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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Literaturschatz
Unser Verhältnis begann als Pflichtlektüre im Schulunterricht. Das ist mittlerweile 17 Jahre her. Auch ich war Student auf einer ABF, allerdings auf einer spätsozialistischen, die für das befreundete Ausland vorbereitete. Trotzdem, es war tiefste DDR und Pflichtlektüre eine Qual.
Nicht so hier. Eine lebendige Geschichte, wunderbare Sprache,...
Veröffentlicht am 5. Dezember 2005 von Amazon Kunde

versus
5 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Aula
Dieses Buch ist ein Einblick in die Welt der "ehemaligen DDR".
Der Autor fühlt sich in seiner Umgebung innerlich nicht fremd und bleibt dennoch ein Fremder, da ihm die Flucht einiger seiner Freunde(die man als Verrat anklagt) begreiflich ist, ihn dennoch diesen entfremdet. Für jeden "Ossi" ein Wiedererkennen ohne Rührung - für jeden "Wessi" eine...
Am 16. Dezember 2003 veröffentlicht


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Literaturschatz, 5. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Aula: Roman (Taschenbuch)
Unser Verhältnis begann als Pflichtlektüre im Schulunterricht. Das ist mittlerweile 17 Jahre her. Auch ich war Student auf einer ABF, allerdings auf einer spätsozialistischen, die für das befreundete Ausland vorbereitete. Trotzdem, es war tiefste DDR und Pflichtlektüre eine Qual.
Nicht so hier. Eine lebendige Geschichte, wunderbare Sprache, ein kritischer Blick. Das Gefühl, dass man eben doch sagen kann, was wann will ohne dass es gleich an den Grundfesten dieses Landes rütteln muss. Erneuern, überdenken ...
Kurz darauf war das Ländle Geschichte. Versunken im Staub der Zeit. Und viele Erinnerungen mit ihm. Nur "Die Aula" bleibt. Behühtet, x-mal mit mir umgezogen, voller Bleistiftgekritzel an den Rändern. Immer wieder gelesen. Und gestaunt, wie ich mich selbst und meine Sicht auf die Welt verändere im Spiegel dieses Buches.
Lesebefehl!!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Rausch gelesen, 2. Juni 2003
Von 
Werner, Henry (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Aula (Broschiert)
Selten habe ich ein Buch wie im Rausch gelesen. Dieses phantastische, autiobiographisch geprägte Buch muss schnellstmöglich wieder neu aufgelegt werden. Für mich als Westdeutschen ist es höchst erstaunlich gewesen, wie offen und kritisch Kant in "Die Aula" die Kinderkrankheiten der DDR-Gesellschaft nachzeichnet.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen muss man gelesen haben, 29. Februar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Aula (Taschenbuch)
Als Schülerin der Sekundarstufe II werde ich ab und zu von meinem Deutschlehrer mit einer Lektüre betraut. Dass ich davon nicht immer begeistert bin, ist wohl leicht einzusehen. Bei "Die Aula" war es ähnlich, der erste Eindruck war "Mann, ist das dick!" Am Anfang hab ich mich auch ein wenig schwer getan. Aber je weiter ich voran kam, desto mehr Gefallen hatte ich an dem Buch, den Figuren, den Geschichten und Anekdoten. Vor allem die Schreibweise Kants, wie er das alles erzählt, hat mich gefesselt. Und es kam, wie es kommen musste: Sobald ich die letzte Seite fertig hatte, fing ich das Buch von neuem an zu lesen... Ist mir noch nie passiert, aber es war wirklich so!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sehr guter Gegenwartsroman, 6. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Aula, Jubiläumsband (Gebundene Ausgabe)
