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92 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum lässt Gott soviel Leid zu?
Dieses Buch ist das beste moderne Buch zum Thema Leid. In einer Zeit in der ein falsches Veständnis von Barmherzigkeit die Nicht-Existenz (den Tod) gegen das Leiden ausspielt und Abtreibung, Selbstmord und Euthanasie zumindest in der theoretischen Diskussion wieder salonfähig geworden sind, ist dieses Buch ein vehementes Plädoyer für die christliche...
Am 25. November 2000 veröffentlicht

versus
9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manches schmerzt!
Wie gewohnt von Lewis liest man in dem Büchlein das typische Lewisch`sche Fabulieren und Räsonieren über Dinge, die jeden denkenden und fühlenden Menschen interessieren müssen, die er aber nicht wirklich fest zu fassen bekommt, sofern er überhaupt zu so viel Selbstbetrachtung und Selbsterforschung neigt wie es bei Lewis der Fall ist...
Veröffentlicht am 16. September 2010 von Roman Nies


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92 von 100 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum lässt Gott soviel Leid zu?, 25. November 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Dieses Buch ist das beste moderne Buch zum Thema Leid. In einer Zeit in der ein falsches Veständnis von Barmherzigkeit die Nicht-Existenz (den Tod) gegen das Leiden ausspielt und Abtreibung, Selbstmord und Euthanasie zumindest in der theoretischen Diskussion wieder salonfähig geworden sind, ist dieses Buch ein vehementes Plädoyer für die christliche Position. Der Autor macht dem Leser die klassische Theologie zum Thema Leid und Schmerz gut verständlich. Gott ist nicht der Schuldige am Leid, und Leiden ist auch gar nicht das, was uns das Neuheidentum unserer Gesellschaft suggeriert. Dieses Buch ist ein Muss für Christen aller Konfessionen, wenn sie keine Antwort auf die Frage ihrer Mitmenschen wissen, wie ein gütiger Gott mit soviel Leid zu vereinbaren ist. Das Thema erscheint anstrengend und der Autor gibt auch keine einfache Antwort. Aber der Stil ist sehr gut verständlich und eingängig. Es ist ein Buch, das man schon Jugendlichen zu lesen geben kann, das aber auch Akademiker nicht verschmähen werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nüchtern, oft treffend, 17. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Wer Antworten sucht auf die Frage, wie man als (gläubiger) Mensch einen Standpunkt finden kann zu Leid und anderen schwierigen Themen, sollte dieses Buch lesen. Es fördert eine akzeptierende Haltung gegenüber eigenen Problemen (wenn vielleicht auch nicht den allerschlimmsten) und regt an, einen konstruktiven Umgang mit Lebensängsten zu finden. Der logisch-argumentativ Stil ist nicht immer einfach zu lesen, manchmal scheinen auch die Prämissen fragwürdig, die am Anfang von Argumentationsketten liegen. Alles in allem aber lesenswert und durchaus tröstlich.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach beeindruckend und mega gut, 9. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Ich bin beeindruckt, was C.S. Lewis für Gedankengänge macht. Es ist wirklich ein unglaublich (gutes) Buch.
Ich schreibe sonst keine Rezensionen, aber bei diesem Buch mach ich eine Ausnahme.
Über den Schmerz ist ein super Buch für Menschen, welche Gott nicht so einfach ein Platz in ihrem Herz geben können,
weil bei Ihnen alles über Logik und Verstand abläuft. Mit diesem Buch werden sie durch den Verstand und durch
eigenes Ueberlegen erkennen, dass Gott unser Herz will und verdient.
Ich denke Gott spricht sehr deutlich durch dieses Buch zu Menschen die alles begreifen und aus der Logik heraus verstehen wollen.
Grossartig wie Gott auf vielfälltige Weise zu den Menschen spricht.
So individuell und gut auf den Menschen angepasst. Auf jeden wieder anderst. Gott kennt uns jeder ganz persöndlich und weiss was wir brauchen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spekulativ, aber trotzdem lesenswert, 21. Februar 2013
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Schmerz als Sühne für Schuld, als Weg zu Gott, als bittere Medizin zur Veredlung des menschlichen Charakters oder auch, wenn der Schmerz andere betrifft, als Mittel zum Hervorrufen positiv verstandenen Mitgefühls, - über all das denkt C.S.Lewis in seinem Buch „Über den Schmerz“ nach.

