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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch mit wahrem Kern
Michael Young studiert in Cambridge Geschichte und steht kurz davor seinen Doktor zu machen. Seine Dissertation behandelt Hitler: "Von Braunau nach Wien. Die Wurzeln der Macht." und er ist mächtig stolz auf sein Meisterwerk. Alles verläuft völlig normal - bis er durch einen Zufall den Physik-Professor Leo Zuckermann begegnet. Der ist erstaunt und verwirrt...
Veröffentlicht am 23. März 2007 von ThirdStar87

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Durchschnitt
Die Geschichte ist durchaus originell, allerdings an einigen Stellen schon sehr abgedreht. Auch eine fiktive Geschichte sollte irgendwie "begründbar" sein und nicht auf den unwahrscheinlichsten Ausgang hin arbeiten. Der Anfang ist eher langweilig, erst nach 100 Seiten kommt die Spannung auf, die es braucht, gerne weiterzulesen. Die Drehbuchähnlichen...
Veröffentlicht am 10. Januar 2012 von Chris


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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch mit wahrem Kern, 23. März 2007
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
Michael Young studiert in Cambridge Geschichte und steht kurz davor seinen Doktor zu machen. Seine Dissertation behandelt Hitler: "Von Braunau nach Wien. Die Wurzeln der Macht." und er ist mächtig stolz auf sein Meisterwerk. Alles verläuft völlig normal - bis er durch einen Zufall den Physik-Professor Leo Zuckermann begegnet. Der ist erstaunt und verwirrt darüber, dass Michael ausgerechnet über dieses Thema schreibt - denn Zuckermann hat ein dunkles Geheimnis. Sein eigener Vater war einst aktiv am Holocaust beteiligt, führte in Auschwitz Experimente an den Häftlingen durch. So verfolgt er nur ein einziges Ziel - er will die millionenfache Ermordung der Juden verhindern, das Grauen ungeschehen machen. Michael hilft ihm dabei. Beide sorgen dafür, dass Hitler nie geboren wird, indem sie über ein Zeitfenster das Wasser in der Zisterne Braunaus so vergiften, dass es unfruchtbar macht.
Leider hat das Ganze einen Haken. Kaum ist nämlich das Wunder vollbracht, erwacht Michael in einer völlig anderen Welt. Er befindet er sich nicht mehr in Cambridge (England), sondern in Princeton (USA) und studiert nicht mehr Geschichte, sondern Philosophie. Alles hat sich verändert - auch Europa. Denn zwar hat es Hitler nie gegeben, aber die Nazis haben trotzdem existiert. Und: ein Anderer stieg zum Führer auf - mit folgenschweren Konsequenzen...

Stephen Fry schafft es in diesem Buch auf genialste Weise geschichtliche Fakten, Realität und Fiktion zu verknüpfen. Das Buch ist fesselnd und packend geschrieben, ist spannend und enthält auch viele humorvolle Züge, ohne jedoch übermäßig provoziernd zu wirken.
Fry erzählt zeitversetzt aus verschiedenen Perspektiven und verschieden Realitäten - das heißt im 1.Teil des Buches beruhen die geschichtlichen Rückblicke auf der Realität VOR (mit Hitler) und im 2.Teil auf der Realität NACH (ohne Hitler) der Zeitreise.

Er stellt die Frage "Was wäre gewesen, wenn...?" und schafft aus diesem Ansatz heraus ein Buch, dass dem auf dem Grund geht. Ginge es der Welt dann heute wirklich besser? Hätte es Völkermord und Antisemitismus auch ohne Hitler gegeben? War Hitler nur eine Führerfigur der NSDAP, die beliebig austauschbar gewesen wäre? Er wirft Fragen auf, die man sich ständig selbst stellen kann und nicht einmal völlig abwegig sind. Somit ist dieses Buch nicht nur allein zur Unterhaltung dar. Man wird auch zum Nachdenken angeregt.

