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4.0 von 5 Sternen Für Fans von Game of Thrones..., 18. Juli 2014
Von 
Originaldibbler (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
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Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
...ist ein Werbeslogan, der im Moment gerne auf Fantasyliteratur angewandt wird. Ob man diese Reihe so bewerben könnte ist eine Frage auf die ich im Laufe dieser Rezension eingehen möchte.

"Die Brücke der Gezeiten 1 - Ein Sturm zieht auf" und "Die Brücke der Gezeiten 2 - Am Ende des Friedens" bilden im englischen Original einen Band ("Mage's Blood"). Dieser ist der Auftakt einer auf vier Bände angelegten Reihe ("Moontide Quartet"). Doch worum geht es überhaupt?

Auf Urte gibt es zwei Kontinente: Yuros und Antiopia. Yuros ist eng an das mittelalterliche Europa angelehnt, während Antiopia eher an Afrika und/oder Indien erinnert. Ursprünglich war Urte genau so unmagisch wie unsere reale Erde, doch etwa 500 Jahre bevor die Handlung einsetzt änderte sich dies schlagartig als die Mitglieder einer kleinen Sekte plötzlich die Fähigkeit erlangen Magie zu wirken. Durch die Magie verschieben sich nicht nur schnell die Machtverhältnisse in Yuros, wo das Rondelmarische Reich und die Kirche des Corineus eine Vormachtstellung erlangen, sondern auch Antiopia bleibt nicht unbeeinflusst. Zwar hat Antiopia keine Magier aber die Magier aus Yuros errichten mit Hilfe ihrer Magie eine Brücke zwischen den Kontinenten. Dies erhebt sich zwar nur alle zwölf Jahre aus den Fluten, trotzdem verbindet sie die Kontinente in nie geahnter Weise. Die Politik, einschließlich der sich daraus ergebenden Kriege, ist ein großes Thema des Romans. Das andere große Thema ist die Magie und am Anfang besonders die Frage nach ihrem Ursprung.

Der Leser erlebt die Welt und ihre Politik durch die Augen verschiedener Protagonisten. Im zweiten deutschen Band sind dies vor Allem (Achtung Spoiler in bezug auf Band 1): der gescheiterte Magier Alaron, der denkt mit seiner verwegenen Theorie auf einer heißen Spur zu sein, die Magierin Elena, die sich gegen ihre ursprünglichen Auftraggeber gestellt hat und nun der jungen Prinzessin Cera zur Seite stehen muss, Ramita, die mit dem legendären Magier Meiros verheiratet wurde und ihr Geliebter Kazim, der sie nicht verloren geben will.

Kommen wir zurück zum Vergleich mit "Game of Thrones" bzw dem "Lied von Eis und Feuer". Meines Erachtens hat es "Moontide Quartet" verdient mit Martin's Meisterwerk verglichen zu werden. Genau wie dieses präsentiert es eine komplexe und glaubhafte Welt, auf der es nicht Gut und Böse, sondern lediglich Menschen und Interessengruppen mit glaubwürdigen Motivationen gibt. Wenn ich diese Reihe mit wenigen Worten umreißen sollte, würde ich sagen: "Game of Thrones mit mehr Magie und nur halb so vielen Protagonisten".

Gestört hat mich an diesem Buch wirklich nur wenig. Eigentlich stört mich nur, dass manche Dinge zu sehr an unsere Welt angelehnt sind. Dass die yurischen Monatsnamen eng an die irdischen angelehnt sind, mag ja noch ganz praktisch sein, dass es mit "Shaitan" ein Wesen aus der irdischen Mythologie direkt nach Urte geschafft hat, irritiert mich schon mehr. Außerdem muss man sagen, dass das Buch (bzw. die beiden deutschen Bücher) im Prinzip nur alt Bekanntes bietet; wenn auch in einer guten Form und Komposition.

