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69 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht am Ende des Tunnels
Im Grunde kann man Uderzo nur gratulieren, dass er sein Baby Asterix endlich frei gegeben hat. Es gab ja eh nur zwei sinnvolle Wege, entweder es gibt keinen weiteren Asterix Band mehr oder es kommt frischer Wind von außen. Dabei waren es nicht Uderzos Zeichnungen, die in der Post Goscinny Ära störten, sondern die unwirtlichen charmelosen Geschichten, die...
Vor 19 Monaten von Heinz Ketchup veröffentlicht

versus
269 von 297 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Schritt auf dem Weg zurück zu den Wurzeln
Die großen Erwartungen, die sich an den neuen Asterix-Band knüpften, richteten sich kaum auf die Frage, ob Jean-Yves Ferri und Didier Conrad in der Lage sein würden, nahtlos an die vorherigen Alben anzuschließen. Die mehr als dreißig Jahre dauernde Phase nach René Goscinnys Tod war schließlich eine einzige harte Durststrecke...
Vor 19 Monaten von Estragon veröffentlicht


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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erstaunlich (aber glücklicherweise) konservativ, 28. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach "Gallien in Gefahr" hatte ich das Thema Asterix, dass mich immerhin schon mehrere Jahrzehnte meines Lebens begleitet, innerlich abgehakt.

Ein kleines Knubbelalien aus den unerforschten Weiten des Weltalls war einfach zuviel des Guten. Zaubertrank hin oder her aber muss man denn plötzlich mit der Eleganz einer Abrissbirne dort ansetzen, wo früher mit subtilem Humor und Anspielungen an den gerade aktuellen Zeitgeist gearbeitet wurde?

Egal, schon der Titel "Asterix bei den Pikten" hatte so etwas beruhigend, althergebrachtes an sich, denn unsere beiden Gallier waren ja traditionell immer viel auf Reisen und besuchten die interessantesten Völker ihrer Zeit.

Hieraus ergaben sich auch die schier unzählbaren Gelegenheiten der Wortspiele und Anspielungen auf unsere Zeit, die den Humor der Asterix-Comics so einzigartig und charmant gemacht haben und der, für mich zumindest, irgendwie immer mehr auf der Strecke geblieben war.

Nicht zu vergessen natürlich, ein neues Autorenduo hat die Verantwortung übernommen, den beiden gallischen Helden, neue Abenteuer zu spendieren.

An dieser Stelle zuerst einmal: Meinen Respekt an die beiden Neuen. Es erfordert schon ein gerüttelt Maß an Mumm, um die Verantwortung für etwas zu übernehmen, das über Jahrzehnte zum festen Bestandteil der westlichen Popkultur geworden ist. Den daraus resultierenden Erwartungsdruck mag ich mir gar nicht vorstellen.

Das erklärt vielleicht auch, warum die beiden Neuen in ihrem Erstlingswerk auf die Insel zurückkehren, wo die beiden Alten schon einmal mit großem Erfolg gewesen sind, nämlich nach Britannien, diesmal aber weiter nördlich in Schottland.

Das aktuelle Autorenduo gibt sich reichlich Mühe, den alten Witz vergangener Zeiten wieder zu erwecken, man findet wieder reichlich Anspielungen auf Kultur und Volk dieser Zeit nur eines dürfte klar sein, die Pikten an sich können nicht mit den Möglichkeiten mithalten, die ihre südlichen Nachbarn damals hergaben. Der Fundus an Marotten", Verhaltensweisen und Vorurteilen bezüglich der Engländer, die auch noch weltweit geläufig sind, ist natürlich um ein vielfaches größer als bei den Schotten, da konnten die Autoren damals einfach mehr aus dem Vollen schöpfen.

Dies wird auch daran deutlich, das der Hauptplot der Geschichte bei den Pikten den Leser nicht wirklich vom Hocker reißt, da dem neuen Autorenduo hier doch noch eigene Ideen fehlen, um inhaltliche Engpässe", die das gewählte Setting nun mal mit sich bringen, auszubügeln aber die Richtung stimmt auf alle Fälle.

