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177 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Leseerlebnis
Hans Fallada beschreibt in diesem Roman das Schicksal der stillen Eheleute Otto und Anna Quangel, typische "kleine Leute", die im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre nach einem herben Schicksalsschlag ihre ganz eigene Variante von Widerstand gegen das Nazi-Regime entwickeln: sie hinterlassen gefährliche Botschaften auf Karten, die sie nach und nach in der Stadt...
Veröffentlicht am 8. März 2011 von Agricola

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen für mich nicht ganz das Richtige
Dieses ist "mein erster Fallada" den ich vor allem aus dem Interesse heraus gelesen habe, dass es von einem Zeitzeugen 1946 geschrieben worden ist. All das, was aus der Erinnerung Jahre oder Jahrzehnte später, sei es ein Roman, eine Biographie oder ein Bericht geschrieben bzw. gesagt wird, ist durch die Erinnerung wie auch durch Vergessen sowie durch Neubewertung...
Vor 9 Monaten von Dienina Casta veröffentlicht


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177 von 182 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein grandioses Leseerlebnis, 8. März 2011
Hans Fallada beschreibt in diesem Roman das Schicksal der stillen Eheleute Otto und Anna Quangel, typische "kleine Leute", die im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre nach einem herben Schicksalsschlag ihre ganz eigene Variante von Widerstand gegen das Nazi-Regime entwickeln: sie hinterlassen gefährliche Botschaften auf Karten, die sie nach und nach in der Stadt verteilen. Gestapo-Kommissar Escherich ist ihnen mit perfiden Methoden auf der Spur.

Das jetzt als schön gestalteter Hardcover-Band im aufbau-Verlag erschienene Buch ist ein wertvolles Zeitzeugnis und dazu spannend zu lesen wie ein Krimi.
Das Buch zeigt den Roman erstmals in der ungekürzten Originalfassung; insbesondere ist das 17. Kapitel erstmals vollständig enthalten, aber auch früher veranlaßte Streichungen und Textveränderungen (vor allem politisch motivierte Tilgungen) sind nun wieder aufgehoben worden. Die von Fallada (1893-1947) im Herbst 1946 geschriebene Geschichte vermittelt uns auf über 700 Seiten einen authentischen Eindruck von der Stimmung der Zeit, gewährt Einblicke in das von Mißtrauen und Angst, Feigheit und Verrat geprägte Miteinander der Zeitgenossen, die Fallada in unvergleichlicher Weise charakterisiert. Das Wirken des Unrechtsystems wird am Beispiel der keinem Recht unterworfenen, willkürlich agierenden Staatsmacht und ihrer Zuträger in beklemmender Eindringlichkeit demonstriert.

Der aufbau-Verlag bereichert uns hier um ein besonderes Stück Literaturgeschichte. Die Deckelinnenseite zeigt einen schön und informativ gestalteten Stadtplan (Wohnort der Quangels, Fundort der ersten Karte, Gestapo-Zentrale usw.), ein kurzer Anhang vermittelt die biografischen Daten des Autors, zeigt aber auch einige Fotos und Aktenauszüge des realen Falls, an den sich der Roman entfernt anlehnt.

