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40 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine packende Biografie
Kamphuis beschreibt seine Suche als junger Mann nach Lebenssinn, die ihn zum Buddhismus westlicher Prägung führt. Nach vielen Jahren, in denen er auch selbst als buddhistischer Lehrer gewirkt hat, wird er von Gott angesprochen und von ihm zum christlichen Glauben geführt.

Die Geschichte dieser Suche ist spannend geschrieben und gibt viele...
Veröffentlicht am 1. August 2006 von Herzberg

versus
34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönliches Erlebnis vs. objektive Realität
Martin Kamphuis beschreibt in dieser Autobiographie seine Erfahrungen sowohl mit dem Buddhismus tibetischer Prägung als auch mit New-age Praktiken und seinem Drogenkonsum. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch seine psychisch labile Freundin Iris, zu der er eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit und Umklammerung mit dem Ziel der gegenseitigen "Therapie"...
Veröffentlicht am 18. Juni 2009 von Christian Niehues


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34 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Persönliches Erlebnis vs. objektive Realität, 18. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Martin Kamphuis beschreibt in dieser Autobiographie seine Erfahrungen sowohl mit dem Buddhismus tibetischer Prägung als auch mit New-age Praktiken und seinem Drogenkonsum. Eine wichtige Rolle spielt hierbei auch seine psychisch labile Freundin Iris, zu der er eine Beziehung gegenseitiger Abhängigkeit und Umklammerung mit dem Ziel der gegenseitigen "Therapie" führt.

Jedoch zeigt sich im Verlauf des Buches, dass in Kamphuis Erleben diese vier Komponenten, tibetischer Buddhismus, New-age Philosophie, Drogen und die Beziehung zu Iris zu einer gefährlichen Mischung verschmelzen.
So gibt zum Beispiel Iris vor, telepathisch mit dem Dalai Lama und anderen Lehrern in Kontakt zu stehen, und Kamphuis folgt unreflektiert ihren Anweisungen in der Annahme, diese stammen wirklich von buddhistischen Lehrern.

Kamphuis kann diesem psychologischen Teufelskreis der Umklammerung von Iris, der eigenen Schuldgefühle und des Erleuchtungsdrucks, den er sich selbst auferlegt, nur dadurch entfliehen, indem er sich von Iris trennt und seine spätere Frau Elke kennenlernt. Da zu diesem Zeitpunkt in den Vorstellungen Kamphuis der Buddhismus bereits mit den New-age Elementen sowie mit der Person der obszessiven Iris verknüpft ist, hilft Kamphuis nur ein radikaler Schnitt und Neuanfang, den er im christlichen Glauben evangelikaler Prägung findet.

Viele Rezensenten gaben dem Buch entweder 1 oder 5 Sterne. Beide Seiten haben Recht.

5 Sterne bekommt das Buch für die packende und dicht erzählte persönliche Geschichte der psychologischen Abgründe, in denen Kamphuis und seine Freundin driften. Sein negativen Erfahrungen mit dem Buddhimus sind insofern "wahr", als sie ihn in seiner damaligen psychischen Verfassung dazu führten, ein unrealistisches und unnatürliches Erleuchtungsstreben zu entwickeln ("Erleuchtung in drei Monaten"), das zum Scheitern verurteilt war, zumal Iris ihn zu ihrer eigenen "Therapie" missbrauchte und ihm bewusst Schuldgefühle einimpfte, wodurch er mehr und mehr gefangen wurde.

1 Stern bekommt das Buch jedoch für die Annahme, dass Kamphuis persönliche Lebensgeschichte irgendetwas über den Buddhismus aussagen würde, wie der Titel "Ich war Buddhist" suggeriert. Vielmehr zeigen sich riesige Diskrepanzen zwischen Kamphuis Verhalten und Einstellungen zu den Lehren des Buddhismus.
Gleich wie ein Patient, der ein verschriebenes Zäpfchen lutscht und sich über den seltsamen Geschmack und die ausbleibende Wirkung wundert, so wendet Kamphuis den Buddhismus gerade so an, dass er sich quält und in einen übertriebenen Leistungsdruck verfällt, anstelle sich von inneren Zwängen zu befreien.

