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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High-Fantasy meets Liebesroman...
"Elfenmagie" ist der Auftakt einer High-Fantasy-Reihe und gleichzeitig auch das Debüt der jungen deutschen Autorin Sabrina Qunaj.

Inhalt: Elvion, das Land der Elfen, ist seit langer Zeit geteilt. Im Land der Dunkelelfen scheint nie die Sonne, im Land der Lichtelfen regiert Königin Alkariel, die das Reich unter allen Umständen unter ihrer...
Vor 10 Monaten von Sarah O. veröffentlicht

versus
19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flutwelle aus Herzeleid im Elfenland. Aua. Männer, lesen!
Ich habe wohl mittlerweile an die 600 Fantasyromane gelesen, aber das ist mir noch nie passiert.
Zum ersten Mal in einer Rezi möchte ich den männlichen Fantasyleser warnen. Denn was hier auf etwa 970 Seiten passiert, ist einfach unglaublich.
Zunächst ist die Story selbst recht dünn. Die Protagonisten nehmen ziemlich schnell die vorgesehenen...
Vor 11 Monaten von *Tintenklecks* veröffentlicht


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High-Fantasy meets Liebesroman..., 25. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
"Elfenmagie" ist der Auftakt einer High-Fantasy-Reihe und gleichzeitig auch das Debüt der jungen deutschen Autorin Sabrina Qunaj.

Inhalt: Elvion, das Land der Elfen, ist seit langer Zeit geteilt. Im Land der Dunkelelfen scheint nie die Sonne, im Land der Lichtelfen regiert Königin Alkariel, die das Reich unter allen Umständen unter ihrer Führung wiedervereinen will. Nur das Blut einer Nachfahrin von Alkariels Schwester kann die Trennung Elvions aufheben, doch das Mädchen, die kleine Vanora, ist zur Hälfte ein Mensch und lebt nichtsanhnend bei ihrem Vater in der Welt der Menschen. Eines nachts taucht der rätselhafte Glendorfil auf, der beginnt sie zu unterrichten - auch in Magie, denn der Tag, an dem sie ihre menschliche Heimat verlassen muss, um in Elvion unter Elfen zu leben, rückt näher....

"Elfenmagie" ist ein überdurchschnittlich gefühlslastiger Fantasy-Roman. Im Mittelpunkt stehen nicht nur der Krieg zwischen den Elfen und Alkariels rücksichtslose Pläne, sondern vor allem die Liebe, die Vanora im Land der Elfen findet. Gleich zwei Männer wollen dort ihr Herz erobern. Als sich diese Dreiecksgeschichte im Laufe des Buches ankündigte, hatte ich erst Sorgen, dass die Geschichte in den Kitsch abrutscht, aber die Autorin versteht es wirklich wunderbar, die Liebe ihrer Protagonisten mit so viel Feingefühl zu schildern, dass es einfach nur wunderbar romantisch war und auch mir als Leserin eine ganze Horde Schmetterlinge in den Bauch zauberte. Allerdings geht diese Beobachtung wahrscheinlich - ohne die Klischees bedienen zu wollen - auch einher mit einer kleinen Einschränkung der Leseempfehlung: Ob es den männlichen Fan der High-Fantasy ebenso begeistern kann, wie mich als weiblichen? Da bin ich mir nicht so sicher...

Die Charaktere, deren Persönlichkeiten die Autorin auf geballten 976 Seiten sehr vielschichtig entfaltet, haben mich alle überzeugt. Mit jedem Kapitel wechselt auch die Hauptperson, aus deren Sicht die Geschichte erzählt wird, wusste ich zu Beginn noch mit dem ein oder anderen vermeintlichen Nebencharakter, der plötzlich ein eigenes Kapitel erhielt, nicht immer etwas anzufangen, so hat sich doch im Nachhinein gezeigt, dass jeder ganz besondere Facetten in die Geschichte einbringt und ich keinen von ihnen vermissen wollen würde. Außerdem glänzt das Buch durch einen überzeugenden Schreibstil, der auch auf fast eintausend Seiten begeistern und fesseln kann. An langatmige Passagen kann ich mich nicht erinnern.

So stark, wie die Charaktere, empfand ich auch die Entwicklung der Handlung selbst. Die Autorin wählt keinen einfachen Weg für ihre Protagonisten. Die Liebesgeschichte nimmt Wendungen, die nicht leicht vorherzusehen sind und auch das Schicksal Elvions wandelt sich im Laufe des Romans mehrfach. Das Tempo wechselt zwischen actionreichen und langsameren, gefühlvolleren Passagen, wobei die Spannung nie nachließ. Wirklich begeistert hat mich dann auch das Ende - für mich ansonsten oft die Enttäuschung eines jeden Liebesromans. Es ist perfekt, glaubhaft und hat mich teif berührt. Da ist mehr als eine Träne geflossen beim Lesen - noch ein Zeichen dafür, wie wundervoll emotional dieses Buch ist, ohne dabei den üblichen Liebesroman-Kitsch zu verbreiten. Stattdessen hat mich das Ende so sehr aufgerieben, dass ich sofort danach nach dem Erscheinungsdatum der Fortsetzung "Elfenkrieg" (übrigens der 17. September 2012) suchen und die Kurzbeschreibung dieses zweiten Teils lesen musste, um mich zu vergewissern, dass der gelesene Schluss wahr sein kann. Ein dermaßen starkes Ende erlebe ich gerade inmitten einer Roman-Reihen eher selten.

