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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigender 2014 Lesefavorit!
Ich habe dieses Buch gekauft, weil mir Blackout recht gut gefallen hatte. Doch im Vergleich dazu, fand ich Zero um Längen gelungener!
Beruflich bedingt stecke ich tief im Thema Informationssicherheit. Ich hatte deshalb ein wenig Sorge, dass das Buch für mich hier und da langweilig werden könnte. Denn wenn man Leser ohne technischen Hintergrund abholt,...
Vor 3 Monaten von Kirsten Brox veröffentlicht

versus
46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Faszinierendes Thema, aber Umsetzung schwächelt.
"Die digitale Welt ist längst die reale Welt."

Was der Freemee-Chef Carl innerhalb der Geschichte ganz lapidar daher sagt, hat mich zum Nachdenken gebracht:
Wie groß ist die Rolle wirklich, die das Internet in meinem Leben spielt?
Nimmt sie zu viel Raum ein?
Was kann man ohne weiteres veröffentlichen und womit sollte man...
Vor 5 Monaten von Sunny veröffentlicht


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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beängstigender 2014 Lesefavorit!, 14. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe dieses Buch gekauft, weil mir Blackout recht gut gefallen hatte. Doch im Vergleich dazu, fand ich Zero um Längen gelungener!
Beruflich bedingt stecke ich tief im Thema Informationssicherheit. Ich hatte deshalb ein wenig Sorge, dass das Buch für mich hier und da langweilig werden könnte. Denn wenn man Leser ohne technischen Hintergrund abholt, dann kann das für einen Fachidioten wie mich schon mal zäh werden. War es nicht!
Stattdessen wurden technische Zusammenhänge geschickt auf das zum Verständnis notwendige gekürzt (teilweise ein wenig ruppig, aber das wird explizit im Nachwort betont) und alles in einen unglaublich spannenden Roman gegossen. Die Idee, wie die bereits verfügbaren Mittel und Methoden zu einem Szenario verschmelzen fand ich sehr aufregend. Hier hat jemand nicht nur die Zusammenhänge verstanden, sondern auch daraus ein funktionsfähiges Konstrukt gebaut, dass wirklich beängstigend ist. Erstklassig!
Besonders im letzten Drittel spitzen sich die Ereignisse zu und ich habe mit der Protagonistin mitgefiebert und war über einige Wendungen wirklich überrascht.
Auch sprachlich ist das Buch hervorragend, Kulissen und Figuren wirken lebendig und ich bewege mich als Leser in einer echten und dreidimensionalen Welt.
Vielen Dank für das große Lesevergnügen - das war mein bisheriger 2014-Favorit!
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46 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Faszinierendes Thema, aber Umsetzung schwächelt., 26. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Die digitale Welt ist längst die reale Welt."

Was der Freemee-Chef Carl innerhalb der Geschichte ganz lapidar daher sagt, hat mich zum Nachdenken gebracht:
Wie groß ist die Rolle wirklich, die das Internet in meinem Leben spielt?
Nimmt sie zu viel Raum ein?
Was kann man ohne weiteres veröffentlichen und womit sollte man sich zurückhalten?
Gibt es überhaupt noch etwas, was man von sich Preis geben kann, ohne das jemand, den man gar nicht auf dem Schirm hat, Nutzen davon zieht?
Diese und viele weitere Fragen gehen mir seitdem durch den Kopf und lassen mich gleichzeitig in Zwiespalt geraten, was meine Bewertung von "Zero" betrifft.

Sollte ein Buch, was derart nachhallt nicht mehr als drei Sterne erhalten?! Wenn ich nur auf diesen einen Aspekt des Veranschaulichens von Datenmissbrauch eingehe - ja, dann wäre es für mich das perfekte Buch! Doch leider spielen für mich noch die anderen Faktoren zu stark mit rein. Beispielsweise hatte ich das große Problem, mit den Charakteren nicht warm zu werden.

