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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr unterhaltsam: Empfehlenswert!
Ich habe mich bei der Lektüre der „Radieschen“ prächtig amüsiert: Besonders unterhaltsam finde ich neben den vielen Anspielungen auf Geschichten und Bilder aus den anderen Büchern der Autorin(nen) vor allem die Charakterisierung der Protagonisten: man kann sie sich lebhaft vorstellen mit ihren Ansichten, Macken und all ihren...
Vor 18 Monaten von Rekamedar aus OL veröffentlicht

versus
2.0 von 5 Sternen Leider keine Maggie Abendroth
Während ich als Süddeutsche die Bestatterkrimis von Minck in ihrem Ruhrpott-Dialekt sehr unterhaltsam fand hat mich Loretta Luchs eher gelangweilt. Die Geschichte ist schon sehr unglaubwürdig, auch wenn Schreber-Gärtner (ebenso wie Dauercamper) vielleicht ein “besonderer Menschenschlag“ sind. Ich kann mir beim besten Willen nicht...
Vor 4 Monaten von Eva veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr unterhaltsam: Empfehlenswert!, 21. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Ich habe mich bei der Lektüre der „Radieschen“ prächtig amüsiert: Besonders unterhaltsam finde ich neben den vielen Anspielungen auf Geschichten und Bilder aus den anderen Büchern der Autorin(nen) vor allem die Charakterisierung der Protagonisten: man kann sie sich lebhaft vorstellen mit ihren Ansichten, Macken und all ihren Nickeligkeiten.
Man betrachte nur die Charaktere der (immer wieder gerne aufs Korn genommenen) Schrebergärtner: neben den „gängigen“ Vorstellungen (und ja: Vorurteilen!) von dieser Klientel tun sich hier Abgründe auf, ohne dass diese Menschen pauschal herabgewürdigt würden (von verdienten Ausnahmen natürlich abgesehen).
Ein gutes Beispiel dafür ist der allseits (besonders bei der Damenwelt) beliebte Frank: über jeglichen Verdacht intellektueller Umtriebigkeit erhaben, sympathisch, hilfsbereit, der holden Weiblichkeit zugetan und (für den einen oder anderen, besonders den einen erschreckend) zupackend...
Das erzeugt beim Lesen "Bilder im Kopf" - und das macht für mich "angenehme Unterhaltung" im besten Wortsinn aus. Die zumeist lockere, ironische "Schreibe" kommt mir als Ironie-Liebhaber natürlich sehr entgegen.
Alles in allem eine humorvolle und spannende Lektüre, wenn auch sicherlich kein „klassischer“ Krimi oder gar Thriller.
Ich bin gespannt auf das nächste Buch in dieser Reihe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Tod im Schrebergarten, 27. Januar 2015
Von 
Kleeblatt Monika "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Als Loretta Luchs so richtig die Faxen dicke hat von ihrem Freund Tom, der zu Hause sitzt und seine Zeit mit Nichtstun bzw. lieber mit seinem Computer verbringt, nimmt sie das Angebot ihrer Freundin und Kollegin Diana an und zieht in deren Schrebergarten. Dort will sie ein wenig Zeit mit Nachdenken verbringen und Urlaub machen.
Sie genießt das Leben in der Laubenkolonie, lernt den ein oder anderen Nachbarn kennen, plaudert mit ihnen und hört sich den Tratsch von anderen an. Sie wird in die Gemeinschaft integriert und kommt gut aus mit ihren Nachbarn.
Da hört sie eines Tages einen Schrei ihrer Nachbarin Lisbeth. Diese hat gerade ihren Mann kopfüber in einer Wassertonne gefunden. Unfalltod durch Ertrinken ist die offizielle Todesursache. Aber kann das sein?
Kurz darauf gibt es den nächsten Toten, wieder so ein merkwürdiger und eigentümlicher Tod.
Loretta beginnt, der Sache auf den Grund zu gehen ...

Dieses Buch ist der Beginn einer Krimiserie um Loretta Fuchs.

