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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, informativ, kurzweilig
Eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem System DDR darf man von diesem Buch nicht erwarten. Aber durchaus etwas Einblick in den Alltag, der bei all den Geschichtsreportagen zu kurz kommt. Das mag hin und wieder banal wirken, aber dadurch eben auch viel realistischer als Jana Hensels Ostalgie-Sammelsurium "Zonenkinder" (was ich übrigens auch gern gelesen...
Veröffentlicht am 15. Mai 2007 von Alexander Egeling

versus
8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sammelsurium
So richtig warm bin ich mit Sascha Langes Sammelsurium von DDR-Erinnerungen nicht geworden. Und ich bin nicht sicher, woran es liegt. Ich habe die gleiche Schule besucht und bin in der gleichen Leipziger Ecke, nur wenige Jahre früher, aufgewachsen. Es ist also ein Thema, das mich sehr interessiert. Liegt es am anderen Musikgeschmack, den ich hatte? Synthesizer waren...
Veröffentlicht am 25. Juli 2011 von Frl. Brotmann


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Witzig, informativ, kurzweilig, 15. Mai 2007
Eine tiefgründige Auseinandersetzung mit dem System DDR darf man von diesem Buch nicht erwarten. Aber durchaus etwas Einblick in den Alltag, der bei all den Geschichtsreportagen zu kurz kommt. Das mag hin und wieder banal wirken, aber dadurch eben auch viel realistischer als Jana Hensels Ostalgie-Sammelsurium "Zonenkinder" (was ich übrigens auch gern gelesen habe).

Sascha/Alexander Lange erzählt Episoden aus seiner Kindheit und Jugendzeit in Leipzig, die manchmal typisch für die DDR, manchmal typisch für Leipzig und manchmal ganz und gar nicht typisch sind. Und das ist das tolle an diesem Buch, dass es nicht versucht uniform zu sein und irgendwelche Klischees zu bedienen. Es kommt witzig und kurzweilig daher, manchmal nur einen Tick zu altklug. Das schmälert aber die Freude und den Erkenntnisgewinn keineswegs. Ich als "Wessi" konnte noch viel dazulernen und selbst meine "Ossi"-Freundin fand interessant, wie sehr sich Saschas Leben in Leipzig von ihrem auf dem Land unterschieden hat.

Hier wird nichts verklärt oder beschönigt aber auch nichts zu unrecht mit Füßen getreten. Sascha Lange sagt es so: "Gott sei Dank, dass es vorbei ist. Schade, dass es vorbei ist. Schön, dass es weitergeht. Mal sehen, wa noch so kommt." So bekommt man locker geschrieben ein paar meist heitere und manchmal auch melancholische Stündchen serviert. Wer es ernster und tiefgründiger haben will, dem sei Robert Ides "Geteilte Träume. Meine Eltern, die Wende und ich" empfohlen.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rücksturz in die Vergangenheit, 4. Januar 2008
Man nehme: Ein Buch. Schlage es auf, lese es in einem Zug durch, schließe es wieder. Und stelle sich danach die Frage: Hat hier jemand über MEIN Leben geschrieben? So ging es mir bei Sascha Langes amüsantem Rückblick auf eine Jugend der Achtziger Jahre in der DDR. Ein nostalgisches Buch mit Sicherheit, dennoch kein kritikloser Bericht über einen untergegangenen Staat, dem steht schon allein der familiäre, christliche Background des Autors entgegen.

Das ich bei "DJ Westradio" von einem Déjà-vu zum anderen stolperte, ist sicherlich nicht verwunderlich. Fast auf den Tag genau so alt wie der Autor, ebenfalls Sachse und Anhänger der gleichen Musik. Besonders ostdeutsche Depeche Mode-Fans sollten sich dieses Buch gönnen, berichtet Sascha Lange doch als Augenzeuge über das sagenumwobene Ost-Berliner Konzert der Band im Frühjahr 1988.

Wer wissenschaftlich fundierte Analysen zur jugendlichen DDR-Gesellschaft erwartet, liegt hier verkehrt, dies ist aber auch gar nicht der Anspruch des Buches. Ich sehe es eher als eine äußerst lesenswerte ostdeutsche Variante von "Generation Golf" für diejenigen an, die bei Wende, Mauerfall und Wiedervereinigung den Kinderschuhen schon entwachsen, aber noch nicht im DDR-Erwachsenenalltag angekommen waren.

