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37 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Model und der Detektiv
Nun ist er da, der neue Roman von J.K.Rowling. Diesmal ist es endlich der vor Jahren versprochene Krimi.
Ob die Geschichte mit dem ausgeplapperten Geheimnis der wahren Autorenschaft nun stimmt oder nicht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich gehöre zu denen, die die Geschichte und nicht an einen Marketing-Trick glauben wollen. Denn ein wenig kann ich schon...
Vor 8 Monaten von Jean Ignace Isidore Gérard - G... veröffentlicht

versus
17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein viel zu langer Roman, aber auch mit Stärken ...
Dass sich hinter dem Namen Robert Galbraith eigentlich die britische Autorin Joanne K. Rowling verbirgt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Nun bin ich zwar kein großer Harry-Potter-Fan, aber meiner Meinung nach kann Rowling richtig gut schreiben. Und so war ich, auch wegen der eigentlich durchweg positiven Kritiken durchaus auf den ersten Krimi der...
Vor 8 Monaten von Alex Wolff veröffentlicht


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5.0 von 5 Sternen Ein Krimi genau nach meinem Geschmack!, 15. Oktober 2014
Von 
Stefanie Jojo "Leseratte" (Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Taschenbuch)
Der Privatdetektiv Cormoran Strike wird staunt nicht schlecht das er den Auftrag erhält, den Tod des berühmten Models Lula Landry zu untersuchen. Denn eigentlich geht jeder davon aus, dass sie Selbstmord begangen hat, indem sie sich von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzte. Doch ihr Bruder glaubt nicht daran und bittet Strike nach dem Mörder seiner Schwester zu suchen. Eigentlich will Cormoran Strike den Auftrag auch nicht annehmen, aber finanzielle Nöte lassen ihm keine Wahl. Zusammen mit seiner neuen Sekretärin Robin, führen ihn seine Ermittlungen in die Kreise der Reichen und Schönen Londons. Ob Stardesigner, Rechtsanwälte oder Popstars. Jeder von ihnen hat eine eigene Version der Geschichte.

Endlich konnte ich auch in das Vergnügen kommen das Kriminaldebüt von Joanne K. Rowling zu lesen, der jetzt neu erschienen Taschenbuchausgabe sei es gedankt. Ich war sehr gespannt wie es mir gefallen würde, denn die Meinungen gehen doch sehr auseinander. Und was soll ich sagen Frau Rowling hat es geschafft, das ich dieses Buch regelrecht verschlungen habe.

Wie auch schon bei ihren Harry Potter Büchern, mochte ich es am liebsten dass sie die Rahmenhandlung und Charaktere sehr gut und mit viel liebe zum Detail beschreibt. Bevor es zu den eigentlichen Ermittlungen kommt, lernen wir erst mal die Charaktere kennen. Ebenso das Umfeld in dem sie leben.

Besonders Cormoran Strike ist so ein Typ, so wie ich ihn Liebe. Kein Schönling und doch mit einer faszinierenden Ausstrahlung. Körperlich versehrt, da er als Ermittler der Militärpolizei, bei einem Anschlag in Afghanistan ein Bein verloren hat. Er ist eher der Typ Einzelgänger, der sich eher noch sein zweites Bein ausreißen würde, als um Hilfe zu bitten. Dementsprechend ist sein Privatleben eine Katastrophe. Er praktisch chronisch Pleite. Und doch merkt man im Laufe der Handlung wie komplex seine Persönlichkeit in Wirklichkeit ist.

Ihm gegenüber steht Robin, seine neue Sekretärin. Eine junge Frau die sich vor kurzem erst verlobt hat, Psychologie studiert hat, sehr intelligent ist, Eigeninitiative zeigt und einfach nur sympathisch ist. Wahrlich ein Wink des Schicksals, dass sich beide begegnet sind. Auch die anderen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, keinen möchte man missen. Selbst die übellaunige Lebensgefährtin des Mandanten, erfühlt ihren Zweck.

