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Kundenrezensionen

3,8 von 5 Sternen20
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am 8. Juli 2004
Zunächst mal muss ich ein paar Worte zu der Amazon-Rezension sagen. Es war sicherlich KEIN Absicht von Hong Ying, mit diesem Buch die Tradition west-ost-Zusammenprall "Balzac und die kleine chinesische Schneiderin" zu folgen, da "die Chinesische Geliebte" VOR Balzac entstanden ist(der Roman heisst original einfach nur "K", was meiner Meinung nach viel schöner und sagender als der bewußt auf Exotismus bezogene deutsche Titel. Warum? Man findet die Antwort im Buch).

Hong Ying IST die umstrittenste Schriftstellerin der zeitgenössischen chinesisschen Literatur. Ich habe das Buch auf Chinesisch vor etwa 6 Jahren gelesen auf Empfelung einer Freundin von mir, die in Taiwan Chinesische Literatur studiert hat. Ich war wie vom Blitz getroffen, als ich das Buch las. Da das Buch zu meinen Lieblingsbüchern gehört, hat es mich besonders gefreut, dass nun die deutsche Übersetzung auf dem Markt zu finden ist. Hong Ying versteht es, den Zusammenprall zweier Kulturen so tief ins Herz hinein zu beschreiben. Ich bin selber in zwei ganz vers. Kulturen aufgewachsen und dieser Roman hat mich zutiefst bewegt. Die deutsche Übersetzung ist durchaus gelungen. (Hong-Ying versteht es, die chinesischen Schriftzeichen virtuös und auf eine beängstigende Art und Weise zu "reihen". Der Text liest sich einfach wie ein schönes Bild). Die sprachbezogene Feinheiten können zwar logischerweise nicht 100%-ig wiedergegeben werden, trotzdem im grossen und ganzen wird der Geist und der Stil Hong Yings gut ins Deutsche übertragen.
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am 20. März 2011
Zwei Wünsche offenbart der junge Nachwuchsschriftsteller Julian Bell einer Krankenschwester auf dem Sterbebett: "Ich wollte eine wunderschöne Geliebte und in den Kampf ziehen. Beides war mir vergönnt. Ich sterbe zufrieden.", und erliegt kurze Zeit später seiner Kriegsverletzung. Zugegebenermaßen, wird damit das Ende des Romans und die Auffassung des Hauptprotagonisten bereits in Kapitel 1 vorweg genommen, zugleich wird jedoch der eigentliche Plot eingeleitet und in einem Strang bis zum Ende des Romans geführt.

1935 reist Julian Bell in die chinesische Stadt Wuhan, um dort als Professor Englische Literatur zu lehren. Er lernt die junge Chinesin Lin, die Frau des Dekans Cheng, kennen und aus dem anfänglichen intellektuellen Austausch zwischen Lin und Julian entwickelt sich schon bald eine intensive Liebesbeziehung, in der Julian eine gänzlich neue Kultur in der Praktizierung von Liebeskünsten und eigentümlichen Sichtweisen erschlossen wird. Zunächst beschränkt sich ihr Verhältnis auf die körperlichen Aktivitäten und das Erlernen sowie die Anwendung bestimmter Liebes- und Verführungstechniken. Im Verlauf der Handlung ändert sich jedoch das Bewusstsein beider Protagonisten und aus dem flüchtigen Verhältnis entsteht sowohl bei Julian als auch bei Lin ein Gefühl der gegenseitigen Zuneigung.

Im Verlauf der Handlung werden immer wieder Konflikte deutlich, die beide Liebenden aufgrund ihrer kulturellen Herkunft mit sich selbst austragen. Julian, der Schönling und Frauenheld, bei dem sich Frauen lediglich im Alphabet einreihen und Lin, die brave Ehefrau, die ihre Wünsche verschlossen hält und ihre einzigartige Stellung als Frau in einem von Männern dominierten Zweig als ausgesprochenes Privileg ansieht. Die Vorbehalte gegen das Individuum, das als Charakter in einer Kultur geformt und aus dieser hervorgeht, lassen sich sowohl bei Lin als auch bei Julian zu keiner Zeit gänzlich ausräumen und bleiben bis zum Ende des Romans bestehen.

