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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen11
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am 15. September 2007
Blättert man sich durch die älteren Asterix-Bände durch, wird deutlich, dass bis zur Herausgabe des vorliegenden Bandes eine gewichtige Thematik nur am Rande behandelt worden war: Das Alltagsleben im gallischen Dorf und eine detaillierte Darstellung seiner Bewohner, deren Dasein sich bislang (abgesehen von wenigen exakter betrachteten Personen wie Methusalix, Automatix und Verleihnix) auf Lagerüberfälle und das obligatorische Festmahl beschränkt hatte. Dadurch war mit der Zeit der begründete Verdacht aufgekommen, dass die Möglichkeit einer Zerstörung des dörflichen Gemeinwohls bis dato nie ernsthaft in Erwägung gezogen worden war.

Mit STREIT UM ASTERIX gehen Goscinny und Uderzo jedoch einen entscheidenden Schritt weiter und räumen unter Zuhilfenahme einer tiefgehenden Charakterisierung der Nebenpersonen gründlich mit dieser Annahme auf. Dabei decken sie eine Unzahl unerwarteter und schockierender Wesenszüge auf, die zum ersten Mal deutlich machen, wie sehr das Dorf von dem unbegrenzten Einsatz der Heiligen Trinität Asterix/Obelix/Miraculix abhängig ist.
Das zeigt sich vor allem an dem Club der Dorftratschen, deren Rädelsführerin Gutemiene keine Gelegenheit auslässt, bei Kuchen und Milch mit absurden Theorien den Burgfrieden explodieren zu lassen; aber auch an der Unweisheit des Dorfoldies Methusalix, der mit seinem Hang zu Aberglauben und Panikmache einen katastrophalen Einfluss auf die jüngeren Bewohner (und hier besonders Automatix und Verleihnix; aber auch Häuptling Majestix) ausübt.

Tullius Destructivus, der fiese kleine Stratege, der quasi als Teufel in Menschengestalt allein durch sein bloßes Dasein Neid, Missgunst und Terror auslöst (was stilistisch genial in entsprechend eingefärbten Sprechblasen dargestellt wird) ist einer der gefährlichsten und unberechenbarsten Gegner, mit denen Asterix es je zu tun hatte; und weil er durch sein Handeln als erster Charakter überhaupt die wahren Schwächen der gallischen Dorfgemeinschaft aufdeckt, ist er definitiv auch einer der besten.

Der radikale inhaltliche Wandel wurde dermaßen positiv aufgenommen, dass mit diesem Band ein konstanter Inhaltswechsel aufgebaut wurde, der sich bis in die jüngste Gegenwart hielt: Die ungeraden Bände spielen in Dorf und Umgebung (kleine Ausnahme: DER GROSSE GRABEN, der aber auch gallische Verhaltensweisen thematisiert); in den geraden gehen Asterix und Obelix wie gewohnt auf Reisen.

Nebenbei: Nachdem im Vorband Gammelfischhändler Verleihnix eingeführt worden war, tritt in diesem Band die mit einem Sexy-Haarknoten ausgestattete Ehefrau von Methusalix, deren größtes (und bis heute ungelöstes) Geheimnis ihr Name ist, als letzte Dauerfigur dem Asterix-Universum bei.

