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4.0 von 5 Sternen Lynleys wahres Comeback
Thomas Lynley ist von seiner ziellosen Wandertour aus Cornwall nach London in sein Stadthaus zurückgekehrt. Die Frage, wann er seinen Polizeidienst wieder antreten soll, beantwortet sich, als Isabelle Ardery vor seiner Tür steht. Lynleys Vertreterin holt ihn ins Team zurück, nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern um sich ihren eigenen Aufstieg zu...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2010 von javelinx

versus
130 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Krimi, aber sicher kein Inspector-Lynley-Roman
"Wer dem Tode geweiht" ist Georges 16. (genaugenommen der 15., denn "Am Ende war die Tat" stellt einen kleinen Exkurs dar) Inspector-Lynley-Roman und, trotz aller Kritik, die nun folgen wird, hoffentlich nicht ihr letzter. Schon lange gehöre ich zur Gemeinde der treuen Stammleser - meinen ersten Lynley habe ich irgendwann Mitte der 90er gelesen und mich seither durch...
Veröffentlicht am 15. November 2010 von Ailis


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201 von 213 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lynleys wahres Comeback, 23. Oktober 2010
Von 
javelinx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Thomas Lynley ist von seiner ziellosen Wandertour aus Cornwall nach London in sein Stadthaus zurückgekehrt. Die Frage, wann er seinen Polizeidienst wieder antreten soll, beantwortet sich, als Isabelle Ardery vor seiner Tür steht. Lynleys Vertreterin holt ihn ins Team zurück, nicht aus Menschenfreundlichkeit, sondern um sich ihren eigenen Aufstieg zu erleichtern. Bereits ihr erster Mordfall erweist sich als kompliziert, und Ardery gibt keine gute Figur ab. Die ehrgeizige geschiedene Mutter zweier Söhne stärkt sich vor dem ersten Arbeitstag mit Wodka auf der Damentoilette, es gibt Fahndungspannen, personelle Fehlentscheidungen und Insubordination im Team, die fast zu einer Schlägerei führen. Lynley erweist sich als erstaunlich tolerant und glättet hinter den Kulissen die Wogen. Den besten Riecher hat wieder einmal Barbara Havers, die mit Arderys neuer Kleiderordnung genauso ihre Probleme hat wie mit ihren instinktlosen Sachentscheidungen, und auf eigene Faust die Ermittlungen in eine entscheidende Richtung führt.