Die chinesische Geliebte" ist ein sehr lesenswerter Roman, der Europäern Einblicke in eine andere Kultur gewährt und zwei gegensätzliche Welten in einer Liebesbeziehung miteinander vereint. Der Umgang mit der Sexualität erfolgt offen und direkt, wobei die gewählte Sprache zu keiner Zeit aufdringlich, obszön oder in anderer Weise unangemessen ist. Letztendlich versagt die Liebesbeziehung aufgrund bestehender kultureller und persönlicher Barrieren, was jedoch in Bezug auf die Handlung weder plötzlich noch unerwartet erfolgt.
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TOP 1000 REZENSENTam 15. September 2013
Julian Bell, Neffe der berühmten Schriftstellerin Virginia Woolf, reist Ende der dreißiger Jahre nach China, Wuhan, um dort als Dozent englischer Literatur chinesische Studenten zu unterrichten. Er freundet sich schnell mit der verheirateten Studentin und Schriftstellerin Lin an, die mit ihrem Mann Cheng nur eine Scheinehe führt, um vor der Gesellschaft gut dazustehen. Julian und Lin beginnen eine heiße Liebesaffäre, berauschen sich in einem Opiumhaus in Peking und Julian lernt von altchinesischen Weisheiten und Liebeskünsten. Doch Lin droht sich umzubringen, wenn Julian sie nicht heiratet...

Schön ist es, einen Roman zu lesen, der eine historische Person wie Julian Bell als Figur hier aufgreift, um daraus eine fiktive Geschichte mit dennoch wahren Zügen zu schaffen. Für diese kreative Idee jedoch wurde die Autorin Hong Ying in China verschmäht, der Grund: "Ahnenverleumdung" und "Pornographische Darstellungen". Ihr Buch darf bis heute nicht in China gedruckt werden und sie musste vor Gericht hohe Kosten zahlen, um den Prozess zu einem Ende zu bringen.

Hong Ying kritisiert in diesem Werk auch den Kommunismus und Antikommunismus, die ganzen entstandenen Kriege und Schlachten des eigenen Volkes in China. Abgesehen hiervon verwebt sie noch dazu eine meisterhaft inszenierte Liebes- und Sexgeschichte, die durchaus ihren Reiz hat, nicht billig wirkt, sondern einen auch als Leser in tiefe Momente tauchen lässt. Yings Stil ist präzise, direkt und genau deshalb wachrüttelnd. Ein durchaus lesenswerter Roman also, selbst wenn die Autorin schon selbst daran zweifelt ob ihr Buch nun ein Skandalbuch ist oder nicht, man kann sagen: Es gibt noch schlimmere Bücher, die nicht mal ansatzweise kunstvoll sind wie dieses hier und dennoch Erfolg haben, siehe Feuchtgebiete. Die Autorin hat keinen Grund sich zu schämen, im Gegenteil, eher China sollte sich schämen, da stets die Zensur und keine Pressefreiheit herrscht und solch wertvollen Autoren eine breitere Leserschaft verwehrt wird.