Die Protagonistin Cynthia handelt mir zu unbedacht, ja leichtsinnig, und die Kommunikation mit ihrer Tochter ist mehr als schlecht. Ich hätte mir mehr Feingefühl gewünscht, dass sie die Gedanken, die sie so ängstlich vor technischen Neuerungen machen, auch in passender Art und Weise an Viola weitergibt. Aber nichts...
Überhaupt bleiben die Charaktere nur sehr oberflächlich. Die Dialoge wirken hölzern, dass jemand gerade gestorben ist, wird schnell "vergessen" und zur Tagesordnung übergegangen - die Emotionen vermisse ich im gesamten Buch.

Des Weiteren hatte ich auf mehr Spannung gehofft. Es wird viel recherchiert und spekuliert, aber die wirklichen Spannungsmomente kann man an einer Hand abzählen, was ich sehr schade finde, wo es so gut gepasst hätte.

Das Buch ist eingeteilt in 9 Kapitel, die die Wochentage von Montag bis Montag (plus den Epilog "ein paar Tage später") darstellen. Obwohl es nur eine optische Sache ist, hätte ich mir kürzere Abschnitte gewünscht, da ich das für den Lesefluss einfach besser finde, gerade auch wenn es um temporeiche Stellen geht.

Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da sehr viele Charaktere innerhalb weniger Seiten auftreten und es nicht ganz leicht ist, sich die vielen Informationen (Wer macht was und wo steckt er noch mit drin?) zu behalten, aber dabei ist das Personenverzeichnis am Ende des Buches eine große Hilfe!

Gut gefallen hat mir das Team "Zero", was oftmals mit Chat-Ausschnitten auftritt und eine faszinierende Runde darstellt. Hier wäre eine genauere Ausarbeitung schön gewesen, denn die Charaktere erscheinen vielversprechend und einfach interessant.

Auch die Szenarien, was uns durch den Umgang mit Cyberbrillen, Smartwatches, Apps, etc. in Zukunft noch alles erwarten könnte, haben mich sehr fasziniert, aber auch gleichzeitig ein mulmiges Gefühl verursacht. Wo führt uns die Technik noch hin? Eine Frage, deren Antwort im Buch zumindest ansatzweise zu finden ist - mehr kann man dahingehend auch nicht verlangen.

Fazit:
Ein Grundthema was begeistert, jedoch leider mit Schwächen umgesetzt. Lesen sollte es jeder, der gerne für den Umgang mit seinen Daten sensibilisiert werden möchte und keinen spannungsgeladenen Thriller erwartet.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Datenkraken zerschlagen werden müssen", 1. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
... das sagt Zero am Ende jeder seiner Botschaften. Und damit hat er sicherlich Recht.

Aber leider: Ein super Thema, aktuell und brisant im Hinblick auf die Affäre Snowden, die Affaire Julian Assange, die Abhöraffäre durch die NSA ....
aber eine todlangweilige Umsetzung durch den Autor.
Gottseidank gab es das Personenverzeichnis am Ende des Buches, so hatte man wenigsten ungefähr einen Anhaltspunkt, wer gerade in was verwickelt war und welche Position innehatte.
Die Heldin war - und das als Journalistin - technisch in der Steinzeit, uninformiert über die reale Welt und was darin abgeht, über ihre Tocher wusste sie schon mal gar nichts.
Die ganzen Charaktere blieben blaß, unglaubwürdig, hölzern, ihre Handlungsweisen oft nicht nachvollziehbar.
Die technischen Aspekte, die der Autor aufführte - wie z.B. die Datenbrillen - waren interessant. Ob die Zukunft so abläuft, wie von ihm geschildert, das wird sich zeigen, ob Menschen tatsächlich so leicht zu manipulieren sind, ihr Leben, ihre Ernährungsweise, ihre Freunde aufgrund einer App so radikal ändern.
Was hätte man aus dem Thema machen können!
Das Buch überzeugt mich leider überhaupt nicht, ist Lichtjahre in der Qualität von "Blackout" entfernt.
Gähnend langweilig durch die endlosen Verfolgungsjagden, die endlosen Dialoge und Diskussionen sowie Überlegungen, wer gerade wen weshalb verfolgt, einfach nur ermüdend.
Fazit: Normalerweise nur zweieinhalb Sterne, aufgrund des aktuellen Themas jedoch 3 Sterne.
Aber: Ich hoffe, das nächste Buch wird ein richtiger, packender Pageturner und nicht so eine langweilige Abhandlung ohne notwendigem Gefühl "so könnte es tatsächlich passieren".
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5.0 von 5 Sternen Allsichtbarkeit und Manipulation in der modernen Welt., 25. Oktober 2014
Freemee ist eine Internet-Firma, die Apps für ihre User zur Verfügung stellt, um ihnen sinnvolle Entscheidungen in Alltagssituationen vor zu schlagen. Diese ActApps werden von ihren Usern geliebt und bereitwillig angenommen.
Und Freemee ist in der Lage durch intelligente Algorithmen über ihre Daten vorhersagen zu können, was eine Person in einer bestimmten Situation tun wird, wie sie sich verhalten wird.
Zero ist das Pseudonym eines Aktivisten, der darauf hinweist, dass es eine potentielle Gefahr sein kann, wenn eine Firma wie Freemee durch ihre User über Unmengen von persönlichen Daten verfügt.

