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Kundenrezensionen

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am 5. Januar 2003
Eines vorweg: Wer nach der Lektüre von „Mord auf der Leviathan" gehofft hatte, dass im folgenden Band Fandorins Zeit und Dienst beim russischen Botschafter in Japan gestaltet und erzählt wird, der wird enttäuscht sein. Denn „Der Tod des Achilles" beginnt mit der Rückkehr Fandorins in seine Heimat im Jahre 1882 - Akunin lässt also eine Lücke von vier Jahren. (Der Klappentext, der von sechs Jahren spricht, ist diesbezüglich nicht präzise.)
Doch letztlich ist dies eine kluge Wahl des Autors, kann er uns doch auf diese Weise einen Fandorin mit neuen, ausgereiften Fähigkeiten und Fertigkeiten präsentieren: perfekt eingeübt in japanische Konzentrations- und Kampftechniken, ist er - zusammen mit seinem japanischen Diener Masa - nunmehr vollends unschlagbar.
Derart vervollkommnet, tritt Fandorin selbst - im Unterschied zu Band 2 und 3 - auch wieder entschieden in den Vordergrund der Handlung; er nimmt das Heft in die Hand und bestimmt das Geschehen.
Worum geht es? Der uns aus dem „Türkischen Gambit" bestens bekannte „Weiße General", Michail Sobolew (mit Beinamen „Achilles") kommt unter nicht ganz zweifelsfreien Umständen ums Leben; und natürlich wittert Fandorin sofort das Ungeheuerliche: der kerngesunde General kann im besten Mannesalter unmöglich eines natürlichen Todes gestorben sein.
Wie auch im ersten Fall, haben Fandorins Vorgesetzte (die diesmal natürlich wesentlich hochrangiger sind) nichts dagegen, dass er auf eigene Faust ermittelt - der Status eines „Sonderermittlers" passt eben am besten zu Fandorin. Im Verlauf der Geschichte tauchen viele alte Bekannte wieder auf; so Fandorins alter Chef, Xaveri Gruschin, und vor allem der geheimnisvolle „Weißäugige", der sich als ebenbürtiger Gegner herausstellen wird...
Das Ganze ist unglaublich spannend erzählt, Akunin knüpft ein wunderbares Netz von Intrigen und Täuschungsmanövern - und löst dieses ebenso kunstvoll wieder auf. Besonderer Kniff hierbei: Am Ende des (sehr umfangreichen) ersten Teils, also auf dem Höhepunkt der Spannung und kurz vor dem zu erwartenden showdown („Dann hob er die Hand und klopfte leise an. Zweimal, dreimal und noch zweimal"), bricht Akunin den Erzählstrang abrupt ab und erzählt im zweiten Teil die gesamte Geschichte aus Sicht des gedungenen Täters, einschließlich dessen eigener Vorgeschichte.
Dadurch nimmt Akunin natürlich zunächst etwas Fahrt heraus; es gelingt ihm aber, auf diese Weise den Gegner immer mächtiger erscheinen zu lassen; der unweigerlich folgenden finalen Auseinandersetzung mit Fandorin sieht der Leser folglich mit immer mehr und mehr Spannung entgegen. Am Ende des zweiten Teils, der - liebevolles Detail - in anderer Schrift gesetzt ist, werden die Fäden wieder zusammengeführt: „Jetzt hob er die Hand und klopfte leise. Erst zweimal, dann dreimal, dann zweimal."
Und noch etwas ist auf diese Weise gut gelungen: Der Leser kennt damit die Hintergründe aus Tätersicht, kann sich Zusammenhänge ableiten, kann selbst nach Herzenslust kombinieren und sich die Lösung des Falles in allen Einzelheiten zusammenreimen.
Das macht einen Heidenspaß, und umgekehrt wird damit natürlich auch die „Auflösung" des Falles durch Fandorin selbst eher zweitrangig. Der Täter muss ihm gegenüber mit nur ganz wenigen Worten die Lösung skizzieren; Fandorin, der - genial wie er ist - vieles wohl schon geahnt hatte, ist damit bereits umfassend im Bilde. Entscheidend und neu bei Akunin ist die Problematik, die mit diesem Wissen verbunden ist: Fandorin, so scheint es, ist aus Gründen der Staatsräson nunmehr ein toter Mann!