Als Frank, ebenfalls ein Gartennachbar und Loretta den Mann kopfüber in der Regentonne finden, haben sie noch Hoffnung, ihn retten zu können. Schnell wird die Tonne umgekippt, aber es ist zu spät. Lisbeths Mann ist tot, vom Dach in die Regentonne gefallen unter Alkoholeinfluss.
Ein nächster Nachbar pfählt sich förmlich, was auch noch als Unfall durchgeht. Beim Arbeiten im Garten soll es passiert sein, nur dass der Mann dafür bekannt war, dass er lieber nichts tat und schon gar keine Gartenarbeit.
Loretta, die gerade Urlaub im Schrebergarten ihrer Kollegin Diana macht, kommen die Todenfälle nicht ganz geheuer vor.
Während sie noch versucht, abzuschalten von ihrer Tätigkeit bei einer Sexhotline und ihrem nichtsnutzigen Freund Tom, kommen die Dinge um sie herum in Bewegung.

Die Leutchen in der Schrebergartenkolonie sind ein bunt gemischter Haufen. Frank, ein Muskelprotz, hilft wo er kann. Er redet schneller als er denkt und ist bei den Frauen sehr beliebt.
Dann gibt es einen Vorsitzenden, der seine Macht bei einer allein erziehenden Frau zu zeigen versucht, ein schwules Pärchen und andere diverse Personen, die gemeinsam mit ihren Frauen wie beispielsweise Elisabeth, Helga und Ulla die Gemeinschaft bereichern.

Einige von ihnen lernt Loretta gut kennen, wie Holger und Frank. Sie treffen sich, trinken gemeinsam und fühlen sich gemeinsam wohl.

Als jedoch Loretta beginnt, nachzuforschen, was es mit den Todesfällen auf sich hat, begibt sie sich selbst in große Gefahr.

Lotte Minck hat mit diesem Roman einen humorvollen Krimi, der kein Krimi im herkömmlichen Sinn ist, geschrieben.
Die Protagonisten sind leicht kauzig, aber liebevoll gezeichnet. Man muss sie einfach gern haben.
Loretta, die privat mit ihrem Freund Tom nicht glücklich ist, ist meine Heldin in diesem Buch. Sie muss man einfach ins Herz schließen. Sie findet schnell Freunde und hat eine umgängliche Art, die auch andere mögen.

Eigentlich gibt es nichts schlimmeres, als Urlaub machen zu wollen und der Tod geht um.
Aber die Autorin Lotte Minck hat ihren Roman so humorvoll geschrieben, dass man nicht das Gefühl hatte, einen Krimi zu lesen. Ich habe mehr geschmunzelt als nach einem Täter gesucht.
Ein wunderbarer "Krimi" zum abschalten, die Beine hoch und am liebsten beim Regenerieren in einem Schrebergarten. Aber auch ohne Garten habe ich mich mit diesem Roman prächtig unterhalten und empfehle ihn sehr gern weiter.

Wer allerdings einen spannenden und tiefgreifenden Krimi erwartet, der sollte sich eine andere Lektüre suchen, denn diese hier verspricht Unterhaltung pur.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder ein toller Minck!!!!!!!!!!!!!!, 30. Januar 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
SPANNEND, URKOMISCH, TOLL GESCHRIEBEN, ICH WARTE SCHON SEHNSÜCHTIG AUF DEN NÄCHSTEN MINCK, EGAL OB VON LOTTE ODER EDDA . SIE SIND BEIDE IMMER EIN GARANT FÜR EIN TOLLES BUCH !!!!!!!!!!!!!!!!!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Geschichte., 20. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch würde ich jemand empfehlen, der z.B. im Spital liegt
und eine leichte, seichte und doch spannende Ablenkung braucht.
Das heisst nicht, dass dieses Buch nicht gut wäre, aber es hat keinen Tiefgang.
Es wurden wirklich alle Register gezogen - von schrecklich blutrünstigen
Unfällen hin bis zur prüden und flauen Sexhotline.
Und der Alkohol fliesst in Strömen.
Besonders anspruchsvoll ist der Schreibstil des Buches jedoch nicht.
Als Anhang gibt es noch Rezepte für Putenfrikadellen.
Das sagt schon Einiges.
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5.0 von 5 Sternen Selbst die Toten bringen einen zum Grinsen :0), 2. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Loretta hat die Nase voll! Ihr Freund Tom sitzt den ganzen Tag nur noch an seinem PC und spielt und spielt und spielt. Als ihre Freundin Diana ihr anbietet einfach mal ein paar Tage Urlaub in ihrem Schrebergarten - und in der Zeit gleichzeitig ernsthafte Gedanken über ihre Zukunft - zu machen, ist Loretta sofort dabei.