Die Handlung an sich ist ihr auch gelungen, auch wenn ich mir hin und wieder eine Straffung gewünscht hätte. Die Autorin hat eine sehr ruhige Erzählweise für ihren Krimi gewählt, der mir nur zum Ende hin schon so eine Ahnung gab, wer der Mörder ist. Vorher habe ich neugierig darauf gewartet was wohl als nächstes passieren wird.

Fazit: Der Kriminalroman „Der Ruf des Kuckucks“ ist genau nach meinem Geschmack. Handlung und Charakterzeichnung sind der Autorin wieder gut gelungen. Auch wenn man die Geschichte etwas kürzer hätte halten können, vergebe ich gerne die volle Fortsetzung. Ich freue mich schon darauf bald wieder von Cormoran und Robin lesen zu können. Denn die Fortsetzung lässt nicht mehr lange auf sich warten.
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4.0 von 5 Sternen Gute Story mit interessanten Charakteren, 31. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Da ist er also; der erste Krimi aus der Feder der genialen J. K. Rowling, die sich hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verbirgt.

Mir hat das Buch wirklich gut gefallen; Cormoran Strike ist ein außergewöhnlicher Ermittler mit sowohl physischen als auch psychischen Auffälligkeiten, mit Stärken und Schwächen. Und wirkt er in den ersten Kapiteln auch noch wie ein Grobian, so wächst er einem im Laufe der Zeit doch irgendwie ans Herz.
Gemeinsam mit seiner Assistentin Robin bildet er so ein wirklich interessantes Ermittlerteam, das sich ergänzt und wunderbar zusammenpasst, gerade weil sie so verschieden sind.
Hauptsächliche Sympathieträgerin des Buches ist allerdings nicht Cormoran, sondern Robin. Im Ernst; ihre Persönlichkeit und ihr Aussehen sind dermaßen angenehm und positiv beschrieben, dass ich den Eindruck hatte, sie war wohl auch beim Schreiben Frau Rowlings Lieblingsfigur.

Die Story an sich kann durchaus mit Detail- und Einfallsreichtum überzeugen, die Ermittlungen gehen Schritt für Schritt voran und es entblättern sich immer mehr Schichten der Geschichte um das Model Lula Landry. Gespickt ist das Ganze mit persönlichen Erinnerungen von Strike, die interessant sind, aber in dieser Fülle meiner Meinung nach nicht hätten sein müssen.

Das ist auch allgemein ein Manko des Buches, das für J. K. Rowling aber typisch geworden ist: Es gibt unglaublich viele Charaktere. Beim Lesen sollte man sich also wirklich konzentrieren, um die zahlreichen Namen noch zuordnen zu können und sich auch noch daran zu erinnern, welche Aussagen diese Personen in den Vernehmungsgesprächen getroffen haben.
Diese Gespräche sind im Übrigen, ebenso wie Beschreibungen von Häusern oder dem Äußeren der Charaktere, sehr ausschweifend beschrieben. Meines Erachtens hätte das Buch um einige Seiten kürzer sein können, ohne der Geschichte einen Abbruch zu tun. Dadurch gerät das Ganze auf Dauer auch etwas langatmig, viel Action kann man hier also nicht erwarten. Den Hauptteil des Buches bilden Beschreibungen und Gespräche.

Das Ende hat mich dafür wirklich überrascht und das Buch hat mich, obwohl es nicht viel Action gab, trotzdem gefesselt. Die Story fand ich spannend, interessant und außergewöhnlich. Unterm Strich ist es also ein wirklich empfehlenswertes Buch - von J. K. Rowling ist auch eigentlich nichts anderes zu erwarten.
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4.0 von 5 Sternen Spannende Mörderjagd, 20. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Klappentext:
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem schneebedeckten Balkon im Londoner Stadtteil Mayfair in den Tod stürzt, steht für die ermittelnden Beamten schnell fest, dass es Selbstmord war. Der Fall scheint abgeschlossen. Doch Lulas Bruder hat Zweifel – ein Privatdetektiv soll für ihn die Wahrheit ans Licht bringen.
Cormoran Strike hat in Afghanistan körperliche und seelische Wunden davongetragen, mangels Aufträgen ist er außerdem finanziell am Ende. Der spektakuläre neue Fall ist seine Rettung, doch der Privatdetektiv ahnt nicht, was die Ermittlungen ihm abverlangen werden. Während Strike immer weiter eindringt in die Welt der Reichen und Schönen, fördert er Erschreckendes zutage und gerät selbst in große Gefahr …

