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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis in den Gräbern
Was haben zwei Leichen, deren Kehlen durchtrennt wurden, mit getöteten Hirschen, deren Herzen herausgerissen wurden, und alleinstehenden toten Frauen, deren Gräber geöffnet wurden, gemeinsam? Warum besitzt der Neue in Adamsbergs Brigade, Veyrenc, gestreifte Haare und spricht in Versform, und was hatte er mit dem Kommissar in seiner Jugendzeit zu tun...
Veröffentlicht am 1. November 2007 von marielan

versus
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jean-Baptiste Adamsberg - für mich diesmal ein Fremder!
Ich habe sie alle gelesen, die Krimis von Fred Vargas. Sie sind allesamt Erzählungen von Meisterhand, keine Frage. Aber schon der letzte " Der vierzehnte Stein " war teilweise etwas langatmig, und "Die dritte Jungfrau" war schon fast enttäuschend. Es dauert lange bis man in die wuselig verstrickte Geschichte hereinfindet und mich erfasste leichte Panik als ich...
Veröffentlicht am 27. Juni 2007 von S. Herting


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis in den Gräbern, 1. November 2007
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Was haben zwei Leichen, deren Kehlen durchtrennt wurden, mit getöteten Hirschen, deren Herzen herausgerissen wurden, und alleinstehenden toten Frauen, deren Gräber geöffnet wurden, gemeinsam? Warum besitzt der Neue in Adamsbergs Brigade, Veyrenc, gestreifte Haare und spricht in Versform, und was hatte er mit dem Kommissar in seiner Jugendzeit zu tun?
Vargas' Romane sind verwirrende Denk- und Ratespiele. Wer also einen Krimi mit realistischem Hintergrund oder einen spannenden Thriller sucht, ist mit Vargas schlecht beraten. Ihre Bücher sind fabelhaft konstruierte Schauermärchen im Ambiente des 21. Jahrhunderts. Ebenso ist Adamsberg eine Kunstfigur, ausgestattet mit überirdischer Intuition und stoischer Gelassenheit. Ihm zur Seite - und gleichzeitig als sein Gegenpol - steht Danglard: alleinerziehender Vater von fünf Kindern, Alkoholiker, wandelndes Lexikon. Wer kann sich dann noch über die Existenz geheimnisvoller Schatten auf nächtlichen Friedhöfen wundern?
Man kann nicht umhin, die ausufernde Phantasie der Autorin zu bewundern und gleichzeitig ihren Überblick, jeden der vielen kleinen Handlungsstränge und jedes Ereignis zu einer stimmigen Lösung zu vereinen. Doch liegt darin die Gefahr, dass Vargas ihre Skurrilität und ihre ausgefallenen Ideen mit jedem Band zu steigern versucht. Mit der Katze, die in diesem Buch Hunden gleich zum Aufspüren einer vermissten Person eingesetzt wird, hat sie meiner Meinung nach bereits einmal die Grenze zwischen dem Außergewöhnlichen und dem Übertriebenen überschritten. (Daher nur vier statt fünf Sterne.) Man darf gespannt sein auf den nächsten Krimis aus Vargas' Feder.
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47 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Klasse für sich, 14. November 2007
Von 
O. Behrendt (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Spät, aber nicht zu spät entdeckt: Die Krimis von Fred Vargas sind eine literarische Sensation und stehen einsam leuchtend ganz oben am Krimi-Sternenhimmel. Ich kenne keinen anderen Autoren dieses Genres, der so wunderbar und souverän schreibt.

Fast möchte man Vargas' Bücher als "Krimi-Märchen" bezeichnen, denn ihre Handlungen sind selten wirklich mitten aus dem Leben gegriffen. Immer schwingt da etwas Dunkel-Mysteriöses mit, keine Fantasy, eher eine schwere, alte, romantische Welt aus der fernen Vergangenheit - das kann die Pest sein ("Fliehe weit und schnell"), uralte Mörder aus der Kindheit von Kommissar Adamsberg ("Der vierzehnte Stein") oder - wie hier - kirchliche Reliquien und wiederum schmutzige Kindheits-Wäsche aus den Pyrrhenäen. Dies garantiert dem Leser ein ums andere Mal einen hohen, schaurig-schönen Wohlfühl-Faktor.

Die Personen sind unnachahmlich fein gezeichnet. Allen voran Adamsberg, der wunderliche, ausschließlich intuitiv arbeitende Chef, der wohl eine der bemerkenswertesten Kommissare des Krimi-Universums ist. Niemals aber geraten die Marotten der Personen zur Farce, nie hat man den Eindruck, hier seien den Handelnden irgendwelche stereotypen Eigenschaften mühsam angedichtet worden. Alles passt, nicht unbedingt ganz realistisch, aber durchaus folgerichtig und stimmig. Und manchmal so lakonisch und trocken geschrieben, dass es staubt. Allein die Darstellungen der Polizisten Danglard und Retancourt sind die Lektüre wert.