FAZIT: "Geschichte machen" ist ein wirklich humorvoller, fesselnder, aber auch nachdenklicher Roman, der schlichtweg überzeugt. Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann es nur Jedem ans Herz legen.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Extravagant, schwermütig & 100% Fry, 26. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen (Taschenbuch)
Das Multitalent Stephen Fry hat nach "Der Lügner" und "Das Nilpferd" mit "Geschichte machen" seinen dritten Roman vorgestellt. Dabei fällt auf, dass alles was Fry anfasst fantastisch wird. Sowohl als Schauspieler, als auch als Autor erweist sich Fry als Glücksgriff. In "Geschichte machen" tritt Michael Young als sehr von sich überzeugter Historiker auf. Von seiner Doktorarbeit und deren These ist er so überzeugt, daß sie ihm die Doktorwürde, einen akademischen Posten, regelmäßige wissenschaftliche Publikationen und die unendliche Liebe seiner freundin Jane einbringen wird. Nun sollte aber gerade ein Historiker es wohl besser wissen und nicht auf die naive Idee verfallen, er könnte Pläne für die Zukunft machen. Es tritt Leo Zuckermann, eine von der dunkelsten Periode der Menschheitsgeschichte, dem dritten Reich, besessener Physiker, auf, der einen Mann dieser Zeit abgrundtief hasst: Adolf Hitler. Von einem Hass getrieben, den die Liebe ernährt und im Zusammenspiel des Zufalls, machen sich Leo und Michael daran, mit einem wahnwitzigen Experiment Geschichte zu machen. Als sie das Ergebnis betrachen, ist nichts mehr wie zuvor und nicht vieles besser. Fry ist eine Science-Fiction-Comedy gelungen, die erstmal in seinem Werk auch tiefe ernstere Themen berührt. Dabei hat er aber natürlich nichts von seinem Charme, von seiner Boshaftigkeit eingebüßt. Wieder ein tolles Buch.cg (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Deutschland ohne Hitler, 12. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen (Taschenbuch)
Der liebenswürdig naive Doktorand Michael trifft auf Leo einem Physiker, der eine Maschine entwickelt hat, mit der kleine Gegenstände an beliebige Orte in die Vergangenheit geschickt werden können. Leo, dessen Vater in Auschwitz bei der SS als Arzt u.a. für die Selektion der Häftlinge (Gaskammer oder Arbeitsdienst) tätig war, ist von Schuldgefühlen bzgl. der Taten seines Vaters beherrscht, Michael hat gerade eine unglücklich formulierte Doktorarbeit über Hitler geschrieben. Schnell kommt beiden die waghalsige Idee, die Geburt Hitlers ungeschehen zu machen und so den Lauf der Geschichte in vermeintlich bessere Bahnen zu lenken.
Gekonnt spielt Stephen Fry auf mehreren in einander übergehenden Handlungsebenen mit dem Gedanken, wie die Welt ohne Hitler ausgesehen hätte. Seine Grundthese dabei ist, dass die Demokratie auch ohne ihn nicht überdauert hätte und dass der Antisemitismus in Deutschland auf andere Art und Weise zu ähnlich grausamen Resultaten geführt hätte. Es wird nicht wenige Leser in Deutschland geben, die bei dieser Thematik und bei diesen unbequemen Schlußfolgerungen genervt das Buch aus der Hand legen bzw. es gar nicht erst erwerben. Bei ein wenig ruhigem Nachdenken, wird man aber leicht zu dem Ergebnis kommen, dass ein der Geschichtsverlauf, den Fry darstellt, bei den vorherrschenden Rahmenbedingungen tatsächlich eine Möglichkeit ist. Und die dargestellte Möglichkeit bietet einen anregenden Diskussionsstoff.
Das schöne an diesem Buch ist, dass dieser Diskussionstoff in eine schöne, spannende und intelligente Handlung eingeflochten ist. Und in Verlauf dieser Handlung entwickelt sich eine wunderbar undramatische Liebesgeschichte.
Ein absolut empfehlenswertes Buch, das zum nachdenken anregt. Vielleicht sogar ein "Meisterwerk"?!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischen Paralleluniversum und Universität, 21. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
In den 1990er Jahren: Michael Young ist Geschichtsstudent in England, etwa 24 Jahre alt und immer öfter genervt von seinem Leben, das nicht gerade Erfolg abwirft. Sein Liebesleben läuft aus dem Ruder, als seine Freundin immer unzufriedener mit ihm wird und für seinen arroganten Dozenten ist Michaels Doktorarbeit um Adolf Hitlers Zeugung und Jugend ein Witz. Gerade in dieser eher unglücklichen Episode trifft er Physikprofessor Leo Zuckermann, der sich durchaus interessiert an Michaels Doktorarbeit zeigt.
Beide wagen ein Experiment mit unvorstellbaren Folgen: dank eines Apparates, der sozusagen ein einseitiges Fenster in die Vergangenheit darstellt, will Michael ein empfängnisverhütendes Medikament in jenen Brunnen befördern, von dem die Eltern Adolf Hitlers damals in Braunau 1888 getrunken haben. Damit soll sein Vater unfruchtbar, der Holocaust nachträglich vermieden werden.
Denn: Ohne Hitler - kein Holocaust. Oder?