Fazit: Was für ein tolles Buch! Ich möchte gar nicht aufhören es zu loben. Die Autorin hat sich mir damit auch für die Zukunft als neue Hoffnung des Fantasy-Genres empfohlen. Die Charaktere sind vielschichtig, die Handlung gut durchdacht, die Liebesgeschichte sehr romantisch und das Ende so stark, dass ich die Fortsetzung lieber heute als morgen in den Händen halten würde. Die Zeit bis September erscheint jedenfalls quälend lang. Ganz eindeutig 5 Sterne!
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Flutwelle aus Herzeleid im Elfenland. Aua. Männer, lesen!, 9. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Ich habe wohl mittlerweile an die 600 Fantasyromane gelesen, aber das ist mir noch nie passiert.
Zum ersten Mal in einer Rezi möchte ich den männlichen Fantasyleser warnen. Denn was hier auf etwa 970 Seiten passiert, ist einfach unglaublich.
Zunächst ist die Story selbst recht dünn. Die Protagonisten nehmen ziemlich schnell die vorgesehenen Plätze ein, wodurch Überraschungen komplett ausbleiben. Innovationen gibt es ebenfalls nicht. Die Welt ist ein ziemlich seichter Seitenarm von Hennens kraftvollem Fluß: "Die Elfen". Einzig Bienli sticht heraus und machte streckenweise richtig Spaß. Neues aber über Elfen? Fehlanzeige.
Doch dann geschieht es. Seitenlange Beschreibungen über das Innenleben der Figuren, die solch ein Gefühlschaos durchmachen, dass man irgendwann nur noch den Kopf schüttelt. Es wird geheult, geweint, geschluchzt, geliebt, gehasst, verzweifelt, und all diese Gefühle werden dem Leser in XXXL um die Augen gedroschen. Tausende Jahre alte Elfen sind mental instabiler als ein ganzes Irrenhaus. Die 18jährige Vanora so durcheinander, dass es jeden anderen in den Wahnsinn getrieben hätte. Und nicht über Jahre, nein, es prasselt im 5-Minutentakt auf sie ein. Ihr Herz setzt alle paar Augenblicke aus, ihre Kehle schnürt sich zu, die Beine werden wackelig, sie liebt, nein Moment, sie hasst, wartet, sie liebt doch, alles ist so dunkel, so hell ' Ausnahmslos alle, selbst die Elfen, haben so etwas wie einen hunderte Seiten langen, akuten Pubertätsanfall. Allein Glendorfil scheint noch bei Verstand zu sein, ist die einzig "normale" Figur. Doch als Vanora, die Glendorfil wie einen Vater sieht, ihren Geliebten, Nevliin rettet, ist es völlig in Ordnung den Ziehvater zurückzulassen. Zuvor aber hat sie die Hölle durchgemacht als der Geliebte überhaupt erst fortgeschickt wurde. Logik? Nicht für mich.
Würde die Welt nicht Elvion heißen und die Leute spitze Ohren haben, es könnte ein Roman von Rosamunde Pilcher sein, mit Tinte aus Tränen.
Die wenigen Kämpfe sind dann auch überzeichnet, lehnen sich stark an MartialArts-Filme wie Tiger & Dragon an. Dort sind sie gut aufgehoben, hier wirken sie seltsam unpassend. War die Hauptfigur, Vanora zuvor ein Meer aus explodierenden Gedanken, so bleibt sie, als sie das erste Mal tötet, völlig unberührt, es gefällt ihr sogar. Logik? Wieder nein!
Was bleibt als Fazit? Ich weiß es nicht, ehrlich. Frauen, greift zu, denn hier wird geschmachtet in monumentalen Ausmaßen. Männer, lasst es lieber sein, denn hier wird geschmachtet in monumentalen Ausmaßen. Nichts gegen Gefühle der Figuren, aber bitte nicht in solch einer Flut.
Die 2 Sterne verbleiben bei der Autorin, die recht jung dieses Werk geschrieben hat. Schreiben kann sie, keine Frage, nur was sie schrieb, konnte mich nur auf ein paar wenigen Seiten erreichen. Der Rest ist in seinen eigenen Emotionen leider ertrunken. Teil 2 werde ich mir nur noch über die Rezensionen antun.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Schicksal kennt keine Liebe.", 2. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Wow! Ein so gutes Fantasy- Buch habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Anfangs war ich eher skeptisch, da die Seitenzahl doch ziemlich beachtlich ist. Nichtsdestotrotz entschied ich mich, diesem Buch eine Chance zu geben- und habe es keineswegs bereut!
Trotz der 976 Seiten kommt nie Langeweile auf oder gar das Gefühl, die Handlung ziehe sich wie Kaugummi. Im Gegenteil! Liest man den letzten Satz und schlägt das Buch zu, fragt man sich nur, wo denn bitte die vielen Seiten abgeblieben sind.

Dieses Buch unterscheidet sich in dem Sinne von anderen Fantasy- Büchern, dass es sehr viel um Gefühle und Zwischenmenschliches geht. Die innere Zerrissenheit der Protagonisten und ihre Verzweiflung machen viel von der Spannung des Buches aus, ohne jedoch den Leser mit zu viel Kitsch erschlagen zu wollen. Man fiebert mit allen Beteiligten mit und hofft, dass sich die Dunkelelfen gegen die Herrschaft Alkariels zu behaupten wissen. Bis zur letzten Seite hofft und bangt man, dass die Geschichte ein gutes Ende nimmt.

Da nicht nur aus der Sicht Vanoras geschrieben wird, sondern auch aus der Sicht Eamons und Nevliins, wird die Geschichte nie eintönig. Und keine Angst: Bei der möglichen Dreiecksbeziehung bloß nicht mit den Augen rollen! Eine solche habt ihr bestimmt noch nicht zu lesen bekommen…

Sabrina Qunaj baut die Geschichte so behutsam auf, dass man gleich ab der ersten Seite im Geschehen ist und tatsächlich die Beweggründe aller nachvollziehen kann, auch wenn man mit deren Entscheidungen nicht immer einverstanden ist, ja innerlich sogar fleht, sie mögen sich doch anders entscheiden.

Der Schreibstil ist sehr einfühlsam. Ich sage nur so viel: Taschentücher bereit halten!
Alles in allem empfehle ich dieses Buch allen, die High-Fantasy-Bücher lieben, sich jedoch von einer Liebesgeschichte, die einem lange nicht mehr los lässt, nicht abschrecken lassen.
Dieses Buch macht Lust auf mehr!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Danke Frau Qunaj für dieses tolle Buch!!!, 16. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Wochenlang habe ich an der Rezension zu diesem Buch gesessen. Wie soll ich so einem grandiosem Werk mit meiner Meinung bloß gerecht werden?

