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184 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Meereenische Knoten
SPOILER: Diese Rezension enthält Informationen über den Inhalt des Buches. NICHT LESEN, WENN SIE DAS BUCH NOCH NICHT KENNEN!

Zuallererst: George R. R. Martin ist ein großartiger Autor, daran zweifelt wohl niemand, der die Bücher 1 - 6 gelesen hat. Das atemberaubende Tempo, die Entwicklung der Charaktere, die lebendige Welt sind kaum mehr zu...
Vor 20 Monaten von Marc veröffentlicht

versus
32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Winter is coming....morgen....oder übermorgen....oder doch nicht?!
Ich bin ja eigentlich niemand der ellenlange Kundenrezensionen schreibt, aber nach 10 Büchern und der enorm gehypten Verfilmung der Bücherreihe muss ich doch auch mal meine eigene Meinung zum Besten geben.

Nachdem die Serie ihre großen ruhmreichen Kreise gezogen hatten und ich mir doch ein wenig ungebildet in dieser Hinsicht vorkam, hatte ich...
Vor 1 Monat von Joe veröffentlicht


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32 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Winter is coming....morgen....oder übermorgen....oder doch nicht?!, 31. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
Ich bin ja eigentlich niemand der ellenlange Kundenrezensionen schreibt, aber nach 10 Büchern und der enorm gehypten Verfilmung der Bücherreihe muss ich doch auch mal meine eigene Meinung zum Besten geben.

Nachdem die Serie ihre großen ruhmreichen Kreise gezogen hatten und ich mir doch ein wenig ungebildet in dieser Hinsicht vorkam, hatte ich mich entschlossen die Bücherreihe zu lesen, einfach weil das Buch ja bekanntlich meist besser ist. Gesagt getan, Juni trudelten die Bücher in meinen Besitz ein und gerade darf ich mich rühmen das 10. Buch beendet und beiseite gelegt zu haben...

Ja das Lied von Eis und Feuer weiß zu begeistern. Die ersten Bücher waren fantastisch, wirklich sehr gut beschrieben, die Fantasywelt strotzt nur so von Details, eben so als wäre man mittendrin. Und so habe ich fröhlich und gespannt weiter gelesen bis zum Ende des 6. Buches womit ich auch quasi (bis auf einige Einzelheiten) mit dem Ende der 4. Staffel der Serie gleich auf war.

Und was kam dann? Naja es kam eine Menge, nur nicht so wirklich das was einen interessiert hat. Ich denke, ich werde niemanden spoilern wenn ich sage, dass es erstmal um Tyrion und co etwas ruhiger wird und am Ende des 7. und 8. Buches wird auch höflich darauf verwiesen, dass diese in den folgenden Büchern wieder auftauchen werden. Ja und mit dem 9. Buch kommen die alten Charaktere zusammen mit der Fülle der neuen auch wieder ins Spiel, nur ist irgendwo zwischen Buch 6 und 9 etwas verloren gegangen. Und leider ist es meiner Meinung nach die Spannung gewesen, die George R. R. Martin irgendwo zu den Gebeinen von Eddard Stark gelegt hat.

Es kommt wirklich eine Vielzahl von Charakteren ins Spiel, was der Welt einerseits ihre Realität verleiht, andererseits auch das Dilemma um das Spiel der Throne verdeutlicht. darum geht es ja auch schließlich, um Game of Thrones. Nur irgendwie wird die Buchreihe zunehmend zum Phantom Menace von Königsmund....
Council Meetings, different council meetings and even more council meetings, im Stehen, Sitzen, Reiten, während des Geschlechtsverkehrs, Essens und und und.... Im Buch heißt es Worte sind Wind, doch das Buch selbst scheint daraus irgendwie nicht zu lernen. Es sind mittlerweile einfach zu viele Charaktere, im 10. Buch wird alles einfach nur irgendwie angerissen, aber nichts trägt kommt voran, es fehlen halt auch einfach die Seiten (obwohl das 10. Buch an die 700 rankommt). Der eine sitzt das ganze Buch über im Schnee fest, von anderen hört man gar nichts und andere sitzen die ganze Zeit nur irgendwie rum und planen Komplotte, die Spannung erzeugen sollen.... aber dann passiert eben wieder nichts. gar nichts. Wer damals Lost gesehen hat, wird sich unfreiwilligerweise daran erinnert fühlen.
Es nimmt schon solche Ausmaße, das man sich gar nicht mehr freut die einzelnen Kapitel der Lieblingscharaktere zu lesen. Es passiert eben nix. 20 seiten lang wird erzählt was die Person isst, was die Vorfahren des Sitznachbarns gegenüber mal vor 1000 Jahren unternommen haben und warum die sich deshalb mit Charakter XY eben nicht mehr vertragen. Und auf der letzten Seite dann,..... in einem(?!) lumpigen Absatz, wird ganz nebenbei mal doch etwas gesagt, was eben irgendwie interessant ist. Toll das interessiert Sie? Gucken wir doch mal stattdessen nach, was Dany heute für einen Stuhlgang hat (das ist keine übertriebene Metapher, wenn Sie das Buch lesen, erfahren sie tatsächlich auf einigen Seiten des 10. Buches explizit mehr darüber).