Alles in allem ein sehr gelungener Auftakt zu einer neuen Reihe, der mir gut gefallen hat, dem aber ein bisschen das Neue und Besondere fehlt. Trotzdem gute 4 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Sehr gute Story, leichte Schwächen im Weltaufbau, Ärger über den Verlag, 28. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
-Die folgende Meinung bezieht sich sowohl auf Band 1 als auch auf Band 2-

Die Story gefällt mir wirklich sehr gut. Die Idee mit der Brücke und den beiden Kontinenten fand ich toll umgesetzt, auch die Charaktere habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Was mich leider etwas enttäuschte und mich nervt, sind die offensichtlichen Ähnlichkeiten zur Realität. Hair macht sich die Mühe, verschiedene Sprachen und Hintergründe der einzelnen Völker zu erfinden. Da ist es sehr schade, dass große Teile davon an Dinge erinnern, die sehr ähnlich auf der Erde existieren, zB ähnliche Monatsnamen oder reihenweise Wörter, die an Latein, Spanisch oder Italienisch erinnern. Auch bei Geschichten wie zB der Hintergrund der Rimonier, die ein fahrendes Volk sind und überall des Diebstahls beschuldigt werden, erinnert doch sehr stark an die Sinti und Roma. Daher ziehe ich hierfür einen Stern ab.
Einen weiteren halben Stern würde ich hierfür abziehen, dass - wie leider so oft - die englische Ausgabe in zwei deutsche Teile aufgeteilt wurde. Argumente wie: " Die deutsche Übersetzung ist immer mind. 20 % länger und dann wäre das Buch zu schwer" oder "Die Verlage verdienen kaum mehr, wenn das aufgeteilt wird" kann ich einfach nicht mehr hören. Wenn ein englisches Buch nach einiger Zeit ca 10$ kostet, dann könnte ich aufgrund der Buchpreisbindung und Übersetzungskosten sehr gut damit leben, wenn die deutsche Ausgabe 20€ kosten würde. Hier ist es allerdings der Fall, dass im deutschen zwei dieser komischen Paperback-Ausgaben herauskommen, und jede davon 15€ kostet, man also insgesamt 30€ zahlt. Von den ebooks, bei denen auf die Produktion bezogenen Argumente völlig sinnfrei sind will ich erst gar nicht anfangen. Da man aber hier keinen halben Stern abziehen kann, drei Sterne aufgrund der guten Story den Büchern einfach nicht gerecht werden und das Mitspracherecht Hairs soweit nicht bewertet werden kann, belasse ich es bei vier Sternen und spreche hiermit eine Kaufempfehlung aus!
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4.0 von 5 Sternen Tolle Fortsetzung, 11. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Die nächste Mondflut naht und die Kontinente bereiten sich für die entscheidene Schlacht vor, denn die Mondflutbrücke wird sich bald aus dem Wasser erhebt und die verfeindeten Kontinente verbinden. Der Ausgang des Kriegs hängt von nur wenigen Protagonisten und ihren Entscheidungen ab, doch ist sich kein Protagonist wirklich bewusst, welche Konsequenzen ihrer Entscheidungen haben können.
Alaron versucht zu erfahren, warum er die Magier Prüfung nicht bestanden hat und stößt dabei auf ein gut gehütetes Geheimnis und dieses Geheimnis könnte alles verändern.
Während dessen versucht Elena die Junge Regentin Cera zu beschützen und unterstütz sie in allen Dingen, doch es ist die Zeit des Misstrauens.
Ramita gewöhnt sich langsam an ihre Rolle als Ehefrau des alten aber mächtigen Magiers. Sie ist hin und her gerissen zwischen ihrem Ehrgefühl und ihrer Liebe zu Karim.

,,Am Ende des Friedens“ ist eine gelungen Fortsetzung und die zuvor angedeuteten Konflikte spitzen sich immer mehr zu. Erneut erlebt man die Vorkriegszeit aus verschiedenen Perspektiven und so konnte ich die Beweggründe der einzelnen Parteien sehr gut verstehen und nachvollziehen. Gespannt habe ich verfolgt, welche Partei einen Vorteil hat, dies konnte sich allerdings schnell ändern und so gelingt es dem Autor durch das ständig Katz und Maus Spiel eine anhaltende Spannung aufzubauen. Bis zum Ende hin ist das Machtverhältnis relativ ausgewogen und so ist auch zum Ende des zweiten Bandes noch alles offen und möglich.
Die Ideen die hinter der Mondflutbrücke steckt faszinieren und begeistert mich. Jedoch gibt aus auch altbekanntes wie z.B. der Aufbau der politischen Intrigen und auch einzelne Figuren erinnern mich an manch andere Charaktere.