Hermann Kant stellt seinem Roman „Die Aula" ein Zitat von Heinrich Heine vorweg: „Der heutige Tag ist/ ein Resultat des gestrigen./Was dieser gewollt hat,/ müssen wir erforschen,/ wenn wir zu wissen wünschen,/was jener will." Der Roman, in dem Kant - wie auch in seinem Roman „Der Aufenthalt - auch Autobiographisches verarbeitet, ist 1963 erschienen und markierte damals in mehrerer Hinsicht einen Einschnitt in die DDR-Literatur: zum einen stilistisch (es verbinden sich moderne Erzählformen, wie Rückblenden, Perspektivenwechsel und innerer Monolog, was bis dato als dekadent abgeurteilt wurde), zum anderen inhaltlich (es wird eine erste Bilanz der Geschichte der DDR gezogen). Den Rahmen der Erzählung bildet eine Rede, die Robert Iswall, der Protagonist mit autobiographischen Zügen Kants, zur Schließung der „Arbeiter- und Bauernfakultät" im Jahre 1962 halten soll. Diese Rede nimmt er zum Anlaß Bilanz zu ziehen, über seinen eigenen Werdegang und den der Gesellschaft. Ein sehr guter Gegenwartsroman über die Anfänge der DDR, der es ein wenig leichter macht, die Geschichte der Menschen in der DDR nachzuvollziehen und somit auch das Ende des Staates zu verstehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise in die jüngere Vergangenheit., 28. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Aula, Jubiläumsband (Gebundene Ausgabe)
Der Auftrag der Universitätsleitung schien simpel: Romanheld Robert Iswall, ein Ehemaliger, der einer der ersten Studenten an dieser Universität gewesen ist, wird um einen Gefallen gebeten. Er soll zu einer geplanten Abschlußfeier des laufenden Semesters eine Rede vorbereiten und diese auch halten. So weit, so gut. Spontan fühlt sich Iswall geehrt und malt sich bereits aus, wie die Zuhörer seinen milden und besonnenen Worten lauschen werden, sah vor sich die zufrieden schauenden Würdenträger der Universität in der ersten Reihe sitzen, wie er diesen und jenen erfolgreichen Abgänger und verdiente Wissenschaftler, die an der Universität ihr Handwerk gelernt haben, loben und ehren würde. Der Saal, festlich geschmückt, wäre beinahe überfüllt und alle warteten gespannt, wie Robert Iswall fortfahren würde.
Diese Gedanken kamen ihm anfangs; der Roman von Kant wäre eine Hommage an eine Universität geworden. Doch Iswall zögert mit der Ausformulierung deiner Rede und so ist der Grundstein für einen durchaus nicht erwarteten Verlauf des Buchs gelegt. Der Romanheld erinnert sich an seine Zeit an der Universität zurück, eine Reise in die Vergangenheit beginnt. Er läßt die ersten aufregenden Tage an der neuen Universität Revue passieren, in denen nicht nur für Iswall, sonder auch für die Dozenten alles neu war. Es kommen Erinnerungen an seine Zimmerkollegen hoch. Die waren ihm ans Herz gewachsen. Es waren richtige Freundschaften daraus geworden, nicht zuletzt weil alle ein ähnliches Schicksal in den ersten Tagen der neuen Deutschen Demokratischen Republik erfahren hatten.
Die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, spielt eine nicht unerhebliche Rolle. Kurz nach dem Krieg gab es zunächst andere Sorgen, als an das Studieren an einer Universität zu denken. Die Tatsache, daß zahlreiche Männer und Frauen es doch gemacht haben, zeigt die Entschlossenheit derer, die heutzutage bestimmt nicht jeder als typische Eigenschaft für die damalige Zeit ansehen würde. Die Schwierigkeiten waren groß und fast unüberwindbar. Es herrschte nach den Kriegswirren weiterhin Existenzangst.
In eine solche Grundstimmung läßt Kant die Erinnerungen von Robert Iswall gleiten. Über den Hintergrund einer Universität schildert er Begebenheiten aus dem Leben, die sein Romanheld Iswall durchlebt. Nach und nach kommen Iswall nicht nur die angenehmen und lustigen Seiten seiner Studienzeit hervor, Ängste, Liebe, Enttäuschungen, Verzicht, Spaß - die Palette der Erinnerungen ist groß. Auch die alten Freundschaften interessieren ihn wieder. Einige Mitstreiter hatte er seit dieser Zeit nicht mehr gesehen, man hatte sich aus den Augen verloren. Iswall ist jedoch ambitioniert bei der Sache, seine damaligen Kommilitonen wiederzufinden. Auch seine Erfahrungen mit Frauen, die er in jener Zeit gemacht hat, bewegen ihn mehr und mehr.