Gut fand ich die Idee, dass jeder seine persönlichen Daten selbst "verwalten" kann - diese Daten also nicht einfach von Firmen hinten herum abgegriffen werden - und dass man für die Daten, die man preis gibt, Geld bekommt - schließlich sind die Daten die Ressourcen für die daran interessierten Firmen und Organisationen - eine echte Entlohnung sei also angemessen.

Bezeichnenderweise ist die Zentrale von Freemee in einem abhörsicheren Bunker mit meterdicken Stahlbetonwänden - ganz entgegen ihren eigenen Statuten: nämlich Transparenz.

Gut fand ich die Werte-Diskussion der Macher von Freemee über Moral, Werte, Verantwortung, Werbung, technisch Machbares, Manipulation,... - und dass sie den Faden noch weiter gesponnen haben, was wäre, wenn sie über ihre ActApps den Usern bestimmten Marken empfehlen würden, vorher Aktien der entsprechenden Firmen gekauft hätten, und so einen großen Gewinn einstreichen würden; sogar dass sie in der Lage wären, auf diese Weise den nächsten Präsidenten bestimmen könnten.

Der Autor hat, meiner Meinung nach, gut erkannt und herausgearbeitet, dass es einen Widerstand der Überwachten nicht geben wird, so lange diese einen Vorteil für sich sehen - dies beweisen die vielen Kundenkarten, Bonussysteme und kostenlosen als nützlich erachteten Apps oder Dienste, obwohl inzwischen JEDEM klar sein müsste, womit sie diese Programme und Dienste bezahlt:
nämlich mit ihren persönlichen Daten!

Ja, klar, das Thema ist in einen Roman verpackt; d.h. dies ist kein Tatsachenbericht, was beispielsweise die Verfolgungsjagden angeht, die über Glasses und andere Gadgets in Echtzeit veröffentlicht wurden, sondern spannende Unterhaltung, die jedenfalls das Potential zum Reflektieren und Debattieren über das Thema "Umgang und Wert von Daten" hat.

Spannende Story - spannend aufgebaut - realistisch und nachvollziehbar.

Lob an den Sprecher: das Hörbuch finde ich sehr gut gesprochen - nicht überbetont, sondern ruhig gesprochen und somit echt angenehm.

Fazit: Rundherum gelungen !
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4.0 von 5 Sternen Faszinierend, aber auch erschreckend realistisch, 24. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Datenbrillen, Smartwatches, Freemee, eine Online-Plattform, die unsere Daten speichert. Ein Programm, dass uns besser kennt, als wir uns selbst? Uns Tipps und Ideen für unser Leben gibt? Zukunftsdenken? Nicht ganz. Marc Elsberg zeigt uns neue Technologien, die wirklich bereits eingesetzt werden. Das Buch liest sich zwar teilweise wie eine Utopie, jedoch entsprechen seine Technologien und erwähnten Polizeieinrichtungen der Wirklichkeit. Wie wir bereits wissen, gibt es Unternehmen, die unsere Einkäufe und unseren Geschmack bereits voraussagen können, beruhend auf letzte Einkäufe und angesehene Artikel usw. Ähnlich ist es bei Fitness - Apps oder Gesundheit - Coaches. Diese gehen auf die jeweilige Person ein und sind sozusagen Ratgeberprogramme für unser Leben. Marc Elsberg schreibt in seiner Anmerkung: "Trotzdem ist dieses Buch ein Roman." Ein Roman, der sehr nah an die Wirklichkeit herantritt und einen Einblick in eine Welt gibt, die wir vielleicht einmal haben werden.

