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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der ewig schönsten Bücher
"Die Sturmhöhe" von Emily Brontë ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Figuren stehen mir auch nach Jahren noch glasklar vor den Augen - und sobald ich nur den Namen des Romans höre, ist die Stimmung, die mich beim Lesen so fasziniert hat, dieser behaglich-düstere Schauer, sofort zurück in meiner Brust.

Der Roman...
Veröffentlicht am 18. Februar 2009 von Leonard Lord Paine

versus
1.0 von 5 Sternen Furchtbare Übersetzung
Nachdem ich mit Begeisterung Jane Eyre von Charlotte Bronte gelesen habe, habe ich mich auf das noch bekanntere Sturmhöhe von Emily Bronte sehr gefreut. Zu dem Buch kann ich nichts sagen, weil ich wegen der grauenhaften Übersetzung nach 5 Seiten aufgegeben habe. Das Buch wimmelt von grammatikalischen und Rechtschreibfehlern. Ich werde noch eine andere...
Vor 7 Monaten von Pumi veröffentlicht


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24 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der ewig schönsten Bücher, 18. Februar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
"Die Sturmhöhe" von Emily Brontë ist eines der besten Bücher, die ich je gelesen habe. Die Figuren stehen mir auch nach Jahren noch glasklar vor den Augen - und sobald ich nur den Namen des Romans höre, ist die Stimmung, die mich beim Lesen so fasziniert hat, dieser behaglich-düstere Schauer, sofort zurück in meiner Brust.

Der Roman beginnt mit dem Eintreffen des Erzählers, Mr. Lockwood, in seinem frisch gepachteten Heim, Thrushcross Grange. Sein Pachtherr ist Mr. Heathcliff, ein wahrer Menschenfeind und die zentrale Figur des Romans, und jenem stattet Lockwood zu Beginn einen Besuch auf dem sturmumtosten Gutshof Wuthering Heights - der Sturmhöhe - ab. Ein Unwetter zwingt Lockwood schließlich, die Nacht unter dem Dache Heathcliffs zu verbringen, wo er nächtens die schaurige Bekanntschaft eines Gespenstes macht.
War es wirklich ein Gespenst?
Als er am nächsten Tag nach Thrushcross Grange zurückkehrt, schildert er seiner Wirtin das Vorgefallene - und erfährt von ihr die ganze dramatische Geschichte, die sich auf Wuthering Heights zugetragen hat: eine Geschichte von unzerstörbarer Liebe, alles verschlingendem Hass und kalter, unbarmherziger Rache...

All das erzählt Emily Brontë, die leider viel zu früh verstorbene kleine Schwester von "Jane-Eyre-Charlotte" in einer berauschenden, bildgewaltigen, nie anstrengenden Sprache, und packt den Leser (wenigstens den, der sich darauf einzustellen vermag, dass "Die Sturmhöhe" 1847 erschienen ist und nicht die rasende Erzählgeschwindigkeit modernen Thriller aufweist, dass der Roman sich ZEIT lässt) von den ersten Seiten an.
Meine Begeisterung kann gar nicht überschwänglich genug sein, denn allein das Schreiben dieser Rezension löst in mir das pochende Verlangen aus, "Die Sturmhöhe" wieder einmal zu Hand zu nehmen und mich seinem düsteren Bann hinzugeben.

Romantiker aller Länder: lest dieses Buch, ihr werdet es euer Lebtag nicht bereuen!