Zwei Beispiele machen die Diskrepanz zwischen buddhistischer Lehre und Kamphuis Praxis deutlich:
Während der Buddhismus lehrt, man solle keine bewusstseinstrübenden Rauschmittel zu sich nehmen, konsumiert Kamphuis regelmäßig Marihuana, XTC und andere Drogen. Anstatt der versprochenen Klarheit erreicht Kamphuis daher nur Verwirrung, da ihm die Halluzinationen allerlei widersprüchliches suggerieren.

Während der Buddhismus Eigenverantwortung lehrt ("Seid selbst eure Insel, selbst eure Zuflucht"), begibt Kamphuis sich in die ungesunde Abhängigkeit von Iris sowie von irgendwelchen Lamas, die er während Meditationswochen kennenlernt. So wird er in seinen Entscheidungen und Einstellungen immer gefangener anstatt freier.

Insgesamt also 3 Sterne für ein spanndendes Buch, das jedoch eher ein persönliches Psychodrama schildert als allgemein über den Buddhismus zu berichten.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Traurig aber wahr, 13. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Es gibt Menschen, welche wirklich meinen es sei Ihnen möglich anhand spärlicher Erkenntnisse, den EINEN und RICHTIGEN Weg erkannt zu haben!

Es ist leicht über etwas zu urteilen über das man keine Ahnung oder ausführliches Bild hat!

Es ist schwer ehrlich, aufrichtig und gewissenhaft der Wahrheit und wahren Sachverhalt auf den Grund zu gehen. Dies ist aber zwingend notwendig, um eine bessere und gerechtere Welt zu schaffen!

Ich befinde mich wie jeder andere auch, auf dem nie endenden Weg der Wahrheit und Sinn des Lebens auf den Grund zu gehen. Dem schweren Weg zu den Antworten auf all die Fragen welche einem im Verlauf des Lebens begegnen können. Möchte das Beste draus machen und letztendlich objektiv und gerecht vorgegangen zu sein.

Wage hier zu behaupten, dass eine Mischung aus Allem" das richtige ist und jede Religion ein TEIL der WAHRHEIT beinhaltet.
Jeglicher Totalitarismus ist falsch, man sieht ja in der Weltgeschichte was daraus entstehen kann!

>>>

Auf dem Weg zu meinem Sinn und Wahrheit, hat mich ein guter Bekannter in seiner freikirchlichen Gemeinde eingeladen. Hier gab es die Möglichkeit einen Vortrag von Martin Kamphuis über den Buddhismus zu besuchen.

Meine Divise: immer offen, ehrlich der Meinung und Einstellung Anderer" gegenüber zu sein.
Wo es bei mir kritisch wird ist, wenn zu schnell und ohne jeglicher ausführlichen und unparteiische Recherche in eine Richtung gedacht, gehandelt wird. Man über Sachverhalte ungerecht berichtet, urteilt und falsche Aussagen tätigt. Eventuell sogar damit andere mit falscher Einstellung und Meinung beeinflusst. Dies war der Fall in dem Vortrag Kamphuis, wo leider viele heranwachsende Jugendliche anwesend waren. Diese sind bestimmt genauso auf der Suche und haben auf eine fundierte Berichterstattung vertraut. Leider war dieses nicht so und haben das Falsche" zu hören bekommen. Dies wird auch in dem hier beurteilten Buch deutlich.

Kamphius behauptetet 7 Jahre den Weg des Buddhas gegangen zu sein und zu wissen was der Buddhismus beinhaltet und ist. Selber sagt er, er sei Buddhist gewesen. Erlaubt sich nun im Nachhinein und aus seiner alten und neuen Erfahrung zu sagen, somit auch zu wissen, dass sein nun christlicher Glaube der richtige Weg ist.

Ich behaupte er weiß es nicht und war zuvor nicht annähernd ein wahrer und überzeugter Buddhist!