Endlich liefert E. George die Geschichte, auf die viele schon vor zwei Bänden gewartet hatten, und erzählt, wie Lynley die Fäden seines Lebens wieder aufnimmt und mit seinen Freunden und Mitarbeitern zusammentrifft, wie er wieder aus seiner apathischen Schockstarre erwacht und, anfangs noch etwas entrückt wirkend, Einblick in seine Gefühle vermittelt - bis hin zu einer neuen Beziehung zu einer Frau. Die Kriminalgeschichte ist sorgfältig konstruiert, mit Charakterstudien unterlegt, leidet aber nicht an der moralischen und psychologischen Überfrachtung wie vorausgegangene Folgen, sondern bietet in bester Tradition des englischen Krimis Einblicke in die alltäglichen menschlichen Abgründe wie Eifersucht, Habgier, Ehrgeiz und Haß. Eingestreut in die Haupthandlung sind Berichte über ein lange zurückliegendes Verbrechen psychisch schwerst gestörter Jugendlicher, die Hintergrundinformationen liefern, deren Bedeutung sich erst im Lauf der Ermittlungen offenbaren, die Handlung aber nicht dominieren. Positiv bemerkbar macht sich ein feiner, ironischer Humor, der den letzten Büchern ebenfalls weitgehend gefehlt hatte.
Eine der interessantesten Figuren ist wieder einmal Havers, die einen aussichtslosen Kampf mit der von der neuen Vorgesetzten ausgegebenen Kleiderordnung und ihrem Privatleben austrägt und die eifersüchtig auf Lynleys Duldung der neuen Chefin reagiert. Hier ist auch der einzige Schwachpunkt des Plots: dass Lynley sich so widerstandslos einspannen und ausnutzen läßt und Alkoholismus und Inkompetenz der neuen Vorgesetzten hinnimmt, wirkt ziemlich unglaubwürdig. Der Rest der Geschichte ist aber so gut, daß sich das verschmerzen läßt.
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130 von 138 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Krimi, aber sicher kein Inspector-Lynley-Roman, 15. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
"Wer dem Tode geweiht" ist Georges 16. (genaugenommen der 15., denn "Am Ende war die Tat" stellt einen kleinen Exkurs dar) Inspector-Lynley-Roman und, trotz aller Kritik, die nun folgen wird, hoffentlich nicht ihr letzter. Schon lange gehöre ich zur Gemeinde der treuen Stammleser - meinen ersten Lynley habe ich irgendwann Mitte der 90er gelesen und mich seither durch die komplette Reihe geschmökert.
Auch diesmal fährt Elizabeth George wieder ihr gesamtes Können auf und nach Beenden der 830 Seiten starken Lektüre bin ich mir darüber im Klaren, einen gut geschriebenen und gut durchdachten Kriminalroman gelesen zu haben - aber eben keinen Inspector-Lynley-Roman. In diesem Punkt wurden meine Erwartungen enttäuscht, denn George hat ihre beiden Hauptfiguren regelrecht kaputtgeschrieben. Fans der Reihe dürfte klar sein, dass sich die Person des Thomas Lynley nach dem gewaltsamen Tod seiner geliebten Frau würde ändern müssen, damit die Geschichte glaubhaft bleibt, doch der Lynley, den George uns hier in ihrem aktuellen Roman präsentiert, ist nicht wiederzuerkennen. Sie weist ihm eine Nebenrolle zu und er wirkt gleichgültig und tölpelhaft. Man weiß, dass er trauert, doch man spürt es nicht. Allzu willig lässt er sich von der neuen Chefin seines Teams als Chauffeur und Jasager einspannen und seine Loyalität scheint einzig dieser Frau zu gelten, für das Wohl seines alten Teams und seiner Kollegen setzt er sich nur halbherzig ein. Isabelle Ardery ist alles andere als eine fähige Polizistin: sie hat ein heimliches Alkoholproblem, von dem Lynley weiß, ihr Privatleben verhagelt ihr die Laune und alles, was sie will, ist es, den Posten des Superintendent zu ergattern. Dazu ist sie gerne bereit, die Fakten ihres aktuellen Falles so hinzubiegen, dass es für sie passt. Das ganze Team begehrt gegen diese Frau auf, doch Lynley bleibt ihr gegenüber loyal - das soll verstehen wer will.
Und auch Havers hat von der Autorin einen Maulkorb verpasst bekommen, ist bei weitem nicht so bissig und stur wie sonst. Sie lässt sich von der neuen Chefin ohne zu murren wegen ihres Äußeren zurechtstutzen und begibt sich auf Einkaufstour, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, gegen diese Art der Mitarbeiterführung aufzubegehren.
Ich weiß, dass zu einer guten Geschichte auch Figuren gehören, die nicht sympathisch sind und einem auch nicht schnell ans Herz wachsen wollen, doch meistens handelt es sich dabei um Randerscheinungen, von deren Existenz man weiß, mit denen man sich aber nie so explizit rumärgern muss. Mit Isabelle Ardery hat George eine solche Figur geschaffen, die absolut nichts Liebenswertes an sich hat oder auch nur einen Hauch von Verständnis beim Leser hervorruft, da sie ständig überreizt ist und unfair ihren Mitarbeitern gegenüber. Doch leider scheint sie eine neue Hauptfigur der Reihe zu werden, was die Geschichte um Lynley und Havers in meinen Augen zerstören könnte.
Ich fasse also zusammen: die Kriminalgeschichte an sich gefiel mir, aber der Verlauf, den die Geschichte um Lynley und Havers nimmt, vermag mich nicht zu begeistern.