P.S.: Diese Ausgabe ist flexibel gebunden, also kein Taschenbuch, aber auch kein echtes Hardcover. Sie fühlt sich in der Hand sehr gut an, besitzt ein Lesebändchen, gutes Papier und eine bestechende Einband-Gestaltung. Die Übersetzung allerdings ist ein wenig lahm, da gibt es bessere (die beste für mich ist die im Insel-Verlag erschienene von Grete Rambach, aber auch die Reclam-Variante ist sehr gut). Fürs Regal aber musste ich DIESE Ausgabe auch noch haben... ;-)
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein düster-romantisches Werk um Leidenschaft und Rache, 8. September 2005
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
"Die Sturmhöhe" ist die Geschichte eines erbarmungslosen, Existenzen vernichtenden Rachefeldzugs. Heathcliff ist der Name des Rächers, und die Familien Earnshaw und Linton sind seine Opfer. Deren Familiensitze sind die alleinigen Schauplätze des Romans. Als Findelkind kommt Heathcliff nach Wuthering Heights. Als Jugendlicher dominiert er die Earnshaw-Geschwister, mit denen er aufwächst. Dann verliebt er sich leidenschaftlich in die ihm wesensähnliche Catherine Earnshaw. Von ihr und ihrem Bruder Hindley wird er jedoch auch zutiefst gedemütigt - was folgt, ist ein Exzess psychischer Gewalt, aus dem es kein Entrinnen gibt. Nach Jahren der Selbstverbannung kehrt Heathcliff zurück, um die beiden Landgüter in seinen Besitz zu bringen und Catherine und ihre Lieben in tödliches Unglück zu stürzen. Wegen der erbarmungslosen Konsequenz des negativen Helden stieß der Roman bei seinem Erscheinen auf die empörte Ablehnung des Publikums. Die wohlverdiente literarische Anerkennung wurde ihm erst Jahrzehnte nach dem Tod der jung gestorbenen Autorin zuteil. Der Roman wurde mehrfach verfilmt und lieferte sogar Material für zwei Welthits der Popmusik.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sturmhöhe - der Titel ist Programm, 7. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Sturmhöhe, Emily Brontes einziger Roman, stieß bei seiner Veröffentlichung im 19. Jahrhundert auf Begeisterung und Empörung. Ein Buch, daß mit den gängigen Konventionen des viktorianischen Romanes bricht, der düster, unheilschwanger und bedrückend daherkommt, noch dazu geschrieben von einer Frau? Damals eine Sensation, ist der Roman heute längst fester Bestandteil der Weltliteratur.

Wer hierbei an altbackene, verstaubte Schreibe denkt, liegt völlig daneben. In seiner Struktur ist der Roman überaus modern aufgebaut, zeitlich setzt die Geschichte kurz vor dem Ende ein, dann erfährt der Leser rückblickend durch die Erzählung damals beteiligter Mägde oder Diener mehr, und Stück für Stück setzen sich die Mosaiksteinchen zusammen zu einer langen, bewegenden Geschichte über das Haus in den "Wuthering Heights" und seinen Bewohnern. Besonders raffiniert sind die fortwährenden Wechsel der Erzählerperspektive, immer wieder unterbrochen durch Sprünge zurück in die Gegenwart - eine Technik, die ihrer Zeit weit voraus war.

Bronte gelingt es den Leser von der ersten Seite an in die Geschichte hineinzuziehen, wie in einem Sog wird man mitgerissen in all die dunklen Ereignisse vergangener Zeiten. Brontes Stil ist wortgewaltig, präzise, zuweilen schlicht wunderschön. Besonders hervorzuheben sind ihre Beschreibungen der Natur, der Moorlandschaften, der Wälder und der rauen Sturmhöhe. Was in anderen Büchern oft langweilt, ist hier ein wahres Lesevergnügen und wichtig für die düstere und schaurige Atmosphäre, die das gesamte Werk durchzieht.

Dreh- und Angelpunkt ist Heathcliff, ein Findling, der in einem fremden Haus Obdach findet und in seiner Kindheit vieles zu erdulden hat. Alle Misshandlungen und Demütigungen nimmt er stillschweigend hin, in seinem Inneren aber gedeihen erste böse Gedanken, Hass keimt auf. Erträglich ist ihm dieses Dasein nur aufgrund der Freundschaft zu Cathy, seiner Stiefschwester. Mit ihr streift er herum durchs Moor, sie hat immer ein offenes Ohr für ihn, wird schließlich zum Objekt seiner Begierde. Als auch sie sich von ihm abwendet, reißt Heathcliff aus, und soll erst Jahre später zurückkehren. Allein, er ist boshaft und finster geworden, und fortan schickt er sich an, sich und alle um sich herum in den Abgrund zu reißen.

