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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Blues von Anatolien
Ich bin Österreicherin und arbeite in einem Verein mit und für türkische Frauen. Ich kenne auch Özdogans andere Bücher und kann nur sagen, daß dieser Mann in beiden Kulturen perfekt beheimatet ist. Er beschreibt ein Schicksal, wie es sich zu Tausenden ereignet hat, wie ich es in ähnlichen Versionen oft gehört habe, und schafft es...
Veröffentlicht am 24. Januar 2006 von Christoph Gander

versus
10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kuschelrockroman
Darf ich wagen, nicht ganz so begeistert wie viele andere Leser/innen zu sein? Die Brigitte lobt den Roman; für sich genommen noch kein Grund, ihn schlecht zu finden. Gleichwohl ging es mir wie beim Hören einer Kuschelrock-CD. Wirklich nett, gut lesbar geschrieben. Warum aber darf keine Figur sich in irgendeiner Weise entwickeln? Alle Kinder des Schmieds bleiben...
Veröffentlicht am 31. Mai 2008 von keringsaja


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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Blues von Anatolien, 24. Januar 2006
Ich bin Österreicherin und arbeite in einem Verein mit und für türkische Frauen. Ich kenne auch Özdogans andere Bücher und kann nur sagen, daß dieser Mann in beiden Kulturen perfekt beheimatet ist. Er beschreibt ein Schicksal, wie es sich zu Tausenden ereignet hat, wie ich es in ähnlichen Versionen oft gehört habe, und schafft es wunderbar, sich in eine Frau hineinzuversetzen, die nie gelernt hat, ihre Wünsche zu äußern.
Seine anderen Werke drücken hingegen genau das Lebensgefühl junger Menschen in Deutschland (auch von Deutschtürken) aus, die ganz andere Probleme haben.
Die Bücher des Autors haben jedenfalls eines gemeinsam: Sie sind absolut lesenswert!
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar poetisch!, 1. März 2005
Die Türkei in den fünfziger Jahren. In einem kleinen Ort in Anatolien wächst Gül auf, zusammen mit zwei Geschwistern, ihrem Vater und der Stiefmutter. Gül ist ein ernsthaftes Mädchen, nicht aufmüpfig und ohne große Pläne. Anders jedenfalls als ihre Schwester Melike, die sich nichts sagen lässt, und Sibill, die schon früh nach Höherem strebt - wie es halt unter Geschwistern manchmal so ist. Nach dem frühen Tod der Mutter übernimmt Gül, die Älteste, die Verantwortung für die Familie. Ohne Abschluss verlässt sie die Schule und macht eine Ausbildung als Schneiderin. Mit 15 Jahren heiratet sie ihren Onkel, bekommt zwei Kinder und folgt Anfang der sechziger Jahre ihrem Mann nach Deutschland. Ein Leben, wie zig andere auch. Also kein Stoff für einen Roman?
Aber doch! Selim Özdegan ist es auf wunderbar poetische Art und Weise gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen. Jenseits der Stereotypen von Islam und unterdrückten Frauen erfahren wir viel über die Türkei der fünfziger Jahre, über ein Land zwischen Moderne und Tradition und über Leben auf dem Dorf, das uns, Anatolien hin oder her, überraschend oft an die Erzählungen der eigenen Großeltern erinnert. Mit einfachen Worten richtet Özdegan den Blick auf das Spannende im Alltäglichen; er beschreibt, wie Menschen gelebt haben, wie sie miteinander umgegangen sind - und welche Wege es für Frauen damals gegeben hat. Sibill, die jüngste, wird Dorflehrerin, Melike studiert Fremdsprachen und Gül, die Älteste, kommt über die Grundschule nicht hinaus, heiratet früh und bekommt Kinder.
Selim Özdegan, Jahrgang 1971, ist Deutscher türkischer Abstammung und lebt in Köln. Sein neuer Roman trägt sicherlich dazu bei, unsere Nachbarn aus dem Südosten Europas besser zu verstehen. Und ist zugleich ein Stück türkische Kulturgeschichte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsicht in eine Menschensseele, 19. Februar 2009
Von 
R. Woodward (Edinburgh) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Eine dicke, alternde Gastarbeiterin in einer deutschen Stadt. Höchstwahrscheinlich traditionell bekleidet, mit Kopftuch. Ein sehr bekanntes Bild. Solche Menschen gehören zum Alltag in Deutschland; ähnliches trifft auch für nordafrikanische und südasische Immigranten in Frankreich bzw. Großbritanien zu. Ich bezweifle sehr, daß die 'einheimischen' Bewohner jener Länder sich häufig die Mühe geben, über diese ausländischen Frauen in anderen Kategorien nachzudenken, als die Stereotypen, in die die Boulevardzeitungen sie einzureihen pflegen: arme, Muslime, ungebildete, Zwangsehen, zu viele Kinder, womöglich auch Ehrenmordsfälle. Ein Problem überhaupt. Was könnte sie dazu bringen, einen dieser Menschen als Individuum zu betrachten und sich solche Fragen zu stellen, wie die folgenden: Wer ist dieser Mensch eigentlich? Was war dies für ein Leben, welche Geheimnisse birgt dieses Herz, welche Träume hat diese Frau gepflegt, was hat sie an Leiden, Opfern, Hoffnungen durchlebt?