Herrlich - tolles Wetter, die Schrebergartenlaube sogar mit Dusche und eine ganz nette Nachbarschaft - was will man mehr. Na gut, der ein oder andere Nachbar labert vielleicht n bisken viel (ne Frank?) Aber ansonsten herrscht doch eine recht gute Stimmung ... oder?

Selbst als ein Schrei von Lisbeth (aus dem Nachbargarten) Frank und Loretta blitzschnell in ihren Garten rennen lässt, sieht noch alles ganz normal aus. Na gut: Uwe - Lizbeths Mann - hängt kopfüber in der Regentonne, aber das kann ja mal passieren, wenn man volltrunken auf einer Leiter rumklettert...

Erst als es so aussieht, als ob die Polizei und der Pathologe bald eine Zweigstelle im Schrebergarten einrichten könnten, wird es doch merkwürdig...

Fazit
Das hier ist der erste Fall mit Loretta Luchs - ich hatte ja den Zweiten ' Einer gibt den Löffel ab' zuerst gelesen. Und auch hier finde ich, das ich mich nun lange genug beherrscht habe!!! Okay jetzt kommt er: mein Zalando-Schrei -AAAAAAAAAAAAAAAhhhhhhhhhhhhh !!!!

Einfach klasse das Buch. Wieder spielt er in meiner Heimat - dem Ruhrgebiet und viiiiieeeeleicht muss sich der ein oder andere erst ein wenig an den Dialekt - den Frank perfekt beherrscht - gewöhnen. Aber der Krimi ist richtig gut und er ist leicht und fluffig zu lesen und selbst die Toten bringen einen zum Grinsen !!!

Frank ist vielleicht ein paar Seiten lang etwas gewöhnungsbedürftig, aber wenne dat überstanden has, dann merkse ersma wat dat für n Kumpel is - so einer lässt dich nich in Stich, auch wennet ma brenzlich wird ! (ne Loretta?) ;0)

Also von mir: beide Daumen und sogar die großen Zehen hoch für Loretta !

Viele Grüße von der Numi
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5.0 von 5 Sternen Die Idylle eines Schrebergartens (...kann mitunter sehr trügerisch sein!), 5. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Es ist Frühling und die Natur erwacht – Zeit, in den Garten zu gehen und mit der Gartenarbeit zu beginnen. Was bietet sich da mehr an, als das dazu passende Buch zu lesen: Eine Ruhrpott-Krimödie (eine Mischung zwischen Krimi und Komödie – man könnte auch Krimikomödie sagen) – ob nun im (Schreber-)Garten, auf dem Balkon, der Terrasse oder oder auch einfach nur auf der heimischen Couch.

Ja, der Ruhrpott ist berühmt berüchtigt für seinen Menschenschlag. Wortkarg sind die Leute aus „dem Pott“ mit Sicherheit nicht – ein Grund, weshalb wohl auch immer von rheinischen Frohnaturen die Rede ist – und das nicht nur zu Karneval.