Nach seinem Vortragt, in dem er etliche Verleumdungen, falsche Urteile und Dinge über den Buddhismus geäußert hatte, sogar keinen Halt diesen ins lächerliche zu ziehen gemacht hat, habe ich mich an ihn gewendet, um ein paar essentielle Fragen zu der Philosophie zu stellen. Diese konnte er mir NICHT oder nur unvollständig beantworten!
Unter anderem waren ihm noch nicht einmal die wichtigsten Richtungen des Buddhismus bekannt! Wurde sogar mit einem abwertenden Unterton in der Stimme als Esoteriker" abgestempelt. Weitere Ausführungen möchte ich hier nicht wiedergeben.

Ich bitte, man mache sich selber ein eigenes Bild.

[...]

Ich finde es traurig, dass Menschen so unwissend sein können und sich anmaßen ein Urteil über Dinge zu fällen, damit auch bei Heranwachsenden vorweg schon die Weichen gegen ein weltoffenes Denken und Handeln setzen. Hetze gegen die Vielfalt" richten und ohne dass sie es genau erkannt oder verstanden haben, etwas als schlecht bezeichnen. Nicht merken, wie sie in Wirklichkeit sind und sich anmaßen, andere so maßgebend und ungerecht zu beeinflussen. Selber nicht in SINNE >>> wenn sie es richtig verstanden hätten <<< ihres neuen Glaubens zu handeln.

Ein wahrer Buddhist würde nicht so handeln. Bei diesen herrscht Toleranz und Akzeptanz andern Wesen gegenüber und keine Behauptung, dass es den einen richtigen und wahren Weg gibt. Nicht wie viele Christen es tun und sich somit gegen die Schöpfung stellen.
>>> Ein Gott der Bedingungen stellt ist kein liebender Gott.

Was ich mit meiner Beurteilung bezwecken möchte ist, sich nicht auf die Berichterstattung eines Einzelnen" zu verlassen, sondern jede Seite der Medaille genau anzuschauen und dann ein Urteil zu fällen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein komplizierter Typ schreibt seine Lebensgeschichte, 6. Juli 2013
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch trägt seinen Titel meiner Meinung nach zu Unrecht. Denn er klingt reißerisch, so als würden viele Skandale und Insider-Geheimnisse verraten. Doch das ist es eher nicht. Martin Kamphuis, ein sehr komplizierter und mit sich selbst verkrachter Typ, erzählt ganz einfach von seiner lebenslangen spirituellen Odyssee, die schon in der Jugend begann, bis ins Erwachsenenalter dauerte, und erst mit dem Kennenlernen seiner heutigen Frau und mit der Annahme des christlichen Glaubens endete.

Der Buddhismus war "nur" ein Teil dieser Reise, ja, dieses beinahe verzweifelten Ringens. Zudem muss man bedenken, dass Herr Kamphuis hauptsächlich im tibetischen Buddhismus - ausgerechnet - unterwegs war. Der ist ja schon für den "Durchschnittsbuddhisten" ziemlich esoterisch und schräg. Ferner steht fest, dass er, wild durcheinander, Seminare, Retreats und Initiationen tibetischer Lamas "konsumierte", als gäbe es kein Morgen. Da sträubten sich mir so manches Mal die Nackenhaare!

Von diesen Riten und Prozeduren habe ich zwar schon gehört. Aber erstens sind sie eben im östlichen Kulturkreis entstanden, lassen sich also aus westlicher Sicht, ohne Kontext, kaum verstehen, geschweige denn konsumieren, ohne "Bauchschmerzen" zu bekommen. Man kann sie einfach nicht 1:1 übertragen! Zweitens sind sie eigentlich für Fortgeschrittene gedacht. Und nicht für "Backpacker" aus aller Welt.

Das alles will Martin Kamphuis nun nach nur zwei mehrwöchigen "Grundkursen" verdaut haben...? Aus meiner Sicht ist das schwer nachvollziehbar. Vor allem empöre ich mich ein wenig über die tibetischen Lehrer und Lamas. Sie lassen fast ohne Unterschied westliche Menschen (gegen Bezahlung!) an diesen Kursen teilnehmen. Sie vermitteln ein völlig unrealistisches Bild des Buddhismus. Sie setzen den leichtgläubigen Sinnsuchern Flausen in den Kopf. Die meinen dann, sie hätten nach einem Retreat die Weisheit mit Löffeln gefressen, und wähnen sich der "Erleuchtung" greifbar nahe. Wie Herr Kamphuis. Und der wunderte sich dann, warum er sich im Alltag immer noch nicht besser fühlte... unglaublich. Unverantwortlich!

