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165 Rezensionen
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Model und der Detektiv
Nun ist er da, der neue Roman von J.K.Rowling. Diesmal ist es endlich der vor Jahren versprochene Krimi.
Ob die Geschichte mit dem ausgeplapperten Geheimnis der wahren Autorenschaft nun stimmt oder nicht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich gehöre zu denen, die die Geschichte und nicht an einen Marketing-Trick glauben wollen. Denn ein wenig kann ich schon...
Vor 6 Monaten von Jean Ignace Isidore Gérard veröffentlicht

versus
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein viel zu langer Roman, aber auch mit Stärken ...
Dass sich hinter dem Namen Robert Galbraith eigentlich die britische Autorin Joanne K. Rowling verbirgt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben. Nun bin ich zwar kein großer Harry-Potter-Fan, aber meiner Meinung nach kann Rowling richtig gut schreiben. Und so war ich, auch wegen der eigentlich durchweg positiven Kritiken durchaus auf den ersten Krimi der...
Vor 5 Monaten von Alex Wolff veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Story, aber mäßige Spannung, 18. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das farbige Model Lula Landry stürzt von ihrem Balkon in die Tiefe. Für die Polizei ist es klarer Selbstmord. Ihr Bruder John Bristow hat daran erhebliche Zweifel und beauftragt einen Bekannten aus Kindertagen, den Privatdetektiv Cormoran Strike, nachzuforschen, was tatsächlich geschah - denn seiner Meinung nach war es Mord. Wie immer stellt sich die Frage, wer profitiert von ihrem Tod?

Cormoran und seine Aushilfskraft Robin Ellacott geraten nun in eine illustre Gesellschaft der Reichen und Schönen, aber auch im Gegensatz dazu der Armen. Robin erweist sich als echte Perle und sie bringt Frische in die Geschichte. Ihre Person hat mich jedenfalls voll überzeugt. Cormoran, ein ehemaliger Soldat mit Beinprothese wurde gerade von seiner Freundin verlassen. Da er zusätzlich zu diesen Problemen auch noch Schulden hat, arbeitet, wohnt und schläft er im Büro. Bei seinen Nachforschungen greift er gerne auf die Hilfe von Robin zurück, puzzelt aber auch selbst einzelne Teilchen zusammen und ist dem Leser in seinen Erkenntnissen weit voraus. Als Leser tappt man sehr, sehr lange im Dunkeln und ist auf die Lösung gespannt.

Vor dem Lesen des Buches war schon bekannt, daß Robert Galbraith das Pseudonym von J. K. Rowling ist. Durch diesen Umstand und den Klappentext hatte ich bereits im Vorfeld hohe Erwartungen an die Story. Ich hatte einige Bände Harry Potter gelesen und beim Schreibstil konnte man m. E. auch die Feder von JKR erkennen. Die Geschichte wurde zwar schön und vor allem bildhaft erzählt, aber für einen Krimileser zu langatmig, Spannung war nicht vorhanden. Erst nach der Hälfte zog das Tempo an und die Geschichte hat mich gepackt. Die Anzahl der agierenden Figuren war überschaubar und diese wurden detailliert beschrieben, richtig nahe kamen mir aber nur Cormoran und Robin. Dieses Ermittlerduo war für mich genial und ich würde auch einen zweiten Band mit ihnen wieder lesen. Erwähnen möchte ich auch das gelungene Cover, genau in diese Atmosphäre fühlte ich mich mitgenommen!
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38 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Liebenswert, aber mit Schwächen - 3,5 Sterne, 9. Dezember 2013
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe bisher noch nie ein Buch von J.K. Rowling gelesen und bin mit großen Erwartungen an die Lektüre gegangen.
An eine Starautorin legt man andere Maßstäbe an als an einen durchschnittlichen Krimiautor, und jeder Krimi ist nur so gut wie seine Auflösung. Deshalb bin ich hier vielleicht ein wenig strenger als bei anderen Krimirezensionen, und so entstand meine Wertung von immerhin 3,5 Sternen (aber einen halben Stern anzugeben ist ja leider nicht möglich.)