Aber Akunin wäre nicht Akunin, wenn er nicht noch auf den allerletzten Seiten eine weitere überraschende Wendung aus dem Hut zaubern könnte; und so ist das Ende offen und lässt den Leser mit dem dringenden Wunsch zurück, hoffentlich schon bald die Fortsetzung lesen zu dürfen.
Der für mich zweifellos bislang beste Fandorin, und in gewisser Weise auch der „erste": Die ersten drei Bände waren Vorspiel, ab jetzt geht es zur Sache!
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am 8. Oktober 2004
Kaum ist Fandorin von seinem mehrjährigen Japan-Aufenthalt zurück und tritt seinen Posten als Sonderbeauftragter des Gouverneurs von Moskau an, landet er gewissermaßen im "prallen Leben" seines Jobs: General Sobolew, sein alter Freund, der durch den Balkankrieg zum Volkshelden und Mythos avanciert ist, kommt unter höchst ominösen Umständen zu Tode.
Handelt es sich um einen Raubüberfall? Denn er trug in einem Portefeuille, das in der Todesnacht verschwunden ist, ein Vermögen bei sich. Oder waren Teile der Regierung, im Gegensatz zum russischen Volk, dank gewisser Aktivitäten des Generals ganz und gar "not amused"? Wer unter den vielen Akteuren jener Nacht ist Hauptdarsteller, wer nur Statist? Welche Rolle spielt die wunderschöne Kokotte, in deren Suite Sobolew starb?
Und wie gerufen erscheint auch Fandorins alter Bekannter, der Mann mit den farblosen Augen ...
Wer nach den ersten drei Fandorin-Bänden denkt, er kenne Akunins schriftstellerische "Methode" allmählich, irrt sich. Der vierte Band ist vom Konzept her dem ersten ähnlich, doch tritt Fandorin hier als Charakter und fühlender Mensch sehr viel mehr in den Vordergrund. Mittlerweile können ihn schöne Frauen wieder etwas aus der Ruhe bringen. Im "Tod des Achilles" erscheint er sehr plastisch und menschlich, nicht so schemen- oder phantomhaft wie in den vorhergehenden Bänden. Dazu trägt auch die zunächst von Fandorin ausgehende Erzählperspektive bei. Später wechselt "seine" Perspektive mit der des Täters ab; man lernt hiermit auch den Täter sehr gut kennen, wenn nicht verstehen, und fiebert der Zusammenführung und Verflechtung der beiden "Stränge" entgegen. Sobald es zu dieser Begegnung der beiden Gegenpole kommt und die Perspektive absatz- und satzweise hin und her springt, explodiert die Spannung noch einmal gewaltig, man möchte dann nur noch schneller lesen können - so rasant entwickelt sich diese ohnehin höchst spannende Geschichte. Und wie immer ergibt sich am Ende noch eine überraschende Wendung.
Auch hier sind die Schilderungen der unterschiedlichsten Milieus und Örtlichkeiten sehr überzeugend gelungen. Die russische Geschichte selbst tritt in diesem Band eher in den Hintergrund, ist dort jedoch immer sehr stimmungsvoll und, in der Tradition eines Dostojewski, voller Düsternis präsent.
Meiner Ansicht nach unter den ersten vier der meisterlichste von Akunins Fandorin-Krimis.
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am 1. Mai 2003
ist B. Akunins neuester Historienkrimi.
Wer das Buch zur Hand nimmt, muß mit einer durchwachten Lesenacht rechnen.
Erast Fandorin, junger sympathischer Agent des russischen Geheimdienstes wird erneut in einen Wirbel aus Intrigen, Verfolgungsjagden und Nahkämpfen verwickelt, daß einem der Atem stockt. Sein Diener Masa, den er aus Japan mitgebracht hat, steht ihm dabei zur Seite, um die Umstände des merkwürdigen Todes des beliebten russischen Volkshelden General Sobolew aufzuklären.