Wer verstehen möchte, wie aus biederen Bürgern ein Heer an Wegduckern und Wegguckern werden konnte, wird hier - vor allem im fast unerträglichen Schlußteil des Buches, der sich mit dem befaßt, was der Festnahme der Quangels folgte - die Antwort finden.
Ich kann das Buch jedem - nicht nur dem historisch interessierten - Leser uneingeschränkt empfehlen. Es handelt sich um einen literarischen Hochkaräter, der im Ton vielleicht ein wenig an Döblins "Berlin - Alexanderplatz" erinnert, aber natürlich eine gänzlich andere Story fesselnd erzählt. Zu einem Lesevergnügen ganz besonderer Art kommt ein Zweites: das überaus angemessene Preis-/Leistungsverhältnis.
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81 von 87 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der kleine Widerstand, 11. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) (Taschenbuch)
Ein Plädoyer für die Menschlichkeit und gegen die Verzweiflung, für Zivilcourage auch in kleinen Dingen, auch im geringfügigen Versuch, sich gegen das Verderben aufzulehnen. Hans Fallada wollte mit diesem Buch ausdrücklich die Verantwortung der Kollektivschuld, der Schuld aller Deutschen am Zweiten Weltkrieg und am Holocaust relativieren. Er ist erneut Anwalt der kleinen Leute, ein verständnisvoller Beobachter, der sich gegen die pauschalisierende Verurteilung wehrt. In seiner mitfühlenden Geschichte eines wahren Falles lässt er das Ehepaar Quangel als aufrechte und sich nur ihrem Gewissen verantwortliche Menschen erscheinen, die ihr Möglichstes tun, um ihrem Misstrauen und ihrer Verzweiflung gegenüber dem Hitlerregime Ausdruck zu verleihen. In ihren bescheidenen Mitteln hoffen sie, mit ausgelegten Karten die anderen Menschen zum Nachdenken zu bewegen, die Menschen aufzurütteln aus ihrer verzweifelten Lethargie, ohne zu ahnen, dass ihr kleines Aufbegehren in der angstvollen Atmosphäre jener Zeit ungehört verpufft, einzig registriert von einem unerbittlichen und unmenschlichen Staatsapparat, trotzdem man hier dem Menschenfreund Fallada zugute halten muss, dass er kein Freund der Schwarz-Weiß-Zeichnung war, denn auch der Kripobeamte besitzt menschlich-sympathische Züge, trotzdem er die Staatsgewalt vertritt. Auch in ihrer Todesangst stehen sie wacker zueinander und zu ihren Taten, sie sollen ein Vorbild sein und sind. Mitfühlend, wie vom Autor geschildert, beendet auch der Leser das Buch, um eine schmerzliche, aber notwendige Erfahrung reicher. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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74 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Den Tränen nah, 24. März 2011
Von 
Tobias Nazemi - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Das hatte ich schon lange nicht mehr. Beim Lesen so vereinnahmt zu werden, dass man völlig in die Handlung eintaucht, alles miterlebt und mitfühlt. Dass man sich fragt, wie man sich wohl verhalten hätte, damals im dritten Reich. Ob man wohl den Mut gehabt hätte, sich zu wehren, gegen den Stumpfsinn, die kulturlose Barbarei? Ob man es gewagt hätte, dem schreienden Nazi einfach mit der Faust ins Gesicht zu schlagen? So wie ich es mir beim Lesen tausendmal gewünscht habe - im Jahr 2011, sicher und bequem auf meinem heimischen Sofa.

Nein, das passiert einem nicht oft, dass man solch ein Buch in die Hände bekommt. Von einem begnadeten Erzähler, der einem zwar vom Namen her seit vielen Jahren bekannt ist, von dem ich aber noch nie ein Werk gelesen habe. Da müssen erst die Amerikaner kommen, mit ihrem Faible für spannende Geschichten aus der Nazizeit, damit wir Deutschen einen unserer ganz großen Autoren wieder lesen und würdigen.

Auch ohne ihn zu kennen, hatte ich eine Meinung zu Fallada. Für mich war er so etwas wie der Simmel oder Konsalik der deutschen Kriegsjahre. Gepflegte Unterhaltung auf durchschnittlichem Niveau. Aber weit gefehlt. Dieser Roman Falladas ist ganz große Literatur. Da stimmt wirklich alles. Unterhaltung, Anspruch, literarisches Niveau. Ich wüsste nicht, was man bei diesem Roman hätte anders, besser machen können. Das Werk ist perfekt, spannend wie ein Thriller und aufgrund des realen Hintergrundes der Geschichte emotional sehr aufwühlend. Immer wieder musste ich beim Lesen zu den im Anhang abgedruckten Gestapo-Fotos des Ehepaares Quangel/Hampel blättern. Lange habe ich in die Gesichter gesehen, die einen mit jeder Seites des Romanes immer vertrauter erschienen. So vertraut und ans Herz gewachsen, dass ich zum tragischen Ende der Geschichte, den Tränen nahe war.