Als Fazit lässt sich durchaus zusammenfassen: Der vorliegende Band der Reihe ist mehr Asterix als die letzten Teile zusammen, das ist für mich persönlich ein Grund zur Hoffnung, dass es mit den Helden, die mich seit meiner Kindheit begleiten, weiter bergauf geht.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Macht Spaß - aber natürlich kein klassischer Asterix, 28. Oktober 2013
Vorweg gesagt. Dieses Comicalbum hat es wirklich schwer, denn man kann es nicht einfach nur im Umfeld aktueller Comics betrachten sondern muss immer das "schwere" Erbe der Goscinny-Ära mit heranziehen, sollte aber auch die unterirdisch schlechten letzten Hefte der Reihe nicht vergessen. Nach langer Überlegung habe ich mich für 3 Sterne entschieden, dann da ist noch deutlich Luft nach oben (verglichen mit Goscinny) und viel viel Luft nach unten (verglichen mit Uderzos Solo-Werk, dem ich manchmal gerne 0 Sterne gegeben hätte).

Beim letzten Band "Gallien in Gefahr" habe ich noch angemerkt, dass ich hoffe, dass Gallien nach besagtem Band wirklich außer Gefahr sei, denn schlimmer könne es nicht werden. Zum Glück haben sich meine Hoffnungen erfüllt. Der neue Asterix ist kein Glanzlicht, aber er macht sich gut bis sehr gut neben den frühen "Solowerken" von Uderzo: "Der große Graben" bis "Asterix im Morgenland". Wer einen neuen klassischen Reiseband mit Goscinnyscher Qualität und Sprachwitz erhofft oder erwartet, der setzt den Maßstab zu hoch an und wird zwangsläufig enttäuscht sein.

Zum Schlechten:
Während uns früher nur der Zaubertrank weit weg von der Realtität führte, haben wir in der Uderzo-Zeit schon so manchen magischen oder schlimmer gearteten Schock ertragen müssen. Das begann mit einer Abart des Zaubertranks in "Der Große Graben" ging über fliegende Teppiche und einen Besuch in Atlantis um in der Landung von "Außerirdischen" zu kulminieren. Jetzt haben wir Nessi! Wobei - so weit mein Empfinden - das gar nicht so schlimm gewesen wäre, wenn der "schottische Otter" nur einen Kurzauftritt gehabt hätte.
Fast noch unangenehmer - weil in der ersten sonst toll gelungenen Hälfte des Hefts einziger echter Störfaktor - empfinde ich den in einem Eisblock angeschwemmten Pikten, den man auftaut und der dann einfach wieder erwacht. So etwas ärgert, denn die Geschichte hätte auch mit einem an einen Baumstamm geketteten Pikten funktioniert, der am Strand angetrieben wird. Unnötig und für die Story unwichtig.
Der Pikte hat danach Probleme, seine Sprache wieder zu finden und gibt immer wieder irgendwelche englischen Pop-Songs zum besten. Das passt gar nicht. Wo sind die Zeiten hin, als Troubadix noch deutsches Liedgut verwursten durfte? Ein Makel der Übersetzung?
Schottland: Das größte Problem im 2. Teil des Hefts ist aber das Land, das besucht wird, und dessen Volk. Pikten/Schotten trinken Whisky, werfen Baumstämme und malen Piktogramme. Und damit erschöpft sich auch schon ihre Darstellung. Das Volk und das Land, die Asterix hier besucht, bleiben austauschbar. Wenn man bedenkt, dass der Legende nach die Autoren von Asterix früher aus dem Ausland angefragt wurden, wann ihr Held denn endlich mal dieses oder jenes Land beehren würde!! Die feingeistige, ironische, liebenswerte Auseinandersetzung mit einem anderen Volk und dessen Kultur geht im neuen Asterix ins Leere oder ist gar nicht erst vorhanden. Hier wird viel verschenkt, bei dem das Heft hätte gewinnen können, für mehr Detailliebe an dieser Stelle hätte man doch wunderbar auf die zahlreichen Auftritte des Loch-Ness-Vorfahren verzichten können.
Und bevor ich es vergesse: Welcher Hornochse kam auf die Idee Idefix zuhause zu lassen???