Seine dämonische Präsenz durchzieht das ganze Werk, und auch die anderen Figuren sind oft alles andere als liebenswürdig. Schaurig und unheimlich ist die Welt mit der uns Bronte konfrontiert, vielseitig die Charaktere, die man liebt und hasst. Es wird zerstört, wird zugrunde gerichtet, wird gelitten. Mitunter scheint die Apokalypse nahe.

Wer bereit ist, sich hierauf einzulassen, den erwartet ein sehr intensives, sprachgewaltiges, atemberaubendes Stück Literatur. Brontes einziger Roman ist eine Offenbarung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, 15. Juni 2005
Von Ein Kunde
Ganz ehrlich: dieses Buch schlägt jede der modernen Soap Operas in Sachen Familiendrama und Liebesleiden um Längen!!! Und ist zudem um Klassen besser.
Emily Brontës erster und einziger Roman gehört nicht umsonst zu den Klassikern der Weltliteratur.
Sie beschreibt den schmalen Grad zwischen Liebe und Hass und die zerstörerische Kraft von Eifersucht und Leidenschaft. Die Geschichte der Liebe von Heathcliff und Catherine könnte kontroverser nicht sein. Beide sind Opfer der klassischen Rollenverteilung ihrer Epoche, Catherine kann ihn, den Findling, nicht zum Mann nehmen, denn es wäre ihr gesellschaftlicher Untergang.
Man kann die düstere Aura die Heathcliff, zerfressen von unerfüllter Liebe und Eifersucht, umgibt, nahezu spüren, leidet mit ihm, obwohl man ihn verabscheut.
Die Auswirkungen seines Hasses werden sogar der folgenden Generation fast zum Verhängnis.
Ein faszinierendes Buch, das einen in seinen Bann zieht, aber nicht gerade zur Aufheiterung dienen wird. Einen Vergleich zu Jane Austens Romanen würde ich nicht wagen...
Tipp: auf jeden Fall die deutsche Version lesen. Die Englische ist selbst mit sehr guten Sprachkenntnissen heftig (einer der Bediensteten spricht Dialekt).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super Geniale Literatur, 16. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Ich liebe dieses Buch es ist einfach genial!
Ich bin 22 Jahre alt und hätte niemals daran gedacht das mich ein so alter 'Schimken' so fastzienieren könnte
ich empfehle diese Liebesgeschichte wirklich jedem ein Traum!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spitzenmäßig, 21. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Ich wollte einfach nur einmal klassische Bücher lesen, wie "Effi Briest" und eben auch "Sturmhöhe". Als ich dann begonnen habe dieses Buch zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören! Es fesselt einen und man wird es nie vergessen können! Einfach das beste Buch, das ich je gelesen habe!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnde Geschichte um Leidenschaft und Zerstörungswut, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
"Sturmhöhe" ist das einzige Werk von Emily Brontë, die 1848, genau ein Jahr nach der Veröffentlichung des Buches, starb. Heute gehört das Werk zu den berühmtesten englischen Klassikern, ist aber nicht ganz so beliebt wie beispielsweise "Jane Eyre", der bekannteste Roman von Emilys Schwester Charlotte. Der Grund dafür liegt zum einen in der komplizierten Erzählweise des Buches - hier gibt es nämliche mehrere Ich-Erzähler -, zum anderen in den Figuren des Romans. Es gibt hier niemanden, der wirklich Identifikationspotential bietet oder mit dem man sympathisieren könnte. Cathy ist egoistisch, hochmütig und launisch. Heathcliff ist leidenschaftlich, jähzornig, arrogant und außer Cathy gibt es keinen Menschen, den er mag. Linton, Cathys Ehemann, ist schwächlich, feige und hat kein Durchsetzungsvermögen, besonders gegenüber seiner Frau. Man kann mit diesen Figuren nicht lieben, denn ihre Liebe ist rücksichtslos und destruktiv, und man kann mit ihnen nicht leiden, denn ihr Leid ist stets selbst verschuldet.

