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am 18. Juli 2013
Für Liebhaber gebundener Lexika ein Leckerbissen , stellt quasi ein historisches Dokument dar ; die letzte !!! gebundene Ausgabe und noch dazu in Buchmacherkunst allererster Güte- !
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am 15. Januar 2011
Habe mir vor einigen Wochen einen Traum erfüllt. Ich habe mir die 21. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie gekauft und bin nach wie vor begeistert. Insbesondere die Schlüsselbegriffe sind hervorragen aufgearbeitet und informativ. Über den Online-Zugang, welcher übrigens bis Ende 2010 aktualisiert wurde, hat man Volltextzugrif auf die gesamte Textsubstanz und zahlreiche Abbildungen. Zusätzlich erhält man Zugriff auf das dpa-Bildarchiv mit aktuellen Abbildungen und Grafiken zu fast allen Themen.

Mein Fazit: "Die Brockhaus Enzyklopädie ist nach wie vor das beste deutschsprachige Nachschlagewerk"!
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am 29. Oktober 2013
Ich bin ein Auslãnder, und Lexika gefallen mir sehr. Schade, dass Leute so viel Internet heutzutage nutzen, dass Lexika keine Möglichkeiten mehr haben. Sieht es aus.
In meinem neuen Lexikon habe ich einen Artikel über Admiral Bey gesucht. Er war nicht da. Bey war an Bord das Schlachtschiff ,,Scharnhorst" als es bei Nordkap gesenkt, wusste ich bereits. So ich habe den Artikeln Scharnhorst in Brockhaus gelesen. Da habe ich gelernt, dass Scharnhorst war ein Offizier, der gegen Napoleon gekämfpt hat.
Und ich habe nur begonnen, Brockhaus zu geniessen.
Wenn Kultur Ihnen gefallen, lesen Sie im Brockhaus Enzyklopädie und in anderen Lexika. Viel Spass!
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am 16. Mai 2015
Da der Hang der Nutzer, Informationen kostenlos erhalten zu wollen, ausgeprägt ist, sind Lexika leider "out".
Der Nutzer hat offensichtlich kein Interesse daran, redaktionell geprüftes Wissen zu erhalten und begnügt sich mit vermeintlich aktuellerem Wissen des Internets. Meine Frau und ich haben das Lexikon erworben, da wir unserem neu geborenen Enkelsohn einmal das Erschließen von Quellen vorführen wollen.
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am 18. September 2008
Das Regal mit dem Brockhaus ist ein Blickfang in jedem Buchladen. Neben den Büchertausendschaften, in denen die Titel mit immer bunteren Covern um die immer knapper werdende Aufmerksamkeit des Kunden buhlen, ruht dieser Gigant wie das Zentrum der Zeit. Das Musterexemplar liegt schwer und edel in der Hand und man erliegt einer Sekunde lang vielleicht dem Gefühl: Wissen ist kostbar und sein Geld wert. Der große Name flößt Vertrauen ein und ganz ohne Selbstironie lautet der Werbeslogan "Brockhaus. Die Antworten."
Der große Name ist in goldenen Lettern auf das Leder geprägt und da niemand ihn übersehen darf, auch noch mal auf der Titelseite (ebenfalls in Gold). Ach ja, oben sind die Seiten auch mit einer Goldfolie überzogen, damit - wie der Verlag erklärt - der Staub die Seiten in, sagen wir mal, 40 Jahren nicht durch Stockflecken schädigt.
Und spätestens hier beginnt die große Illusion zu bröckeln: wer um alles in der Welt interessiert sich denn in 40 Jahren noch für diesen Brockhaus, der so aussieht, als gedenke er in alle Ewigkeit nicht zu veralten?
Gut, mag man sagen, viele Informationen veralten ja nicht. Nur dann kann man auch die alte Ausgabe von 2001 kaufen, die derzeit für 350€ verscherbelt wird. So einen Preisverfall schaffen noch nicht einmal Oberklasselimousinen! Und wer mit noch älteren Enzyklopädien zufrieden ist, bekommt sie oft in der weiteren Verwandschaft sogar geschenkt - da nützt der Goldschnitt überhaupt nichts.