Akunin ist ein Meister seines Fachs, der es versteht, überraschende Wendungen überzeugend anzubringen und Handlungsstränge so miteinander zu verknüpfen, daß das Buch bis zum letzten Absatz interessant bleibt. Auch Humor und Ironie kommen nicht zu kurz: da wünscht sich Fandorin, der ja im Moskau der Gründerzeit lebt, bei Verfolgung eines Flüchtigen, so etwas wie ein Handy zu haben. Korruption und Verrat im Moskauer Verwaltungsapparat werden aufgedeckt. Sie stehen den Zuständen in der Moskauer Verbrecherwelt in nichts nach...
Immer wieder tauchen auch Figuren aus früheren Romanen um Fandorin auf, und besonders interessant finde ich, daß Fandorin sich von Roman zu Roman persönlich weiterentwickelt, so daß man sich schon auf das nächste Abenteuer mit ihm freut.
Ein Krimi, Historienroman und "Reißer" voller Action - dazu intelligent geschrieben. Fazit: Äußerst empfehlenswert!!!
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am 26. Februar 2003
Mein erstes Buch von Akunin, mein erster Fandorin - aber bestimmt nicht mein letzter. Dieses Buch hat mich als "bücherverschlingende Schnellleserin", die normalerweise aus wirtschaftlichen und Platzgründen die Stadtbücherei vorzieht, regelrecht zum genussvollen Langsamlesen gebracht. Die Miterlebbarkeit des Geschriebenen und besonders die Zweigeteiltheit des Buches in die beiden Erzählperspektiven geben ihm soviel mehr Inhalt, Lesespass und Entspannungswert!
Zum Inhalt haben sich die Vorrezensenten ja schon ausführlich geäußert - das spare ich mir.
Lest Akunin! Lest über Fandorin!
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am 4. Mai 2012
Geheimagent Fandorin soll den Mord an einem General und nationalen Heros
aufklären, der einen Putsch plante, und dessen Ableben den aktuell Herrschenden
verständlicherweise nicht ungelegen kommt. Sein Gegenspieler ist ein
professioneller Killer mit Fähigkeiten, die kaum hinter denen des Protagonisten
zurückstehen. Aber weil letztere geradezu außerirdisch sind (Fandorin kann z.B. bei
der Wahl einer Duellpistole immer hellseherisch erkennen, welche geladen ist und
welche nicht) und obendrein der Erzählstil zu oft an die Gebrüder Grimm erinnert,
fehlt an einer Topbewertung für den ansonsten durchgehend unterhaltsamen Roman
letztlich doch 1 Stern.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. November 2005
Als Fandorin nach sechs Jahren Aufenthalt in Japan nach Moskau heimkehrt, wird er sofort in die Ermittlungen um den Tod des beliebten Generals Sobolew, genannt Achill, hineingezogen und gerät zwischen die Fronten von Kleinganoven und höchsten politischen Kreisen, sowie ins Visier eines besonders raffinierten und intelligenten Killers.
Fandorin ist einer der wenigen Serienhelden, die eine Entwicklung mitmachen, und im Vergleich zum ersten Band der Reihe ist aus dem Jungen, der sich mit viel Dusel, Tollkühnheit und Intuition in die Fälle stürzte, ein selbstbewußter erwachsener Mann geworden ohne dass er Mut oder Glück verloren hätte.
In zwei separaten Strängen, beinah zur Hälfte des Buchumfangs aufgeteilt, erzählt der Autor die Geschichte, im ersten Strang aus der Position Fandorins, im zweiten aus der des Gegenspielers, dessen gesamte Biografie dargestellt wird, so dass der Leser etwas wie Mitgefühl empfinden kann. Auf zwölf Seiten werden beide Stränge verknüpft; diese Passage hätte ausführlicher und breiter sein können.
Besonders gefällt die Figur des japanischen Dieners Masa, der durch seinen Unwillen gegen europäisches Essen und seine Unkenntnis der russischen Sitten und Gepflogenheiten für einige besondere Pointen sorgt.
