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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben unter dem Hakenkreuz
Im Jahr 1939 entstand Anna Seghers' Roman "Das siebte Kreuz", der zu einem der wenigen Bucherfolge exilierter Künstler im späteren Nachkriegsdeutschland werden sollte. Das allein stellt Seghers in eine Linie von Emigranten wie Brecht oder Thomas Mann, die ebenfalls, genau wie Carl Zuckmayer, die Kulturszene der Nachkriegsjahre prägten.

Die...
Veröffentlicht am 7. September 2006 von A. Wolf

versus
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Thema, etwas langatmig
Angesiedelt ist der Roman im Jahre 1937, also im Hitlerdeutschland vor Ausbruch es 2. Weltkrieges. Sieben Gefangene fliehen aus einem KZ und versuchen sich in die Freiheit durchzuschlagen. Gelingen tut es aber nur Georg Heisler, der somit dem sicheren Tod entgeht.

Beschrieben wird seine Odysee in die Heimat und weiter. Zentrales Thema ist, an wen kann er sich...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2010 von Anke Przybilla


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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leben unter dem Hakenkreuz, 7. September 2006
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Im Jahr 1939 entstand Anna Seghers' Roman "Das siebte Kreuz", der zu einem der wenigen Bucherfolge exilierter Künstler im späteren Nachkriegsdeutschland werden sollte. Das allein stellt Seghers in eine Linie von Emigranten wie Brecht oder Thomas Mann, die ebenfalls, genau wie Carl Zuckmayer, die Kulturszene der Nachkriegsjahre prägten.

Die Handlung: Sieben Häftlingen gelingt die Flucht aus einem KZ, unterdessen werden auf dem Appellplatz des Lagers Kreuze aufgebracht, an denen alle Flüchtigen hängen sollen. Nach und nach erliegen alle der unnachgiebigen Verfolgung, so dass sie - zumindest symbolisch - am Kreuz hängen. Nur dem Protagonisten, Georg Heisler, gelingt die Flucht nach Holland. - Das siebte Kreuz bleibt leer. Es ist die Hoffnung, die solchermaßen zum Ausdruck kommt.

Seghers zeichnet in ihrem Roman ein ausgesprochen vielschichtiges Portrait der Lebenswirklichkeit im Dritten Reich. Ihre Charaktere sind keine weißen oder schwarzen Schablonen, sondern liefern ein äußert realiteres Bild der gesellschaftlichen Lebenswelt während des Dritten Reichs. Gerade in diesen ungemein vielschichtigen Charakterskizzen, die in eine ebenso ausdrucksstarke Naturkulisse gebettet sind, besteht die enorme Leistung der Autorin.

Fazit: Sprachlich kunstvoll und auf hohem Niveau füllt Seghers souverän die Seiten ihres Romans, der sich rühmen darf, einer der wichtigsten deutschen Romane über Nationalsozialismus zu sein. Aufgrund der menschlichen Vielschichtigkeit ist er ohne Zweifel ein zeitloses Meisterwerk.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein tolles Buch!, 17. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Seltsamerweise ist dieses Buch in der Schule komplett an mir vorbeigegangen, aber irgendwie haben wir uns dann doch gefunden.
In einer teilweise gewöhnungsbedürftigen, weil sehr schönen, anspruchsvollen Sprache mit klarem linken Hintergrund entspinnt sich diese Geschichte, die das Leben der kleinen Leute, ihre Ängste, ihre Hoffnungen, aber auch ihren Mut und ihren privaten Widerstand unter der Nazi-Herrschaft langsam und zielsicher ausbreitet.
Ein unbedingt lesenswertes Buch, auch wenn unsere Themen heute andere sind.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk über die Gesellschaft im Dritten Reich, 6. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Deutschland zwischen Machtergreifung und Kriegsausbruch. Die Nazis haben es bereits geschafft, die Gesellschaft ihren Vorstellungen gemäß umzukrempeln: die demokratische Opposition ist ausgeschaltet, die Instrumente der Macht befinden sich in ihren Händen, die öffentliche Ordnung gehorcht ihren Spielregeln.

Innerhalb dieses geschichtlichen Rahmens entwickelt Anna Seghers ihren Roman "Das siebte Kreuz". Aus dem KZ Westhofen fliehen sieben Häftlinge, unter ihnen Georg Heisler, dessen einziges Vergehen es ist, (politische) Überzeugungen zu tragen, die in der neuen Ordnung nicht geteilt werden dürfen. Durch die Flucht tauschen die Häftlinge den sicheren Tod durch allmähliches Zugrunde-gerichtet-werden gegen ein Fünkchen Hoffnung, durch ein letztes Aufbäumen ihres Überlebenstriebes dem schier Unabwendbaren doch noch zu entrinnen.