Daher setzt sich die Wertung auch aus diesen beiden Komponenten zusammen: 4 Sterne **** für die Kriminalgeschichte an sich, aber nur 2 Sterne ** für die Weiterentwicklung der bekannten Charaktere und die Einführung einer neuen Protagonistin.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich geht es wieder aufwärts!, 22. Juli 2011
Von 
¤nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt

In der Kapelle eines Londoner Friedhofs wird eine junge Frau ermordet aufgefunden, der man mit einem seltsamen Gegenstand die Kehle aufgerissen hat. Isabelle Ardery, die als Acting Superintendent die Leitung der Ermittlung übernehmen muss, hat Linley überredet, aus seiner Isolation aufzutauchen und sie bei der Einarbeitung in ihren neuen Wirkungskreis zu unterstützen. Auch die übrigen Teammitglieder, allen voran Barbara Havers und Winston Nkata, sind mit von der Partie. Im Ermittlungsteam kommt es zunehmend zu Spannungen: Isabelle Ardery steht sehr unter Erfolgsdruck, da ihre Leistung in diesem sich als sehr kompliziert erweisenden Mordfall über ihre eventuelle Festanstellung entscheiden wird. Isabelle tritt sehr autoritär auf und bringt damit die Mitarbeiter immer wieder gegen sich auf. Besonders die Zusammenarbeit mit Barbara Havers gestaltet sich schwierig. Barbara ist davon überzeugt, dass das Mordmotiv in Hampshire, der Heimat des Opfers, zu suchen ist, ihre Chefin hat sich jedoch in die Idee verbissen, dass der Täter ein Schizophrener aus London ist, der zur Tatzeit am Tatort gesehen wurde. Barbara lässt sich nicht von ihren eigenen Ermittlungen abhalten und Lynley muss zwischen den beiden Damen vermitteln.
In die Krimihandlung sind Abschnitte aus einer Abhandlung eingestreut, die über einen früheren Mordfall an einem zweijährigen Jungen berichten. Der Zweijährige war von drei Zehnjährigen aus einem Mc Donalds entführt, gequält und umgebracht worden. Nach und nach stellt der - unbekannte - Autor dieser Einschübe Betrachtungen darüber an, unter welchen Voraussetzungen sich die kindlichen Täter zu mörderischen Bestien entwickelt haben und ob deren Familien, bzw. die Gesellschaft an dieser Entwicklung Schuld tragen.
Es bleibt dem Leser überlassen, den Zusammenhang zwischen dem Bericht über die damalige Mordtat und dem gegenwärtigen Mordfall herzustellen.

Persönlicher Eindruck

Nachdem ich die letzten drei Romane der Lynley-Reihe gar nicht, bzw. nur angelesen habe, bin ich an dieses Buch mit großer Skepsis herangegangen und wurde positiv überrascht. Lynley ist aus seiner Apathie und seinem Selbstmitleid erwacht, Barbara Havers ist wieder da - kampflustig wie eh und je - und sogar Deborah St. James nervt nicht.
Über Isabelle Ardery fehlten mir aufgrund meiner vorherigen "Leselücken" einige Vorkenntnisse, aber das hat dem Verständnis kaum Abbruch getan. Die Handlung ist gut konstruiert und ziemlich komplex, da verschiedene Fälle zusammentreffen. Erst mit fortschreitender Handlung kann der Leser das Motiv für den Mord erahnen. Der Schreibstil ist diesmal nicht langweilig moralisierend, sondern durchaus fesselnd, wobei die Figuren gut charakterisiert sind und zum Teil auch von der Autorin etwas durch den Kakao gezogen werden, sodass es etwas zum Schmunzeln gibt.
Einige Details wirken etwas zu konstruiert, aber auf jeden Fall beweist Elizabeth George mit diesem sechzehnten Band der Lynley-Reihe, dass sie ihre literarischen Künste doch nicht verlernt hat. Wer mit den letzten Bänden ein Problem hatte, sollte diesem Buch eine Chance geben.
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87 von 98 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Endlich ist Lynley richtig zurück, 1. November 2010
Von 
Dancer "JH" (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Darauf mußten wir ja lange warten, auf einen richtigen, echten Lynley-Roman. Endlich hat E. George ihn geschrieben und so die mit den beiden letzten Bänden doch arg strapazierten und enttäuschten Erwartungen der Fan-Gemeinde wieder erfüllt. Lynley ist zwar noch nicht über den Tod seiner Frau hinweg - laut Romanzeit ist Helens Tod ca. 1/2 Jahr her - aber er tastet sich vorsichtig wieder in sein altes Leben hinein. Der Fall dieses Romans spielt in London und Südengland, putzige Ponys, antike Schätze, kauzige Vermieterinnen, glutäugige Latinos, gutgläubige junge Mädchen und ein Kinder-Verbrecher spielen darin die Hauptrolle(n). Das ist packend erzählt, mit den so chrakteristischen Rückblenden und Einschüben, auch eine Parallelhandlung gibt es. Doch ja, liest sich gut weg. Schön, Barbara Havers wiederzubegegnen, in diesem Roman hat sie endlich wieder mehr Szenen, und auch die Havers-Hadidah-Szenen gehören zu den schönsten des Romans. Diese beiden mag die Autorin ganz offensichtlich - und wir Leser auch!

