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32 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Von unsauberer Argumentation und guter Herausforderung,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
(Vorbemerkung: Zum Zweck dieser Rezension hat mir der Brunnen Verlag ein Rezensionsexemplar zukommen lassen! Dafür danke ich ihnen sehr herzlich. Ich habe daher alle Zitate aus der deutschsprachigen Version übernommen und auch die Seitenangaben der deutschen Ausgabe angepasst.)Wenige Bücher haben in den letzten Jahren ein Beben in der Blogosphere ausgelöst, als das Buch eines Pastors aus Grand Rapids in Michigan. Ein Buch mit einem guten Titel. Ein Buch mit einem interessanten Thema. Ein Buch mit einigen steilen Thesen. Nur kurze Zeit, nachdem Rob Bell einen Trailer zu seinem neuen Buch auf einer Videoplattform postete, gab es auch schon die ersten Antworten. Justin Taylor war froh, dass ein Irrlehrer endlich zu seiner Irrlehre steht. Kevin DeYoung verteidigte die Vorverurteilung von Bell gleich dadrauf und John Piper twitterte ein Farewell für Rob Bell. John MacArthur nannte ihn gleich einen Wolf, den wir meiden sollten. Rob Bells Verlag für seine ersten drei Bücher 'Zondervan' hat sich auf Grund dieses Buches von dem Autor getrennt. Erschienen ist das Buch dann bei HarperOne. Das ist insofern nicht verwunderlich, weil Zonvervan 'nur' ein anderer Imprint von der HarperCollins Publishing Group ist. Auf Deutsch hat es vor wenigen Tagen nun das Brunnen Verlag Gießen herausgebracht. Der Titel auf Deutsch: Das letzte Wort hat die Liebe. Die Hölle auf Erden Wie irdisch ist die Hölle? Rob Bell hat immer wieder dadrauf verwiesen, dass ein ganzes Kapitel des Buches - tatsächlich sind es genau 29 Seiten - in dem Buch sich speziell mit der Frage nach der Hölle befasst. Es fällt sehr schnell auf, dass Bell die Hölle vorallem auf dieser Erde ansiedelt. Er sagt ausdrücklich, dass er an eine 'buchstäbliche Hölle' glaube (S. 81). Vor und nach diesem Satz beschreibt er aber ganz reales Leiden auf dieser Welt. Die Frage, die man sich aber stellen sollte, ist, ob die Hölle biblisch betrachtet derart irdisch ist. Bell selbst geht auf das Beispiel mit dem reichen Mann und dem armen Larzarus ein. Wir finden diese Geschichte in Lukas 16. Auf rührende Weise erzählt Bell die Geschichte nach um zu dem Schluss zu kommen, dass sie eine drastische Botschaft an die Zuhörer war. Sie sollten die armen Larzarusse vor ihren Türen nicht übersehen, sonst - so schreibt Bell - 'würden ernste Konsequenzen folgen' (S. 86). Doch dabei geht er absolut nicht auf die Jenseitigkeit dieses Gleichnisses ein! Er zieht das Gleichnis herunter auf etwas Diesseitiges, spricht über erstaunliche Geschichten von Menschen, die sich für andere Menschen einsetzen. Und zeigt nicht wirklich auf, dass dieses Gleichnis aber eine viel tiefere Dimension als soziale Gerechtigkeit hat. Er geht gar nicht darauf ein, dass dieses Gleichnis zeigt, dass die Konsequenzen in einem Ort zusammengefasst sind, der Leiden bedeutet. Bell schreibt zwar, dass '[e]s [...] die Hölle jetzt und [...] die Hölle später [gibt]' (S.89) aber er verzichtet darauf, die jenseitige Hölle später auch nur mit einem Wort zu beschreiben. Lieber suggeriert er, dass der reiche Mann eigentlich eine Chance hätte, sein Herz zu ändern. Die Bibel spricht davon aber nicht! Den Abgrund, von dem in der Bibel (Lukas 16,26) gesagt ist: 'Außerdem liegt zwischen uns und euch ein tiefer Abgrund, sodass niemand von uns zu euch hinüberkommen kann, selbst wenn er es wollte; und auch von euch kann niemand zu uns herüberkommen.', setzte Bell mit dem Herzen des Reichen gleich. Aber der Text gibt uns dafür keine Anhaltspunkte. Was der Text uns sagt, ist die Endgültigkeit des kommenden Lebens. Wer gerettet ist, der kann nicht hinübergeworfen werden! Wer nicht gerettet ist, hat auch keine Chance mehr, gerettet zu werden. Bell suggeriert in diesem Text eine freudige Botschaft der Auferstehung am Ende. Es ist wahr, dass der letzte Satz, den Abraham in diesem Gleichnis sagt, von Auferstehung erzählt. Doch ich sehe dort wenig Hoffnungsvolles. In Vers 31 sagt Abraham: 'Wenn sie nicht auf Mose und die Propheten hören, werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.' Das Jesus in dieser Geschichte auf seine eigene Auferstehung in wenigen Monaten hinweisen will, das will ich dem Text gerne zugestehen. Doch die Botschaft ist nicht eine hoffnungsvolle. Es