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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Anschaffung fürs Leben, ist es nicht? -- Es ist!, 30. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Ach was waren das noch für Zeiten, als einen die Nachricht, ein neuer Asterix sei rausgekommen, sofort zum nächsten Kiosk pesen ließ. Und was waren das noch für Asterix-Bände! Zum Beispiel "Asterix bei den Briten"... Einer der allerbesten Asterix-Bände, die je erschienen sind!
Caesar hat Britannien erobert -- ganz Britannien? Neinnein, ein kleines Dorf... usw. Dass in diesem kleinen britischen Dorf ein Vetter von Asterix lebt, der Asterix, Obelix und ein Fass Zaubertrank zur Verstärkung gegen die Römer herbeiholt, ist klar. Und dass die Reise vom einen Dorf ins andere nicht ohne Hindernisse abgeht, ist ebenso klar, ist es nicht? Unterwegs lernen Asterix und Obelix all die Schrulligkeiten britischer Lebensart kennen, die offensichtlich schon in Asterix' Zeit ausgeprägt waren... Goscinny und Uderzo ziehen alle Register, um die britischen Spleens und Eigenheiten in die Geschichte einzubetten, Gottlob von keiner political correctness gehemmt! Die Bilder und Dialoge bersten schier vor witzigen Details: Britische Rasenpflege ebenso wie britischen Rasensport und britische Gelassenheit (auch wenn die Nachbarn "befremdlich laut heute" sind), Doppeldeckerbusse, Suburbias, Linksverkehr, der Tower und exaltierte weibliche Fans von Vorläufern der Beatles, Londoner Nebel und die berühmten Englisch-Lehrbücher von Assimil mit den berühmten Sätzen "Smaller than the garden of my uncle, but larger than the pen of my aunt" und "My tailor is rich", Angelleidenschaft, ein Tässchen heißes Wasser mit einem Tropfen Milch (die Teeblätter muss erst Asterix nach Britannien bringen), Wochenende und streng geregelter Feierabend auch während Kampfhandlungen -- und natürlich die englische Sprache mit ihrer rigiden Wortstellung (man sollte der Übersetzerin Gudrun Penndorf täglich die Füße küssen allein für diese herrlich verqueren Übersetzungen!).
Und dann natürlich die britische Küche: lauwarme Cervisia (die Geheimwaffe!) und gekochtes Wildschwein in Pfefferminzsoße. Darauf beruht auch meine Lieblingsszene in diesem Band -- der Zenturio tobt, weil seine Legionäre die gesuchten Gallier haben entwischen lassen:
Zenturio: Raus, oder ich lass euch in Pfefferminzsoße kochen und den Löwen vorwerfen!
Legionär 1, sichtlich schockiert: Das ist ja widerlich!
Legionär 2, genauso schockiert: Die armen Viecher!
Natürlich sind auch jede Menge Römer mit von der Partie, mal nüchtern, mal sturzbesoffen, aber immer für einen Obelix'schen Hieb gut, und noch so allerlei herrliche Figuren, die die Handlung auf ihre Weise verkomplizieren oder auch vorantreiben.
Und wie das so ist bei den "richtigen" Asterix-Heften, also denen, die in Gemeinschaftsproduktion von Goscinny und Uderzo entstanden sind: Man entdeckt auch noch nach Jahren, ach was sag ich, Jahrzehnten neue Gags! Eine Anschaffung fürs Leben, ist es nicht? -- Es ist! Und ganz nebenbei auch noch die ideale Reiselektüre bei einem England-Besuch; das Wiederlesen lohnt sich garantiert, auch wenn's so ca. das 4906. Wiederlesen ist.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich muß schon sagen - dieser Band ist überwältigend!, 30. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Dass Franzosen und Briten im Verlauf der Weltgeschichte grundsätzlich nicht die besten Freunde waren, war für Goscinny und Uderzo wohl ausreichend Motivation, einige Jahre nach den Deutschen nun auch den eigensinnigen Inselnachbarn gründlich durch den Kakao zu ziehen.

Was jedoch bei ASTERIX UND DIE GOTEN noch von einigen unschönen Ressentiments geprägt war, gerät in diesem Band zu einer atemberaubend hintersinnigen und feinhumorigen Kalauerparty, die einen neuen Abschnitt der Asterix-Ära einleitet und sicherlich zu den absoluten Höhepunkten der Serie zählt.