~Bücher-Liebhaberin~
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am 21. Januar 2004
China, 1935. Wir lernen Julian Bell kennen, der hierher kommt, um an der Revolution teilzunehmen. Bell, 27 Jahre jung, Neffe von Virginia Woolf, hat wirklich gelebt, ist auch in China gewesen. Und er hat auch diese chinesische Geliebte gehabt, K, die elfte, da K der 11. Buchstabe im Alphabet ist. Doch mit diesem elften Buchstaben endet sein Alphabet, und mit ihr lernt er eine andere Seite der Liebe kennen, nein, er lernt die Liebe überhaupt erst kennen. - ein üppiger, erotischer Roman, der berauscht und die Sinne erfüllt und in einem den Wunsch wach werden lässt, dieses Buch sofort noch einmal zu lesen.
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am 31. Mai 2007
Ein Buch wie ein Gewitter: heraufziehendes Unheil und trotzdem kann man den Blick nicht von den Blitzen lassen. Wundervoll erzählt, insbesondere die inneren Konflikte der Hauptdarstellerin, ihre Verzweiflung zwischen Ehemann und Geliebtem entscheiden zu müssen. Und das Wiedersehen in der Hotelhalle. Dann ein unglaubliches Ende, das ins Metaphysische verweist. In die Welt der chinesischen Fabelwesen und Mythologien. Erstaunlich für Europäer und deshalb ein phantastisch aufwühlender Lesegenuss!
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am 27. Juli 2004
Im China der 30er Jahre, während der Bürgerkriegswirren unterrichtet der junge englische Professor Julian Bell Englische Literatur an der Universität von Wuhan. Frauen sind für Julian Bell nur eine Aneinanderreihung von Buchstaben (jede neue Eroberung bekommt einen neuen Buchstaben). Das ändert sich als er sich in die Frau seines Vorgesetzten verliebt. Sie erleben eine Affäre, seine Geliebte Lin weiht ihn dabei in ihm bisher unbekannte Liebestechniken ein. Das ist keineswegs pornographisch, sondern sehr sanft (manchmal etwas unbeholfen) beschrieben. Für die Chinesin Lin ist es die eine große Liebe, als Julian das erkennt ist es schon zu spät. Das Buch ist spannend und aufregend geschrieben, seltsam blutleer bleibt die Person des Julian; auch hätte man doch ein bisschen mehr über das Land und seine Geschichte gelesen.
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am 5. November 2007
nein, bei mir sprang kein funken über, das buch hat mich eher gelangweilt. lag es an der teilweise verwirrenden/ verworrenen geschichte oder an dem an manchen stellen sehr holprigen stil (übersetzungsbedingt), oder an meinen zu hohen erwartungen, keine ahnung. zumindest habe ich mir entsprechend der vollmundigen ankündigungen mehr chinesische atmosphäre gewünscht, mehr exotische erzählkunst ( ich meine nicht mehr sexuelle schilderungen!). zu unbeholfen scheinen mir die ständigen querverweise auf die englische familie des helden, zu unbeholfen die zeichnung der charaktere und die motive ihrer handlungen. bin nicht warm geworden dabei und lege das buch enttäuscht beiseite. fast schon scheint es, dass mit dem ewigen hinweis auf das verbot der veröffentlichung in china ein markt erschlossen werden soll. nun gut. da das buch ein geschenk war, habe ich es gewogen und für zu leicht befunden, denn auch der hinweis, endlich schriebe mal jemand so was von freizügig über weibliche sexualität scheint mir der verzweifelte versuch zu sein, eine ware feil zu bieten. wer nachlesen will, wie frau freizügig über besagtes thema schreiben kann, dem empfehle ich bücher von anais nin, z.b. das delta der venus oder die tagebücher!!
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Bei Hong Ying ist es mir zweifellos so ergangen, wie vor ein paar Tagen bei Darja Behnsch' Mariposa oder Obsession, Sinnenrausch & Bella Donna. Ich mag solche Schriftsteller sehr, die es mit einer Leichtigkeit schaffen, das Kopfkino im Kopf geschickt "anzuknipsen". Ich kann nur sagen, beide Romane sind zweifellos empfehlenswert.

Bei Hong Ying hat mir der niveauvolle Schreibstil sehr gefallen. Die Texte waren durchgehend auf hohem Niveau und besitzen Stil. Die Liebesbeziehung zwischen Julian und Lin und die Beschreibungen deren sexuellen Begegnungen sowie deren Erfahrungen, die beide gesammelt haben, hat mir sehr gefallen. "Die chinesische Geliebte" macht wirklich Spaß! Es ist ein richtiges Lesevergnügen und eine Perle in jedem Bücherregal. Für alles zusammen bekommt Hong Ying fünf Sterne.