Langsam geht es los, das stimmt - auch ich hatte meine anfänglichen Schwierigkeiten. Wer aber Vargas kennt, weiß, dass alles an seinem Platz ist und Vargas das Gaspedal drücken kann, wie sie will - wenn etwas also behäbig wirkt, hat das seinen Grund. Haben Sie Vertrauen!

Vargas ist Seite für Seite ein Hochgenuss und "Die Dritte Jungfrau" ihr bislang stärkstes Werk. Etwas unheimlich, spannend, tragisch, geistreich - was will man mehr?
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, geistreich, genial!, 13. April 2007
Von 
Krimi-Fee - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ich kennen die Romane von Fred Vargas erst seit relativ kurzer Zeit, habe in sechs Wochen fünf ihrer Bücher gelesen, darunter zuletzt diesen Krimi, der mir, wie alle ihre schon fast poetisch-philosophisch zu nennenden Krimis, außerordentlich gut gefallen hat.

Sicher ist die Geschichte sehr konstruiert, fern der Wirklichkeit, aber genauso sicher ist es, dass das Mordmotiv eins der originellsten ist, das man je in einem Krimi angetroffen hat.

Nein, Fred Vargas kann man nicht mit den üblichen Maßstäben messen. Ihre Krimi-Welt ist ein Kosmos für sich, bevölkert mit phantastischen Charakteren wie Adamsberg, Danglard oder dem dichtenden Veyrenc mit dem Kindheitstrauma, das ihn und Adamsberg verbindet; ihr Kosmos ist eine schillerndes Universum zärtlicher bis absurder Gedanken, geistreicher Dialoge, düsterer Geschichten, skurriler Einfälle, und am Schluß fügt sich das alles wunderbar zusammen, fast wie von einer Zauberin. Immer gelingt es der Autorin zudem, zwei, drei mögliche Lösungen auf den letzten Seiten zu präsentieren, man denkt, man weiß jetzt, woran man ist, nur um festzustellen, dass man doch wieder an der Nase herumgeführt wurde.

Das ist hohe Krimikunst, auf höchstem Niveau; jeder, der gern literarisch anspruchsvolle Krimis liest, wird an diesem Roman seine helle Freude haben und ihn mit großem Vergnügen lesen.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jean-Baptiste Adamsberg - für mich diesmal ein Fremder!, 27. Juni 2007
Ich habe sie alle gelesen, die Krimis von Fred Vargas. Sie sind allesamt Erzählungen von Meisterhand, keine Frage. Aber schon der letzte " Der vierzehnte Stein " war teilweise etwas langatmig, und "Die dritte Jungfrau" war schon fast enttäuschend. Es dauert lange bis man in die wuselig verstrickte Geschichte hereinfindet und mich erfasste leichte Panik als ich nach ca. 150 Seiten noch immer nicht wusste: "Wen oder was suchen wir hier eigentlich?". Der gute Jean-Baptiste Adamsberg erschien mir irgendwie fremd, seine so sympathische Verwirrt- und Verträumtheit suchte ich vergebens, wurde lediglich mal angesprochen. Auch andere alte Bekannte, seine große Liebe Camille, Danglard sein Kollege aus der Pariser Brigade fehlten mir dieses Mal sehr, bzw. erschienen auch sie mir irgendwie fremd. Die Geschichte an sich ist schon sehr kunstvoll und geistreich geschrieben, und bis ins kleinste Detail durchdacht, aber eben auch sehr fiktiv, aber so ist sie nun mal die Frau Vargas, das ist es was sie und ihre Erzählungen ausmacht und ihre Fans lieben. Dieses Buch ist gewiss nicht ihr Bestes, aber es ist ein Vargas und schon deshalb hat sich das Lesen doch gelohnt und freue mich trotz einiger Enttäuschungen auf einen hoffentlich bald neuen Fall!
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rot wie Blut..., 30. April 2007
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
... ist der Schutzumschlag, welcher die Hardcoverausgabe von Fred Vargas neuem Roman "Die dritte Jungfrau" ziert.

Diese ist meine erste Begegnung mit Frau Vargas und sie hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Gewöhnungsbedürftig war für mich ihr Schreibstil, was aber wohl an den sehr skurilen und eigenwilligen Figuren in ihrem Roman liegt. Da ist zum einen dieser etwas kauzige, recht unbeholfen wirkende Kommissar Jean-Baptiste Adamsberg und zum anderen sein neuer Kollege Veyrenc, der noch immer mit einem Kindheitstrauma zu kämpfen hat. Seine Ängste versucht er durch das Aufsagen von Gedichten auf ein Minimum zu reduzieren.