Um mal mit dem Negativen anzufangen:
Für einen versierten Krimileser liegt die Schwäche des Romans in der Auflösung. Die wird hier dramaturgisch so hingedreht, dass sie ins Konzept der Autorin passt, aber das geht auf Kosten der Logik und der Wahrscheinlichkeit.

Ich will hier natürlich nicht allzu viel verraten, deshalb kann ich nicht alles begründen. Ich will nur so viel sagen, dass mich die Auflösung nicht sonderlich überrascht hat. Wie Cormoran Strike - eine durchaus liebenswerte Figur - auf die Täter kommt (um nichts zu verraten, nenne ich von jetzt an hier immer die Mehrzahl!!), hat sich mir nicht ganz erschlossen. Alles, was er hat, aber wirklich alles, sind Mutmaßungen! Er hat keinen einzigen Beweis, höchstens Indizien. Als dann tatsächlich auf Seite 631 ein Beweis auftaucht, kann man nicht nachvollziehen, wie er auf dieses Versteck kommt.
Am schwächsten ist aber die Begründung, warum dieses winzige Beweisstück nicht entsorgt werden konnte (und also noch da ist, um die Täter zu überführen), nämlich: es fehlte der Mut, um es verschwinden zu lassen!

Bitte, so kann man doch in einem Krimi nicht argumentieren, auch wenn er irgendwann zu einem Ende kommen muss! Die Täter waren imstande gewesen, viel größere Beweise problemlos verschwinden zu lassen, warum also diesen nicht einfach in die Themse werfen??? Wieso gehört für Leute, die mehrere Menschen ermordet haben, dazu Mut?

Was mir auch nicht gefiel, war, dass jeder, der mit seinem Wissen zur Aufklärung eines Mordes hätte beitragen können, dies aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen nicht getan hat. Auch da hätte ich mir eine kraftvollere und zwingendere Erklärung/Auflösung gewünscht.

Auch die Motive für den ersten Mord sind, ja, doch sehr abgegriffen und banal. Und die Ausführung, mit all dem Wenn und Aber und den Zufällen, dürfte im wirklichen Leben so wohl nicht gelingen (im Buch geschieht im richtigen Augenblick immer das, was den Mördern weiterhilft.)

Was mich noch etwas gestört hat, war, dass viele der Figuren doch ziemlich klischeebefrachtet sind: Lula, jung, sexy, reich, schön, abhängig vom Rauschgift und psychisch instabil; Evan, eine Borderline-Persönlichkeit, umringt von einem sabbernden Gefolge; zwei reiche, spindeldürre Zicken, die sich reiche Männer geangelt haben; ein alter, hässlicher, arroganter Filmmogul; Lady Bristow, ein kindlich-unselbstständiges Anhängsel und ohne ihren verstorbenen Mann hilflos; Alison, die hässliche Freundin; Rochelle, die missgünstige Obdachlose; Guy Somé, der schwule, exzentrische Modedesigner, der aber ein loyaler Freund ist, usw...

Okay, das ist eine bunte, schrille Riege von Personen, und innerhalb ihres Klischees werden sie eindrucksvoll beschrieben. Interessant wäre aber gewesen, wenn man das Klischee auch einmal durchbrochen hätte - etwa dadurch, dass man einigen dieser Personen Merkmale zuordnet, die nichts ins Klischee gehören.

Die Spannung: es gibt keine Cliffhanger, die Geschichte wird kontinuierlich durcherzählt. Für mich war das okay. Allerdings dauert es etwas, bis die Spannung anzieht, am Anfang werden viele nebensächliche Dinge breit erzählt, die die Geschichte nicht eben vorantreiben. Allerdings, je weiter man kommt, desto dichter und spannender wird die Geschichte.

