kulturelle Symbolen sind Kommunikationsstrukturen, die mit einem Benutzer in Verbindung stehen. Es wird das Atmosphärenkonzept in verschiedenen Fallstudien, wie z.B. an Modellen der Stadtplanung und des Kirchenbaus, genauer erläutert. Der Autor führt in seinem Buch auch kritische Aspekte der Postmoderne an. Diese Architekturtendenz ist „ein Produkt ästhetische Ökonomie“. Das Handelsgut Architektur verwandelt sich in der Postmoderne zu einem Produkt, in dem der hauptsächliche Wert ein Inszenierungswert ist. Ein gutes Beispiel dazu ist Las Vegas. In dieser Stadt wird mit Hilfe von Symbolen in der Architektur, auf theatralische Weise, eine Konsumgesellschaft geschaffen. „Architektur lässt die Grenze zum Bühnenbild verschwimmen“. In diesem Sinn wird in Las Vegas, durch raffinierte Architektur, eine Atmosphäre erzeugt die den Kapitalismus der Stadt fördert. Es werden Szenen für den Konsum geschaffen. Laut Böhme hat nach der Postmoderne einmal eine, so wie es die Allgemeinheit versteht, Pluralisierung der Stile stattgefunden aber es ist auch ein neuer Humanismus in der Architektur entstanden.
„Architektur und Atmosphäre“ ist ein Buch welches die Architektur und ihre Wirkung philosophisch mit einem neuen Ansatz der Atmosphäre erklären möchte. Es bewegt sich in den Bereichen der Philosophie und Architekturtheorie. Böhmes Gedankengänge über Architektur und Raum sind nachvollziehbar und interessant dargestellt. Im Werk sind schöne Fotografien aus der Natur, dem Städtebau und der Architektur abgebildet. Durch diese werden seine Theorien gestützt und somit verständlicher gemacht. Die Leserin und der Leser werden feststellen, dass sich ihr Denken über Architektur verändern wird. Interessiert man sich für Kunst, Architektur und Philosophie lohnt es sich dieses Werk zu lesen.
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Architektur und Atmosphäre.
Architektur und Atmosphäre. von Gernot Böhme (Broschiert - 18. September 2013)
EUR 29,90
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