Schon beim Aufschlagen der ersten Seite wird deutlich, dass der zeichnerische Stil gründlich überholt und ausgearbeitet worden ist: Sämtliche Figuren (auch die Nebencharaktere) verfügen nunmehr über eine farbrealistische, saubere und detaillierte Physiognomie, und die Bilder strotzen vor Einfallsreichtum und versteckten Pointen.

Die präsentierten Inselbewohner, die scheinbar nichts aus der Ruhe bringen kann, sind vom verdrehten Sprachstil (in diesem Punkt ist die deutsche Fassung einmalig...ist sie nicht?) über ihre kafkaesk anmutende Ruhe und Gleichmut bis hin zu ihrer ungezügelten Sportbegeisterung von einer derartigen Schrulligkeit durchzogen, dass die Story praktisch an jeder Ecke anachronistische Bezüge zur Gegenwart prägt und gleichzeitig jegliche amüsanten Weltansichten über Großbritannien (z. B. Schottengeiz, widerwärtige Eßgewohnheiten) genüßlich ausschlachtet...und selbstverständlich dürfen die Beatles nicht fehlen!

Und wenn schließlich auch noch die Herkunft des englischen Nationalgetränks geklärt wird, bleiben keine Fragen mehr offen, oder wie der Brite sagen würde:

"Ich bin glücklich, zu kaufen diesen Band."
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist fantastisch, ist es nicht?, 2. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Asterix bei den Briten gehört zu den ultimativen Asterix-Bänden. Die liebevolle Aufarbeitung aller Klischees, die es über die Insel gibt innerhalb einer wirklich spannenden und lustigen Geschichte präsentiert. Der französische Humor, der hier durch diesen Asterix vertreten ist, ist zwar bissig, im Gegensatz zum gefürchteten Englischen Humor niemals wirlich verletzend. Die Schrullen der Engländer, denen Asterix und Obelix auf ihrer Mission in England begegnen, werden stets als liebenswerte Schrullen dargestellt (wenn man von der Sitte, lauwarme Cervisia zu trinken und in Pfefferminz gekochtes Wildschwein zu essen, einmal absieht). Eigentlich sollte dieses Comic für jeden Pflichtlektüre sein, der sich mit englischer Landeskunde auseinandersetzt. Glücklicherweise ist die deutsche Übersetzung so gut, daß die lustigen grammatischen Absonderheiten der englischen Sprache in dieser Geschichte gut eingefangen werden. Abgesehen davon versäumen es Asterix und Obelix nicht, uns auch mit ihren eigenen Absonderheiten zum Lachen zu bringen. Während die Zeichnungen in diesem Band vielleicht noch nicht ganz die Qualität hat wie später erschienene Asterix-Bände, so ist dieser Band doch unter die drei besten Asterix-Geschichten überhaupt einzuordnen. Die Tatsache, daß es in diesem Band wieder viele kleine liebevolle Anspielungen gibt, die man oft erst nach wiederholtem Lesen entdeckt, läßt "Asterix bei den Briten" auch bei der vierzehnten Lektüre immer noch interessant erscheinen. Wer also auf der Suche nach einem Comic ist, daß unterhaltsam und dennoch intelligent gemacht ist, der ist gut beraten, "Asterix bei den Briten" zu lesen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heute noch wichtiger, als damals, 28. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
ist dieser Asterixband, der stilistisch den Wechsel von der Frühphase in die Hochphase der Gallier einläutete.
Gelegentlich noch etwas klamaukhaft und vorhersehbar enthält dieser Band aber bereits vieles, was im anschließend folgenden Jahrzehnt zur glanzvollen Reife gewachsen ist.
Sehr schöne, treffende Beobachtungen, die nie unter die Gürtellinie gehen und den natürlich dezent vorhandenen Chauvinismus der Autoren recht liebenswürdig erscheinen lassen.
"Habt ihr hier oft solchen Nebel?" "Gute Güte, nein! Nur, wenn es nicht regnet". Wer als Süddeutscher mal einen Niedersachsen in strömendem Regen "büschen früsch heute, nech" hat aussprechen hören, der weiß, was ich meine.
Die Gelassenheit, die dieser Band, sowohl textlich, wie auch (noch stärker) zeichnerisch ausstrahlt, gehört zu den Höhepunkten der Serie.
Auffallend auch das sehr gelungene Minenspiel der Figuren. Den geheimnisvollen, sowohl kühlen, wie auch lebensfreudigen, an Churchill erinnernden Gesichtsausdruck von Sebigbos wird man sicher nie vergessen.