Kommen wir zu dem Positiven:
Das ist in erster Linie die Hauptfigur, Cormoran Strike, die den gesamten Roman beherrscht. Seinetwegen habe ich das Buch gelesen, er ist originell und liebenswert gestaltet, zu ihm hat man Vertrauen. Zu Strike gehört auch seine sympathische, taktvolle und clevere Sekretärin Robin, beide zusammen ein unschlagbares Paar.

Abgesehen davon, dass manche Figuren eher Abziehbilder sind, werden sie sehr eingehend und psychologisch stimmig beschrieben (für mich kein Widerspruch.) Gut finde ich auch, dass die Autorin ihnen eine eigene Sprache gibt; die Obdachlose, die heruntergekommene Mutter von Lula, die zickige Tansy, der Portier, der Fahrer, sie alle haben eine individuelle Sprechweise, die sich von der der Upper Class" unterscheidet.

Mein Fazit:
Als Roman würde ich dem Buch 4 Sterne geben, weil es Spaß gemacht hat zu lesen, weil Strike eine faszinierende Persönlichkeit ist, weil ich den Krimiteil auch ausblenden konnte und mich trotzdem gut unterhalten gefühlt habe.
Als Krimi würde ich nur gut drei Sterne geben, Erklärung siehe oben. Und da das Buch als Krimi gehandelt wird, ist die Krimibewertung für mich die wichtigere.

Dennoch bin ich sehr gespannt, ob J.K. Rowling die Geschichte um Cormoran Strike weiterführt und würde das nächste Buch auf jeden Fall lesen!
Achtung: In den Kommentaren sind SPOILER enthalten!!
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48 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein perfekter Krimi!, 2. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Erster Satz
„Die Menge, die sich auf der Straße versammelt hatte, brummte wie ein Fliegenschwarm.“

Inhaltsangabe

Der Londoner Privatermittler Cormoran Strike ist am Ende. Seit seine Beziehung in die Brüche ging, haust er notgedrungen in seinem Büro, und mangels Aufträgen steht er kurz vor der Pleite. Mit der engagierten jungen Robin Ellacott, die ihm von der Zeitarbeitsagentur als Aushilfe geschickt wird, weiß er daher überhaupt nichts anzufangen bis ein neuer Klient mit einem spektakulären Fall vor seiner Tür auftaucht und Strike plötzlich jede Hilfe gebrauchen kann. Der Tod des berühmten Models Lula Landry, die beim Sturz von ihrem Balkon ums Leben kam, birgt einige Unklarheiten und der Bruder der Toten ist fest davon überzeugt, dass es kein Selbstmord war.

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich völlig ohne Erwartung an das Buch herangegangen bin. Nachdem mich „Ein plötzlicher Todesfall“ gar nicht überzeugen konnte, war ich umso überraschter, dass mich dieses Krimidebüt von der ersten Seite an gefesselt hat. Dieses Buch ist von Joanne K. Rowling unter Pseudonym geschrieben.

Schon der kurze Prolog mit dem Fenstersturz hat etwas packendes und macht neugierig auf die Hintergründe.
Die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und man ist zusammen mit C. Strike auf der spannenden Suche nach der Wahrheit. Es gibt viele gestreute Hinweise, die die Fährte zur Aufklärung legen und doch ahnt man bis zum Schluss nicht, wie alles wirklich zusammenhängt. Die Entwicklungen fügen sich nahtlos und logisch ineinander. Die bildhafte Sprache lässt einen direkt am Geschehen teilhaben.

Die Charaktere sind hier sehr interessant. Der Privatdetektiv Cormoran Strike, schon der Name ist genial, ist eine tragisch angehauchte Figur, trotzdem vermittelt er Stärke und Konsequenz. Er ist ein alter Veteran, hat eine langjährige, gescheiterte Beziehung hinter sich und ist der nicht beachtete Sohn eines berüchtigten Stars - und er ist äußerst aufmerksam und findig.

