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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Erste Weltkrieg aus militärgeschichtlicher Sicht
Das Buch bietet eine umfangreiche und detaillierte Sicht über den Ersten Weltkrieg. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Abbildungen, welche das Werk in seiner Darstellungsweise unterstützen. Dieses Werk kann durchaus als eine gute Unterstützung bezüglich anderer Werke über den Weltkrieg angesehen werden. Allerdings liegt der inhaltliche...
Vor 13 Monaten von Alexander Leiberich veröffentlicht

versus
27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterschwellige Beeinflussung – bezahlt von Ihren Steuern
Der Verlag weiß, weshalb er auf der Rückseite des Buches die an sich frohe Botschaft verkündet: „Ausgewiesene Experten vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBW) liefern eine fundierte und eingängige Darstellung der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg“. Eingängig ist das, was 30 (!)...
Vor 9 Monaten von Buchfreund veröffentlicht


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27 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Unterschwellige Beeinflussung – bezahlt von Ihren Steuern, 24. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Der Verlag weiß, weshalb er auf der Rückseite des Buches die an sich frohe Botschaft verkündet: „Ausgewiesene Experten vom Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBW) liefern eine fundierte und eingängige Darstellung der deutschen Armee im Ersten Weltkrieg“. Eingängig ist das, was 30 (!) „ausgewiesene“ Fachleute auf 382 Seiten für den hohen Preis von 45 Euro „liefern“, ohne Zweifel, und doch offenbart bereits dieser kurze Satz ein unverzeihliches Manko, das sich wie ein Roter Faden durch das reich und hervorragend bebilderte Konvolut zieht: seine Ungenauigkeiten im Detail. Eine „deutsche Armee“ gab es im Ersten Weltkrieg nicht, sondern ein deutsches Heer mit Kontingenten der einzelnen Länder! Das sollten Autoren wissen, wenn sie in einem Buch aufmarschieren, das dem interessierten Laien den Ersten Weltkrieg erklären will, auch wenn sie gar nicht dem ehemaligen MGFA angehören, sondern beispielsweise der Hamburger Bürgerschaft (wie Frau Professor Loretana de Libero), Schweizer Forschungsstipendiatin sind (wie Frau Dr. Tanja Bührer) oder als Oberregierungsrat in sonstigen staatlichen, dem harten Kasernendasein aber fernen Diensten stehen (wie Martin Brehl, ganz ohne Doktorgrad). Aber freilich treten auch die wahren, im unblutigen Kampf der Militärhistoriker gestählten Recken der Zunft in die Front, so etwa Oberst i.G. Dr. Gerhard P. Groß, der mit sage und schreibe 16 Zeilen über den nicht ganz unwichtigen Serbien-Feldzug einen Rohrkrepierer der besonderen Art fabriziert.

Was läßt sich mit ein wenig Sachkenntnis noch an Fehlern finden? Die Bezeichnung Stabschef (S. 161) ist unkorrekt: Es gab nur einen Stabschef, und das war SA-Führer Ernst Röhm (gemeint ist „Chef des Stabes“, und so sollte es auch gesagt werden). Daß den ersten „Bombenangriff der Weltgeschichte“ (S. 25) die „Rumpler Taube“ geflogen sein soll, die einige Zeilen zuvor noch seltsam naiv und völlig unmilitärisch als „gutmütig“ tituliert wird, ist blühender Unsinn: Bomben wurden schon in den Koalitionskriegen aus Ballonen abgeworfen. Weshalb wird dem ersten Luftangriff auf London (S. 97) ein eigenes Kapitel gewidmet, aber verschwiegen, dass die Entente-Mächte ebenfalls systematisch Bombenangriffe geflogen haben, die sogar in Großangriffen auf Berlin münden sollten, für die allerdings die damaligen Flugzeugmuster noch nicht ausgelegt waren? Die Ein- bzw. Angliederung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges (S. 304) und der Michael-Offensive von 1918 (S. 320) in/an die Rubrik „Verbrechen“ ist diffus; was soll damit suggeriert werden? Das mörderische Treiben der Franctireurs – die in der Tat überharte deutsche Reaktion ergab sich aus den üblen Erfahrungen mit Freischärlern im dt.