Sabrina Qunaj hat mit Elfenmagie definitiv ein Debüt geschaffen, das sich mit anderen Größen dieses Genre messen kann.

Fantasievoll und wortgewaltig wird hier die Geschichte um die Halbelfe Vanora erzählt, die als Einzige die Reiche der Licht- und Dunkelelfen wieder vereinen und damit einen seit Jahrtausenden andauernden Krieg beenden kann.

Die Geschichte kommt ohne ausschweifende Einführungen direkt zur Sache. Es ist sofort spannend und das bleibt es auch bis zum Ende. Überraschende Wendungen im Handlungsverlauf und Perspektivenwechsel lassen das Buch niemals langweilig werden.

Qunaj hat für ihre Protagonisten einen beschwerlichen Weg gewählt, gepflastert mit Leid, Enttäuschung und Verlusten, aber auch mit Verbundenheit und Liebe. Die Autorin hat dies wunderbar harmonisch in ihrem Buch vereint.

Die Charaktere haben mich allesamt überzeugt. Niemand ist perfekt. Gerade dies lässt die handelnden Figuren authentisch werden.

Vanora, eine Halbelfe, die plötzlich aus ihrem Leben in der Menschenwelt gerissen wird und zwischen zwei Völkern steht. Wird sie ihr Schicksal erfüllen oder sich für die Liebe entscheiden?
Eamon, der König der Dunkelelfen, will Vanora um jeden Preis vor Alkariel schützen. Kann er sich auch vor seinen eigenen Gefühlen schützen?
Nevliin, ein geheimnisvoller Lichtelf, der im Auftrag Alkariels handelt und Vanora zu ihr bringen soll, doch kann er diesen Auftrag wirklich ausführen?
Bienli, ein sturer Kobold, dessen spitze Zunge ihm das ein- oder andere Mal fast den Kopf kostet.
Alkariel, die Herrscherin der Lichtelfen, die Vanora benötigt um die Macht über ganz Elvion wieder zu erlangen. Sind ihre Absichten wirklich nur böse?

Diese außergewöhnliche Konstellation bietet genügend Stoff für zahlreiche spannende Konflikte, die die Autorin auch vollkommen ausschöpft. Ich bin über das Facettenreichtum und die Tiefgründigkeit der Charaktere begeistert. Es werden überraschende Entwicklungen vollzogen, die mir immer wieder gezeigt haben, dass es in diesem Buch nicht einfach nur Gut und Böse gibt.

Genauso wie Handlung und Charaktere ist auch der Schreibstil meinem Empfinden nach perfekt. Qunaj findet immer die passenden Worte. Sie kann Gefühle so gut transportieren, dass sich in meinem Bauch eine Schar von Schmetterlingen getummelt hat oder ich schluchzend vor dem Buch gesessen habe. Große Kämpfe werden so eindrucksvoll inszeniert, dass ich zeitweise mitten auf dem Schlachtfeld stand.

Das Ende des Buches ist erschreckend traurig. An dieser Stelle sollte jeder seine Taschentuchpackungen bereit halten. Gleichzeitig ist das Ende so unbefriedigend, dass man unbedingt wissen muss, wie es weitergeht. Ahh, schrecklich!!! Elfenkrieg muss her.

Fazit

Mehr als diesen Lobgesang bringe ich nicht fertig. Mich hat das Buch einfach mitgerissen.
Ich habe Elfenmagie nicht nur gelesen, ich habe es erlebt und gespürt. Hut ab vor so einem Meisterwerk. Unbedingt lesen!!!

Ich freue mich nun auf die Fortsetzung Elfenkrieg, die es seit September 2012 im Handel gibt.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Geheimtipp! Lesen!, 1. April 2012
Von 
Asaviel (Baden-Württemberg, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Die Erwartungen an dieses Buch waren unglaublich hoch. Nicht nur, dass der Verlag nur die allerwärmsten Worte parat hat, nein unter manchen Bloggern wird es als das beste Buch überhaupt gehandelt. Hohe Erwartungen gepaart mit einer Portion Vorsicht legten mir diesen dicken Wälzer in die Hände. Fast 1000 Seiten warteten da auf mich. Es blieb nur zu hoffen, dass es 1000 Seiten voller Lesespaß sein werden.
Schon der Prolog kann überzeugen und nach wenigen Seiten befindet sich der Leser auch schon mitten in der Geschichte. Die Perspektive wechselt von Kapitel zu Kapitel, wodurch eine kurze Eingewöhnungszeit von Nöten ist, um sich zurecht zu finden. Wer ist hier nun wer? In welcher Beziehung stehen sie zu einander? Und was sind ihre Ziele? Dafür braucht der geübte Leser aber nur kurze Zeit, dann hat er verstanden und kann in eine zauberhafte Welt abtauchen.
Bei Elfen besteht oft die Gefahr, dass es alles schon gab. Und wenn dann Dunkelelfen ins Spiel kommen ist die Gefahr noch größer. Aber der Autorin gelingt es tatsächlich eine völlig neue Welt zu erschaffen. Dieser Welt nicht nur ein Äußeres und Bewohner zu geben, sondern auch eine gut durchdachte Geschichte. Diese Geschichte hängt natürlich eng mit der Handlung in dem vorliegenden Buch zusammen.
Der personale Erzählstil in den einzelnen Kapiteln zeigt deutlich die Gefühlswelten unserer Protagonisten, in deren Mittelpunkt auf jeden Fall Vanora steht. Durch die wechselnden Perspektiven lernt der Leser aber jeden dieser Charaktere näher kennen und ja, lernt sie lieben.
Ich werde nicht viel vorweg nehmen, aber soviel verraten: Es entwickelt sich eine Dreier-Geschichte. Zwei Männer lieben Vanora und sie hat es nicht leicht sich zu entscheiden. Im Normalfall ist die Sache für den Leser schnell klar. In beinahe jeder Geschichte schlägt sich der Leser vollkommen auf die Seite des einen oder des anderen Mannes. Und obwohl mir immer klar war, wer es sein musste, hätte ich es beiden Männern gegönnt. Mir blutete das Herz beim Lesen, weil immer klar war, dass einer von beiden verletzt werden würde, dass sie sich nur für einen entscheiden konnte. Das passiert äußerst selten.
Über diese - stellenweise sehr dramatische - Liebesgeschichte hinweg gibt es aber auch viele spannungsreiche Szenen mit allem, was das Fantasyherz höher schlagen lässt: Magie, Schwertkampf und zwei Heere prallen aufeinander und es gilt eine Welt zu retten. An dieser Stelle gibt es vielleicht einen sehr kleinen Kritikpunkt: Über weite Teile ist die Handlung neu und sehr gut durchdacht, aber es gibt immer wieder Abschnitte, die schnell durchschaut werden und vorhersehbar sind.
Es lässt sich aber über diese kleine Schwachstelle mühelos hinweg sehen, denn die Autorin hat noch zwei Asse im Ärmel, mit denen sie die Geschichte zu würzen weiß. Das erste Ass nennt sich Humor. Auch die Elfen und Vanora selbst zeigen immer wieder eine humorvolle Seite, die oft von Sarkasmus geprägt ist. Hier tritt aber besonders Bienli hervor. Ein Kobold, der mit Elfen eigentlich so gar nichts anfangen kann.
Das zweite Ass ist eines, das für den Leser große Schrecken mit sich bringt. Ohne an dieser Stelle zu viel zu verraten, muss ich euch warnen, dass Sabrina Qunaj keine Scheu hat dem Leser Charaktere zu nehmen, die er gut kennt, die er lieben gelernt hat. Es stirbt manch ein Charakter, von dem man vorher noch gesagt hätte: Der ist unentbehrlich.
Das Ende ist somit auch äußerst dramatisch und traurig, aber gleichzeitig wunderbar gelungen und stimmig. Es ist tatsächlich die einzige Lösung und konsequenterweise beschreitet die Autorin diesen Weg. Sehr gut!
Meiner Meinung nach könnte die Geschichte auch als Einzelband gelesen werden, denn dieses Ende würde durchaus als Abschluss Bestand haben. Aber ich freue mich trotzdem umso mehr, dass ich noch einmal in die Welt der Elfen eintauchen darf, wenn Band 2 im Juli erscheint.