Jede Figur ist überzeugt das Richtige zu tun und auf der richtigen Seite zu stehen und schlussendlich entscheidet der Sieg, ob die Figuren die richtigen Ideale haben oder nicht. Keine Figur ist wirklich grundsätzlich Gut oder Böse. Jedoch handeln die Charaktere alle Interessen geleitet.
Geschickt verwebt der Autor die verschiedenen Schicksale zu einem großen Ganzen und es gelingt ihm perfekt zu verdeutlichen welche Rollen die einzelnen Protagonisten im großen Konflikt einnehmen.
Jede Figur ist im Wandel und verändert sich und wächst an ihrer Aufgabe. Jedoch verändern sich leider einige Protagonisten nicht immer zu ihrem Vorteil und haben bei mir einige Sympathiepunkte eingebüßt.
Elena wirkte im ersten Band sehr selbstbewusst und auch sehr intelligent. In ,, Am Ende des Friedens“ übersieht sie jedoch sehr oft offensichtliche Gegebenheiten und bringt sich dadurch in Schwierigkeiten. Zudem achtete sie im zweiten Band wesentlich weniger auf ihre Umgebung und wirkt stellenweise einfach etwas oberflächlich.
Die Passagen mit dem jungen Magier Alaron konnten mich von Anfang an begeistern, da er sich einfach nicht unterkriegen lässt und sich weigert aufzugeben. Die Detektivarbeit, die er mit seinen Freunden betreibt, um das Geheimnis rund um seine Abschlussarbeit zu lösen, hat dem Roman das gewisse etwas verliehen und mich gut unterhalten.
Ramita wurde im ersten Teil leider nur sehr blass und oberflächlich skizziert. Der Autor lässt sie jedoch im zweiten Teil stark reifen und verleiht ihr mehr Tiefe. Sie wirkt einfach nicht mehr wie eine junge verwöhnte Tochter.

David Hair legt großen Wert auf die Gestaltung seiner Figuren und beschreibt sie und ihre inneren Kämpfe sehr detailliert. Zudem bedient er sich erneut einem klaren und nüchternen Schreibstil, der weder kompliziert, noch zu einfach wirkt. Geschickt baut David Hair die verzweifelte, düstere und erwartungsvolle Atmosphäre der Vorkriegszeit auf.

Alles in allem konnte mich auch der zweite Band der Reihe Überzeugen. Der Autor geht noch wesentlich intensiver, als im ersten Teil, auf die einzelnen Protagonisten ein und schafft es die Eindrücke jeder Figur bezüglich der Vorkriegszeit perfekt einzufangen.

(c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de
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4.0 von 5 Sternen Besser als Teil 1, 8. August 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
"Die Brücke der Gezeiten - Am Ende des Friedens" von Autor David Hair ist die Fortsetzung von "Die Brücke der Gezeiten - Ein Sturm zieht auf". Mir hat dieser Teil besser gefallen als der erste, da mir dort einfach die Handlung fehlte und das Ganze eher wie eine langgezogene Einführung wirkte. Inzwischen weiß ich, dass diese beiden Bücher im Original eigentlich nur ein Buch darstellen und der deutsche Verlag aus mir unbekannten Gründen die Geschichte auseinander gerissen hatte. Das erklärt natürlich, warum ich nach dem ersten Band das Gefühl hatte noch gar nicht richtig im Buch angekommen zu sein und auch, warum mir dieses zweite Buch nun deutlich besser gefallen hat. Auch wenn es nun schon ein paar Monate her war, dass ich den ersten Teil gelesen hatte, habe ich sehr gut in die Geschichte zurück gefunden, wobei eine kurze Zusammenfassung am Buchanfang ebenfalls geholfen hat. Man verfolgt weiterhin die Schicksale ganz unterschiedlicher Figuren, wobei langsam jedoch immer mehr Verbindungen zu Tage treten, die einen Zusammenhang zwischen den unterschiedlichen Handlungsfäden zeigen. Auch "Am Ende des Friedens" bricht leider wieder mitten in der Handlung ab, da die Geschichte in weiteren Büchern fortgesetzt wird. Auf Englisch ist bereits ein weiteres Buch erschienen, das jedoch einen ähnlichen Umfang hat wie das erste Buch und daher bestimmt wieder in Deutschland auf zwei Bände aufgeteilt wird. Es bleibt nur die Hoffnung, dass dies zumindest nicht allzu lange dauern wird, denn ich würde nun doch gerne wissen, wie es mit Elena, Alaron, Ramita und allen anderen weiter geht. Was mich hier weiterhin etwas stört, sind die Stereotypen und Vorurteile bestimmten Volksgruppen und Religionen gegenübern, die nur allzu viele Ähnlichkeiten zu unserer Welt aufweisen, anstatt klar in eine Fantasywelt zu gehören.
Empfehlen kann ich "Am Ende des Friedens" nur an Leser die auch "Ein Sturm zieht auf" gelesen haben und Lust auf ein komplexes Fantasyepos haben, das sicherlich einige Fortsetzungen nach sich ziehen wird.
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5.0 von 5 Sternen Ein episches Abenteuer, 2. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Inhalt:

Die Mondflut rückt immer näher und für drei Menschen ändert sich ihr Leben. Ramita wird endlich schwanger, doch von wem sind die Kinder? Von ihrem Ehemann Antonin Meiros, oder ihrem früheren Verlobten Kazim, den sie noch immer liebt. Cera wird immer gefühlskälter, was Elena sehr erschreckt, doch Cera geht ihren Weg als Regentin. Aber es könnte sein, dass etwas anderes dahintersteckt und das muss Elena herausfinden. Alaron Merser und seine Freunde müssen zusammen ein Geheimnis lüften, denn ein komischer alter Greis taucht eines Tages unvermittelt bei Alaron auf und dieser wird von der Stadtwache gesucht. Wer ist der alte Kauz? Um dies herauszufinden müssen sie sich dem Kommandanten der Stadtwache anvertrauen. Können die drei Muhren trauen?

Meine Meinung:

Lange habe ich den zweiten Teil dieser Reihe herbeigesehnt und endlich konnte ich ihn in meinen Händen halten. Beim ersten Teil ging es mir auf den ersten Seiten so, dass ich die ganzen Informationen die ich bekam nicht verarbeiten konnte. Dadurch hatte ich als Leser das Gefühl, dass ich beim lesen nicht vorwärtskam. Was aber daran liegt, dass diese Geschichte so bildgewaltig präsentiert wird. Eigentlich ging ich davon aus, dass man den ersten Teil nicht mehr toppen kann, denn dieser hat mich schon aus den Schuhen gerissen aber David Hair hat die Messlatte noch ein ganzes Stück nach oben gesetzt und mich total umgehauen. Ich bin jetzt schon auf die Nachfolger gespannt und leide jetzt schon darunter, dass es noch lange dauern kann. Der Unterschied zum ersten Teil ist, dass hier die Charaktere nicht mehr vorgestellt werden müssen und man gleich mitten im Geschehen ist. Auch der Einstieg war für mich recht leicht, da am Anfang zusammengefasst wird, was im Vorgänger alles passiert ist.
Nur bin ich wirklich gespannt, welche Charaktere im nächsten Band noch mitwirken, denn in diesem hier müssen wir uns leider von sehr vielen sympathischen verabschieden. Es geht wirklich richtig zur Sache und mehr Spannung geht schon gar nicht mehr.
Von den drei Geschichtssträngen finde ich den von Alaron Merser und seinen Freunden am interessantesten, denn von ihrer "Schatzsuche" hängt viel ab.
Die Geschichte um Ramita und Meiros handelt sehr viel davon, dass sich die beiden trotz der Zweckheirat näher kommen und sie sich sogar etwas in ihn verliebt. Doch leider hat diese Geschichte einen schlimmen Ausgang.
Relativ uninteressant finde ich alles was sich um Cera und Ella dreht, denn dort hat Gurvon Gyle seine Finger im Spiel und er ist ein absoluter Unsympath. Auch hier passieren sehr viele schlimme Dinge.

