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am 3. Januar 2003
„Fandorin" ist der erste Kriminalroman um Erast Petrowitsch Fandorin - und man kann dem Autoren Boris Akunin nur zu diesem Titelhelden gratulieren sowie dem Aufbau Taschenbuch Verlag Dank dafür sagen, Akunins Werke auch dem deutschen Leser zugänglich gemacht zu haben.
Fandorin ist eine überaus sympathische Figur. Mit herausragender Auffassungs- und Kombinationsgabe und wachem, kritischem Geist gesegnet, ist er eher ein russischer Sherlock Holmes denn ein James Bond des neunzehnten Jahrhunderts.
"Alles was recht ist, an der Sache ist etwas faul", so bewegt er seinen etwas schwerfälligen Vorgesetzten im "Kriminalamt beim Moskauer Oberpolizeipräsidenten", ihm freie Hand zu Ermittlungen auf eigene Faust zu gewähren. Und bald schon stellt sich heraus, dass Fandorin mit seinem Anfangsverdacht recht hat; obwohl noch blutjung und ein Anfänger, ein Grünschnabel.
Für sich genommen, ist der in diesem ersten Band von Fandorin zu lösende Fall vielleicht zu hoch gegriffen, vielleicht sogar schon etwas abseitig. Betrachtet man diesen Erstling aber im Zusammenhang mit den folgenden (bislang drei) Bänden, wird schnell klar, welches Ziel Akunin damit verfolgt hat: Er kann seinen Protagonisten nur mittels eines außergewöhnlich gelagerten Falles schnell vom einfachen Schriftführer und unbeschriebenem Blatt avancieren lassen zu einem Sonderermittler mit besonderem Ruf, auf den sich sogar der Chef der Geheimpolizei unbesehen verlassen kann.
Und nicht anders ist auch der tragische Verlust im privaten Bereich zu sehen, den Akunin seinem Helden am Schluss des Buches zumutet: um die weitere Entwicklung "vom Kind zum Mann" zu beschleunigen, lässt er ihn großes Leid tragen (und bewältigen, dies aber irgendwo zwischen Band 1 und 2...).
Als Hintergrund und Kulisse breitet Akunin das Moskau des Jahres 1876 überaus überzeugend und stimmig aus; die damaligen Arbeits-, Lebens- und Reisebedingungen schildert er sehr anschaulich, mit viel Liebe zum Detail. Last not least empfindet er die Sprachgepflogenheiten, Umfangsformen und Konventionen dieser Zeit mühelos nach; sein Schreibstil - wunderbar übertragen von Andreas Tretner - ist gepflegt, dabei ohne jede Schwerfälligkeit; amüsant, ohne aufdringlich oder vordergründig zu sein; das Ganze liest sich stets wunderbar flüssig und leicht.
Fazit: Ein gelungener Einstieg in die spannende, aufregende Welt des Erast Fandorin.
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am 23. Oktober 2001
Zur Zeit beherrschen ja nationale Wellen den deutschen Krimimarkt. Nach dem Erfolg von Hennig Mankell folgten eine Flut anderer Schweden-Krimis, mit sehr unterschiedlicher Qualität, und auch der Erfolg von Commissario Brunetti bescherte uns weitere Kommissare in Italien. Der Aufbau-Verlag geht einen anderen Weg und bringt jetzt einen russischen Autor nach Deutschland, nachdem dieser Verlag uns schon die talentierte Französin Fred Vargas kennenlernen ließ.
Und wir müssen dem Verlag dafür danken, denn Fandorin ist nicht irgendein Kommissar, er entpuppt sich im Laufe des Romans eher als Geheimagent, als russischer 007. Eine weitere Besonderheit des Krimis ist es, daß er nicht in der Gegenwart spielt, sondern im Moskau am Ende des 19. Jahrhunderts. Dem Autor gelingt es perfekt, das Lebensgefühl dieser Epoche aufzuzeigen. Außerdem glaubt man sich irgendwann wirklich in Russland, da Akunin es sehr gut versteht, einem die russische Seele nahe zu bringen. Nur eines muß ich Boris Akunin ankreiden: Der Einstieg ist für einen Krimi extrem zäh. Wer beim langweiligen Anfang nicht aufgibt, wird dafür mit einem spannenden Krimi belohnt. Akunin baut in die Geschichte soviele Umschwünge ein, daß es immer spannend bleibt. Ich warte auf jeden Fall schon sehnsüchtig auf Dezember, wo ein neuer "Fandorin" erscheinen wird.
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am 21. März 2003
Wir hatten die Italiener, und die Schweden, und jetzt erobern die Russen den deutschen Krimimarkt. Und die bieten einem einiges! Letztes Jahr war ich in St. Petersburg und lebte dort 3 Wochen bei einer Familie, die alle Akunin-Fans waren und jedem neuen Roman entgegenfieberten - ich hatte den Namen noch nie gehört. Das ließ mir natürlich keine Ruhe und ich kaufte mir, kaum zurück in Deutschland, den ersten Fandorin-Roman. Und wurde nicht enttäuscht. Akunin hat einen ganz eigenen Ton gefunden, ein bißchen schwingt die Wehmut über vergangene imperiale Größe mit - Die Romane spielen ja alle in den 1870er Jahren, dann sind es natürlich auch "coming of age"-Geschichten, der Held begibt sich jedesmal auf Lehr- und Wanderjahre. Geschickt würzt Akunin das mit Ironie, ein bißchen Bond-Pose und einem Schuß Kolportage. Es ist diese Mischung aus historisch und modern, die seine Romane so reizvoll macht. Unterhaltung auf hohem Niveau und nur sehr zu empfehlen.