Fazit: Elfenmagie ist so etwas wie ein Geheimtipp. Ein Favorit unter den Büchern, die nicht aus den ganz großen Verlagen kommen, aber trotzdem unbedingt gelesen werden müssen. In diesem Buch vereinen sich ganz große Gefühle wie Liebe, Freundschaft, Trauer und Angst mit spannungsgeladenen Szenen und einem erfrischendem Humor.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht ganz das epische Abenteuer, das ich erwartet habe..., 30. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Inhalt
.................

Das Elfenreich Elvion wurde in zwei Teile gespalten, das Reich der Lichtelfen und der Dunkelelfen. Die Herrscherin der Lichtelfen Alkariel fühlt sich um ihr Land betrogen und versucht alles um Elvion wieder zu vereinen und die gesamte Macht an sich zu reißen.
Der Schlüssel zur Macht könnte das Blut der Halbelfe Vanora sein, die nichtsahnend bei ihrem menschlichen Vater aufwächst. Die Dunkelelfen unternehmen alles um sie zu schützen und vor der Herrscherin zu schützen. Doch eines Tages taucht der geheimnisvolle Glendorfil auf, Vanoras Schicksal scheint sie eingeholt zu haben...

Mein Eindruck
.....................................

Zunächst muss ich das objektive Preis- Leistungverhältnis loben. Für 15€ bekommt man hier einen an die 1000 Seiten Wälzer geboten. Allerdings hat der große Umfang seine Vor- und Nachteile. Das Buch ist ziemlich unhandlich und so manches Umblättern wird zur Herausforderung. Dafür werden aber einige Lesestunden geboten.

Frau Qunaj hat ein umfassendes Setting geschaffen und lässt ihre Handlung gleich in drei Welten spielen, die der Menschen, der Licht- und der Dunkelelfen. Innerhalb der ersten 100 Seiten wird der Leser eingeführt und lernt Stück für Stück mehr über die Vergangenheit, Charaktere und Orte. Die Autorin nutzt dafür geschickt verschiedene Erzählperspektiven und räumt den einzelnen Charakteren ausgewogen Platz ein. Ich fand den Auftakt beeindruckend, die Informationen waren nicht überladen, aber umfassend genug um sich ein genaues Bild der Welt und Charaktere machen zu können. Nach der Einführungszeit folgte die eigentliche Handlung und für mich leider Ernüchterung.

Es ist eine Sache möglichst ausführlich über die Gefühlswelt der einzelnen Charaktere zu berichten, aber für mich war das viel zu überladen. Auf jeden kleinen Schritt Handlung folgen seitenweise Gefühlsmonologe in denen jeder zukünftige Schritt hinterfragt und abgewogen wird. Wo bleibt da die Spannung? Worauf soll ich noch neugierig sein, wenn schon vorher alles im Detail zerkaut wurde? Die ersten 300 Seiten ist mir das noch relativ wenig aufgefallen, ich stand in den Startlöchern für ein großes Abenteuer und habe eigentlich nur darauf gewartet, dass es endlich losgeht. Es folgte aber ein Gefühlschaos sondergleichen, Vanora ist hin und hergerissen zwischen zwei potentiellen Geliebten, ihrem Schicksal und muss Entscheidungen treffen, will aber natürlich niemanden verletzten. Das ist schlicht unmöglich. Man kann es im Leben nicht jedem Recht machen und dieser ständige emotionale Spagat, aus eigene Interessen verfolgen und jedem alles Recht machen, ging mir irgendwann doch sehr auf die Nerven.