Das hatte ich schon lange nicht mehr. Das ist Lesevergnügen auf ganz hohem Niveau. Das kann ich nur jedem weiterempfehlen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr. Hans W. Wieczorrek Ein berührendes Leseerlebnis, 18. April 2011
Von 
Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek "Hans" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es kommt wirklich ganz selten vor, dass ich ein Buch an einem Wochenende durclese. Aber diese Buch ist so spannend, aufrührend geschrieben, dass es sich wie ein Krimi liest. Hans Fallada beschreibt in seinem Buch das Berlin der kleinen Leute, ähnlich wie Zille in seinen Zeichnungen. Das Buch beruht auf der Lebens- und Todesgeschichte der Familie Hampel. Fallada ändert lediglich den Namen. Das stille Ehepaar Quangel, ganz einfache Leute, verliert im Krieg wie so viele seinen Sohn. Sie waren nie Nazis, aber dieses Ereignis verändert ihre zunächst durchaus von Opportunismus geprägte Einstellung zum Regime von Grund auf. Sie werden zu Gegnern. Die Art ihres Widerstandes ist naiv und letztlich wirkungslos. Aber sie sind wenigstens anständig geblieben. Sie schreiben Karten, in denen sie das verbrecherische Regime anprangern. Diese Karten legen sie zumeist in öffentlichen Gebäuden aus. Das ist Hochverrat und sie sind sich der Gefahr ihres Handelns durchaus bewusst. Wenn sie gefasst werden, wird es sie den Kopf kosten. Diese Karten setzen die Maschinerie der Gestapo in Gang. Dennoch dauert es über zwei Jahre und es bedarf eines Zufalls, dass sie gefasst werden. Das Meisterwerk von Hans Fallada vermittelt uns einen Eindruck von der Stimmung der Zeit, geprägt von Misstrauen, Angst Denunziantentum und Fanatismus. Einmal in der Mühle des Systems, das keinerlei Gesetz unterworfen ist, zieht Frau Quangel durch eine Unachtsamkeit die ehemalige Verlobte ihres gefallenen Sohnes und deren Mann mit in den Kreis der Verdächtigen ein. Einmal in den Fängen der Gestapo gibt es kein Entrinnen, das wissen die Quangels. Sie werden sterben müssen.
Berührend und aufwühlend ist besonders der Teil, der sich nach der Festnahme der Quangels abspielt,denn hier wird die ganze Unfassbarkeit des Geschehens offenbart.Der Boshaftigkeit und dem Verbrecherischen setzt Fallada immer literarisch gekannt das Gute entgegen. Zum einen in der Gestalt des Gefängnispfarres als auch in der Gestalt des alten, pensionierten Landgerichtrates Fromm. Diese beiden zeigen Barmherzigkeit jeder auf ihre Art und durchaus unter Einsatz ihres Lebens. Das Gute im Menschen ist selbst in dieser unbarmherzigen Zeit noch vorhanden.
Alle Protagonisten gehen ihren Weg in den Tod für sich allein, aber keiner bleibt verschont. Im Tode ist das Ehepaar Quangel wieder vereint. Ein Meisterwerk deutscher Literatur. Unbedingt lesenswert.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein geniales Stück Literatur!, 29. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) (Taschenbuch)
Fast steht der Inhalt der Story dem Gefühl, das in die Beschreibung und Ausformung der Charaktere gesteckt wurde, nach. In einzigartiger Weise wird Otto Quangel in seinem sinnlosen Unterfangen, Widerstand gegen Hitler zu leisten, beobachtet. Man fühlt Mitleid mit seinem Kampf gegen Windräder und der damit verbundenen Gefahr. Seine Umgebung wird ebenso gnadenlos beleuchtet und für die Nachwelt festgehalten. Die Tragik der Geschichte ist vorhersehbar und bleibt bis zuletzt unausweichlich. Die Grausamkeit der Beschreibung hält sich gemessen an dem, was da vorgeht, fast noch in Grenzen. Zu sehr ist man zum Schluss mit dem Charakter von Otto Quangel verwoben, zu sehr empfindet man seinen Gefühle und geht aufrecht mit ihm dem Ende entgegen. Ein geniales Stück Literatur!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Märchen, das..., 28. April 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...keines ist. So kam es mir vor.

Ich habe lange nachgedacht, was mich an diesem Buch so beschäftigt hat und schließlich wurde es mir klar: Fallada erzählt hier in einer Sprache, die manches Mal fast wie ein Märchen klingt. Kleine, geradezu lieblich platzierte Formulierungen lassen den Leser manches Mal denken, man würde von der Gänseliesel lesen - aber das sind die Momente, wo einen das Grauen am heftigsten einholt. Denn was er erzählt, ist schließlich harte und grausame Realität gewesen - und genau daher hinterlies dieses Buch bei mir einen solchen Eindruck. Der Alltag der kleinen Leute und deren kleiner Widerstand, erzählt als Märchen ohne Happy End.