Trotzdem ist "Sturmhöhe" ein Buch, das einen intensiven Sog entwickelt. All die Intrigen, die überraschenden Wendungen, die leidenschaftlichen Gefühle machen die Lektüre vielleicht nicht angenehm, aber ungemein spannend. Zudem ist beachtlich, dass Brontë ihrer Zeit so weit voraus war. Im Gegensatz zu vielen anderen Autoren ihrer Epoche hat sie ein Buch geschrieben, das frei von moralischen Wertungen ist. Ein Buch zudem, das sich primär mit der Natur des Menschen befasst, das die animalische, bösartige, eigennützige Seite des Menschen beleuchtet und dies mit einer psychologischen Tiefe, die ganz erstaunlich ist, bedenkt man, aus welcher Zeit es stammt. Auch die sonderbare Struktur des Romans und die Verknüpfung mit einigen Schauerelementen machen Sturmhöhe" zu etwas Besonderem.

Die vorliegende Übersetzung von Gisela Etzel wurde durchgesehen von Ilka Saal und Gerhard Wolf und behutsam modernisiert". Diese Modernisierungen fallen aber glücklicherweise gar nicht auf, sprachlich merkt man immer noch deutlich, dass man einen Klassiker in der Hand hält.

Fazit:
Emily Brontës Werk kann man lieben oder hassen - in jedem Fall hinterlässt es einen bleibenden Eindruck. Die tragische Geschichte, die mit Liebe weniger zu tun hat als mit Leidenschaft und Zerstörungswut, ist fesselnd und hält viele Details bereit, die man erst zu schätzen weiß, wenn man das Buch mehrmals gelesen hat. Sturmhöhe" ist einer der wenigen viktorianischen Romane, die frei von moralischer Wertung sind, die nicht die Gesellschaft thematisieren, sondern die Natur des Menschen, und die zudem auch noch einen abstoßenden, bösartigen Helden haben. Ein damals progressives, heute immer noch sehr lesenswertes Buch.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mystisches Meisterwerk, 18. März 2009
Von 
Dodo (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Wenn eine Welt im ewig Gleichen zu erstarren, wenn eine Gesellschaft - hier eine kleine Dorfgemeinschaft - in ihrem Trott zu ersticken droht und die Menschen nur noch aus Gewohnheit aneinander festhalten und ihr alltägliches Einerlei, das sie nicht wirklich glücklich macht, als "stilles Glück" bezeichnen, dann kann eine Katastrophe Reinigung und Neubeginn sein.

Emily Bronte lässt in ihrem einzigen Roman die dämonischen Kräfte der Hölle wirken - durch einen einzelnen Menschen, der sowohl grenzenlosen Hass bis zur Entmenschlichung als auch die extreme Form der puren Liebe in sich trägt und wie eine Naturgewalt durch die biedere Ländlichkeit fegt.
Heathcliff wird von Mr Earnshaw als Findelkind aus Liverpool in das Kaff Gimmerton irgendwo in Yorkshire gebracht. Zusammen mit Earnshaws Kindern Cathy und Hindley wächst der rätselhafte Junge, der wenig spricht und von einer düsteren Intelligenz besessen ist, auf dem Hof Wuthering Heights auf. In der jungenhaften Cathy findet Heathcliff nicht nur eine Schwester und Freundin, sondern sein Ideal, seine ewige Liebe. Er vergöttert sie, unterwirft sich, obwohl er selbst sonst äußerst starrsinnig ist, ganz ihrem Willen und hält es daher für selbstverständlich, dass er sie natürlich später einmal zur Frau bekommen wird.
Auftritt Edgar Linton, des etwas anämischen Sohns des reichsten Gutsherren der Gegend. Edgar ist phlegmatisch und langweilig, das, was man heute einen Gutmenschen nennen würde, doch er sieht gut aus und ist reich. Cathy, die ähnlich wie Jane Austens Heldinnen durchaus pragmatisch und standesbewusst denkt, entscheidet sich Edgar zu heiraten. Zwar ist dies offensichtlich eine Vernunftehe, obwohl sie auch Edgar durchaus Zuneigung entgegen bringt, doch für Heathcliff bricht im wahrsten Sinne die Welt zusammen.