STREIT UM ASTERIX gehört für mich zu den besten Asterix-Abenteuern überhaupt.
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am 20. August 1999
"Streit um Asterix" ist ein rundum gelungener Asterixband. Hier geht es einmal nicht um ferne Gestade, die die Helden der Serie durchstreifen müssen auf der Suche nach diesem oder jenem. Die Geschichte spielt nahezu ausschließlich in dem wohlbekannten gallischen Dorf. Doch die dort stattfindenden Schlägereien bekommen durch die Durchtriebenheit eines römischen Agenten einen ernsteren Charakter. Mit geradezu perfider Brillanz heckt Tullius Destructivus einen Plan aus, um die Einheit des gallischen Dorfes zu zerrütten. Dieser Asterixband lebt nicht von stereotypen Darstellungen fremder Völker, nicht in erster Linie von Anspielungen auf Jetztzeitiges oder von der Bildwerdung der antiken Welt im Asterix'schen Gewande. Vielmehr ist die Geschichte selbst so spannend und überzeugend, daß es der weiteren Ausstaffierung in diesem Band gar nicht bedarf, um eine Handlung packend zu inszenieren. Den Freunden der Allusionen sei gesagt, daß man auch hier fündig werden kann. Die Kenner der altfranzösischen Literatur werden ihre Freude besonders an einer Rückzugsgefechtsszene haben. Trotz der Konzentration auf das Innenleben des Dorfes kann von Langeweile keine Rede sein. Leider kann man das für die späteren Bände der Reihe nicht behaupten, besonders nicht für die, die sich mit Leben im Dorf selbst beschäftigen. Na ja, für die anderen restlichen fünf eigentlich auch nicht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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TOP 500 REZENSENTam 16. September 2011
Dieser Asterix-Band Endet bereits auf Seite 21 mit dem Satz: "Das Ende des kleinen Dorfes" und beim obligatorischen Abendbankett sitzt auf dem letzten Bild nur Troubadix am Tisch und der Rest des Dorfes gefesselt etwas entfernt...
Doch ist diese Vorstellung nur eine Horrorvision. Auch dieser "Asterix"-Band hat 48 Seiten, nur ist es den Römern hier gelungen, Zwietracht zwischen den Galliern zu säen. Doch nicht nur das. Irgendwann herrscht dank eines von Cäsar eingeschleusten Saboteuers Verwirrung bei Galliern und Römern und schließlich kommt es soweit, dass alle vier römischen Lager auf das gallische Dorf zumarschieren...
Die Idee, einen Agenten für die Zerstörung des inneren Friedens und Zusammenhalts zu den Galliern zu schicken, ist zwar eine recht pfiffige. Aber irgendwie wurde hier für meinen Geschmack zu wenig die Chance herausgearbeitet, die sich den Römern bietet. Man hätte hier etwas weniger die Dusseligkeit der Römer in den Vordergrund stellen sollen, sondern mehr die Schlacht von vier Römerlagern gegen die Gallier, da es soweit ja nun wirklich nicht in jedem Band kommt. Diese Schlacht fällt schlicht zu kurz aus, doch sonst ist es ein unterhaltsamer Band...
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Der römische Senat ist mit Cäsar unzufrieden: Immer noch weigern sich die Bewohner des berühmt-berüchtigten gallischen Dorfes hartnäckig, sich von den Römern besiegen zu lassen. Damit soll jetzt endgültig Schluss sein: Cäsar erfährt von einem Mann namens Tullius Destructivus, der ein unglaubliches Talent hat, Unfrieden zu stiften. Und tatsächlich: Kaum ist Destructivus in Cäsars Palast angekommen, hat er schon sämtliche Legionäre gegeneinander ausgespielt. Hocherfreut schickt Cäsar den meisterhaften Intriganten zu den Galliern, und tatsächlich hängt in dem gallischen Dörfchen nach kürzester Zeit der Haussegen schief. Wird die sonst so eingeschworene Gemeinschaft etwa von innen heraus auseinanderbrechen?

Als Teenager las ich einen Asterix-Comic nach dem anderen, und diesen hier hatte ich als einen meiner absoluten Lieblings-Asterixe in Erinnerung. Jetzt habe ich es endlich mal wieder gelesen, und es bleibt dabei: "Streit um Asterix" ist nach wie vor einer meiner Favoriten. Auch wenn es vielleicht ein bisschen fies klingt, macht es einen ungeheuren Spaß mitanzusehen, wie sich die Dorfbewohner in die Haare kriegen, indem lange unterdrückte Gefühle wie Neid und Unzufriedenheit ans Tageslicht geraten. Wie man am Cover schon erahnen kann, sind noch nicht mal die sonst so unzertrennlichen Kumpel Asterix und Obelix vor Destructivus' negativem Einfluss gefeit. Mir gefällt besonders, dass nicht nur die beiden Haupthelden im Mittelpunkt stehen, sondern auch viele Szenen mit den anderen Dorfbewohnern enthalten sind. Einfach zum Schreien sind die Passagen mit dem Dorfchef Majestix, der übrigens in diesem Comic Geburtstag feiert, und seiner ohnehin schon zänkischen Gattin Gutemine. Auch die beiden Dauerstreithähne Automatix und Verleihnix haben sich NOCH mehr in der Wolle als sonst. Eine Besonderheit sind diesmal die grünen Sprechblasen, die die "vergiftete" Stimmung symbolisieren.

Fazit: "Streit um Asterix" ist einfach ein grandioser Lesespaß, bei dem man eine Menge Einsichten auf die schlechten Seiten unserer Lieblingsgallier erhält. Gewürzt ist der 15. Asterix-Band wie immer mit feinem Wortwitz und jeder Menge Ironie (wie üblich hervorragend übersetzt von Gudrun Penndorf), aber natürlich auch mit herrlichen Kloppereien und dem obligatorischen Auftritt der bedauernswerten Piraten. Wohl weil dieses Werk nicht verfilmt wurde, ist es einer der weniger bekannten Asterix-Comics, steht aber meiner Meinung nach Klassikern wie "Asterix und Kleopatra" und "Asterix bei den Briten" in nichts nach!
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TOP 500 REZENSENTam 4. November 2013
Hier tobt das Dorf. Eine Sozialdynamik sondergleichen zerlegt unser kleines gallisches Dorf, so dass selbst die Sprechblasen grün vor Missgunst werden. Und schuld daran ist ein römischer Zwietrachtsäer namens Destructivus, der selbst die Zirkuslöwen gegeneinander aufhetzen konnte. In der Eitelkeit und Gescchwätzigkeit der Dörfler und auch -innen findet Destructivus seine Ansatzpunkte ... es wird gleich zwei Bankette geben müssen.