ist eine traurige. Jesus macht deutlich, dass auch einem Auferstandenen kein Glauben geschenkt werden wird. Und wie Recht er damit behalten sollte. Die Sache mit den Böcken Bell betrachtet auch die Geschichte Jesu', in der er von den Schafen und Böcken berichtet. Nachzulesen ist das in Matthäus 25. Auffällig ist, dass Bell dabei sehr viel Wert legt auf den griechischen Urtext. Und hier kommen wir zu einer argumentatorischen Fahrlässigkeit. Bell schreibt: 'Aion hat, so wissen wir bereits, zwei Bedeutungen. Die eine ist Zeitalter oder Zeitraum, die andere verweist auf eine Intensität der Erfahrung.' (S. 101) Im Folgenden argumentiert Rob Bell dann, dass 'für immer' im Sinne von einer niemals endenden Zeitspanne gar nicht im Sinne der biblischen Autoren lag. Sie kannten, so Bell, diese Kategorie gar nicht. Nun beschreibt aber Jesus im gleichen Vers (Matthäus 25,46) auch die Belohnung der Gerechten als ein Leben, dass aion ist. Das würde aber - wenn wir der Argumentationslinie des Autors folgen - bedeuten, dass Jesus gar nicht an ein ewiges Leben gedacht hat, im Sinne von einem niemals endenden Leben! Im nächsten Kapitel bricht Bell eine Lanze für diejenige Strömung innerhalb der 'christlichen' Tradition, die davon ausgeht, dass Gott nur genügen Zeit braucht, um alle Menschen zu überzeugen. Bis die Liebe das letzte Wort hat. Bell schreibt im folgenden Kapitel folgendes: 'Hinter dieser Sicht steht der Glaube, dass sich - ausreichend Zeit vorausgesetzt - jeder Gott zuwenden und sich in der Freude und dem Frieden Gottes wiederfinden kann. Die Liebe Gottes bringt jedes noch so harte Herz zum Schmelzen und selbst die 'verdorbensten Sünder' werden letztlich ihren Widerstand aufgeben und zu Gott umkehren.' (S. 114) Bell ist hier durchaus geschickt. Er beschreibt diese Strömung mit viel Liebe und Mitgefühl für diese Denkweise, aber er selber schreibt nicht ausdrücklich, dass er sich dazu zählt. Wenn wir aber dabei der Argumentation des Autors folgen, dann kennt die Bibel keine Begriffe von 'ausreichend Zeit'. Im ewigen Leben geht es doch gar nicht um einen ewigen Zeitabstand. Es geht nur um eine 'Intensität der Erfahrung'? Die Gerechten werden also für einen mehr oder weniger langen Zeitraum eine sehr intensive Erfahrung von Leben machen und dann ist Ende. Oder wie sollte man begründen, dass ein uns das selbe Wort in ein und dem selben Satz zwei unterschiedliche Bedeutungsaspekte meint? Ich sehe hier eine Inkonsequenz in der Argumentation. Wenn die Strafe nur ein Zeitraum ist, dann ist auch das Leben nur ein Zeitraum. Denn Jesus benutzt die selben Worte dafür! Wenn die Strafe nur eine besonders intensive Erfahrung ist, die einmal endet, dann ist auch die Belohnung der Gerechten eine besonders intensive Erfahrung des Lebens. Der Heilige, der Gerechte Eines wird sehr deutlich im ganzen Buch. In Bells Gottesbild gibt es keinen Platz für Heiligkeit. Mit Heiligkeit meine ich, dass sie Sünde verachtet, hasst, dass sie keine Gemeinschaft mit Sünde hat. Wir sehen in Bells Buch einen Ausschnitt des biblischen Gottes. Es ist der Missio Deus, wie ihn Frost & Hirsch nennen. Der Gott der Mission. Der Gott, der sich selbst in die Welt senden, um der ganzen Welt das ganze Evangelium zu bringen. Ich würde Bell unrecht tun, wenn ich behaupten würde, dieser Gott finde sich nicht in der Bibel. Doch es ist ein unvollkommenes Bild. Es ist nur ein Teil des Gottes, der sich uns selbst offenbart. Und hier sehe ich auch die Wurzel der Argumentation Bells. Denn die Hölle als ein ewiger Ort der Gottesferne, ein Ort des Leides, des Zähneknirschens, lässt sich nur auf Grundlage der Heiligkeit, der Gerechtigkeit Gottes argumentieren. Ein Gott, der nur und ausschließlich Abba, Vater, ist, schließt den heimkommenden Sohn in die Arme, ohne ein Opfer zu fordern. Doch dieser Gott findet sich so nicht in der Bibel. Am Kreuz offenbart sich der sendende und gleichzeitig gesendete Gott, der eine brennende Liebe für Sünder hat, gekommen ist um Sünder zu retten. Es zeigt aber auch den richtenden und gleichzeitig gerichteten Gott. Der Gott, der zornig ist über die Sünde der Welt. Der Gott, der Sünde hasst. Es ist dieser Zorn Gottes, der das Kreuz notwendig gemacht hat. Am Kreuz richtet Gott die Sünde der Welt und richtet sich dabei quasi selber. Mark Driscoll schreibt in Death by Love, dass am Kreuz der Vater und der Heilige Geist Gericht gehalten haben über den Sohn. Luther sagte, dass am Kreuz Jesus zum