„Strike war es gewohnt, in den Erinnerungsruinen traumatisierter Menschen Archäologe zu spielen: Er hatte das Vertrauen von Ängstlichen gewonnen, Gangster unter Druck gesetzt, Gefährliche geködert und Listigen Fallen gestellt.“ S. 136

Auch seine Sekretärin Robin, die als wichtige Nebenfigur fungiert, ist außergewöhnlich. Von ihr erfährt man ebenfalls im Laufe der Handlung einige Hintergrundinfos zur Person. Sie ist hübsch, frisch verlobt, zurückhaltend und gerade aus einer Kleinstadt nach London gezogen; ihre Entwicklung hat sie mir sehr sympathisch gemacht.
Selbst wenn manche Formulierungen leicht aufgesetzt wirken, ist es ein Vergnügen, die beiden so ungleichen Charaktere bei ihren Ermittlungen zu begleiten. Auch alle anderen Charaktere sind sehr vielschichtig und charismatisch gezeichnet und sie führen sehr kurzweilig durch die Geschichte. Ich bin wirklich bis zum Schluss im Dunkeln getappt und fand das überraschende Ende sehr gelungen!

Das Cover muss ich auf jeden Fall erwähnen, es ist absolut gelungen! Ein typischer, Londoner Hintergrund, die düstere Farbwahl und der Schatten des einsamen Mannes … perfekt!

Fazit

Ein perfekter Krimi! Eine wohldosierte Mischung aus genialen Charakteren, einem spannenden Fall und einem passenden Schauplatz in der Metropole London. Ich hoffe sehr, dass es noch mehr von Cormoran Strike zu lesen geben wird!

© Aleshanee
blog4aleshanee.blogspot.de
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen So zäh wie ein polizeiliches Vernehmungsprotokoll und genau so spannend!, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Au weia, dieses Krimidebüt der Autorin von Harry Potter ist buchstäblich in die Hose gegangen. Das Buch besteht zu 3/4 aus ewig langen Befragungen von Freunden und Bekannten des Opfers durch den ermittelnden Detektiv. Das ist so trocken wie ein polizeiliches Vernehmungsprotokoll und genau so spannend. Nämlich gar nicht. Klar, dass die Autorin so einen Käse unter einem Pseudonym schreibt, bei einer Veröffentlichung unter dem richtigen Namen hätte der Ruf sicher Schaden genommen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Autorin sich erbarmt und keine Fortsetzung nachlegt, auch wenn das Buch erkennbar als erster Teil einer Krimireihe angelegt ist.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brillanter Roman, wunderbares Hörbuch, 5. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks (MP3 CD)
Es ist ja kein Geheimnis, dass sich hinter dem Pseudonym "Robert Galbraith" niemand anderes als die Erfolgsautorin J.K. Rowling verbirgt, - und obwohl ich kein einziges Harry-Potter-Abenteuer gelesen haben, erwies sich "Ein plötzlicher Todesfall" für mich tatsächlich als ein äußerst erfreulicher Glücksfall, denn sowohl die raffinierte Geschichte als auch die kluge, humorvolle Erzählstruktur der Autorin haben mich gleichermaßen überrascht als auch begeistert. Und auch "Der Ruf des Kuckucks" ist ein phantastisches Buch. Ich empfinde großen Respekt vor der Autorin, die sich in keine Schublade stecken läßt und mit dieser komplexen Kriminalgeschichte ihre außerordentliche Vielseitigkeit beweist. Nicht nur, dass der Roman auf lässige Art und Weise das Privatdetektiv-Genre parodieren, das Buch bietet zudem einen nonchalanten Blick in die Glamour-Welt der Schönen und Reichen und es drängt sich hin und wieder der Eindruck auf, ob Rowling nicht vielleicht auch unterschwellig mit dem Boulevardjournalismus abrechnen wollte. Wie schon in "Ein plötzlicher Todesfall" beeindruckt mich, wie liebevoll und facettenreich sie ihre Protagonisten ausarbeitet, wie glaubwürdig sie diese reden, fühlen oder handeln läßt. Kaum ein Dialog wirkt gestelzt, nichts erinnert an die konstruierten Wendungen eines Simon Beckett. Diese Leistung ist gar nicht laut genug hervorzuheben, da sich Rowlings beziehungsreiche Romane stets in allen Gesellschaftsschichten bewegen und ihr offensichtlich kein Milieu fremd ist. Immer trifft sie den richtigen Ton und verstreut wohl dosiert britischen Witz und Scharfsinn. Im Gegensatz zu etlichen aktuellen Bestsellern wird der Leser von "Der Ruf des Kuckucks" nicht durch humorlosen, schlichten Satzbau gequält, sondern von J.K. Rowlings reifen Sprache großartig unterhalten. Und das ist auch die Stärke des Buchs: nicht eine atemlose, irrsinnige Dan-Brown-Schnitzeljagd durch London, sondern eine clever zusammengepuzzelte Geschichte, die brillant formuliert ist und deren zahlreiche Handlungsstränge sich am Ende zu einem wirklich gelungenen Finale verknüpfen.