-frz. Krieg 1870/71 – wird ganz im Stil der „political correctness“ umgedeutet; Gräuel und Verstöße gegen das Kriegsrecht werden vornehmlich deutschen Soldaten angelastet, die, wie soll es auch anders sein, „wohl zusätzlich vom Alkohol benebelt“ waren (S. 308); die ganz offensichtliche, bestialische Ermordung eines deutschen Zivilisten (das Bild des Toten auf S. 303 zeigt ein ausgestochenes Auge) bleibt durch einen sprachlichen Winkelzug in der Bildunterschrift im Vagen – was soll der Leser davon halten, wenn ein deutscher Unschuldiger ermordet „worden sein soll“, während belgische oder französische Unschuldige „grausam“ und „fürchterlich“ behandelt werden? Massaker an der Zivilbevölkerung im Westen werden über Seiten dargestellt, hingegen werden die an Deutschen, v.a. in Ostpreußen, verübten Massaker verschwiegen. Das harte Vorgehen in Belgien wird nicht in den nötigen historischen Kontext der damaligen gezielten Feindpropaganda vor (!) den Ereignissen gestellt. Wer als Unkundiger dieses Kapitel liest, muß den Eindruck gewinnen, daß zwar beide Seiten propagandistisch die Wahrheit „bearbeitet“ haben, aber (nur) die deutsche Seite eben doch im Unrecht gewesen sei.

Völlig vergaloppiert sich sodann der Autor Christoph Jahr, wenn er andeutet, daß man über die Person Max Erwin von Scheubner-Richters, deutscher Konsul im armenisch besiedelten Teil der Türkei und später Teilnehmer am Hitler-Putsch, eine Kontinuität zwischen dem Völkermord an den Armeniern und dem Völkermord an den Juden 25 Jahre später herstellen könnte, „doch ernsthaft belegbar“ sei das nicht. Warum wird es dann überhaupt erwähnt? Offenbar hatte hier einmal mit dem Zaunpfahl gewedelt werden müssen. Der Holocaust als billiges Mittel unterschwelliger Beeinflussung – das ist unverantwortlich!

In der Vielzahl derartiger, vom (akademischen) Zeitgeist kontaminierter Ungereimtheiten taucht die entscheidende Frage auf, die die Herausgeber im Titel vorab selbst beantworten: „Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert“. Andere Nationen scheinen nicht aufmarschiert zu sein, nur das selbstredend militaristische Deutsche Reich? Damit das „kriegerische Jahrhundert“ mit dem auch noch von Deutschen angezettelten Zweiten Weltkrieg vorzeitig enden darf, zimmert der Potsdamer Chefideologe (ohne Dienstgrad) Rolf-Dieter Müller mit seinen ganz speziellen Einlassungen zum „Zeitalter der Weltkriege“ einen publizistisch bombensicheren, garantiert politisch korrekten Unterstand. Der Zusammenhang seines Textes mit dem restlichen Band ist bemüht hergestellt, letztlich geht es darum, noch einmal für den von so vielen Informationen verwirrten, anscheinend nicht für allzu mündig gehaltenen Leser klarzustellen, wer die „Bösen“ und wer die „Guten“ sind. In den (MGF-)amtlichen Gedenkkanon eingegangene Bilder wie die zerstörte Rheinbrücke in Köln, der weinende gefangene Flakhelfer, gar ein erhängter deutscher Deserteur (alles von 1945) werden in einen diffusen Zusammenhang mit dem Ersten Weltkrieg gebracht und das Buch schließt allen Ernstes mit einem Bild in Gefangenschaft ziehender Wehrmachtsoldaten, davor ist völlig unpassend noch eine Informationsseite über einen Minenwerfer gesetzt, die mit ihren technischen Details in einem Magazin für Waffentechnikfreunde besser aufgehoben gewesen wäre.

Daß die neueste Forschung um Christopher Clark, der mit seinen „Schlafwandlern“ die hiesigen Historiker aufgerüttelt haben dürfte, und Hans Fenske in kameradschaftlicher Verbundenheit gemieden wird, bedarf kaum noch der Erwähnung. Aber ein Buch, daß diese fundamenterschütternde Debatte, die bereits seit Monaten geführt wird, einfach ignoriert, ist inakzeptabel, ebenso wie die „Auswahlbibliographie“, die mit ganz wenigen Ausnahmen auf dem Stand von 2010 ist.