Allein die Grundidee hat mich dazu verleitet, diesen Roman endlich einmal zu lesen.
Dabei kommt es nicht so sehr drauf an, realistische Theorien vorzufinden. Es ist ein Roman mit britischem Humor, der dennoch gekonnt und pietätvoll auch zum nötigen Ernst findet, wenn die Verbrechen der Nazis angesprochen werden. Und es wird ein "Was wäre, wenn...?"-Szenario durchgespielt, dass eine mögliche Therie von vielleicht 1000 Theorien aufwirft. Das sollte auch so schnell nicht vergessen werden.
"Geschichte machen" wurde von Stephen Fry verfasst, der nebst dem Verfassen anderer Bücher auch Drehbücher schreibt, sich der Schauspielerei und der Regiearbeit widmet. Hin und wieder kommt auch seine unverwechselbare tiefe Stimme zum Einsatz, wie etwa in englischen Hörbüchern oder in der Romanverfilmung "Per Anhalter durch die Galaxis" von 2005. In der Buchverfilmung "Alice im Wunderland" von Tim Burton im Jahr 2010 sprach Fry die Grinsekatze im Originalton.

Dies ist der erste Roman, den ich von Stephen Fry gelesen hab.
Inwiefern er gut oder schlecht im Gegensatz zu Frys anderen Werken ist, kann ich also nicht sagen.
Sagen kann ich, dass ich großen Lesespaß empfunden habe.

Die erste Hälfte wechselt sich ab zwischen dem Uni-Alltag des Protagonisten Michael und einer Art Flashback in die Vergangenheit, von vor Hitlers Zeugung bis hin zu seinem Mitwirken im 1. Weltkrieg (dies stellt die Doktorarbeit von Michael dar).
Es gibt etliche witzige, sehr witzige und/oder interessante Passagen, doch freilich braucht man etwas Geduld, bis so manche Geschichtsteile in Fahrt kommen, etwa die Nebengeschichte um Michael und seiner Freundin Jane.

Spätestens ab der zweiten Hälfte gewinnt das Buch an Fahrt. Denn hier erwacht Michael in jener Parallelwelt, die er mithilfe seines Experiments verursacht hat.
Wie die ausschaut....sagen wir es so (ich will einfach niemandem die Überraschungen nehmen): Adolf Hitler hat ohne Frage Unglück über die Welt gebracht, nur kann man sich nach Lesen dieses Romans nicht mehr so sicher sein, ob die Welt ohne hin Friede-Freude-Eierkuchen gewesen wäre. Daher regt "Geschichte machen" zum Nachdenken an, ohne dass man ein schlechtes Gewissen haben muss, dass man die Wende im Buch in der einen oder anderen Weise bedauert.

Was viele Leser bemängeln ist die intensive Behandlung des Coming-Outs von Michael.
Ich habe es nicht sonderlich als aufdringlich empfunden, die Passagen darüber zu lesen (ist auch mal was anderes), aber ein wenig wie ein Fremdkörper mag es schon wirken vor diesem historischen Hintergrund, erinnert auch aber wieder daran, Selbstverständlichkeiten wie Meinungsfreiheit oder die freie Wahl der sexuellen Richtung in liberalen Ländern einmal mehr zu schätzen.
Gut und gefühlvoll wurden diese Passagen jedenfalls geschrieben.