Es fehlen die Handlungen. Zwar kann das 10. Buch auch mit einigen Wendungen aufwarten, aber eben mit zu wenigen. Viel zu wenige, die hunderte von Seiten protokollierten Ratssitzungen einfach nicht wieder gut machen können. Auch werden diese Wendungen dann wider im Gegensatz zum Rest des Buches kaum weitererzählt, man kann die Stückchen in Danys .... zählen, aber was denn nun eigentlich mit Jaime passiert, oder Theon, oder Davos, Stannis, Daario, Cersei, Myrcella, Asha, Manke, Jon, Arya, Sansa, dem Bluthund, Viktarion, Euron, Varys und und und passiert ist...keine Ahnung?! Das 10. Buch hätte man locker in einem Achtel erzählen können und hätte sich dabei einige peinliche Stuhlbeschreibungen hochgeborener Damen sparen können. Diese Seiten hätten besser genutzt werden können, so entsteht keine Spannung sondern einfach nur Frust. Aus meiner Sicht entwickelt sich die Serie in die falsche Richtung und Martin sollte sich überlegen, wie er die Reihe dennoch zu einem gerechten Ende bringen kann, die diese Buchreihe auch wirklich verdient hat!

Wer die vorherigen Bücher gelesen hat, sollte natürlich auch dieses Buch lesen, geschrieben ist es gut, auch wenn die Rechtschreibfehler von Buch zu Buch langsam zunehmen und die Story nahezu stillsteht, aber es liest sich nach wie vor gut, lebendig und bildhaft, daran mangelt es nicht, nur eben zu der Story hätte dieses Buch mehr beitragen sollen.

Ich persönlich bin enttäuscht und würde mir wünschen, dass ich beim nächsten Buch meinen Freunden wieder ohne faden Beigeschmack die gesamte Buchreihe weiterempfehlen kann. Einzelne Tiefphasen gibt es in jeder Serie, Buch, etc., daher könnte ich es mit einem fulminanten Nachfolger auch leichter verzeihen. Aber nicht jetzt. Nicht nach diesen unzähligen belanglosen Kleinigkeiten, durch die ich mich durchquälen musste. Nein! Dafür bin ich grade wirklich zu sauer. Und damit will ich jetzt auch diese Rezension abschließen, bevor mich irgendjemand entführt und mich für Lösegeld eintauschen möchte... zum tausendsten mal...
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184 von 197 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Meereenische Knoten, 13. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
SPOILER: Diese Rezension enthält Informationen über den Inhalt des Buches. NICHT LESEN, WENN SIE DAS BUCH NOCH NICHT KENNEN!

Zuallererst: George R. R. Martin ist ein großartiger Autor, daran zweifelt wohl niemand, der die Bücher 1 - 6 gelesen hat. Das atemberaubende Tempo, die Entwicklung der Charaktere, die lebendige Welt sind kaum mehr zu toppen. Mit den Büchern 7 - 10, die im Original die Bücher 4 und 5 sind, beginnt die Stimmung unter der Fangemeinde, die den Autor fast messianisch feiert, allmählich zu kippen. Das liegt nicht unbedingt daran, dass Martins Schreibstil schlechter geworden wäre oder er nichts mehr zu erzählen hätte, erst recht nicht daran, dass im seine Serie mittlerweile egal geworden wäre. Das Gegenteil ist der Fall: Martin hat zu viel zu erzählen und läuft Gefahr, sich in seiner eigenen Welt so zu verlieren wie die vielen Leser seiner Bücher. Das Problem ist, dass er seine Serie damit in Gefahr bringt. Ein Lied von Eis und Feuer befindet sich derzeit am Scheideweg und wohin die Reise geht, ist nicht abzusehen.
Martin hatte zunächst vor, Ein Lied von Eis und Feuer als Trilogie zu konzipieren. Dabei sollte der zweite Band die Eroberung von Westeros durch Daenerys umfassen. Wie wir nunmehr wissen, hat Martin im Englischen bislang fünf Bände gebraucht und Daenerys ist derzeit noch weit davon entfernt, nach Westeros zu kommen. Am Ende dieses Buches sitzt sie im dothrakischen Meer, zusammen mit einem längst vergessenen Charakter, während ihre Stadt sich immer noch im Krieg befindet. Wie konnte es soweit kommen?
George R. R. Martin hat sich verzettelt. Ich glaube ihm, dass er das Ende der Serie und den groben Weg dahin im Kopf hat, allerdings ist er zwischenzeitlich von seinem Plan abgewichen, dem deutschen Band 6 einen Zeitsprung von 5 Jahren nachfolgen zu lassen. Dieser Zeitsprung sollte notwendig sein, um in dieser Zeit die Drachen wachsen zu lassen, mit denen Danys Invasion steht und fällt. Martin hat ganze Kapitel gestrichen, weil es ihm irgendwann undurchführbar erschien, die übersprungenen 5 Jahre allein durch Rückblenden zu erzählen, zudem ist soviel in den ersten Bänden passiert, dass es ihm unglaubwürdig schien, nunmehr würde in Westeros, vom Krieg gebeutelt, jahrelang Frieden und Ruhe herrschen. Deshalb beschloss er, keinen Zeitsprung zu machen und Daenerys stattdessen in Meereen ein paar Jahre ihre Fähigkeiten als Herrscherin ausprobieren zu lassen, bis ihre Drachen groß genug wären. Damit entwickelte sich das, was der Autor als "The Meereenese Knot" bezeichnete: Er wusste nicht so Recht, wie er Daenerys ohne größere Brüche im Charakter wieder aus ihrer Stadt herausbekommen sollte, einer Stadt, deren Bevölkerung sie nicht im Stich lassen will und die sie als "Mutter" verehrt. Die Story begann zu stagnieren. Gleichzeitig musste irgendetwas in Westeros passieren und die Zeit, in der Dany in Meereen festsaß, konnte man mit einer Menge Stoff füllen. So entstanden zahlreiche Nebenplots, allesamt kunstvoll verwoben, aber nicht immer spannend (Brienne, Samwell). Es wurden zu viele Personen, die zeitgleich zu viele Dinge taten und sich an zu vielen unterschiedlichen Orten befanden. Das führte dazu, dass in den Büchern 7 - 10 weniger passiert als in den Büchern 5 und 6. Eigentlich sind diese 4 Bücher von der dort verstrichenen Zeit nur etwas mehr als ein einziges Buch, die Story wächst in die Breite und verliert dadurch unvermeidlich an Tempo, weil immer mehr Dinge zeitgleich erzählt werden müssen.

