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45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Leben der Neckermänner...
Der Journalist Nikolas, der bei einem Reisemagazin sonst nur für Rätsel und Leserbriefe zuständig ist, wird von seinem Chefredakteur "gebeten", zusammen mit seiner Kollegin Nina, eine sechswöchige Recherchereise durch die Hochburgen der Pauschaltouristen zu absolvieren. Nina, trinkfreudig, flugängstlich und burschikos ist nicht gerade die...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2009 von Eskalina

versus
9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Jetzt hab ich Lust auf Urlaub...oder doch nicht mehr? ;-)
Seit gestern Abend habe ich nun große Lust auf Urlaub. Allerdings keinen auf einen Aufenthalt im 2-Sternebunker, wie er dem Journalisten Nikolas und seiner Kollegin während seines Pauschalurlaubmarathons von seinem Chef verordnet wurde.

Über die Handlung des Buches möchte ich hier keine großen Worte mehr verlieren, da dies meine...
Veröffentlicht am 9. Januar 2010 von Thomas


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45 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Leben der Neckermänner..., 15. Oktober 2009
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Der Journalist Nikolas, der bei einem Reisemagazin sonst nur für Rätsel und Leserbriefe zuständig ist, wird von seinem Chefredakteur "gebeten", zusammen mit seiner Kollegin Nina, eine sechswöchige Recherchereise durch die Hochburgen der Pauschaltouristen zu absolvieren. Nina, trinkfreudig, flugängstlich und burschikos ist nicht gerade die Wunschbegleitung für Nikolas, doch den beiden bleibt nichts anderes übrig, als ihre Pflicht zu tun und sich auf eine spannende Entdeckungsreise in die Welt der Neckermänner zu begeben. Während sie sich als Last-Minute-Touristen mit Kakerlaken, verdünntem Kaffee und schlechtem Essen abgeben müssen, lernen sie viel über die Menschen, die freiwillig die schönste Zeit des Jahres in Betonbunkern unter südlicher Sonne verbringen, aber auch über sich selbst...

Es ist schade, dass ich schon im Urlaub war, denn dieses Buch empfiehlt sich allein schon durch seinen Titel als Urlaubslektüre, und es liest sich ebenso locker und leicht, wie Cover und Aufmachung versprechen. Dass das Buch von einem Mann geschrieben wurde, gibt dem Buch einen zusätzlichen Charme, denn Tom Liehr nimmt kein Blatt vor den Mund und so findet sich neben der humorvollen Schilderung der Abenteuer von Nikolas und Nina, einiges an Ironie und "männlichen" Urlaubserlebnissen.
Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und wirken sehr authentisch. Die Urlaubsorte sind (leider) sehr treffend beschrieben und dürften von vielen Lesern, wieder erkannt werden. Am Ende fragt man sich selbst, was viele Leute dazu bringt für Massenabfertigung mit schlechtem Essen, Unterbringung in Hotels mit Plattenbau-Charme und miesen Service überhaupt Geld zu bezahlen - hat man vielleicht sogar ein wenig die Sicht der beiden Protagonisten übernommen?
Ich war sehr überrascht, wie schnell sich das Buch liest, bin durch den humorvollen und gefälligen Schreibstil gut unterhalten worden und habe dafür sogar ein paar Stündchen Schlaf geopfert, genau das erwarte ich von einem guten Buch und genau das haben ich bekommen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Jetzt hab ich Lust auf Urlaub...oder doch nicht mehr? ;-), 9. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Seit gestern Abend habe ich nun große Lust auf Urlaub. Allerdings keinen auf einen Aufenthalt im 2-Sternebunker, wie er dem Journalisten Nikolas und seiner Kollegin während seines Pauschalurlaubmarathons von seinem Chef verordnet wurde.

Über die Handlung des Buches möchte ich hier keine großen Worte mehr verlieren, da dies meine Vorredner bereits getan haben und ja auch in der offiziellen Buchbeschreibung auf dieser Seite nachzulesen ist.

Im Großen und Ganzen ist das Buch mit seinen knapp 330 Seiten eine nette Lektüre, die sich gut und flüssig lesen lässt. Zwar möchte man nicht immer mit den Protagonisten tauschen, vor allem wenn es um Heiratsschwindlerei, schlechten Kaffee, Schläger und Kakerlaken geht.
Doch trotz der häufig überspitzten Darstellung der verschiedenen Situationen, in denen sich Nikolas und Nina befinden, wärmt die Sonne, von der beide in den verschiedenen Urlaubsorten genügend tanken, das winterlich erfasst Herz des Lesers.