Meine Meinung:

Ein episches Abenteuer, das durch seine bildgewaltige Darstellung seinesgleichen sucht.
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5.0 von 5 Sternen Klassisch-epische Fantasy, die Zeit braucht, um sich zu entfalten, 20. Juli 2014
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Yuros und Antiopia - zwei Kontinente, dazwischen ein Ozean. Yuros wird vom Rondelmarischen Kaiserreich mit seinen übermächtigen Armeen dominiert, die herrschende Clique hat um ihre Verfügungsgewalt über Magie (die sie 'Gnosis' nennen) eine Religion erschaffen. Antiopia, der exotische Widerpart, ist die Heimat vieler, uneiniger Königreiche und zweier miteinander verfehdeter Religionen, in deren Namen eine Menge Blut vergossen wird.
Der Ozean kann nur mit magischen Windschiffen überquert werden kann, oder über eine gewaltige Brücke, die alle zwölf Jahre für zwei Jahre aus den Fluten auftaucht. Die nächste Mondflut, die die Brücke freigeben wird, ist nur noch wenige Wochen entfernt. Legionen des Rondelmarischen Kaiserreichs stehen bereit, Antiopia mit Krieg zu überziehen, sobald die Brücke begehbar ist.
Von hier aus entwickeln sich verschiedene Handlungsstränge, die zunächst noch nicht viel miteinander zu tun haben, aber auf die eine oder andere Weise alle mit dem großen Ganzen verwoben sind:
Da ist Ramita, eine Händlertochter, die an den mächtigsten Magier ihrer Zeit verheiratet wird, der mit ihr Kinder zu zeugen hofft, die der Welt irgendwie den Frieden zurückgeben sollen. Ramitas Geliebter Kazim wird unter dem Eindruck seines Liebeskummers von einer Sekte fanatischer Gotteskrieger angeworben, die Ramitas Ehemann tot sehen wollen - und lässt sich zum willigen Werkzeug ausbilden.
Dann haben wir den jungen Alaron, der mit seiner Abschlussarbeit der Wahrheit über eine gigantische Verschwörung um das heiligste Artefakt des Rondelmarischen Magierklerus erschreckend nahe kam und darauf seinen Titel nicht erhält - aber der Spur unbedingt weiter nachgehen will.
Schließlich Elena, einst Spionin in rondelmarischen Diensten, nun der jungen Königin Cera auf Antiopia aus Liebe und Loyalität ergeben. Ceras Reich ist ein Schlüssel beim Versuch, rondelmarische Vorherrschaft auf dem Kontinent zu zementieren, und Elena hat Ceras Leben um einen hohen Preis vor den Angriffen ihres früheren Meisters Gurion retten können. Doch die Bedrohung ist noch lange nicht abgewendet - im Gegenteil. Und Gurion bereitet seinen Gegenschlag an gänzlich unerwarteter Stelle vor.
'Am Ende des Friedens' - der zweite Band der deutschen Übersetzung - ist eigentlich die zweite Hälfte des ersten Bands im englischen Original, das vermutlich aus Gründen des Umfangs geteilt worden ist. Das merkt man deutlich, denn wo der erste Band seine Zeit brauchte, um so etwas wie Spannung aufzubauen, ist dieser zweite Teil fast von Anfang an packend und lädt zum Mitfiebern ein. Die Dinge geraten schnell und gnadenlos in Bewegung, es folgt eine Wendung auf die nächste, viele unerwartet. Die Figuren gewinnen an Profil und Tiefe und damit auch an Sympathie. Man nimmt tatsächlich Anteil an ihrem Schicksal, und da der Autor sie nicht schont, überschlagen sich die Ereignisse umso dramatischer.
Ich gebe zu, nach dem ersten deutschen Band war ich unschlüssig, in welche Richtung dieses Epos sich entwickelt. Nach diesem zweiten Teil bin ich nun sehr positiv überrascht und meine, dass das hier auf jeden Fall große, lesenswerte, sehr epische Fantasy ist - die gelungene Verknüpfung mehrerer Einzelschicksale mit einem großen, weltumspannenden Konflikt. Es gibt derzeit eine Menge Bücher, die von sich behaupten, sie seien 'für Fans von Game of Thrones' - dieser Auftakt hier könnte es tatsächlich schaffen, eine ähnlich epische und vielschichtige Geschichte zu erzählen. Einziger Wermutstropfen ist für mich der Weltentwurf: Die Anlehnung an unsere real existierende Welt, jedoch in Fantasy-Namen gekleidet, mutet mitunter bemüht und ein bisschen bizarr an. Es ist recht offensichtlich, dass Kultur und Religion des Rondelmarischen Kaiserreichs und des ganzen Kontinents Yuros einem mittelalterlichen Europa unter Einfluss des Christentums und mit großer Lust auf Kreuzzüge ins heilige Land entsprechen, und dass Antiopia nach dem Vorbild Asien modelliert ist. Die beiden großen Religionen entsprechen bis hin zu priesterlichen Riten und dem Aussehen (bzw. Nicht-Aussehen) ihrer Götter dem Hinduismus (mit seinem Zentrum in einem Land, das Indien entspricht) und dem Islam - bei dem auch eine fanatische Sekte religiös getriebener Gotteskrieger nicht fehlen darf. Dazu wird man mit einer Vielzahl von Namen bombardiert, bei denen man auch nach 800 Seiten noch nicht sicher ist, auf welchem Kontinent oder in welcher Religion oder wo auch immer sie eigentlich hingehören.
In dem Moment allerdings, in dem man sich als Leser den Schicksalen der Protagonisten nähert, in denen es um menschliche Intrigen und Sehnsüchte und Unsicherheiten geht, da findet dieses Buch zu wirklicher Größe. Da stören auch die vielen albernen Bezeichnungen nicht mehr, denn die Charaktere und ihre Verwicklungen wissen so sehr zu fesseln, dass man alles andere vergibt.
Aus diesem Grund bekommt das Buch - zusammen mit Band 1 - auch eine klare Leseempfehlung und volle Wertung. Denn hier erwartet einen wieder einmal richtig epische, gut durchdachte, emotional packende Fantasy, bei der man sich die Nägel vor Spannung auf den nächsten Band abknabbern möchte. Ich rate zu zwei Dingen: Erstens, unbedingt den ersten Band vorher lesen - und dann unmittelbar mit diesem hier weiterzumachen, denn die Story geht nahtlos weiter. Und zweitens, habt Geduld. Vor allem beim ersten Band. Die ersten zweihundert Seiten oder so sind zäh, die Namen verwirrend, die Figuren erscheinen einem zunächst fremd. Aber das ist es wert, in diesem zweiten Band wird man belohnt.
Ach ja, die Cliffhanger am Ende sind tödlich ;)
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4.0 von 5 Sternen Wunderbare Fortsetzung, die dem ersten Band in nichts nachsteht, 5. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Endlich!! Endlich ist die Fortsetzung von “Die Brücke der Gezeiten – Ein Sturm zieht auf” veröffentlicht. Schon der erste Band aus dem Penhaligon Verlag hatte mich begeistert und so wartete ich seit Januar schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung.