Das Cover:

Das Cover des Buches gefiel mir auf den ersten Blick. Ein strahlend blauer Himmel über einer Schrebergartenanlage mit gemütlichen Gartenhäuschen. Im Vordergrund sieht man ein Grundstück mit Beeten und Blumen, einer Wiese (oder etwas zu hoch gewachsenem Rasen), eine Frau, die es sich lesend auf ihrem Liegestuhl bequem gemacht hat. Daneben der obligatorische Gartenzwerg mit Schubkarre. Das Grundstück ist umrandet mit einer dichten hohen Hecke. Auf der rechten Seite steht das Häuschen – mit einer Regentonne davor. Und daraus ragen – man sieht es vielleicht erst auf den zweiten Blick - ein paar dürre, nackte Beine. Die Füße stecken in Socken und Sandalen. Besonders lebendig scheint der Besitzer dieser „Storchenbeine“ jedenfalls nicht mehr zu sein.

Der Buchtitel ist in einem sonnigem Gelb geschrieben, das man als Streifen auf dem Buchrücken wiederfindet, sowie als Überschrift auf der Buchrückseite. Eine sehr gelungene Gestaltung, wobei sich auf der Rückseite des Buches ein paar Bildchen gut gemacht hätten, oder auch ein Foto der Autorin.

Die Handlung:

Loretta Luchs hat einen harten Job. Die Hotline, für die sie als Sex-Telefonistin arbeitet, verlangt ihr alles ab. Doch noch mehr ist sie von ihrem Freund Tom gestresst, der bei ihr zuhause sitzt. Statt sich um einen Job oder die Hausarbeit zu kümmern, verbringt Tom seine kostbare Zeit lieber mit seinen geliebten Online-PC-Rollenspielen. Loretta reicht es – so kann es einfach nicht weitergehen!

Kurzerhand nimmt Loretta sich einige Tage Urlaub und zieht in das Gartenhaus ihrer Freundin und Arbeitskollegin Diana, die ihr Asyl angeboten hatte. Hier, in der Garten-Kolonie SAFTIGES RADIESCHEN kann sie Natur pur genießen, sich in die Sonne legen, den Bienchen zusehen, sich an den Blumen und zwitschernden Vögeln erfreuen und vor allem endlich mal so richtig ausspannen und vom Alltag abschalten. Sie lernt neue Leute kennen, angefangen bei Parzellennachbar Uwe über Quasselstrippe Frank, bis hin zu den Nachbarinnen Lisbett, Ulla, Ilse und Helga und deren Männer.

Doch die Idylle trügt – eines Morgens steckt Uwe kopfüber in der gefüllten Regentronne und ist zweifellos mausetot. Doch das ist erst der Anfang, denn Uwe bleibt nicht der Einzige, der ins saftiggrüne (Schrebergarten-)Gras beißen muss...

Meine Meinung:

Loretta Luchs – klingt der Name nicht so, als wäre er einem Janosch-Comic entsprungen? Aber nein, lustig ist Lorettas Leben eher nicht. Loretta, aus deren Sicht übrigens erzählt wird, ist vom Leben gestraft – nicht mit ihrem Job, der nicht gerade der tollste ist, sondern vielmehr mit ihrem wirklich stinkfaulen Lebensgefährten, der sich bei ihr breitgemacht hat. Tom schenkt seiner Freundin kaum Beachtung - nicht mal Lorettas brillante Kochkünste würdigt er angemessen. Kein Wunder, dass sich Loretta eine Auszeit von Tom nehmen muss – ansonsten hätte es mit Sicherheit noch Mord und Totschlag gegeben.

Lorettas Job ist sehr vielseitig, schlüpft sie doch bei ihren Sextelefonaten in die verschiedensten Rollen – sehr zu meiner Erheiterung. In Loretta steckt eben eine kleine Schauspielerin. Aber da Frauen ja von Natur aus neugierig veranlagt sind, steckt auch eine Detektivin in Loretta. Und so will Loretta natürlich auch herausfinden, was und vor allem wer hinter den tödlichen Unfällen im Schrebergarten steckt – denn normal ist das sicher nicht, wenn innerhalb weniger Tage gleich mehrere Schrebergartenbesitzer das Zeitliche segnen.