personifizierten Bösen wurde, der abscheulichsten Gestalt der ganzen Schöpfung. Dort hält Gott Gericht. Dort richtet Gott. Und dort wird Gott gleichzeitig gerichtet. Das ist das Mysterium des Kreuzes. Wo Gott selber für uns 'in die Bresche springt', wo Gott seinen heiligen, Gerechten Zorn lieber auf sich selber ausgießt und nicht über den Menschen. Wenn wir verstehen, dass der Mensch in seinem natürlichen Zustand nicht 'menschlich' ist, dann wird der Zorn Gottes verständlich. Wenn wir verstehen, dass der Mensch in seinem natürlichen Zustand ein Feind Gottes ist, dann wird die Liebe Gottes umso größer. Aber wenn Gott heilig ist, dann muss er Sünde bestrafen. Bell spricht immer wieder davon, dass er es nicht akkzeptieren kann oder will, dass Gott die Menschen dafür bestraft, weil sie in dieser kurzen Spanne des Lebens eine falsche Entscheidung getroffen haben oder falsch gehandelt haben. Doch das ist nicht das Urteil, dass die Bibel spricht. In der Bibel geht es um das Gericht eines heiligen Gottes über eine Menschheit, die nicht neutral ist, sondern sich ihn zum Feind gewählt hat. Und es geht um einen Gott, der trotzdem alles tut, um eine Beziehung zu den Menschen aufzubauen. Er geht so weit, sich selbst zu opfern, um den Vorhang, der uns trennt, entzwei zu reißen! Wir müssen die Heiligkeit Gottes verstehen, wenn wir Gott den Richter verstehen wollen. Wir müssen die Heiligkeit Gottes verstehen, wenn wir die Liebe Gottes und das Kreuz wirklich verstehen wollen. Gott richtet die Menschen nicht, weil sie Jesus nicht kennen. Gott richtet Menschen, weil sie seine Feinde sind! Rob Bell und die 'Frozen Chosen' Ich würde dem Buch aber unrecht tun, wenn ich nur Schlechtes darin finde. Deswegen will ich auch eine Sache ansprechen, die mich wirklich positiv bewegt hat. Rob Bell wendet sich immer wieder gegen die Menschen, die sich ihrer Entscheidung oder Erwählung freuen, in ihren Gemeinden sitzen und keinerlei Einfluss auf ihre Umwelt haben. Bell schreibt: '[Manche] verteilen Handzettel, die erklären, wie man Frieden mit Gott findet, wieder andere arbeiten in Flüchtlingslagern in Kriegsgebieten. Da gibt es die, die über Medienkanäle über bestimmte Auslegungen bestimmter Bibelverse diskutieren, und solche, die sich dafür einsetzen, Frauen und Kinder aus Zwangsprostitution zu befreien. Oft kann man den Eindruck gewinnen, das diejenigen, die es am meisten beunruhigt, dass Menschen in die Hölle kommen könnten, wenn sie sterben, sich sehr wenig von der Hölle auf Erden hier und jetzt beunruhigen lassen. Umgekehrt sind anscheinend die Leute, die vor allem die Hölle auf Erden hier und jetzt beunruhigt, am wenigsten besorgt über die Hölle nach dem Tod.' (S. 89) Wir müssen uns selbst die Frage stellen, ob das der Auftrag ist, den wir auf dieser Welt haben. Die Lausanner Verpflichtung sagt das deutlich: Soziale Gerechtigkeit ist nicht gleich Evangelisation. Aber sie ist ebenso unser Auftrag. Wir leben in einem wirtschaftlich lebendigen Land. Uns ist viel gegeben. Aber damit kommt auch eine Verantwortung für diese Welt einher. Zu lange haben wir die Hände in den Schoß gelegt und zugesehen, wie aus dieser Schöpfung eine Hölle auf Erden wird. Aber wir haben eine Botschaft in unseren Herzen und ein Buch auf unseren Nachttischen, die in der Lage ist, Herzen zu verändern. Rick Warren sagt, dass der einzige Weg die Welt zu verändern in der Kraft des Evangeliums liegt. Und hier liegt Rob Bells Stärke, die sich auch in diesem Buch findet. Er stellt unsere Frömmigkeit auf die Waage und fragt, ob unser Glaube wirklich mit der Bibel im Einklang steht. Was die Hölle angeht bin ich davon überzeugt. Was unsere Praxis in dieser Welt angeht, sollten wir uns diese Frage gefallen lassen. Gods Bless, Restless Evangelical P.S. Es gibt wesentlich mehr zu diesem Buch zu sagen. Alle positiven und negativen Impulse in diesem Buch aufzulisten würde diese Rezension sprengen. Empfehlenswert sind aber auch die Rezensionen von Kevin DeYoung 'God is still holy and what you've learned in Sunday School is still right' und die Rezension von Tim Challies 'Love Wins - A Review of Rob Bells New Book'. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Super Buch!,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gelesen und es ist super ! Ich konnte gar nicht mehr aufhören Jedem davon zu erzählen. Habe es auch mehrmals bestellt und verschenkt! Das Buch nimmt einem viele Ängste und schenkt einem Hoffnung.
