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Mozart-Handbuch
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TOP 500 REZENSENTam 23. November 2013
Wolfgang Amadeus Mozart stirbt 1791 mit nur 35 Jahren in Wien. Gemessen an Fülle und Abwechslungsreichtum hinterläßt er das Werk eines alten Mannes! Diesem vielseitigen Oeuvre versucht das Mozart-Handbuch Rechnung zu tragen. Und dabei tritt auch der einzige, mir aufgefallene Mangel zutage: das Fehlen eines eigenständigen biografischen Artikels. Während beispielsweise die Beethoven-, Wagner- oder Brahms-Handbücher mit jeweils einem eigenen Abschnitt aufwarten, der sich dem Leben des Komponisten widmet, muß der Leser bei Mozart mit einer neunseitigen Zeittafel und den biografischen Splittern begnügen, die die einzelnen Kapitel bieten.

Doch warum fehlt ein solches Biografie-Kapitel? Es ist vermutlich die schiere Masse an Werken, denen das Handbuch den Vorrang einräumt. Die Entscheidung ist daher eigentlich auch vollkommen nachvollziehbar. Deshalb kann man über den kleinen Mangel auch hinwegsehen. Sonst fasziniert mich schlichtweg noch immer der Gedanke, ein beliebiges der scheinbar unzähligen Mozart-Stücke zu hören und jederzeit nachschlagen zu können, was es damit auf sich hat.

Auf über 700 Seiten findet der Leser im Mozart-Handbuch:

Vorwort
Zeittafel
Einleitung (Silke Leopold)
Die Opern I: Frühe Werke (Silke Leopold)
- Mozart und die Tradition der Oper
- Opern von "Apollo et Hyacinthus" bis "Idomeneo"
Die Opern II: Werke der Wiener Jahre (Ulrich Schreiber)
- Selbstfindung eines Genies
- Sorgenvolle Wahlfreiheit
- Opern von "L'oca de Cairo" bis "Die Zauberflöte"
Die geistliche Musik (Hartmut Schick)
- Mehr Neigung als Pflicht? Mozart als Komponist für die Kirche
- Messen, Messensätze und –fragmente
- Kirchensonaten (Sonate all'Epistola)
- Litaneien
- Vespern und Vesperpsalmen
- Kleinere Kirchenwerke
- Geistliche Oratorien und Kantaten
- Das "Requiem" d-Moll KV 626
Die Sinfonien (Volker Scherliess)
- Vom Entstehen einer klassischen Gattung
- Modelle und erste eigene Lösungen: London und Den Haag
- Neue Einflüsse: Wien 1767/68
- "Teutscher gusto" und "wälscher" Stil: Italien und Salzburg 1769-1771
- Konvention und Überraschung: Salzburg 1772
- Souveräne Meisterschaft: Salzburg 1773/74
- Mißerfolg und reiche Ernte: Mannheim, Paris, Salzburg 1778-1780
- Sinfonisches für die Akademie: Wien 1781-1783
- Instrumentale Szenerien: Wien 1783 und 1786
- Die drei Sinfonien des Jahres 1788
Die Konzerte (Peter Gülke)
Die Kammermusik (Nicole Schwindt)
- Gattungs- und sozialgeschichtlicher Rahmen
- Europäische Orientierung (1762-1777)
- Lust und Last: Mannheim, Paris und München (1771-1781)
- Standortbestimmung in Wien (1781-1785)
- Vielfalt und Verschränkung der Gattungen (1785-1791)
Die Klaviermusik (Marie-Agnes Dittrich)
- "Heilige Hieroglyphen", "widerwärtige Styllosigkeit": Mozarts Ideenreichtum
- Interpretationsprobleme
- Konversation und musikalische Konventionen
- Die Notenbücher
- Sonaten zu zwei Händen
- Sonaten zu vier Händen oder für zwei Klaviere
- Variationen
- Einzelstücke für Klavier oder Orgel
- Kompositionen für mechanische Musikinstrumente und Glasharmonika
Serenaden und Divertimenti (Thomas Schipperges)
- Mozart und die Tradition gesellschaftsgebundener Unterhaltungsmusik im 18. Jahrhundert
- Serenaden für Orchester
- Divertimenti für Streichinstrumente sowie für gemischte solistische Ensembles
- Bläserdivertimenti
- Miniaturen
- Drei große Bläserserenaden
- Zwei letzte Serenaden
- Verlorene und unvollendete, zweifelhafte und unterschobene Werke
Tänze und Märsche (Monika Woitas)
- Tanz, Genie und Wissenschaft
- Tanzkultur zu Mozarts Zeiten
- Mozarts Tanzkompositionen
Die Lieder, mehrstimmigen Gesänge, Kanons und Arien (Joachim Steinheuer)
- Gattungsfragen
- Musik für bürgerliche Salons und private Geselligkeit
- Musik für öffentliche Konzerte und für die Bühne
Philologie (Dietrich Berke)
- Mozart "Verzeichnüß", Anhaltspunkte zum Werkbegriff
- "... alle meine Werke" – Werkbestand
- Überlieferung
- Historisch-kritische Gesamtausgaben
Werkregister
Personenregister

Die Seiten des Mozart-Handbuchs sind zweispaltig verfaßt, was die Menge des untergebrachten Textes maximiert und zugleich nicht zu Leseproblemen führt, denn sonst hätte der Verlag sicherlich die Schriftgröße reduzieren müssen. Die beinhalteten Bilder beschränken sich auf eine geringe Anzahl an Schwarz-weiß-Abbildungen. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch ein Muß für jeden Mozart-Liebhaber. Bündiger und informativer wird man das Schaffen des großen Komponisten der "Wiener Klassik" kaum finden! Damit ist es der Herausgeberin Silke Leopold gelungen, den Unfaßbaren zu fassen – soweit das in einem einzigen Buch zu dem Salzburger Meister überhaupt möglich ist.
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