Was diesen Asterixband heute so wertvoll macht, sind die Briten, wie sie einmal waren. Wer heute Jugendlicher, oder junger Erwachsener ist, der kann sich kaum noch vorstellen, dass Individualität einmal ein Markenzeichen der Menschen Großbritanniens war. Umso erschreckender ist es für die ältere Generation, zu sehen, dass auch dies die Briten nicht davor bewahrt hat, einem totalitären Neoliberalsimus auf den Leim zu gehen.
Will heißen, die hier im Asterixheft beschriebene britische Mentalität existiert heute so schon lange nicht mehr und hat einem durch Angst gesteuerten, medialen Overkill Platz gemacht, der zu einer lähmenden Beliebigkeit der Gesellschaft geführt hat, die noch vor 3 Jahrzehnten, als dieses Werk entstanden ist, undenkbar gewesen wäre.
Vielleicht ist die Lektüre solcher populärer Comics mittlerweile ein möglicher Weg, um zu zeigen, dass nichts so sein muss, wie es ist.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll, ist es nicht?, 18. Juli 2007
Von 
Tilo "Weltenbummler" (Mannheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Was bei diesem Asterix auffällt ist die gute Qualität der Zeichnungen. Die Figuren haben in jedem Panel den passenden Gesichtsausdruck, die Hintergründe sind voll ausgemalt und auch die kleinsten Details stimmen. Die schönen, leuchtenden Farben unterstützen noch den Eindruck zeichnerischer Präzision und Qualität. Die etwas plumpe Darstellungsweise der früheren Asterixbände ist hier entgültig passe.
Bei ihrem Ausflug nach "Britannien" wollen die beiden Gallier einem kleinen Dorf, das den Römern noch wiedersteht, den Zaubertrank bringen. Man könnte hier Paralellen zum 2. Weltkrieg ziehen, wo ja auch Engländer und Franzosen gegegen den gleichen Feind kollaborierten, aber das scheint mir nicht so wichtig . Vielmehr ist es die Darstellung der besondere Eigenarten des Gastvolkes, die dem Band seine Würze gibt. In diesem Asterix sind die "Briten" cool und beherrscht, sie leben in hyperkonformen Reihenhäusern am Rande der Stadt, pflegen fanatisch ihren Rasen, heissen Relax und Teefax und trinken lauwarmes Bier. Idiomatische Wendungen und synthaktische Besonderheiten des Englischen werden direkt ins Französische bzw. Deutsche übertragen, und dem Englischkenner macht es Spass sie zu entdecken. Dass gerade Asterix rein zufällig das Nationalgetränk Tee nach England bringt, und dass die "Briten" die Römer gerade mit diesem Getränk als einem Placebo und Mutmacher besiegen, setzt der Sache die Krone auf.
Natürlich kennt man nach einigen Bänden die Machart des Asterix, und alle Bände sind irgendwie gleich, aber die Lektüre macht doch immer wieder Spass.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, witzig und einfach unschlagbar, 11. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
"Asterix bei den Briten" ist ein absolut göttlicher Komik. Die beiden Autoren ergänzen sich hervorragend in der Gestaltung des Bandes. Ausgangspunkt der Episode bildet die Eroberung Britanniens durch die Römer. Immer wieder wird auf die Parallelität zwischen Frankreich (Gallien) und England (Britannien) hingewiesen. Auf die Unterschiede indessen wird mit großer Freude aber sehr viel näher eingegangen. Ein Quell an Heiterkeit ist die Sprechweise der Briten, die die englische Syntax imitiert und auch die anderen sprachlichen Besonderheiten herausstreicht. Die Lebensgewohnheiten der Briten bieten ebenso Anlaß zur Belustigung. Die römische Ordnungsmacht wird stark in Unordnung gebracht. Auch die liebevollen Details in der Zeichnung und ihre kritische Intention haben ein großes Lob verdient. Menschen, die allerdings der political correctness verpflichtet sind, und sich gegen Clichés abschotten wollen, empfehle ich dieses Buch nicht. Denn es wimmelt nur so vor stereotypen Darstellungen in diesem Buch. Interessant wäre eine Lektüre im Hinblick eben auch auf diese clichéhaften Darstellungen. Frankreich sieht England. Eine französische Originalausgabe könnte da gute Dienste leisten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mein Lieblingsalbum!, 1. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Asterix, Obelix und ein Fass mit Zaubertrank sind die Hilfe, die er erhält. Gemeinsam machen sie sich auf den beschwerlichen und weiten Weg zurück nach Cantium in der Grafschaft Kent, wo die Truppen das kleine britische Dorf immer noch belagern.
Leider aber geht das Fass mit Zaubertrank verloren und die Gallier suchen es verzweifelt. Aber auch die Römer erfahren, welche Wunderwaffe verloren gegangen ist und suchen fieberhaft danach.