Ich bin mir sicher, dass sich oder bekannte Urlaubssituationen jeder irgendwo in diesem Buch wiederfinden wird, ausgenommen diejenigen, die wirklich NUR exklusiven Luxusurlaub verleben. Doch nach den hier bereits hinterlegten Rezensionen habe ich mir ein wenig mehr von dem Buch versprochen. Noch mehr Ironie, noch mehr Zynismus. Die spitze Zunge Tom Liehrs hätte für mich persönlich noch gespitzter sein können... aber dies ist alles Geschmackssache.

Fazit: Grundsätzlich ein schönes Buch, dessen Inhalt für meine Begriffe jedoch noch mehr hergegeben hätte. Leider erfährt man am Ende auch nicht, wie es mit Steini und Silke weitergeht, was mich schon sehr interessiert hätte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Nieder mit der Political Correctness!, 23. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Wenn Tom Liehr seine (Anti?-)Helden Nina und Nikolas durch 'Bettenburgen des Grauens' und ehemalige Inselparadiese scheucht, wird schnell klar, dass der Vorhof zur Urlaubshölle komplett betoniert ist, und die Teufelchen, die einen dort piesacken, beileibe keine Dreizacks mit sich tragen, sondern Handtücher. Oder Kochlöffel.
Während sich die Irrungen und Wirrungen geschlechtsreifer Berliner als roter Handlungsfaden durch das Buch ziehen, sind die Reiseepisoden mindestens genauso prägnant und auf jeden Fall mehr als eine Hintergrundtapete. Ich musste häufig grinsen, wenn die Protagonisten von einer absurden Situation in die nächste schlitterten und an den Gegebenheiten das ganz normalen Touristenwahnsinns verzweifelten. Dabei bekommen alle ihr Fett weg, von den Hauptfiguren bis hin zur kleinsten Nebenfigur: Der Mikrokosmos in 'Pauschaltourist' ist bevölkert, natürlich, von Pauschaltouristen, desillusionierten Animateuren, gescheiterten Aussteigern ('Alles ist besser als Bielefeld!'), selbstgerechten Müttern, der allgegenwärtigen Handtuchmafia (deren Mitgliederzahl die Kakerlakenpopulation weit zu übersteigen scheint), Kleinkriminellen unterschiedlicher Couleur und vielen anderen, die man schon mal irgendwo getroffen zu haben glaubt. Zumindest, wenn man sich mal in ein Drei-Sterne-Hotel (Landeskategorie) in Las Palomas, auf Malle oder an ähnlichen Orten verirrt hat.

Ich hatte mir von 'Pauschaltourist' ein paar vergnügliche Stunden versprochen, und genau die bekam ich. Mir gefiel die Geschichte um Nikolas, Nina, Silke und Herrn Sitz prima, die ebenso treffenden wie augenzwinkernd bösen Beschreibungen fand ich sehr amüsant. Dabei habe ich mich weder an der fehlenden Politcal Correctness gestört noch an der teils derben Sprache, im Gegenteil ' es passte einfach wie A. auf Eimer.
Fazit? Wer über sich selbst lachen kann und nicht jedes Wort auf die Goldwaage legt, dem wird der 'Pauschaltourist' gefallen.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Urlaub geplant? Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Tom Liehr, 25. Januar 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Rätselecken ' Redakteur Nikolas Sender wird per Redaktionssitzung dazu verdonnert, zusammen mit seiner Kollegin Nina Blume dem 'Pauschaltourismus' auf die Spur zu gehen. Den beiden steht eine sechswöchige Tour durch verschiedene Touristenghettos bevor. Zusammen müssen sie sich nicht nur Ninas Flugangst stellen, sondern auch undefinierbaren Speisen und mit Salzwasser gekochtem Kaffeeersatz. Auf seiner Tour durch die Hochburgen der 'All ' inklusiv ' Erholung' triff Nikolas auf willige Damen, alte Freunde, unerwünschte Haustiere und jede Menge komischer Zeitgenossen. Und während er sich aus beruflichen Gründen im vermeintlichen Paradies befindet, zerfällt zu Hause auch noch der Rest seiner Beziehung.