Doch wie bei Glaubensthemen wohl kaum anders zu erwarten, bleibt nach dem Lesen natürlich der Eindruck, dass es sich bei alledem letztlich nur um, wenngleich gut durchdachte, Spekulationen handelt, die zutreffen könnten oder auch nicht.

Besonders im Kapitel über den „Schmerz des Tieres“ (ab S. 131), wo auch über ein mögliches Weiterleben von Tieren nach dem Tod spekuliert wird, oder im Kapitel über den „Fall des Menschen“ (ab S. 67), wo Lewis phantasievolle Gedanken über den prähistorischen Menschen entwickelt, wird das sehr deutlich.

Konsequenterweise sagt Lewis selbst, dass sein Buch „einzig von dem Problem spricht, das der Schmerz für das Denken darstellt“ (S. 7).

Manches versteht man vielleicht nicht gleich auf Anhieb. Ich jedenfalls musste die folgende Aussage im Zusammenhang mit der von Gott Abraham auferlegten Gehorsamsprüfung (Opferung seines Sohnes Isaak) mehrmals lesen, um sie zu verstehen:
„Wenn ich sagen würde: ‚Gott hätte dieses Experiment nicht nötig gehabt’, dann würde das heißen: Weil Gott es wusste, brauchte das, was er wusste, gar nicht existieren.“ (S. 102)

Trotzdem fällt es meist nicht allzu schwer, die von C.S. Lewis auf den 157 Seiten des Buches anschaulich ausgebreiteten Gedanken mitzudenken und sich an Wortschöpfungen wie „selbstische Liebe“ (S. 47), „gottwärts gerichteter Wille“ (S. 99) oder „goldener Apfel der Selbstheit“ (S. 156) zu erfreuen.

Eingerahmt werden die Spekulationen „über den Schmerz“ von der interessanten Frage, ob „die Größe und Leere des Universums“ nun ein Indiz gegen (S. 9) oder für (S. 156 f.) Gott ist.
Der Schmerz jedenfalls ist für Lewis, den bekehrten Atheisten, kein Indiz gegen einen guten Gott – im Gegenteil.
Doch auch nach dem Lesen des Buches muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er dem zustimmt.