Es sei nicht falsch verstanden: das Buch ist nicht schlecht gemacht, an der Form ist gar nichts auszusetzen. Die Bilder sind fast alle in guter Qualität gedruckt und gut ausgewählt, der Rechtschreibfehler sind nicht allzu viele und der Aufbau ist überwiegend stimmig. Aber es stimmt nachdenklich, wenn wohlfeil verpackte historiographische Verklärung, die leicht als Polit-Propaganda ausgelegt werden kann, über den wahrhaftigen Erkenntnissen steht – und kaum einer merkt es. Daß – über die Bundeswehr – letztlich der Steuerzahler für diese Art der „Staatsbürgererziehung“ aufkommt, ist auch nicht unproblematisch… Dennoch gibt es für die schönen Bilder noch zwei Punkte.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Erste Weltkrieg aus militärgeschichtlicher Sicht, 17. November 2013
Von 
Alexander Leiberich (Dielheim, Baden-Würrtemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Das Buch bietet eine umfangreiche und detaillierte Sicht über den Ersten Weltkrieg. Besonders beeindruckend sind die zahlreichen Abbildungen, welche das Werk in seiner Darstellungsweise unterstützen. Dieses Werk kann durchaus als eine gute Unterstützung bezüglich anderer Werke über den Weltkrieg angesehen werden. Allerdings liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf der Militärgeschichte und hat diesbezüglich eine eurozentrische Sichtweise. Wen das nicht stört kann durchaus seine Freude an diesem neuen Werk haben. Als ergänzende Literatur ideal.
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert!, 18. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Mit dem Werk „Der Erste Weltkrieg 1914-1918. Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert“ haben es die Herausgeber geschafft, Experten der Militärgeschichte und Neuen Neuesten Geschichte zu formieren, welche mit ihren informativen und fachlich auf dem neusten Stand der Forschung beruhenden Aufsätzen das Buch zu mehr als einem Überblickswerk machen. Der Erste Weltkrieg am Anfang des turbulenten 20. Jahrhunderts hat die Entwicklungen zum Zweiten Weltkrieg und zum Kalten Krieg entscheidend mitgeprägt und sollte in der „Aufarbeitung“ der Deutschen Geschichte einen besonderen Stellenwert einnehmen.

Der inhaltliche Schwerpunkt des Werkes liegt auf der preußisch-deutschen Armee und der Kaiserlichen Marine während des Ersten Weltkrieges. Es enthält Informationen zu Kriegsstrategien, einzelnen Schlachten (zu Land, in der Luft und im Meer) und weltweiten Kriegsschauplätzen. Alles ist sowohl sehr verständlich, als auch detailreich erklärt und anhand neuem Kartenmaterial illustriert. Die Thematisierung des Alltags der Soldaten, des Verhältnisses von Front und Heimat, die Frage der Kriegsverbrechen und die Formen der Erinnerung an den Krieg haben mich besonders überzeugt. Diese Bereiche sind in anderen Werken, welche ich mir angeschaut habe, aufgrund der meist im politischen Bereich gesetzten Schwerpunkte häufig ausgeblieben. Die mit Zwischenüberschriften gegliederte Auswahlbibliographie ermöglicht zudem einen guten Überblick über weiterführende Literatur.