Die Mondflut wirft ihre Schatten voraus, als drei Menschen verzweifelt mit ihrem Schicksal ringen: Ein gescheiterter Magier auf der Suche nach der Wahrheit, eine junge Frau, die sich zwischen ihrem mächtigen Ehemann und ihrem Liebhaber stellt, und eine einstige Attentäterin, die ihr Leben riskiert, als sie sich gegen ihren Auftraggeber wendet. Ohne es zu wissen, lenken diese drei Menschen die Geschicke ihrer Welt. Und als sich die Mondflutbrücke schließlich aus den Fluten erhebt, wird ihr Leben nie mehr sein wie zuvor …

Der Einstieg in ein Buch ist wichtig und gerade bei einer Fortsetzung sollte ein guter Anschluss an den vorhergehenden Teil geschaffen werden. David Hair hat hierfür eine mir so bisher noch nicht begegenete Variante gewählt. Er hat am Anfang zwei kurze Abschnitte genutzt um die allgemeine Situation sowie die Geschehnisse aus dem ersten Band noch einmal grundlegend zusammenzufassen. Das ist sehr angenehm, da mir so als Leser die Möglichkeit gegeben wurde selbst zu entscheiden, ob ich diese rückblickenden Zusammenfassungen lesen möchte oder nicht.

Ramita und Huriya gingen ruhelos in den Gärten von Meiros’ Palast auf und ab und wünschten, sie hätten Flügel, um diesen Mauern zu entfliehen.
Zitat Seite 20

Durch die vorangestellten Abschnitte ist der tatsächliche Einstieg in “Am Ende des Friedens” etwas später, doch sehr zu meiner Freude beginnt Hair hier direkt mit einem der Handlungsstränge, die mir schon im vorhergehenden Teil sehr gut gefallen haben. Ramita und ihr Gemahl sowie ihr Freund und ehemaliger Verlobter waren auch diesmal eine wichtige Stütze der Leseunterhaltung für mich. Kazim, Ramitas ehemaliger Verlobter, wurde mir jedoch mit dem Voranschreiten der Handlung immer unsympathischer. Seine Selbstverliebtheit und die damit einhergehende Blindheit gegenüber den Gefühlen der Personen um ihn herum sowie deren Absichten waren teilweise fast schon etwas nervtötend. Dennoch ist er wohl eine der wichtigsten Personen in diesem Band und wird, so vermute ich, auch im nächsten Teil einen nicht unwesentlichen Teil einnehmen.