Uderzo und Goscinny sind ja eher Harmoniefreunde und betonen hier besonders, dass das Dorf aus seiner urtümlichen Einheit heraus lebt, Natürlich gibt es inoffizielle Hierarchien (Asterix/Miraculix), die man aber besser beschweige. Trotz dem ernsten Inhalt gibt es genügend Gags von der "psychologischen Kriegsführung" bis zum Klassiker "Versuch mal, nicht zu stinken!" (S. 27, Automatix zu Verleihnix). Fünf Sterne.
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am 23. November 2006
Der Zwietrachtsäher im Orginal ist die Geheimwaffe, um dem kleinen uns wohlbekannten gallischen Dorf den Himmel auf den Kopf fallen zu lassen.Egal wo er auftaucht, herrscht innerhalb kürzester Zeit Streit und Chaos. Da eine der Hauptstärken unserer gallischen Freunde in ihrer Geschlossenheit liegt, sind das natürlich ideale Voraussetzungen, die Gallier endlich zu besiegen.

Cäsar unterschätzt aber die Auswirkungen auf die eigene Truppe und so entspinnt sich eine amüsantes Verwirrspiel.

Wird Gaius Destructivus die Gallier auseinanderbringen können?

Oder wird ein kleiner,listiger und uns ebenso wohlbekannter gallischer Krieger das Blatt wenden können?

Einer der vielen lustigen Alben aus der Feder Uderzo & Goscinny, der seine Leser zu begeistern weiß! Klare Kaufempfehlung!
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Nein, ich kenne den aktuellen Asterix nicht. Ebenfalls nicht die umstrittenen Alben der letzten Jahre. Was ich davon mitbekomme ist Enttäuschung und Ärger der langjährigen Leser.

Was ich hingegen kenne sind alle klassischen Asterix Comics.

Und Streit um Asterix ist einer der besten davon.

Dieses Mal versuchen die Römer das kleine gallische Dorf nicht mit militärischer Gewalt zu unterwerfen sondern mit Psychologie. Sehr interessant, unterhaltsam und witzig! Die grünen Sprechblasen sind ein schönes Stilmittel, um zu zeigen, wie die Figuren sich in Rage reden.
Ähnlichkeiten mit Obelix & Co. KG sind erkennbar, dort sollte die Gier die Geschlossenheit des Dorfes untergraben und zerstören.

Ich behalte Asterix so in Erinnerung wie er in den klassischen Geschichten war, mache einen grossen Bogen um die Filme und die neuen Bände. Und vor allem: ich sehe mich auch nach anderen Comics um, die mit Elan und frischen Ideen daherkommen.

Uderzo ist 82 Jahre alt, man sollte ihm nicht vorwerfen, nicht mehr vor Kreativität zu sprudeln.

Garth Ennis, Allan Moore und zahlreiche weitere, innovative Comickünstler warten darauf entdeckt und gelesen zu werden.

Europäische Comicklassiker wie Asterix haben ohnehin bereits zu viel erreicht, um noch untergehen zu können.
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am 4. August 1999
Wie Zwietracht entsteht unter den Dorfbewohnern, dass wird in mehreren Asterix-Buechern beschrieben. Und hier wohl am farbigsten. Schliesslich faerben sich selbst die Sprechblasen gruen, wenn der roemische Giftspritzer in der Naehe ist.
Das beschriebene kommt mir vor wie das richtige Leben: alles ist Friede, Freude, Eierkuchen, dann aber kommt irgendjemand, der das Haar in die Suppe tut. Und ploetzlich herrscht miese Stimmung. Eigentlich koennte man auch Asterix und das Mobbing sagen, aber Arbeitsplaetze gibt es im Kleinischen Gallischen Dorf ja noch zu genuege.
Wenn man selbst Leidtragender ist, dann macht das hier beschriebene nur halb so viel Spass. Aber Comic-Figuren muessen das ab. Und: am Ende kommt wie immer das Festbankett mit allen Dorfbewohnern. Ende gut, alles gut.
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am 10. Januar 2012
Asterix-Hefte sind immer das Geld wert.
Bei meinem Enkel mit großer Freude angekommen.
Immer wieder ein ASTERIX-Heft und die Welt ist für Kinder i.O.
Spannende Geschichten.
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am 1. April 2010
Für mich sind die (alten) Asterix Bände die besten Comic-Bände, die es gibt. So ein Wortwitz verbunden mit den köstlichen Zeichnungen - das ist unerreicht!
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