Und Lynley? Immerhin hat er einen neuen extravaganten Oldtimer. Aber ganz der Alte ist er noch lange nicht, auch Chief Inspector ist er nicht mehr (auf eigenen Wunsch). Das ist, zumindest in diesem Band und zunächst auf Probe, Isabelle Ardery. Und damit komme ich zu den beiden Schwachpunkten des Romans. Elizabeth George hat leider eine, wie ich finde, unselige Neigung zu zickig-nervigen Frauengestalten. Inzwischen ist Deborah St. James halbwegs normal und erträglich, und schwupps, kommt die nächste Neurotikerin in Gestalt von Isabelle Ardery, die ein Alkohol-, ein Ehe- und ein Führungsproblem hat und im übrigen das Zeug dazu hat, von den Lesern NICHT gemocht zu werden. Ardery preßt Lynley die Zusage seiner Mitarbeit in ihrem Team gewissermaßen ab. Warum er zusagt, weiß er wohl selbst nicht so richtig.... ich auch nicht. Das scheint doch arg an den Haaren herbeigezogen. Hoffen wir also, daß Ardery die Probezeit nicht besteht und uns nicht auch in Band 17 begegnet...
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ärgerliche Handlung-trotzdem lesenswert, 5. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Insp. Linley hat seine Trauerarbeit offensichtlich geleistet, nur offensichtlich hat dies zu einer massiven Wesensveränderung geführt und siehe, er lässt sich auf Sexbeziehung mit einer völlig durchgeknallten, machtgeilen und inkompetenten Alkoholikerin ein, die die Stelle des neuen Superintendents (zumindest mal provisorisch) bekleidet.

Diese Frau wird denkbar negativ beschrieben und ich krieg wirklich Wut, ihre ständigen Fehlentscheidungen lesen zu "dürfen". Man hofft das ganze Buch über, dass sie endlich ihren verdienten Abgang machen wird, aber nein, Linley deckt sie und landet letztendlich in ihrem Bett, was nun überhaupt nicht zu seinem Charakter, den wir ja über viele Bücher lang miterleben durften, passt.

Barbara Havers tut einem da nur mehr leid, und die unsympathische Superintendentin erhält der eigentlichen Krimihandlung gegenüber viel zu viel Raum.

Man kann nur hoffen, dass sich die in Luft auflöst und im nächsten Buch alles wieder seinen geordneten Gang geht, und die Protagonisten wieder zu ihren "gewohnten Charakteren" zurückfinden, denn immer noch versteht es George, Spannung aufzubauen und an sich ist die eigentliche Krimihandlung wirklich lesenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Geschichte aus der etwas hätte werden können, 27. April 2012
Wie fast alle meine Vorredner bin auch Elizabeth George Fan, aber ich hatte seit einiger Zeit schon keinen Ihrer Romane mehr gelesen, weil sie meiner Meinung nach die Frauen zu stark typisiert. Auch dieses mal wurde ich in der Hinsicht nicht enttäuscht oder eben doch enttäuscht. Das selbe Schema F wie schon zuvor. Also ganz ehrlich wer möchte schon klassifiziert werden nach dicke schlaue Leute sehen immer ungepflegt gekleidet aus. Frauen die es nicht nötig haben zu arbeiten sind ein wenig naiv und haben ein schlechtes Erinnerungsvermögen... ich könnte es weiterführen, doch ich halte es für mühselig, die Stereotype hier alle aufzuzählen.