Das Werk bietet eine gute Mischung von Informationen zum politischen und militärstrategischen Bereich und den sozialen Aspekten des Krieges in Bezug auf die Soldaten. Sowohl Geschichtskenner, als auch „Neulinge“ im Bereich des Ersten Weltkrieges kommen hier auf ihre Kosten. Allein schon das äußerst umfangreiche, seltene Bildmaterial (u.a. aus dem Militärhistorischen Museum der Bundeswehr und aus dem Bundesarchiv), welches zudem noch prägnant beschriftet ist, macht das Werk empfehlenswert.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gelungenes Überblickswerk!, 13. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch gekauft, da ich weder in der Schulzeit noch im Geschichtsstudium etwas über den Ersten Weltkrieg gelernt habe, da der Erste Weltkrieg ja eigentlich immer im Schatten des Zweiten WK steht. Eigentlich ein starkes Stück, dass die "Urkatatstrophe" so wenig behandelt wird. Genau deshalb ich mir dieses Buch gekauft, um einen Überblick über diese 4 Jahre aber auch die Zeit davor und danach zu bekommen. Und ich muss sagen, dass ich mit dem Kauf mehr erhalten habe, als ich erwartet habe. Die Artikel sind sehr gut zu lesen, die Kapitel sind übersichtlich aufgebaut. Und auch als Historiker gefällt es mir, dass das Buch nicht trocken und "langweilig-wissenschaftlich" aufgebaut, sondern reich bebildert ist und somit einem die Schicksale der Soldaten näher bringt, gerade wenn es um die Kapitel geht, wie der Gaseinsatz und Schützengräben. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der zum einen einen kompletten Überblick über den Ersten Weltkrieg und aber gleichzeitig auch neue Erkenntniss der zeitgeschichtlichen Forschung gewinnen möchtn, allein schon wegen dem reichhaltigen neuen Bildmaterial.
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3.0 von 5 Sternen Ein Buch das mich nicht überzeugt, 6. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Um die Geschichte des ersten WK nachzuvollziehen ist das Buch nur bedingt geeignet. Es ist vielmehr eine Aneinandereihung bestimmter Aufsätze zu dem Thema. Trotzdem drei Sterne weil man am Rande neues zu Ereignisssen und Ausrüstung erfährt und die grafische Darstellungen überzeugen. Wer eine Gesamtdarstellung sucht wird in den Veröffentlichungen diesen Jahres deutlich bessere Monographien finden
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas zu allgemein, 22. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Auch wenn teilweise Spezialthemen angesprochen werden, wie z.B. Minenwerfern, ist der entsprechende Infotext sehr unbefriedigend. Das hat man in "Clausewitz"-Artikeln schon besser gelesen. Die 1 Seite würde nicht einmal als Fazit / Zusammenfassung gelten können.
Für die heutigen Spät-Geborenen / Vergessenden eine Einarbeitung ins Thema, aber in meiner "zu Lesen"-Liste ist das Buch nach hinten gerutscht. Mehr als Durchblättern und interessante Themen anreißen war bis jetzt nicht. Falls es einen roten Faden zum deutschen Aufmarsch geben sollte (Untertitel) kann ich das also nicht beurteilen.
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9 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gute Militärgeschichte, 30. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Die hervorragenden Rezensionen zu diesem Buch kann ich nur unterstützen. Karten, Fotos und Texte sind nach meiner Meinung, zumindest was die Militärgeschichte betrifft, dem Buch von Cabanes überlegen. Wer allerdings an der Diskussion der Kriegsschuldfrage interessiert ist, kommt an Clark nicht vorbei. Politik und Kultur sind nicht das Thema dieses Werkes. Dafür wird sehr verständlich erklärt, wie der Krieg an sich abgelaufen ist und welche Waffen zum Einsatz kamen.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Darstellung, 17. März 2014
Von 
Mario Koch (Rogeez) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Dieses fast 400 Seiten starke Buch ist eine wahre Fundgrube. Der Text erfüllt höchste wissenschaftliche Ansprüche, wurde unter Federführung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam erarbeitet. Zudem haben weitere Wissenschaftler anderer Institutionen Beiträge geliefert.
Der Erste Weltkrieg spielt in Europas Geschichte eine große Rolle. Doch obwohl es auch die Ergebnisse des Ersten der beiden Weltkriege waren, die Deutschland 1939 in den nächsten Konflikt trieben, werden in Deutschland die Ereignisse des Ersten Krieges weitgehend ausgeblendet- hier konzentriert man sich bisher vor allem auf die Schuld am Zweiten Weltkrieg. Die Problematik ist oft nur einem kleinen Kreis von Spezialisten vertraut. Die breite Öffentlichkeit ist noch sehr stark auf den Zweiten Weltkrieg fixiert, viele Kriegerdenkmäler für die Opfer des Ersten Weltkrieges fristen in den deutschen Städten und Dörfern zum Teil ein trostloses Dasein – zu lange ist dieser Krieg schon her. Dagegen ist er in Frankreich und England im Bewusstsein der breiten Masse noch sehr lebendig.