Was für ein Abenteuer. Dies ist mein erklärter Lieblingsband aus der Feder von Uderzo und Goscinny. Die Gallier begeben sich nach England und dies ist Anlass für die Autoren ein wahres Gagfeuerwerk über die Eigenarten und Errungenschaften der Briten abzubrennen.
Beinahe jedes Bild bietet Details, die ganze Geschichten erzählen.
Ob es die steinerne Times in den Händen eines Briten ist, die berühmte "Teepause" der Briten, die sogar mitten in Kämpfen eingelegt wird, ein Dartboard an der Tür einer Kneipe oder die Karikatur der Popgruppe "The Beatles" ist, überall verstecken sich wundervolle Einfälle. Ein hölzerner Doppeldeckerbus fährt durch die Straßen, ein Brite läuft mit einem hölzernen Regenschirm herum - der ab 1620 in England nachgewiesenermaßen benutzt wurde -, der Tower of London ist als ausbruchsicheres Gefängnis abgebildet - doch natürlich gilt das nicht für unsere Gallier -, Obelix, der einen Kater hat stellt sich seinen Kopf als Baumstamm vor, das französische "avoir une gueule de bois", zu deutsch: "eine Holzfresse haben" bedeutet schlicht, einen Kater zu haben, Obelix träumt von einem Verbindungstunnel zwischen Gallien und England und verflucht das für ihn ekelhafte Essen, nämlihc Wildschwein in Pfefferminzsoße, ein tatsächlich beliebtes irisches Ostermahl.
Des Weiteren werden der englische Rasen, die englischen Maßeinheiten, die Sprechweise der Engländer, der englische Nebel, die britische Währung und ihre Eigenheiten, der sprichwörtliche schottische Geiz, das englische Rugby, der Premier Winston Churchill in der Person Sebigbos? von Uderzo und Goscinny aufs köstlichste karikiert und geehrt.
Zahlreiche Personen, wie Cassivelaunus, Hipphipphurax, Claudius Lapsus, Mac Teefürzweifix, O?Fünfuhrteefix, Petula, Relax, Sebigbos, Seelax, Caius Spiritus, Tullius Stratocumulus und Teefax werden wundervoll gezeichnet und charakterisiert.
Der Ausflug von Uderzo und Goscinny nach Britannien ist wirklich eine Glanzleistung. Jede irre und überraschende Wendung in der Geschichte birgt zahlreiche Lacher und köstliche Einfälle. Zu keiner Zeit wird es langweilig, es ist fast spannend mit anzusehen, wie Römer und Gallier, Briten und Gauner um den Zaubertrank kämpfen.
Eine wirkliche Sternstunde der Comic-Reihe rund um den kleinen Gallier ist die generalstabsmäßig geplante und durchgeführte "Untersuchung" hunderter Weinfässer durch römische Soldaten. Das zackige und disziplinierte Vorgehen der Soldaten wird zu einem wahren Fest der Sinne und artet zu einer Massenschlägerei aus, die ihresgleichen sucht.

Dieses französische Meisterwerk lästert so liebenswert über die kleinen britischen Besonderheiten, dass wirklich niemand böse sein kann. Zumal sich die Gallier oft selbst durch ihre Kommentare als ebensolche "Sonderlinge" offenbaren, wie sie die Briten gérade anprangern. Das Ergebnis ist absolut köstlich. Übrigens auch meisterhaft verfilmt als Zeichentrick.

Fazit: Kein Makel, kein Meckern, dieses Album ist das schönste, lustigste und beste von Uderzo und Goscinny und das einzige überhaupt, dem ich fünf Sterne verleihen kann. Es ist einfach perfekt und wirklich jedem zu empfehlen, der Comics mag.

Stefan Erlemann
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzhafte Nachbarschafts-Satire ohne Untergriffe, 9. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Satire vom Feinsten, was hier in dieser gallisch-britischen Verwandtschaftshilfe geboten wird! Hieven wir die Steintafeln her, worum geht es?