Überhaupt - der Begriff "Erleuchtung" wurde von Herrn Kamphuis in denkbar oberflächlichster Weise gebraucht. Und was er nicht alles glaubte, was "der Buddhismus" so wolle und denke... Dabei ging ihm an keiner Stelle auf, dass er eben nur Blicke auf Ausschnitte geworfen hat - und die auch noch lediglich von Teilbereichen der buddhistischen Schulen...

Aber ist das sein Fehler? Oder der Fehler der zahlreichen "Anbieter" auf dem spirituellen Markt? Das macht es mir ungeheuer schwer, dieses Buch sachlich zu bewerten.

Fatal war sicherlich auch, dass Martin sich nie ganz auf den Buddhismus eingelassen hat. Er suchte munter weiter, probierte die diversesten esoterischen Praktiken und Therapien aus. Vor allem in Sachen Liebe hat er sich von einer Abhängigkeit und desaströsen "Beziehung" in die nächste fallen lassen. Und hat das dann auch noch mit dem Tantra gerechtfertigt... na bravo!!

Meiner Meinung nach war er nie wirklich Buddhist. Er hat auch nicht im Ansatz begriffen, dass Buddhismus eben kein "Mittel zum Zweck", keine Hintertür zur Erleuchtung ist. Buddhismus ist eine grundsätzliche Lebenseinstellung, ein Weg. Wenn man den nicht wirklich geht, dann kann man auch kein "Ergebnis" erwarten. Überhaupt ist dieses Erwarten von Ergebnissen ja eine sehr westliche Denkweise.

Dieses Sich-nicht-einlassen-Können zieht sich durch das ganze Buch. Ich habe es zwar mit kopfschüttelndem Interesse gelesen, empfand die Lektüre aber auch oft als anstrengend. Eben weil sich neue Methode an neue Methode und Reise an Reise reihte. Der Schreibstil war wenig differenziert, kaum mit Reflexion verbunden. Immer nur "und dann"... "und dann"... und schließlich "es schien so zu sein, dass"...!

Richtiggehend weh getan hat mir zum Schluss die radikale Kehrtwende, die Schwarz-Weiß-Malerei. OK, es sei ihm gegönnt, soll er als Christ glücklich werden. Aber nur, weil Jesus ihm (!) gut tut, für ihn (!) gut ist, muss doch der Buddhismus nicht automatisch schlecht oder "böse" gewesen sein... Dieser Mann kennt anscheinend nur Extreme.

Meine Bewertung pendelt sich auf drei Sterne ein. Denn interessant war das Ganze dann doch irgendwie... Allerdings würde ich genau überlegen, wem ich das Buch empfehle.
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40 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine packende Biografie, 1. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Kamphuis beschreibt seine Suche als junger Mann nach Lebenssinn, die ihn zum Buddhismus westlicher Prägung führt. Nach vielen Jahren, in denen er auch selbst als buddhistischer Lehrer gewirkt hat, wird er von Gott angesprochen und von ihm zum christlichen Glauben geführt.

Die Geschichte dieser Suche ist spannend geschrieben und gibt viele Einblicke in buddhistische und esoterische Praktiken und Philosophien. Faszinierend, dass letztendlich nicht Kamphuis sich enttäuscht abwendet, sondern dass Gott selbst ihn anspricht und zum christlichen Glauben führt.

Viele der vorigen Rezensenten werfen Kamphuis vor, er habe gar nicht den echten Buddhismus praktiziert, und sie mögen Recht haben. Aber genau dies ist das Problem der religiös offenen Menschen im heutigen Westen: Der klassische Buddhismus wird bei uns mit moderner Esoterik und New-Age-Elementen vermischt. Und genau deshalb trifft Kamphuis' Buch in unserer westlichen Kultur den Punkt.