Kurzweilig, lustig und mit überspitzter Treffsicherheit beschreibt Tom Liehr genau das, was tausende Urlauber lieben und genau soviele abgrundtief hassen: Pauschalreisen. Dieses Buch empfiehlt sich selbst perfekt als Urlaubslektüre. Natürlich kann man es dazu nutzen morgens um halb sechs irgendwo in einem Betonkomplex in Hurghada seine Sonnenliege zu reservieren oder Kakerlaken in grau gefliesten Nasszellen totzuschlagen. Vom zweiten Punkt rate ich allerdings ab, nicht nur aus Respekt vor dem Autor.
Ich muss gestehen, dass ich noch nie solch einen wie hier beschriebenen Urlaub gebucht habe, aber aus zahlreichen Erzählungen meiner Familienmitglieder kann ich mit Sicherheit bestätigen, dass es genau SO DA ist. Und vielleicht buche ich noch heute eben solch einen Urlaub. Ich weiß ja jetzt was mich erwartet, denn Tom Liehr hält der allgemeinen Reisegesellschaft auf sehr interessante Art einen (Klapp)Spiegel vor. Seine Ironie und sein Blick für die kleinen Details macht dieses Buch zu einem tollen Lesevergnügen.
Fazit: Urlaub geplant? Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Tom Liehr.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein klares "Naja", 28. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Inhaltszusammenfassungen gab es schon genug, ich kann daher insofern auf die anderen Rezensionen verweisen.
Und das ist vielleicht auch gut so. Denn ich täte mir schwer, den Inhalt zusammenzufassen, ohne mir dabei einen abzubrechen - so konstruiert ist, was da als Story-Hülle zusammengeklopft wurde. Und die Wendungen in der Geschichte will man ja nicht vorher verraten... wobei: der einzige vermeintliche "Knaller" in der Handlung ist ohnehin schon aus etlichen Kilometern Entfernung vorhersehbar.
Kurz und gut: nicht gut.

Die Story ist wohl nur ein notwendiges Übel, das es halt brauchte, um mal eben alle Klischees über Pauschalreisen(de) im Allgemeinen und die angepeilten Ziele im Besonderen in ein Buch zu packen.
Ja, sie treffen sogar weitgehend zu, die Beobachtungen. Beispielsweise das alberne Verhalten von Fluggästen beim Boarden, über das auch ich schon so oft den Kopf geschüttelt habe. Aber genau das ist das Problem: da steht nichts Neues, nichts Originelles, nichts, was für eine besondere Beobachtungsgabe oder speziell spitzfindiges Urteilsvermögen des Autors sprechen würde. Da steht nur, schön nacheinander aufgereiht, was jeder schon weiß bzw. gesehen hat, der schon irgendwann mal in einem Urlaubsflieger saß und vielleicht auch schon mal in einem All-Inclusive-Laden war.
Niveau der "Beobachtungen" so etwa Level Wochenend-Beilagen-Kolumne einer mittelmäßigen Provinzzeitung.

Macht zusammen: konstruierte Story (Überraschungen: null) als Aufhänger für eine Zusammenfassung von "weiß doch jeder" (Originalität: null; Alter: uuuuuuuuuuuuuuuuuuuralt).

Bleibt die Frage: Wo kommen dann die drei Sterne da oben her?
Die hat das Buch der Tatsache zu verdanken, dass man es trotz allem lesen kann, wenn man bereit ist, auf inhaltlich Erhellendes zu verzichten. Vielleicht gerade WEIL man so wenig hängenbleibt und nur so unaufgeregt über die Seiten flutscht, liest sich die lässige Schreibe flüssig weg. Insofern tatsächlich prima Urlaubslektüre.
Ich war durch, bevor mir überhaupt klar wurde, wie schwach ich das Buch inhaltlich eigentlich fand.
Und das ist ja nun irgendwie auch schon wieder nicht schlecht...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen Unterhaltung, aber mehr nicht, 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Guter Roman, um sich zu unterhalten und über den Pauschaltourismus zu amüsieren. Die Handlung ist sehr abwegig, aber das empfand ich nicht als störend. Mna muss sich darauf einstellen, dass es um reine Unterhaltung geht, witzig geschrieben, teilweise langatmig, nicht besonders tiefschürfend.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Drei Sterne - Landeskategorie!, 14. Dezember 2010
Von 
_tintin_ - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Die Story ist wenig spektakulär und schnell erzählt: Nikolas Sender, seines Zeichens Zuständiger für die Rätselecke eines Reisemagazins, und Nina Blume, seine Kollegin aus dem Ressort "Weltreisen", werden von ihrem Chef dazu verdonnert, sechs Wochen lang als Pauschaltouristen durch die Welt zu tingeln. Auf dem Programm stehen Gran Canaria, Marokko, Mallorca, Portugal, Ägypten und die Türkei.