Erschüttert verfolgt der Leser mit, in welche Gesellschaft die Flüchtlinge hinein fliehen. Dabei konzentriert sich die Handlung vornehmlich auf jene Geschehnisse, die mit Georg Heisler in Verbindung stehen, da er der einzige sein wird, der am Ende in den Hafen der Sicherheit einlaufen wird. Dass Georg nur durch fremde Hilfe überleben kann, und er somit Kontakt zu Menschen suchen muss, die über die Mittel und die Absicht verfügen, ihm zu helfen, ist Georg klar. Unklarer ist, wen er als verlässlich einstufen kann. Menschen, die er seit Jahren nicht mehr gesehen hat, müssen plötzlich aus dem Stegreif entscheiden, ob ihnen ihre persönliche Sicherheit wichtiger ist, als das Wagnis, einer einstigen, möglicherweise flüchtigen Bekanntschaft Hilfe zu leisten.

Es ist vor allem die im Roman immer wiederkehrende Frage, wem man trauen kann, wenn es einmal wirklich hart auf hart kommt, die das zentrale Anliegen des Romans dem Leser schonungslos vor Augen führt: Aufzuzeigen, wie der damalige totalitäre Machtapparat natürliche menschliche Verhaltensweisen und Bindungen (z.B. Ehe, Familie) ausgehebelt hat und Unbehelligtheit nur noch denen bietet, die sich den Ansichten einer bestimmten herrschenden Klasse unterwirft.

Meisterlich konstruiert Anna Seghers eine Handlung, die den Leser von der ersten Seite an in den Bann zieht, und die durch faszinierende Wirklichkeitsnähe besticht. Bekanntlich schreiben Autoren dann besonders gut, wenn sie über einen Gegenstand berichten, der ihnen auch persönlich nahe steht. Die Autorin, die vor den Nazis nach Frankreich und von dort aus nach Nordamerika geflohen ist, bestätigt diese Regel eindrucksvoll.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gutes Thema, etwas langatmig, 19. Dezember 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Angesiedelt ist der Roman im Jahre 1937, also im Hitlerdeutschland vor Ausbruch es 2. Weltkrieges. Sieben Gefangene fliehen aus einem KZ und versuchen sich in die Freiheit durchzuschlagen. Gelingen tut es aber nur Georg Heisler, der somit dem sicheren Tod entgeht.

Beschrieben wird seine Odysee in die Heimat und weiter. Zentrales Thema ist, an wen kann er sich wenden, wer hilft ihm weiter und wem darf er nicht trauen. Er kann sich nie sicher sein und doch gelingt es ihm am Ende, die richtigen Menschen um Hilfe zu bitten.

Die Geschichte wird von zahlreichen Personen bevölkert, die die unterschiedlichsten Haltungen annehmen: Mitläufer, überzeugte Nazis, Antifaschisten im Geiste. Auch einige unentschlossene sind dabei. Die Frage nach Zivilcourage stellt sich jedem Einzelnen.

Genau aus diesem Grunde wird das Werk Anna Seghers immer aktuell bleiben und ist zurecht ein Klassiker der deutschen Literatur. Dennoch hatte ich Probleme, der Geschichte immer zu folgen. Für mich zog sich das Ganze sehr und die gewählte Sprache, die dem einfachen Volke entsprechen soll, hat es mir schwer gemacht, wirklich Gefallen an dem Buch zu finden.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ist es richtig das Leben dritter aufs Spiel zu setzen, um einen einzigen zu retten?, 27. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Diese Frage stellt Anna Seghers in diesem Buch sehr deutlich. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dem man den Weg so vieler Menschen, aus deren eigenen Gesichtspunkten zu betrachten scheint.

Es geht um den Flüchtling Georg Heisler, dessen Weg das ganze Buch hindurch in sieben Tagen beschrieben wird. 7 Tage, 7 Kreuze, die in dem Lager Westhofen aufgestellt wurden, für die 7 Flüchtlinge, die aus dem Lager geflohen waren, doch das letzte bleibt leer.

Man erlebt nicht nur mit, wie Georg Heisler seinen Weg weiter nach vorne geht, zuerst mit Angst dann mit Mut, sondern auch, wie andere Personen durch seine Flucht in Mitleidenschaft gezogen werden und zum einen auf ihn zurückblicken, auf ein Stück abgeschlossener Vergangenheit und andere, die ihr eigenes kleines Stück Freiheit wiederentdecken, in dem sie ihm helfen.