Der zehnte Band der Serie hat wie schon der neunte insbesondere die "großen 3" unter den Charakteren, Jon, Tyrion und Dany, zum Gegenstand, nachdem Band 7 und 8 eher ein voyeuristischer Roman über Cerseis politischen Untergang sowie ein Reisetagebuch von Brienne von Tarth waren. Zudem wird die Story um den Sohn des Greifen fortgesponnen, immerhin dort ist ein Fortschrift zu erkennen. Tatsächlich nimmt die Serie wieder etwas an Fahrt auf, allerdings viel weniger, als sie sollte und eigentlich müsste. Im Norden tut sich erschreckend wenig. Jon ist an der Mauer zum großen Logistiker mutiert und muss das Freie Volk in Sicherheit bringen, bevor der Winter, der seit Band 1 im Kommen begriffen ist, dann endlich da ist. Das ist weniger spannend, als es sein sollte, endet aber immerhin mit einem großen (wenn auch vorhersehbaren) Cliffhanger. Es steht zu vermuten, dass auch die Weißen Wanderer darauf "warten" müssen, dass Danys Drachen endlich groß genug sind. Die große Entscheidungsschlacht zwischen Stannis und Roose Bolton nähert sich dem Klimax, ist aber immer noch nicht erfolgt, weil Stannis Heer seit gefühlten 5 Bänden im Schnee feststeckt und nicht vorwärtskommt (vielleicht hat der Autor hier eine Metapher auf sein eigenes Schaffen eingebaut). Immerhin ist bekannt, dass Buch 11 die Entscheidungsschlacht bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt enthalten soll, danach sollten sich die Dinge im Norden vereinfachen und man kann sich auf die Weißen Wanderer konzentrieren. Ein großes Comeback feiert nach wie vor Theon Graufreud, der einer der tragischsten Charaktere des gesamten Buches ist und der auch den zehnten Band wesentlich auf seinen Schultern trägt, während Jon Schnee gar nichts weiß, Daenerys wie ein pubertierender Teenager von ihrem süßen Söldnertypen schwärmt und Tyrion sich fragt, wohin Huren gehen (die redundante Selbstreflexivität der Charaktere sollte Martin etwas zurückfahren, wenn man mich fragt). Achja, Tyrion. Der Gnom hatte in Buch 9 die Rolle des "Weltenbauers" übernommen, d.h. er reiste durch den dem Leser noch recht unbekannten Kontinent Essos und füllte so die weißen Flecken auf der Landkarte. In Buch 10 kommt er an, aber es wird keine gute Ankunft, weder für Tyrion, noch für den Leser. Zwar gibt es nach wie vor viele spannende Wendungen, allerdings hat Tyrion etwas von seinem Esprit verloren (kein Wunder allerdings, wenn man sich sein Schicksal vor Augen führt) und steckt genauso an der Sklavenbucht mit ihren eindimensionalen Charakteren fest wie der dornische Prinz oder Daenerys. Zum Ende des zehnten Bandes beginnt sich der Meereenische Knoten mit der Ankunft von Victarion Graufreud zu lösen, dieser straighte Wikingertyp, der nicht lange fackelt, ist genau das, was die festgefahrene Story braucht, um wieder in Gang zu kommen. Auch hier wird es allerdings bis Band 11 dauern, bis man der Sklavenbucht den Rücken kehren kann - auch hier ist Martin seinem Zeitplan nicht treu geblieben.

Es ist offensichtlich, dass George Martin, wie er sich selbstkritisch ausdrückte "zu viele Bälle in die Luft geworfen hat", mit denen er jetzt jonglieren muss. Er kann nicht zu sehr hetzen, sondern er muss den Spagat zwischen einem gesteigerten Erzähltempo und einer glaubwürdigen Auflösung zahlreicher loser Fäden hinbekommen. Wenn er das schafft, in insgesamt 14 deutschen Büchern (von mir aus auch 16, wenn er ein bisschen Tempo macht) und noch bevor er stirbt, gebührt ihm viel Lob, nichtsdestotrotz wird man dann immer feststellen müssen, dass er in den Bänden 7 - 10 sehr "bauchlastig" wurde und beinahe vom Weg abgekommen wäre und dass in diesen Büchern viel weniger Zeit vergeht als in den Büchern 1 - 6 und 11 - 14. Es gibt dennoch mehr Grund zur Hoffnung, als die desillusionierte anglo-amerikanische Community, die die Serie am Ende sieht, es uns glauben machen will: Die Drachen sind endlich groß genug, um damit einen Krieg zu führen, der Winter ist doch noch da und es lassen sich zum Ende des zehnten Bandes Tendenzen erkennen, den zu aufgeblähten Plot wieder zu entschlacken. Personen, die an unterschiedlichen Orten waren, finden zusammen (Jaime, Catelyn & Brienne; Theon, Asha und Stannis; Tyrion, Victarion und wohl bald Daenerys), so dass man weniger Point-Of-View-Kapitel braucht und der Story wieder mehr Tempo geben kann. Große Entscheidungsschlachten bieten zudem die Gelegenheit, Charaktere sterben zu lassen und so die Schauplätze noch etwas zu reduzieren (hiervon sollte der Meister aber nur begrenzt Gebrauch machen). Einige Nebenkriegsschauplätze wie das Grüne Tal, Bran, Arya und vor allem der unvermeidliche Samwell werden natürlich weiterhin ihren Platz benötigen, hier sollte GRRM sich nicht zu sehr verheddern, das kann er sich nicht mehr leisten. Wenn er so weitermacht wie in den letzten Bänden, wird er dieses Epos nicht mehr zur Zufriedenheit der Fans vollenden können. Der nächste Band ist die letzte Ausfahrt.