Kant gelingt es ein Bild aus der Sicht eines DDR - Bürgers auf die Anfänge des Arbeiter- und Bauernstaates zu entwerfen. Das Bild ist sicherlich geprägt von seinen eigenen Erfahrungen, zahlreiche Daten von Kants Biographie weisen doch Ähnlichkeiten mit denen von Romanheld Iswall auf. Der Roman ist spannend und informativ gleichzeitig, Der Leser kann mitfiebern, wie Robert Iswall immer tiefer in die Vergangenheit eintaucht und sich dadurch auch Veränderungen in seinem gegenwärtigen Leben ergeben. Kants erster Roman, erstmals veröffentlicht im Jahr 1965 zeigt auf kritische und unterhaltsame Weise, wie das Leben in der genannten Zeit ausgesehen haben kann. Es geht um mehr als nur die Vorbereitung auf eine Rede. Wichtiger erscheinen Kant Begriffe wie Freundschaft und Liebe, Gefühle und Zusammengehörigkeit. Ein sehr empfehlenswerter Roman, dessen Aktualität noch lange nicht abgelaufen ist.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kant gewinnt sich Leser/innen, 26. April 2005
Von Ein Kunde
Kant gibt hier selbst einen Überblick und verstehbare Einblicke in seinen metaphysischen Neuentwurf der "Kritik der reinen Vernunft" und gewinnt mit dieser verständlichen, nicht zu langen Darstellung Leser/innen für sein Werk.
In diesem Text ordnet er seinen Entwurf auch philosophiehistorisch ein in der Anknüpfung an Hume und erleichtert uns damit die Einordnung und das Verständnis seines neuen Ansatzes.
Erfreulicherweise ist dieses Buch auch für Nicht-Philosophen (ich bin Informatikerin) verständlich geschrieben, wenn auch nicht an allen Stellen bis ins Detail klar aus-argumentiert -- da muss man wohl in der umfangreichen "Kritik" nachlesen.
Fazit: Ein guter Einstieg in Kants Philosophie (und eben nicht nur Ethik, wie die oft zitierten Texte zum kategorischen Imperativ in Philosphie-Einführungen, Ethik-Lehrbüchern, usf. als Eindruck erwecken).
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erzählkunst!, 7. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Aula: Roman (Taschenbuch)
wer dieses buch liest, sollte gewahr sein,
dass er im bunde ist mit zig tausenden, die diesen "schinken" (freundlich) auf dem lehrplan hatten.
dies als einstieg.
"die aula" geht jedoch weit über den status der belehrungsliteratur hinaus. trotz ideologischer färbung ist es jederzeit lesbar, nein, es lebt von der großen erzählkunst kants. einmal ins rollen gekommen, entstehen charaktere, szenerien, nichts drängt sich auf, bleibt jedoch für immer haften. bilder, wie gemalt, die sich still als abziehbild auf der hirnrinde plazieren, um im verunsicherungsfall wieder zu rate gezogen zu werden.
die aula, ein ort, ein forum, der sich bedeutungsschwanger in so manchem kopf eines ehemaligen pioniers, fdj'lers oder auch abf'lers als erinnerungsfragment eingenistet hat. hier fanden die unbegreiflichsten aktionen, die heiteren momente, das dümmlichste gehabe des staatsbürgerlichen geschehens statt. hermann kant zeigt hier den versammlungs-, veranstaltungsraum einer arbeiter- und bauern- fakultät auf, angelehnt an seine greifswalder zeiten.
kant war einer der großen in diesem engen land. seine politischen entscheidungen müssen nicht immer die richtigen gewesen sein. sein werk ist jedoch über die ddr hinaus beachtenswert.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchst Lesenwert, 21. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Aula: Roman (Taschenbuch)
Dieser Klassiker der DDR-Literatur (und der DDR-Schullektüre) erhält trotz einiger Abstriche alle 5 möglichen Sterne, obwohl dieses Buch in der Tat ideologisch zum Teil hundertzehnprozentig Linientreu ist, obwohl selbst Stalin stets über alles gelobt wird (auch als Vorbild, was das Halten von Reden betrifft), obwohl man die Ideologie in der Tat mit erhobenem Zeigefinger eingetrichtert bekommt, obwohl man sich selbst bei DDR-Tabuthemen wie Republikflcuht stets der angepassten Bewertung, die letztendlcih immer stattfindet, sicher sein kann, obwohl alle Zweifel am System sofort dialektisch bekämpft werden und obwohl man sich eigentlich bei jedem Abschnitt genau denken kann, wie ein Deutschunterricht zu dieser Lektüre in der DDR ausgesehen ahben mag (als Austauschschüler aus dem Westen hatte ich das Vergnügen noch 1990 eine Lektürestunde zur "Aula" mitzuerleben - mit ideologisch nun aufgeschmissenem und ratlosem Lehrer und ungemein aufmüpfigen Schülern). Trotzdem 5 Sterne, denn dieses Buch ist enorm gut gemacht, hervorragend geschrieben, von Anfang bis Ende ein reiner Lesegenuss - und das muss Grund genug sein (wer würde Brecht ablehnen, weil er Marxist ist - außer Adenauer?). Und historisch ist dieses Buch unersetzbar; man erfährt so vieles über die DDR wie aus keinem Handbuch. Zwischen den Zeilen lesen will gelernt sein. Viel Spaß dabei!