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am 7. Mai 2007
Auf Boris Akunin bin ich erst durch die vielen positiven Rezensionen im Amazon-Forum gestoßen; die Lektüre meines ersten Fandorin-Romans "Der Tod des Achilles" habe ich tatsächlich nicht bereut.

Die größte Überraschung: Akunin verwendet einen getragenen literarischen Stil, wie er zur beschriebenen Zeit (ausgehendes 19.Jahrhundert) vortrefflich passt, und ist dennoch in keiner Zeile langweilig oder umständlich. Die Handlung ist eine flott vorgetragene Intrige in den höchsten politischen Kreisen mit einigen Todesfällen; der pittoreske Held Fandorin hat somit wieder Gelegenheit zu ermitteln.

Origineller Kunstgriff: Kurz vor der Aufklärung der Geschichte folgt ein Buch im Buch - die Geschichte des Mörders, der somit ein Gesicht und eine Biographie bekommt. Auf den letzten Seiten wechselt die Perspektive ständig zum finalen Showdown.

"Der Tod des Achilles" ist ein präzis konstruierter Historienkrimi, geschrieben in einer unangestrengten, farbigen Sprache. Ich persönlich hätte mir bisweilen mehr Charaktere mit Tiefe gewünscht als bloße Typen, aber das schmälert den Unterhaltungswert gar nicht. Originell und empfehlenswert.
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am 24. März 2011
Erast Petrowitsch Fandorin erhält den Auftrag, den Tod des in der Bevölkerung extrem beliebten Generals Sobolew (mit Beinamen Achilles geheißen) zu untersuchen. Schnell stellt sich heraus, daß die ersten Mitteilungen seines Gefolges über die Todesumstände nur den Namen Lüge verdienen. Dann stellt sich heraus, daß auch die zweite Version, die die Schuld einem deutschen Agenten in die Schuhe schieben will, nicht der Wahrheit entsprechen kann. Daß es als nächstes so aussieht, als sei es doch einmal mehr ums schnöde Geld gegangen, sorgt nicht nur für den Abstieg des Staatsrats Fandorin in die tiefsten Tiefen der Moskauer Unterwelt, sondern auch für einen hochrangigen Polizeioffizier, der in totem Zustand am Fenster baumelt. Ganz am Ende, als Fandorin die schreckliche Wahrheit erkennen muß, sehen wir den Herrn Staatsrat schon auf der Flucht, die im letzten Moment vereitelt und wie alles andere vertuscht wird.

Das Buch ist (im Vergleich zu den Vorgängerbänden) um einige Grade härter. Es gibt Szenen, die brutal an die Nieren gehen. Lacher gibt es auch, vor allem das Duell" Fandorins mit dem Mitgliedern von Sobolews Gefolge (es wird ausgelost, wer die geladene Waffe bekommt, wer die ungeladene. Dreimal darf man raten, wie es ausgeht...), aber so richtig brutal realistisch ist die Schilderung der Zusammenhänge von Korruption und (mehr oder weniger) organisierter Kriminalität (Fragen der Staatsraison will ich mal außer Betracht lassen), und das geht erheblich mehr an meine Nieren als die bloße Schilderung körperlicher Gewalt.

Rein formal finde ich die sehr längliche Rückblende zur Lebensgeschichte des großen Gegenspielers nicht optimal gelungen. Auch wenn der überwiegende Teil der Lebensgeschichte interessant ist, sie hält den Erzählfluß für über 140 Seiten auf.
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am 17. November 2004
Berits mit seinem Erstling "Fandorin" ist Akunin in den Olymp der Kriminalliteratur aufgestiegen. Diese Ausgabe übertrifft jedoch alle bisherigen Ausgaben. Besonders spannend: der Roman im Roman über einen belgischen Kindermörder mit genialer Lösung. Einfach zum Kaufen und Lesen!
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am 7. September 2009
Dieses Buch war mein erster Fandorin und hat mich so begeistert, dass ich inzwischen schon weitere gelesen habe! Immer wieder eine fesselnde Lektüre! Hoffentlich gehen Boris Akunin die Ideen noch nicht aus?!
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