Für mich hat es sich angefühlt, als wäre der kriegerische Konflikt, die Machtspielchen und das Schicksal des Reiches einfach nur Rahmenhandlung für Vanoras Gefühlschaos. Klar war es schön, dass eine Palette aller möglichen Gefühle vorhanden war. Die Nebencharaktere entwickeln sich, vor allem der Kobold Bienli ist Sympathieträger, aber dann hätte ich genauso gut einen Liebesroman lesen können. Bei etwa 2/3 war meine Geduld überstrapaziert, zu oft wiederholen sich die Konflikte, der wurde wieder verletzt, jemand anderes ist enttäuscht und eigentlich will Vanora ja nur glücklich sein.
Gut fand ich, wie mit ihrer Situation als Schicksalsträgerin umgegangen wird, wie sie sich wehrt und es nicht sang und klanglos akzeptiert. Doch alles was darüber hinausging kam mir vor wie eine emotionale Endlosschleife. Ich habe es als Leser gerne mir auch selbst Überlegungen zu den Charakteren zu machen. In "Elfenmagie" ist dafür aber kein Platz, weil alle Eventualitäten bereits im Monolog vorgekaut werden, sodass einem bloß kein Konflikt entgehen kann.

Deshalb konnte sich für mich kein Spannungsbogen aufbauen und die 1000 Seiten kamen mir sehr, sehr lange vor. Dabei ist die Weltgestaltung so gut gemacht, die Charaktere sind gut gezeichnet und die Ausgangsituation ist fantastisch. Mir fehlte aber das epische Abenteuer, die große Spannung und vor allem Freiraum zum Mitdenken. Es gibt vereinzelt auch Kampfszenen und kriegerische Auseinandersetzungen, doch für mich fühlte es sich zu sehr nach Beiwerk an. Einige der Wendungen waren für mich zu vorhersehbar, aber wie schon gesagt kein Wunder, denn die Wege A, B und C werden dem Leser immer vorgegeben. Die "Überraschung" ist nur, welcher davon gewählt wird.

Fazit
.............

Ich bin mir sicher, man hätte einiges an Gedankengängen streichen und die Handlung schneller fortschreiten lassen können. Das Gefühls "Hin und Her" und die sich immer wiederholenden Konflikte, haben mich komplett aus dem Lesefluss gerissen. Ich persönlich bevorzuge eine spannendere Handlung und tue mich schwer, hauptsächlich bei Gefühlsregungen mitzufiebern.
Andere Leser werden sicherlich gerade den großen Gefühls und Romantikanteil zu schätzen wissen, doch ich wäre froh gewesen, hätte ich vorher einen Hinweis auf den "Drama"-Anteil gehabt.

3,0 von 5!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy-Debüt von einer Kraft, wie ich sie selten erlebt habe, 23. März 2012
Von 
S. Buddensiek - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
"Los!" Eamon zog sein Schwert hinter der Schulter hervor und gab Antrax die Zügel frei, der sofort vorwärtsstürmte, gefolgt von einem Heer von Tausenden Dunkelelfen, um Alkariel endgültig zu schlagen. Er war siegessicher, spürte die Freude auf die Schlacht, als hinter ihm vom Abgrund her plötzlich ein ohrenbetäubendes Brüllen erklang. Die Erde erzitterte. Eamon drehte sich im Sattel um und traute seinen Augen nicht.
--

INHALT:
Vanora ist bei ihrem Vater aufgewachsen und hielt sich eigentlich immer für recht normal, auch wenn sie immer das Gefühl hatte, dass an ihr etwas anders ist. Das bestätigt sich, als der geheimnisvolle Glendorfil in ihr Leben tritt, ein Elf, der zu ihrem Lehrer und Freund wird. Denn sie erfährt: Sie ist eine Halbelfe und kann daher Magie ausüben. Was sie jedoch nicht weiß, ist, dass sie die Einzige ist, die die Barriere zwischen dem in zwei Hälften geteilten Elfenland Elvion zerstören kann. Sie gerät in einen Kampf um Leben und Tod, in dem nur die Dunkelelfen auf ihrer Seite sind...und muss sich bald entscheiden: Liebe oder Bestimmung?

BUCHAUFMACHUNG:
Die Aufmachung des Werkes passt perfekt zu der Andersartigkeit in allen Bereichen - es ist düster mit dem riesigen Baum und dem rot-gelben Hintergrund. Man sieht nur den Schatten einer Frau, vielleicht den Vanoras. Der Titel ist golden geprägt und macht sofort aufmerksam. Alles in allem eine rundum gelungene Gestaltung!

MEINE MEINUNG:
Eine Empfehlung zu "Elfenmagie" habe ich vor einiger Zeit auf einem Blog gelesen und seitdem ließ es mich nicht mehr los. Daher war ich umso glücklicher, als ich es bei einer Leserunde gewann und lesen durfte. Noch glücklicher bin ich aber darüber, dass es mir so unglaublich gut gefallen hat, dass es definitiv einen Ehrenplatz in meinem Regal erhalten wird.

Sabrina Qunajs Debüt ist von Anfang an von einer Stärke, die ich so selten bei einem Erstlingswerk erleben durfte. Ihre Wortwahl ist absolut passend, oftmals von wunderschönen, bildlichen Beschreibungen durchsetzt und voller Wahrheit und nachdenklich stimmender Aussagen. Sowohl das Elfenreich, in dem die meiste Handlung spielt, als auch das Dorf in der Menschenwelt, in dem Vanora aufwächst, sind glaubwürdig und geradezu plastisch beschrieben; ich fühlte mich an jedem Ort, als wäre ich dabei, als würde ich alles miterleben, als wäre ich eine Figur des Buches.

Die Erzählung besteht entgegen meiner Erwartung nicht nur aus Vanoras Sicht, sondern auch noch aus der von vier weiteren Personen. Trotz der für mich meist nicht so angenehm zu lesenden personalen Sicht [jedenfalls im Gegensatz zu der Ich-Sicht] kommen die Gefühle, Gedanken und Ansicht jeder einzelnen Figur absolut glaubwürdig rüber. Vanora ist eine Protagonistin, die mich noch immer zwiegespalten zurücklässt - einerseits war sie mir sympathisch und ich bewunderte sie für ihren Mut, besonders zum Ende hin, andererseits wirkte sie manchmal sehr kalt, vor allem im Kampf. Sie hat viel Schreckliches erlebt, weshalb ihre Wandlung vom Anfang bis zum Schluss glaubwürdig dargestellt ist.