Ein weiteres mögliches Problem ist die deutsche Übersetzung.
Diese mag nicht schlecht sein, aber öfter geht es um Unterschiede zwischen dem britischen und dem amerikanischen Englisch. Wer mindestens eine gewisse Ahnung davon hat, wird mit den entsprechenden Stellen klarer kommen als ein Leser, der sich darunter nichts vorstellen kann.
Allerdings werden diese Situationen vom Erzähler oder von Nebenfiguren recht gut erklärt und unterstützt, so dass niemand "zurückbleibt", als hätte er etwas wichtiges gänzlich verpasst (etwa wenn eine Figur Michael befremdet fragt, wieso dieser auf einmal britischen statt amerikanischen Akzent spricht).

Ich könnte noch einiges anführen, würde aber die Kritik zu weit treiben, denn dann müsste ich von den vielen Kapiteln, die so richtig spannend und voller Überraschungen sind, etwas zitieren und das möcht ich aus Rücksicht nicht tun.

Fazit: sollten Sie britischen Humor mögen - oder sich für die Geschichte des 20. Jahrhunderts interessieren - oder für Zeitreisen, Paralleluniversen oder Stephen Fry - kann ich Ihnen dieses Buch ans Herz legen. Kein perfekter Roman, doch die kleinen Schwächen werden wieder gut gemacht durch Lesespaß und genügend Spannung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstens kommt es anders..., 11. Juni 2010
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
.. und zweitens als man denkt!

Ich hab "Geschichte machen" vor Jahren mal gelesen und als ich letzthin in der Buchhandlung war, ist es mir "zufällig" wieder ins Auge gefallen und ich MUSSTE es haben. Ich hab den Kauf nicht bereut und auch beim zweiten Lesen war ich wieder gefesselt von Frys genialem Buch. Ich erspare mir, die Geschichte nochmals haarklein durchzukauen, aber einige Gedanken zum Buch seien auch mir erlaubt:

Bis zur eigentlichen Zeitreise nimmt sich Fry die Hälfte des Buches Zeit. Zuerst führt er seine Hauptfiguren ein und das ist in keiner Hinsicht langatmig sondern in höchstem Masse amüsant. Michael kämpft mit seiner Dissertation, mit der Beziehung zu seiner Freundin, macht sich Gedanken über Gott und die Welt ... und brachte mich immer wieder zu amüsiertem Schmunzeln. Und so liest man sich dann auch gut unterhalten durch bis zur Mitte und dann...... kippt das fröhlich-lockere Geschehen und es wird düster-trüb und grausig. Was als gutgemeinter Eingriff in die Vergangenheit gemeint geschehen ist, entpuppt sich als Basis für eine Entwicklung, die dann noch viel schlimmer verläuft als das, was hätte verhindert werden sollen...

Der Gedanke und dann die Tat "Ich ändere etwas Böses in der Vergangenheit um damit Gutes zu bewirken" wird zu einem Bumerang, der dem Protagonisten mit voller Wucht und ungebremst gegen den Kopf knallt, will heissen: Die Veränderung findet statt - aber zum Schlechteren!

Fry ist das Thema "Zeitreise" auf eine Art angegangen, wie sie mir bisher nicht begegnet ist. Er spielt geschickt mit mehreren Zeitebenen, die einmal zusammenlaufen und dann wieder auseinander, aber letztendlich doch alle irgendwie miteinander verwoben sind.