Im Grunde genommen ist es immer dasselbe: schrecklicher Kaffee, zu viel Bier, undefinierbares Essen, reservierte Liegen, Kindergeschrei und die ein oder andere skurrile Urlaubsbekanntschaft. Kurz: es werden alle Klischees über die "Neckermänner" bedient - und das nicht zu knapp! Sicher, Tom Liehr geht das Ganze mit Humor an, trotzdem fand ich das Buch über weite Strecken nicht besonders unterhaltsam. Als am Ende die Türkei als letztes Urlaubsziel gestrichen wurde, war ich in gewisser Weise sogar dankbar.

Alles in allem ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss. Kein schlechtes Buch, aber auch kein herausragendes. Deshalb gibt es von mir drei Sterne (Landeskategorie!).
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Überzogen, 17. Dezember 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Den Plot kann man bei den Vorrezensenden nachlesen. Meine Meinung dazu: ganz nette Geschichte, liest sich flüssig, die Witze waren jedoch leider so sehr überzogen, dass ich nicht mehr lachen konnte.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tierisch komisch - mit Sinn und Verstand, 23. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Nikolas Sender, 38, reißt in der Redaktionskonferenz die Klappe ein bisschen zu weit auf und hat plötzlich einen sechswöchigen Höllenjob an der Backe. Aus dem Mund seines Chefredakteurs hört sich das so an: "Wir könnten jemanden losschicken, der sich nur Pauschalangebote anschaut, vier, vielleicht sogar drei Sterne und weniger. Anonym. Und darüber berichtet. Jeweils eine Woche, mit allem Drum und Dran." (S. 21)

Nicks Partnerin auf diesem Horrortrip ist ausgerechnet Nina Blume, die trinkfeste Chefin des Ressorts Weltreisen, die unter Flugangst leidet, eine Vorliebe für geschmacklose Kleidung hat und stets ihren Pudel Bimbo mitschleppt. Prost Mahlzeit, das kann ja heiter werden! - Wird es auch, zumindest für den Leser, wenn Nick und Nina samt Pudel mehrere Wochen lang durch die Pauschaltouristen-Hölle gehen.

Ihre erste Station ist Gran Canaria. Dort treffen die beiden auf ein merkwürdiges Ritual, das sie fortan begleiten wird: das Reservieren der Hotelliegen am Pool mittels Badetüchern - morgens um halb fünf. Nick wird abgezockt und ausgeknockt, und auch sonst hat der "Urlaub" auf der Insel nicht viel von der viel gepriesenen "schönsten Zeit des Jahres".

Was ihre Mitmenschen beißt, für den Aufenthalt in so einer Touristen-Massenabfertigungsanlage einen Haufen Geld zu bezahlen und das ganze auch noch toll zu finden, erschließt sich weder Nick noch Nina.

Ihr erster Artikel über dieses Reisefiasko schlägt auf jeden Fall ein wie eine Bombe. Privat läuft's eher bescheiden: Nicks langjährige Lebensgefährtin Silke schickt ihn telefonisch in die Wüste, weil sie einen anderen hat. Sie räumt die gemeinsame Wohnung aus und verschwindet.

Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denkt sich Nick, und reist mit seiner Kollegin weiter nach Agadir. Dort gibt's neben allerlei anderem Ungemach Fischnudeln und Reptilienschnitzel. Auf Mallorca schlägt die Mütter-Mafia erbarmungslos zu und Nick kommt so langsam zu der Erkenntnis, dass seine Kollegin eigentlich ganz in Ordnung ist. In Portugal wird Nick angeschmiert und abgeführt, da hilft selbst das filmreife Eingreifen eines beherzten Niederländers nicht mehr viel.

Durch Zufall erfährt unser Redakteur nun auch noch, wer ihm Lebensgefährtin Silke ausgespannt hat - und ist wie vom Donner gerührt. Wenigstens Nina ist glücklich. Ihr verheirateter Lover hat versprochen, sich endlich scheiden zu lassen.

In Ägypten geht's schließlich zum finalen Hühnchenrupfen in ein Nobelrestaurant. Diese letzte Etappe der Touristen-Ochsentour beginnt mit einer erfreulichen Begegnung beim Abflug und geht damit weiter, dass jemand gleich nach der Landung Ninas Koffer klaut. Die Reise endet schließlich mit einem geschickt eingefädelten Showdown, bei dem in einem Nobelrestaurant diverse Personen zusammentreffen, die noch eine Rechnung miteinander offen haben. Das hat Konsequenzen ...

Zart besaitet sollte man für diese Lektüre nicht sein. Hier fallen schon mal deutliche bis derbe Worte. Wer das abkann, wird sich köstlich amüsieren und nicht umhin können, bei der einen oder anderen Szene laut loszulachen.