Nicht nur in Gallien leistet ein kleines Dorf den römischen Invasoren erfolgreich Widerstand, nein, auch in Cantium, Britannien, steht so ein heroischer Dorfflecken. Doch den wackeren britischen Kriegern droht Böses, setzt doch Julius Caesar höchstpersönlich über das Mare Britannicum (Ärmelkanal), um dem rebellischen Treiben mit seinen Legionen ein Ende zu setzen. Die letzte Rettung heißt Teefax, der die römischen Reihen umschleicht und heimlich zu Vetter Asterix nach Gallien rudert – mit dem Auftrag seines Häuptlings Sebigbos (sprich 'The Big Boss'), die gallischen Verwandten um ein Fass Zaubertrank zu bitten.

Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf, denn natürlich begleiten Asterix & Obelix Teefax nach Britannien, was letztendlich einmal mehr dazu führt, dass die Römer die Rechnung ohne den Wirt machen und das wackre Dorf in Cantium frei bleibt.

Die Meisterleistung dieses Heftes liegt in der feinen, erheiternden Satire, die zwar alle Klischees über die Briten bedient, aber niemals platt oder untergriffig wird. Die Kelten auf der Insel werden als tapfer, aber ein kleinwenig verschroben präsentiert. So etwa stellen sie pünktlich um 5 Uhr nachmittags die Kampfhandlungen gegen die Römer ein, um heißes Wasser mit einem Schuss Milch zu trinken. Am Weekend wird traditionell gar nicht gekämpft. Zwei Gründe, warum es Rom gelungen war, fast ganz Britannien zu erobern.

Die Gartenkunst, das britische Wetter (Nebel, Regen), die bizarren Speis- und Trankgewohnheiten (Wildschwein in Pfefferminzsauce, lauwarmes Cervisia), das gewöhnungsbedürftige Währungssystem oder die eigenwillige Syntax (Ist es nicht?) – all das wird persifliert. Dazu gibt's Anspielungen auf Winston Churchill, The Beatles oder die roten Londoner Doppeldeckerbusse. Historisch genau darf man das Ganze natürlich nicht nehmen.

Highlight ist sicher das Rugby-Match zwischen CAMVLVDVNVM (Colchester) und DVROVERNVM (Canterbury), ein Sinnbild für raue Sportsitten und britische Ballspielbegeisterung. Gentleman im Alltag, Berserker im Spiel.

Britenherz, was willst du mehr? Mein Lieblingsband unter den Asterix-Abenteuern.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Satiren über die Briten, die es gibt, 14. September 2011
Von 
S. Simon "WhiteNightFalcon" (Kastell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
Wenn Asterix und Obelix hier eine Reise nach Britannien machen, hat man es mit einem der facettenreichsten Abenteuer der Gallier zu tun. Man merkt dem ganzen Band die Freude an, die Uderzo und Goscinny offenbar hatten, die britische Lebensart auf die Schippe zu nehmen. Sei es der 5 Uhr Tee, wegen dem die Briten schonmal Kampfhandlungen einstellen, was die gerade frisch einmarschierten Römer irgendwann auf die Palme jagt, der in England gepflegte Rudersport, die 1:1 wörtlich übersetzte Sprechweise in Punkto Satzstellung, der Nebel, der Regen und vieles andere typisch britische wird hier für viele großartige Gags genutzt.
Und auch Tempo und Facettenreichtum der Story, wenn das Fass mit dem Zaubertrank, das die Gallier als Stärkung der britischen Kampfkraft über den Kanal mitgebracht haben, abhanden kommt, ist Klasse. So müssen sich Asterix und Obelix durch einen Vorläufer des Towers prügeln, es gibt ein heilloses Durcheinander bei einem Rugby-Spiel und gibt natürlich eine zünftige Schlacht mit den Römern.
Bei diesem Comic der einer der besten Asterix-Bände ist, paßt einfach alles zusammen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Wortwitz - einer der besten Asterix Bände, 7. März 2007
Von 
Leseratte (Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Asterix bei den Briten (Gebundene Ausgabe)
"Es ist gut... ist es nicht?" Dieser Band glänzt mit unheimlich viel Wortwitz - er gehört zu den besten Asterixbänden, die je erschienen sind. Auch erfährt der Leser, wie es dazu kam, dass die Briten heute nicht mehr eine Tasse heißes Wasser "mit einem Tropfen Milch" trinken sondern Tee. Sehr schön!
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Asterix bei den Briten
Asterix bei den Briten von Albert Uderzo (Gebundene Ausgabe - 4. November 1999)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,91
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