Der einzig wahre Held ist Lynley. Nein er ist sympathisch und das ist wahrscheinlich auch immer wieder der Grund warum ich die Geschichten überhaupt lese.

Das Buch hat weitere handlungsbezogene Schwachstellen, aber ich will es nicht grundsätzlich verdammen.
Zeuginnen mit schlechtem Personen-Gedächtnis finde ich unglaubwürdig in jeder Hinsicht. (man könnte meinen die Dame sei dement, da passt dann aber nicht das ansonsten sehr taffe Auftreten)
Außerdem eine irrational denkende und handelnde Randfigur, die Beziehungen zum Opfer hatte, ist wie ein Gegenstand der immer fehl am Platze ist. (Im wirklichen Leben kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass es solche Leute gibt.)
Eine in jeder Hinsicht unbrauchbare Vorgesetzte. Aus meiner Sicht hätte sie es wohl niemals in die Position geschafft. In die verliebt sich ein trauernder Witwer. (absolut unglaubwürdig)
Dies sind nur wenige Beispiele. Und wie sie unschwer erkennen können, sind es wieder die Frauen...

Der zweite Handlungsstrang ist nichts für schwache Nerven. Ältere Leser werden sehr schnell die Parallelen zu einem nie vergessenen unheimlich brutalen Kriminalfall in Großbritannien ziehen und sich an die wenigen veröffentlichten Details erinnern. Ich war schockiert, dass ich noch einmal darüber lesen musste. James Bulger wurde nur zwei Jahre alt. Niemals kann jemand dieses Bild vergessen, dass zwei Jungen mit einem Kleinkind ein Einkaufszentrum verlassen. Das hat sich in ganz viele Köpfe eingebrannt und musste nicht durch Frau George noch einmal aufgewärmt werden.

Als Bettlektüre ist der Roman jedoch allemal geeignet, denn unterhaltend ist er trotz aller Schwächen.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schade, schade, 9. September 2012
Das war definitiv mein letztes Buch von Elizabeth George. Was sie aus Lynley macht ist einfach nur ein Witz. Und dann auch noch diese inkompetente Alkoholikerin, die weder teamfähig noch ein guter Leader ist, als neue Hauptfigur. Soll man wirklich glauben, dass Lynley kurz nach dem tragischen Tod seiner Frau mit so jemandem eine Affäre beginnt und dann auch noch nachdem er sie im Vollrausch aufgefunden hat? Ich erkenne ihn jedenfalls nicht wieder und empfinde sein Verhalten als völlig unglaubwürdig. Leider muss ich sagen, dass der Kriminalfall es auch nicht rausreißt. Viele zum Teil übertriebene Nebenhandlungen. Es ist aber auch wirklich alles dabei. Eine Hellseherin, ein Schizophrener, ein Schatz und dann auch noch eine Form von Mißbrauch durch Whiting. Man wird das Gefühl nicht los, dass ihr Verleger unbedingt 800 Seiten haben wollte. 800 verzweifelt in die Länge gezogenen Seiten. Schade, denn ich habe bis jetzt alle Lynley-Romane gelesen und war wirklich ein Fan.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Blut fordert Blut, 30. Januar 2011
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Wir müssen das Verbrechen ja nicht verzeihen, und wir müssen es auch nicht entschuldigen. Aber wir müssen die Gründe dafür verstehen, um verhindern zu können, dass so etwas wieder geschieht.
(Wer dem Tod geweiht, Seite 655)