Zum Guten:
Mit einer Reisegeschichte vor "relativ" realistischem Hintergrund, kehrt Asterix zu seinen Stärken zurück. Das lange Vorspiel in dem die Helden sich ausschließlich im eigenen Dorf bewegen tut der Geschichte dabei aber ungewöhnlich gut, denn man lernt die Charaktere erneut kennen und lieben.
Die Zeichnungen halten sich eng an Uderzos Vorlage, so dass die Figuren weiterhin vertraut sind, kokettieren aber auch mit einer kleinen (zunächst vielleicht unangenehmen erscheinenden) Modernisierung. Der Strich ist etwas unruhiger und erinnert mich stellenweise an die Zeichnungen von Luguy aus der Serie Tassilo. Rückblickend hat auch Uderzo in den Jahren seiner Arbeit immer wieder Änderungen an seinem Zeichenstil vorgenommen (man vergleiche nur Asterix in Gallien mit Asterix in Korsika). Von daher ist dies nur eine konsequente Weiterentwicklung, ich hoffe aber, das der Zeichner dem Vorbild auch zukünftig gerecht wird und den Figuren nicht seinen eigenen Stil aufzwingt.
Es werden keine ollen Klamotten ausgepackt (sprich: es werden keine Nebenfiguren aus alten Heften wieder aufgewärmt) sondern eine originale Geschichte um neue Figuren gesponnen.
Die Geschichte ist schön erzählt, hat witzige Momente, an einigen Stellen gelungene Hommagen an die eigene Vergangenheit und tolle Szenarien (wenn auch teilweise nicht so detailverliebt wie bei Uderzo). Insbesonder die erste Hälfte, in der die Dorfbewohner im Mittelpunkt stehen, ist wirklich gelungen.
Und (ja, ich wage es): Der Volkszähler.
Ferri hat wenigstens mit dieser einen Figur den Mut eigene Wege zu gehen und beherzigt dabei glücklicherweise eine alte Weisheit: "Wer die Regeln brechen will, muss sie kennen." Der Volkszähler liefert deshalb nicht nur einen schmunzelnden Running Gag, er dient auch dazu, die Erwartungen der Leser im positiven Sinne zu enttäuschen ohne dem Gesamtwerk untreu zu werden. Spätestens als Automatix mit einem wunderbaren "Du wirst nicht zählen, nein du wirst nicht zählen!" zeigt, dass Ferri seine Hausaufgaben gemacht hat, habe ich den Volkszähler ins Herz geschlossen. Und wenn der Römer am Ende verweifelt auf dem Baum sitzt, an den eigentlich der Barde gebunden sein müsste, bin ich mit der Figur und ihrer Rolle versöhnt.

Fazit: Die unsäglichen Tiefpunkte der Uderzo-Ära sind überwunden. Ein Asterix, der Mut macht, aber auch ganz klar eine kindliche oder jugendliche Hauptzielgruppe hat. Der Wiederlesefaktor ist sicherlich deutlich niedriger als bei den klassischen Heften, der Humor sparsamer, direkter und (leider) weniger tiefgründig und subtil. Wer abseits von Asterix ohnehin schon immer Schwierigkeiten mit dem Medium Comic hatte, wird hier nicht glücklich. Aber wenn das neue Kreativteam dran bleibt und mit ein wenig mehr Mut und Freiheit an die nächste Ausgabe geht, dann könnte es tatsächlich wieder Spaß machen, die Serie zu lesen und zu sammeln.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine gute Stunde mit Asterix, 11. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Asterix 35: Asterix bei den Pikten (Gebundene Ausgabe)
Was bleibt hängen, wenn man die Geschichte "Asterix bei den Pikten" gelesen und sie beiseitegelegt hat? Ich habe eine hübsche Erzählung im eher konventionell Gewand in Erinnerung, vielleicht sogar etwas gestrig. Die Figuren war mir vertraut gezeichnet. Die Witze waren liebenswert, nicht immer originell und auch nicht immer geist-reich. Der Ablauf der Handlung (Fremder im Dorf, neue Kultur - Hinfahren - Schauen - Kämpfen - Schauen - Heimkehren) ist auch nicht unbekannt. Was aber war zu erwarten?

Natürlich kann man betrauern, bei jedem Band neu, dass die alten Zeiten vorbei sind. Dann dürfte es auch keinen "Spirou" mehr geben (wie sehr habe ich die Abenteuer aus der Hand von Franquin geliebt) und auch keinen "Batman".

Mich hat aber berührt mit wie viel Liebe der Versuch unternommen wurde, an den alten Abenteuern anzuschließen. Ich bin ein älterer Leser und darf nicht vergessen, dass sich vielleicht auch mein Blickwinkel im Laufe der Jahrzehnte geändert hat. Aber darin liegt doch der Reiz des Neuen. Aus dem Lachen wird ein Schmunzeln. Aus dem Schmunzeln ein nachdenkliches Grinsen. Und ich stelle fest, dass die Freude über diesen Band überwiegt. Mehr, als die negative Kritik. Ich ziehe tatsächlich einen Stern ab, weil noch mehr Platz für Doppelbödigkeit und Hintersinn da ist. Daran kann noch gefeilt werden. Sonst war der neue Asterix für mich ganz ok.