Tom, den Lebensgefährten von Loretta fand ich unmöglich. Er unterstützt seine Freundin nicht im geringsten, widmet sich dafür aber ausgiebig den Internet-Rollenspielen. Würde er nur halb soviel Energie in die wirklich wichtigen Dinge des Lebens stecken, Loretta wäre begeistert. Dennoch, auch wenn man sich über Tom noch so sehr aufregen kann, so ist es doch höchst amüsant, sein Verhalten am PC mitzuerleben. Kaum „stört“ Loretta einmal, schon trägt sie die „Schuld am Ableben“ der virtuellen Helden – und das findet Tom alles andere als witzig. Wie er es wohl finden wird, wenn er feststellt, dass Loretta bei ihrer „Flucht“ aus der eigenen Wohnung das restliche Toilettenpapier mitgenommen hat?

Diana ist nicht nur die Arbeitskollegin von Loretta, sondern auch gleichzeitig deren beste Freundin, der Loretta ihr Herz ausschüttet. Wie gut, dass es gerade Sommer ist, denn zum Glück verfügt Diana über ein Gartenhaus in der Schrebergarten-Kolonie SAFTIGES RADIESCHEN. Hier findet die urlaubsreife Loretta Ruhe und Entspannung – zumindest für eine sehr kurze Zeit.

Schnell findet Loretta Anschluss bei den Parzellenbesitzern – es ist ein bunter Haufen, der Loretta in ihrer Mitte willkommen heißt:

Muskelprotz Frank Kropka besitzt ebenfalls einen Schrebergarten in der Kolonie. Er ist ständig und überall anwesend, quasselt wie ein Wasserfall – er redet schneller, als er zu denken vermag – es sprudelt eben alles regelrecht aus ihm heraus. Aber Frank hat, das muss man ihm lassen, einen guten Charakter und ein großes Herz, was leider nicht für alle Parzellenbesitzer gilt, denn hinter so mancher Fassade herrscht alles andere als Kleingartenidylle.

Jupp Hohlbein, Theo Passeck, Horst Siemer und Uwe Westermann mit ihren besseren Hälften Elisabeth „Lisbett“, Ulla, Ilse und Helga sind die Urgesteine der Kolonie. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt, und so haben auch die Männer ihre Laster, ob nun ein übermäßiger Konsum an Alkohol oder ein anderes Laster.

Holger und Jan, ein schwules Pärchen, sind wohl die schillernsten Figuren (wenn man es so nennen mag) der ganzen Schrebergarten-Kolonie. Und so haben sie von der Gestaltung ihres Gartens auch ihre ganz eigenen Vorstellungen.

Bärbel Minkenberg ist eine alleinerziehende Mutter, bei der es finanziell gesehen nicht gerade rosig aussieht – der Schrebergarten stellt für sie schon einen (kleinen) Luxus dar.

Und dann wären da noch Hauptkommmissarin Küpper und die beiden Polizisten Wuttke und Stelzer, die in den ungeklärten Todesfällen in der Gartenkolonie ermitteln. Doch da ist auch noch der pensionierte Polizist Erwin, dessen Spürsinn wieder zum Leben erwacht.

Die aufgefundenen Opfer werden betrauert, aber dennoch scheint diese Trauer bei den Hinterbliebenen nicht allzu groß zu sein. Vielmehr scheint man die Trauerfeierlichkeiten als willkommenen Anlass zu nutzen, mal wieder richtig groß aufzutischen. Loretta ist klar – da geht nicht alles mit rechten Dingen zu!

So stellt man sich die Bewohner des Potts vor: Immer gerade heraus und kein Blatt vor den Mund genommen. Während des Lesens musste ich immer wieder an eine bestimmte Doku-Soap aus dem Fernsehen denken, die ihren Handlungsort ebenfalls im Ruhrgebiet hat. Unverkennbar handelt es sich dabei um den gleichen Menschenschlag.