Warum 4 Sterne? Ganz einfach: Trotz aller Besorgnis und den teilweise langatmigen Sklavenbucht-Kapiteln hat es mir weiterhin viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Man hat die Charaktere liebgewonnen, die Sprache des Buches ist großartig wie immer und der Meister versteht es nach wie vor, den Leser zu überraschen, ohne die Story unglaubwürdig werden zu lassen. Umso schlimmer wäre es, würde uns der Autor im Jahr 2016 mit einem Band 11 erwarten, der nicht an Geschwindigkeit gewinnt oder gar noch weiter ausufert. Ich jedenfalls glaube noch an das Happy End.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beide Seiten der Kritiker verständlich, aber für mich TOP, 26. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach 10 Büchern kann man schon auf ein ordentliches Durchhaltevermögen zurückblicken, und schlecht können die Bücher nicht gewesen sein. Aber mal ehrlich, welche Bücher-Serie hat das nicht, langweilige Passagen die man am liebsten überspringen möchte, aber nicht kann, da sonst etwas von der komplexen Handlung verpasst werden könnte.

Ich denke es kommt sehr auf den Leser an, welche Kapitel das sind. (Bei mir zum Beispiel der Bran-Zweig)
Dass mein lieblings Charakter schon recht früh aus der Geschichte ausgeschieden ist hat natürlich erstmal geschockt und "verstört" fast schon verärgert. Im nachhinein jedoch war das genau richtig so. Unvorhergesehene Wendungen machen eine Buchreihe doch erst interessant und vermeiden dass bei den Hauptfiguren ein Gefühl entsteht wie etwa: "Ach.. das überlebt er ja sowieso" Man hat schnell neue Lieblinge, bei mir wurde das sogar eine Figur, die ich davor als meinen Bösewicht eingeschätzt habe.
Ich kann den Erscheinungstermin kaum erwarten, da es für mich ungeheuer spannend ist, wie sich die vielen einzelnen Wege der Figuren wieder zu einem ganzen zusammenschließen.
Leute die sich beschweren wie dick die Bände sind, kann ich nicht verstehen, bei einem Buch ist das doch ein Vorteil. Allerdings lese ich auch mit dem Motto, der Weg ist das Ziel. Denn was bleibt am Ende einer guten Serie oder Buchs? Enttäuschung dass es zu ende ist ;-) Wer kann sich schon wünschen schell am Ende angelangt zu sein???

Großes Manko ist allerdings die lange Zeit, die für die restlichen Veröffentlichungen angegeben wird. Denn selbst wenn mach sich Handlungen gut merken kann, bei dieser komplexen Geschichte dürfte das nach Jahren dazwischen jedem schwer fallen sich an alles zu erinnern. Aber vll. sollte ich das positiv sehen, bis Band 13/14 erscheint, hab ich die vorherigen vll. vergessen und kann alles mit Genuss nochmals lesen. :-)

Fazit:
Nichts für Leute ohne Durchhaltevermögen und gutem Gedächtnis ;-)
Definitiv gehört es zu den besten Serien die ich gelesen habe

Für Leser die noch nicht angefangen haben:
Kauf absolut empfehlenswert
Wie bei fast allen Buchverfilmungen, ja nicht mit der Serie vergleichen, sie ist ein blasser Abklatsch der Bücher,
in der ein Großteil der Handlung verloren geht.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen eine unendliche Geschichte?, 2. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
Nach dem ich den 10. Band angefangen habe zu lesen, muss ich ehrlich gestehen das ich auf ein Ende gehofft hatte, weil ich nicht wusste das noch weitere Bände folgen werden. Sonst hätte ich sicherlich gewartet bis alle Bände in deutscher Sprache erschienen sind. Aber nichtsdestotrotz, habe ich die ersten Bände noch mit Spannung gelesen, folgte dann ein Spannungsabfall. Nicht nur das vermeintlich getötete Personen wieder auftauchen, ich meine hier z.B. Theon Graufreud und Catelyn Stark, habe ich manchmal den Eindruck die Saga "soll" keine Ende nehmen. Und dann auch noch Jon Schnee bei dem unklar ist ob er überlebt. Summa Summarum lese ich erst weiter wenn alle Bücher erschienen sind und die Geschichte einen Abschluss gefunden hat. Ansonsten verliert man den Überblick, den ich teilweise schon jetzt verloren hatte, bei den vielen Charakteren. Hoffentlich muss ich nicht nochmal alle 10 Bücher lesen um den Anschluss an die folgenden nicht zu verlieren.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage!!, 10. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
Wir sind nun mittlerweile schon bei Band 10 angekommen und man weiß schon gar nicht mehr was man schrieben soll. In jedem Band kommen neue Figuren dazu, aber dafür sterben nicht genug. Ich frage mich, wie der Autor bei den ganzen Figuren noch durchsehen kann. Vor allem hab ich das Gefühl, dass immer die Figuren sterben, die ich gut finde. Es sterben auch Figuren, die es erst seit zwei Bänden gibt und das finde ich ganz schön überflüssig, warum kommen sie dann erst vor.