Abschließend noch ein riesengroßes Lob für die Hörbuchfassung, die von einem der besten deutschen Synchronschauspieler gesprochen wurde. Was Dietmar Wunder mit dem Roman macht, ist ganz große Kunst. Er liest die Geschichte so lebendig und abwechslungsreich, dass man schon nach wenigen Kapiteln tief in den Fall eingetaucht ist und sich mit den Helden richtig anfreundet hat. Es ist einfach klasse, wie WUNDERbar der Sprecher den vielen Romanfiguren jeweils eine eigene, markante Stimme verleiht. Wer sich übrigens noch gerne an die TV-Serie "Ausgerechnet Alaska" erinnert, kann sich auf ein Wiederhören mit Doktor Fleischman freuen, dessen unverwechselbarer, manchmal überschnappender Charakter sich (in der Person des John Bristow) auch ins Hörbuch geschlichen hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht herausragend, 9. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Zunächst fragt sich der Leser, warum der Autor dem Kriminalroman den Titel "Ruf des Kuckucks" gegeben hat. Wenn auch die ermordete Person mit Spitznamen "Kuckuck" gerufen wurde, bleibt zumindest die Verbindung mit dem "Ruf" im Titel unklar.

Der Roman lebt von dem Kontrast zwischen dem im sozialen Abstieg befindlichen Privatdetektiv Cormoran Strike und der Welt der Reichen und Schönen, in der er ermitteln muss.

Wie schon viele andere Autoren stellt Galbraith uns einen Ermittler vor, der körperliche und psychische Defekte hat. Diese macht er aber, wie nicht anders zu erwarten, durch Hartnäckigkeit und Kombinationsgabe wett. Freundlich umsorgt und beruflich unterstützt wird er von der Aushilfssekretärin Robin, wodurch der Autor ein sympathisches Ermittlerpärchen kreiiert.

Die Welt der Reichen und Schönen, in die der Leser durch den angeblichen Selbstmord des Models Lula Landry eingeführt wird, ist sehr stereotyp.

Da ist Lulas Familie, von der sie, wie ihr Bruder, adoptiert wurde. Man hat mit Juristerei und viel Geld zu tun, die Stiefmutter ist psychisch labil, der Bruder glaubt nicht an Lulas Selbstmord. Die Welt der Mode wird von einem natürlich schwulen Modeschöpfer dominiert und von Personen, die kaputt und teilweise drogenabhängig sind. Im Gegensatz dazu stellt Galbraith die Ursprungsfamilie Lulas: eine lower class-Mutter, die hoffte, von ihrer Tochter zu profitieren, ein verstorbener, afrikanischer Vater, der allerdings noch einen Sohn hat (Lula also einen Halbbruder, den sie ausfindig gemacht hat) und eine primitive Freundin, mit der sich Lula abgibt. Warum sie das tut, bleibt aber rätselhaft und unnötig für den Plot.

Der Selbstmord Lulas wird von Strike als Mord entdeckt und der Autor schiebt jeder auftauchenden Person ein Motiv zu. Der Leser allerdings kann bei der Fülle an Motiven kaum noch klar sehen und ist am Ende etwas verwirrt, als der Mord aufgelöst wird. Auf den Täter hat der Plot nicht stringent hingeführt, der Leser konnte nicht folgen.