Also: Schön, dass du wieder da bist Asterix. Es war wieder eine gute Stunde mit dir.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Müder Versuch, an die alten Klassiker anzuknüpfen, 26. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Asterix 35: Asterix bei den Pikten (Gebundene Ausgabe)
Zunächst: Das Heft ist besser als die traurigen Produkte der letzten Jahre. Aber: Es ist auch nicht viel besser, geschweige denn das beste Heft seit dem letzten von Goscinny, wirklich nicht. Ich war ziemlich enttäuscht.
Mal ein paar Punkte von der Leber weg:
Pikten = gute Idee, wieder mal ein antikes Volk zu verwursten. Leider weiß man über die Pikten kaum etwas; das wäre ja nicht schlimm, denn man könnte humoristisch ja eher von Anspielungen auf die heutigen Nachfolgevölker, also die Schotten, zehren, wie es etwa "Asterix bei den Goten", "... Belgiern" oder "... Schweizern" tut. Die Referenzen auf die Schotten erschöpfen sich aber in den langweiligsten der bekannten Schottland-Klischees (Tartan/Kilts, Nessie, Caber Tossing, Whiskey) und sind noch dazu so lieblos und oberflächlich aufgereiht, als müsse man eine Checkliste abarbeiten. Komisch übrigens - Geiz wird nicht erwähnt, vielleicht ist das in Frankreich nicht so ein verbreitetes Schottland-Klischee wie bei uns.
Dann: Die Sprachprobleme des Schotten nach dem Auftauen - ich habe nicht verstanden was das soll. Er singt/spricht Refrains bekannter (im weitesten Sinn) Popsongs, in denen ich weder einen besonderen Schottland-Bezug noch Geist erkennen konnte. Überflüssig, geistlos, NIE lustig. Ebenso ist die Verehrung, die die Galliergattinen dem Schotten entgegenbringen, kaum nachvollziehbar und m.E. nicht rollengerecht. Generell: Viele Charaktere wirken entweder blass (in Wort und Bild) oder anders als gewohnt, und keinesfalls interessanter, eher "unauthentisch". Asterix ist nicht wirklich schlau, Obelix und Asterix schreien sich zuviel an, versöhnen sich aber nicht, sondern machen einfach weiter, Majestix redet fast etwas prollig statt, wie früher, wie ein Kommunalpolitiker.
Generell: Viele überflüssige, langweilige Scherze und als Nebenpointen gemeinte Nicht-Pointen. Kann mir jemand erklären, was die Volkszählung soll? Die letzte hatten wir schon beim Sohn des Asterix, da gab es wenigstens einen Anlass.
Die Geschichte selber: Es tut weh, bei jedem Fortgang zu ahnen, wie viel mehr man daraus hätte machen können, wenn man überflüssigen Käse weggelassen und statt dessen etwas Atmosphäre, Spannung und Überraschendes eingebaut hätte.
Warum geben sich die Leute so wenig Mühe? Es ist traurig.
Zu guter Letzt die Zeichnungen: Man versucht, nah am Original zu bleiben. Aber: Der Zeichenstil der Figuren erinnert mich manchmal an Fix+Foxi oder Knax (das Sparkassenmagazin). Es fehlt die cineastische Qualität der älteren Bände. Viele Bilder kommmen mir vor wie Zitate früherer Bände, das aber ohne Sinn.
Nein Leute, auch wenn sich diese Band wg. vieler hoffender Fans gut verkaufen wird - da muss mehr kommen, um
die Serie wieder auf die Spur zu bringen.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Meisterwerk ..., 1. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Asterix 35: Asterix bei den Pikten (Gebundene Ausgabe)
... aber deutlich besser, als die letzten Alben, die ich zum Schluss nur noch gekauft hatte, um die Sammlung vollständig zu halten.