„Über den Schmerz“ ist nach meiner Meinung ein lesenswertes Büchlein, besonders für alle, die Lewis und seine Art zu schreiben (vielleicht aus „Pardon, ich bin Christ“), kennen und mögen.
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9 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Manches schmerzt!, 16. September 2010
Von 
Roman Nies (Helibrunna) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Wie gewohnt von Lewis liest man in dem Büchlein das typische Lewisch`sche Fabulieren und Räsonieren über Dinge, die jeden denkenden und fühlenden Menschen interessieren müssen, die er aber nicht wirklich fest zu fassen bekommt, sofern er überhaupt zu so viel Selbstbetrachtung und Selbsterforschung neigt wie es bei Lewis der Fall ist.
Auch wenn er das Buch unter der Prämissse geschrieben hat, dass er nicht nach seinen eigenen Grundsätzen lebt. Es hört sich meistens so an, was er zu sagen hat, als sei es seine eigene persönliche Meinung zu einer bestimmten Sache.
Aber nicht nur, denn im ersten Kapitel über die Göttliche Allmacht erklärt er Selbstverständliches und Banales. Gott kann nicht allmächtig in dem Sinne sein, dass er an sich unmögliches möglich macht. Eine Verneinung bleibt eine Verneinung. Das ist ein schwacher Beginn für so ein anspruchsvolles Buch. Aber es wird stärker. Er erklärt uns in dem Kapitel Die Gutheit Gottes", dass sie notwendig ist, weil man sich sonst die Welt wie sie ist, nicht erklären kann. Eine mutige Behauptung, weil ja meist das genaue Gegenteil behauptet wird: So wie die Welt ist, könne Gott nur machtlos oder ungut sein. Lewis überrascht hier mit der Erkenntnis, dass Gottes Liebe sogar noch größer sei als seine Güte. Aber das ist ja schon deshalb klar, weil Liebe ein höheres Gut ist als die Güte, weil sie diese mit beinhaltet.
Typisch für Lewis sind aber auch seine geistreichen Aphorismen, die meist ihren Ursprung in viel Gedankenarbeit haben: "Von allen Mächten verzeiht die Liebe am meisten, aber sie entschuldigt am wenigsten; sie erfreut sich an wenig, aber sie verlangt alles." Das ist eine Beschreibung der biblischen Liebe. Gott gab alles, sein Leben, und verlangt auch alles vom Menschen, dessen Leben. Dafür hat er umfassende Vergebung gegeben, denen, die auch umfassend vergeben.
Lewis holt also weit aus um das Phänomen von Leiden und Schmerzen erklären zu können. Dazu gehört, dass er in einem weiteren Kapitel erklären muss, was die menschliche Bosheit ausmacht. Sie scheint für das meiste Leid in der Welt verantwortlich zu sein. Aber sie kann überwunden werden. Am besten nach den Grundsätzen des Christentums, sagt Lewis. Er erklärt scharfsinnig, dass es auch nur als Christ vollständig möglich ist. Klar, so geht die theologische Aussage.
Lewis versucht es aber nicht allein mit Theologie, die er so oft es irgend geht, versucht zu vermeiden. Er bemüht logische Vernunftschlüsse. Das ist nicht immer überzeugend. Es bleibt ein Rest zu glauben, wie zu erwarten, denn sonst wäre es ja kein Glauben.
In einem weiteren Kapitel setzt er sich mit dem Fall des Menschen, genauer mit der Lehre vom Sündenfall auseinander. Für Lewis ist das Handeln Gottes in Christus nicht ohne den Fall des Adam verständlich. Inkonsequenterweise geht er nicht von einem Mensch Adam aus, sondern denkt an sich entwickelnde Menschengenerationen. Damit verwässert er seine Aussagen wieder. Er ergibt sich in vielen wirren Spekulationen, die auch mit der biblischen Aussage nicht viel zu tun haben. Er zitiert zwar: "Wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle wieder lebendig", müsste aber von vielen Christussen ausgehen, damit seine Theorie stimmt.
In den Kapiteln über den menschlichen Schmerz, die besten im Buch, findet man vieles aus der Psychologie. Das Phänomen mit dem Leiden erklärt er aber biblisch so, dass es mit der Durchlebbarkeit der Freiheit des menschlichen Willens zusammenhängt. Die gute Nachricht lautet jedoch, dass Gott jedes Leiden dazu benutzt, den Menschen weiter nach seinem Bild zu formen. Gute Wesensmerkmale kann man nur erwerben, wenn man es will. Wollen kann man es nur, wenn man die Konsequenzen der unguten Wesensmerkmale begriffen hat. Sie können nur fort und fort Leiden hervorrufen.