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20 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Selber lesen macht schlau,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Nachdem dieses Buch einen Boykottaufruf erfahren durfte, heftige Diskussionen im Internet ausgelöst hat, kann es nur heißen: Selber lesen macht schlau. Von anderen sollte man sich nicht seine Meinung diktieren lassen, sondern die Argumente selbst hören und überdenken. Genau das macht Rob Bell eigentlich in seinem Buch: Er stellt viele überkommene Wahrheiten und althergebrachte Aussagen über Himmel und Hölle einfach einmal in Frage. Nicht auf alle seine Fragen hat er schon selbst gleich eine Antwort - wie symphatisch. Aber er regt zum Nachdenken und zur Diskussion an - man will reden, reden, reden. Was will man eigentlich mehr von einem guten Buch?
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Das letzte Wort hat die die Liebe,
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Endlich ein Buch, dass Gedanken zuläßt, die so nicht gedacht werden durften!Es zeigt Wege Gott ganz neu zu sehen und es befreit zu einem Denken, dass Hoffnung macht und von Ängsten befreit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bob Bell und seine Kritiker,
Von
Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Rob Bells Buch Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat" hat die Gemüter stark bewegt. Es wurde schon eine kontroverse Diskussion geführt. Bob Bell ist der Gründer und frühere Pastor der Mars Hill Bible College" in Grandville, Michigan und außerdem ein begehrter Redner. Seine Gottesdienste haben an Sonntagen schon bis zu 7.000 Menschen besucht. Im Jahr 2011 wurde Bob Bell in die sog. Time 100 list" aufgenommen, eine jährliche Liste der 100 einflussreichsten Personen der Welt.Bob Bells Buch hinterfragt das traditionelle Verständnis von Himmel und Hölle. Es hat schnell den zweiten Platz der New York Times Bestsellerliste eingenommen. Kann ein Gott der Liebe Geschöpfe in das ewige, bewusste Leiden schicken?" Die Beantwortung dieser Frage widerspricht der Vorstellung von endlosen Höllenqualen, führt Bell in seinem Buch aus. Weiterhin betont er: Vielen wurde gelehrt, dass dieser Glaube an eine Hölle für ewige, bewusste Qualen ein zentraler Lehrsatz des christlichen Glaubens ist, dessen Ablehnung gleichbedeuten ist mit der Ablehnung Jesu ist. Dies ist eine Fehlleitung und schädlich, ja, es untergräbt die Verbreitung der ansteckenden Botschaft der Liebe, des Friedens, der Vergebung und Freude Jesu, die unsere Welt dringend hören muss." Er beschreibt verschiedene Ansichten über die Hölle einschließlich der Versöhnung aller (UR), obwohl er keine der Versionen sein Eigen nennt. Von der Versöhnung aller schreibt er: Was immer man dagegen (die Allversöhnung) sagen kann, und da gibt es einiges, muss man zugeben, dass dieses Verständnis passend, geeignet und so christlich ist, dass man sich danach sehnt." Neben anderen Kritikern haben Persönlichkeiten der Reformierten Kirche Bells Buch als theologisch katastrophal" genannt, weil er die Allversöhnung nicht ausschließt. Ein konservativer evangelikaler Pastor schrieb sogar, Lebewohl Rob Bell", womit er versucht hat, Bell einseitig aus der evangelikalen Gemeinschaft auszuschließen. Scharfe Kritik! Bell lehnt es ab, sich einen Universalist zu nennen. Er vertritt keine bestimmte Sicht, viel mehr möchte er ein Stück weit der Ungewissheit Raum lassen. Einige Evangelikale sagen, das Buch würde eine längst überfällige Diskussion über gewisse traditionelle Auslegungen der Schrift anstoßen. Es stimmt mich traurig, dass ein bibel- und worttreuer Autor mit einer inspirierten Sicht der Heilsgeschichte so harsche Kritik erntet. Wir wollen in dieser Hinsicht das Wort Gottes etwas näher betrachten. Die Bibel soll und kann nur der alleinige Maßstab sein. Erfreulich ist, dass die Diskussion auf internationaler Ebene von einem in den USA prominenten Pastor angestoßen wurde und scheinbar fest gefügte Lehrgebäude mindestens neu hinterfragt werden. Wenn das zur Ehre des Namens Gottes geschieht, dann darf die Kritik ruhig noch lauter werden. Sie wird letztlich zum Lobpreis der Liebe unseres Herrn, zur Erkenntnis seines souveränen Willens und seines unabänderlichen Zieles führen. Warum machen mich die Kritikpunkte traurig? 