Ich hab schon etliche Bücher mit Thema "Zeitreise" in den Fingern gehabt. "Geschichte machen" ist bestimmt eins der originellsten davon. Intelligent und packend geschrieben, liefert das Buch einige Denkanstösse eingepackt in einer faszinierenden Thematik.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Geniale Gedanken zum Thema "Was wäre wenn?", 7. September 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen (Taschenbuch)
Was wäre wenn... Adolf Hitler nie geboren worden wäre? Vergangenes rückgängig machen zu können ist schon immer ein Traum der Menschheit. Ganz speziell trifft dies Geschehnisse zu, die in den 30er und 40er Jahren dieses Jahrhunderts die Welt massiv veränderten. Um diese zu verhindern, muß man eine Erfindung machen, die es einem ermöglicht, rückwirkend das Jahr 1888 zu beeinflussen, in dem Adolf Hitler am 20. April in Braunau das Licht der Welt erblickte. Im Roman "Geschichte machen" gelingt einem Doktoranden der Geschichte und einem Professor der Physik dieses Experiment. Ein scheinbar harmloser, winziger Eingriff in die Geschichte - allerdings mit enormer Wirkung. Nur leider nicht ganz so, wie die beiden Hauptfiguren es sich vorgestellt hatten... Anfangs ein wenig langatmige und zusammenhanglos anmutende Geschichte, aber spätestens bei der Hälfte des Buches wird man völlig in den Bann der genialen Gedanken des Autors gezogen. Vergangenheit und Gegenwart sind am Schluß unentwirrbar ineinander verstrickt. Hat man sich zu Beginn noch gewundert, warum der Erzähler erklärt, das zu Schildernde sei wie ein Kreis, bei dem es egal sei, an welcher Stelle man beginne, versteht man nun um so besser, was damit gemeint ist. Man kann nur staunen, wie einem Menschen so eine geniale, ausgeklügelte Handlung einfallen kann, die dann auf so witzige und besondere Art und Weise erzählt wird. Hat man das Buch dann gelesen, sieht man die Welt mit anderen Augen: Ist dies die einzige Realität, in der wir leben oder gibt es noch viele andere? Und was ist überhaupt Realität? Fazit: Sich nicht vom seltsamen Anfang des Buches abschrecken lassen, sondern unbedingt zu Ende lesen! (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Gute Ideen, aber schwache Umsetzung, 27. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
Die Grundidee des Buchs ist natürlich alles andere als neu - was wäre wenn Hitler nicht gelebt hätte - die Umsetzung ist aber neu und von der Grundidee wirklich amüsant, sowohl die Art und Weise wie die Geschichte verändert wird, als auch die Beschreibung der neuen Welt aussieht. Zu viel verraten möchte ich nicht, aber es hat etwas mit Hitlers Kindheit zu tun und einer Zeitreise in den Heimatort Hitlers mit der Hilfe einer Professors Zuckermann, der auch nicht der ist, als der er erscheint. Die Hauptperson ist Kenner der Kindheit und Jugendzeit Hitlers und hat darüber seine Doktorarbeit geschrieben; Fry gibt sich auch als Autor sehr wissend (das wird von vielen Rezensenten auch gelobt; das Buch sei gut recherchiert, wird angemerkt). Aber, sorry, nee, wirklich nicht. Man wird den Eindruck nicht los, dass das Einzige, was der Autor jemals über des Dritte Reich gelsesen hat, Goldhagens Hitlers willige Vollstrecker war (auf das am Ende auch hingewiesen wird). Vielleicht noch ein paar BBC Sendungen. Ich fand die Fehler wirklich ärgerlich. Die Ansicht, dass der Holocaust den Deutschen sozusagen im Blut lag und dass es ohne Hitler halt ein anderer gewesen wäre, kann man wegen mir vertreten, das Gegenteil ist ja nicht zu beweisen. Aber wenn der Geburtsort des Führers schon so zentral ist, kann man schonmal googlen und herausfinden, dass Hitler nicht in Brunau geboren ist, sondern in Braunau. (Vielleicht wurde das in der deutschen Übersetzung geglättet.) Fest scheint er auch nicht gelesen zu haben (was Hitlers Schulzeit angeht). Das sind nur die Punkte die wichtig für die Handlung sind. Kleinigkeiten gibt es eine ganze Menge, z.B., hatte der Gröfaz das EKI, nicht das EKII. Man kann auch mal kurz googlen wie "Sontag" und "Kaput" richtig geschrieben werden. Die 24-Stunden Uhr kann der Autor und/oder der Lektor auch nicht (er ging um 14 Uhr los, als die Nacht am dunkelsten war).