Aber überzeugt euch selbst!
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Dies ist wirklich ein ganz großer, aufwühlender Roman um Sinnlichkeit, Erotik, Exotik, Liebe und Tod. Julian Bell, der 27 jährige Neffe von Virginia Woolf, Bohemien und Liebling der Londoner Künstlerszene bricht in den 1930er Jahren nach China auf. Voller Anmut erzählt die in England lebende Autorin Hong Ying von der glühenden Leidenschaft die sich bald zwischen der bildschönen chinesischen Schriftstellerin Lin und Julian Bell entwickelt. Präzise erzählt sie uns von den fremden Liebestechniken die er dabei kennen lernt. Doch ihre Liebe findet am Vorabend des Zweiten Weltkriegs ein tragisches Ende.
„Die chinesische Geliebte ist der erste Roman, der Sexualität aus der Sicht der Frau beschreibt - solche Macht ist für Chinas Männer noch immer zuviel" sagt die Schriftstellerin Hong Ying.
2003 wurde der Roman, der auf wahren Begebenheiten beruht, in China aufgrund seiner Freizügigkeit und sicher auch wegen seines authentischen Hintergrunds verboten. Also: In China auf dem Index, weltweit ein Bestseller.
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am 21. September 2008
Ich habe vor einiger Zeit "Die chinesische Geliebte" zu ende gelesen, die weder von Zeit noch von dem Land, in dem der Roman spielt, zu meinem bevorzugten Lesestoff gehört (bin eher der Historische-Romane-Typ) und ich muss sagen es fiel mir selten zuvor bei einem Buch so schwer mir eine Meinung darüber zu bilden.
Es ist meiner Meinung nach auf jeden Fall schon mal kein Buch für Zwischendurch, das man locker am Strand lesen kann, denn ich würde es schon als etwas schwerere Kost bezeichnen. Nicht in dem Sinne, dass es schwer zu verstehen wäre, doch es erfordert definitiv mehr Aufmerksamkeit vom Leser und es brachte mich nicht selten dazu eine Pause einzulegen und mir Gedanken zu machen, warum die Personen so agieren wie sie es tun und was so in ihnen vor sich geht.
Dabei sind beide Protagonisten einerseits ganz normale Menschen, die sich oftmals vollkommen nachvollziehbar verhalten, gleichzeitig sind sie jedoch teilweise auch so merkwürdig und handeln so eigenartig, dass mir das Verständnis dafür fehlte.
Bei Lin waren es ihre Selbstmorddrohungen und das ständige unter Druck setzen, das mich bei ihr abstieß und bei Julian war es seine Überheblichkeit, seine Arroganz und vor allem seine sehr, sehr eigenartige Beziehung zu seiner Mutter, die ihn eher unsympathisch werden ließen. Auch seinen Grund, aus dem er Lin ablehnte, fand ich sehr eigenartig und ich wäre nie darauf gekommen.
So konnte ich mich also mit keiner der beiden Hauptpersonen identifizieren und richtig anfreunden, so dass es mir schwer fiel, trotz der, wie ich fand, sehr dichten Atmosphäre, hier großartig mitzufühlen.
Was den Schreibstil angeht, der ist gut und leicht zu lesen. Ungewöhnlich aber nicht unbedingt schlecht fand ich hier, dass die Autorin häufig die Erzählform wählte statt der Wörtlichen Rede. Womit ich jedoch gar nichts anfangen konnte waren die Gedichte. Das kann ich jedoch generell eher schlecht, deshalb sagt es jetzt nicht unbedingt etwas über ihre Qualität aus.
Alles in allem wird mir dieses Buch sicher im Gedächtnis bleiben, doch eher wegen seiner Ungewöhnlichkeit, richtig umgehauen oder berührt hat es mich jedoch nicht.
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