1. Weil dem Opfertod Jesu auf Golgatha seine allumfassende Wirkung genommen wird. Ist das Kreuz nicht ein für allemal" geschehen? (Hebr. 10, 10) Ist es nicht suffizient und auch effizient? (Röm. 5, 18) Das sind Grundsatzaussagen der Schrift, die von anderen Schriftstellen nicht eingeschränkt werden können. Nur auf dem Hintergrund des Verständnisses von Gerechtigkeit" mittelt menschlicher Logik ist die `Effizienz' des Todes Christi für die ganze Schöpfung in Frage gestellt worden. Zum Beispiel soll das Kreuz nur für die Auserwählten" effizient sein. Das steht in diesem Zusammenhang nirgends in der Schrift! Wäre das richtig, dann müsste man auch die Aussagen folgender Bibelstellen einschränken: Röm. 5, 18: Wie es nun durch eine Übertretung für alle Menschen zur Verdammnis kam, so auch durch eine Gerechtigkeit für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens. 2. Kor. 5, 14: Denn die Liebe Christi drängt uns, da wir zu diesem Urteil gekommen sind, dass einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind. 15 Und für alle ist er gestorben, damit die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und auferweckt worden ist. 1. Tim. 2, 5: Denn <einer> ist Gott, und <einer> ist Mittler zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus, 6 der sich selbst als Lösegeld für alle gab, als das Zeugnis zur rechten Zeit. Im Gegenteil Paulus betont deutlich die allumfassende Wirkung des Opfertodes Jesu, um von vorne herein alle zukünftigen Zweifel auszuschließen, die er offenbar voraussah. (Röm. 5, 15) Er stellt den einen Menschen, Adam, und die vielen (nach Vers 12 ist das die ganze Schöpfung, das heißt alle"), die durch ihn unter die Sünde kamen, den einen Menschen Jesus Christus und die vielen, denen die Gnade zuteil wird, gegenüber. Röm. 5, 15: Denn wenn durch des einen Übertretung die vielen gestorben sind, so ist viel mehr die Gnade Gottes und die Gabe in der Gnade des <einen> Menschen Jesus Christus gegen die vielen überreich geworden. Das ist hier nicht nur eine Gleichsetzung, sondern mit seinem viel mehr" bringt Paulus zum Ausdruck, dass die unbezweifelbar umfassende Wirkung der Sünde durch Adam ausnahmslos für die ganz Schöpfung zu einer noch viel umfassenderen Wirkung des Kreuzes zum Leben in Christus führt. Die Wirkung des Kreuzes ist einfach unvergleichbar mit Adams Fall. Sie ist viel mehr". Röm. 5, 18: Denn wie durch des <einen> Menschen Ungehorsam die vielen in die Stellung von Sündern versetzt worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des einen die vielen in die Stellung von Gerechten versetzt werden. Das viel mehr" von Paulus sollte alle zum Schweigen bringen, die die Effizienz des Kreuzes einschränken wollen! 2. Weil die eindeutig durch die Schrift belegte Souveränität Gottes eingeschränkt wird. Gott hat einen Vorsatz, den er in Christus verwirklicht. (Eph. 3, 11) Er will (griechisch ein Ausdruck für seinen Willen), dass alle Menschen gerettet werden. (1. Tim. 2, 4) Paulus sagt, dass wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Retter aller Menschen ist.(1. Tim. 4, 10) Die Bibel würde niemals Gott einen Retter aller Menschen" nennen, wenn er nur einen (kleinen?) Teil der Menschheit wirklich rettet. Er hat mit einem Eid bekräftigt, die Verheißung zu erfüllen, dass alle Wesen im Himmel, auf der Erde und unter der Erde im Namen Jesu die Kniee beugen und bekennen, dass Jesus Christus Herr" ist. Dies soll zu Gottes Ehre geschehen (Jes. 45, 23-25; Phil. 2,9-11). Kniee beugen" bedeutet an allen Schriftstellen freiwillige Huldigung oder selten spöttische Huldigung, niemals zähneknirschende Unterwerfung. Jesus Christus Herr" nennen kann niemand, außer in der Kraft des Heiligen Geistes (1. Kor. 12,3). Dieses Bekenntnis führt zur Errettung (Apg. 2,21; Joel 2,32; 1. Joh. 4,15; 5,1). Die Gültigkeit dieses Wortes ist nirgends in der Schrift auf die Lebzeiten auf Erden begrenzt. Seine Güte währet