Die Autorin:
Hinter diesem Pseudonym verbirgt sich die Erfolgsautorin Joanne K. Rowling, die mit ihren Harry Potter Büchern weltweiten Ruhm erlangte.

Meine Meinung:
"Der Ruf des Kuckucks" war für mich eine willkommene Abwechslung, weil ich sonst wenig Krimis lese. Sicher war es auch ausschlaggebend, dass das Buch von Joanne K. Rowling unter einem Pseudonym geschrieben wurde, und ich somit mehr als neugierig war.

Besonders haben mir die Charaktere gefallen. Cormoran Strike, ein Afghanistan-Veteran und vom Pech verfolgter Privatdetektiv und Robin Ellacotts, seine neue Mitarbeiterin, die mit ihrer besonnenen und klugen Art eine Bereicherung für ihn wurde.
Genau an dem Tag, an dem Robin bei ihm zu arbeiten anfängt, schneit John Bristow in das heruntergekommene Büro des Schnüfflers, weil er glaubt, dass seine Schwester Lula, ein bekanntes Model, nicht wie vermutet Selbstmord begangen hat.
Er beauftragt Strike, die Wahrheit herauszufinden.

Das Buch lebt von den Ermittlungen und Nachforschungen des ungewöhnlichen, aber sehr sympathischen Duos. Der Leser/die Leserin bekommt viele Hinweise und Spuren ausgelegt, und man fragt sich die ganze Zeit, wohin die Recherche führt.
Dabei ist der Erzählstil hervorzuheben, der sehr ausführlich gehalten ist. Man taucht praktisch in das Geschehen ein, bekommt ein hohes Vorstellungsvermögen und wird am Ende mit der Auflösung belohnt.

Erwähnt muss werden, dass viel beschrieben, erklärt und geredet wird. Es ist kein actiongeladener Krimi, der den Lesenden in den Sessel drückt und atmelos zurücklässt.
Dieses Buch ist eher dazu da, es sich gemütlich zu machen, den beiden Akteuren zu folgen und sich nicht nur ein paar Kekse, sondern auch den feinen englischen Humor einzuverleiben.
Und trotzdem ist es keine langweilige Geschichte, wenn man es ein bisschen tiefergehend mag.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein faules Ei im Nest, 23. Januar 2014
Von 
progue - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Grundhandlung ist schnell erzählt. In einer eiskalten Winternacht stürzt das berühmte Model Lula Landry aus ihrem Luxusapartment zu Tode. Polizei und Presse ist sich schnell einig: Lula war zwar sehr schön, aber psychisch auch sehr labil - ergo Selbstmord, zumal das Haus, in dem sie lebte, einer Festung gleicht mit Wachdienst, Nummerncode, in einer Gegend gelegen, in der nur Leute der oberen 10.000 es sich leisten können zu wohnen. Nur einer will es nicht glauben: John Bristow, der Bruder des Models und so kommt er zu Cormoran Strike, dem Privatdetektiv, der nach anfänglichem Zögern die Ermittlungen aufnimmt. Nicht, weil er John glaubt, sondern weil er a) in unglaublich finanziellen Schwierigkeiten steckt und b) als Kind Charlie Bristow kannte, den Bruder Johns, der sein bester Freund war. Wie ein Terrier setzt er sich auf die Fährte des "Kuckucks" (Lula), vollzieht ihr Leben und ihre letzten Tage nach und kommt dabei einem Mörder nahe, der vor nichts zurückschreckt ...