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kants Prolegomena, 11. Februar 2002
Von Ein Kunde
Die Prolegomena von Kant bietet einen verdichteten Abriss der Thematik der Kritik der reinen Vernunft. Den Einstieg in die ganze Thematik liefert die Frage nach den Urteilen, die in Erfahrungsurteile und in Urteile vor jeder Erfahrung gegliedert werden. Interessant sind für Kant die letzteren. Kant zeigt, daß es mehr als nur den Erkenntnisgewinn durch sinnliche Wahrnehmung geben muss und er leitet die reinen Verstandesbegriffe Raum und Zeit ab. Kant entwickelt diesen Gedanken weiter, indem er von der Frage nach der Möglichkeit der Mathematik, über die Naturwissenschaft zur Metaphysik kommt. Dieser Gliederung liegt eine klare Strukturierung von einer niedrigen Ebenen zu einer höheren Ebene (in Bezug auf die Qualität der Erfahrung: Mathematik ist in der Form von Raum und Zeit bereits in uns; Naturwissenschaft: wir befragen die Natur durch Experimente, die durch unsere a priori vorhanden Denkschemata festgelegt sind und kommen so zu Erfahrungen; Metaphysik: wir wenden unsere Denkschemata auf Begriffe an, die jenseits unserer Erfahrung sind)zugrunde.
Die Proleomena ist trotzt der ungewohnten Sprache Kants gut nachvollziehbar und voller überraschender auch heute noch aktueller Erkenntnisse.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Vorüberlegungen für die Grundlegung der Metaphysik der Sitten, 9. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1783 erschienen erstmales die "Prolegomena zu einer künftigen Metaphysik" von Immanuel Kant (1724 - 1804); 'Prolegomena' ist die Pluralform zu 'Prolegomenon' (was zwei gewisse anonyme und doch namensgleiche Rezensenten an dieser Stelle offensichtlich nicht wissen) und nennen im Deutschen etwa die "Vorworte, einleitende Bemerkung, Einleitungen".
Mit diesen einführenden Voranmerkungen zielt Kant wie auch schon mit seiner zuvor erschienenen "Kritik der reinen Vernunft" (1781) zu einer Metaphysik, die nicht einfach nur hypothetisch oder spekulativ sei. Eine 'Meta-Physik' ist dem Namen nach eine Wissenschaft, die über das Physische hinausreiche. Alle Aussagen über Gott, das Jenseits oder die Unsterblichkeit der Seele etc. sind metaphysisch, also nicht empirisch, und somit zumeist eben ohne echtes Wissen. Ein Verweis etwa auf die Bibel als Quelle der zu befolgenden Sitten dient nicht als Plausibilisierung. Das Ziel der Kant'schen Überlegungen ist, eine "Metaphysik der Sitten" zu schreiben, in der "das moralische Gesetz in mir" zu einer metaphysischen Quelle verwiesen werden sollte, ohne implausible Faselei zu sein.
Bei aller bestechenden Logik Kants bleibt die Ebene der Quelle des Guten unerschlossen: die Liebe im Sinne Christi. Und so wirkt der ganze Aufbau des Kant'schen Strebens (von der "Kritik der reinen Vernunft" bis hin zu der "Metaphysik der Sitten"), als wolle er das, was er glaubt, sein "Gutseinmüssen" nach dem "moralischen Gesetz" in ihm, nachträglich sozusagen "logifizieren" und "beweisen". Diese Bemerkung ist keine Aufforderung, das vorliegende Buch und die anderen genannten nicht zu lesen, nota bene! Für den Studierenden führt kein Weg an diesen Büchern vorbei.
Die Reclam-Ausgabe bietet neben dem vollständigen Text sammt Anhang ein textkritisches Nachwort von Rudolf Malter und zahlreiche Beilagen wie Vorarbeiten Kants, Briefe, Rezensionen, etc.
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Die Aula: Roman
Die Aula: Roman von Hermann Kant (Taschenbuch - 1. August 1997)
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