In Vorbereitung des Jubiläums des großen Krieges zu Beginn des vorigen Jahrhunderts war den Mitarbeitern des Potsdamer Forschungszentrums natürlich daran gelegen, eine eigene Darstellung zu präsentieren. Diese erfüllt nicht nur textlich, sondern auch hinsichtlich der Gestaltung höchste Ansprüche. Die militärischen Aktionen werden zumeist von Militärs bewertet. Das ergibt einen guten Einblick in den militärgeschichtlichen Aspekt. Aber auch die politischen Hintergründe werden erläutert, sodass hier keine reine Kriegsberichterstattung vorliegt.
Das Buch ist hervorragend illustriert. Dasbeginnt schon im Vorsatz, da gibt es zwei Karten, eine von Europa und eine Weltkarte. Dort sind alle Kartenausschnitte markiert, die dann im Buch genau abgebildet werden. Bei der Beschreibung der einzelnen Schlachten werden die Kriegsgegner vorgstellt; mit Fahnen, Befehlshabern, Truppenstärke und Ausrüstung. Die farbigen Karten sind sehr gut gestaltet, die einzelnen Truppenverbände und deren Bewegungen lassen sich gut erkennen. Zusätzlich werden neben der laufenden textlichen Erläuterung viele einzelne Gegenstände wie die Pickelhaube, die Dicke Bertha, Feldeisenbahn, Fliegerpfeile und viele andere vorgestellt.
Die Darstellung beschränkt sich nicht auf den mitteleuropäischen Kriegsschauplatz. Auch Kämpfe wie beispielsweise der Entente gegen das Osmanische Reich oder der deutsche Feldzug in Ostafrika werden dargestellt.
Leider werden häufig in die laufenden Texte kürzere Beiträge eingeschoben, sodass man beim Lesen plötzlich mitten im Satz umblättert und dann einen neuen Sachverhalt vor sich hat. Wenn man aber erst einmal das System erkannt hat, nämlich einen kleinen roten Pfeil, der anzeigt, dass der Text etwas später weitergeführt wird und am Beginn der Weiterführung wieder so einen kleinen roten Pfeil findet, dann kommt man zurecht. Aber das viele Hin- und Herblättern ist manchmal nervig.
Die Ausstattung des Buches mit Bildmaterial ist hervorragend. Es gibt viele Abbildungen, die man aus der einschlägigen Literatur nicht unbedingt kennt.
Insgesamt ein lobenswertes Buch, dessen Anschaffung sich auf jeden Fall lohnt! Es bietet eine Menge an übersichtlich dargestellten Informationen.
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1 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fundiertes Einführungswerk über den Ersten Weltkrieg, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Mit dem vorgelegten Werk ist es dem im Auftrag des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr arbeitenden Historikerteam gelungen, die sehr komplexe und in Deutschland leider schon fast in Vergessenheit geratene Geschichte des Ersten Weltkrieges aus zahlreichen Blickwinkeln zu beleuchten. Eine in Anbetracht eines zwangsläufig begrenzten Buchumfanges gewiss nicht leichte Aufgabe, hier die richtigen Schwerpunkte auszuloten. "In ganz Europa gehen die Lichter aus" - Dieser aus dem Munde des britischen Außenministers Sir Edward Grey stammende, mehr als bezeichnende Ausspruch zu Beginn des von vielen Historikern seither als "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" titulierten, in derartigen Dimensionen in der Menschheitsgeschichte noch nie dagewesenen Weltbrandes, ist eine düstere, aber durchaus realistische Vorahnung auf das, was die Zukunft bereithalten sollte. Letztendlich war es ein Entscheidungskampf zwischen den damaligen Welt- und Kolonialmächten, das mit dem Ziel ausgetragen wurde, welche Großmacht aus diesem Kreis auszuscheiden gezwungen sein würde. Am Ende dieses "Volkskrieges" wurde den Deutschen von den Siegermächten die Alleinschuld für diese Katastrophe zugeschoben und damit der Weg zu einer dauerhaften Friedensordnung zumindest sehr beeinträchtigt. Die Folgen dieser sehr kurzsichtigen Friedensregelungen sind in ihrer Wirkung nicht hoch genug einzuschätzen, halfen sie doch, einen vortrefflichen Nährboden zu bereiten, in dem der Keim der nationalsozialistischen Bewegung gedeihen konnte und schließlich zur Machtergreifung Adolf Hitlers beigetragen hat. Bereits sechs Jahre später führte dieser die Welt in eine noch weitaus größere Katastrophe, deren Auswirkungen bis in die heutige Zeit nachwirken. Zweifelsohne stellte der Ausgang des Ersten Weltkrieges die Weichen - und zwar weltweit - zu den politischen Machtverhältnissen unserer Tage. Das heißt: ohne ausreichende historische Kenntnisse über diese am Anfang des 20. Jahrhunderts stattgefundene Katastrophe und seine Folgen ist es nicht möglich, die hieraus resultierenden Ereignisse und Zusammenhänge bis in unsere Tage zu verstehen und zu bewerten.