Keiner sollte erwarten, in diesem Buch eine sachliche Abhandlung über die buddhistischen Lehren zu finden. Dies kann und soll eine Biografie nicht leisten. Es sind der persönliche Weg und die persönlichen Erfahrungen einer einzelnen Person, subjektiv erlebt und aufgeschrieben. Flüssig zu lesen, spannend, faszinierend.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Auf der krampfhaften Suche nach Fixierungen..., 3. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist (Gebundene Ausgabe)
...ist man bei Nagarjuna und einigen seiner Kollegen sicherlich an der verkehrten Adresse. Die kritisieren nämlich genau das ziemlich logisch und ausführlich als illusionäres, einer Täuschung unterliegendes Motiv, das Leid für sich und andere verursacht. Wer an die Leere als Leerheit glaubt und sie als SEINE HABEN, sie also wiederum fixieren will ist unheilbar, weil in tiefer Verblendung unwissend. Und der ist mit dieser anhaften-wollenden Obsession beim Christentum wahrlich "besser" aufgehoben. Denn dort wird ihm das Geschenk zuteil, ohne eigene Erhellung erleuchtet zu werden, also auch die eigenen Illusionen und Täuschungen nicht kritisieren zu müssen: "Und dann war ich auch umso dankbarer, daß meine "Erleuchtung" nicht von mir und meinen Taten abhängt, wie ich es als Buddhist gelernt hatte, sondern ein Geschenk Gottes ist." (S. 202) Nein, damit kann und will der Buddhismus nicht dienen:, denn Gott oder etwas Begriffsäquivalentes als fester "Weltengrund" bzw. spirituelle Käseglocke, die einen der beständigen Übung der konzentrierten Achtsamkeit des Bewußtseins - und damit der Auflösung der Fixierungen - entledigt, kann es aus der Logik des bedingten Entstehens aller Phönomene heraus schlicht nicht geben. Ausgerechnet daraus eine Abrechnung mit dem Buddhismus zu machen, wie dies der Autor unternimmt, ist deshalb ziemlich absurd. Der Autor war Buddhist in Worten und ihm äußerlich bleibenden Handlungen, nie aber im "Spirit", Buddhist aus einem grundlegenden Mißverständnis heraus.

Ansonsten ist diese Biopraphie über viele Seiten die Erzählung des spirituellen Herumirrens eines von seinen Emotionen und Phobien peinigend und überwältigend getriebenen Menschen wie von seinen überdrehten, mit New Age und Drogen angereicherten Psychoterror-Beziehungen. Eine Erzählung aus Flower-Power-und-Protest-Zeiten, als nach Fernost ausschwärmende westliche Spiritual-Wellness-Touristen*), Vor-Ort angelangt, reihenweise von allerlei Geschäftemachern im Lamagewand mit "in 30 Tagen zur Erleuchtung"-Angeboten über den Tisch gezogen worden sind. Give the people what they want. Wollen sie illusionären Ramsch, bekommen sie ihn und ein Sitzkissen dazu. Der Dalai Lama betonte ja auch in seiner offiziellen Autobiographie weniger warnend denn affirmativ, daß in Tibet, nicht weniger als im Kernland der Han-Chinesen, Geschäfts(t)üchtigkeit durchaus nicht unbekannt sei (von Indien erst gar nicht zu sprechen). Ob Nagarjuna dagegen die Gewohnheit der modernen (nicht einfach individuierten, sondern institutionalisierten) Geldgier, die Fixierung par excellence, so nonchalant gutgeheißen hätte darf durchaus bezweifelt werden. Aber das sind schon Überlegungen, die weit jenseits dieses sehr einfältigen Buches liegen.