Manchmal bekommt man direkt Mitleid mit den schonungslos durch den Kakao gezogenen Urlaubszielen. Nein, möchte man am liebsten ausrufen, so öde und schrecklich ist es dort wirklich nicht! Und gar so kaputt und bescheuert wie im Buch sind die Leute in Wahrheit auch nicht. Oder doch ...? Es kommt einem erschreckend vieles bekannt vor. Das Körnchen Wahrheit in den Geschichten hat schon Felsbrockengröße.

Doch das Buch ist mehr als eine saukomische Ballermann-Satire. Die Personen in dem Roman machen sich Gedanken über das Leben, über Ziele, Pläne und Träume. Ihre eigenen, und die der anderen. Freundschaften, Liebes- und Geschäftsbeziehungen werden hinterfragt, in Frage gestellt, beendet oder begonnen. Und am Schluss ist nichts mehr wie es war.

Was aus den Personen (werden) wird, denen Nick und Nina auf ihrem Horrortrip begegnet sind, das erzählt uns der Autor im Epilog. Diese höchst vergnüglichen Ausblicke setzen den abgefahrenen Geschichten in dem Buch noch die Krone auf. Manch einem gönnt man sein Schicksal von Herzen. Bielefeld-Barbara, zum Beispiel. Und auch Emad, dem ägyptischen Hallodri.

Der PAUSCHALTOURIST bietet tierisch komische Unterhaltung mit Sinn und Verstand - und fernab jeder political correctness. Vielleicht sollte man das Buch im Urlaub lesen. Egal, was einem dort dann widerfährt: Es wird einem halb so schlimm vorkommen ...
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Mit der Pumperuschi in der Wüste, 29. Oktober 2009
Von 
H. P. Roentgen - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Pauschaltourist: Roman (Taschenbuch)
Nikolas arbeitet für ein Reisemagazin, dessen Chef und Besitzer von Teamgeist soviel versteht wie ein Säbelzahntiger. Und das ist nicht die einzige Ähnlichkeit mit dem vorweltlichen Tier. Obendrein hat der Chef eine Frau, die jederzeit als Top 1 Besetzung für Frau Potiphar in der Bibel herhalten könnte.

Dann macht Nikolas einen verhängnisvollen Vorschlag, nämlich eine Serie über Pauschaltourismus und Last-Minute-Reisen zu schreiben. Und schon darf er sechs Wochen durch die Betonburgen des Grauens reisen. Obendrein mit seiner Kollegin Nina, die sich durch Wurstpellenhosen und einen nervigen Kleinpudel auszeichnet.

Klar, dass die Beiden eine Menge zu berichten haben. Tom Liehr versteht es wieder einmal, die Absurditäten des Alltags aufs Korn zu nehmen, Ob es die Handtuchmafia ist, die morgens um fünf zum Pool trappelt um Liegestühle zu besetzen oder das Essen, das die Köche zusammenstellen müssen, obwohl das Geld, das die Reiseveranstalter den Hotels abgeben, bestenfalls zu Grießbrei reichen könnte, der Autor lässt es uns hautnah miterleben.

Doch wie immer in Liehrs Bücher sind es vor allem die Menschen, die das Buch lebendig werden lassen. Böse, ironisch, mit Blick auf die Schwächen skizziert er sie und doch nimmt er sie ernst. So ernst, dass er den wichtigsten am Schluss sogar eigene Lebensläufe gönnt, in denen der Leser erfährt, was aus all denen wurde, die Nikolas auf seiner Reise getroffen hat. Das Gaunerpärchen, das Mittouristen ausnimmt, das ältere Zwillingspaar mit wogenden Busen, der Ägypter, der Touristinnen in "Orfi-Ehen" lockt und sie dann verlässt, bis eine Russin ihn deshalb krankenhausreif prügelt, sie alle erhalten mit ihrem weiteren Leben ein kurzes Andenken im Epilot. Allein schon diese Lebensläufe wären den Kauf des Buches wert.

In den Sechzigern hat Manfred Schmidt "Mit Frau Meier in die Wüste." schon einmal die schönsten Wochen des Jahres karikiert, doch danach hat sich leider kaum einer dieses Themas angenommen. Tom Liehr hat daraus einen vergnüglichen Roman geschrieben, der sich trefflich eignet, am Pool gelesen zu werden. Oder auf dem heimatlichen Balkon. Oder ...

(C) Hans Peter Roentgen
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Pauschaltourist: Roman
Pauschaltourist: Roman von Tom Liehr (Taschenbuch - 10. Oktober 2009)
EUR 8,99
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