Band 35 kommt bei Weitem nicht an die ersten zwei Dutzend Geschichten heran. Die Zeichnungen sind gut, daran gibt es nichts zu mäkeln, der Plot gefällt mir auch, hier ist das Tal der Tränen überwunden. Aber die Sprache und der Wortwitz sind noch deutlich steigerungsfähig. Dabei kann ich die Originalsprache nicht beurteilen, aber die Übersetzungen der alten Bände sind einfach unerreicht, was wohl der Genialität der Übersetzerin zu danken ist.

Von mir gibt es daher freundliche vier Sterne.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein gelungener Neustart, 27. Oktober 2013
Von 
Mueli77 (Weimar, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Es ist ein strenger Winter in Aremorica, und Asterix und Obelix verschlägt es an den Strand, wo sie nach Austern suchen wollen. Doch dort fällt ihnen ein seltsamer Eisklotz in die Hände, in dessen Inneren sich auch noch eine merkwürdig gekleidete Person befindet. Die beiden bringen den Gestrandeten in das Dorf. Nach dem Auftauen stellt sich aber zu allem Überfluss heraus, dass der junge Pikte Sprachschwierigkeiten hat. Es ist ihm einfach nicht möglich, seine Gedanken in Worte zu fassen, und so muss Miraculix mit einem Elixier nachhelfen. So erfahren die Dorfbewohner von einer tragischen Liebesgeschichte und einem noch größeren Verrat. Daher beschließen Asterix und Obelix ihren neuen Freund, Mac Aphon, in seine Heimat Kaledonien zu begleiten, und ihm dort zu helfen …

Jean-Yves Ferri erschafft ein humorvolles und spannendes Abenteuer, welches sich nicht vor den frühen Ideen von Goscinny und Uderzo zu verstecken braucht. Er integriert dabei nicht nur klassischen Humor und geschichtliche Ereignisse, sondern schafft es gleichzeitig auch, der aktuellen Popkultur ihren Tribut zu zollen. Während sich die Handlung im ersten Teil des Bandes gemächlich aufbaut, und man sich als Leser behutsam dem neuen, leicht anderen und dennoch irgendwie bekannten Stil annähern kann, zeigen sich auch innerhalb des von Ferri geschilderten Dorfes Veränderungen. Sei es ein römischer Volkszähler, der fast zur Weißglut gebracht wird, oder den Reiz der schottischen Kleidung auf die weiblichen Bewohner. Solche Kleinigkeiten, die sich dann auch noch über das gesamte Abenteuer ziehen, finden sich zuhauf in diesem neuen Band. Ab etwa der Hälfte beginnt dann das eigentliche Abenteuer. Die Geschichte nimmt an Fahrt auf, ohne dabei gehetzt zu wirken, und auch hier bauen die beiden neuen Köpfe viele Gags ein. Besonderes Augenmerk scheint Ferri hierbei auf britische und schottische Eigenheiten, sowie deren Popmusik gelegt zu haben. So tauchen in den gestammelten Sätzen von Mac Aphon immer wieder Titel und Texte von verschiedenen Musikern und Bands auf, wie zum Beispiel von den Beatles.

Wer nun bei den Zeichnungen darauf hofft, eine 1:1-Kopie von Albert Uderzo zu erhalten, den muss ich enttäuschen. Wenn ich aber ehrlich bin, dann finde ich persönlich dies gerade gut. Immerhin sollte es schon spür- und sichtbar sein, dass es ein neues Team an den Abenteuern der Gallier gibt. Doch keine Angst. Es wurden keine gravierenden Veränderungen am Design der Figuren vorgenommen und auch sonst bleibt auf den ersten Blick alles beim Alten. Die Änderungen sind feiner, aber dennoch nicht zu übersehen. Die Zeichnungen besitzen noch immer den hohen Detailgrad und den Wimmelbildcharakter, den man von Uderzo gewohnt war. Aber jetzt wirken die Bilder wesentlich dynamischer und lebendiger. Sie scheinen geradezu vor Energie zu strotzen. In einigen Panels erinnert die „Bewegung“ der Figuren sogar ein wenig an den großen Schlumpfkünstler Peyo. Und wie auch schon bei Uderzo, lässt es sich Didier Conrad nicht nehmen, hier und da kleine visuelle Gags und Eastereggs einzubauen.
Ebenso überzeugend wie die Zeichnungen von Conrad ist die Koloration von Thierry Mébarky, Murielle Leroi und Raphaël Delerue. Die Farben sind stimmungsvoll und niemals aufdringlich. Gerade bei den vielen Piktenstämmen kann sich das Team so richtig austoben und zaubert somit unweigerlich ein Lächeln auf die Lippen des Lesers.