Ramita dagegen ist mir beim Lesen noch mehr ans Herz gewachsen. Sie hat eine erstaunliche Entwicklung durchgemacht, was die Feinheiten in der Ausarbeitung der Charaktere in “Die Brücke der Gezeiten” sehr unterstreicht. Hair hat ihnen fast nebenbei und eher spielerisch immer mehr Facetten und Winkelzüge verliehen. Etwas schade finde ich jedoch, dass ich in diesem Band zu Elena keinen wirklich Zugang mehr finden konnte. Vielleicht war aber auch Ramitas Geschichte zu prägnant? Ich weiß es nicht.

Der Schreibstil war wie schon im ersten Band wieder angenehm zu lesen. Er ist nicht zu einfach, aber auch nicht zu kompliziert angelegt, sodass auch die mitunter komplexen Ränke und Geschehnisse gut verstanden werden können. Insgesamt hat es Hair geschafft sehr gut an den ersten Band anzuschließen und seinem Stil insgesamt treu zu bleiben. Aus diesem Grund bekommt auch der zweite Teil von mir wieder solide und sehr gute 4 Sterne, denn ich finde es etwas schade, dass nicht alle Handlungsstränge gleichermaßen fesseln können. Dies ist aber wohl einfach der persönliche Geschmack, der mal mehr für den einen oder anderen Handlungsfaden begeistert ;)
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5.0 von 5 Sternen Wer den ersten Teil mochte, wird den zweiten lieben, 24. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Inhalt:
Ramita beginnt sich mit ihrem neuen Leben als Antonin Meiros Ehefrau in Hebusal anzufreunden. Er ist sehr fürsorglich ihr gegenüber und sie beginnt ihn wirklich zu mögen, doch leider bekommt sie ihre große Liebe Kazim einfach nicht aus dem Kopf. In Javon setzt die Magierin Elena alles daran, die Königin-Regentin Cera und ihren Bruder zu beschützen, doch ihr Widersacher Gurvon Gyle bleibt nicht untätig. In Norostein auf dem Kontintent Yuros machen Alaron und seine Freunde eine Entdeckung, die weitreichende Folgen haben wird. Und währenddessen rückt die Mondflut und damit auch der unvermeidliche Krieg zwischen den beiden Kontinenten immer näher, denn wenn sich die Brücke der Gezeiten erhebt, wird der Frieden beendet sein.

Meine Meinung:
"Am Ende des Friedens" ist der zweite Teil um David Hairs Epos um die "Brücke der Gezeiten", welche die beiden Kontintente Yuros und Antiopia miteinander verbindet. Im Original bilden "Ein Sturm zieht auf" und "Am Ende des Friedens" beide zusammen den ersten Teil der Reihe, was man beim lesen auch merkt. War "Ein Sturm zieht auf" noch eher eine Einleitung, in der man erst mal die vom Autor geschaffene Welt mit ihren Völkern, Religionen und der Magie kennen lernt, geht es in "Am Ende des Friedens" gleich schon richtig los. Ich habe die Geschichten der Charaktere von Anfang an mit Spannung verfolgt und habe das Buch nur ungern beiseite gelegt.

Bevor ich das Buch aufschlug, hatte ich ein wenig Angst, dass es mir schwer fallen würde, in die Geschichte zu kommen, besonders weil das Original ja hier in zwei Teile gesplittet wurde. Doch hier hat der Verlag gut mitgedacht und am Anfang des Buches den Inhalt des ersten Teils zusammengefasst. Nachdem ich dies gelesen hatte, war ich bereit für den nächsten Teil der Geschichte.