Die gute Nachricht ist, dass Thomas Lynley endlich wieder zum New Scotland Yard zurück gekehrt ist. Die schlechte jedoch ist, dass er eine neue Chefin hat.
Der Roman dreht sich um die Bewährungsprobe von Isabelle Ardery, die versucht mit ihrem Team, zu dem auch die beliebte Barbara Havers und ihr gewissenhafter Kollege Nkata gehören, einen Mord an einer jungen Frau auf einem Friedhof zu klären. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten holt sie Lynley wieder an Bord der polizeilichen Ermittlungsriege. Allerdings braucht sie etwas mehr als den Beliebtheitsbonus des adligen Detective Superintendanten, dessen Posten sie nun ausfüllen soll. Wird sie dieser Aufgabe gerecht und kann Elizabeth George mit dieser neuen Ermittlerin auch die Gunst des Lesers gewinnen?

Der aktuelle Mordfall wird immer wieder unterbrochen durch einen fortgesetzten Bericht über ein schreckliches Verbrechen dreier Jungen die zum Zeitpunkt der Tat gerade einmal zehn bzw. elf Jahre alt gewesen sind. Wie diese Studie zu der eigentlichen Geschichte passt, wird im Laufe des Romans immer deutlicher und erinnert an den Roman, der außerhalb der Krimireihe der Autorin erschien. Das Thema der Jugendkriminalität als Spiegelbild der Gesellschaft und ihr offensichtliches Unvermögen auf die Problematik entsprechend zu reagieren, beschäftigt Elizabeth George aber offensichtlich nach wie vor sehr stark und sie vermag es, deutlich und eindringlich auf das einzugehen, was ihr unter den Nägeln brennt. Obwohl dieses soziale Engagement sehr anerkennenswert ist, wird der Roman dadurch natürlich anspruchsvoller und tiefgehender, als gewöhnliche Krimis. Außerdem mögen manche Leser den Thrillerfaktor vermissen, denn obwohl der Mordfall komplexer aufgelöst wird wie vermutet, kommt kein Gefühl der atemlosen Spannung auf.

Ein anderes Problem ist die Verlagerung des Schwerpunktes bei den Ermittlern. Zwar ist die Neue im Team keine eindimensionale Figur, doch scheint es fast so, als wäre ihre Charakterzeichnung ein wenig zu schräg. Man wird spontan an einen Smiley erinnert, bei dem misslungene oder fehl gesetzte Linien ein grimmiges statt fröhliches Gesicht erzeugen. Die Empathie von Thomas Lynley ihr gegenüber erscheint auf jeden Fall etwas übertrieben.
Barbara Havers dagegen punktet wieder. Nachdem sie dazu verdonnert wird, sich endlich dem allgemein gültigen Dresscode anzupassen, engagiert sie ausgerechnet ihre neunjährige Nachbarin als Stilberaterin. Das kleine Mädchen hat allerdings einiges auf dem Kasten, doch als sich Barbara gerade in einen neuen Rock gezwängt hat, wird sie in der Umkleidekabine über den Fund einer Leiche informiert. Ihre modische Verwandlung wird durch diesen Mordfall natürlich etwas verzögert, aber ihre neue Chefin muss zähneknirschend erfahren, dass die eigenwillige Ermittlerin nicht nur in Sachen Kleidung ihren ganz eigenen Stil hat.
Bei der Ausgestaltung der übrigen Beteiligten, die zu diesem Mordfall im Park gehören, hat sich die Autorin zum Teil besonders Mühe gegeben. Sogar eine rührende Liebesgeschichte zweier besonders sympathischer Nebenfiguren wurde eingebaut. Wie Elizabeth George im Anhang anmerkt, hat sie die Gegend des New Forrests zu ihrer Geschichte inspiriert und ihre Recherchen waren bestimmt sehr gründlich, denn man erhält ein anschauliches Bild der dortigen Gegebenheiten. Wie ein typisches Reetdach gedeckt wird, was für ein Schicksal die dort lebenden Ponys haben und welche Vorschriften dort den Grundbesitzern auferlegt werden, erfährt man fast wie nebenbei.