Die Autorin Lotte Minck, die mit bürgerlichem Namen Brenda Stumpf heißt, schreibt auch unter weiteren Pseudonymen, darunter auch als Frau Keller, einem Teil des Autorinnen Gespanns Auerbach & Keller, wo sie die shakespearbegeisterte Berliner Hobbydetektivin Pippa Bolle gekonnt in Szene setzt. Insofern trifft die Autorin meinen Lesegeschmack perfekt.

Auch wenn Lotte Minck (gebürtig in Recklinghausen), eine Mischung aus Ruhrpottgöre und Nordseekrabbe, seit einigen Jahren an der Nordseeküste lebt, ist unverkennbar, dass „der Pott“, wie das Ruhrgebiet ja umgangssprachlich genannt wird, jahrelang, genauer gesagt 50 Jahre, ihr Zuhause war – dies spiegelt sich auch in dieser „Krimödie“ wunderbar wieder. Und ganz klar – der Dialekt darf hier nicht fehlen und lässt diese Krimödie dadurch auch authentisch wirken. Mit diesem Buch hat die Autorin ihrer alten Heimat ein wirklich würdiges Denkmal gesetzt.

Erwähnen möchte ich noch die witzigen Kapitel-Überschriften, die mir stets ein Schmunzeln oder gar ein Lachen entlockten. Des weiteren befinden sich im Anhang einige Rezepte, die die kochbegeisterte Loretta Luchs für ihre Freunde kocht: Putenfrikadellen , gebackene Rosmarinkartoffeln und Tomaten-Mozzarella-Salat.

Der Auftakt zu einer neuen Krimiserie ist hervorragend gelungen und ich freue mich bereits auf den nächsten Teil der Serie mit Loretta Luchs – dann wird es übrigens kulinarisch zur Sache gehen.

Fazit:

Ein Buch, das mich sowohl von der sehr humorvollen Handlung, als auch vom Schreibstil überzeugen konnte. So kommt dieser Krimi ohne großes Blutvergießen aus, unterhält den Leser aber dennoch, so dass auch Leser, die ansonsten keine typischen Krimileser sind, Gefallen daran finden könnten. Die einzelnen Protagonisten wurden lebensecht dargestellt und der Autorin Lotte Minck gelang es hervorragend, sie lebensecht in Szene zu setzen, ihnen Farbe und ein Gesicht zu verpassen.

„Der Ruhrpott von seiner schrägsten Seite: rabenschwarz und mörderisch komisch!“

So steht es auf der Rückseite des Buches. Und dieses Versprechen wurde auch gehalten. Daher erhält das Buch eine absolute Leseempfehlung von mir und damit den Höchstwert von 5 Sternen.
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5.0 von 5 Sternen Radieschen von unten, 4. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Loretta Luchs braucht dringend etwas Abstand von ihrem Computerspiel-verrückten Freund Tom und nimmt daher dankbar das Angebot ihrer Freundin Diana an, ein paar Tage in deren Schrebergarten Urlaub zu machen.
Loretta wird von der Nachbarschaft in der Kolonie „Saftiges Radieschen“ herzlich aufgenommen und genießt die idyllische Ruhe, bis eines Morgens Parzellennachbar Uwe kopfüber in der Regentonne steckt - tot. Als dem vermeintlichen Unfall kurz darauf ein weiteres Unglück folgt, kommt Loretta ins Grübeln...

Mit "Radieschen von unten" ist Lotte Minck ein humorvoller und turbulenter Roman gelungen.
Die Autorin hat als Schauplatz für diese Krimödie eine lauschige Schrebergartenkolonie gewählt, dessen Beschaulichkeit jedoch trügerisch ist. Denn so harmonisch und friedlich, wie sich dieses Idyll zunächst präsentiert, ist es dann doch nicht und ganz unversehens rutscht Loretta im Verlauf der Handlung in eine für sie sehr brenzlige Situation.

Auch wenn die Krimihandlung nicht mit Höchstspannung daherkommt, macht es großen Spaß, gemeinsam mit Loretta und ihren Kumpanen aus dem Schrebergarten der Mörderbande und den als Unfälle getarnten Verbrechen auf die Spur zu kommen.