Meine Lieblingsfigur in der ganzen Reihe, wurde in Band 10 schwer verwundet und ich weiß nicht, ob er das überlebt. Reicht es nicht, dass meine andere Lieblingsfigur schon tod ist, kann der Autor mir nicht die eine lassen. Die die ich nicht leiden kann, sterben komischerweise nie, na ja bis auf Joffrey natürlich.

Daenerys verliert die Kontrolle über ihr Gefolge, aber auch über ihre Drachen. Sie macht alles falsch was man nur falsch machen kann. Ich mag sie nicht besonders, was an ihrer Arroganz liegt. Sie hält sich für so toll und sieht nicht, das sie langsam aber stetig an Macht verliert. Sie schafft es ja nicht mal ihre Drachen unter Kontrolle zu bringen.

Jon hat es schwer auf der Mauer. Viele sind für ihn, aber es gibt auch Personen, die ihn lieber tot sehen würden. Er trägt so viel Verantwortung und ist dabei so allein. Ich hoffe wirklich er überlebt die Buchreihe. Quentyn Martell hat mir so leid getan. Er ist noch so jung und so unerfahren, er war noch nicht bereit für diese Bürde und musste einen hohen Preis dafür bezahlen.

Cersei hat endlich bekommen was sie verdient. Endlich ist das Schicksal mal gütig und gibt ihr etwas von dem wieder, was sie anderen Menschen antut. Mit Tyrion geht es endlich wieder Bergauf und ich hoffe, dass der Autor ein bisschen nachsehen mit seiner Figur hat. Ich weiß nicht was ich von Varys halten soll, ist er gut oder böse und auf wessen Seite steht er. Ich kann nicht glauben, dass er wirklich Prinz Aegon Targaryen unterstützt. Da muss noch mehr dahinter stecken.

Ich kann auch nicht glauben, dass Aegon Targaryen wirklich noch am Leben sein soll. Alle sollen damals gestorben sein, nur nicht er. Ich hoffe wirklich, dass das wieder nur ein Trick von Varys ist. Ich würde es nicht gut finden, wenn er der echte Prinz wäre. Der ist tot und soll auch Tod bleiben. Der bringt die ganze Handlung durcheinander.

Fazit: Band 10 war sehr spannend, voller Action und wieder voll Lügen und Intrigen. Ich bete darum, das nicht noch mehr neue Figuren im nächsten Band dazu kommen. Es reicht langsam und ich sehe bald nicht mehr durch. Ich bin gespannt, was uns in Band 11 erwartet!!
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73 von 88 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende und lesenswerte Fortsetzung, 22. Juli 2012
Von 
Shiloh (irgendwo am Meer) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die ersten neun deutschen Bände von George R.R. Martin, habe ich ziemlich in einem Rutsch hintereinander weggelesen. Die diversen Handlungsstränge und Charaktere waren mir daher noch gut präsent. Beim 10. Band fiel mir der Anschluß schon schwerer. Und das trotz der Anhänge, die bei der Kindle-Ausgabe immerhin ein Viertel des Buches ausmachen.

In Westeros hat es sich herumgesprochen, dass eine bildschöne Targaryen Tochter mit Drachenblut sich zur Königin von der ehemaligen Sklavenstadt Meereen gemacht hat und drei Drachen besitzt. Sie wird zum Ziel von Heiratswilligen und Flüchtlingen, ist aber fast unerreichbar, weil sie in ihrer Stadt in der Falle sitzt. Feindliche Heere haben die Stadt umzingelt und die Belagerer und die Bewohner der Stadt leiden unter einer schweren Epidemie. Um wenigsten innerhalb der Mauern Frieden zu haben, heiratet Daenerys den noblen Hizdahr. Ruhe und Frieden bringt ihr das nicht.

Trotz seiner Morde in Königsmund bleibt der hässliche Gnom Tyrion Lannister mein persönlicher Lieblingscharakter. Obwohl er auf seiner Reise zu Danerys quasi von Regen in die Traufe und anschließend noch in die Kanalisation gespült wird, kommt er wegen mit seiner Intelligenz, Witz, Empathie und vor allem seiner Tapferkeit immer wieder auf die Füße.

Jaime hat sich von Cersei gelöst. Cersei selbst kämpft um ihr Überleben.

Die schlimmste Entwicklung macht Arya Stark durch. Sie hat im Haus des vielgesichtigen Gottes Zuflucht und so etwas wie eine neue Familie gefunden. Leider erzieht diese neue Familie ein traumatisiertes Kind, dass schon aus Furcht oder Rache getötet hat, zu einer kaltblütigen Mörderin, einem Werkzeug des Todes. Das ist Arya auch klar, aber sie findet nicht die Kraft oder den Mut zu gehen.

Jon schneidet an der Mauer nicht nur alte Zöpfe ab, sondern wirft beinahe alle Regeln der Nachtwache über Bord, um seinen Eid zu erfüllen, indem er ihn an die aktuelle Wirklichkeit anpasst. Damit gewinnt er zwar neue Freunde aber auch Feinde in den Reihen der Nachtwache.