ewiglich! Obwohl eine Verheißung Gottes ausreichend Beweis für die sichere Erfüllung wäre, bekommt Johannes noch eine Vision auf das erreichte Ziel hin (Off. 5,13). Dort gibt jedes Geschöpf Christus Lob und Ehre. Offb. 5, 13: Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meer ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm den Lobpreis und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Alle Geschöpfe lobpreißen Christus und ehren seinen Namen! Kann sich das in der Hölle abspielen? Und wenn es so wäre, ist das nicht ein Bekenntnis, das zur rettenden Erlösung führt? (Apg. 2, 21) Will und kann Gott seinen Willen durchsetzten? Ein weiteres Zeugnis der Schrift wird oft wiederholt, nämlich dass Gott sein Wohlgefallen, seinen Willen stets durchführt und niemand und nichts ihn daran hindern kann und wird. Jes. 46, 10: ... der ich von Anfang an den Ausgang verkünde und von alters her, was noch nicht geschehen ist, der ich spreche: Mein Ratschluss soll zustande kommen, und alles, was mir gefällt, führe ich aus, ... Jes. 14, 24 + 27: Der HERR der Heerscharen hat geschworen und gesagt: Fürwahr, wie ich es erwog, so geschieht es, und wie ich es beschlossen habe, so kommt es zustande: ... Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen. Wer wird es ungültig machen? Und seine Hand ist ausgestreckt. Wer wendet sie zurück? Jes. 55, 11: so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe. Ps. 135, 6: Alles, was dem HERRN wohlgefällt, tut er in den Himmeln und auf der Erde, in den Meeren und in allen Tiefen. Eph. 1, 11: Und in ihm haben wir auch ein Erbteil erlangt, die wir vorherbestimmt waren nach dem Vorsatz dessen, der alles nach dem Rat seines Willens wirkt, ... Unser Vater-Gott, von dem und für den das All ist (Röm.11,36), hat auch das Ende deutlich verheißen. Das All wird in Christus unter ein Haupt zusammengebracht (Eph. 1, 9-10). Der Ausdruck unter ein Haupt zusammenbringen" lässt nur inneren Einklang und Harmonie zu, wie auch in Röm. 13,9, wo das Liebesgebot das Gesetz in völligem Einklang zusammenfasst. In 1. Kor. 15, 28 enthüllt uns die Schrift das allerletzte und höchste Ziel: Gott wird alles in allen sein. Dabei beschreibt Paulus die Unterwerfung des Alls unter Christus gleichartig wie die Unterwerfung Christi unter Gott, nämlich in freiwilliger Liebe. In diesem Zustand des Alls haben Finsternis und Verdammnis keine Existenzmöglichkeit mehr, denn Gott ist nur Licht, Liebe und Geist (1. Joh. 1,5; 4,8; Joh. 4,24). Gott hat das All in Christus mit sich versöhnt. 2. Kor. 5, 19: nämlich dass Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, ihnen ihre Übertretungen nicht zurechnete und in uns das Wort von der Versöhnung gelegt hat. Kol. 1, 19: Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, dass in ihm alle Fülle wohnen sollte 20 und alles durch ihn versöhnt würde zu ihm selbst, es sei auf Erden oder im Himmel, damit dass er Frieden machte durch das Blut an seinem Kreuz, durch sich selbst. Das Wirken der Weisheit Gottes auf dem langen Weg zum Ziel ist im Gleichnis des verlorenen Sohnes" am besten gezeigt. Die Ablehnung der Gemeinschaft mit dem Vater führt den Sohn auf eigenen Wegen in den Zerbruch, ein selbstverschuldetes und selbstgewähltes Gericht (für ihn eine Hölle) unter den Schweinen. Dort lernt er erkennen, was die Gemeinschaft mit dem Vater bedeutet, und er entschied sich umzukehren (Luk. 15,18). Als er absolut nichts mehr aufzuweisen hat, macht er sich auf den Weg nach hause. In dieser demütigen, bußfertigen Herzenseinstellung zeigt ihm der Vater bedingungslose Vergebung aus reiner Gnade, er lässt ihn fürstlich kleiden, schenkt ihm sein ganzes Vertrauen und das bleibende Leben. Mit diesem Sohn hat der Vater sein Ziel erreicht. Der Sohn selbst kann dazu nichts beitragen, der Vater schenkt ihm alles. So erreicht der souveräne Gott und Schöpfer aller Dinge sein Ziel, das er sich vor Grundlegung der Welt" in und durch Christus, ja vor dem Beginn eines Zeitablaufes, gesetzt hat. (1. Petr. 1, 20; Eph. 1,4) Wer wagt daran zu zweifeln? 