Ich finde das Buch ist sehr anschaulich geschrieben und auf jeden Fall zu empfehlen. Man erhält einen kleinen Einblick, wie die Zeiten in der dunkelsten Geschichte, waren und wie die Leute damit auf ihre eigene Art und Weise zurechtkommen. Man erfährt Zwang, Angst, Mut und einen ungebrochenen Freiheitswillen. Dieses Werk von Anna Seghers ist wirklich ein Stück Literaturgeschichte, deshalb fünf Sterne.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mitläufer Hitlers oder Fluchthelfer mit Humanität?, 16. Juli 2010
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Georg Heisler flüchtet aus dem KZ Westhofen mit sechs anderen Mithäftlingen. Peu à peu wird jeder von ihnen geschnappt. Außer Georg. Er flüchtet sich durch Mainz, Frankfurt und Worms und kommt bei Freunden und Familie unter. Die sieben gekuppten Platanen stehen bereit im KZ unter der Leitung der Lagerkommandaten um die Flüchtlinge daran sterben zu lassen. Das siebte Kreuz bleibt jedoch frei.

Die Frage mit der sich Anna Seghers auseinandersetzt ist die, ob die Menschen in Hitlerdeutschland unter dem unterdrückenden, diktatorischen Nazi-Regime den totalitären Befehlen von oben folgen oder doch ein Fünkchen Menschlickeit aufweisen und Flüchtlingen helfen, die in Not sind.

Der Roman ist offen geschrieben, kein Blatt wird vor den Mund genommen, nichts wird verschwiegen, denn so schlimm wie die Hitlerzeit auch war, so wird sie schonungslos von der Autorin auch dargestellt. Anna Seghers schreibt Passagen, die nicht nur mit Georg Heisler zu tun haben, denn es werden parallele Handlungsstränge aufgezeigt an anderen Orten und wie die Menschen sich dort verhalten.

Mir persönlich hat die Idee über dieses Thema ein Buch zu verfassen gut gefallen und die Umsetzung von Anna Seghers. Jedoch muss ich gestehen, dass ich ihren Schreibstil überhaupt nicht mag und das Buch viel zu dick ist, was heißen will, dass man ruhig hätte ein paar Passagen auslassen können. Das Buch ist nicht mein Lieblingsbuch und obwohl ich es auch für die Schule lesen musste, sage ich offen, dass mir Schiller, Goethe, Stefan Zweig oder auch Bertolt Brecht besser gefallen haben. Dennoch, wer Anna Seghers Stil kennt und mag, sollte sich nicht aufhalten lassen und zu diesem Buch greifen. Es bleibt Geschmackssache.