Dieses fundierte, gut strukturierte Werk bietet einen hervorragenden Überblick über diese Ereignisse. Es ist sorgfältig recherchiert, nicht glorifizierend, politisch wertfrei und beschränkt sich auf eine neutrale Darstellung der historischen Tatsachen. Trotzdem ist der Schreibstil gut lesbar, leicht verständlich und wird geradezu "spannend" dargeboten. Das Werk befindet sich fachlich auf dem neuesten Forschungsstand, was ein Blick auf das umfangreiche und übersichtlich gegliederte Quellenmaterial am Schluss des Buches erkennen lässt.
Besonders gut gefallen haben mir das neu erstellte, farbige Kartenmaterial, das durch seine übersichtliche, klare "minimalistische" Darstellungsweise eine große Aussagekraft besitzt, die in separaten Informationskästen zusammengefassten detailreichen Aussagen zu einzelnen militärischen Ereignissen, Kräfteverhältnissen, Verlusten usw. die zahlreichen zeitgenössischen Faksimiledrucke und die Beschreibung vieler zeitgenössischer Ausrüstungsgegenstände - von der Pistole bis zum Minenwerfer - die sich bei den Soldaten in Gebrauch befanden. Die zahlreichen Abbildungen sind von großer Aussagekraft bis auf ganz wenige Ausnahmen unveröffentlicht.
In diesem Werk wird die Militärgeschichte hauptsächlich aus deutschem Blickwinkel dargestellt. Wenn auch der inhaltliche Schwerpunkt zwangsläufig auf der Landkriegsführung liegt, kommen weder Marine, Luftkrieg oder die Geschehnisse auf den weltweiten Kriegsschauplätzen, an den so genannten Peripherien, zu kurz. Auch bisher in derartigen Gesamtwerken eher stiefmütterlich behandelter, wichtiger Teilbereiche wie der Kriegswirtschaft, dem Verhältnis zwischen Front und Heimat, des Soldatenalltags sowie die von Nation zu Nation unterschiedlich geprägten Formen der Erinnerung an Krieg und seine Opfer werden ausführlich behandelt.
Zusammenfassend bietet das Werk eine große Informationsdichte zu den militärischen Ereignissen, weniger aber zur politischen Seite dieser Epoche. Es ist ein hervorragendes Einführungswerk für alle am Thema interessierte Personen. Aber auch gut informierten Zeitgenossen hat dieses opulente Werk manche neuen Erkenntnisse zu bieten. Wer sich eingehender mit der Politik, insbesondere der Kriegsschuldfrage beschäftigen möchte, dem sei das neue Werk von Clark, oder der - obwohl bereits 1954 erschienene - immer noch aktuelle Klassiker von Ludwig Reimers empfohlen.
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Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert
Der Erste Weltkrieg 1914 - 1918: Der deutsche Aufmarsch in ein kriegerisches Jahrhundert von Harald Potempa (Gebundene Ausgabe - 25. September 2013)
EUR 45,00
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