Die beiden werden zu Rivalen und müssen doch in diesem Fall eng zusammenarbeiten, dabei ist es nicht immer leicht, das Private vom Beruflichen zu trennen.

Anfangs habe ich mir gedacht: Ach Du meine Güte, sind denn die Figuren in Vargas Roman alle aus einer Anstalt entflohen? Ein ständig Gedichte vor sich hinbrabbelnder Veyrenc und ein Kommissar, der Steine aus dem Wasser sammelt, weil nach seiner Aussage das Wasser mit einer unendlichen Geduld über diese Steine hinwegströmt, um all ihre Unebenheiten wegzufressen.

So manches Mal hatte ich das Gefühl, daß Adamsberg wie einer dieser Steine ist, der stoisch darauf wartet, daß jemand anderer seine Problem für ihn löst. Es hat mich zeitweise wahnsinnig gemacht, wie gelassen - ja teilweise sogar resigniert er einige Dinge hinnimmt.

Erst nach und nach konnte ich über die kleinen Unebenheiten hinwegsehen und die ein oder andere "Macke" nachvollziehen.

Lange puzzelt man an den Hinweisen herum, die den Leser zu dem Mörder führen, nur um dann wieder feststellen zu müssen, daß man auf der völlig falschen Spur gewesen ist.

Auch wenn sich mittendrin ein paar Seiten wie Kaugummi ziehen oder einige Dinge sehr unrealistisch rüberkommen wie z. B. die Sache mit der Katze, die auf eine Fährte angesetzt wird, wie man es eigentlich nur bei einem Hund macht..., so verliert das Buch doch nie seine ursprüngliche Spannung und der Schluß hält noch so manche Überraschung für den Leser parat.

Ich denke mal, um mit den Protagonisten volllends warm zu werden, sind da noch ein paar Begegnungen mit ihnen fällig und aus diesem Grunde werde ich auch noch weitere Bücher von Fred Vargas lesen. Mein Fazit: Lesenswert ist der Krimi auf jeden Fall.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wolkenschaufelei, 10. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Die dritte Jungfrau (Taschenbuch)
Zugegeben, ein Krimi ist es eigentlich nicht. Eher ein Gemälde, dessen Charaktere alle überzeichnet sind, aber gerade deshalb kann man sie in der Wirklichkeit wiedererkennen. Der Fall, den es auch gibt, wird nebenher durch "Wolkenschaufeln" statt Logik gelöst. Ich finde das toll, reine Krimifans seien gewarnt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Adamsberg in Hochform, 30. Mai 2007
Kaufen! Lesen! Ich war wieder begeistert. Einfach wieder ein klassischer Vargas. Skuril,witzig,spannend. Am Anfang ,vielleicht ein ganz kleines bißchen langsam. Aber dann kommt er in Fahrt, der Adamsberg....Garantiert nicht zu vergleichen mit amerikanischen Krimis. Glücklicherweise! Wer also Lust auf Spannung, skurile Menschen und dazu noch eine genau richtige Dosis Humor hat, ist bei "Die Dritte Jungfrau" genau richtig.

Ich freue mich auf das nächste Buch von Fred Vargas.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefsinnig um die Ecke gedacht, 3. September 2007
Wer einen klassischen Krimi sucht, der ist bei Fred Vargas fehl am Platz. Auch in ihrem neuesten Roman wird wieder wild geträumt, spekuliert, kombiniert und phantasiert. Adamsberg sucht den Mörder vielleicht nicht auf konventionelle Art und Weise, er sucht ihn aber konsequent und auf seine ganz eigene Weise. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen nicht sofort die einfachste Lösung zu suchen und sich von der Handlung tragen zu lassen, auch wenn nicht gleich ersichtlich ist wohin sie führt, wird diesen Roman lieben.