Auch einige weitere Figuren machen eine große Wandlung durch, vor allem in puncto Ansichten, doch gerade diese Veränderungen in den Charaktereigenschaften sind der Autorin wunderbar authentisch und fesselnd gelungen. Nevliin und Eamon sind für mich beide starke Persönlichkeiten, mit denen ich von Anfang an mitfieberte. Nevliin in seiner Gefühllosigkeit und Unnahbarkeit, die sich irgendwann wandelt und umschlägt; Eamon in seiner Sensibilität und seiner trotzdem fühlbaren Stärke. Und auch Bienli, den Kobold, habe ich sehr ins Herz geschlossen, vor allem, da er auch düstere Szenen mit tollen Sprüchen, Liedern und Witzen auflockert.

Die Spannung des Romans lässt nie nach und der einzige Grund dafür, dass ich so ewig gebraucht habe, war, dass ich mich nicht trennen wollte. Ich habe mich oftmals bewusst zurückgehalten, um noch so lange wie möglich in diesem grandiosen Elfenreich schwelgen zu können - und dennoch ging alles viel zu schnell vorüber. Die Kämpfe sind so authentisch und in ihrer Grausamkeit wunderschön beschrieben, dass ich wie gebannt an den Seiten hing. Und trotz des Krieges zwischen den verfeindeten Elfen kommen die Emotionen und zwischenmenschlichen Beziehungen nie zu kurz, alles hat seinen Sinn, sein Schicksal und seinen Weg, was mir unheimlich gut gefiel.

Was ich nie erwartet hätte, war, dass sich die Dramatik, die Gefühle und die Spannung zum Schluss sogar noch einmal steigern würden, doch genau so ist es - denn was noch geschieht, war für mich vorher unvorstellbar. Einige Geheimnisse werden aufgedeckt und einige schwerwiegende wie auch schwierige Entscheidungen gefällt, die immer glaubwürdig und oftmals auch sehr mutig sind. Ich war so gefesselt, dass ich alles um mich herum vergaß, und war völlig fertig, als alles vorbei war, was nicht nur daran lag, dass ich so viele Tränen vergossen hatte...sondern einfach an dieser Intensivität, die mich auch jetzt noch nicht losgelassen hat. Bis zum Band 2 im Juli kann ich es kaum noch erwarten!

FAZIT:
Mit "Elfenmagie" ist Sabrina Qunaj ein grandioser Roman gelungen, für den eigentlich ein anderes Bewertungssystem eingeführt werden müsste. Er überzeugt nicht nur durch sprachliche Qualitäten, sondern auch in den emotionalen und spannenden Bereichen. Die Charaktere sind ebenso klasse ausgearbeitet wie die Storyline, die phantastischen Elemente und die Umgebung. Ich könnte noch so viel mehr sagen, lasse es aber an dieser Stelle und vergebe einfach nur die höchste Punktzahl. Unbedingte Empfehlung!
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungelogen das beste Buch, das mir je unter die Nase gekommen ist!, 27. Februar 2012
Von 
Clee's Bücherwelt - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Machen wir es kurz und schmerzlos: Dieses Buch ist das BESTE, das ich je gelesen habe. Ich mache keine Scherze und übertreibe nicht. Meinem Anspruch an die Literatur wurden hiermit neue Maßstäbe gesetzt und verdammt nochmal, ich habe nicht den blassesten Schimmer, wie man diesen jetzt noch gerecht werden soll. Na toll. Und mich darüber beklagen vermag ich noch nicht einmal ' höchstens wie ein liebestrunkener Gockel mit dem Buch durch die Stadt laufen und Qunajs Roman jedem ans Herz legen. Ja, das fiele mir leicht.