Lotte Minck hat die Geschichte mit ganz viel Wortwitz gespickt und den Protagonisten viele lockere Sprüche in den Mund gelegt. Außerdem sorgt reichlich Situationskomik für beste Unterhaltung. Der eigentliche Clou in dieser Geschichte war für mich Nachbar Frank: nicht sehr groß, muskelbepackt, stets hilfsbereit und ununterbrochen in einem herrlichen Ruhrpottslang quatschend - ich habe mich durchweg köstlich über ihn amüsiert. Aber auch alle andren Akteure beleben mit ihren Eigenarten die Szenerie und tragen kräftig zum Vergnügen des Lesers bei.

Frisch-fröhlich geschrieben bietet "Radieschen von unten" von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige Unterhaltung - ein toller Lesespaß.
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5.0 von 5 Sternen Radieschen von unten, 20. November 2013
Von 
Strandkrabbe (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Loretta Luchs lebt und Arbeitet im Pott. Im Job läuft alles normal, nur mit Tom ihrem Freund gibt es so einige Probleme und Loretta nutzt die Möglichkeit um im Schrebergarten ihrer Freundin Diana unter zu kommen um über alles nach zu denken.
Alles könnte so schön und entspannt sein in der Kleingartenkolonie Saftiges Radieschen" wenn nicht auf einmal ein Nachbar kopfüber in der Regentonne stecken würde.
Loretta glaubt nicht so Recht an einen Unfall und als dann noch mehr passiert ist ihr krimineller Spürsinn geweckt.

Die Autorin Lotte Minck ist bekannt aus Autorenteil von Minck & Minck oder einem ihrer anderen Pseudonymen. Dies hier ist zwar ein Krimi und es passiert auch viel, allerdings ist auch die Komische Seite mit aufgegriffen, so dass man es ruhig als Krimödie bezeichnen kann.
Genau diese Mischung hat mich gereizt, denn richtig blutrünstige Krimis sind nicht so ganz mein Fall. Aber solche Krimis wie dieser hier, ist einfach ein lockerer Unterhaltungsroman mit dem man ein paar schöne Stunden verbringen kann.
Von den Ortsbeschreibungen her konnte man sich auch am Ort des geschehens gut zurecht finden, da alles sehr ausführlich beschrieben war, und man so alles beim Lesen vor Augen hatte.
Ebenso waren auch die Personenbeschreibungen sehr detailreich und hier könnte man oftmals auch meinen, man würde etwas über einen Nachbarn lesen oder hören.
Auch der Stil des geschriebenen war sehr ansprechend und auch sehr Unterhaltsam.
Bei Frank musste ich doch des Öfteren schmunzeln. Zwar muss man sich auf den Dialekt einstellen, aber hat man sich erst mal dran gewöhnt, ist dieser sehr erfrischend.
Man kann schon gespannt sein wie wohl eine Fortsetzung von Loretta und ihren Freunden aussehen wird, ich jedenfalls freue mich schon drauf.
Alles in allem kann ich den Krimi nur empfehlen wenn man Unterhaltungskrimis und dazu noch Regionalkrimis mag.
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5.0 von 5 Sternen Schrebergartenleichen, 16. November 2013
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
... findet man in diesem unterhaltsamen Buch zuhauf!