~Bücher-Liebhaberin~
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Studie über das dritte Reich, 15. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Broschiert)
Georg Heisler rennt. Er rennt um sein Leben, denn er ist KZ-Häftling in Westhofen und soeben auf der Flucht zusammen mit sechs anderen Häftlingen. Der Kommandant des KZ kann das nicht auf sich beruhen lassen und will mit allen Mitteln die Entflohenen wieder einfangen. Dazu sind ihm alle Mittel recht. Als Zeichen dafür, daß der Ausbruch sich nicht lohnt, läßt er auf dem Hof sieben Kreuze aufstellen, an denen alle Flüchtlinge gefoltert werden sollen. Sechs Kreuze erfüllen ihre Bestimmung, das siebte Kreuz bleibt allerdings leer. Anna Seghers schrieb dieses Buch 1942 im Exil in Mexiko. Sie zeigt ein glaubhaftes Bild des dunklebraunen Deutschlands. Die Einwohner, die zwischen Angst, Gehorsam und Zivilcourage stehen. Das Werk ist nicht gerade als leichte Lektüre zu verstehen, denn Seghers spinnt ein atmosphärisch dichtes Netz um den Flüchtenden, das einen in seine Gemütslage versetzt. Aber nichtsdestotrotz ist das Buch unbedingt empfehlenswert, denn selten wird die Lage eines Verfolgten so sehr mit dem Leben der Normalbevölkerung verknüpft. Dabei wird nicht ein Pauschalurteil über die Menschen gefällt, sondern es werden auch die Hintergründe der Taten behandelt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Geschichte mit Atmosphäre, 8. März 2000
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Broschiert)
Anna Seghers Bestseller trifft ins Mark einer grauenhaften Zeit: Die Bevölkerung hat Angst vor Bespitzelungen, Gewalt, KZ-Haft. In diese Zeit entflieht Georg Heisler aus dem KZ Westhofen. Um dem Grauen für immer entfliehen zu können, braucht er Hilfe. Doch wem kann er trauen? Er findet sich in einer erschreckenden Zeit wieder, in der ihn der Schrecken mehr als einmal überkommt. Nur noch ein letzter Funken Wille bringt ihn dazu weiter zu gehen, auch wenn er nicht weiß, wohin eigentlich. Anna Seghers gelingt es hierbei, eine derartige Trostlosigkeit, Hilflosigkeit, und Angst, sowohl ihrer Hauptperson, wie auch des gesamten Deutschlands darzustellen, dass der Leser diese Zeit am eigenen Leibe spürt. Er wird praktisch in die Zeit involviert, hofft immer mit Heisler, leidet mit ihm und den anderen Leidenden dieser Zeit. Auch wenn zur Entstehungszeit dieses Romans, 1942, noch gar nicht die Ausmaße Hitlerdeutschlands offensichtlich waren, so gelingt es Seghers dennoch eine Geschichte in einer Zeit nachzuzeichnen, in der sie selber lebte und die von der Stimmung und von den dargestellten Vorgängen haargenau das Leben der Menschen in dem Dritten Reichen wiedergibt. Wer sich einfühlen möchte in diese grauenhafte Zeit, wer etwas von dem Leben zu dieser Zeit verstehen will, wer überhaupt über große deutsche Literatur mitreden möchte, kommt um „Das siebte Kreuz" nicht herum!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu Recht ein Klassiker der deutschen Literatur, 5. August 2004
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Anna Seghers gelingt es in diesem anspruchsvollen Roman, vor den Augen des Lesers ein überaus präzises Bild der Gesellschaft in Nazi-Deutschland entstehen zu lassen - und das ist umso mehr als bemerkenswerte Leistung zu würdigen, wenn man bedenkt, dass sich die Autorin schon seit 1933 im Exil befand und dort auch den Roman geschrieben hat! Warum anspruchsvoll? Anna Seghers beschreibt die Flucht nicht durchgängig aus der Sicht der Hauptfigur Georg Heisler, sondern in einzelnen Episoden, d.h. sie springt zwischen verschiedenen Personen und Situationen, diese sind aber alle wiederum durch die Flucht miteinander verwoben. Eine Erzählweise, die Spannung garantiert! Beeindruckend sind darüber hinaus die sehr detaillierten Figurenbeschreibungen, die ohne Klischees auskommen. Zu Recht ein Klassiker der deutschen Literatur, den man unbedingt gelesen haben sollte!
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5.0 von 5 Sternen Unter Nazis, 31. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Das siebte Kreuz (Taschenbuch)
Politisch engagierte Literatur hat es zu Zeiten des Mainstream nicht einfach. Außer sie wird historisch betrachtet und katalogisiert. Anna Seghers Roman hat sich den weiten Weg über Amerika und Mexiko zurück in den deutschsprachigen Roman erkämpfen müssen, um dort erst einmal hinter der Mauer zu landen. Der Makel, dass seine Autorin Kommunistin sei, haftete lange an ihm. Mit der Flucht von sieben Häftlingen aus einem Konzentrationslager hat die Autorin nicht nur eine spannende Geschichte geschrieben, die sich als Pamphlet wider die Geschehnisse liest, als Fanal, dass solches in Deutschland nie wieder geschehen darf, vor allem jedoch verlieh sie nackten Fakten ein menschliches Gesicht. Mag der Stil teils spröde wirken und nicht darauf ausgelegt sein, es einem leicht zu machen, versprüht er doch jene fesselnde Wirkung, deren Sog den Leser hoffen und bangen läßt, dass die Flüchtlinge durchkommen, ein Zeichen setzen, dass sie dem Terror entfliehen. Anna Seghers nimmt uns mit ins Boot, rudern müssen wir selber. Aufgeben gilt nicht. Sieben Bäume werden gekappt, um Kreuze aufzustellen. Und es ist nicht zum ersten Mal, dass Kreuzigungen der Abschreckung dienen, den Genickbruch des Widerstands erreichen sollen. Sechs der Entflohenen überleben diese Flucht nicht. Das siebte leere Kreuz wird zum Symbol, dass sich Widerstand nicht nur lohnt, sondern dass er vor allem eines braucht, die Hilfe und Solidarität anderer. Dies mag bei jenen, die dem sozialistischen Gedanken nicht zugeneigt sind, Ablehnung hervorrufen. Vor allem wegen ihrer politischen Heimat ist die Autorin oft angefeindet worden. Doch eine Geschichte bewährt sich nur dann, wenn sie auch ohne die Biographie einer Autorin, eines Autors auskommt. Nur dann erfüllt sie sich mit Leben. Georg Heislers verzweifelte Flucht vermag das. Doch wäre sie ohne Anna Seghers Widerstand kaum vorstellbar.
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Das siebte Kreuz
Das siebte Kreuz von Anna Seghers (Taschenbuch - 1. Dezember 1993)
EUR 8,50
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