Im ersten Teil durften wir die Charaktere erst mal kennen lernen, in diesem ihre Weiterentwicklung mitverfolgen, bei manchen in die positive, bei manchen in die negative Richtung. Einiges hiervon hatte sich schon im ersten Teil für mich angedeutet und wurde nun bestätigt. Mit Spannung habe ich verfolgt, wie Ramita und Antonin Meiros sich einander annähern und Gefühle füreinander aufbauen. Ich habe mit Elena mitgezittert, dass sie die Lage in Javon wieder unter Kontrolle und vielleicht endlich mal ein wenig Glück bekommt. In Norostein habe ich mit Alaron, Cym und Ramon Hinweise verfolgt und mitgerätselt, wie diese alle zusammen passen können. Dabei geht der Autor nicht unbedingt zimperlich mit seinen Charakteren um und zeigt, wie grausam seine Welt sein kann.

Einen Kritikpunkt, den ich beim ersten Teil hatte, gilt hier immer noch, auch wenn er schwächer geworden ist. Es gibt Karten von beiden Kontinenten, Erklärungen der Religionen und Magie und auch ein umfangreiches Glossar, die einem beim Verständnis dieser Welt helfen, doch einige Sachen fehlen hier doch. So bin ich zum Beispiel immer wieder durcheinander gekommen, wie die Einheimischen in Javon einander nennen und welche Namen die Rondelmarer, die dieses vor langer Zeit besetzt haben, für sie haben. Ein paar Einträge mehr im Glossar hätten hier wirklich nicht geschadet. Doch was die fehlenden Erklärungen in Teil eins angeht, fällt dieser Kritikpunkt nun weg, denn ungefähr im letzten Drittel des Buches wird endlich mal die Entstehung der Brücke und ihre tatsächliche Bedeutung für die beiden Kontinente beleuchtet. Wer lange wartet, wird hier also belohnt.

Fazit:
David Hairs "Am Ende des Friedens" ist eine spannende Fortsetzung des Epos um die "Brücke der Gezeiten", welche sich 4,5 von 5 Muscheln bei mir verdient hat. Wer den ersten Teil mochte, wird den zweiten lieben, denn er bietet noch wesentlich mehr Spannung und einige Erklärungen. Wem diese Welt allerdings zu komplex war oder sich an den Parallelen zur Realität gestört hat, sollte vielleicht lieber die Finger davon lassen.
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4.0 von 5 Sternen Brücken-Geschichte Teil II: Es geht bergauf mit der Brücke und der Geschichte...., 7. Juli 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens (Broschiert)
Der erste Teil hat mir bereits gefallen, allerdings haben mich die vielen Personen genervt, die auf- und abtreten und dabei seltsam blass bleiben. Auch schien mir die Geschichte bei aller Spannung zu zerfasert. Trotz des zeitlichen Abstands, in dem ich nun Teil zwei gelesen habe, muss ich sagen: Langsam nimmt die Story Fahrt auf. Die Personen bekommen Charakter und Gesichter und mit Begeisterung habe ich verfolgt, wie sich die unterschiedlichen Handlungsstränge plötzlich kreuzen und verknüpfen. Inhaltlich will ich hier nicht viel verraten. Aber die magische Brücke, die die verfeindeten Kontinente verbindet, hebt sich nun aus dem Wasser... und es bleibt abzuwarten, wer am Ende Freund oder Feind, der Gute oder der Böse ist. Fazit: Teil zwei gefällt mir besser als Teil eins.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Epos geht weiter, 18. Juli 2014
David Hair, kreiert hier die Fortsetzung seiner magischen Parallelwelt. Düster, abgründig, aber auch sehr ergreifend ist diese Geschichte. Es wird nochmal ein Blick zurück auf das geworfen, was bisher geschah, sodass der Leser bestens informiert ist. Die Geschichte Urtes wird erzählt und die Ereignisse von 927-928. Spannende und teilweise furchteinflößende Figuren treten auf, die die Handlung zu etwas Besonderem machen. Diebe in der Nacht, Gestaltwandler, der Geist eines Hundes und viele mehr. Kreisende Geier, Seelentrinker und Attentäter warten darauf, auf diesen Buchseiten entdeckt zu werden, sodass der Leser viele Überraschungen erleben kann. Weitere Romane von diesem neuseeländischen Schriftsteller sind in Planung und werden bestimmt genauso atemberaubend sein.
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Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens
Die Brücke der Gezeiten 2: Am Ende des Friedens von David Hair (Broschiert - 23. Juni 2014)
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