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am 25. April 2000
Diese Buch ist eine super Einführung in die Psychologie des Aberglaubens. Sehr fundiert, ausgewogen und spannend setzt der Autor psychologische Studien vor allem aus dem Bereich Kognitionspsychologie in Beziehung zu abergläubischem Verhalten. Dabei zeigt er auch auf, dass es sowohl psychologische als auch evolutionäre Gründe für eine Anfälligkeit gegenüber abergläubischem Verhalten gibt. Sehr spannend. Kein Skeptiker sollte sich dieses Buch entgehen lassen.
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am 8. September 2010
Das erste Kapitel (Der Glaube an die Magie) bringt (prägnante) Beispiele abergläubischen Verhaltens und betrachtet neben der Darstellung der Verbreitung des Aberglaubens und dessen Verankerung und Verbreitung in unterschiedlichen Kulturen ausführlich Arbeiten anderer Forscher zu diesem Thema. Schließlich wird der Versuch einer Definition des Aberglaubens gemacht, insbesondere wird die Abgrenzung zu religiösem Glauben diskutiert.

Das zweite Kapitel (Der abergläubische Mensch) untersucht, welche Menschen besonders anfällig für Aberglauben sind. Welche Berufsgruppen, welche Persönlichkeitstypen zeigen besonders abergläubisches Verhalten? Hat das Lebensalter Einfluss? Das Kapitel endet mit der Darstellung eines "typischen" Persönlichkeitsprofils eines abergläubischen Menschen.

Im dritten Kapitel (Aberglaube und Zufall) geht es um das Entstehen von Aberglauben. Ausführlich wird hier auf das Prinzip der Kontiguität (zwei Ereignisse treffen zufällig gleichzeitig ein) und des operanten Konditionierens (das Gehirn "lernt" extrem schnell falsche Zusammenhänge, es "sucht" förmlich nach Zusammenhängen, wo gar keine sind) eingegangen.

Das vierte Kapitel (Abergläubisches Denken) geht auf weitere Faktoren für das Entstehen von Aberglauben ein. Z.B. die Schwächen des Gehirns, wenn es um die intuitive Beurteilung von Wahrscheinlichkeiten bestimmter Ereignisse geht ("das kann doch kein Zufall sein!"), das Auf und Ab des Lebens (normale Schwankungen eines Krankheitsverlaufs führen zu dem Glauben and die Wirksamkeit eines - im richtigen Moment eingenommenen - völlig wirkungslosen Medikaments). Auch der menschlich verständliche Wunsch nicht kontrollierbare Lebensumstände zu kontrollieren, führt zu abergläubischem Verhalten (z.B. irgendwelche Rituale wenn man in ein Flugzeug einsteigt...) Manchmal "wollen" die Menschen aber auch einfach glauben (z.B. Horoskope, Handschriftanalysen, Placebos etc.)

Das fünfte Kapitel dreht sich um den Aberglauben bei Kindern. Wie bildet sich kindlicher Aberglaube (das Gehirn macht entwicklungsbedingt Fehler, Lernen von den Erwachsenen und von anderen Kindern, Wunsch nach Konformität, Gehorsam gegenüber Autoritäten, kindliche Phantasie etc).

Im sechsten Kapitel geht es um die Frage ob Aberglaube abnormal ist, und ab wann man von einer psychischen Erkrankung bzw. psychischen Störung reden muss. Außerdem wird eine interessante Unterscheidung in "rationaler" und "irrationaler" Aberglaube anhand der sog. Pascalschen Wette dargestellt.

Das letzte Kapitel bietet sozusagen nochmals eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte des Buches: Welche Wege führen zum Aberglauben (Mitgliedschaft in einer gesellschaftlichen Gruppe, Persönlichkeit, zufälliges Konditionieren, Fehler im logischen Denken, Versuch das Unkontrollierbare zu kontrollieren, Aberglaube um Zeit totzuschlagen etc.)

Der Autor empfiehlt den Aberglauben durch Wissenschaftserziehung des Menschen einzudämmen.
Obwohl Aberglaube nicht pathologisch ist, kann er dennoch sowohl für den einzelnen Menschen als auch für eine ganze Gesellschaft negative Auswirkungen haben. Deswegen, und auch im Hinblick auf die permanente Zunahme abergläubischen Verhaltens - trotz aller moderner Wissenschaft und Aufklärung - endet das Buch mit einem eindringlichen Plädoyer des Autors für eine Weltanschauung ohne Aberglauben.

Das Buch ist für den (psychologisch interessierten) Laien durchweg gut lesbar. Durch die vielen Beispiele abergläubischen Verhaltens bleibt es bei aller Wissenschaftlichkeit immer kurzweilig, erheiternd und spannend (wussten Sie z.B. dass auch Tiere eindeutig abergläubisches Verhalten an den Tag legen?).
Wohltuend empfand ich den sachlichen Stil des Autors, der es vermieden hat, jegliche Polemik in diese - potentiell emotionsgeladene - Thematik einfließen zu lassen.
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am 15. Juli 2000
Für Alle skeptiker ist dieses buch sehr zu empfehlen, undogmatisch und kritisch informiert der Autor, der sich vor allem auch in der Skeptic Society ([...]) engagiert. Der Autor erklärt, was aus psychologischer Sicht zu den alten Kontroversen zwischen SKEPTIKERN und ESOTERIKERn zu sagen ist, sehr anschaulich, spannend und fundiert. Ein wirkliches Muss für alle die mehr über das Warum und wie der menschlichen Psyche verstehen will.
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am 8. Juni 2001
Die klare Sprache des Autors ist bewundernswert. Das Thema wird von viele Perspektiven her beleuchtet und so erhält man nebenbei auch noch eine Einführung in die Lern- und Sozialpsychologie.
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