Für eingefleischte Vargas' Fans ist es besonders spannend zu verfolgen, wie die Charaktere in Adamsberg's Mordkommission sich weiterentwickeln und - finde ich - deutlich an Kontur gewinnen. Die Beziehungen innerhalb der Brigade werden ausgefeilt und wunderschön in die Handlung integriert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es gibt auch mittelmäßige Vargas-Geschichten - man mag es kaum glauben!, 10. Dezember 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Adamsberg ist erfreut, in der neuen Gerichtsmedizinerin eine alte Bekannte wieder zu erkennen. Vor zwanzig Jahren brachte ihm ein Streit in einer Mordermittlung ungewohnte Meriten, denn er behielt Recht und Frau Doktor Lagarde täuschte sich - ein sehr seltener und bemerkenswerter Umstand. Denn Miss Lagarde, weltberühmte Autorin eines Fachbuches über "Dissoziierte Mörder", gilt allgemein als unfehlbar.
Lagarde kommt Adamsberg gerade recht. Die Todesfälle zweier alter Frauen entpuppen sich urplötzlich als raffinierte Morde. Zwei Hirsche, denen das Herz aus dem Leib geschnitten wurde, ein Penisknochen eines bereits kastrierten Katers, der Diebstahl einiger Reliquien aus der nahen Kirche und ein Rezept für einen Unsterblichkeit verleihenden Trank aus einem dreihundertfünfzig Jahre alten Buch scheinen damit in Zusammenhang zu stehen.
Auch wenn Danglard, Adamsbergs Chef, nicht an einen perfiden Mordplan glaubt, lässt er dem stillen, oft in sich gekehrten "Bullen" seinen Willen. Urplötzlich aber erhält die fixe Idee Adamsbergs, dass der Mörder eine "dritte Jungfrau" ermorden will, um den Trank zu vollenden, eine dramatische Wendung, als einer der ermittelnden Polizeibeamten spurlos verschwindet.

Bereits nach wenigen Minuten des Hörspiels "Die dritte Jungfrau" ist dem Hörer klar, dass diese Produktion unvergleichlich ist. Im positiven Sinn einmalig, weil ein gutes Dutzend erstklassiger Sprecher, eine stimmungsvolle und düstere Hintergrundmusik, eine perfekte Geräuschkulisse und ein hochkomplexer, anspruchsvoller Text zu einer grandiosen Melange verwoben wurden.
Ob Volker Risch als kongenialer Ermittler Adamsberg oder Peter Fricke als sein Chef Danglard, Karin Anselm als geheimnisvolle und ungemein interessante Doktorin Lagarde, vor allem aber der komplexe Verse schmiedende Veyrenc, dem Christian Redl seine Stimme leiht - hier ist Hochkarätiges angetreten, um dem grandiosen Bucherfolg der Französin Fred Vargas ein ähnliches Echo als Hörspiel zu ermöglichen.

Leider steht dem ein negativer Gesichtspunkt gegenüber, der diese Produktion fast zu einem Desaster werden lässt: die Kürzungen.
Hier werden fast fünfhundert Buchseiten, eine komplexe, schwierige, aus unzähligen Puzzlestücken bestehende Romanhandlung zu einhunderelf Minuten zusammengedampft. Das Ergebnis ist schwierig, beim ersten Hören fast kryptisch und unverständlich und durch ständige Szenen- und Handlungswechsel zumindest schwer zu entschlüsseln.

Wer aber der Geschichte seine volle Konzentration gönnt, sie vielleicht gar zweimal hört - dann wird auch die erste, zweiminütige Sequenz verständlich -, der wird mit einer wirklich einmaligen Produktion belohnt.

Hier ist literarisch auf höchstem Niveau eine Geschichte zu hören, die es verdient zum Bestseller zu werden - mit der klaren Einschränkung, dass die Kürzungen heftig und teilweise zu stark sind. So bleibt die Geschichte ein Torso, ein Gerüst, der vieles fehlt und die deutlich besser hätte sein können, wenn sie auf drei oder vier CDs ausgedehnt worden wäre. Allerdings käme man dann mit Sicherheit nicht in den Genuss dieser einmaligen Geschichte ohne sehr viel mehr dafür ausgeben zu müssen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen, lesen, unbedíngt!, 9. April 2007
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Jean-Baptiste Adamsberg, wer diesen Kommissar nicht liebt, bzw. natürlich seine Erfinderin, dem ist nicht zu helfen. Zuallererst muss ich aber die Übersetzerin Julia Schoch loben, denn was die da aus diesem französischen Krimi an authentisch-verbalem Material rauskitzelt, ist ebenfalls Spitze. Manchmal bleibt sogar die Handlung auf der Strecke, bei so viel Sprachwitz. Ist aber egal, in Fred Vargas Gehirn haben Ideen Platz, die einen nur neidisch machen. Ein unnachahmlicher Humor, psychologische Dichte, verrückte Geschichten und Bilder, unbeschreibliche Typen: ein Feuer genialer Einfälle. Super. Am Ende ist es sogar egal, wer da mordet.

Verraten will ich nur so viel: im Glied des Katers steckt ein Knochen, warum also nicht im Rüssel des Schweins? Lesen, lesen, unbedingt!
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Die dritte Jungfrau
Die dritte Jungfrau von Fred Vargas (Taschenbuch - 2009)
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