Ich habe es noch nie erlebt, dass ich eine Geschichte dermaßen gelebt habe. Vor ein paar Minuten war ich noch dabei, mir die restliche Wimperntusche von den Wangen zu kratzen, weil ich heulen musste wie eine umgekippte Regentonne, und das lag nicht nur daran, dass 'Elfenmagie' jetzt zu Ende ist.
Aus dieser Aussage könnte man herauslesen, dass dieses Buch keineswegs wie der 0815-Roman vor Kitsch trieft und dem Leser am Schluss durch ein perfektes Happy End auf Lebzeiten glücklich stimmt. Das tut es auch nicht. In Wahrheit hat es mein Herz wie eine Beere zerquetscht, was der Tatsache geschuldet ist, dass die Charaktere hierin nicht nur real sind ' sie leben! Und dadurch bekommt man von ihnen neben dem Glück und der Liebe auch all den Schmerz mit, der zu einem Leben nun mal dazugehört. Doch macht es mich andererseits glücklich zu sehen, dass die Autorin ihren Charakteren durchweg treu geblieben ist. Es kam nie der Moment auf, in dem ich mich fragte, was eine gewisse Person gerade wieder für Dummheiten ausheckt. Jede Handlung beruhte auf einer der Person eigenen Logik, gehörte zu dieser 'Figur', konnte nicht anders vollzogen werden, da es das Charakterbild der Person ausdrückte.
Allerdings finde ich, grenzt es schon an Körperverletzung, einem Leser diese innere Zerrissenheit bezüglich der Prota- und Antagonisten anzutun. Qunaj erzählt die Geschichte ihrer Helden aus mehreren Perspektiven und schafft es dabei, keinen zu kurz kommen zu lassen. Alkariel könnte man für die 'Böse' dieses Buches halten, doch nachdem man die Dinge aus ihrer Sicht betrachtet hat, versteht man sie und ihr Tun. Was bedeutet das Leben eines Einzelnen schon, wenn man der festen Überzeugung ist, durch den Tod dieser Person einer ganzen Welt ein Leben in Harmonie zu schenken? Die Krone über ein Land ist eine Bürde, die nur ertragen werden kann, wenn man seinen Überzeugungen treu bleibt, denn ansonsten würden die Zweifel einen vernichten. Wie kann man so jemanden also verurteilen?
Zu ihr findet sich das Gegenstück auf anderer Seite, die nur das Beste für ihren Teil der Welt will und deshalb ebenfalls Entscheidungen trifft, die Opfer verlangen, die man eigentlich nicht zu zahlen bereit ist. Doch wie kann man diese Person verurteilen, wenn dadurch so viele Leben gerettet werden?
Natürlich haben wir da noch Vanora und zwei der Männer in ihrem Leben, von denen einer mehr für sie als ein Freund ist. Eine Liebe auf diese Weise zu erleben, war für mich ein ganz neues Erlebnis. Muss es immer Glück und Unbeschwertheit sein, die mit der Liebe in Verbindung gebracht wird? Was ist mit den Schmerzen, die ein Mensch schon erlebt hat ' Schmerzen die nicht im Liebesglück vergehen, an denen man zu zerbrechen droht. Was ist, wenn es der Schmerz oder die Erinnerung an einen solchen ist, die einander vereint? Ist diese Liebe dadurch weniger gut, weniger wünschenswert? Lohnt es sich, daran festzuhalten, um später vielleicht zu entdecken, dass er zwar nicht heilbar ist, aber sich lindern lässt?
Lohnt sich das Leben nach dem innerlichen Tot erneut anzugehen, nur für den Augenblick?
Natürlich dreht sich nicht alles um romantische Beziehung und so auch hier nicht. Es geht auch um Freundschaft, um Verbrüderung aus der Not heraus und später vielleicht sogar aus mehr als das, um die Liebe in der Familie, um die Liebe zu seinem Land und dessen Bewohner, um Loyalität, Berechnung und Kalkulation, die aus einer Form der Liebe und nicht immer aus Machthunger entwächst. Und ich werde dem Beziehungsgefilde immer noch nicht gerecht.
Man ahnt es schon ' dieser Roman ist ein Wechselbad der Gefühle, doch keines dieser wirkt aufgesetzt, fehl am Platz oder überzogen. Alles fügt sich natürlich, passt sich stimmig dem Gesamtgefüge an.
Bei dem Aufbau der Elfenwelt ist es eben so. Winzige Details sind es, die 'Elvion' vor den Augen des Lesers auferstehen lässt. Die Elfen und ihre Gegensätze zu den Menschen wurden unglaublich fein herausgearbeitet. Beide Seiten haben eine Vergangenheit, eine Gegenwart und eine Zukunft ' die einem bis zum Schluss aber noch nicht gewiss erscheint, denn Qunaj schafft es einen mit immer neuen Wendungen zu überraschen und trotz einer Seitenstärke von fast 1000 Seiten die Spannungskurve stets angezogen zu halten. 1000 Seiten? Gefühlte 100 würde ich sagen. Wenn überhaupt.
Das Erstaunlichste ist wohl, dass ich bei der Komplexität der Welten und ihrer Bewohner nie überlegen musste, wer jetzt wer ist und was für einen Hintergrund er hat. Hierzu nochmal ein kräftiges Kompliment an die Autorin, weil es mir durchaus schon passiert ist, dass ich irgendwann durcheinandergekommen bin.
Hinzu mag ich es nicht sehr blutig, aber auch wenn es hier kampftechnisch hoch herging, war es mir nie zu viel. Das macht das Buch für mich nicht nur für Frauen perfekt ' Männer traut euch! Der Einband ist zwar rosa (und wunderschön, trotz schlapprigem Einband), aber hier stecken viele Schwarz- und Rottöne drin!
Und natürlich ' nicht zu vergessen ' es gibt auch einiges zum Lachen. Lang leben Bienli und seine Frau! Was werde ich seine Liedtexte vermissen ...

Auch die Sprache von Qunaj ist fesselnd, flüssig und beschreibt alles so plastisch, dass ich das Gefühl hatte, mitten drin im Abenteuer zu sein und nichts aus den Worten herausziehen zu müssen.

Ich kann es nur nochmal betonen: Für mich das beste Buch überhaupt.
Jetzt stell sich einer vor, dass wird mit dem zweiten Band noch getoppt ... oi, ich glaube, das hält man Herz dann nicht aus. Aber wer sagt denn, das ich nicht auch eine masochistische Ader beweisen kann: SCHNELL! GEBT ES MIR! GESTERN, BITTE!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht so toll, wie erwartet., 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Ich habe soeben das Buch zu Ende gelesen und nach einem schweren, verzagten Seufzen bemühe ich mich um eine nicht all zu subjektive Kritik.

Zuerst einmal die positiven Aspekte: Sprachlich finde ich das Buch sehr gut geschrieben. Es hat etwas märchenhaftes und eine wundervolle Sprachmelodie. Auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet, egal ob Eamon, Vanora oder Nevliin, der Schreibstil varriert beim Wechsel der Erzählsicht und man kann sich mit jeder Person identifizieren.
Auch die Geschichte war eine gute Idee (obwhol tausende Jahre alte, weiße, wunderschöne Elben, äh... Elfen mir doch etwas bekannt vorkamen) und auch die Umsetzung wage ich durchaus als grundsätzlich gelungen zu bezeichnen.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Vanora und Nevliin ist sehr schön. Am Anfang der Hass, Verachtung und die Angst, gepaart mit einer magischen Anziehungskraft der Beiden, eingebettet in die verbotene Liebe. Und um die Gefühlsverwirrung perfekt zu machen, mischen auch noch Eamons Sehnsüchte die Liebesgeschichte auf.

Was auch noch als sehr positiv anzumerken ist, ist dass sich im Buch die Geschichte ziemlich oft wendet und immer wieder eine Überraschung parat hält.

Vor allem die erste Hälfte des Buches ist sehr gut gelungen.

