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TOP 500 REZENSENTam 12. November 2013
Sicher ist jeder auf irgendeinem Gebiet ein absoluter Ignorant. Während der Comic-Zeichner Étienne Davodeau (“Lulu – Die nackte Frau“) kaum etwas über die Wein-Produktion weiß, kennt sich der Winzer Richard Leroy überhaupt nicht mit Comics aus. Das Konzept diese beiden "Ignoranten" zusammenzubringen, sich über ihre Arbeitsmethoden austauschen zu lassen und dies zu einem von Davodeau gezeichneten Comicalbum zu verarbeiten, klingt nur bedingt prickelnd. Doch das Resultat kann sich wahrhaft lesen lassen.

Das liegt sicher auch daran, dass Richard Leroy kein typischer Weinbauer ist. Der ehemalige Bankangestellte produziert in seinen Weinbergen einen fast schon legendären trockenen Weiswein in sehr viel kleineren Mengen als er verkaufen könnte. Seine Produkte sind bei den französischen aber auch internationalen Gastronomen und in amerikanischen Weinführern schon mehr als ein Geheimtipp. Es hat schon fast etwas Mystisches wenn Leroy seine Reben beschneidet, seinen Weinberg frühmorgens mit seltsamen Substanzen dünkt, versucht genau die richtigen Holzfässer auszuwählen und bei der Gärung darauf verzichtet Schwefel oder ähnliches zu verwenden, sondern den “Traubensaft sich selbst überlässt“.

Doch auch über Comics erfährt der Leser so einiges. Während Davodeau nicht immer erfolgreich versucht Leroy beim Winzern zu helfen, empfiehlt er seinem Freund auch einige Comics zur Bettlektüre. Während dieser bei “Watchmen“ von Alan Moore und Dave Gibbons recht bald eingenickt ist, haben ihm Comics wie Art Spiegelmans “Maus“ oder “Der Fotograf“ von Emmanuel Guibert und Frederic Lemercier schlaflose Nächte bereitet. Da Davodeau gut in der französischen Comic-Szene verdrahtet ist, besucht er gemeinsam mit Leroy neben den Festivals in Saint Melo oder in Bastia auf Korsika auch Zeichner-Kumpels wie Jean-Pierre Gibrat ("Der Aufschub") oder Marc-Antoine Mathieu ("Gott höchstselbst"). Die daraus resultierenden Gespräche hat Davodeau äußerst lebendig in lässigen schwarzweißen Zeichnungen zu Papier gebracht.

Eine Rolle spielen auch die Produktionsmethoden in der französischen Comic-Industrie. Davodeau besucht gemeinsam mit Leroy seine Druckerei in Belgien um zu überprüfen wie seine Farben auf dem ausgewählten Papier zur Geltung kommen oder seinen Verlag Futuropolis in Paris. Hier bekommt der Leser einen Eindruck in die Sorgfalt mit der in Frankreich nicht nur Weine produziert sondern auch Comicprojekte angeschoben und begleitet werden, was Früchte trägt in originellen Werken wie “Die Ignoranten“.
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Der eine, Comiczeichner von Beruf, kann bei der Verkostung verschiedener Weine beim besten Willen nach ein paar Proben keinen Unterschied zwischen den einzelnen Weinen herausschmecken, ist somit was Wein angeht ein Ignorant. Und der andere, ein Winzer, ist irritiert über die autobiografischen Comics von Lewis Trondheim, weil er sich ebenda selbst mit Vogelschnabel zeichnet, und auch das Comic-Genie Moebius' will dem Winzer nicht so recht einleuchten. Weil auf den ersten Blick beide Lebenswelten, also die des Zeichners und die der Winzers, so gar nicht zusammenpassen, hat der Zeichner und Autor Ètienne Davodeau nun dennoch beide auf über 260 Seiten in Buchform gegossen. Herausgekommen ist mit "Die Ignoranten - Wenn Wein und Comic aufeinandertreffen" eine hochinteressante Lektüre.

Davodeau begleitete für das Comic-Projekt über ein Jahr lang den ausgestiegenen Bänker Richard Leroy, der seiner Liebe für Weinanbau gefolgt ist, und nun biodynamisch seinen Weinberg betreut. So werden im Winter die Weinstöcke beschnitten, und es wird gezeigt, mit wieviel Handwerk und Liebe der Winzer seiner Passion nachgeht. Aber Leroy bekommt auch Einblicke in die Realität eines Comic-Zeichners. Er folgt Davodeau auf Comic-Messen und zu seinem Verlag, sieht, welches "Feintuning" in der Druckerei stattfindet und beuscht andere Comic-Schaffende in ihren Ateliers. Besonders gut gefällt mir der Gastbeitrag von Lewis Trondheim, der damit direkt die Frage Leroys nach den seltsamen Tierwesen in Trondheims autobiografischen Comics beantwortet.

"Die Ignoranten" ist ein höchst lesenswertes Comic geworden, das auch von Lesern, die für die Neunte Kunst wenig übrig haben, genossen werden kann. Die schwarzweißen und mit Graustufen versehenen Zeichnungen sind direkt und lebendig und passen zu der erdig-ehrlichen Geschichte hervorragend.

Von mir verdiente fünf Sterne und eine Leseempfehlung - nicht nur für Comic-Fans und Weintrinker.
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am 12. November 2013
Wer sich mit dem Thema Weinbau und Kellertechnik beschäftigt, aber nicht gleich in die Lehrbibliothek gehen möchte, findet hier eine interessante, aber auch sehr unterhaltsame Lektüre, die einen guten Start in das Thema bietet. Gleichzeitig erfährt man mehr über das Comic-Zeichnen und auch die Comic-Szene - das Ganze in einem toll gezeichneten und geschriebenen Buch, das Spaß macht, immer wieder zur Hand zu nehmen. Unbedingt empfehlenswert!
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am 11. Juni 2016
und informativ, für Comic-Liebhaber und Weintrinker gleichermaßen vergnüglich zu lesen und anzuschauen. Die Übersetzung ist auch gut geworden, was sicher nicht immer einfach war.
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am 5. Dezember 2013
Die beiden französischen Protagonisten des Buches, ein Comic-Zeichner und ein Winzer, gewähren sich gegenseitig Einblicke in ihre Kunst. Im Laufe eines Jahres lernt der Zeichner alles über Wein, vom Rückschnitt der Reben bis zur Vermarktung auf Messen, sowie der Winzer alles über die in Frankreich hochgeschätzte Comic-Kunst. Als Leser lernen wir von beidem.
Die Zeichnungen sind komplett in Schwarz-Weiß gehalten, unaufdringlich und vermitteln auf angenehme Weise die gesammelten Eindrücke von E. Davodeau. Seine Texte haben einen feinen Humor, sind informativ und lassen an den Dialogen teilhaben. Ein dickes Comic-Buch, dass schnell gelesen ist. Auch als Geschenk für Wein- und/oder Comic-Freunde sehr zu empfehlen.
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am 8. Juli 2015
Für einen erstmal nicht so spannend aussehenden Band ist dies ein ganz wunderbar erzähltes Buch. Sehr interessant und empfehlenswert für Zeichner, Weininteressierte, Franzosenversteher.
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am 24. Februar 2014
Auch hier tolle Zeichnungen mit Komik und Wein ein ganz elegante Verbindung ohne aufdringlich und belehrend zu sein. Mir hat es gefallen.
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am 8. April 2014
War ein Geschenk und hat viel Freude bereitet. Bei dem Thema ist Schwarzweiss vielleicht nicht die beste Option - farbig wäre "lukullischer" gewesen.
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