Ich sah mich nach der Lektüre geradezu gezwungen, Sascha Lange anzuschreiben, um mich für mein Lesevergnügen zu bedanken. Überraschenderweise bekam ich umgehend eine sehr nette E-mail zurück. Das nenne ich leserfreundlich!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein toles Buch welches unheimlich leicht und amüsant zu lesen ist, 4. Oktober 2010
Von 
Oehler "290873" (Magdeburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor Sascha Lange, geboren 1971 in Leipzig, beschreibt in seinem Buch das Leben eines Jungendlichen in der ehemaligen DDR. Die Jugendkultur in der ehemaligen DDR unterschied sich auch gar nicht so sehr von der westlichen, wie man vielleicht glauben möchte. Okay, unsere Klamotten waren aus der heutigen Sicht vielleicht schon etwas gewöhnungsbedürftig und mancher Jugendliche wird ein Leben ohne Milka- Schokolade, Haribo- Gummitiere, Coca Cola, sowie die Jugendzeitschrift Bravo und diverse andere Konsumgüter, als überhaupt nicht lebenswert bezeichnen, aber so war es beim besten Willen nicht. Sascha Lange beschreibt in seinem Buch auf eine sehr angenehme, zum Teil auch leicht ironische Weise das überwiegend sorgenfreie Leben eines Kindes und späteren Jungendlichen in der ehemaligen DDR, ohne dabei übertrieben nostalgisch, oder gar patriotisch zu werden. Er berichtet von Westpaketen (bei deren Spendern er sich aus diese Weise auch noch einmal herzlich bedankt), den Messeonkels, die ihn auch mit Westwaren versorgten und lässt somit seine Kindheits- und Jugenderinnerungen noch einmal Revue passieren. Fahrten ins Ferienlager, Mädchengeschichten und viele andere Anekdoten aus seiner Zeit in der ehemaligen DDR bereichern die Geschichte. Natürlich haben sich die Menschen und somit auch die Jugendlichen in der ehemaligen DDR insbesondere durch Fernsehwerbung, aber auch den Besuchen ihrer Verwandten jenseits der innerdeutschen Grenze stark am Westen orientiert. Sie lebten zwar in der DDR, hörten aber viel lieber die Musik aus dem Westen und wollten natürlich auch gern die coolen Sachen aus dem Westen tragen. Sascha Lange hat aber in seinem Buch eine Situation beschrieben (nämlich die Empfindung, dass er bis heute nie wieder diesen typischen, westlichen Geruch der damaligen Intershops wahrgenommen hat), die ich sehr gut nachvollziehen kann, da es mir so ähnlich ging. Daher passt für mich auch ganz gut eine Aussage (Was man nicht kennt vermisst man nicht und wenn man es dann hat, kommt es einem schon fast als selbstverständlich vor und verliert damit jeglichen Zauber."), die ich inzwischen schon von vielen ehemaligen DDR- Bürgern gehört habe. Dieses Buch widerlegt auch viele Vorurteile die man gegenüber der ehemaligen DDR hatte (zumindest aus Sicht eines Kindes, bzw. Jugendlichen) und wahrscheinlich immer noch hat. Mit Charme und Witz nimmt der Autor die ehemalige DDR aufs Korn und lässt den Leser in eine Welt eintauchen, die den heutigen Jugendlichen sehr fern ist. Aus diesem Grund bekommt das Buch, welches unheimlich leicht und amüsant zu lesen, von mir auch die volle Anzahl an Sternen und ich bedanke mich beim Autor auf diese Weise ganz herzlich für einen kleinen und sehr amüsanten Rückblick in sehr unbeschwerte Kindertage.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Stück verbürgte und bewegende Zeitgeschichte, 5. April 2007
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Es geht um Kindheit und Jugend in der DDR und die Musik spielt eine zentrale Rolle in einer aufregenden Zeit des Erwachsens werden. Der Protagonist berichtet, dass er seinen Eltern eine ziemlich glückliche oder vielleicht sogar wirklich freie Jugend zu verdanken hat. Er hat die DDR so DDR untypisch erlebt und das ist der Verdienst seiner Eltern. Es war eine Jugend zwischen Perestroika und Playmobil.

Die DDR war eigentlich für die meisten Jugendlichen in den 80 er Jahren Geschichte". Die Westkontakte nahmen zu, Westpakete, Intershop und Westfernsehen ließen die Augen der Jugend funkeln und weckten, scheinbar unerreichbar, Wünsche und Träume. Sascha Lange füllt die Zeit seiner Jugend zwischen Ferienlager, neuer Deutscher Welle und Pop-Geschichte mit Leben.