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am 19. September 2004
Beim Stöbern in russischer Literatur bin ich auf Akunin und seine Krimifigur Fandorin gestoßen; vorher hatte ich noch nie von den beiden gehört. Einen Versuch war's bei dem moderaten Preis wert ...
... Und dann war ich einige Stunden nicht mehr ansprechbar.
Äußerst spannend die Handlung, die im Jahr 1876 mit einer Serie mysteriöser Selbstmorde unter reichen, verwöhnten jungen Russen beginnt und den Protagonisten, einen jungen, gebildeten, aber vom Schicksal gebeutelten kleinen Beamten, bald in einen Sumpf von Korruption und zu einer ebenso gefährlichen wie rätselhaften internationalen Verschwörung führt. Dabei fehlt es nicht an bösen Überraschungen. Selbst gegen Ende, als alles bereits aufgeklärt scheint, dreht sich die Geschichte noch einmal fast um 180 Grad. Und der Schluss ist geradezu ein Schock.
Natürlich enthält der Roman alle Stilelemente des Krimis, dazu aber auch das Düstere der Tradition Dostojewskis und stellenweise einen Schuss des Humors eines Tschechow. Im Unterschied zu vielen westlichen "Kollegen" hat Akunin nicht nur eine rasante, aufregende und gut durchdachte Story, sondern auch ein Stück Literatur verfasst, aus dem die vielgepriesene melancholische russische Seele spricht.
Einen Stern habe ich vorenthalten, weil meiner Ansicht nach Fandorin selbst eine etwas undeutliche, blasse Figur bleibt - sein Charakter geht ein wenig unter in all den Verwicklungen, es fehlen die Ecken und Kanten, die man bei solch einem genialen Ermittler trotz seiner Jugend erwartet.
Insgesamt ein äußerst lesenswertes Buch - die nächsten Bände habe ich mir natürlich auch zugelegt ...
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am 16. November 2005
Der Georgier Grigory Chkhartishvili (a.k.a Boris Akunin) hat in Russlands Literatur neue Türen geöffnet. Seine Bücher sind absolute Spitzentitel und verkaufen sich wie kaum andere Werke. Dabei zeigt sich der Autor extrem vielfältig; gerade hat er eine Reihe von "Genreromanen" veröffentlicht, die zum Beispiel sich eng an das "klassische" Muster der Vorbilder anlehnen (z.B. Spionagethriller).
Fandorin ist ein beeindruckendes Debut, besonders der Anfang und das Ende verdichten die Spannung und fesseln beim Lesen. Dennoch wird man keine Experimente vorgesetzt bekommen. Akunin liefert das gesamte Repertoire der klassischen Krimilitartur (Verfolgung, unerwartete Wendungen, etliche Male entkommen in letzter Sekunde).
Vielleicht ist dieser Umstand auch genau das, was mich etwas stört bei dem Buch: es ist Standard, allerdings im positiven Sinne. Denkt man sich das russische Umfeld weg könnte es ein x-beliebiger, aber doch sehr guter Kriminalroman sein. Mir fehlte ein wenig das "Aussergewöhnliche".
Ich denke das auf der anderen Seite die Stärke der Figur Fandorin liegt begründet in ihrer Verwandlung über die Folgebücher hinweg. Der Charakter selbst hat nämlich schon bewiesen das das Publikum ihn liebt. Auch die Filme (Türkische Gambit, oder die Michalkow/Menschikow-verfilung) werden ihr Publikum finden.
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am 15. August 2005
Boris Akunin war vor einigen Jahren auf dem deutschen Büchermarkt noch kaum ein Begriff, was sich mit der Publikation seiner Bücher um den "geheimen Staatsrat" Fandorin schlagartig geändert hat.
Somit bildet der erste Fall und damit auch das erste Buch der Fandorin-Reihe einen vielversprechenden Auftakt zu einer etwas außergewöhnlichen Krimi-Reihe. Eingebettet in Russlands historisches Zeitgeschehen und die politischen Ereignisse gegen Ende des neunzehnten Jahrhunderts ermittelt Fandorin, ein junger, etwas unsicherer Staatsrat, der anfangs kaum ernst genommen zu werden scheint, sich dann aber durch seine Kombinationsfähigkeit und Scharfsinnigkeit zum Star-Ermittler in Moskau emporarbeitet. Schon im ersten Band muss er dem Grund einer seltsamen Selbstmordserie junger Studenten auf die Schliche kommen und durchstreift dabei zahlreiche interessanten Schauplätze Moskaus, wobei er auf eigensinnige Personen trifft. Boris Akunin erzählt humorvoll und spannend und scheut sich nicht, intensiv und ausführlich das sogenannte "Drumherum" zu beschreiben. Fandorin bleibt außerdem kein platter Charakter, sondern durchlebt während seiner Fälle eine interessante Entwicklung und bekommt schließlich Hilfe von einem kleinen Japaner namens Masa, ein für die Moskauer unbekanntes Kuriosum aus dem fernen Osten. Geschichtsfreunde kommen hier genauso auf ihre Kosten wie Krimifans, die das außergewöhnliche suchen - und es in Fandorin finden werden.