Im Kampf um die Herrschaft im Norden geraten die kriegführenden Parteien in die Fesseln des Winters. Die Boltons sitzen auf Winterfell fest und haben Schwierigkeiten, ihre auf engem Raum eingesperrten Verbündeten davon abzuhalten, sich gegenseitig umzubringen. Der Marsch von König Stannis nach Winterfell ist mal wieder eine gelungene Anleihe in der europäischen Geschichte (Napoleons Rückmarsch aus Russland).

Der Roman ist Teil einer epischen Romanreihe, ein Einstieg in Band 10 ist nicht zu empfhehlen. Man muss die Bücher der Reihe nach lesen.

Obwohl der Roman wieder spannend geschrieben ist und das Interesse des Lesers mit seiner Bildgewalt fesselt, bin ich von der Teilung der deutschen Ausgabe zunehmend genervt. Das Buch endet wieder abrupt mitten in der Handlung und hat jedenfalls mich ziemlich frustriert zurückgelassen. Hoffentlich geht die Rechnung des Autors und der Verlage auf, wenn der sechste englische und 11. und 12. deutsche Band erst 2014 erscheinen. Die häppchenweise Fortsetzungspolitik des Verlages (aus eins im Original mach zwei deutsche Bände)stört den Lesespass so ungemein, das es meine Bewertung des Buches herunterzieht, obwohl der Roman an sich das eigentlich nicht verdient hat. Ich würde ja sogar mehr für eine komplette Übersetzung und Herausgabe der englischen Ausgabe bezahlen. Aber leider hat es sich ja zunehmend eingebürgert, die Bände zu teilen, um finanziell besser abzuschneiden.

Wer bis hierhin durchgehalten hat, wird auch dieses Buch gern lesen.
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen es wird wieder besser, 30. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
***Spoileralarm!***

Für sich genommen, kein gutes Buch. Auf knapp 700 Seiten passiert nicht mehr als auch auf 100 Seiten gepasst hätte, 4* geb ich nur weil die Serie insgesamt so Lesenwert ist und sich trotz ausufernder, Soap-artiger Handlung immernoch ganz fluffig lesen lässt.
Aber eigentlich hält man nur noch durch weil man schon noch gerne wissen will, wer denn nun zum Schluss auf dem Thron sitzt, der Rest ist irgendwie Bedeutungslos geworden.

Band 7 und 8 waren schrecklich langweilig, Band 9 war nur besser weil man endlich nichts mehr von Cersei lesen musste, aber Band 10 dünnt die zum platzen aufgeblähte Story langsam wieder etwas aus. Bestimmt geben mir viele Recht wenn ich sage, dass es inzwischen richtig Arbeit macht das Lied zu lesen. Ständig neue Personae und Geschichten die eigentlich völlig uninteressant sind (Sansa, Brienne, der Eiseninsel-krimskrams und die ganzen namenlosen Einweg-Charaktere) erschweren das Lesevergnügen. Wo soll das noch hinführen? Die Arya Handlung ist zwar ziemlich spannend und hätte ein eigenes Buch verdient aber was bringt das der Gesamthandlung? Was soll der ganze Quatsch mit Tyrion? Wo kommt dieser übertrieben fiese Disney Bösewicht Bolton her? Wozu sollte Bran da hochgehen, um ein Baum zu werden?! Und dann ständig die kursiven Gedankenzeilen. Furchtbar! Ich habe verstanden das Tyrion der Mord an seinem Vater mitnimmt, warum muss ich das immer und immer wieder lesen? warum muss ich ständig aufs neue erfahren das es an der Mauer "zu viele Mäuler zu stopfen gibt", "der Winter naht" und nur noch ganz, ganz wenig Vorräte da sind. Wie oft muss ich noch lesen, dass Dany keinen Hunger hat und nicht schlafen kann? Wieviele ihrer Klamotten wird man mir noch beschreiben? Und überhaupt, wie oft lese ich eigentlich noch von der originellen Kombination aus Kettenhemd und gehärtetem Leder? Wie oft muss ich mich noch fragen ob die Messingtiere jeden Tag ein anderes Gesicht haben und ob das nicht ganz furchtbar doof ist? Wird Tyrion endlich herausfinden das es den Leser kein bisschen juckt wohin Huren gehen? Wird es irgendwann mal wieder eine Seite geben die ohne das Wort "vergewaltigung" auskommt? Man könnte 300 Seiten wegstreichen wenn man nur alle Zeilen die sich ständig wiederholen rausnehmen würde. Und nochmal 300 wenn man die endlos langweilige Geschichte an der Mauer in eine Rückblende zusammenfasst.

Das Ganze ist jedenfalls bei weitem nicht mehr so gut wie Band 1-6. Aber wie im Titel geschrieben, es wird besser. Gegen Ende laufen so einige Fäden zusammen und ein paar überflüssige Charaktere sterben. Leider kam diesmal keinerlei Emotion auf (oh mein Gott wie kann er den sterben lassen!), eher hämische Freude das es endlich wieder ein paar weniger Perspektiven gibt. So gings jedenfalls mir.

Nachdem man Band 10 hinter sich gebracht hat, kann man hoffen das Band 11 wieder richtig gut wird und die Handlung sich gegen Ende richtet. Reicht ja auch langsam. Ich hoffe sehr das nicht noch mehr Personen dazukommen! Brings zu Ende George!