Er verlässt das Dorf und kehrt nach Jahren als reicher Mann zurück. Allein die bauernschlaue Hausdame Nellie Dean, die Erzählerin der Geschichte, erkennt, dass Heathcliff sich nicht nur zum Positiven verändert hat. Er ist wahnsinnig geworden und in seinem Wahn geht es ihn nicht mehr um die Erfüllung seiner Liebe, sondern um die Vernichtung von allem, was ihn kränkte und seinen jungenhaften Lebenstraum zunichte machte.

"Heathcliffs Wüten vermag Leser bis heute zu schockieren" schrieb ein Interpret. Wenn man sich die Geschehenisse real vorstellt, ist diese Einschätzung korrekt: Heathcliff geht teils im wörtlichen Sinne über Leichen (dabei ermordet er selbst vielleicht nur eine der Figuren handgreiflich, die anderen treibt er in den Tod), lügt, intrigiert, misshandelt seelisch und körperlich, erniedrigt und benutzt andere. Erstaunlicherweise schafft es niemand, sich ihm zu widersetzen. Zu unerwartet überrumpelt wird man durch diese atavistische Gewalt, die sich skrupellos über Gesetz, Moral und jeden Funken menschlichen Anstands hinwegsetzt.

Doch als der Leser schon denkt, die ganze Welt versinkt in Gimmerton im Elend, tauchen Hoffnungsfunken auf, die - oh Wunder! - selbst dem unerbittlichen und bitterbösen Heathcliff Erlösung und Seelenheil versprechen.
Die neue Welt, die sich nun auftut, ist besser als die alte, die Charaktere stärker durch die erlittene Zeit des Chaos.

Ein knorriges, ungewöhnliches Meisterwerk einiger nicht weniger exzentrischen Autorin, die mal den Ausspruch gebracht haben soll, dass sie den Haushund sämtlichen menschlichen Wesen vorzieht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wirklich tolles Buch, 5. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Auf Grund der vielen guten Rezensionen habe ich mir das Buch gekauft und es nicht bereut - wirklich toll!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergessen kann man dieses Buch wohl nie, 19. Februar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) (Taschenbuch)
Ich habe mir dieses Buch gekauft, nachdem ich schon mehrmals davon gehört hatte und muss zugeben, ich war überrascht. Ich mag sonst klassische englische LIteratur nicht wirklich (Shakespear habe ich bereits in meiner Schulzeit zu hassen begonnen), aber dieses Buch hat mich gefesselt.

Es ist in der ersten Person geschrieben, von jemandem, der mit den ürsprünglichen Ereignissen nichts zutun hat. Der Erzähler lässt sich die Geschehnisse von einer beteiligten Person erzählen, sodass die Geschichte an sich zum Teil bereits zum Teil aus zweiter Hand ist, teilweise in der doppelten Erzählung noch mehrmals nur erzählt ist. Das Buch beschreibt eine interessante fesselnde Lebensgeschichte zwei benachbarter Güter. Hierbei entwickelt sich zwischen den beiden Hauptpersonen eine Liebe, die jedoch keine Erfüllung erfährt. Diese Erzählung begleitet die beiden so verschiedenen Leben, die so nach bei einander stattfinden und einer beeinflussen, aber nicht gemeinsam. Ich will nicht zu viel verraten, für diejenigen, die dieses Buch noch nicht gelesen haben.

Denn noch muss ich sagen, man kann viel von dem Buch halten, aber vergessen kann man es wohl nie, wenn man es einmal gelesen hat und ich habe es kaum aus den Händen legen können, nachdem ich damit begonnen habe...

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der klassische Literatur, Historie, Lebensbeschreiben mag und eine gewisse Neugier hat.
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Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker)
Sturmhöhe: Roman (Schöne Klassiker) von Emily Brontë (Taschenbuch - 20. August 2008)
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