FAZIT:

Das neue Abenteuer des neuen Kreativteams ist in meinen Augen ein sehr gelungener Start in eine neue Ära von Asterix und seinen Freunden. Mit behutsamen Neuerungen und der Hochachtung vor dem was Goscinny und Uderzo vor über 50 Jahre geschaffen haben, schicken sie die Gallier in ein aufregendes Abenteuer ganz im Stil der jetzt schon klassischen Geschichten. Wie schon bei der Neuedition und den letzten Alben, besitzt auch dieser Band wieder den Schriftstil, der Uderzos Handschrift nachempfunden ist. Leider finde ich diese, zwar der Handschrift nachempfundene, aber dennoch aus dem Computer stammende, Schrift alles andere als gelungen. Da fand ich persönlich das Handlettering der Werkausgabe wesentlich schöner und lebendiger.
Doch wenn man von diesem kleinen Manko absieht, stellt der Band einen sehr guten Neustart dar und sollte von keinem echten Asterix-Fan links liegen gelassen werden. Die Ausgabe ist weitaus mehr als nur einen flüchtigen Blick wert und lädt auch zum mehrmaligen Durchlesen ein, da es immer wieder etwas zu entdecken und verstehen gibt.
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50 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Von fetten Ottern und fliegenden Baumstämmen, 24. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Asterix 35: Asterix bei den Pikten (Gebundene Ausgabe)
Der quirlige kleine Gallier und sein leicht übergewichtiger Kumpan melden sich im nunmehr ersten Band, der von Albert Uderzo "nur" noch beratend begleitet wurde, zurück. Asterix und Obelix finden am Strand einen eingefrorenen tätowierten Krieger, den der Druide Miraculix als einen Einwohner Kaledoniens (Schottlands) erkennt. Dieser wurde von seinem Rivalen unsanft an einen Baum gekettet auf die Reise geschickt, damit dieser ungestört die Herrschaft über die verschiedenen Piktenstämme an sich reißen und die hübsche Camilla heiraten kann. Natürlich reisen die beiden Freunde mit ihrer neuen Bekanntschaft schnellstmöglich in die Heimat des kilttragenden Knaben und lernen dabei zum einen die seltsamen Sitten und Gebräuche der Pikten kennen, treffen auf einen, laut Obelix, "fetten Otter" ("Nessie") und kommen zum anderen einer Verschwörung auf die Spur, die einer römischen Invasion Kaledoniens Tür und Tor öffnen soll.

Wo die Zeichnungen seit jeher für eine gewisse Qualität bürgen, ist die Geschichte zwar insgesamt recht nett geraten, steht aber deutlich hinter Highlights der alten Hefte (was für mich u.a. so viel wie "Tour de France" oder auch "Die Odyssee" bedeutet) zurück. Immerhin ist ein deutlicher Aufwärtstrend im Vergleich zu den letzten Abenteuern seit "Asterix und Latraviata" zu erkennen, denn Unterhaltungsfaktor, Wortwitz und der generelle Humor (wenngleich einige "platte" Sachen dabei sind...) stimmen wieder, was für die Zukunft der Serie schon etwas hoffnungsvoller stimmt. Der Preis von 6,50 Euro für die normale Heftausgabe geht insgesamt in Ordnung, aber man sollte halt kein Abenteuer vom "alten Schlag" erwarten.