(Kaufempfehlung trotzdem. warum jetzt aufhören? die Buchrücken machen sich nur gut im Regal wenn da durchgängig 1-14 steht^^)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie lang denn noch?, 6. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
Also spannend ist die Reihe ja schon aber nicht erst nach dem 10ten Teil gingen mir die ständigen Aufzählungen von Schiffen, Rittern, Wappen, Burgen, Städten.... usw. auf die nerven. Gefühlte tausend Seiten wurden durch solch nichtssagende Aneinanderreihungen gefüllt. Nun gut so kann man auch ein Buch mehr verkaufen.
Was mich auch etwas stört ist, dass man häufig wichtige Vorgänge durch "Hörensagen" oder nebenbei mitgeteilt bekommt und nicht Teil der Aktion ist.
Etwas anderes ist das plötzlich lieb gewonnen Helden sterben und bisher verachtete Bösewichte mitleid erregen oder zu neuem Ruhm kommen. Ist mal anders. Im ersten Moment etwas verstörend und schockierend sorgt aber stehts für eine unerwartete Wendung.
Und da man eben nicht schon nach dem ersten Kapitel sagen kann wie die Reihe zu Ende geht werde ich halt auch die nächsten Teile gerne lesen ^^
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96 von 123 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder Grandios, 25. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen (Broschiert)
Cover:
Auch das Cover von Band 10 wartet wieder mit einem Wappen auf. Dieses Mal zeigt es das Haus Bolton mit dem dazugehörigen Motto "unsere Klingen sind scharf". Ich habe das Wappen sofort erkannt, also sehe ich es als absolut gelungen an! Mir gefällt diese schlichte Covergestaltung auch sehr gut. Mehrere Bände dieser Reihe machen sich toll im Regal. =)

Erster Satz:
>>Schauen wir uns diesen Kopf einmal an<<, befahl sein Fürst.

Meine Meinung:
Man will es kaum glauben aber George Martin hat es mit 'Ein Tanz mit Drachen' tatsächlich noch einmal geschafft alles zu toppen. Das Buch war noch mal unendlich spannender, aufwühlender, tragischer und mitreißender. George Martin ließ wieder ein paar Bomben platzen und drehte die Wendungen so, dass wieder alles anders ist. Immer wenn man mal denkt der Charakter kommt endlich am Ziel an, dann passiert wieder etwas und eben jener Charakter sieht sich mit neuen Problemen konfrontiert und sein Ziel rückt in weite Ferne.

Trotzdem merkt man, dass die Geschichte voran schreitet, wir sind nicht mehr am Anfang bei dem Spiel um die Throne. Langsam aber sicher scheint sich die Story zu einem Strang zu verstricken, so manches Puzzleteil setzt sich zusammen und lässt etwas mehr erahnen als bisher.
Das Lied von Eis und Feuer ist so tragisch und hart wie das wahre Leben, es wird absolut nichts geschönt.

Im Großen und Ganzen tauchen in diesem Buch folgende Charaktere auf:
Jon, Daenerys, Tyrion, Theon und Asha Graufreud, Arya, Jaime, Cersei und Jon "der Greif" Connington.

* Jon "kämpft" noch immer an der Mauer. Aber nicht gegen Feinde, eher gegen den König / die Königin und seine Brüder. Es ist schwer sie vom richtigen Weg zu überzeugen. Er möchte die Wildlinge durch die Mauer lassen, einmal weil die Nachtwache dringend viele kampfbereite Männer (und Frauen) braucht und einmal, weil er nicht möchte das tausende von Wildlingen vor der Mauer sterben. Weil tausende von toten Wildlingen ergeben was? Genau, tausende von neuen Untoten Feinden. Doch das versteht keiner seiner Brüder...
* Daenerys ist immer noch in Meereen und möchte Frieden mit den Yunkai'i schließen, denn nur so hören die Morde auf und ihre "Kinder" sind in Sicherheit. Scheinbar erlangt sie diesen Frieden nur durch die Heirat mit Hizdahr zo Loraq.
* Tyrion ist mit Jorah Mormont und Hella auf einem Schiff unterwegs zu Daenerys, aber wieder gibt es große Komplikationen und Probleme. Wird das Trio dieses Mal in Meereen bei Daenerys ankommen?
* Theon ist noch immer das Spielzeug von Ramsay "Schnee" Bolton auf Winterfell. Dort begegnet er Frauen die ihm helfen wollen zu fliehen. Aber sollte er danach Ramsay jemals wieder in die Finger fallen, wird er qualvoll sterben. Riskiert er es trotzdem?
* Asha ist, nach der Schlacht in Band 9, nun die Gefangene von Stannis und zieht mit dem Heer von ihm nach Winterfell.
* Arya ist noch immer Novizin im Haus von Schwarz und Weiß (Tempel des vielgesichtigen Gottes) um zu dienen und zu lernen. Sie erhält ihren ersten Auftrag, aber wird sie es schaffen die Anforderungen zu erfüllen und Arya Stark zu vergessen?
* Jaime ist in den Flusslanden unterwegs um Rabenbaum einzunehmen und trifft dort völlig unerwartet auf eine alte Bekannte.
* Cersei ist noch immer in Gefangenschaft und muss ihre Sünden gestehen, um überhaupt eine Chance auf Freilassung zu erhalten.
* Jon Connington landet mit seinem Schützling Aegon und der Goldnen Kompanie in Westeros am Zornkap um zurückzuerobern was einst ihm gehörte.

Wenn mich jemand fragt ob es lesenswert ist? Ja worauf wartet ihr ;-) lest, schnell, unbedingt und am besten alle Bücher auf einmal. Schließt die Augen und öffnet sie in Westeros wieder!