Der Autor mag schließlich zu dem gefunden haben, in dem er sich spirituell "aufgehoben" fühlt. Das ist Seines und nicht zu kritisieren. Das sollte aber nicht mit einer kritischen Prüfung der Argumente "buddhistischer" Schul- und Lehrmeinungen verwechselt werden, auf deren Grundlage jeder eben selbst entscheiden kann, ob und inwieweit er "Buddhist" - die -ismus-Qualifizierung ist eine westliche Außenansicht - "ist" oder eben nicht. Wer solches vom Titel des Buches her möglicherweise als eine folgende (auch) intellektuelle Biographie erwartet wird hierzu in ihm nichts von Bedeutung finden.
___________________
*) Über diese schreibt der Autor in durchaus richtiger Beobachtung: "Sie versuchten, durch den Buddhismus und das einfache Leben in Indien den erstarrten christlichen Traditionen und dem Leistungsdruck der wohlstandsorientierten Gesellschaften zu entfliehen, ohne jedoch zu merken, dass sie sich in ihrer Ausübung religiöser Pflichten unter einen neuen Leistungszwang begaben." (S. 45) Daß der "neue Leistungszwang" allerdings nur der war, unter den sie - einschließlich des Autors - sich selbst setzten, in dem sie "besessen von dem Wunsch (waren), die Erleuchtung zu erlangen "(S. 43) und zu Lektionen, bei denen sie wirklich etwas gerade über diese "Besessenheit" lernen hätten können, bemerkten: "Von seinen Lehren begriff ich kaum etwas." (S. 46, so der Autor zu den Ausführungen eines Lehrmeisters des Dalai Lamas, von denen er keinen einzigen Gedanken anführt und insofern nur bestätigt, daß er eben "kaum etwas" begriffen hat), wollte sich dem Autor weder damals noch nach seiner "Rückkehr" in den Schoß der "Traditionen" (er hat sie, sich von Jugend an "insgeheim" nach Führung sehnend (S.13), nie verlassen) aufklären. Hieraus resultiert der zentrale Vorwurf der "Kälte" bzw. fehlenden "Wärme" und "Geborgenheit", den der Autor gegen den Buddhismus - wenn man, für westliche Denkgewohnheiten paradox, will: eine "Religion der Vernunft und nicht des Glaubens" - erhebt: er ist in der Tat kein bequemes Sitzkissen des Ego. Nur hat er das in seinen ernstzunehmenden Schulen auch nie behauptet.
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41 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Thema verfehlt, 13. November 2000
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist (Gebundene Ausgabe)
Eins ist sicher: Martin Kamphuis war kein Buddhist. Zumindest nicht so, wie ich den Buddhismus kenne. Offensichtlich hat er nie verstanden, worum es geht. Auf seiner Suche nach schneller Erleuchtung hat er sich ganz dem Tibetanischen Lamaismus verschrieben, der vom ursprünglichen Buddhismus, z.B. im Vergleich zum Zen-Buddhismus, sehr stark abweicht. Die geradezu groteske Kombination aus Lamaismus, Götterglaube, New Age, Esoterik und Mariuhana-Rauchen, kombiniert mit Gewalt und der Ablehnung seiner eigenen Persönlichkeit sowie der ganzen Welt, kann nicht gerade als klassischer Buddhismus bezeichent werden. Die Abneigung gegen alles Fernöstliche, bei gleichzeitiger suche nach Frieden, führt Martin in einen starken Zwiespalt. Ohne sich dem Buddhismus zu öffen, erwartet er schnelle Erleuchtung möglichst mit diversen Abkürzungen. Nein, Martin hat das Wesen des Buddhismus nicht verstanden. Gerade deswegen musste sein Versuch, Buddhist zu werden scheitern. Der Titel des Buches ist ganz klar verfehlt, es hätte eigentlich heißen müssen:"Meine Suche nach Frieden". Diesen hat er, glücklicher Weise, am Ende des Buches auch mit dem Christentum gefunden. Schade nur, dass der Buddhismus, oder dass was Martin dafür hält, so schlecht dabei wegkommt, wobei leider jegliche Selbstkritik fehlt. Religionswissenschaftlich gesehen ist das Buch nicht lesenswert, sieht man sich allerdings den psychischen Zustand an, in dem sich Martin befindet, so kann man einiges über die menschlichen Abgründe lernen und seine eigene Toleranz für Menschen in dieser Situation stark erweitern. Jeder Buddhist, der dieses Buch liest, sollte daher nicht vergessen: "Es kommt nur darauf an, dass ein Mensch seinen Frieden findet. Jeder Weg, welcher ihn dorthin führt, ist der richtige."