Ein großes Stück Literatur-Geschichte, ein Gewinn in der eigenen Bibliothek.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine sehr starke beeindruckende Geschichte, 5. Juli 2007
Von 
Richter Elke (teutschenthal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) (Taschenbuch)
In diesem Buch wird sehr einfühlsam die Geschichte eines einfachen Ehepaares beschrieben, welches im 2. Weltkrieg ihren einzigen Sohn verloren hat.
Diese Eltern wehren sich und schreiben politische Karten, die sie dann in Häusern mit großem Publikumsverkehr auslegen.
Sie beweisen dabei Mut, Organisation und politischen Scharfsinn und begeben sich dabei in höchste Lebensgefahr. Ihr ganzer Lebensinhalt ist nun auf diese Karten gerichtet.
Durch eine detaillierte Beschreibung der in diesen Roman handelnden Personen und deren Lebensumstände, wird der Leser zu einem guten Beobachter. Schnell lassen sich Zusammenhänge erkennen und nachvollziehen.
In diesem Buch geht es um Mut, der über menschliche Grenzen hinaus geht, um Verrat, Feigheit und auch um Schmarotzertum. Es zeigt wozu Menschen in verschiedenen Situationen fähig sind.
Durch eine geschickte Erzählweise macht Hans Fallada dieses Buch zu einem spannenden und nachhaltigen Leseerlebnis.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandios, 21. September 2011
Hans Fallada, der dieses Werk in unglaublichen zwei Monaten geschrieben haben soll, war ein großartiger Schriftsteller, nein, viel mehr - er war ein Dichter.
In scheinbar einfachen Worten gelingt es ihm eine Geschichte, (nach wahren Begebenheiten) zu schreiben, die den Leser in seinen Bann schlägt, die den Leser mit den Akteuren mitleben, mitzittern lässt, ganz unabhängig davon, dass das tragische Ende von Anfang an bekannt ist.
Die Schilderung von Berlin in den Kriegsjahren, die Beschreibung seiner Einwohner, ist so wahr, so echt, kein falscher Ton schleicht sich in diese Bilder, kein falscher Ton klingt aus den Dialogen der Protagonisten.
Fallada hält die Fäden seiner Figuren, so scheint es, gar nicht fest in der Hand, es gelingt ihm, in seiner Kunst, sie mit spielerischer Leichtigkeit auf ihr tragisches Ende hinzubewegen.
Und jeder stirbt für sich allein.

Hans Fallada starb wenige Wochen nach Vollendung dieses großen Romans.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wahre Geschichte, 7. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Jeder stirbt für sich allein (Broschiert)
In diesem Buch beschreit Hans Fallada die wahre Geschichte des Ehepaares Quangel im II. Weltkrieg. Die Quangels verloren den eigenen Sohn im Krieg, woraufhin sich die an sich unpolitischen Eltern zum Widerstand gegen das Regime Hitlers entschlossen. Auf anonymen Postkarten rufen sie auf zum Widerstand gegen Hitler und seine Verbrechen und müssen hierfür mit dem Leben bezahlen. Sie wurden von der Gestapo verhaftet und mussten durch die Hölle der Verhöre und Gefängnisse gehen und bezahlten zum Ende mit dem eigenen Leben für ihren Kampf. Fallada schrieb den Roman im Jahre 1945 nach den Tatsachenaufzeichnungen einer ihm zugespielten Gestapo-Akte und verfasste damit sein letztes Werk im Kampf gegen die Unterdrückung und gegen Not und Elend. Ein beklemmendes aber zeitlos aktuelles und sehr nachdenklich machendes Werk. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hans Fallada: Jeder stirbt für sich allein, 15. November 2011
Von 
Warum bringen Verlage immer wieder Bücher heraus, die es in schon in vielen verschiedenen Ausgaben gibt? Damit Leser wie ich durch die PR-Maschinen dazu angehalten werden, endlich diesen oder jenen Klassiker zu entdecken.

Und eine Entdeckung ist das Buch wirklich! Fallada schrieb den Roman in kürzester Zeit unmittelbar nach dem Untergang des Dritten Reiches. Seine Figuren sind die "kleinen" Bürger im Dritten Reich, die sich zum Widerstand gegen das Regime durchringen. Fallada zeichnet ihre Motivationen, Ängste und ihr Schicksal auf. Der Leser zittert mit ihnen und fragt sich gleichzeitig, wie viel Mut er selber gehabt hätte oder heute hat.

Ein sehr einfühlsamer, lesenswerter Roman.

Aufbau Verlag 2011
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Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada)
Jeder stirbt für sich allein: Roman (Fallada) von Hans Fallada (Taschenbuch - 1. Februar 2000)
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