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am 25. April 2013
Das Taschenbuch von Robert Maschka "Tristan und Isolde" gibt dem interessierten Leser eine sehr gute Einführung in das Werk. Beim lesen habe ich gemerkt, was ich bei unvorbereiten Besuch der Oper alles überhört habe. Ich freue mich schon auf die nächsten Bändchen in dieser Reihe. Genug anspruchsvoll das sie es wert sind gelesen zu werden, aber kurz genug um sie auch wenige Tage vor dem Opernbesuch zu lesen.
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am 26. Mai 2015
"Tristan und Isolde" ist ein hochkomplexes, merkwürdiges Werk. Kaum ein anderes Bühnenstück ist so arm an eigentlicher Theaterhandlung; kaum ein anderes Drama vollzieht sich so ausnahms- und kompromisslos im Inneren seiner Protagonisten. Es ist darum eine veritable Herausforderung, einen kompakten, tiefgreifenden und verständlichen Opernführer zu Richard Wagners "Tristan und Isolde" zu verfassen. Und Robert Maschka ist dieses Kunststück (mit erzählerischer Fingerfertigkeit) gelungen.

Robert Maschkas "Tristan und Isolde"-Buch ist eine Einführung in die Sphäre des musikalischen Dramas, die sich in puncto Ersprießlichkeit von anderen Opernführern (und Tristan-Monographien) abhebt: Maschka gelingt die schwierig-perfekte Balance zwischen Anspruch und Lesbarkeit, zwischen Tiefgang und Verständlichkeit. Die Strukturiertheit seines Opernführers ist vorbildhaft, und Maschka klappert (auf gedrungenem Raum) zahlreiche Teilaspekte rund um das Thema "Tristan und Isolde" ab, ohne je gehetzt zu wirken. Es geht um den dramatischen Inhalt; es geht um die musikalische Substanz; es geht um den biographischen Hintergrund, die Stoffgeschichte, die Rezeptionsgeschichte, die Aufführungstradition. Überdies gibt es (im Anhang) eine übersichtliche Auflistung der sog. Leit- oder Erinnerungsmotive. Und zu guter Letzt gibt's ein nützliches Glossar, in dem musikalische Fachtermini trefflich erklärt werden.

Der Leser merkt schnell, dass er es mit einem scharfsinnigen Schriftsteller zu tun hat. Robert Maschka besticht mit erhellenden Beobachtungen (z.B. zum Einsatz der Bühnenmusiken in "Tristan und Isolde"), und der Autor verfertigt eine konzise, fassliche Nacherzählung der Dramenhandlung unter sachkundiger Berücksichtigung der psychologischen Komponenten und Schwierigkeiten. Das eigentliche Herzstück des "Tristan und Isolde"-Buchs ist aber der "Spaziergang durch das Werk" (S. 46ff.). Hier verquickt Maschka die dramatisch-inhaltliche Ebene mit dem musikalischen Inhalt auf schlüssige Weise. Und der Leser versteht, "wie Wagners Musik psychotische Triebstrukturen der Gestalten offenlegt" (S. 95).

Die Originalität des Buchs spiegelt sich nicht zuletzt (auch) in der Punktgenauigkeit der Formulierungen. Mit sprachlicher Ziel- und Stilsicherheit bringt Robert Maschka seine Einsichten und Gedanken auf den Punkt, sodass der Leser mit eloquent-geistreichen Perspektiven konfrontiert wird. Richard Wagner war - so Maschka - ein erfinderischer "Durchlauferhitzer mit dem Ziel der kreativen Anverwandlung" (S. 17). In seinen Kunstwerken fungiert die "Musik als Steuerungselement, das für den Betrachter erkennbar auf Szene und Aktion wirkt" (S. 39). In "Tristan und Isolde" ist der Tristan-Akkord die "Soundmarke und Keimzelle der ganzen Oper" (S. 43). Das gesamte Drama kann als "Ritual vom Zueinanderwollen und Zueinandernichtfinden der Personen" (S. 121f.) verstanden werden. In diesem Zusammenhang ist der dritte Akt eine "exemplarische Darstellung der Daseinsnot menschlicher Existenz" (S. 84). Und der zweite Akt ist eine "Exit-Imagination" (S. 90), ein "scheiternder Lebensausstiegsversuch" (S. 78).

Man muss dem Autor hoch anrechnen, dass er - bei allem Scharfsinn - nie ins akademische Geschwurbel abgleitet. Der Text entgeht der universitären Trockenheit auch dadurch, dass Maschka immer mal wieder eine kleine, subtile Flapsigkeit einfließen lässt. Brangäne ist - bemerkt Maschka - "ein wandelnder Vermittlungsausschuss" (S. 96). Die lustige Hirtenweise (im dritten Akt) besteht aus "einem heiteren C-Dur-Gedudel" (S. 44). Und zwei Ereignisse des Jahres 1868 sind denkwürdig: "Wagner lernt Nietzsche kennen" (S. 16), und "die Tabascosauce wird erfunden" (ebd.).

Dieses "Tristan und Isolde"-Buch wirkt organisch, wie aus einem schriftstellerischen Guss. Mit findiger Leichtigkeit werden dem Lesepublikum wesentliche Charakteristika der "Tristan und Isolde"-Handlung nahegebracht. Und mit gescheitem Pfiff setzt Robert Maschka eigene, originelle Interpretations- und Denkimpulse. "Tristan und Isolde" ist und bleibt ein komplexes, eigenartiges Werk. Aber wer Maschkas "Tristan und Isolde"-Buch gelesen hat, kann diese komplexe Eigenartigkeit ein wenig besser würdigen.
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am 10. Juni 2014
So wünscht man sich als fortgeschrittener Laie eine Werkseinführung: das Wesentliche auf den Punkt gebracht! Und alles gut verständlich und doch nicht zu simpel. Empfehlenswert!
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