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16 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unnötig, 3. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Ich erhielt das Buch als Missionsgeschenk von einem überzeugten Christen. Ich praktiziere seit 15 Jahren Vipassana + bin glücklich mit der Praxis. Derartige Bücher -und eben auch dieses - beschreiben persönliche Lebenswege in sehr subjektiver Weise. Warum auch nicht? Jeweilige Anhänger und Gleichgesinnte mögen sich daran erfreuen. In diesem Fall wird das "buddhistische" Leben eines freundlichen jungen Mannes erzählt, der auf der Suche nach Sinn und Frieden bei einigen buddhistischen Praktiken landet. Der Autor wünschte sich z.B bei einer Audienz beim Dalai Lama ein tieferes Eingehen auf seine Beziehungsfragen und war enttäuscht weil das nicht passierte. Als "Gott" könne der Dalai Lama doch wohl eingreifen. Seine damalige Freundin suchte u.a. die Lösung ihrer Schlafprobleme vom Oberhaupt der Tibeter. Derartiges Beispiele für das eigene persönliche Suchen gibt es viele. Sie zeigen mir eigentlich nur, das der Autor den Buddha zwar gesucht, aber nicht verstanden hat. Peinlich wird es aus meiner Sicht, wenn er dem Dalai Lama intellektuelle Einfachheit unterstellt oder dem Buddhismus Frauenfeindlichkeit vorwirft: Hier dürfte der Balken im eigenen Auge ein lohnenderes Ziel sein oder wer einen Paulus hat, sollte zur Frauenfeindlichkeit schweigen;-) Irgendwann findet der Autor zu Jesus.Wie gerade freikirchliche Christen auch gerne sind: da muss ein Buch draus gemacht werden + dann... siehe Anfangssatz. Wem es hilft, besser, in Feindbildern unterstützt: gut. Ich finde derartiges eher unnötig und auf schwachen argumentativen Füßen gebaut. Aber um Argumente geht es diesem Teil der Bewegung nicht, da sie sich im alleinigen Besitz der Wahrheit wissen. Hier werden "Dialog, Verstehen und Respekt" schwierig bis unmöglich. Leider.Ich glaube der Autor ist im Christentum gut aufgehoben - warum sich dann - auf wirklichem einfachen Niveau - so abfällig über andere Religionen äußern?
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22 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Dokument, 23. August 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist (Gebundene Ausgabe)
Der holländische Autor und jetzige Pfarrer, Martin Kamphuis, erzählt sein abenteuerliches Leben als praktizierender Buddhist tibetischer Ausrichtung (Lehrer: Ling Rinpoche, Sogyal Rinpoche) und seine anschließende Hinwendung zum christlichen Glauben. Er erfährt seinen Ausbruch aus der tantrisch-buddhistischen Umklammerung als Befreiung, als die Befreiung aus einem System, welches ihn vorher entmündigt hatte. Dabei ist von besonderem Interesse, daß - nach der damaligen Vorstellung des Autors - der XIV Dalai Lama "persönlich" in seine Lebensgeschichte eingreift. Denn mehrere Jahre wird Kamphuis von einer Frau (Iris) begleitet, die von sich behauptet, ein Medium zu sein, das abwechselnd den Dalai Lama, Padmasambhava, Tara und seinen verstorbenen Lehrer, Ling Rinpoche, "channelt". Der tibetische "Gottkönig" und die anderen Meister erscheinen allgegenwärtig zu sein. Der Leser erfährt also vieles über die faszinierende und okkulte Beziehung, die Menschen nach einer Begegnung mit dem buddhistischen Religionsführer zu verspüren glauben. Sie sind dann bereit, ihm ihre Seele zu schenken. Schon im Prolog des Buches treffen wir auf den Dalai Lama, der mit "einem einzigen Blick" den Autor in einen ekstatischen Zustand versetzt. Die Konsequenz ist eine völlige Hingabe, welche nicht mehr nach den Gründen und schon gar nicht nach den Inhalten und Zielsetzungen des tibetischen Buddhismus fragt. Wie es Kamphuis gelingt, mit Hilfe von Elke, seiner jetzigen Frau, aus dem buddhistischen Käfig zu entkommen, ist der weitere Inhalt des Buches.