Reflektierend berichtet er ausführlich über "Ost Bands" wie "AG Geige" oder "Wartburg für Walter", von denen wir im Westen noch nie etwas gehört haben. Er schwärmt von den reichhaltigen Westpaketen, den Messeonkels der Leipziger Messe, die auch den einen oder andern Wunsch erfüllen konnten. Es klingt ein bisschen nach dem Roman "Generation Golf" und der Autor sagt auch an einer Stelle, eigentlich sind wir in den 80 er Jahren sozialisiert worden. Es gibt trotzdem sehr viele Abstufungen, es gibt eben nicht pauschal nur die "Generation Golf" im Westen und die "Generation Zonenkinder" im Osten.

An Hand sehr vieler Beispiele belegt der Autor, dass man eben im Osten nicht hinter dem Ural gelebt hat, sondern das man durchaus am Puls der Zeit gelebt hat durch westliche Radiosendungen und der Informationsfluss von West nach Ost der lief auch schon als die Mauer noch gestanden hat.

Die westlichen Konsumgüter werden so ein bisschen auf ironische Weise glorifiziert, und es kommt in dem Buch auch sehr deutlich rüber, dass der Autor und seine Freunde im Wendeherbst 89 auch noch andere Ideen gehabt haben als diesen Kapitalismus.

Das Buch ist fraglos ein großartiges Stück verbürgter und zu Herzen gehender Historiographie und vielleicht ist es auch ein Anfang auf dem immer noch mühsamen Weg mit der Freiheit richtig umzugehen und um miteinander zu reden.