"Gott hat uns, rein durch die Besachaffenheit dieser Welt, das stabile Glück und die beständige Sicherheit vorenthalten, die wir alle wünschen; aber Freude, Vergnügungen und Fröhlichkeit hat er breiten Wurfs ausgesät. Wir sind niemals sicher- und doch haben wir Spaß die Menge...Das Warum ist unschwer zu erkennen. Die Sicherheit, nach der wir uns sehnen, würde uns dazu verleiten, uns in dieser Welt zur Ruhe zu setzen; sie würde ein Hindernis sein für unsere Rückkehr zu Gott...Unser Vater erfreut uns auf der Reise mit manchen angenehmen Gasthaus, aber er will uns nicht ermutigen, es fälschlicherweise für unser Zuhause zu halten." Solche anschaulichen Beispiele findet man bei Lewis zuhauf, was das schwere Material dazwischen lesbarer macht.
Das Kapitel über die Hölle ergibt sich wieder in Spekulationen, wo Lewis auch Thesen aufstellt, denen er beinahe selbstverständlich unterstellt, dass sie richtig sind, obwohl er keine Beweise dafür liefert. Das ist das schwächste Kapitel seines Buches. Er vergleicht die menschliche Tragödie mit einem Spiel, das man auch verlieren können muss. Als ob Gott mit den Menschen wie beim Hinduismus spielt!
Aber Lewis verkennt nicht, dass die Lehre von der ewigen Höllenqual dafür verantwortlich ist, dass das Christentum als barbarisch verschrien ist. Er stimmt selber zu, dass es sich um eine schreckliche, unerträgliche Lehre handelt. So reißt er das, was er über den gütigen Got der Liebe gesagt hat, selber wieder ein. Seine Versuche das zu relativieren scheitern auf der ganzen Linie. Man merkt ihm an, das ihn das schmerzt. Hier wird aber auch offenbar wie wenig Lewis die Bibel kennt. Obwohl er die Hölle als einen Ort darstellt, indem der Schmerz, der zur Reue führen kann, als Banner der Wahrheit mitten in eine rebellische Festung, sprich den widerspenstigen Sünder, gepflanzt werden könnte. Lewis rechnet nicht damit, dass dies mit jedem Menschen geschehen kann. Warum eigentlich nicht? Dieser wunderbare Gedanke wird nicht einmal erwähnt. Sagt er nicht selber, am Anfag seines Buches, dass für Gott alle Dinge möglich sind, insbesondere die Dinge, die er aus Liebe tut? Die Hölle ist für Lewis ein Ort der grenzenlosen Freiheit aller, die nur sich selbst leben. Freiheit ist aber hier etwas nutzloses, unbefriedigendes.
Am Ende führt Lewis seine Vorstellung vom Himmel aus. Das ist der Ort, wo alles mit Gott eins ist, aber in Vielfalt. Dort gibt es ein immer wiederkehrendes Sterben im Sinne einer Selbstaufgabe, denn "Gottes Absicht ist aber nicht, dass wir zurückkehren in jene alte Selbstigkeit, sondern dass wir fortschreiten zu höchster Unterschiedenheit, um dann auf höhere Weise mit ihm wieder vereinigt zu werden. " Und: "Das Selbst ist dazu da, hingegeben zu werden, und durch die Hingabe wird es desto mehr es selbst, um daraufhin wieder um so mehr sich hinzugeben - und so fort." Ist das nicht eine Beschreibung einer vorzüglichen Ehe?
Sicherlich ein lesenswertes Buch mit einigen Schwächen bei den Spekulationen und mit ermüdender Langatmigkeit, wo der Autor das Gleiche wiederholt. Er will wohl seinen Punkt klar machen, hauptsächlich sich selber. Aber was geht das den Leser an? Da Lewis sich oft auf die Bibel beruft, ist es von Vorteil, wenn man sich in der Bibel auskennt.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein Buch für die leichte Abendlektüre, 20. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Es ist definitiv kein Buch, was man mal so nebenbei liest. C.S. Lewis ist komplex und eventuell ist das Buch sogar auf englisch leichter verständlich als auf deutsch. Trotzdem ist es definitiv lesenswert.
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18 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe zum Leben, 1. Dezember 2007
Von 
André Beßler (Bremen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Lange war dieses kostbare Buch vergriffen und wurde zu unverschämten Preisen antiquarisch angeboten, jetzt ist es Gott sei Dank wieder problemlos verfügbar. In seinen Betrachtungen über den Schmerz geht C. S. Lewis der Frage nach, wie menschliche Leiden mit dem Glauben an einen gütigen, willfährigen Gott vereinbar sind. Der Autor verlangt seinem Leser ein hohes Maß an geistiger Beweglichkeit ab und es empfiehlt sich sehr, bei der Lektüre ein Wörterbuch griffbereit zu haben. Lewis' Gedanken sind umso mehr interessant, als der Professor nicht allzu lange vor seinen 1943 an der Universität von Durham gehaltenen Vorlesungen, auf denen dieser Aufsatz beruht, noch selbst Atheist war und sich die Einwände, die sich aus der Tatsache von Leid und Schmerz gegen die Existenz Gottes erheben können, einmal seine eigenen waren.