Bereits hat mich "Blackout" von Marc Elsberg sehr fasziniert und ich war begeistert von der Aufmachung des Buches, der guten Recherchearbeit und dem Drang zur Wirklichkeit. In Zero spricht der Autor von einer Welt, die vielleicht in irgendeiner Hinsicht Wirklichkeit werden wird. Jugendliche, die nicht nur noch mit Handys und Laptops unterwegs sind, nein, auch mit sogannenten Cyberbrillen (Datenbrillen) und Smartwatches. Die Leser begeben sich in eine neue Zeit, in der die Informationen jedes einzelnen schon lange nicht mehr ihnen selbst gehören und alle nach und nach die Kontrolle über ihre Daten verlieren. Jedoch gibt es Gegner dieser Datensammler. Zero. Sie versuchen sich Aufmerksamkeit zu verschaffen und die Bevölkerung zu beschützen. Ihr Ziel ist es, die Menschen auf die "Datenkraken" aufmerksam zu machen und ihnen zu zeigen, was sie alles an Daten preisgeben.

Das Buch ist spannungsgeladen und die schnellen Szenewechsel spannen den Leser noch mehr auf die Folter. Teilweise waren die Szenewechsel etwas zu abrupt und ich musste zugeben, dass ich öfters im Glossar nachschauen musste, um welche Person es sich wieder handelt und für was diese Abkürzung steht. Die verschiedenen Technologien und Methoden wurde sehr gut mit der Idee des Buches verknüpft und es entsteht ein flüssiger, gut durchdachter Roman, den man nur schwer aus der Hand legen konnte.

Auf jeden Fall ein Roman, der zum Nachdenken anregt:

Was für eine große Rolle spielt das Internet wirklich in dem Leben von uns allen?

Was darf, kann man veröffentlichen, oder was sollte man lieber für sich behalten?

Wieviel sollte man von sich preisgeben?
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4.0 von 5 Sternen Manipulation im Internetzeitalter - wie weit werden wir gehen?, 23. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Schließlich sind da draußen alle auf Menschenjagd. Banken, Kreditkartenfirmen, Supermärkte, Autohersteller, Kleiderproduzenten, alle. Suchmaschinen, so nennen sich manche Internetgiganten sogar." S. 85

Meine Meinung

Das Thema "Überwachungsstaat" ist ja nichts neues, aber Marc Elsberg hat es in ein hochbrisantes, aktuelles Forum gepackt. Den Schreibstil empfand ich sehr nüchtern, wodurch auch sehr wenig von den Gefühlen der Protagonisten rübergekommen ist, allerdings hat das sehr gut in diese rationalisierte, von Technik bestimmte Vision gepasst, die unserer Welt gar nicht so unähnlich scheint.

Der Autor erwähnt am Anfang des Buches, das alle hier beschriebenen Technologien bereits eingesetzt werden, was mich dann doch etwas befremdet hat und ich mich dadurch aber auch sehr gut mit der Protagonistin Cyn (Cynthia) identifizieren konnte, denn sie ist mit den vielen Neuerungen auch nicht up to date.

Cyn, die Journalistin, geht nur ungern mit dem Fortschritt
ZERO, die Aktivisten, boykottieren den Datenhandel
Freemee, Internetplattform, gehen über moralische Grenzen
FBI, die Überwachung schlechthin, sind nicht mehr Herr der Lage