Die positiven Sachen zuerst: Wie üblich erweist sich Ms Rowling als sehr genaue Beobachterin. Ob es die verschiedenen Sprechweisen oder Körperhaltungen oder das Benehmen der Leute aus Upper- und Workclass ist, sie gibt jedem sein eigenes Repertoire. Starrummel ist ihr sicherlich mittlerweile sehr vertraut und sie vermittelt davon ein Bild, das man sich sehr gut vorstellen kann. Sie führt Personen ein, die einem gut vor Augen stehen, wenn auch oft ziemlich klischeeschaft; andererseits sind sie sich dadurch gut zu merken.

Doch warum dann "nur" 3 Punkte? Nun, ihre große Stärke ist gleichzeitig ihre größte Schwäche. Ihre genauen Beobachtungen muss sie geradezu ausleben, zelebrieren, damit Seiten über Seiten füllen (schinden^^) und das nervt. Jedes Haus, das betreten wird, wird haarklein beschrieben, angefangen bei dem je nach Wohnlage Flur, der wie Marmor wirkt, und den mahagonifarbenem Geländer der Treppen bis zum dem Chlorgeruch des Pools. Jedes Kleid des Designers wurde bis zum Glasigwerden der eigenen Augen vorgeführt, jede Bewegung des Kaugummis, den die sozial benachteiligte Freundin des Models im Mund herumschob.

Ein weiteres Problem - welches mir bei Rowlingbüchern für Erwachsene auch schon bei "Ein plötzlicher Todesfall" unangenehm aufgefallen ist -, sind mangelnde Sympathieträger. Ja, Robin ist nett. Das war's dann auch schon. Cormoran ist nicht mein Freund geworden. Er wirkte auf mich wie (Achtung, Harry-Potter-Fans!) eine Mischung aus Hagrid und Mad Eye Moody und ich verstehe einfach nicht, wozu ein Mann, der finanziell so am Boden ist, eine Sekretärin braucht oder bezahlen muss. Mir ist von Anfang an nicht klargeworden, wieso er diese Beziehung zu der Zeitfirma hat. Ist das so ein englisches Ding?

Die Lösung des Falles brachte gleichzeitig einen netten Twist und ziemliche Unlogik, die ich hier leider nicht wiedergeben kann, weil ich damit zu sehr spoilere. Für mich bleibt im Endeffekt nur das Fazit, dass ich bei der Autorin lieber bei ihren Jugendbüchern bleibe, da sie tatsächlich die Magie besitzen, mich zu fesseln und mitzureißen.
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39 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebenswert, aber mit Schwächen - 3,5 Sterne, 9. Dezember 2013
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe bisher noch nie ein Buch von J.K. Rowling gelesen und bin mit großen Erwartungen an die Lektüre gegangen.
An eine Starautorin legt man andere Maßstäbe an als an einen durchschnittlichen Krimiautor, und jeder Krimi ist nur so gut wie seine Auflösung. Deshalb bin ich hier vielleicht ein wenig strenger als bei anderen Krimirezensionen, und so entstand meine Wertung von immerhin 3,5 Sternen (aber einen halben Stern anzugeben ist ja leider nicht möglich.)

Um mal mit dem Negativen anzufangen:
Für einen versierten Krimileser liegt die Schwäche des Romans in der Auflösung. Die wird hier dramaturgisch so hingedreht, dass sie ins Konzept der Autorin passt, aber das geht auf Kosten der Logik und der Wahrscheinlichkeit.

Ich will hier natürlich nicht allzu viel verraten, deshalb kann ich nicht alles begründen. Ich will nur so viel sagen, dass mich die Auflösung nicht sonderlich überrascht hat. Wie Cormoran Strike - eine durchaus liebenswerte Figur - auf die Täter kommt (um nichts zu verraten, nenne ich von jetzt an hier immer die Mehrzahl!!), hat sich mir nicht ganz erschlossen. Alles, was er hat, aber wirklich alles, sind Mutmaßungen! Er hat keinen einzigen Beweis, höchstens Indizien. Als dann tatsächlich auf Seite 631 ein Beweis auftaucht, kann man nicht nachvollziehen, wie er auf dieses Versteck kommt.
Am schwächsten ist aber die Begründung, warum dieses winzige Beweisstück nicht entsorgt werden konnte (und also noch da ist, um die Täter zu überführen), nämlich: es fehlte der Mut, um es verschwinden zu lassen!