Da Band 9 in der Rechtschreibung ja so verheerend war, möchte ich hierauf auch noch einmal näher eingehen. Band 10 hat da wieder top abgeschnitten, denn ich habe nur wenige bis gar keine Rechtschreibfehler gefunden. Das finde ich toll und das Buch lässt sich schön flüssig lesen!!!

Auf die ganze Namenssache möchte ich nicht mehr eingehen, dieser Drops ist gelutscht und langsam sollten sich die Gemüter mal beruhigen! Das Buch lässt sich auch so richtig toll lesen und für alle, die gerade mal nicht wissen welche Burg gemeint ist, die können ganz schnell und unkompliziert hinten nachschlagen.

Ich bin beim Lesen so richtig typisch Mädchen. Ich liebe meine Lieblingscharaktere, es muss bei mir am Ende am besten immer alles rosarot und 'Happy End' sein. Aber ich wusste auf was ich mich da bei 'Das Lied von Eis und Feuer' einlasse. Ich hatte von Anfang an die Angst, dass einer meiner Lieblings Hauptprotagonisten, wenn es diese so überhaupt gibt, um die Ecke gebracht wird (bei George Martin stirbt keiner eines natürlichen Todes). Aber ich hatte Hoffnung.
Vergebens?
Mir liefen so die Tränen als er oder sie (ich werde euch doch nichts verraten) abgestochen wurde. Ich bin echt immer noch fassungslos und habe trotzdem noch die feste Hoffnung, dass er / sie jetzt nicht einfach tot ist. Das kann nicht sein...

Fazit:
Dieser Band hat für mich so etwas endgültiges an sich. Immerhin kann es Jahre dauern bis der nächste Band erscheint. Zwischen den englischen Bänden 4 (bei uns 7 und 8) und 5 (bei uns 9 und 10) lagen ganze 5 Jahre! Lasst uns zusammen zu den sieben, den alten Göttern, dem ertrunkenen Gott und zu R'hollor beten, dass George Martin uns auf Band 6 nicht so unendlich lange warten lässt!
Zum Buch an sich muss man nicht mehr viel sagen, man MUSS es lesen!

In Band 10 waren für mich dieses Mal die nur wirklich interessanten Charaktere vertreten, es werden viele Fragen und Rätsel gelöst und es passiert auch wieder ziemlich viel. Trotzdem werden auch wieder neue Fragen aufgeworfen und das Ende von Band 10 ist wirklich das fieseste bisher. Bei vielen Charakteren hätte man gerne noch ein paar Zeilen mehr gelesen. Wenn ich mir vorstelle jetzt 5 Jahre mit so einem Cliffhanger und Spekulationen im Kopf warten zu müssen. Oh nein, oh nein, oh nein...

In diesem Sinne, Valar Morghulis!

Tipp:
Wer die Bücher lieber mit den englischen Eigen- , Orts- und Burgnamen genießen möchte, der sollte sich die Hörbücher näher ansehen. Dort bleiben die Namen wie im Original. Allerdings, kein Lied ohne Mankos, werden manche Namen total 'falsch' ausgesprochen ('Da-e-nerüs' statt 'Dänerys', 'Arüa' statt 'Aria'). Da kann man sich dann das kleinere Übel aussuchen ;-)

Dann gäbe es noch die Luxusausgaben. Diese sind von FanPro und werden wie im Original als ein Band, und nicht geteilt, veröffentlicht. Band 1 - 4, die nur noch zu teils horrenden Preisen zu bekommen sind, enthalten die "alten Namen" (also Jon Snow usw.). Allerdings wird Band 5 die Übersetzung von Blanvalet / Penhaligon enthalten (also Jon Schnee usw.). Wer also nicht zuviel Geld übrig hat, kann getrost zu der "normalen" Ausgabe greifen.

Reihe:
Das Lied von Eis und Feuer 1 - Die Herren von Winterfell
Das Lied von Eis und Feuer 2 - Das Erbe von Winterfell
Das Lied von Eis und Feuer 3 - Der Thron der Sieben Königreiche
Das Lied von Eis und Feuer 4 - Die Saat des goldenen Löwen
Das Lied von Eis und Feuer 5 - Sturm der Schwerter
Das Lied von Eis und Feuer 6 - Die Königin der Drachen
Das Lied von Eis und Feuer 7 - Zeit der Krähen
Das Lied von Eis und Feuer 8 - Die dunkle Königin
Das Lied von Eis und Feuer 9 - Der Sohn des Greifen
Das Lied von Eis und Feuer 10 - Ein Tanz mit Drachen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Eigentlich noch nicht mal ein Stern, 30. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die ersten Bücher dieser Reihe waren sehr gut, hatten viele interessante Ansätze auch viele Andeutungen auf wichtige Geschehnisse. Nur leider wurden die Bücher von mal zu mal verworrener, alles was er vorbereitete warf er um, wahrscheinlich damit es nicht zu vorhersehbar wird. Es wurden immer mehr verschiedene Handlungsstränge, so dass noch nicht mal alle in ein Buch passen. Und jetzt hat sich der Autor so verhaspelt, dass er offensichtlich nicht mehr weiss, wie er alles wieder zusammenführen soll.
Ich habe alle Bücher gelesen, weil ich immer gehofft habe, dass die Geschichte ein interessantes Ende bekommt, aber ich werde definitiv das nächste Buch nicht mehr lesen ( falls es überhaupt noch kommt ).
Ich mag das zu eng sehen, aber ich lege auch wert auf einen guten, relativ logischen Abschluss einer Geschichte.
Jutta
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Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen
Das Lied von Eis und Feuer 10: Ein Tanz mit Drachen von George R.R. Martin (Broschiert - 23. Juli 2012)
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