4. Weil mit dem Begriff Gerechtigkeit" nicht in biblischer Weise umgegangen wird. Die Gegner des Universalismus bringen oft das Argument vor, Gott sei heilig und gerecht. Daher müsse es in der Ewigkeit Erlöste und Verdammte geben. Ja können Menschen etwas dazu beitragen, gerecht zu werden? Gerechtigkeit gibt es nach der Bibel nur bei Gott und von Gott. Er legt seine Gerechtigkeit aus heilvoller Gnade auf die Glaubenden. Gerechtigkeit und Heil von Gott werden häufig als Wortpaar erwähnt. Nach den Regeln hebräischer Poesie, dem Parallelismus, werden Gnade, Gerechtigkeit und Heil innerhalb sich überdeckender Bedeutungsfelder zu Synonymen. Jes. 51, 6 + 8: Aber mein Heil bleibt ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird kein Ende haben. 8 ..., aber meine Gerechtigkeit bleibt ewiglich und mein Heil für und für. Jes. 46, 13: Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht fern, und mein Heil zögert nicht. Und ich gebe in Zion Heil, für Israel meine Herrlichkeit. Jes. 45, 8: Träufelt, ihr Himmel, von oben! Und ihr Wolken, fließt über von Gerechtigkeit! Das Land öffne seine Ackerfurchen, und sie sollen fruchtbar sein mit Heil, und es lasse Gerechtigkeit hervorwachsen zugleich! Ich, der HERR, habe es geschaffen. Ps. 98, 1: Der HERR hat kundgetan sein Heil, vor den Augen der Nationen offenbart seine Gerechtigkeit. 3 Er hat seiner Gnade und seiner Treue für das Haus Israel gedacht. Alle Enden der Erde haben das Heil unseres Gottes gesehen. Ps. 119, 123: Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach der Zusage deiner Gerechtigkeit. 124 Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Ordnungen! Röm. 10, 10: Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil. Auf den Zöllner - nicht auf den Pharisäer mit all seinen Werken - legte Gott seine Gerechtigkeit, nachdem dieser sich als Sünder bekannte. (Luk. 18, 13) Der Stolz des Pharisäers war ein noch (?) nicht zu überwindendes Hindernis für Gottes Gerechtigkeit. Das Sinnen des menschlichen Herzens ist böse von Jugend an. (Gen. 8, 21) Im fleischlichen Menschen wohnt nicht Gutes (Röm. 7, 18), da hilft auch Reinigung nicht. Gott macht alles neu! (Offb. 21, 5) Gott legt sein Leben, das ewige Leben", in der Wiedergeburt in uns. Er reinigt nicht oder repariert, er macht etwas völlig Neues. König David sagt im 51. Psalm: Gib mir einen neuen (neu gemachten) beständigen Geist..." Nur dieser neu gemachte" Geist kann enge Gemeinschaft mit dem Vater haben. So muss es mit jedem Menschen geschehen. (Spr. 19, 21) Wann das geschieht, steht nicht geschrieben. Es steht aber auch keinesfalls geschrieben, dass dies nur während des Lebens auf der Erde geschehen kann. Im Gegenteil: Seine Güte währet ewiglich." Sie endet sicher nicht mit dem irdischen Tod. 1. Sam. 2, 6: Der HERR tötet und macht lebendig; er führt in den Scheol hinab und wieder herauf. Übrigens predigte Jesus im Totenreich das Evangelium! Das muss ja einen Sinn haben, sie sollen im Geist Gott leben". 1. Petr. 3, 9: In demselben ist er auch hingegangen und hat gepredigt den Geistern im Gefängnis,... 1. Petr. 4, 6: Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkündigt, auf dass sie gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben. Wir sollten nicht den Fehler begehen, mit extremen und schockierenden Beispielen die Aussagen der Schrift zu überdecken. Die oft vorgebrachte Frage nach dem Verbleib Satans oder auch Hitlers, kann jedenfalls die biblischen Verheißungen nicht einschränken. Bleiben wir beim Wort Gottes alleine! 5. Weil die Hölle dem menschlichen Gerechtigkeitsverständnis Genugtuung bieten muss. Die Hölle kann man nicht ernst genug nehmen! Selbstverständlich schließt die letztlich erwartete Erlösung aller die Hölle nicht aus sondern notwendiger Weise ein! Aber über die endlose Existenz der Hölle ist nichts direkt ausgesagt, es wird nur indirekt geschlossen. Ja, die Hölle bekommt durch die Erwartung einer Endlösung nach dem Willen Gottes erst einen Sinn. Gott würde nichts Sinnloses tun. Eine ewige" (im Sinne von endlose), bewusste Qual wäre sinnlos und nichts als sadistisch. Der biblischen Gerechtigkeit kann sie nicht dienen! Davon spricht die Bibel auch nicht. An keiner Stelle kann man zwingend schließen, dass Finsternis und Hölle nicht überwunden werden. Jes. 51, 6: Aber mein Heil wird in Ewigkeit bestehen, und meine Gerechtigkeit wird nicht zerschlagen werden. Gott wird einmal alles neu machen. Offb. 21, 4: Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. 