Bitte, so kann man doch in einem Krimi nicht argumentieren, auch wenn er irgendwann zu einem Ende kommen muss! Die Täter waren imstande gewesen, viel größere Beweise problemlos verschwinden zu lassen, warum also diesen nicht einfach in die Themse werfen??? Wieso gehört für Leute, die mehrere Menschen ermordet haben, dazu Mut?

Was mir auch nicht gefiel, war, dass jeder, der mit seinem Wissen zur Aufklärung eines Mordes hätte beitragen können, dies aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen nicht getan hat. Auch da hätte ich mir eine kraftvollere und zwingendere Erklärung/Auflösung gewünscht.

Auch die Motive für den ersten Mord sind, ja, doch sehr abgegriffen und banal. Und die Ausführung, mit all dem Wenn und Aber und den Zufällen, dürfte im wirklichen Leben so wohl nicht gelingen (im Buch geschieht im richtigen Augenblick immer das, was den Mördern weiterhilft.)

Was mich noch etwas gestört hat, war, dass viele der Figuren doch ziemlich klischeebefrachtet sind: Lula, jung, sexy, reich, schön, abhängig vom Rauschgift und psychisch instabil; Evan, eine Borderline-Persönlichkeit, umringt von einem sabbernden Gefolge; zwei reiche, spindeldürre Zicken, die sich reiche Männer geangelt haben; ein alter, hässlicher, arroganter Filmmogul; Lady Bristow, ein kindlich-unselbstständiges Anhängsel und ohne ihren verstorbenen Mann hilflos; Alison, die hässliche Freundin; Rochelle, die missgünstige Obdachlose; Guy Somé, der schwule, exzentrische Modedesigner, der aber ein loyaler Freund ist, usw...

Okay, das ist eine bunte, schrille Riege von Personen, und innerhalb ihres Klischees werden sie eindrucksvoll beschrieben. Interessant wäre aber gewesen, wenn man das Klischee auch einmal durchbrochen hätte - etwa dadurch, dass man einigen dieser Personen Merkmale zuordnet, die nichts ins Klischee gehören.

Die Spannung: es gibt keine Cliffhanger, die Geschichte wird kontinuierlich durcherzählt. Für mich war das okay. Allerdings dauert es etwas, bis die Spannung anzieht, am Anfang werden viele nebensächliche Dinge breit erzählt, die die Geschichte nicht eben vorantreiben. Allerdings, je weiter man kommt, desto dichter und spannender wird die Geschichte.

Kommen wir zu dem Positiven:
Das ist in erster Linie die Hauptfigur, Cormoran Strike, die den gesamten Roman beherrscht. Seinetwegen habe ich das Buch gelesen, er ist originell und liebenswert gestaltet, zu ihm hat man Vertrauen. Zu Strike gehört auch seine sympathische, taktvolle und clevere Sekretärin Robin, beide zusammen ein unschlagbares Paar.

Abgesehen davon, dass manche Figuren eher Abziehbilder sind, werden sie sehr eingehend und psychologisch stimmig beschrieben (für mich kein Widerspruch.) Gut finde ich auch, dass die Autorin ihnen eine eigene Sprache gibt; die Obdachlose, die heruntergekommene Mutter von Lula, die zickige Tansy, der Portier, der Fahrer, sie alle haben eine individuelle Sprechweise, die sich von der der Upper Class" unterscheidet.

Mein Fazit:
Als Roman würde ich dem Buch 4 Sterne geben, weil es Spaß gemacht hat zu lesen, weil Strike eine faszinierende Persönlichkeit ist, weil ich den Krimiteil auch ausblenden konnte und mich trotzdem gut unterhalten gefühlt habe.
Als Krimi würde ich nur gut drei Sterne geben, Erklärung siehe oben. Und da das Buch als Krimi gehandelt wird, ist die Krimibewertung für mich die wichtigere.