Es geht hoch her in der Schrebergartenkolonie "Saftiges Radieschen", in die Loretta Luchs sich geflüchtet hat, um ihrem computerspielverrückten Freund Tom mal für eine Weile zu entkommen. Loretta hat eine Woche Urlaub von ihrem ausgesprochen ungewöhnlichen Job genommen: sie arbeitet in einer Telefon-Sex-Zentrale, wo sie Männern ganztägig was vorstöhnt. Ihre Freundin und Kollegin Diana ist stolze Besitzerin einer Laube mit Garten in der obengenannten Kolonie mitten im Ruhrpott - einem scheinbar perfekten Ort zum Ausruhen - und so nimmt Loretta das Angebot gerne an. Eine Oase der Ruhe ist das "Saftige Radieschen" aber nicht. Nachbar, die man mit gutem Willen als gesellig, ohne diesen als aufdringlich bezeichnen kann, rücken ihr Tag für Tag auf die Pelle. So erhält sie rasch Einblick in die Verhältnisse und erfährt, dass einige Frauen nicht so nette Männer haben. Diese sterben dann nach und nach und Loretta ist gemeinsam mit Schrebergartenbekanntschaft Frank immer mitten im Geschehen. Parallel erfährt sie, dass Tom durchaus andere Interessen als Computerspiele hat - nämlich Spiele mit anderen Damen. Traurig und frustriert lenkt sie sich durch Ermittlungen ab - sie geht den Todesfällen nach, die durchaus Morde sein könnten.

Nun, alles ist sehr, sehr absehbar und nicht so furchtbar spannend - das macht nämlich überhaupt nichts, denn Lotte Minck schreibt ungeheuer atmosphärisch und vor allem witzig - wenn man das Ruhrpott-Idiom mag, was eine unumgängliche Voraussetzung für den Genuss dieses Buches ist.

Die Charaktere sind einfach wunderbar gezeichnet - man kann sich Diana, Frank und die anderen vorstellen, als wäre man selbst dabei. Allerdings darf man nicht zu schwach auf der Brust sein für den mitunter recht direkten Humor: einen der toten Herren aus der Schrebergartenkolonie findet man beispielsweise "als Fleischpuzzle inner Plastiktüte" (S.165).

Für mich genau das Richtige vor und nach einem anstrengenden Arbeitstag: Lotte Minck schreibt wie immer - ich bin seit Jahren ein Fan und habe schon vieles von ihr gelesen - einfach mitreißend und bezaubernd. Wer sich durch eine originelle Geschichte mitten aus dem Pott aufmuntern lassen will - nur zu, das ist genau das Richtige!
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5.0 von 5 Sternen Humorvoller Ruhrpott-Krimi, 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs (Broschiert)
Loretta Luchs braucht eine kleine Auszeit. Ihr Job an der Sex-Hotline ist anstrengend, ihr Freund ätzend. Da kommt das Angebot ihrer Freundin Diana gerade recht. Ein paar ruhige Tage in der Schrebergartenkolonie "Saftiges Radieschen". Mit der Ruhe ist es aber schnell vorbei, als Parzellennachbar Uwe eines schönen Sommermorgens kopfüber in seiner Regentonne steckt - mausetot. Und das ist erst der Anfang …

Wer bereits einen Krimi von Brenda Stumpf (alias Lotte Minck, alias Auerbach & Keller, alias Minck & Minck, …) gelesen hat, der weiß was ihn erwartet. Den anderen sei gesagt, hier geht es humorvoll zu. Und es ist ein wunderbarer Humor. Angefangen mit subtiler Situationskomik bis hin zum Slapstick wird alles geboten. Und auch die Spannung steigt, je weiter man in der Geschichte vorankommt.

Besonders liebevoll sind die Figuren angelegt. Sie sind zwar stark überzeichnet und typisiert, aber lebendig und von einer Herzenswärme, dass man sie glatt adoptieren möchte. Besonders ist mir Muskelprotz Frank, der schneller redet als denkt, und dessen Outfits einem die Tränen in die Augen treiben, ans Herz gewachsen. Aber auch der dauergewellte Ex-Polizist Erwin und seine Gattin Paula haben viel Schönes. Mir gefällt vor allem die Ruhrpott-Atmosphäre. Die Menschen sind bodenständig, reden wie ihnen der Schnabel gewachsen ist, haben das Herz am rechten Fleck und sind immer kräftig am Futtern. So muss dat!

Schön, dass dies der Beginn eine Serie von Ruhrpott Krimis ist. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
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Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs
Radieschen von unten: Eine Ruhrpott-Krimödie mit Loretta Luchs von Lotte Minck (Broschiert - 1. September 2013)
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