Dieses Buch tut dies. Es hält das Leben einer türkischen Frau unter einer Lupe, zeigt uns ihre Kindheit und Jugend, die ersten Jahre als junge Mutter in einer anatolischen Kleinstadt. Eine schweigsame, zarte Seele, eine von drei Schwestern, von denen jede eine besondere Begabung hat. Güls Talent besteht in ihrer Fähigkeit zum Leiden. Sie leidet im Schweigen, erzählt niemandem von ihren Träumen und Hoffnungen. Das Tragischste ist die Paralyse, die sie verhindert, auf die Avancen des Jungen zu reagieren, den sie liebt. Obwohl ihr drei Chancen (ein Zufallstreffen auf der Straße, ein Brief, ein gewinnendes Lottolos) gegeben sind, in eine Beziehung zu ihm zu treten, ist sie jedes Mal dazu unfähig: was würde man ja in dieser anatolischen Kleinstadt von einem Mädchen sagen, das auf die Avancen eines Jungen auf irgendeine Art reagieren würde? So landet sie im Alter von 15 Jahren in eine Ehe mit einem Mann, der sich nie dazu bringt (und wahrscheinlich es auch gar nicht will), sie zu verstehen, der sich lediglich für Autos und Alkohol interessiert.

Dieses Buch stellt ein außerordentliches Porträt dar, zeigt uns die Poesie, die in unserer alltäglichen und kaum bemerkbaren Umgebung steckt, die menschlichen Hoffnungen, Ängste und Träume der leise leidenden Massen der Einwanderer.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Tochter des Schmieds, 27. Februar 2005
Özdogan hat diesmal einen Roman der leisen Töne geschrieben, der aber gerade dadurch seine Leser zu fesseln vermag. Die Geschichte beginnt mit der Verlobung des Schmieds und seiner Frau; doch die Hauptperson ist Gül, ihre schüchterne Tochter.
Nachdem ihre Mutter zwei weiter Kinder geboren hat, stirbt sie jung an einer Typhuserkrankung und Güls Vater, der seine Kinder nicht fortgeben will, heiratet ein 19jähriges Mädchen, die in der Mutterrolle überfordert ist.
Sie bemüht sich zwar, doch lieben wird sie nur ihre eigenen Kinder können.
So kommt es das Gül versucht die Rolle ihrer verstorbenen Mutter zu übernehmen und sich um ihre leiblichen und die beiden Stiefgeschwister kümmert bis sie das Haus verläßt, um zu ihrem Mann zu ziehen.
Den Reiz dieses Romans machen die kleinen Erlebnisse aus, die zwischendurch in einem Leben passieren, man erfährt von dem Streit der zwischen dem Schmied und Tufan herrscht, der in der Mühle seinen Höhepunkt erreicht; man verfolgt auch die Geschichte von der jüngeren Schwester Melike, die immer ihre Meinung laut sagt und für ihre Rechte kämpft und doch so oft Nachts noch ins Bett macht; man erfährt, wie es in der Schule war und natürlich erfährt man, wie Gül sich verliebt und sich nicht traut, seinen Namen zu nennen als es für sie Zeit ist, sich zu verloben.
Manche Erlebnisse gehen gut aus, manche haben ein trauriges Ende, so wird Gül ihr Leben mit einem Mann verbringen, den sie nicht liebt, doch sie wird daran nicht verzweifeln, sondern es hinnehmen, da sie mit ihm zurecht kommt.
Özdogan lässt seinen Helden keine Wunder widerfahren oder sie große Taten vollbringen, er lässt sie einfach leben und erzählt uns davon.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine märchenhafte Lebensgeschichte, 9. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Der Leser begleitet Gül, die Lieblingstochter des Schmiedes Timur, lange Jahre auf ihrem Lebensweg. Erst als erstgeborene Tochter, dann als junges Mädchen, schließlich als Ehefrau und Mutter. Die Handlung erscheint beliebig, es gibt wohl viele türkische Frauen, die genau einen solchen Lebensweg gegangen sind und noch gehen.
Selim Özdogan zeichnet das Bild einer Familie in den Vierziger Jahren in Anatolien, wie ihr Alltag aussah und ihre Lebensweise. Obwohl das, was er beschreibt, nicht einmalig ist, lässt er es durch seine Sprache einmalig erscheinen. Oft erscheint das Buch weniger wie ein Roman als vielmehr wie ein Märchen aus einem fernen Land, das exotisch, geheimnisvoll und doch wunderschön ist. Wenn mehr Leute dieses Buch lesen würden, die Vorurteile gegenüber der Türkei als Land wären wohl um einiges geringer. So unauffällig wird selten für Verständigung und Akzeptanz geworben.
Gül wächst an der Grenze zwischen zwei Zeiten auf. Ihre Vorfahren blieben zumeist ihr Leben lang an einem Ort, sie wird ihrem Mann später nach Deutschland folgen und so viel mehr sehen als ihre älteren Verwandten. Sie selbst folgt dem traditionellen Weg und heiratet einen Mann, den Bruder ihrer Stiefmutter, den sie vorher nicht wirklich gut kennt und an den sie sich erst gewöhnen muss, während ihre Schwestern sich weigern. Gül bricht die Schule ab, beendet nicht einmal die Grundschule, damit sie sich um den Haushalt kümmern kann, um ihren Schwestern den Besuch der Oberschule und damit eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Ihr Leben ist geprägt von Verzicht, aber beklagen tut sie sich darüber nicht. Es scheint selbstverständlich. Diese Selbstverständlichkeit, mit der sie für ihre Schwestern und ihre Familie einsteht, ist beachtenswert. Natürlich ist sie keine Heilige, auch das kann der Autor sehr gut verdeutlichen, indem er ihr Raum gibt, sich zu äußern, und dem Leser immer wieder neue Facetten zu zeigen.