Der Roman zeigt bekannte Strickmuster von Krimis, springt oft hin und her, so dass dem Leser gelegentlich der "rote Faden" abhanden kommt. Er ist mit 638 Seiten zu lang und ein wenig Komprimiertheit hätte ihm gut getan.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Hat leider die Erwartungen nicht erfüllen können, 14. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ähnlich wie viele andere Leser, die ebenso wie ich die Harry Potter Bücher mit Genuss verschlungen haben, war ich von großer Neugierde und Vorfreude erfüllt: Ein klassischer, englischer Krimi, gewoben von Frau Rowling.... das sollte ein Genuß werden!

Tatsächlich blitzt dieses ungewöhnliche Erzähltalent, das sie in den Potter Büchern bewiesen hat durchgehend immer wieder auf, konnte mich aber bei weitem nicht so fesseln, wie ich es während der Schuljahre in Hogwards gewohnt war.
Die Zutaten der Story sind dabei nicht schlecht und auch Mr. Strike und seine Robin werden zu ein Duo, von dem ich grundsätzlich gerne wieder lesen würde, sind Ihre Figuren doch interessant, symphatisch und noch sehr ausbaufähig. Es macht den Eindruck, dass das von J.K. Rowling so auch angelegt ist.

Leider löst sich der Erzählstrang immer wieder in zu langen Fäden und Fasern auf, die das Lesen in solchen Momenten zur Geduldsprobe machen. Man wartet auf den Augenblick, wo der Clou kommt, der Aha-Effekt für den Leser, beim dem einem zwischendurch einmal eine brennende Frage durch den Kopf schießt oder sich ein kleines Puzzle-Teil richtig einfügt. Der Moment, in dem ich auf eine falsche Spur gelockt werde und der Erzählung weiter gespannt folgen möchte.
Anstelle dessen ist eine leichte Langeweile nicht zu leugnen.

Fazit:
Mrs Rowling und ihr Buch bleiben hinter ihren Möglichkeiten zurück. Weniger wäre mehr gewesen und hätte dem Tempo und der Falldichte gutgetan. Trotzdessen würde ich einen weiteren Krimi mit dieser Besetzung gerne lesen wollen, denn es steckt Potential in diesem Gespann !
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Rowling sollte bei Potter bleiben, 2. März 2014
Von 
Jennifer (Offenbach am Main, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Kindle Edition)
Meine Meinung:
Das Buch stand ganz ob auf meiner Wunschliste. Die Story klang prima und auch das Cover hat mich sehr neugierig gemacht.
Es ist in 6 Abschnitte mit einzelnen Kapitel unterteilt. Wobei ich sagen muss das diese einzelnen Abschnitte irgendwie sinnlos sind ... naja.
Wie schon gesagt die Story fand ich interessant. Zu Beginn geht es auch gleich mit dem Tot von Model Lula Landry los ..soo das wars dann auch.. denn auf den kommenden 600 Seiten dreht es sich nur daran wie der Detektiv Cormoran Strike, versucht den Fall zu lösen. Okay es ist ein Roman aber ein wenig Spannung ob Selbstmord oder Mord wäre nicht zuviel verlangt gewesen. So wird lang und breit, wie in Kaugummi in der Sonne, erzählt wie er die einzelnen für Ihn Verdächtigen oder auch nicht Verdächtigen befragt.
Lula's Modeschöpfer, ihre "Freundin", Ihren Freund usw..
Einzig allein die letzten ca. 40 Seiten in denen der Fall endlich aufgeklärt wurde, ließen sich schön flüssig lesen.

Fazit: Rowling sollte eindeutig bei Potter bleiben. Die Idee war nicht schlecht, aber schlecht umgesetzt.
Zum Glück habe ich es als Rezensionsexemplar erhalten sonst würde ich mich jetzt über die verschwendeten 23€ ärgern.
Das Buch wird als Krimi Ereignis des Jahres betitelt ?! Ähm... naja...