Allerdings hat das Buch auch seine nicht ganz so glänzenden Seiten:

Zum einen ist es ziemlich lang, 971 Seiten, was an sich nicht störend wäre, würde man sich nicht Zeitweise wie in einer Dauerschleife fühlen. Ständiges, Seitenlanges wiederholen von Vanoras oder Nevliins oder Eamons Gedanken und Gefühlen, immer wieder die selbe Leier- das wird mit der Zeit anstrengend und frustrierend. Am Ende, kurz vor der großen Schlacht, musste ich mich jedes Mal wieder überwinden, das Buch zu lesen. Das ständige Gerede über Liebe und Krieg wurde mit der Zeit ziemlich nervig so dass ich immer wieder quer las.
Und obwohl das Buch soo lang war, blieben trotzdem einige Fragen undgeklärt oder verliefen im Sand. Warum haben die Meerjungfrauen Nevliin und Vanora verschont? Wieso spürte Vanora plötzlich die Regungen des Weltentors nicht mehr? Wozu der Eiszauber in der Schlacht? Was war zwischen Aurün und Eamon und wieso wurde es bei der ersten Begegnung nicht erwähnt? Wieso der Meinungs wechsel der Drachenelfen? Was war Liadans Verrat von dem Glendofrfil gesprochen hatte? Dass sie Vanora half? Warum wusste er davon? Wieso wandte Nevliin keine Magie an? Wieso wurde immer Betont, dass die Dunkelelfen Gedanken lesen konnten, sie aber eigentlich so gut wie niemals Gedanken lasen? Wieso hat Nevliin Vanora das Handgelenk gebrochen? Wieso hat Graem Vanora ständig tyrannisiert und wollte sie plötzlich heiraten? Warum der Wechsel von Vanoras Launen und der Wandel ihrer Persönlichkeit?

Schließlich wurde die Geschichte mit ihrem weiteren Verlauf auch immer blutiger und grausamer. Blut auf den Händen, Blut in den Haaren, Blut spritzt durch die Luft. Ein einziges Abschlachten, Seitenlang. In jedem Kapitel wieder und wieder. Fast immer auf die gleiche Weise geschildert. Die Krönung des ganzen bildet schließlich Eirwens Tod. Natürlich, sie hat Vanoras Dorf verwüstet und ihren Vater getötet aber trotzdem…

Letztendlich war es aber dann doch Vanoras Tod, der mich vom Buch enttäuscht hat. Mal ganz abgesehen davon, dass der Tod eines Helden niemals ein gutes Ende bedeutet, fand ich diesen Abgang ziemlich zäh und ich habe ihn mit solch einer Unlust gelesen, wie kaum ein anderes Ende. Ich war ja noch nicht Mal wirklich von ihrem Tod überrascht. Irgendwie hab ich damit gerechnet. Man hat den Gedanken an eine Wende zwar immer noch im Hinterkopf, aber ich hatte die Hoffnung wohl schon aufgegeben. Schade, denn gerade hier wäre eine gute Stelle gewesen einzuhaken und zu zeigen, dass Elfenliebe die Mächtigste aller Mächte ist. Auch wenn die Barriere nicht zerstört wird, Alkariel hätte so ein gutes Ende gefunden und die positive Wende würde der Geschichte einen positiven Schwung verleihen.
Aber so war es wieder nur eine Schlacht, wieder nur Blut und Schwerthiebe, fast mit den gleichen Worten beschrieben wie zuvor…

Was dem Buch aber letztendlich seine Sterne gekostet hat, ist, dass mich die Geschichte nie wirklich in ihren Bann gezogen hat. Ihr fehlte einfach trotzdem das Gewisse etwas, dass einen verzaubert. Schade.
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17 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend!, 30. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Elfenmagie: Roman (Taschenbuch)
Leider kann ich mich den zahlreichen Lobeshymnen auf dieses Buch nicht anschließen. Der Schreibstil ist infantil, die Charaktere sind unglaubwürdig und die Rechtschreibfehler sind irgendwann nicht mehr zu ignorieren.
Die Geschichte an sich hat Potential, das die Autorin aber leider nicht ausschöpfen konnte. Die Charaktere entwickeln sich auf eine Art, die den Leser in keinster Weise "mitnimmt". Irgendwann habe ich diese Entwicklungen nur noch als mäßig interessierter Außenstehender betrachtet. So haben mich auch diverse Todesfälle in keinster Weise berührt - immer ein schlechtes Zeichen, ich heule eigentlich schon beim kleinsten Anlass wie ein Schlosshund ; ).
Hat mich anfangs noch die teilweise arg naive Erzählweise gestört, entwickelte sich das Buch im späteren Verlauf immer mehr zu einer Seifenoper höchsten Ausmaßes. Die Gefühle der Charaktere werden seitenlang beschrieben, ohne dass sie dem Leser wirklich verständlich werden. Was aber auch kein Wunder ist, denn die Charaktere fühlen alles nur im größtmöglichen Extrem und mit möglichst großem Drama-Faktor. So hat die Gefühlsorgie von zwei Seiten vorher auch keine Auswirkungen auf die aktuelle Gefühlsorgie mehr, ganz nach dem Motto: "Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?". Da lässt dann die üblicherweise völlig verzweifelte, verwirrte und verletzte Heldin eine sehr geliebte Vaterfigur mal eben ohne jede Gefühlsregung beim Feind zurück, tötet mit viel Spaß an der Sache ein paar Feinde und knutscht dann mit ihrem Typen auf dem leichenübersäten Schlachtfeld rum. Da tauchen dann doch sehr viele Fragezeichen bei mir auf...

Die in anderen Rezensionen gezogenen Vergleiche mit Peter V. Brett, Patrick Rothfuss und Tolkien(!) schreien zum Himmel, den Werken dieser Autoren kann Elfenmagie leider in keinster Weise das Wasser reichen.
Mir ist bewusst, dass diese Rezension ziemlich hart klingt. Ich wäre jedoch froh gewesen, ich hätte vor dem Kauf dieses Buches eine solche Rezension gelesen, dann hätte ich mir das Geld sparen können...
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Elfenmagie: Roman
Elfenmagie: Roman von Sabrina Qunaj (Taschenbuch - 20. Februar 2012)
EUR 14,99
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