Cynthia arbeitet bei einer online Redation als Journalistin und hält sich und ihre 18jährige Tochter Vi mit dem Geld gerade so über Wasser. Als sie wegen der Aktivistengruppe ZERO Nachforschungen anstellt, verstrickt sie sich immer mehr in das Netz im "Netz" und auch ich war erstaunt, welche Möglichkeiten und Ziele mit den gesammelten Daten der vielen Menschen einhergehen, die wir ja alle recht offen ins Internet stellen.
Neben Cyn gibt es auch noch die Perspektive der Freemee Mitarbeiter, der Internetplattform, die sich ihre Kundschaft durch ein Versprechen auf eine bessere Lebensqualität heranholen - im Austausch mit möglichst vielen Informationen über die Nutzer. Bei ihnen geht es um den Wert von Daten, daraus resultierende Ranglisten und Abhängigkeit der Menschen, sich auf das System zu verlassen und dadurch ihre Lebensqualität und ihren "Qualität" zu verbessern. Inwieweit das realistisch ist - ich kann es für mich persönlich kaum nachvollziehen, dass man sich so von einem System beeinflussen lassen kann - aber die Geschichte hat ja dafür genügend Beispiele ...

Auch das FBI, der NSA und andere Überwachungsteams sind auf ZERO angesetzt, denn die Aktivisten schaffen es seit Jahren, sämtliche Sicherheitsvorkehrungen im world wide web zu umgehen.

Die relativ langen Kapitel sind in die Tage unterteilt, die die Geschehnisse wiederspiegeln. Am Anfang stehen immer kurze email-Nachrichten, die sich die ZERO Aktivisten schreiben. ZERO prangert vor allem die Überwachung an durch den Datenklau und die Sinnlosigkeit der Informationsüberflutung im Internet. Der Autor hat hier viele technische Details gut erklärt, allerdings war ich manchmal durch die zahlreichen, mir unbekannten Schlagwörter überfordert. Trotz der vielen Fachbegriffe war die Handlung flüssig zu lesen und durch die oft kurzen Sätze kamen ein hohes Tempo und Spannung auf.

Wohin das ganze wirklich führen wird und wie sich das Ende entwickelt hat mich bis zum Schluss überraschen können.
Das Internet und die Möglichkeiten der Technik - wie weit werden wir gehen? Viele beschäftigt diese Frage, ich persönlich mache mir da (viel zu) wenig Gedanken darüber - einfach weil ich MEINE DATEN als zu unwichtig einstufe, als dass sie für irgendjemanden relevant sein könnten ;)
Aber egal, um was es geht, es wird immer zwei Seiten einer Medaille geben und ich bin gespannt, wie sich unsere Zukunft entwickeln wird und wie nah Marc Elsberg hier an die Realität heran gekommen ist.

Fazit

Eine spannende Vision einer (vielleicht) nicht so fernen Zukunft, wie wir sie mit unserer technischen Entwicklung erwarten dürfen. Etwas mehr Gefühl hätte meiner Meinung nach nicht geschadet, zeigt aber genau die Reduktion der Menschen auf ihre materiellen Werte. Nichts ist von Grund auf schlecht - es kommt darauf an, wie man damit umgeht.

© Aleshanee
Weltenwanderer
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4.0 von 5 Sternen Spannende Thematik, leider anfangs etwas zäh, 20. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Mein Fazit:

Ein Szenario, das nicht mal so weit hergeholt ist. Der Autor Marc Elsberg macht mit seiner fiktiven Geschichte aufmerksam, was im digitalen Zeitalter alles möglich ist. Wie gläsern all unser Tun ist, und wozu das ausgenutzt werden könnte.

"Anmerkung des Autors:
Zero mag sich teilweise wie eine Utopie lesen, doch alle hier beschriebenen Technologien werden bereits eingesetzt..."

Zum Inhalt:
Ein grandioses Thema, das uns alle irgendwie trifft. Wie weit darf technischer Fortschritt gehen? Wer kann entscheiden, was für die Welt gut ist und was nicht? Das Buch hat in meinem Umfeld zahlreiche Diskussionen angestoßen.

Die beschriebenen ActApps, die "Freemee" einsetzt, sollen Ratgeber und Lebenshilfe sein. Spielerisch werden etwa die Jugendlichen zum Lernen animiert und ein Belohnungssystem lässt sie regelrecht Spaß daran haben. Tatsächlich ein guter Gedanken-Ansatz. Und hätten wir nicht alle gerne jemand, der uns mit hilfreichen Tipps weiterhilft? Darf man aber so bequem sein, dass man sein Leben in die Hände eines Computers, bzw. eines Programmierers legt?