Ich empfehle dieses atmosphärisch dichte Buch, mit seinen unzähligen Reflexionsebenen, aus vielerlei Gründen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kam mir alles sehr bekannt vor, 21. April 2012
Rezension bezieht sich auf: DJ Westradio: Meine glückliche DDR-Jugend (Taschenbuch)
War ganz gut zu lesen, einige Sachen als Kind auch so erlebt...das Schmunzeln konnte ich mir an einigen Stellen nicht verkneifen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sequenzen eines untergegangenen Jugendalltags, 6. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Während ich noch überlege, ob ich dem Werk von Herrn Lange 3 oder 4 Sterne vergebe, lese ich mir die bisherigen Rezensionen wie immer gerne durch. 5 Sterne bedeutet, an dem Buch gibt es überhaupt nichts auszusetzen, quasi ein Buch für die Ewigkeit mit anhaltener Motivation es auch später immer wieder zur Hand zu nehmen. 1 Stern bedeutet, das Buch war total am Thema vorbeigeschrieben, es erzeugt beim Leser so gar keine Emotionen und man wirft es nach 5 Minuten in eine Ecke und legt es auf den Recyclingstapel. Die beiden vergebenen Punkte-Kategorien finde ich bei DJ Westradio auch in der Rezensionsliste vor. So weit will ich aber nicht gehen, das hat Herr Lange nicht verdient. Er wollte einfach ein Buch schreiben, welches den jugendlichen DDR-Alltag in Schule und Freizeit in einzelnen Kapiteln beschreibt. Aus der sehr persönlichen Sicht eines kleinen Jungen bis ins nahe Erwachsenenalter. Die Punkte hat er glänzend erfüllt. Ich habe meine persönlichen Erinnerungen in allen Kapiteln wiedererkannt, viele gute Gedanken kamen damit wieder hoch. Herr Lange schreibt vielleicht etwas sehr fragmentarisch, der Rote Faden der die Geschichten zusammenhält, existiert nicht. Aber die einzelnen Geschichten stehen auch allein gut dar. Das Buch beschreibt den DDR-Jugendalltag sehr entspannt ohne in für manche DDR-Bücher so überbordenden Enthusiasmus für das ehemalige Land zu verfallen und auch nicht so negativ. Sprich, es beschreibt viele Situationen die sich genauso auch im restlichen Land so ereignet haben! Wenn man dann den gleichen Musikgeschmack für Depeche Mode, The Cure und dann später die sogenannten anderen Bands wie Die Vision, Die Art oder Sandow mag, ist das Buch schon fast perfekt. Herr Lange hatte vielleicht etwas mehr Glück als viele andere Kinder in der DDR, denn er hatte eine gut funktionierende sogenannte Westverwandschaft, welche ihn gut und viel mit Klamotten und ähnlichen materiellen Werten eindeckte. Das ist auch ein negativer Punkt in seinen Geschichten, da er es etwas überstrapaziert und oft beschreibt.
Vor allem fand ich es sehr schön, dass die Geschichten nicht 1989 aufhörten, sondern auch noch den interessanten und höhepunktreichen Anfang der 90er in emotionsreiche Worte gepackt hatte. Alles in allem ein sehr kurzweiliges Buch, welches hoffentlich auch viele Leser in den westsozialisierten Bundesländern lesen, denn die DDR Geschichte lässt sich nicht auf Sonnenallee, Godbye Lenin, Das Leben der Anderen und ähnliches reduzieren. Schick, schick. 4 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig gut, 4. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch kann ich guten Gewissens empfehlen. Ich komme selbst aus der Zone und habe solche und/oder ähnliche Geschichten auch alle erlebt. Wir waren zwar nicht so reichlich mit Westverwandtschaft gesegnet wie der Autor, aber ich kann all seine Stories nur bestätigen. Wer sich also ein Bild vom Leben eines normalen DDR-Jugendlichen in den 80er Jahren machen will, ist hier genau richtig.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen super Buch, 21. November 2010
Ein tolles Buch. Generation DT 64. Gelesen in wenigen Stunden am Stück.
Und wie hier schon geschrieben wurde, fragt man sich nach einigen Seiten wirklich, schreibt da jemand über mich? Zugegeben, ich bin vom Alter her in der "Zielgruppe" (wenn auch aus "dem Westen").
Ich halte das Buch für unbedingt lesenswert. Eher ein gesamtdeutsches Buch. Auch wenn hier der ganz normale DDR-Alttag erzählt wird. Ohne Ostalgie.
Sehr empfehlenswert.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sammelsurium, 25. Juli 2011
So richtig warm bin ich mit Sascha Langes Sammelsurium von DDR-Erinnerungen nicht geworden. Und ich bin nicht sicher, woran es liegt. Ich habe die gleiche Schule besucht und bin in der gleichen Leipziger Ecke, nur wenige Jahre früher, aufgewachsen. Es ist also ein Thema, das mich sehr interessiert. Liegt es am anderen Musikgeschmack, den ich hatte? Synthesizer waren nie mein Ding (außer Jon Lord drückte die Tasten). Und ich habe nicht alle DDR-Musik abgelehnt. Die wird in diesem Buch wiedermal reduziert auf Karat und Puhdys (leider falsch geschrieben, das kommt davon, wenn man zuviel Westfernsehen sieht), die ich im übrigen auch nicht besonders mochte. Aber das ist wohl nicht der Grund, warum ich DJ Westradio etwas skeptisch gegenüber stehe. Ich hab weiter und weiter gelesen, bis ich dahinter gekommen bin, worans liegt. Es ist nicht die fehlende Handlung oder die Stilistik. Der Grund ist - Neid. Hej Sascha, Du (ich sag mal Du, wir sind schließlich beide auf die gleiche Schule gegangen) jedenfalls bist Du genau einer von den Typen, auf die ich damals neidisch war und die ich deshalb nicht leiden konnte. Ich hatte auch solche Freundinnen, die alles aus dem Westen bekamen. Und wenn die nächste Schuldisco anstand, wühlten die seufzend im Kleiderschrank und behaupteten scheinheilig, sie wüssten gar nicht, was sie anziehen sollten. Ich wusste es immer. Ich hatte nämlich nur ein einziges verwaschenes T-Shirt und eine selbst genähte Hose. Und deshalb dachte ich beim Lesen immer: Wer zu dritt in einer 180-qm-großen Wohnung lebte und sich Pistazieneis aus dem Westen einfliegen ließ, der kann gar nicht mitreden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schulaufsatz, 16. Februar 2013
Inhaltlich sicher treffend, sprachlich eher auf dem Niveau eines Schüleraufsatzes. Für jemanden, der im gleichen Alter die späte DDR und die Wende erlebt hat, wenig erhellend neues.

War es nötig, dieses private Tagebuch zu verlegen?
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DJ Westradio: Meine glückliche DDR-Jugend
DJ Westradio: Meine glückliche DDR-Jugend von Sascha Lange (Taschenbuch - 7. Oktober 2008)
EUR 7,95
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