PS: Kann man die 1-Stern-Wertungen für die anscheinend miserable Kindle-Ausgabe nicht mal separat werten? Das verzerrt das Gesamtbild des neuen "Asterix" leider furchtbar.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht überragend, aber solide, 3. November 2013
Ich habe den neuen Band gelesen und mir danach einige Rezensionen angesehen. Fazit: es ist alles eine Frage des Blickwinkels: natürlich verstehe ich passionierte Asterix Fans, zu denen ich mich auch zähle, wenn gewisse subtile Momente aus vorherigen Bänden fehlen. Richtig ist auch dass Obelix seinen Hund niemals freiwillig Zuhause lässt (ja, auch andere Dinge passen nicht recht ins Bild).- Man sollte aber anerkennen, dass eine solide Geschichte abgeliefert wurde und man auf diesem Niveau weiterentwickeln kann. Der Zeichenstil hat sich tatsächlich etwas verändert, aber er ist immerhin detailreicher als in den letzten Bänden.- Und auf zwei Dinge möchte ich noch hinweisen: der Einfluss der deutschen Übersetzung dürfte nicht zu unterschätzen sein - das geht bestimmt besser! Und schließlich: wer heute Asterix liest, war damals noch Kind und verbindet mit seiner Kindheit diese Erinnerungen. Hiervon sollte man sich etwas lösen und dem neuen Duo Ferry/Conrad eine Chance geben. Natürlich will man mit dem neuen Stil auch eine neue junge Zielgruppe erschließen.- Alles in allem: eine solide Leistung, die hoffentlich zu mehr anspornt. Finger weg aber für die Fans, die lieber in den Erinnerungen der alten Bände schwelgen möchten.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen der x-te Fehlversuch..., 5. Februar 2014
Mit Entsetzen habe ich gesehen, dass die weitaus meisten Asterix-Leser die bestmögliche Bewertung für dieses Machwerk vergeben
,wohl aus lauter Euphorie, dass hier -nach etlichen Fehlversuchen zum Fremdschämen - wenigstens die Grundgeschichte wieder stimmt und Asterix nicht gegen Atlantisbewohner,Außerirdische, Vampire und Mickymaus antreten muss. Eine Bewertung muss
man doch aber auch im Verhältnis zu den früheren Bänden sehen. Dieses Werk ist doch sicher nicht auf eine Stufe mit z.B.
"bei den Briten" zu stellen. Schon die Lobhudelei von Anne Goscinny "gewaltiges Talent, immer gerecht geworden" lässt Schlimmes
erahnen. Hat die Dame die letzen Bände und die überwiegend negativen Reaktionen darauf überhaupt gelesen ? Hier geht es
nur noch darum, mit dem (einst) guten Namen Asterix möglichst lange Geld zu verdienen, ohne Rücksicht auf Qualität. Da es offenbar keinen Autor/Zeichner mit guten Ideen für eine eigene Serie mehr gibt, muss eben der Asterix weiter geschändet
werden. Kritikpunkte an diesem Band wurden schon genügend genannt, dennoch nocheinmal:
- das Ganze wirkt lieblos, langweilig und amateurhaft gemacht, als hätte ein Lehrling versucht, einen Meister zu kopieren
- die Singerei von Mac Aphon ist unverständlich und nervig, offenbar ist dem Texter nichts eingefallen, die Sprechblasen zu füllen,
genauso der Ausruf von Obelix (Kroka, Kroka..,S.25), was soll das ?
- im Rückblick auf vorherige Bände völlig unlogisch ist ,dass Idefix zuhause bleibt und ein römischer Volkszähler im Dorf
geduldet wird, teils braucht Asterix auch keinen Zaubertrank mehr...
- statt feinsinniger Humor nur platte Witze auf Kleinkinderniveau (wie die ganze Geschichte), ohne Spannung, Überraschungen,
- die Schriftform liest sich alles andere als flüssig, warum macht man sowas ?
- Asterix und Obelix streiten sich zu oft und grundlos

So macht Asterix keinen Spass mehr. Definitiv mein letzter Kauf, seit "Kreuzfahrt" nur noch peinliche Fehlversuche.
Es ist nur noch traurig. Meinen Respekt an Herge, der seine tolle Tim&Struppi-Serie nicht
mehr fortgesetzt haben wollte und somit einen solchen Niedergang verhindert hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ganz gut, 17. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe mir den neuen Asterix sofort bestellt, als er rauskam. Ich bin nicht der grösste Asterix-Fan lese zwischendurch aber gerne die Comics. Die letzen beiden habe ich auf Grund der vorigen schlechten schon gar nicht mehr gelesen. Auf Grund der vielen positiven Rezensionen entschied ich mich einen neuen Versuch zu wagen und wurde nicht enttäuscht. Der neue ist viel besser als die letzten, die ich gelesen habe. Das kleine Dorf bekommt wieder einen viel höheren Stellenwert, die Story ist gut gegliedert, wenn auch nicht so gut wie zu den besten Zeiten. Doch immerhin lassen die beiden neuen Autoren Aliens und andere Grässlichkeiten jüngster Asterixbände wieder verschwinden. Versand und Lieferung wie immer top.
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Asterix 35: Asterix bei den Pikten
Asterix 35: Asterix bei den Pikten von Didier Conrad (Gebundene Ausgabe - 24. Oktober 2013)
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