""Ich hab meine Frisur geändert, die meisten Piercings rausgemacht und die Schminke gewechselt. Half meinen Werten." "

Wann ist Überwachung sinnvoll oder nötig, und wann verletzt sie Persönlichkeitsrechte?

"Vi hatte ein ungutes Gefühl bei der Sache. Das ist irgendwie kein Spaß mehr."

Technologien, die man höchstens aus Sciene Fiction Filmen kennt, doch in Wirklichkeit gibt es sie bereits. Etwa die Datenbrillen. Damit habe ich mich noch nie auseinandergesetzt, scheinbar bin ich auch etwas "oldschool"... Umso größere Augen habe ich gemacht, als mir letzte Woche meine Sohn von einer solchen Brille erzählt hat...

Vermutlich geht man wirklich aus Bequemlichkeit und Unwissenheit zu leichtfertig mit seinen Daten um. Spuren, die wir überall im Netz hinterlassen und aus denen andere Leute Geschäfte machen. Ohne dass es uns weiter bewusst ist. Es ist ja schon befremdlich genug, dass die Werbung auf den besuchten Internet-Seiten genau auf einen zugeschnitten ist. Dass das aber wohl nur ein kleiner Bruchteil dessen ist, was möglich ist und gemacht wird... das ist wirklich gruselig. "Willkommen in Paranoia." Sieht Cyn Gespenster oder ist die totale Kontrolle Realität?

Marc Elsberg beschreibt in dem Buch auch, dass die Menschen sich dem kaum entziehen können. In Freemees Ratingagentur für Menschen, "ManRank", sind alle gelistet. Wer versucht, sich aus der Datenüberwachung herauszunehmen, hat letztendlich Nachteile in einer schrägen Welt wie dieser.

"Der Wunsch, seine Werte zu verbessern, kann ein geradezu übermächtiger Antrieb sein. Da wird Ehrgeiz wach. Konkurrenzkampf."

Die Protagonisten:

Cynthia Bonsant (Cyn). Sympathische alleinerziehende Journalistin der "alten Schule", die sich schwer tut mit den neumodischen Entwicklungen.

Zero taucht nicht wirklich als Person auf. Vielmehr ist es eine Gruppe Personen, die auf die Problematik des Datensammelns aufmerksam machen wollen. "Die Guten".

Weitere Personen: Cynthias Tochter Viola (Vi) sowie Freunde von ihr, beispielsweise Eddie, der sehr fit am Computer ist und eine Entdeckung mit seinem Leben bezahlt. Chander, attraktiver Daten-Spezialist, der ihr den Kopf verdreht und bei ihrer Recherche zur Seite stehen soll. Cynthias Vorgesetzter sowie einige Mitarbeiter der Redaktion und zahlreiche weitere Personen.

Die meisten Charaktere sind leider relativ oberflächlich beschrieben. Es gibt viele Personen, die irgendwie eine Rolle spielen, aber nur kurz erklärt werden. Das fand ich mitunter etwas anstrengend.

Der Aufbau:
Das Buch hat 9 Kapitel, benannt nach den Wochentagen. Das Buch fängt also mit "Montag" an und endet mit "einige Tage später". Die Kapitel sind recht lang, auch wenn es in ihnen mehrere Abschnitte gibt, in denen es um verschiedenen Personen geht. Ich persönlich mag kürzere Kapitel lieber, irgendwie liest sich das schöner.

Am Ende des Buches erklärt ein Glossar einige Begriffe und im Anschluss findet man ein Figurenverzeichnis. Schade, dass ich diese Info nicht schon am Anfang des Buches hatte ;-) (oder sie übersehen habe?).

Das Buch hat ein Lesebändchen, was ich ja absolut zu schätzen weiß, da man so das Lesezeichen immer parat hat.