Lesevergnügen: Zäh und Eintönig
Story: Rowling sollte bei Potter bleiben
Seiten: 637
Leseratten: 1,5 von 5
Erschienen am 30.11.2013 im Blanvalet Verlag
Lese ich als: Printbuch
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5.0 von 5 Sternen Positiv überrascht, 1. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Kindle Edition)
Als das berühmte Model Lula Landry von ihrem Balkon aus in den Tod stützt, ist für alle recht schnell klar: Es war Selbstmord. Lula hat ihr eigenes Leben beendet, hat sich von ihrer Wohnung aus mehrere Meter in den Tod gestützt.

Einzig und allein ihr Bruder John Bristow glaubt nicht an all diese Umstände und bittet den Privatdetektiv Comoran Strike um Hilfe, welchen er noch von früher zu kennen scheint.

Der Privatdetektiv hat nicht nur körperliche Wunden aus seinem Afghanistan - Aufenthalt mitgebracht und steht zudem kurz vor seinem finanziellen Ruin. Der Auftrag von John kommt ihm da fast schon gelegen und dennoch ist er anfangs skeptisch.

Noch ahnt er nicht, was dieser Fall ihm und seiner Aushilfssektretärin abverlangt und noch bevor er sich richtig darum kümmern oder sich um sein Privatleben Gedanken machen kann, hängt er inmitten des Falles seines Lebens, welcher nicht nur ihn in große Gefahr bringt.

Der Schreibstil hat mich von Anfang an wirklich überrascht. Ich kannte die Werke des Autors bzw. der Autorin zwar schon vorher, denn wie jeder weiss, ist dieses Buch von der Harry Potter - Autorin J.K. Rowling geschrieben.

Angesichts der nicht gerade tollen Meinungen, zumindest derer, die ich mitbekommen habe, habe ich mir selbst ein Bild von ihrem ersten Krimi machen wollen.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich Cormoran Strike sofort in mein Herz geschlossen habe. Seine Art und Weise, wie er, nach der Trennung von seiner Verlobten Charlotte, versucht sein Leben wieder auf die Reihe zu kriegen, hat auf eine Art und Weise sehr beeindruckend gewirkt, auf der anderen auch wieder.. ich weiss nicht recht, wie ich es ausdrücken soll.. nachvollziehbar und äh.. sanft? Nee, sanft passt nicht... stark, passt besser. Er beweist oftmals viel mehr Stärke, als es von aussen den Eindruck hat.

Jedenfalls ist seine erste Begegnung mit seiner Aushilfssekretärin Robin schon nicht gerade unter einem guten Stern geboren und dennoch raufen sich die beiden zusammen, scheint in Robin doch mehr zu stecken, als er anfangs denkt.

Obwohl beide doch eher unterschiedlicher nicht sein könnten, ergänzen sie sich in ihren Ermittlungen teilweise perfekt, als hätten sie schon immer miteinander gearbeitet.

Der Weg des Detektives zur Aufklärung des Falles hat mich zudem auch wirklich überrascht oder eher die Aufklärung am Ende selbst, hatte ich doch die ganze Zeit etwas völlig anderes im Kopf. Einige der Charaktere waren mir durchaus nicht ganz so sympatisch wie Robin oder Cormoran, aber dennoch habe sie ihren Teil zur Geschichte beitragen müssen.

Lange Zeit war mir zum Beispiel nicht klar, welche Rolle die Familie in Lulas Leben für eine Rolle gespielt hat, sei es die leibliche oder die Adoptivfamilie. Jeder hatte sein eigenes Bild von Lula, was manchmal nun wirklich nicht dem glamurösen Leben entsprach, wie Lula es als Schauspielsternchen gelebt hat.

Wer mir wirklich auch total sympatisch war und mich manchmal wirklich richtig zum Schmunzeln gebracht hat, was Guy Somé. Der Designer und ein enger Freund von Lula hat mich so manches Mal - und ich hoffe, dafür jetzt nicht geschlagen zu werden - Jorge Gonzales vorgestellt, wenn ich im Buch auf Guy gestossen bin.