5 Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig. Das Erste ist vergangen" und mit ihm alles, was der gefallenen, sündigen Schöpfung angehörte. Da wird es keine Finsternis oder Hölle mehr geben. Dann wird es auch keinen Zeitablauf mehr geben. Gottes Allmacht und Allgegenwart existiert außerhalb der Zeit. Er ist ewig, was in diesem Fall ein Qualitätsbegriff ist und nicht auf einen zeitlichen Ablauf hindeutet. Jak. 1, 17: Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist noch einer Veränderung Schatten. Heb. 13, 8: Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. Ps. 90, 2: Ehe die Berge geboren waren und du die Erde und die Welt erschaffen hattest, von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, Gott. Die Bibel lehrt, dass für Gott alles in seinem HEUTE" geschieht. Jesus Christus deutete diese zeitlose Situation an, als er den Juden, die von der Zeit Abrahams sprachen, antwortete: Joh. 8, 58: Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham war, bin ich. Abraham war" - Vergangenheit, Jesus vor Abraham und ist" - Gegenwart. Jesus teilt als Gott das HEUTE des Vaters. Gottes Allmacht und Allgegenwart besteht außerhalb des Zeitablaufs. Er ist ewig", hier ein Qualitätsbegriff und keine Zeitaussage. Ewig" bedeutet nicht endlose Zeit". Es ist hier ein Zustand ohne Zeitablauf. Zeit ist nur ein Maßstab der Veränderung. In Gottes Vollkommenheit gibt es keine Veränderung, daher gibt es auch keinen Maßstab für die Zeit mehr. Gott wird in enger Gemeinschaft mit den Seinen Alles in Allen" sein. Halleluja! Die Mitte diesen Geschehens ist nichts als der Opfertod Jesu, der zu diesem Zweck aus der Herrlichkeit des Vaters auf die Erde kam. Joh. 17, 5: Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war! Joh. 3, 13: Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Eph. 1, 7: In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, 8 die er uns reichlich gegeben hat in aller Weisheit und Einsicht. 1. Petr. 1, 20: ... der zwar zuvor ersehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber offenbart zu den letzten Zeiten um euretwillen, ... Sollte Gott wirklich nicht in der Lage sein, seinen Vorsatz und Willen ganz hinauszuführen? Das sei ferne!! Niemand kann Gott dabei aufhalten oder ihn hindern. Er wird nicht scheitern und den Triumph dem Satan überlassen, sondern alles herrlich hinausführen! Er tut alles zur Ehre seines Namens. (Hes. 36, 22) Halleluja. Dieser Erkenntnis dient auch das Buch von Rob Bell. Dem Herrn sei Dank dafür.Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
10 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
nicht der Gott der Bibel,
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Rezension bezieht sich auf: Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat (Gebundene Ausgabe)
Rob Bells Gedanken sind ja nachvollziehbar: "Wie kann ein Gott der Liebe jemand in diesem oder im kommenden Leben verdammen? Gott ist doch gut, er kann niemand zurückstoßen!" Das Wesen Gottes ist aber nicht nur Liebe und Güte, sondern auch Gerechtigkeit, Heiligkeit und Zorn. Rob Bell irrt sich schlicht und einfach und opfert die Gerechtigkeit Gottes seiner Liebe, darum ist sein Gott nicht mehr der Gott der Bibel. Dessen muss man sich bewusst sein, wenn man diesem Gott Bells nachfolgen will. Jeder kann ja selbst entscheiden. Aber am Schluss gewinnt nur der, der dem Gott der Bibel vertraut hat, denn die anderen Götter gibt es nur in unserer Vorstellung. Der wahre Gott sagt zu Recht von sich: "Ich bin der HERR und sonst keiner. Außer mir gibt es keinen Gott." (Jes 45,5).
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Das letzte Wort hat die Liebe: Himmel und Hölle und das Schicksal jedes Menschen, der je gelebt hat von Rob Bell (Gebundene Ausgabe - April 2011)
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