Ich will den Brockhaus an sich gar nicht schlecht machen: er ist um Ausgewogenheit bemüht, er enthält meistens umfassende Literaturlisten und mittlerweile auch beeindruckende Animationen, Musik- und Bildanhänge. Und von Spaßvögeln wie bei Wikipedia bleibt man auch verschont.
Wer jetzt die Enzyklopädie kauft, wird viel Spaß damit haben. Die Frage ist nur, bis wann.

Bei dem direkten Vergleich mit der Wikipedia durch ein unabhängiges Institut kam schnitt der Brockhaus in den meisten Bereichen schlechter ab - sogar wenn es um die Anzahl der Fehler geht.
Hier scheint der Vorteil der Masse zu greifen, denn 1 Million von Augen sehen einfach mehr als die gewissenhaftesten Fachredakteure eines kleinen Teams. Und hier waren 300 000 Artikel zu bearbeiten! Das kann nur mit Qualitätseinbußen einhergehen, die sich so äußern, dass entweder die Literaturhinweise teilweise nicht aktuell sind, falsche Zahlen sich einschmuggeln, man mal der Meinung der Sekundärliteratur vertraut, wo man besser noch mal nachgelesen hätte oder viele Artikel wahrscheinlich überhaupt nicht überarbeitet.

Dabei wäre die Lösung einfach: man stellt die gesamte Enzyklopädie kostenplichtig im Internet zur Verfügung und bietet Lesern die Möglichkeit, Korrekturen an die Redaktion zu melden. So handhabt es übrigens der Verlag derzeit mit dem großen Taschenlexikon von Meyer, dass zudem sogar kostenlos benutzbar ist. Den Inhalt der EB kann man für 51 € im Jahr nutzen, bei Brockhaus gibt es derzeit nichts Vergleichbares.

Für Leute, denen es wichtig ist, ein Buch in der Hand zu halten, könnte es einen billigen Ausdruck geben. Allerdings wird sich hier nicht mehr als 99€ auf Dauer durchsetzen, denn in spätestens 2 Jahren, will man entweder einen neuen Ausdruck haben oder liest nur noch die Internetversion. Für Telefonbücher, die 140 € kosten, und in Gold und Leder daher kommen, gibt es schließlich auch keinen Markt. Ein Lexikon veraltet im Zweifelsfall sogar noch schneller.
Allerdings besitzt die gedruckte Version einen strukturellen Vorteil: der hohe Aufwand, der mit einem Druck einhergeht fordert von den Redakteuren eine gewisse Disziplin. Sie haben einen Namen und viel Geld sowie ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Und diese Disziplin schlägt sich im Brockhaus in einer spürbaren Zurückhaltung aus, die man bei der Wikipedia oft vermisst.

Aber noch eine Illusion wird hier verkauft: es handelt sich natürlich nicht um ein Kompendium des Wissens, sondern ein Kompedium des Interesses der Deutschen. Das gesammelte Wissen der Menschheit würde alle Bücher der Welt nicht füllen. Man muss nur mal den aktuellen Brockhaus mit einer deutschen Enzyklopädie von 1900 vergleichen: hier gibt es kaum noch 10% an Wörtern, die in beiden Vorkommen! Und wo man mal ein gemeinsames Stichwort entdeckt, weicht der Inhalt der Artikel in Stil, Aufbau und Inhalt massiv voneinander ab. In den seltensten Fällen liegt das an dem gewachsenen Wissen. Es sind vielmehr Moden (damals gab es noch erstaunlich viele lateinische Begriffe), natürlich Personen, für die sich niemand mehr interessiert, aber auch veränderte Interessen. Eine ähnliche Differenz wird man vermutlich bei einem Vergleich mit einem französischen Lexikon feststellen (das in meinen Augen erheblich eleganter ist als der deutsche Brockhaus).
Wie gesagt: es handelt sich bestenfalls um ein Kompendium des bürgerlichen Interesses am Anfang des 21. Jahrunderts. Die Welt wird einem so nicht aufgeschlossen (das gelingt eher mit einem alten Lexikon).

Was Brockhaus also verkauft, ist eine Illusion: ein vermeintliches Kompendium des Weltwissens für das Jahrhundert. Den Ärger über den rasanten Alterungsprozess des Inhalts gibt es gratis dazu.
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