"Die Tochter des Schmieds" ist wunderschön und märchenhaft zu lesen, zeigt aber gut einen Alltag und eine Realität, die gar nicht so weit weg oder lange vergangen sind.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Özdogan Goes Turkey, 14. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Wie Zaimoglu im Jahr zuvor mit "Leyla" begibt sich nun auch Özdogan in seinem neuesten Werk zurück in die Heimat seiner Eltern und berichtet von vergangenen Tagen aus der Perspektive eines Mädchens (!). Ich finde diese neuerliche Tendenz unter Schriftstellern türkischer Herkunft (wenn man denn schon von einer Tendenz sprechen kann) faszinierend.

Doch zum Roman selbst: Ich war von Özdogans früheren Werken nicht immer gleichermaßen begeistert, doch dieser Text überzeugt mich völlig und ich werde fortan mit Vorfreude seine nächsten Publikationen erwarten. In einem leichten und doch wunderbar kunstvollen Stil berichtet er (ganz ohne seine früheren 'exhibitionistischen' Eskapaden) Güls Geschichte, wobei Güls Geschichte zugleich die ihrer gesamten Familie ist. Leise und unaufdringlich fließt die Erzählung und mit ihr die erzählten Jahre aus der Perspektive der schüchternen und duldsamen Tochter des Schmiedes, die nach und nach vor den Augen des Lesers erblüht wie die Rose, nach der sie benannt ist. Der Autor zaubere mit Worten, urteilte die Nürnberger Zeitung. Da kann ich nur zustimmen: Özdogan webt eine zauberhafte Geschichte, die den Leser auch nach Beendigung des Buchs weiter beschäftigt.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kuschelrockroman, 31. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Darf ich wagen, nicht ganz so begeistert wie viele andere Leser/innen zu sein? Die Brigitte lobt den Roman; für sich genommen noch kein Grund, ihn schlecht zu finden. Gleichwohl ging es mir wie beim Hören einer Kuschelrock-CD. Wirklich nett, gut lesbar geschrieben. Warum aber darf keine Figur sich in irgendeiner Weise entwickeln? Alle Kinder des Schmieds bleiben sich treu, wenn man es positiv wenden möchte. Wer sich tiefere Einblicke in das Dorfleben irgendwo in der Türkei in der Mitte des 20. Jahrhunderts erhofft, ist hier falsch aufgehoben. Wer einen "netten Roman" lesen möchte, der traurige und fröhliche Gefühle direkt beschreibt und von indirekter Charakterisierung und anderem literarischen Firlefanz nichts hält, wird durch die Lektüre sicher nicht um den Schlaf gebracht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fern und berührend nah, 21. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Gül, die Tochter eines Dorfschmieds, wächst in der Mitte des 20. Jahrhunderts auf. Dies erfahren wir erst im Laufe des Buches, in dem keine Jahreszahlen genannt werden. Aufgrund der eigenen Erinnerung und Lebenserfahrung reimt man sich die Zeitfenster zusammen.