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am 27. Mai 2003
Ich hab ihn zum Geburtstag bekommen, den ersten Fandorin, und somit begann das Unheil seinen Lauf. Einmal mit diesem vorzüglich komisch, traurig, nachdenklich, spritzig, einfallsreich, lakonisch, philosophisch geschriebenen Meisterwerk angefangen und es nimmt kein Ende mehr.
Irgendwie schafft es Boris Akunin einen sofort für seinen Helden wider Willen einzunehmen, und ist man erst einmal im Fall drin, und in den netten Begleitumständen, dann fühlt man sich entzückt über den Fabuliergrad und die wunderbaren Anekdoten eines russischen Geheimrates, der voller Esprit und Tatendrang irgendwie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist.
Lohnend, lohnender, Fandorin. Inzwischen gibt's ja zum Glück schon fünffachen Nachschub! LECHZ!
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am 4. Oktober 2010
Dieser "historische" Kriminalroman ist vom Geheimtip zum Krimiklassiker avanciert.

Der Autor,welcher unter dem Pseudonym B.Akunin publiziert, ist sehr gebildet und belesen, und dieses merkt man der "Fandorin"- Reihe meines Erachtens auch an.

Wladimir Kaminer, der in Deutschland spätestens seit seinem Werk "Russendisko" bekannt ist, zählt Boris Akunin zu seinen Lieblingsautoren. Über den Protagonisten kann folgendes gesagt werden:
Erast Petrowitsch Fandorin ist ein interessanter, tragischer (Anti)held, der jedoch vom Autor mit einer feinen Ironie präsentiert wird. Historische Detailgenauigkeit und eine gehobene Sprache runden den Lesegenuss ab. Der Leser wird gefordert und kann seine eigenen Schlüsse ziehen, der plot ist nicht vorhersehbar. Es soll an dieser Stelle keine Nacherzählung des Inhaltes erfolgen - aber: Spannung garantiert (und man kann seine Kentnisse in puncto russische Geschichte erweitern).
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am 15. September 2006
Ein Muss für alle, die spannende und gute Hörbucher lieben!

Die Geschichte beginnt furios mit einem Duell. Und schon kann man nicht anders, als der Geschichte weiter zu lauschen, schnell hat man die 6 CDs gehört. Das Hörbuch ist sehr gut gemacht. Johannes Steck ist ein fantastischer Sprecher mit einer sehr angenehmen Stimme. Er spricht genau im richtigen Tempo und kann die Dialekte einiger Protagonisten sehr überzeugend sprechen. Seit ich dass Hörbuch gehört habe, bin ich ein richtiger Fandorin-Fan! Die Bücher sind fantastisch, aber die Hörbücher sind dank Johannes Steck mehr als nur gekürzte Adaptionen der Bücher.
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am 28. April 2013
Zu historischen Romanen, die in bestimmten Kulturkreisen spielen, greift man als Leser ja wohl, wenn man Lust auf die Schilderung landestypischer Örtlichkeiten, kultureller Sitten und gewissermaßen auf "antiquierte" Begebenheiten und entsprechende dramatische Handlungen hat, für die Ort und Zeit mit Bedacht gewählt wurden, weil die Geschichte sich nur oder am besten vor diesem Hintergrund erzählen lässt. Jedenfalls griff ich aus diesem Grund zu diesem historischen Kriminalroman - und stellte fest, dass er über sehr wenig Lokal- und Zeitkolorit verfügt. Stattdessen folgt der Roman einer simplen, wenn auch im Grunde erfolgreichen, doch auch wenig überraschenden Spannungsdramaturgie: Der Held gerät andauernd in sehr ausweglose Cliffhanger-Situationen, was mehr an trashige Kino-Serials der 1930er-Jahre erinnert (denen ich allerdings viel abgewinnen kann), als ans 19. Jahrhundert.

Die Geschichte wird eher ruhig (man könnte auch sagen: behäbig) erzählt, dabei aber freundlich und interessant genug aufbereitet zum Dranbleiben. Insgesamt fällt dieser erste Teil der Thriller-Reihe um Erast Fandorin (der gerne - zuerst wahrscheinlich vom Verlagsmarketing - als russischer James Bond bezeichnet wird) vor allem inhaltlich, trotz viel versprechendem Ausgangskniff, eher wenig ins Gewicht. Aber erste Teile von Krimireihen haben es ja oft schwer. Ich bin allen Einwänden zum Trotz gespannt auf die Nachfolgeromane.
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