Dennoch bin ich sehr gespannt, ob J.K. Rowling die Geschichte um Cormoran Strike weiterführt und würde das nächste Buch auf jeden Fall lesen!
Achtung: In den Kommentaren sind SPOILER enthalten!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Story, aber mäßige Spannung, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das farbige Model Lula Landry stürzt von ihrem Balkon in die Tiefe. Für die Polizei ist es klarer Selbstmord. Ihr Bruder John Bristow hat daran erhebliche Zweifel und beauftragt einen Bekannten aus Kindertagen, den Privatdetektiv Cormoran Strike, nachzuforschen, was tatsächlich geschah - denn seiner Meinung nach war es Mord. Wie immer stellt sich die Frage, wer profitiert von ihrem Tod?

Cormoran und seine Aushilfskraft Robin Ellacott geraten nun in eine illustre Gesellschaft der Reichen und Schönen, aber auch im Gegensatz dazu der Armen. Robin erweist sich als echte Perle und sie bringt Frische in die Geschichte. Ihre Person hat mich jedenfalls voll überzeugt. Cormoran, ein ehemaliger Soldat mit Beinprothese wurde gerade von seiner Freundin verlassen. Da er zusätzlich zu diesen Problemen auch noch Schulden hat, arbeitet, wohnt und schläft er im Büro. Bei seinen Nachforschungen greift er gerne auf die Hilfe von Robin zurück, puzzelt aber auch selbst einzelne Teilchen zusammen und ist dem Leser in seinen Erkenntnissen weit voraus. Als Leser tappt man sehr, sehr lange im Dunkeln und ist auf die Lösung gespannt.

Vor dem Lesen des Buches war schon bekannt, daß Robert Galbraith das Pseudonym von J. K. Rowling ist. Durch diesen Umstand und den Klappentext hatte ich bereits im Vorfeld hohe Erwartungen an die Story. Ich hatte einige Bände Harry Potter gelesen und beim Schreibstil konnte man m. E. auch die Feder von JKR erkennen. Die Geschichte wurde zwar schön und vor allem bildhaft erzählt, aber für einen Krimileser zu langatmig, Spannung war nicht vorhanden. Erst nach der Hälfte zog das Tempo an und die Geschichte hat mich gepackt. Die Anzahl der agierenden Figuren war überschaubar und diese wurden detailliert beschrieben, richtig nahe kamen mir aber nur Cormoran und Robin. Dieses Ermittlerduo war für mich genial und ich würde auch einen zweiten Band mit ihnen wieder lesen. Erwähnen möchte ich auch das gelungene Cover, genau in diese Atmosphäre fühlte ich mich mitgenommen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen große literatur, 19. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
dieses buch hat alles was Unterhaltungsliteratur ausmacht. spannende Story mit einem überzeugenden ende, strukturiert, interessante Charaktere, genaue milieubeschreibung. Ich freue mich auf silkworm. Größte Komplimente an Ann K.Rowling. ich habe nie einen besseren Krimi gehört- ich habe die Hörbuchversion gehört.
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48 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Krimi!, 2. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz
„Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm.“

Inhaltsangabe

Der Londoner Privatermittler Cormoran Strike ist am Ende. Seit seine Beziehung in die Brüche ging, haust er notgedrungen in seinem Büro, und mangels Aufträgen steht er kurz vor der Pleite. Mit der engagierten jungen Robin Ellacott, die ihm von der Zeitarbeitsagentur als Aushilfe geschickt wird, weiß er daher überhaupt nichts anzufangen bis ein neuer Klient mit einem spektakulären Fall vor seiner Tür auftaucht und Strike plötzlich jede Hilfe gebrauchen kann. Der Tod des berühmten Models Lula Landry, die beim Sturz von ihrem Balkon ums Leben kam, birgt einige Unklarheiten und der Bruder der Toten ist fest davon überzeugt, dass es kein Selbstmord war.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich völlig ohne Erwartung an das Buch herangegangen bin. Nachdem mich „Ein plötzlicher Todesfall“ gar nicht überzeugen konnte, war ich umso überraschter, dass mich dieses Krimidebüt von der ersten Seite an gefesselt hat. Dieses Buch ist von Joanne K. Rowling unter Pseudonym geschrieben.