Alles in Allem:

Kritik an der Gesellschaft und eine Art Warnung. Ein sehr spannendes brisantes Thema, das aufmerksam macht und viel Nachdenk- und Gesprächsstoff bietet. Etwas schade fand ich, dass der erste Teil sich etwas zieht und das Buch erst im letzten Drittel richtig spannend wird.
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4.0 von 5 Sternen Zero (Marc Elsberg), 14. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Blanvalet Verlag

Der Autor

Marc Elsberg wurde 1967 in Wien geboren. Er war Kolumnist der österreichischen Tageszeitung »Der Standard« sowie Strategieberater und Kreativdirektor für Werbung in Wien und Hamburg. Heute lebt und arbeitet er in Wien. In der Unterhaltungsliteratur war Marc Elsberg einer der Abräumer der letzten zwei Jahre. Im ganzen deutschsprachigen Raum, besonders natürlich in seinem Heimatland Österreich, generierte sein Debütroman Blackout allerbeste Verkaufszahlen.

Zero. Sie wissen, was du tust.

Die Journalistin Cynthia macht sich für den Daily auf die Suche nach dem meistgesuchten Online-Aktivisten der Welt. Dieser macht vor allem der Internetplattform Freemee, welche neuartige ActApps anbietet, welche als Ratgeber fungieren und Millionen von Nutzern ein besseres Leben und mehr Erfolg verspricht, das Leben schwer. Mit seinen Online-Videos macht er auf die Datensammlung und -analyse der Plattform aufmerksam und ist dieser nun ein Dorn im Auge. Als bei einer rasanten Verfolgungsjagd ein Junge erschossen wird, führt dieser Tod auch die Journalistin zu Freemee. Doch in der Welt von Datenbrillen, Smartwatches, ActApps und Kameras gibt es auch für Cynthia irgendwann kein Entkommen mehr. Nur, wem kann sie noch trauen?

Fazit

Ein spannender Thriller über die digitale Welt der Apps, Smartphones und Digitalbrillen, die tagtäglich die Daten von Millionen von Nutzern sammeln und analysieren. Wer von uns weiß noch, was genau er vor dreiundachtzig Tagen um dreizehn Uhr fünfundvierzig gemacht hat? Ich nicht, aber mein Mobilfunkbetreiber ganz sicher. Auch in die Zukunft kann keiner von uns schauen, die ein oder andere Technik jedoch schon. Längst ist die Menschheit und damit jeder einzelne von uns gläsern geworden. Darum geht es auch der Internetplattform Freemee, welche ihren Nutzern ActApps anbietet, welche ihnen Ratschläge für ein besseres und erfolgreicheres Leben geben sollen. Auch Zukunftsaussichten werden anhand der gesammelten und analysierten Daten berechnet. Damit weiß Freemee, wie wahrscheinlich das Handeln ihrer Nutzer aussehen wird. Hier geht es um Manipulation im großen Stil.

Der Schreibstil von Marc Elsberg ist angenehm und auch das Springen der verschiedenen Handlungsstränge ist ansprechend. Dadurch hat der Leser die Möglichkeit auch die Sicht der Freemee-Betreiber nachzuvollziehen. Obwohl der Roman nur Fiktion ist, weiß jeder von uns, dass es genauso aussehen kann. Das macht jedem Leser dieses Buches ein ungutes Gefühl im Bauch. Besonders ansprechend ist die Journalistin Cynthia, welche meines Erachtens die Hauptprotagonistin bildet, da es vor allem um ihre Familie und ihre Jagd nach ZERO geht. Sie kommt durch ihre Tochter Viola zu Freemee und gerät schnell immer tiefer in die Fänge der Internetplattform. Als ein Freemeenutzer nach dem Benutzern einer Digitalbrille bei einer aufreibenden Verfolgungsjagd ums Leben kommt, kommen die Steine ins Rollen.

Ein wirklich spannendes wie beängstigender Roman, denn die Programme, welche uns zwar Ratschläge etc. geben, aber gleichzeitig auch unsere Daten sammeln, werden immer mehr.