Kinderspiele, alte Bräuche in einem kleinen anatolischen Dorf, Familienleben und Dorffehden, Mutterliebe und deren späteres Fehlen bestimmen Güls Leben.
Wie sie als ältestes Kind der Familie mit 5 jüngeren Geschwistern und Halbgeschwistern in eine Rolle als Versorgerin und Bewahrerin hineinwächst, sich selbst oft das für sie Wichtigste vorenthaltend, ist nachvollziehbar erzählt. Manchmal möchte man hineinsteigen in diese Lebensgeschichte und rufen: - Nun schrei doch mal, kämpfe um dein Recht, dein Terrain, deine Liebe -
Özdogan gelingt es, mittels knapp und kurz gehaltener, episodenhafter Schilderungen eine ganze Lebenswelt im Kopf des Lesers hervorzurufen. Relativ kurz angedeutet und immer deutlich als Vorausschau benannt wird Güls Erwachsenenleben nach der Auswanderung nach Deutschland. Das Hauptgewicht des Buches liegt auf ihrer Kindheit und der Jugend. Alles, was später geschieht, weist darauf zurück. So die Kindheit als Kern in diesem Roman zu bewahren, ohne Erlebnissen des Erwachsenenlebens ihre Schwere und ihre Bedeutung zu nehmen, das ist die Meisterschaft in diesem Buch.

"Die Tochter des Schmieds" eröffnet einen tiefen Blick in das Leben einer der vielen Frauen, die wir in Deutschland als Angehörige der ersten Einwanderergeneration nach dem 2. Weltkrieg aus dem Mittelmeerraum, als - für uns fast immer sprachlos erscheinende - Gastarbeiterinnen wahrnahmen.

Ein Buch, das tief berührt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine zu Herzen gehende Geschichte, ganz ohne Pathos und Kitsch!, 8. Februar 2008
Von 
Ela Flury (Rastatt, Baden-Württemberg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Der einfache Stil des Buches hat mich zu Anfang etwas gestört. Streckenweise glaubte ich ein Märchen zu lesen, je weiter die Geschichte aber fortschritt, um so selbstverständlicher wurde er mir, unterstrich er doch um so mehr das schlichte Leben der Hauptfigur, deren Durchhalte- und Leidensvermögen schon fast etwas Märtyrerhaftes hat.
Der Autor lässt den Leser teilhaben am Leben des Mädchens Gül, das in einfachen Verhältnissen in einem kleinen Ort der Türkei aufwächst und schon früh die Bürde einer erwachsenen Frau mit kleinen Kindern trägt. Güls Kindheit ist von Aufgaben und Verpflichtungen geprägt, die ihr selbst kaum Freiraum geben, ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
Schuld daran sind nicht allein alte Traditionen, denen Gül gerecht werden möchte, das sieht man schon daran, wie anders ihre jüngere Schwester mit den ihr gestellten Aufgaben umgeht, sondern auch Güls stark ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein, ihre Stellung als älteste Tochter und natürlich auch die äußeren Umstände, die sie zum weiblichen Familienoberhaupt machen.
Eine zu Herzen gehende Geschichte, bei der man jede Gefühlsregung mitempfindet, sei es Freude, Sehnsucht oder Trauer und das gänzlich ohne Pathos oder Kitsch!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderbar, 16. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Schmieds: Roman (Taschenbuch)
Ich hab den Film vor einigen Wochen bei der ARD gesehen und war gleich fasziniert. Im Internet suchte ich dann das im Film erwähnte Buch, und fand es hier.

Es ist traumhaft und sehr empfehlenswert.
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Die Tochter des Schmieds: Roman
Die Tochter des Schmieds: Roman von Selim Özdogan (Taschenbuch - 28. Februar 2011)
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