Alles in allem muss ich sagen, dass ich mich dieser Krimi der Harry Potter - Autorin wirklich überraschen konnte und ich hoffe, noch mehr von Comororan Strike und "besseren Hälfte" Robin zu lesen bekommen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, für alle, die Lust auf einen Krimi der anderen Art haben, die sich überraschen lassen wollen oder sich ein Bild davon machen wollen, dass J.K. Rowling nicht nur Harry Potter kann.
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4.0 von 5 Sternen Kreativität, Einfallsreichtum und detailgetreue Erzählweise stechen hervor, 24. April 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf des Kuckucks: Roman (Gebundene Ausgabe)
Viel Wirbel wurde um das Buch gemacht, allerdings ging es dabei weniger um den Inhalt als vielmehr um das Geheimnis hinter dem Autor. Der unscheinbare Name Robert Galbraith ist nämlich nur ein Pseudonym. Dahinter verbirgt sich niemand geringeres als Joanne K. Rowling, die Schafferin der Saga um den Zauberlehrling Harry Potter. Sie beteuert, dass sie eigentlich unerkannt bleiben wollte. Angeblich flog das ganze Versteckspiel nur wegen einer Plauderei ihres Anwalts auf. Ob das ganze tatsächlich ein Versehen oder bloß eine Marketing-Strategie ist, werden wir wohl nie erfahren. Aber eins steht fest: Auch wenn vorher die Kritiker das Buch ein „erfrischendes literarisches Debüt eines hoffnungsvollen Autors“ nannten, waren die Verkaufszahlen eher dürftig. Nachdem das Pseudonym gelüftet war, schossen die Verkäufe des Buches geradezu durch die Decke.
Die Geschichte ist komplizierter als sie zunächst scheint: Das Top-Model Lula Landry soll sich aufgrund von Depressionen vom Balkon in den Tod gestürzt haben. Doch ihr Bruder, ein reicher Anwalt, glaubt nicht an Selbstmord und engagiert den Privatdetektiv Cormoran Strike, der den Fall untersuchen soll. Unterstützt wird Strike von seiner Assistentin Robin. Nach und nach wird das Puzzle, das es zu lösen gilt, immer gigantischer. Zahlreiche Personen werden im Buch umfangreich vorgestellt, was das ganze sehr langatmig macht. Auch werden im Krimi viele Klischees aufgegriffen. Das Opfer ist ein superreiches Model - der Detektiv hat ein zerrüttetes Privatleben und steht vor dem finanziellen Ruin. Das Ermittlerteam aus Cormoran und Robin ist allerdings sehr sympathisch.
Der Ruf des Kuckucks ist bestimmt kein Buch, das man gelesen haben muss. Wenn man jedoch Rowlings Schreibstil von den Harry Potter Büchern in guter Erinnerung hat, sollte man es gerne lesen. Vor allem ihre Kreativität, ihr Einfallsreichtum und ihre detailgetreue Erzählweise stechen auch in diesem Buch wieder hervor. Darunter leidet leider die Realitätsnähe und die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Fast schon scheint sie manchmal etwas Magisches an sich zu haben. Spannung ist – je nachdem wie sehr man sich auf Rowling einlässt – gegeben. Das Ende nimmt in jedem Fall eine unerwartete Wendung!
Empfehlen würde ich dieses Buch all denen, die Harry Potter gerne gelesen haben und die Autorin nun in einem anderen Genre erleben möchten. Wer jedoch einfach nur einen sehr guten, schnellen und spannungsgeladenen Krimi lesen möchte, könnte von diesem Buch enttäuscht werden. Ich finde, Joanne K. Rowling hätte sich nicht hinter dem Pseudonym Robert Galbraith verstecken müssen, da dies nur unnötige Aufregung entfacht hat.
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Der Ruf des Kuckucks: Roman
Der Ruf des Kuckucks: Roman von Robert Galbraith (Gebundene Ausgabe - 30. November 2013)
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