[...]
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5.0 von 5 Sternen Spannender wissenschaftlicher Thriller mit brandaktuellen Themen.., 11. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eine Organisation namens „Zero“ überrascht die Welt mit Livebildern aus dem Urlaubsdomizil des amerikanischen Präsidenten. Mit kleinen Drohnen und Robotern ist es ihnen gelungen, den Urlaubsort unbemerkt zu infiltrieren und nun senden sie Fotos ins Netz. Sie wollen hiermit gegen die Datensammlung im Netz protestieren.
Die Journalistin Cynthia Bonsant soll eine Reportage über die Organisation schreiben, aber sie wird immer tiefer in einige Machenschaften gezogen. Es gibt eine Firma, „Freemee“, die Daten aller Art von ihren Mitgliedern sammelt und speichert. Doch welches Ziel verfolgt diese Firma damit? Cynthia beginnt ihre Recherchen.

Ich habe schon das erste Buch des Autors verschlungen. Diese wissenschaftlichen Thriller, die den Leser fesseln durch Themen, die durchaus hoch aktuell sind, das finde ich spannend zu lesen.
Auch hier, die Überwachung, der neuste Skandal ist ja immer noch in den Medien, da wird man als Leser doch sehr nachdenklich gestimmt.
Wie beeinflussen Programme unser Leben? Was wird an Informationen im Internet gesammelt, ausgewertet und wie weiterverwertet?
Diese ganze neue Technik, die zum Teil schon real ist, das fasziniert mich als Leser, andererseits aber stimmt es sehr nachdenklich. Wieviel Privatleben hat jeder Einzelne von uns eigentlich noch? Oder ist das nur eine Illusion? Ich denke, da muss sich jeder selbst eine Meinung bilden.
Aber die Geschichte an sich war für mich perfekt zu lesen. Gerade den Einstieg in das Buch, die ersten Seiten, da nahm mich das Buch sofort gefangen, das war wirklich sehr spannend.
Action, Spannung, Verschwörungen, tolle Figuren, das fesselt mich als Leser und ich war wirklich begeistert.
Vor allem mag ich solche Bücher, die mich nach dem Lesen noch nachdenklich zurücklassen und mich auch ein wenig über das Buch grübeln lassen.
Wieviel geben wir von uns preis, vielleicht auch unbewusst und was passiert mit unseren Daten?
Sehr gelungen fand ich im Anhang auch das Glossar mit einigen Fachwörtern und man findet dort auch ein Personenverzeichnis, das hätte ich mir allerdings lieber vorn im Buch gewünscht.

Spannender wissenschaftlicher Thriller mit brandaktuellen Themen.. macht nachdenklich.

Vollste Leseempfehlung.
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3.0 von 5 Sternen Der Roman zum Trendthema, 14. Oktober 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Marc Elsberg hat nicht lange gebraucht, um das aktuell heisse Thema Datenschutz und Überwachung in Buchform zu bringen. Er macht vieles richtig: der Roman vermischt geschickt das aktuelle Zeitgeschehen rund um die Edward Snowden Enthüllungen, Big Data, mischt eine Prise fast realer Zukunftstechnologie bei und rundet das Ganze mit einem Schuss Verschwörungstheorie ab. Angenehm überrascht hat mich, dass die technischen Details dabei recht realitätsnahe wiedergegeben werden. Vom typischen Hacker-Stuss à la Hollywood bleibt der Leser zum Glück weitgehend verschont.

Allzuviel Tiefgang hat die eigentliche Geschichte jedoch nicht zu bieten. Die Hauptfigur Cynthia hat offensichtlich die Funktion des "Erklärbärs". Oder besser gesagt: weil die gute Cynthia von aktueller Technologie wenig Ahnung hat, müssen ihr alle nahestehenden Personen die Grundlagen von Internet, BigData, Wearables, etc. in ausführlichen Dialogen vermitteln. Für technisch weniger versierte Leser mag das ganz praktisch sein, ich persönlich hätte auf viele dieser Ausführungen gut verzichten können.

Positiv finde ich, dass die Geschichte zwar die Probleme und Risiken der gestreiften Themen aufzeigt aber die Bewertung, ob gut oder böse, dem Leser überlässt. Alles in allem bietet das Buch kurzweilige Unterhaltung für Leser die sich für den Themenbereich interessieren und sich mit technischen Details nicht langeweilen.
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ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman
ZERO - Sie wissen, was du tust: Roman von Marc Elsberg (Gebundene Ausgabe - 26. Mai 2014)
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