Darüber hinaus war das Buch wie ich fand wirklich nicht besonders gut geschrieben. Der Autor war oft krampfhaft um Humor bemüht (gerade im ersten Teil) und der letzte Teil schien mir ziemlich dahingeschludert zu sein. Ein Vorrezensent spekulierte, dass da wohl der Abgabetermin näherkam. So liest es sich in der Tat. Die Passagen im Drehbuchspiel sind meines Erachtens völlig missraten. Zum Thema was wäre wenn gibt es übrigens einen wirklich guten Roman von Erci-Emmanuel Schmitt: La Part de l'autre, in dem Hitler von der Kunstakademie in Wien nicht abgelehnt, sondern aufgenommen wird. Auch Fatherland ist logischer und (und das ist eeigentlich das Schlimme) besser geschrieben! Und Harris ist nun wirklich nicht Hemingway.

Vielleicht ist Fry als TV-Komiker eine Kanone, aber ein guter Autor ist er, jedenfalls nach Lektüre dieses Buches, nicht. Aber wie gesagt, die Grundidee ist recht gut (z.B. die Parallelhandlung im ersten Weltkrieg), und daher zwei Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Laber Rabarber..., 7. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Kindle Edition)
Nach 'Das Nilpferd' ist dies nun mein dritter Roman von Stephen Fry und zunehmend empfinde ich seine Bücher als selbstgefälliges pseudo-intellektuelles Blabla, welches eine an sich -wie hier- durchaus interessante Grundidee kaputtquatscht.
Das führte hier dazu, dass ich das Buch, noch bevor es in der zweiten Hälfte langsam mal zum eigentlichen -nicht beziehungsgeprägten College- Punkt kam, zur Seite legte. Ob ich es nochmal aufgreife... ich glaube nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Guter Durchschnitt, 10. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte ist durchaus originell, allerdings an einigen Stellen schon sehr abgedreht. Auch eine fiktive Geschichte sollte irgendwie "begründbar" sein und nicht auf den unwahrscheinlichsten Ausgang hin arbeiten. Der Anfang ist eher langweilig, erst nach 100 Seiten kommt die Spannung auf, die es braucht, gerne weiterzulesen. Die Drehbuchähnlichen Zwischenkapitel, die ab und an auftauchen, nerven sehr; ich weiß nicht, was das für einen Sinn hat. Leider hat es der Autor verpasst, etwas mehr zu den historischen Hintergründen zu schreiben oder die fiktive Geschichte in Gegenwart und Zukunft weiter auszumalen, das wäre deutlich interessanter gewesen als die Beschreibung, wie die Hauptperson Probleme hat, den restlichen Personen "ihre" Geschichte zu erzählen.
Kein schlechtes Buch, aber beispielsweise "Fatherland" ist doch deutlich fesselnder und perfektionistischer geschrieben und hat mehr Tiefgang.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, leider aber etwas zu detailverliebt, 10. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Geschichte machen: Roman (Taschenbuch)
Das Gedankenspiel, das dem Buch zugrundeliegt, ist nicht unbedingt neu - aber immer noch faszinierend: Was wäre passiert, wenn Hitler gar nicht gelebt hätte? Dass auch ohne ihn die Welt nicht frei von Nazis geblieben wäre, verrät schon der Klappentext.

Der Einstieg in das Thema lässt viel hoffen: Die Schilderungen des Ich-Erzählers Michael Young, Doktorand der Geschichte in Cambridge, machen Lust auf Mehr. Nur nicht immer auf mehr Details: Ohne Zweifel hat sich der Autor Stephen Fry tief in die Nazi-Geschichte versenkt und zeigt, was er alles gelernt hat. Das kann aber - ebenso wie die sehr ausführlichen Beschreibungen von Cambridge und später Princeton - auf Dauer etwas nerven.

Geschickt wechselt Fry klamaukige mit historisch lehrreichen Szenen ab; wobei auch letztere nicht immer frei von Klamauk sind. Wer Spaß an so einem schrägen Thema hat und sich zudem nicht daran stört, es mit diversen Parallelhandlungen, -orten, -personen und -szenarien zu tun zu haben, dem sei das Buch dennoch empfohlen: Spätestens ab Seite 350 entwickelt der Roman doch einen Sog, bis hin zum würdigen Ende.
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Geschichte machen: Roman
Geschichte machen: Roman von Stephen Fry (Taschenbuch - 21. Februar 2007)
EUR 12,99
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