Der Text ist im Zusammenhang mit der sich ausbreitenden Buddhismuskritik ein wichtiger Beitrag, da er die Bewußtseinsmanipulation durch den tibetischen Klerus sehr plastisch schildert. Fazit: Ein wichtiger Beitrag aus christlicher Sicht in der kritischen Auseinandersetzung mit dem tibetischen Buddhismus und dem Dalai Lama.
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35 von 59 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spiritueller Egotrip, 10. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte handelt von einem jungen Mann, der mit unserem westlichen System, der Art zu leben, zu lieben und zu glauben, nicht klarkommen will. Wie viele andere, sehnt er sich danach, das Leben in all seinen Zusammenhängen zu verstehen, um alles anders, vor allem aber besser machen zu können. So zieht er an die Quelle aller Religionen,- nach Indien. Leider geht er hier seinem Vorhaben nicht mit dem Herzen und ohne Erwartungen, sondern mit rationalen Überlegungen, Ungeduld und vor allem mit konkreten Erwartungen nach,- womit sein Plan, schon zum Scheitern verurteilt war.
Er nimmt große Mühen auf sich, um schnellst möglich zur Erleuchtung zu gelangen und ist entäuscht, daß nach 6.000 Niederwerfungen vor der Buddhastatue in Bodh-Gaya, keine "handfeste", sprituelle Resonanz laut wird?!
Was mich am meisten irritiert ist, dass sich Herr Kamphuis, nach dieser Reise durch Indien und Nepal und nach einem 2-monatigem Retreat bei "SEINEM" Lama, von einer seelisch labilen Frau, die ihn für ihre eigene Seelenheilung benutzte, manipulieren ließ - ohne, daß ihm das bewußt zu sein schien. Jahrelang saß er dem Irrglauben auf, an der Seite eines Channels (seine Freundin) des Dalai Lamas, zu leben, durch das er spirituelle Anweisungen, und Maßregelungen zu erhalten glaubte, an die er sich auch hielt und sich über die ausbleibenden Wunder wunderte. Kamphuis war NIE Buddhist, eher ein kiffender Suchender, der anfing New Age, Okkultismus, Religion, Aberglauben, Hoffnung und Esotherik, alles in einem Topf zu vermischen.
Dieses Buch gibt einen guten Einblick in den persönlichen Egotrip, eines spirituellen Touristen, der sich selbst viel zu wichtig nimmt. Es gibt unendlich viele seiner Art, die in Indien, Nepal, Thailand etc. auf der Suche nach Erleuchtung, vielleicht auch nur auf der Flucht vor einer erforderlichen Psychotherpie sind.
"In einem einzelnen Atom existieren so viele Buddhas wie es Atome in allen Bereichen der Existenz gibt...." möge ein jeder seinen Weg dorthin finden und glücklich werden. In diesem Sinne .. Om.
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32 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieber Glauben statt Wissen?, 18. August 2002
Rezension bezieht sich auf: Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise (Gebundene Ausgabe)
Jemand, der sich ins Meditieren stürzt, bevor er überhaupt verstanden hat, wozu. Einer, der die Erleuchtung seiner Haschischpfeife überlässt (die bei ihm ziemlich oft glüht). Eine Person, die abgehobene Esoterik nicht von der Vernunftslehre des Buddha unterscheiden kann und die mit rollenden Augen erteilten Befehle einer psychisch labilen Frau für Anweisungen eines Tibetischen Lamas hält: Kann ein solcher Zeitgenosse als nützlicher Kritiker in Sachen Buddhismus dienen?
Das möge der Leser selbst entscheiden. Immerhin sind die Schilderungen von Kamphuis über seinen Durst nach Erfahrungen flüssig geschrieben und durchaus ehrlich. Dass sich der Autor nach langer, erschöpfender geistiger Suche lieber einer vertrauten Glaubensreligion hingibt, wo ihm der Gott die individuelle Verantwortung abnimmt, ist ja auch nachvollziehbar. Aber muss man deswegen so tun, als schriebe man eine Art Enthüllungsbuch?
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Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise
Ich war Buddhist: Das Ende einer Pilgerreise von Martin Kamphuis (Gebundene Ausgabe - 2001)
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