Es ist schon erstaunlich, wie es Elizabeth George schafft, in einem Unterhaltungsroman immer wieder ganz lässig Anklänge an die klassische englische Literatur einzubauen, ohne den Leser damit zu überfordern. So erwähnt sie zum Beispiel Mr. Rochester aus Jane Eyre oder spielt auf die Geschichte von Silas Marner an. Sie weist sich damit als vielseitige Schriftstellerin aus und zeigt, dass ihr Werk mehr ist, als ein unterhaltsamer Kriminalroman. Auch wenn diesem aktuellen Fall ein wenig die Spannung fehlt und dem Leser das Offensichtliche schon viel zu früh ins Auge springt, genießt er doch die feinsinnige und kluge Lektüre.
Auf eine Fortsetzung der Romane von Elizabeth George darf man auf jeden Fall gespannt sein, egal ob sie sich in Zukunft mehr auf die sozialkritische Komponente konzentriert oder sich dafür entscheidet, wieder mehr spannende Unterhaltung einzubringen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kniffliger Fall, jedoch auf Havers ist Verlass, 1. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Die Metropolitan Police erhält einen neuen Superintendenten, weiblich, karriereversessen und unsympathisch. Jedoch schafft Isabelle Ardery es, Inpector Linley aus der Apathie nach der Ermordung seiner Ehefrau zu erwecken und ihn zur Rückkehr in den Polizeidienst zu bewegen, allerdings nur, um ihn als Unterstützung bei der Festigung íhrer neuen Position zu benutzen. Leider fällt Linley zu leicht auf sie herein. Unter dem Druck privater Probleme, ihrer Alkoholabhängigkeit und angestachelt von unbedingter Karrieresucht trifft die Neue eine Fehlentscheidung nach der anderen und verdirbt es sich mit allen Mitarbeitern, was dem Ansehen der Polizei und der Aufklärung des Falles keineswegs förderlich ist: Eine junge Frau wird ermrdet in einer Friedhofskapelle in London aufgefunden. Es gibt eine Vielzahl von beteiligten Personen, die in den Fall verstrickt zu sein scheinen,einige Spuren weisen nach Hampshire. Wieder einmal ist es Havers, die unter Missachtung aller Dienstanweisungen ihrem sicheren Spürsinn folgt (der Leser begleitet sie gerne, ich mag sie einfach!!) und entscheidend zur Aufklärung des wirklich kniffeligen Falles beiträgt.In Zwischenkapiteln wird wie in einer Dokumentation über die Entführung und Ermordung eines Kleinkindes durch 10 -jährige Kinder berichtet, deren Zusammenhang mit der Haupthandlung erst spät aufgeklärt wird. Das Buch ist spannend zu lesen, allerdings verliert El.George sich zeitweise in zu langen detaillierten Beschreibungen ( Reetdachdecker-Handwerk, Naturbeschreibungen, Lebensgeschichten), so dass der Verdacht aufkommt, sie habe mindestens 800 Seiten füllen müssen. Lesern, die die früheren Linley-Bücher nicht kennen, mögen auch Details zur Vorgeschichte der beteiligten Personen fehlen, die allerdings zur Aufklärung der Geschichte nicht unbedingt erforderlich sind.Insgesamt unbedingt empfehlenswert, für Havers-/Linley-Fans ein Muss!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Inspektor Linley ist wieder zurück!, 20. März 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman (Gebundene Ausgabe)
Oh, was habe ich gewartet auf dieses Buch: Inspektor Linley ist zurück in London und entschliesst sich, zu Scottland Yard zurückzukehren und an der Lösung eines Mordfalles mitzuarbeiten.

Leider, leider, fehlt ihm noch ein wenig der alte Esprit und Charme, aber das ist ja wenige Monate nach dem Mord an seiner Frau auch nur zu verständlich.

Unvergleichlich Barbara Havers; urkomisch ihr Versuch, sich dem Modediktat ihrer neues Chefin zu beugen.

Für Fans einfach lesenswert, wenn auch das britische Flair ein wenig fehlt diesmal.
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Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman
Wer dem Tode geweiht: Ein Inspector-Lynley-Roman von Elizabeth George (Gebundene Ausgabe - 30. Oktober 2010)
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