Schon der kurze Prolog mit dem Fenstersturz hat etwas packendes und macht neugierig auf die Hintergründe.
Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und man ist zusammen mit C. Strike auf der spannenden Suche nach der Wahrheit. Es gibt viele gestreute Hinweise, die die Fährte zur Aufklärung legen und doch ahnt man bis zum Schluss nicht, wie alles wirklich zusammenhängt. Die Entwicklungen fügen sich nahtlos und logisch ineinander. Die bildhafte Sprache lässt einen direkt am Geschehen teilhaben.

Die Charaktere sind hier sehr interessant. Der Privatdetektiv Cormoran Strike, schon der Name ist genial, ist eine tragisch angehauchte Figur, trotzdem vermittelt er Stärke und Konsequenz. Er ist ein alter Veteran, hat eine langjährige, gescheiterte Beziehung hinter sich und ist der nicht beachtete Sohn eines berüchtigten Stars - und er ist äußerst aufmerksam und findig.

„Strike war es gewohnt, in den Erinnerungsruinen traumatisierter Menschen Archäologe zu spielen: Er hatte das Vertrauen von Ängstlichen gewonnen, Gangster unter Druck gesetzt, Gefährliche geködert und Listigen Fallen gestellt.“ S. 136

Auch seine Sekretärin Robin, die als wichtige Nebenfigur fungiert, ist außergewöhnlich. Von ihr erfährt man ebenfalls im Laufe der Handlung einige Hintergrundinfos zur Person. Sie ist hübsch, frisch verlobt, zurückhaltend und gerade aus einer Kleinstadt nach London gezogen; ihre Entwicklung hat sie mir sehr sympathisch gemacht.
Selbst wenn manche Formulierungen leicht aufgesetzt wirken, ist es ein Vergnügen, die beiden so ungleichen Charaktere bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Auch alle anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und charismatisch gezeichnet und sie führen sehr kurzweilig durch die Geschichte. Ich bin wirklich bis zum Schluss im Dunkeln getappt und fand das überraschende Ende sehr gelungen!

Das Cover muss ich auf jeden Fall erwähnen, es ist absolut gelungen! Ein typischer, Londoner Hintergrund, die düstere Farbwahl und der Schatten des einsamen Mannes … perfekt!

Fazit

Ein perfekter Krimi! Eine wohldosierte Mischung aus genialen Charakteren, einem spannenden Fall und einem passenden Schauplatz in der Metropole London. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von Cormoran Strike zu lesen geben wird!

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Geht so, 14. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Nicht schlecht, zieht sich aber ziemlich in die Länge.
200 Seiten weniger hätten es auch getan.
Mäßig spannend, man wartet immer daruaf, "dass etwas passiert."
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So zäh wie ein polizeiliches Vernehmungsprotokoll und genau so spannend!, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Au weia, dieses Krimidebüt der Autorin von Harry Potter ist buchstäblich in die Hose gegangen. Das Buch besteht zu 3/4 aus ewig langen Befragungen von Freunden und Bekannten des Opfers durch den ermittelnden Detektiv. Das ist so trocken wie ein polizeiliches Vernehmungsprotokoll und genau so spannend. Nämlich gar nicht. Klar, dass die Autorin so einen Käse unter einem Pseudonym schreibt, bei einer Veröffentlichung unter dem richtigen Namen hätte der Ruf sicher Schaden genommen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Autorin sich erbarmt und keine Fortsetzung nachlegt, auch wenn das Buch erkennbar als erster Teil einer Krimireihe angelegt ist.
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Der Ruf des Kuckucks: Roman
Der Ruf des Kuckucks: Roman von Robert Galbraith (Gebundene Ausgabe - 30. November 2013)
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