Das Werk gilt nicht nur als wichtigstes von C. S. Lewis' Büchern, sondern als eines der bedeutendsten Werke in der philosophisch-theologischen Literatur zu dieser Frage. Nur wenige Autoren haben sich derart umfassend, klar und anschaulich, und zugleich so heiter und ernst mit diesem Problem befasst. Lewis fragt, ob es eine objektive sittliche Norm gibt und zeigt, dass alle Kulturen sie voraussetzen und anerkennen. In seinen scharfsinnigen Gedanken zur Möglichkeit von Wundern unternimmt der Autor eine Widerlegung des Naturalismus mit seinem Anspruch, alle Phänomene aus den Naturgesetzen abzuleiten. St.Augustin (?-605), Apostel von England und erster Erzbischof von Canterbury, drückte es lange zuvor so aus: "Wunder stehen nicht im Gegensatz zur Natur, sondern nur im Gegensatz zu dem, was wir über die Natur wissen."

C. S. Lewis formuliert seine Auffassungen nicht ins Abstrakte. Zwar schreibt er nicht als direkt Betroffener, doch hat er angesichts des Leidens und Sterbens seiner geliebten Frau mittelbar einen Sinn für die brennende Frage, von der sein Buch handelt. (Vielleicht erinnern sich einige, die dies lesen, an den Film "Shadowlands".) Seine sprachmächtige Schreibweise, seine weitreichenden Überlegungen und seine ermutigende Glaubenssicherheit machen dieses Buch zu einer für Betroffene, Angehörige und Betreuer gleichermaßen lohnenden Lektüre. Aber leider fehlt hier etwas sehr Wichtiges: In eine Beschäftigung mit der Frage nach Leiden und Sterben aus biblischer Sicht gehört unverzichtbar auch die Auseinandersetzung mit den Ursachen der immer größeren werdenden Anzahl von Krankheiten und ihrer epidemischen Ausbreitung.

Wir leben in einer kranken Welt, in Angst vor Krebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Arthritis, Allergien, Übergewicht und unzähligen anderen Leiden und Gebrechen. Christinnen und Christen sind genauso krank wie der übrige Teil der Gesellschaft. Wir wissen, Gott kann auf wunderbare Weise heilen, doch viele von uns sind krank, ausgegrenzt und sterben einen frühzeitigen Tod. Zwar ist das menschliche Immunsystem zur Selbstheilung in der Lage, doch es wird durch unseren Lebensstil und unsere westliche Ernährungsform ruiniert, weil ihr bestimmte lebensnotwendige Enzyme fehlen. Unsere Ernährung hat sich weit entfernt von dem, was uns Gott in 1. Mose 1,29 zum Leben gegeben hat.

Vielen ist nicht bewusst, dass sich die Bibel nicht allein an den Geist und die Seele des Menschen richtet, sondern auch ein wunderbarer Ratgeber für perfekte Gesundheit ist. Die Notwendigkeit, gut für den eigenen Körper zu sorgen, wird von den meisten Gläubigen mehr oder weniger ausgeklammert. Etwa 90 Prozent der Gebetsanliegen in unseren Kirchen haben eine Erkrankung zum Anlass, doch kann ein Kirchenbesucher nahezu sicher sein, in seinem ganzen Leben keine einzige Predigt zum Thema gesunde Ernährung zu hören - nicht einmal am Erntedanktag!

In Hosea 4,6 heißt es: "Mein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis", aber die christlichen Kirchen leisten kaum einen Beitrag zur Beantwortung einer der dringendsten Fragen unserer Zeit. Einer Zeit mithin, in der das medizinische Establishment aus staatlicher Gesundheitsvorsorge, Krankenversicherungen, Kliniken und Ärzten weitgehend ratlos vor dem Boom der Zivilisationskrankheiten steht. Dies ist umso bedenklicher, als sich in der Bibel deutliche Worte zu unserer Gesundheit finden: Römerbrief 12, 1-2a; 1. Korinther 6, 19-20: 1. Korinther 3, 16-17; III. Johannes 2

Im Galaterbrief Kapitel 6, Vers 7 heißt es, dass der Mensch ernten wird, was er sät. Kaum jemand wird bestreiten, dass es einen Zusammenhang zwischen unserer Lebensweise - einschließlich Essverhalten - und den immer stärker um sich greifenden Zivilisationskrankheiten gibt. Säen und ernten ist die natürliche Abfolge, die auch für unseren Körper gilt. Insofern diesem auch die Fähigkeit zur Selbstheilung innewohnt, bin ich davon überzeugt, dass sich krankhafte Verläufe auch umkehren lassen, wenn die Grundvoraussetzungen stimmen. An dieser Stelle schließt sich der Kreis und ich bin wieder bei dem, was ich über gesunde Ernährung angemerkt habe, wie sie uns in 1. Mose 1,29 vorgestellt wird. Meine Hoffnung ist, dass viele Menschen, die sich heute noch mit Schmerzen herumtragen, schon bald in das Lob des Psalmisten einstimmen werden: "Ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke, und das erkennt meine Seele wohl." (Psalm 139,14).
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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein intelligentes Buch, 10. Dezember 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Über den Schmerz (Taschenbuch)
Da ich meine trauernde Freundin begleite,
war mir das Buch teilweise schon eine Hilfe.
Allerdings lag mir persönlich das Buch von Jörg Zink
"Trauer hat heilende Kraft" mehr. Es hat mich
mehr im Herzens berührt.
Es hängt auch von der Stimmung ab, was ich gerade brauche.
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Über den Schmerz
Über den Schmerz von C. S. Lewis (Taschenbuch - 1988)
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